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  • Ramzes
    • 15.03.2006
    • 14596

    Eleven foals in the Pacific Northwest were diagnosed with a condition called Equine Juvenile Spinocerebellar Ataxia (EJSCA).


    Die moderne Genomsequenzierung erlaubt heutzutage eine relativ schnelle Identifizierung von neuen Erbkrankheiten auch beim Pferd .
    Hier der jüngst aufgetretene Defekt bei mehreren QH - Fohlen .
    Es gibt einen Test .


    Kommentar

    • Ramzes
      • 15.03.2006
      • 14596



      Identifikation Kandidat - Gen für " Roaring " beim Englischen Vollblut .
      Grundlage für weitere Forschung und zukünftige Tests .


      EFIH Test , der bislang einzige Test speziell nur für Englische Vollblüter .
      Der Defekt wurde 2020 entdeckt und umgehend Testung entwickelt , der nur UC Davis verfügbar ist .

      Kommentar

      • Nickelo
        • 16.07.2024
        • 67

        Ich habe von beidem noch nie gehört - deshalb mal in google nachgeschlagen

        Was ist „Roaring“?
        • „Roaring“ ist eine Kehlkopferkrankung (laryngeale Hemiplegie), bei der der Stimmbandnerv teilweise ausfällt.
        • Betroffene Pferde erzeugen beim Atmen unter Belastung ein pfeifendes/roarendes Geräusch und haben oft verminderte Leistungsfähigkeit.
        • Die Erkrankung tritt besonders häufig bei Thoroughbreds (Englischen Vollblütern) auf.
        ?
        Was ist EFIH

        EFIH beim Pferd steht für Equine Familial Isolated Hypoparathyroidism – eine seltene, aber immer tödliche genetische Erkrankung bei Vollblutfohlen.

        Die wichtigsten Veröffentlichungen berichten:
        • Erstbeschreibung: 1997 wurden 5 betroffene Vollblutfohlen detailliert beschrieben (klinisch + pathologisch).
        • In weiteren klinischen Untersuchungen wurden bis 2020 zusätzlich vier betroffene Fohlen beschrieben.
        • Insgesamt gibt es also neun klinisch dokumentierte Fälle (frühere Forschung plus spätere Fallserien), die in der wissenschaftlichen Literatur erwähnt werden.
        • Die Krankheit ist sehr selten. (Auch wenn einige Fälle nicht erkannt worden sein könnten, max.: 11-20 weltweit)
        • Die genetische Ursache wurde identifiziert (Mutation im RAPGEF5-Gen),
        • genetische Tests sind verfügbar, um Träger zu erkennen und Verpaarungen zu vermeiden.

        Was passiert bei EFIH?
        • Die Fohlen haben keine oder zu schwache Nebenschilddrüsen
        • extrem niedrige Calciumwerte im Blut.
        • Dadurch kommt es zu Muskelkrämpfen, steifem Gang, Zittern und schweren Krampfanfällen.
        • Die Erkrankung tritt meist in den ersten Lebenstagen bis ca. 35 Tagen auf und verläuft immer tödlich
        • WICHTIG: Ursache ist ein autosomal-rezessiver Gendefekt: Nur Fohlen, die von STUTE und HENGST das mutierte Gen erben, erkranken.
        • Genotypen also:
          • efih/efih ? tot
          • efih/n ? Träger, aber völlig symptomfrei, ohne genetische Testung nicht erkennbar
          • n/n ? frei
        EFIH ist extrem selten,
        In einer Studie an US-Thoroughbreds betrug die Trägerfrequenz (Heterozygote, also EFIH/ n) etwa 1,6 % bis 1,8 % (d. h. rund 1–2 von 100 Pferden tragen das EFIH-Allel).?
        Erkrankte Fohlen (efih/efih) sind sehr selten, weil sie nur entstehen können, wenn zwei Träger miteinander verpaart werden. Dann liegt das Risiko bei 25 %, dass das Fohlen betroffen ist.?

        Die Verbreitung ist aber relevant genug, dass Züchter von Vollblütern unbedingt testen sollten.
        Genetische Tests helfen, die Träger zu identifizieren und vermeiden, dass zwei Carrier gepaart werden, Fohlen sterben und sich im geschlossenen Zuchtbuch mehr EFIH/N Pferde etablieren .

        .
        Theoretisch könnten auch Halbblüter oder Vollblutnachfahren betroffen sein. Einwandfrei wurde aber EFIH bislang nur bei Vollblütern festgestellt. In einer der Publikationen wird explizit erwähnt, dass die RAPGEF5-Variante bei Individuen aus 12 anderen Pferderassen nicht gefunden .

        Zum Vergleich : bei WFFS wird die durchschnittliche Trägerquote für deutsche Warmblutpferde nach Schätzungen/ Hochrechnungen mit 9-11 % angegeben, wobei die Zahlen wegen je nach Zuchtgebiet, Disziplinpräferenz und der Beliebtheit von Stempelhengsten sehr stark schwanken.

        Kommentar

        • Kareen
          PREMIUM-Mitglied
          • 06.01.2001
          • 7466

          Wer es etwas ausführlicher mag, kann Jens auch beim FFP e.V. vortragen hören und sehen und gleich dazu Eliane Marti zu genetisch bedingten Hauterkrankungen des Pferdes. Ich bin gespannt, ob sich in den letzten zwei Jahren irgendwelche Veränderungen ergeben haben. Mit Blick auf die FN und die Zuchtverbände wage ich die Prognose, dass da genau gar nichts seither passiert ist.


          5. Webinar der Webinarreihe "Pferdezucht quo vadis?" mit Jens Tetens und Eliane Marti



          Bei den jüngsten Tests drängt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit auf, sprich, ob es sinnvoll ist, bei 5 fatal erkrankten Fohlen gleich ein ganzes Rassepanel daraus zu machen. Beim Verlauf der Testergebnisse zu CA bei den Dt. Reitponies stellt sich überdies die Frage, was das ganze Testen für Erfolg hat, wenn ausgerechnet die CA Anlagenträger massenhaft eingesetzt werden, auch auf ungetestete Stuten, und sich so gar keiner darum schert. Überhaupt gewinnt man den Eindruck, dass Gentest mehr für Marketingzwecke und zur Umsatzsteigerung als zum Wohl der Pferde eingesetzt werden.
          Das Gros der Züchter interessiert sich mehr für Farbgene und dass man irgendetwas in den Prospekt schreiben kann, was möglichst positiv klingt als für die tatsächliche gesundheitliche Relevanz. Anders ist das vorgenannte Phänomen wohl nicht zu erklären.

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