@clarimo das hab ich so auch noch nicht gewusst...interessant 👍
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Zitat von clarimo Beitrag anzeigen@Gina: Der Preisabfall in den Niederlanden und Belgien zu deutschen Züchtern kommt vor allem auch durch die geringeren Anreitkosten zustande. Dort reisen reine Anreitspezialisten rum, die pro Woche ca. 150 € +/- nehmen. Für einen dt. Züchter heißt anreiten gleich mal 3 Monate zu je 6-/800 €. Da schnellen die reinen Kosten mal gleich deutlich nach oben. Die Bewertung lass ich aber offen..., aber:
ca. 150€ pro Woche Beritt im eigenen Stall macht ja allein schon 600€ pro Monat (ohne Haltungskosten). Und wo genau ist das nun günstiger als der 600-800€ teuere Beritt mit Vollpension im Profi-Stall hier in D?
Oder ist damit gemeint, dass die Pferd innerhalb einer Woche "angeritten" werden und es mit ein Mal 150€ getan ist? Das ist doch völlig unrealistisch. Wenn man da ein etwas sensibleres Pferdemodell hat, dann gute Nacht...
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Zitat von silas Beitrag anzeigenIst das jetzt ein besonders abschreckendes Beispiel, oder eher der Regelfall?
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Zitat von Peanut Beitrag anzeigenOder ist damit gemeint, dass die Pferd innerhalb einer Woche "angeritten" werden und es mit ein Mal 150€ getan ist? Das ist doch völlig unrealistisch. Wenn man da ein etwas sensibleres Pferdemodell hat, dann gute Nacht...
In manch einem deutschen Stall hat in dieser Zeit noch kein Sattel auf dem Pferd gelegen und bevor ein Reiter drüber nachdenkt sich drauf zu setzen, wird oftmals wochenlang zum Paket verschnürt longiert.
... die 150,- die Woche entsprechen gut 600,- im Monat (Beritt inkl. Unterbringung). Der Unterschied ist die Dauer und das Ziel. In Deutschland soll nach den 3 Monaten, das Pferd die Fähigkeit haben, relativ zeitnah dann auch in Reitpferdeprüfungen, SLP oder ähnlichem starten zu können. Das erwartet allerdings keiner nach einer Woche "Schnellstart" in Holland. Um dieses Ziel zu erreichen, ,müssten auch dort die Pferde darüber hinaus entsprechend gefördert werden.
Für ein in Reitpferde Prüfungen erfolgreich gestartetes Pferd, muss der Züchter immer mehr einkalkulieren als die reinen Anreit-Kosten (egal ob 150,- Schnellkurs oder 1800,- für "deutschen Standard").
.Zuletzt geändert von dressurpferde@email.de; 28.09.2015, 12:07.
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Zitat von clarimo Beitrag anzeigen@Gina: Der Preisabfall in den Niederlanden und Belgien zu deutschen Züchtern kommt vor allem auch durch die geringeren Anreitkosten zustande. Dort reisen reine Anreitspezialisten rum, die pro Woche ca. 150 € +/- nehmen. Für einen dt. Züchter heißt anreiten gleich mal 3 Monate zu je 6-/800 €. Da schnellen die reinen Kosten mal gleich deutlich nach oben. Die Bewertung lass ich aber offen...
ignorance is bliss
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Zitat von clarimo Beitrag anzeigen@Gina: Der Preisabfall in den Niederlanden und Belgien zu deutschen Züchtern kommt vor allem auch durch die geringeren Anreitkosten zustande. Dort reisen reine Anreitspezialisten rum, die pro Woche ca. 150 € +/- nehmen. Für einen dt. Züchter heißt anreiten gleich mal 3 Monate zu je 6-/800 €. Da schnellen die reinen Kosten mal gleich deutlich nach oben. Die Bewertung lass ich aber offen...
So gings in meiner Jugend im Herbst im Reitverein auch los. HauRuck - und die Sensibleren blieben auf der Strecke mit gewissen Dauerschäden.
Und was ist das für eine blödsinnige zeitliche Festlegung. Wer sich mit Anreiten beschäftigt hat weiss, dass man auf dem Einen nach 2 Wochen relativ ausbalanciert übers Parkett trabt, während man beim Anderen noch Probleme mit dem Aufsteigen hat. Und bei der 2. Sorte bring HauRuck gar nichts.
Und weil ich mir solche Unsitten nicht ins Haus holen will, machen wir das hier seit 30 Jahren mit der Unterstützung von ein paar Mädels immer erst mal selbst . Slowly but shurely und auch trotzdem kostengünstig.
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Zumindest erklärt diese Methode die lange Haltbarkeit von "Sportpferden" - da bilde ich lieber länger und kostenintensiver aus, allein diese Erklärung im zweiten Beispuel, von loslassen und bewegtem Rücken.....das geht ja mal gar nicht.Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.
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Ja super - die Indianer.....
Aber hier geht es doch um Anreiten im Sinne von "Marktgängig" machen.
Will mir irgendwer erzählen, dass solche Pferde nach der HauRuck-TOur in 1-2 Wochen so funktionieren, dass sie von Endkunden probiert werden können ?
Vielleicht reicht es, das damit die einschlägigen Pferdehändler mit ihren Jockeys vorbeikommen können. Für max 5Teuro.
Aber die besser bezahlenden Dressur- und Springreiter verlangen heute ein reell angerittenes Pferd. Das muss als 4j noch nicht viel können. Aber wenn sie erst mal die o.g. Wild-West-Tour im Kopf und am Körper korrigieren müssen, dann wird es nix mit dem vertrauensvollen Verkauf.
So sind jedenfalls meine Erfahrungen. Die bessere Kundschaft ist in der Richtung verdammt "lecker".
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@Cordalme:
Ich hätte vielleicht noch den Ironiemodus dazu schreiben sollen.
Deshalb "Sportpferde" und auch deshalb, weil in einzelnen Handelsställen doch recht viele "Rückläufer" aus dem "Sport" angeboten werden, die, bei genauer Betrachtung, allesamt schon beim Anreiten versaut wurden.
Nach diesen Bildern wundert mich nichts mehr.
@Tiger:
Wie definierst Du denn Vertrauen fassen und "wehtun"?
In beiden Fällen habe ich klar überforderte Pferde gesehen, diese Methode nennt man "einbrechen", zurück bleiben traumatisierte Pferde, die ihre Reiter als "Last" empfinden, nichts verzeihen und immer entsprechend reagieren - kurz und gut, Pferde, die für das Gros der Reiter und die meisten Turnieranforderungen nicht brauchbar sind. Bleiben noch die "Tierretter", ist ja auch ein Markt.Zuletzt geändert von silas; 29.09.2015, 05:32.Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.
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Zitat von clarimo Beitrag anzeigen@Gina: Der Preisabfall in den Niederlanden und Belgien zu deutschen Züchtern kommt vor allem auch durch die geringeren Anreitkosten zustande. Dort reisen reine Anreitspezialisten rum, die pro Woche ca. 150 € +/- nehmen. Für einen dt. Züchter heißt anreiten gleich mal 3 Monate zu je 6-/800 €. Da schnellen die reinen Kosten mal gleich deutlich nach oben. Die Bewertung lass ich aber offen...
mir scheint da ist einiges an realität an dir vorbeigegangen.
in d wird flächendeckend so od so ähnlich ebenfalls angeritten. mit dem unterschied, dass es sich eher um feste anreitstationen handelt & weniger um fahrendes volk.
4 wochen kost, logis & einreiten +- 4-800 €. glaubst du im ernst, dass sich da bei den einreitprofis einer die zeit zeit & mühe macht mit dem pferd erst mal den namen zu tanzen?
diese kosten nutzen rechnung ist die gleiche wenn kost & logis dabei ist beläuft sich das einreitbudget auf 400€ und darunter im monat. glaubst du im ernst in d macht sich irgendwer die arbeit & holt deinen zossen jeden tag raus & bespricht ihn damit er sich beim einreiten nicht erscheckt?
der besi ist nicht dabei, wenns ans eingemachte geht & hintenraus wird noch ein bisschen schritt & trab brav unter dem sattel geübt & nach 4 wochen wird das pferd eingeritten übergeben. alles weitere kann weiterer beritt oder eben eigeninitiative auf den weg bringen.
warum glaubst du der grosse verband im hohen norden hat soviel ausfallquote ? weisst du wieviel verbandseigene hochtalentierte pferde über die klinge gesprungen sind weil sie unter dem reiter nie " in die füsse kamen" ?
ich find das ja immer sehr interessant, dass die dunklen seiten immer nur bei der konkurrenz gesehen werden od gesehen werden wollen.......
keine frage - ich pers würds so auch nicht machen bzw hätte noch den ersten zu haben, der so einen tanz aufführt. aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass es dass hier nicht auch gibt.
keine frage ebenfalls, dass sich hier einige tummeln die es auch nicht so machen. aber den heiligenschein was horsemanship & ausnahmslos gutes reiten betrifft kann man sich für d sparen.Zuletzt geändert von gina; 29.09.2015, 05:58.
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@gina: genau so ist es 👍😉...unbequeme Wahrheit...aber eine Tatsache und wer davor die Augen verschließt, der will nicht sehen...aber so lange die Leute das glauben wollen, wird damit natürlich ganz gut Geld verdient...
Ich bin froh, daß wir das selber leisten können- selbst ausbilden...
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Gina- Recht hast Du.
Traumatisierte Kinder, Hunde, Hamster, Pferde- warum gibt es wohl so viele Psychologen für 2+4 beiner???
Der Holländer geht gut mit dem Braunen auf dem Springplatz um, lobt immer wieder, ist gerecht, ein besseres Tun als in den meisten Dressurställen...
Das ganze Gehampel, was mittlerweile mit den Pferden gemacht wird, hängt mir zum Halse raus.
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Auch wenn es natürlich wieder niemand hören will: Die Holländer haben einfach bei Monty Roberts gut hingeschaut und das Ihre daraus gemacht. Während man bei uns noch lang und breit darüber lamentiert hat, ob man überhaupt Pferde so "Rumscheuchen" darf, haben unsere Nachbarn das holländische Freilauf-System "erfunden" und gewisse Techniken in ihr Einreit-Prozedere integriert. Einen geschickten Reiter braucht es deshalb trotzdem.
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Zitat von gina Beitrag anzeigenund daraus ergibt sich zwangsläufig, das ganz holland so & eben "billig" einreiten lässt ? und der deutsche heiligenschein wieder ein bisschen aufpoliert wird?
(...)
Mein lettischer Wallach - mit 4 gekauft, inzwischen 22 - wurde sehr wahrscheinlich nach Marke "Hau-Ruck" in Lettland angeritten. Männer, Einfangsituationen, Sattel, Longierpeitsche - alles bis heute Faktoren, die bei ihm sehr leicht "Schweissausbrüche" auslösen.
"Einreit-Trupps" aus östlichen Ländern waren auch schon vor Jahren hier in D unterwegs und die erledigen auch für wenig Geld ihren Job.
Wir wissen doch alle, dass das Einreiten für die Pferde umso weniger aufregend ist, desto mehr Mühe man sich mit ihnen DAVOR gemacht hat, sie an den Menschen und die Ausrüstung zu gewöhnen.
Ach ja, die Indianer. Das wird gerne romantisiert und dabei vergessen, dass sie erst zum Pferd gekommen sind, als die ehemaligen Hauspferde der Spanier die Prärie "erobert" haben. Ob das wirklich pferdeschonender abgelaufen ist, weiss keiner. Verallgemeinern kann man es eh nicht, weil jede Population wahrscheinlich ihre eigenen "Regeln" hatte.
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Zitat von Tiger Beitrag anzeigen
Das ganze Gehampel, was mittlerweile mit den Pferden gemacht wird, hängt mir zum Halse raus.
Das Gehampel fängt bei uns am ersten Tag an, steigert sich dann im dritten Lebensjahr tatsächlich noch zu einer handarbeitlichen Vorbereitung, durchaus bereits mit Sattel, bis zum ersten ruhigen Aufsitzen und den ersten entspannten Runden unterm Reiter, ehe so ein Pferd zur Ausbildung zum Profi kommt, wo wir jederzeit präsent sein können und dies Recht auch wahrnehmen.
Wer zwischen ordentlichem Umgang / Ausbildung und irgendwelchen Gurublödeleien keinen Unterschied sehen kann, dem ist dann auch nicht mehr zu helfen.
Fakt ist, wir sehen und erleben immer wieder Pferde, die nicht ordentlich ausgebildet wurden - diese werden dann gerne jenen Gurus zugeführt, die alternative und heilbringende Methoden predigen, ehe sie ihr Schicksal als billige und kaputte Wanderpokale beenden.
Ordentliche Ausbildung braucht Zeit, Wissen und Empathie, wer hier nicht selber den Grossteil gut erledigen kann, ist im Hintertreffen, so viel ist klar - angesichts der oben zitierten Äusserung, befindet sich derjenige allerdings nicht nur finanziell im Hintertreffen.Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.
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