Isabell Werth- Doping

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  • Schimmelchen29
    antwortet
    Zitat von Nearctic Beitrag anzeigen
    Tja, was soll sie denn deiner Meinung nach machen, die FN? Wenn sie sich - wie in diesem Fall - äußert und deutlich macht, dass solche Vorfälle vehement verfolgt und möglichst lückenlos aufgeklärt (und dann auch entsprechend sanktioniert) werden, und zwar ohne Rücksicht auf die "Machtposition" des erwischten Reiters innerhalb der Equipen, kommen Äußerungen wie deine, denen die "Sünder" leid tun.

    Würde die FN sich hinter IW stellen und den Vorfall als "nicht so schlimm" herunter spielen, da die Reiterin ja einsichtig und zerknirscht ist, würde sofort die Öffentlichkeit aufschreien, man würde aus Rücksicht auf die Medaillenspiegel mit Erfolgsreitern herummauscheln. Mit Recht!

    Das kann und sollte sich der Dachverband nicht erlauben, er würde sonst komplett seine Glaubwürdigkeit verlieren..
    Sorry, aber für mich hat ein Verband, dessen Top-Funktionäre schon in Hongkong mit zweierlei Maß gemessen haben, schon seine Glaubwürdigkeit verloren. Vor allen Dingen, wenn man sich denken kann, dass die ganze Sache Ahlmann (die Berufung vor dem CAS wg. der höheren Sperre) doch nur als Kotau vor den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten gemacht wurde.

    Und ich glaube durchaus, dass es zwischen einem "nicht so schlimm" und den Äusserungen von Herrn Lauterbach, der mit seiner ungenannten Veterinär-Quelle in der FAZ IW ja durchaus der Lüge bezichtigt, doch noch den einen oder anderen Unterschied gibt. Wie hat Herr Lauterbach gesagt? "Ich sehe den Vorgang sachlich." Nun, wenn er ihn so sachlich sieht, dann verstehe ich nicht, warum er dann mit spekuliert - das halte ich nämlich für unsachlich.

    Und deswegen lasse ich mich auch gerne blamen, dass es dann "zu Aussagen wie zu meiner" kommt.

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  • CoFan
    antwortet
    Das Problem mit den Tierärzten ist wohl einfach, dass man sie ja von Seiten der Verbände schlecht sanktionieren kann.

    Was sollen die FN bzw die FEI denn tun? Sie haben doch keine Handhabe gegen sie. Die Tierärzte arbeiten ja im Auftrag der Reiter/Pferdebesitzer, also könnten die sie wiederum auch in Regress nehmen vor "weltlichen" Gerichten. Oder, falls sie gegen für TÄ geltendes "Standesrecht" verstossen, könnte das vielleicht noch die Ärztekammer oder im krassesten Fall die Staatsanwaltschaft ahnden.

    Natürlich kann sich die FN bzw FEI jetzt nicht hinstellen und sagen "Unsere Isabell hat bestimmt nichts Böses getan", wie das Fr. Winter-Schulze getan hat. Aber die ein oder andere Formulierung gerade des Hrn. Lauterbach ging genauso unglücklich in das andere Extrem. Letztendlich klang das für mich nach einer Retourkutsche für ähnliche Angriffe aus der Ecke von Fr. Werth.

    Aber ich bin jetzt wirklich mal auf die Reaktion der FEI gespannt. Denn im Fall der amerikanischen Dressurreiterin in HongKong haben sie auch auf Medikation mit einer (ich meine) 4-wöchigen Sperre reagiert. Obwohl im Pferd eine Substanz gefunden wurde, die für Pferde nicht zugelassen ist und daher per Definition eigentlich unter Doping fällt.

    Korrektur: Wenn ich das jetzt richtig verstehe, fällt die in HongKong bei Mythilus gefundene Substanz nicht unter Doping sondern in Medikation Klasse A

    Zuletzt geändert von CoFan; 28.06.2009, 17:16.

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  • Nearctic
    antwortet
    @Asterix:

    Das ist wohl kaum anzunehmen, der Herr Doktor wird sich doch nicht seine besten Kunden vergraulen wollen.


    Tja, Herr Poschmann hat sich gestern wahrlich nicht mit investigativem Ruhm bekleckert im Interview. Vielleicht tat ihm Frau Werth auch leid, vielleicht hat sie sich auch vorher direkte Fragen zur Person Dr. Stihl verbeten, was aus dem Grund, dass er nicht persönlich anwesend war, um sich verteidigen zu können, auch nachvollziehbar wäre, aber ein etwas besser recherchierender Moderator wäre wünschenswert gewesen.

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  • Asterix
    antwortet
    Zitat von Nearctic Beitrag anzeigen
    Mich würde aber wirklich interessieren, warum man eigentlich den behandelnden Tierarzt und dessen dubiose Vergangenheit aus den öffentlichen Diskussionen herausnimmt.
    Vielleicht weil besagter TA dann mal aus dem Nähkästchen plaudert und wenn man so hört wo der überall ein und aus geht ...

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  • dumbledore
    antwortet
    Meine Deutung ihrer Aussagen ist:

    1. Sie hat sich bewusst für einen bereits für Doping bekannten Arzt entschieden, weil das Problem mit Whisper (welches Problem es auch immer ist) anders nicht in den Griff zu bekommen war.

    2. Sie wusste, dass sie gedopt hatte und hat deshalb nicht nachgefragt, sondern sich auf die Aussagen des Tierarztes verlassen. Wie soll sie denn auch nachfragen können? Ach, übrigens, liebe FN, ich habe da ein Mittel verabreicht, das auf der Dopingliste steht und eigentlich auch gar nicht für Pferde zugelassen ist, und deshalb wollte ich mal nachfragen, wie lange Sie das nachweisen können?!


    Ich habe darauf gewartet, dass Herr Poschmann sie danach fragt. Leider tat er das nicht. Bedauerlich .

    lg
    dumbledore

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  • Nearctic
    antwortet
    Zitat von Schimmelchen29 Beitrag anzeigen
    Wobei ich die Äusserungen, die teilweise von der FN kommen, teilweise in Fachzeitschriften stehen, teilweise in der Tagespresse hingeschmiert werden, zwischenzeitlich echt widerlich finde. Gerade von unserem lieben Dachverband finde ichs grenzwertig, wenn sie sich jahrzehntelang mit IW schmücken, um dann in Person von MR. Lockenkopf noch nachtreten, wenn sie eh' schon am Boden liegt. Und für sowas zahlen WIR Geld.
    Tja, was soll sie denn deiner Meinung nach machen, die FN? Wenn sie sich - wie in diesem Fall - äußert und deutlich macht, dass solche Vorfälle vehement verfolgt und möglichst lückenlos aufgeklärt (und dann auch entsprechend sanktioniert) werden, und zwar ohne Rücksicht auf die "Machtposition" des erwischten Reiters innerhalb der Equipen, kommen Äußerungen wie deine, denen die "Sünder" leid tun.

    Würde die FN sich hinter IW stellen und den Vorfall als "nicht so schlimm" herunter spielen, da die Reiterin ja einsichtig und zerknirscht ist, würde sofort die Öffentlichkeit aufschreien, man würde aus Rücksicht auf die Medaillenspiegel mit Erfolgsreitern herummauscheln. Mit Recht!

    Das kann und sollte sich der Dachverband nicht erlauben, er würde sonst komplett seine Glaubwürdigkeit verlieren.

    Davon abgesehen, tat mir IW im Interview auch menschlich leid, man sah ihr ja deutlich an, dass es ihr nicht gut geht, und wie sehr sie das alles mitgenommen hat in den letzten Tagen.

    Aber das Kind liegt im Brunnen, und da muss sie nun leider durch.

    Mich würde aber wirklich interessieren, warum man eigentlich den behandelnden Tierarzt und dessen dubiose Vergangenheit aus den öffentlichen Diskussionen herausnimmt. Ist er immun gegen Sanktionen, nur, weil er Schweizer ist, oder, weil IW ihn schützt und verteidigt?

    Wie schon Kareen in einem Beitrag früher in diesem Thread äußerte - ein sehr fragwürdiger Vet., dem man doch mal näher auf die Finger schauen sollte. Schon im Interesse aller verantwortungsvollen TÄ, die nicht mit solchen Methoden herumexperimentieren.

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  • Jupp
    Ein Gast antwortete
    Reitsport und Radsport haben dem Sport insgesamt sehr geschadet. Ich habe mittlerweile den Glauben an einen fairen Wettkampf verlören.
    Auch wenn ich den Menschen I.W. in der gestrigen Sendung wirklich bedauert habe.
    Tatsächlich ist es wohl so, dass der Mensch nur durch Schmerz lernt.

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  • Schimmelchen29
    antwortet
    [quote=rosenbaum;504992]
    Zitat von CoFan Beitrag anzeigen
    @Rosenbaum Meine ganz persönliche Einschätzung ist die, dass sie sich vielleicht einfach zu sicher war, dass sie alles richtig macht. Und gerade so etwas gepaart mit Vertrauen zu diesem TA (bei anderen scheint sie ja nachzuprüfen) kann zu solchen fatalen Fehlern führen. ...............
    Volle Zustimmung!
    Habe das Interview gestern auch gesehen und hatte dabei den Eindruck, dass IW durchaus glaubwürdig rüberkam. Und sie hat ihrem TA leider wohl wirklich voll vertraut (obwohl das natürlich nach den Vorfällen in der Vergangenheit -Rusty- schon ein bißchen grenzwertig ist). Und dieses blinde Vertrauen kann man schon als riesige Dummheit einschätzen - Dummheit, die von der FEI ganz sicher auch entsprechend bestraft wird.

    Wobei ich die Äusserungen, die teilweise von der FN kommen, teilweise in Fachzeitschriften stehen, teilweise in der Tagespresse hingeschmiert werden, zwischenzeitlich echt widerlich finde. Gerade von unserem lieben Dachverband finde ichs grenzwertig, wenn sie sich jahrzehntelang mit IW schmücken, um dann in Person von MR. Lockenkopf noch nachtreten, wenn sie eh' schon am Boden liegt. Und für sowas zahlen WIR Geld.

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  • CoFan
    antwortet
    @Rosenbaum Das sollte keine Kritik an Deiner Äusserung über CA sein.

    @philli So bedauerlich ich diesen Vorfall finde, vor allem weil er gerade JETZT passiert ist, so "passend" finde ich ihn aber auch wieder.

    Denn es muss sich einfach Vieles ändern. Sowohl bei den Reitern, als auch bei den Verbänden, den TÄ, den Arzneimittel- und Futterherstellern etc etc. Eigentlich hätte man meinen sollen, dass das nach Athen alle Beteiligten schon verstanden haben. Aber dem war wohl nicht so. Vielleicht verstehen sie es jetzt?

    Ich würde mir zB wünschen, dass alle Lieschen Müller, die ihr Pferd behandeln müssen jetzt die FN löchern und nerven - deren Telefonleitungen sollen glühen ...... dass die TÄ und die Arzneimittelhersteller mit Fragen gequält werden etc.

    Denn, wenn jetzt zB alle versuchen zuverlässige Infos zu bekommen, wird der Handlungsdruck diese zu liefern verstärkt ...... etc etc.

    Jeder sollte sich mal fragen, ob das was er gerade in sein Pferd reinstopft oder draufschmiert wirklich nötig ist. Ob es nicht andere Lösungen gibt, die vielleicht etwas länger dauern aber evtl. sogar besser wirken. Egal ob mehr Koppel, anderes Reiten .... die Liste ist sicher lang.

    Aber das müssen nicht nur die Beerbaums und Werths machen - das müssen sehr viel mehr machen.

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  • Warree
    antwortet
    @Rosenbaum
    Bei deinem Pferd musstest du die Entscheidung sofort treffen, entweder Behandlung oder Folgeschaden der Erkrankung.

    Bei IW liegt der Fall doch anders. Ihr Pferd hat ein chronisches Problem, das ohne Medikamentengabe einfach weiterbesteht und mit dem es bis jetzt trotzdem erfolgreich Turniere glaufen ist. Ich seh nicht, wieso da jetzt auf einmal akuter Handlungsbedarf besteht, der nicht mal Zeit für die eine oder andere Nachfrag bei dem (mit seiner Vorgeschichte für mich persönlich nicht vertrauenwürdigen) Tierarzt lässt.

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  • monti
    antwortet
    das Problem an dieser ganzen Diskussion ist, dass sie auf verschiedenen Ebenen stattfindet - d.h. - es gibt verschiedene Baustellen - und jeder setzt andere Prioritäten und antwortet/reagiert dementsprechend:

    auf der einen Seite ein "normaler" Reiter wie LL, die in der Turniersaison ist und sich jetzt fragt ob ihre Futterzusammenstellung verbotene Substanzen enthält oder nicht....natürlich könnte man ihr sagen: die Chance ist sehr gering, dass du kontrolliert wirst - aber das wird ihr nichts nützen...

    1.
    wir brauchen dringend neue übersichtliche Regelungen/Bestimmungen - und ich glaube nach diesen EReignissen werden wir sie auch bekommen....ich könnte mir z.B. vorstellen, dass auf den Beipackzetteln der Futter-Säcke steht: erlaubt für....nicht erlaubt für....Wartezeit: soundso lange....da sind die Futtermittelhersteller gefragt, dass sie ihre Produkte einschicken und nach den neuesten Regelungen ausweisen....

    2.
    sowohl der Haustierarzt als auch der Prominenten-TA hat die Pflicht, die Besitzer aufzuklären und zu beraten....

    auch wenn der Haus-TA vielleicht noch einige dringende Notfälle an diesem Tag hat und in Zeitdruck ist und der Prominenten-TA noch den Flieger nach Amerika erwischen muss, um ein weiteres Spitzensportpferd eines Weltklassereiters zu behandeln !!!

    der Ta muss fragen nach Krankheiten, die das zu behandelnde Pferd in letzter Zeit hatte, Impfreaktionen ? Allergie auf Antibiotika ? - Pferd tragend und wie lange ? wurde das Pferd schon einmal narkotisiert - wie war die Reaktion ? wurde das Pferd schon einmal gewogen - ist genaues Gewicht bekannt ? Wofür soll das Medikament überhaupt sein ? Sedalin für den Fohlentransport oder für etwas anderes ? Er muss über die Wartezeiten eines jeden Medikamentes informiert sein ....

    3. der Besitzer hat die Pflicht, den Ta über das zu behandelnde Pferd aufzuklären und die Behandlungsmethode zu hinterfragen....und vor allem den Beipackzettel genau zu lesen !!!!!!!

    und da spreche ich aus eigener Erfahrung:
    ich habe früher dem Ta als Fachmann völlig vertraut - ohne groß zu hinterfragen und hab einiges an Lehrgeld bezahlt. Heute weiß ich, dass der Ta jeden Tag x-Pferde behandelt und im Stress ist und ich ihn über mein Pferd informieren muss....

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  • philli
    antwortet
    Zitat von rosenbaum Beitrag anzeigen
    So ähnlich stelle ich mir auch das Gespräch mit IW und Dr. Stihl vor. Das Pferd hat ein Problem. Man fragt ihn, ob man da was machen kann. Er sagt ja, ich habe da ein Medikament, das in anderen Ländern erfolgreich angewendet wird, das könnte man probieren. Da kann ich verstehen, dass eine IW sagt:" O.k., probieren wir es" und nicht mit den Worten einem Dr. Stihl entgegentritt: "Da muss ich erstmal googeln, ob das überhaupt für das Pferd gut ist!" Hallo, dafür hat man ja schließlich einen TA....dass man dieses nicht tun muss - nun gut, die Erfahrung zeigt nun, dass man es doch tun sollte
    Tja, dann denke ich wohl einfach anders. Mein Pferd ist kein Versuchskaninchen und die Verantwortung trage immer noch ich. Also informiere ich mich bestmöglich über Medikamente, die ihm verabreicht werden. Da reicht erstmal ein ausführlich Gespräch mit dem TA meines Vertrauens bzgl. Wirkungsweise und Nebenwirkungen und bringt das keine Klarheit, ja dann google ich auch
    Und das obwohl ich kein ehem. A-Kader Mitglied zu echten Krisenzeiten bin, wo man doppelt und dreifach vorsichtig hätte sein müssen. Denn selbst wenn es keine böse Absicht war und alles stimmen würde was I.W. sagte, mache ich ihr den Vorwurf dem Reitsport unnötig geschadet zu haben.

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  • rosenbaum
    Ein Gast antwortete
    [quote=CoFan;504989]@Rosenbaum Meine ganz persönliche Einschätzung ist die, dass sie sich vielleicht einfach zu sicher war, dass sie alles richtig macht. Und gerade so etwas gepaart mit Vertrauen zu diesem TA (bei anderen scheint sie ja nachzuprüfen) kann zu solchen fatalen Fehlern führen.

    Das Verhalten von CA nach HongKong ist mir auch sehr bitter aufgestossen. Aber da muss ich sagen, dass ich dieses Verhalten im Nachhinein etwas "milder" betrachte. Denn er wusste zu diesem Zeitpunkt ja schon von der Ungleichbehandlung (Vorfall M. Kutscher und CO - was wir ja erst vor kurzem erfahren haben) durch die Verantwortlichen.

    Stimmt....na gut....also ein salomonisches Urteil!

    Und was ich noch sagen wollte zu der Frage, ob man ein Pferd mit dem SS mit einem Medikament behandeln lassen sollte, dass hier noch nicht zugelassen ist bzw. als Psychopharmaka gilt....mein selbstgezogener drohte ´mal nach einer schlimmen Erkältung, einen Ton zu behalten. Mein TA sagte damals, dass die Chancen 50/50 ständen. Er riet mir zu einem Medikament, dass es hier auf dem deutschen Markt nicht geben würde, jedoch in den USA und Frankreich enorme Erfolge erzielen würde und die Pferde, die er damit behandelt hätte, hätten super darauf angeschlagen. Da habe ich nicht lange gezögert und JA gesagt. Punkt 1. Mein TA sagte, ich solle es tun und Punkt 2., es schien ein Medikament zu geben, dass dem Pferd helfen konnte. Da gab es für mich in der Minute nichts zu überlegen. Es hat dem Pferd auch tatsächlich geholfen, und ich bin froh, dass ích ihm das Zeug gegeben habe.

    So ähnlich stelle ich mir auch das Gespräch mit IW und Dr. Stihl vor. Das Pferd hat ein Problem. Man fragt ihn, ob man da was machen kann. Er sagt ja, ich habe da ein Medikament, das in anderen Ländern erfolgreich angewendet wird, das könnte man probieren. Da kann ich verstehen, dass eine IW sagt:" O.k., probieren wir es" und nicht mit den Worten einem Dr. Stihl entgegentritt: "Da muss ich erstmal googeln, ob das überhaupt für das Pferd gut ist!" Hallo, dafür hat man ja schließlich einen TA....dass man dieses nicht tun muss - nun gut, die Erfahrung zeigt nun, dass man es doch tun sollte

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  • CoFan
    antwortet
    @Rosenbaum Meine ganz persönliche Einschätzung ist die, dass sie sich vielleicht einfach zu sicher war, dass sie alles richtig macht. Und gerade so etwas gepaart mit Vertrauen zu diesem TA (bei anderen scheint sie ja nachzuprüfen) kann zu solchen fatalen Fehlern führen.

    Das Verhalten von CA nach HongKong ist mir auch sehr bitter aufgestossen. Aber da muss ich sagen, dass ich dieses Verhalten im Nachhinein etwas "milder" betrachte. Denn er wusste zu diesem Zeitpunkt ja schon von der Ungleichbehandlung (Vorfall M. Kutscher und CO - was wir ja erst vor kurzem erfahren haben) durch die Verantwortlichen.

    @Emerald JA Pfeffer (zumindest der Cayenne-Pfeffer) steht auf der Liste - das beinhaltet nämlich Capsaicin

    Und ich denke, zur Frage nach der Qualität des Interviews: Die wissen nicht, wie der Reitsport funktioniert, aber schwingen sich zu Moralaposteln auf und wundern sich über schlechte Einschaltquoten. *hrmpf*
    Zuletzt geändert von CoFan; 28.06.2009, 12:39.

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  • Emerald
    antwortet
    @monti: Ironie an: Wie lange es wohl dauert, bis die ersten wieder zum Pfeffer übergehen? Oder steht der auch auf der Dopingliste? Ironie aus

    @CoFan: Das Interview an sich war ein totaler Witz. Entweder hat Herr Poschmann sich schlecht vorbereitet und nur schnell einen Schmierzettel von einem Redakteur abgefragt, den der zwischen Klo und Feierabend gekritzelt hat, oder der Moderator hat überhaupt keine Ahnung, wie der Pferdesport heutzutage funktioniert. Beide Varianten wären ein Armutszeugnis für das ach so renommierte Sportstudio.

    Aber die Art und Weise, wie Isabell Werth da aufgetreten ist, sprach Bände. Ich hab mir die Sendung live und in der Wiederholung nachts nochmal angeguckt und bin mir sehr sicher, daß das nicht gespielt war. Da klang eher schon ein wenig Verzweiflng über die denkbar bekloppten Fragen mit.


    Bezeichnend im Zusammenhang mit Doping in unserem Sport auch die aktuelle Diskussion über den Schwimmsport und ihre seltsamen Badeanzüge, die ja in dem Interview mit Britta Steffen nochmal hochkam. Da liegt es wohl am Material, daß die Sportler es kaum noch selbst in der Hand bzw. in Armen und Beinen haben, wer mit welchen Zeiten wo gewinnt - jetzt mal ganz abgesehen von der dortigen Problematik mit leistungsfördernden Mittelchen.
    Interessant, daß dort noch keiner richtig Schokolade schreit. Ist es nicht auch Doping, wenn ich mir mit einem besseren Outfit als mein Konkurrent einen Vorteil verschaffe???

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  • philli
    antwortet
    Habe das Interview jetzt auch gesehen.
    Zuerst einmal: wieder so ein "Reporter", der immer nur schön mitgeht, in dem was ihm erzählt wird...

    Ja, man sieht Frau Werth die Verzweiflung an, finde ich auch. Aber das war auch nicht anderes zu vermuten. Aber ich glaube ihr nicht. Ich weiß nicht, ob es Leichtsinn war, ob sie ihn einfach zu spontan nachgenannt hatte, ohne zu reflektieren, was sie da tut (weil er gerade so schön lief) oder was auch immer und wir werden wohl auch nie eine Antwort darauf erhalten.

    Ich halte sie für nicht derart naiv, dass sie einen TA bei einem Mittel für ein Turnierpferd nicht fragt, ob das Mittel auf der Dopingliste steht (und da hätte die Antwort bestimmt ja geheißen) und gerade bei so einem Mittel, was nicht erprobt ist, frage ich doch nach, frage wie es wirkt, was es ist und warum es die anderen nicht benutzen/es nicht verbreitet ist. Zumindestens nach Nebenwirkungen fragt man doch! Und hätte sie on denen gehört, hätte jeder kluge Mensch das Mittel nochmal durchleuchtet.

    Sie sagte, es sie hätten ein Behandlungsbuch im Stall, für den Fall das sie mal nicht da ist, damit sie alles nachvollziehen kann: Was soll das bringen, wenn sie dann so unkritisch den Medis gegenüber ist?

    Und sie sagte, sie habe oft auch beim Mannschaftstierarzt nachgefragt, wenn sie sich unsicher gewesen ist mit Abbauzeiten: Nunja, es bleibt für mich ein schaler Beigeschmack, denn eben bei diesem Dopingmittel (von dem sie ja nicht wusste, dass es eines ist ), tat sie es nicht, obwohl sie das Mittel nicht kannte...?

    Und noch eins:
    Mit keinem Wort sagte sie, es sei ein Fehler gewesen, das Mittel überhaupt zu benutzen. Der Reporter fragte ja auch nicht nach. Ich habe mir auch die Frage gestellt, wie gefährlich so ein Beschlag wohl sein kann. Wir hatten auch ne Shivering Stute am Stall, angenehm war es nicht, aber von gefährlich echt weit entfernt.

    Ich hätte z.B. auch gefragt, wie sie dazu steht, dass es nicht der erste "Fehler" dieses TA in dieser Richtung war (man denke an T.H. oder U.S.)ob das Pferd denn ruhiger war, denn bei 90 Tagen Abbauzeit und Depotwirkung, müsste man doch nach 14 Tagen noch was merken...?
    Zuletzt geändert von philli; 28.06.2009, 12:29.

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  • rosenbaum
    Ein Gast antwortete
    Moin, moin,

    ich hab das Interview gestern auch gesehen, und nach meiner ursprünglichen Meinung, dass es solche "Ups-Ereignisse" in dieser Liga nicht gibt, muss ich gestehen, dass sie gestern sehr glaubhaft rüberkam. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass ihr die Tränen in den Augen standen (und die Augenringe sprachen wirklich Bände).

    Was demgegenüber steht ist, dass sie eine sehr gebildete Frau ist, die in den letzten Jahren gezeigt hat, dass sie jeden Schritt sehr bewußt geht. Sie ist eine sehr souveräne Persönlichkeit. Und das, was mir so den Rest zu den 100%, ihr Glauben schenken zu wollen, raubt ist einfach, dass ich mich frage, wenn wir Normalos hier im Forum schon 1000 Gedanken daüber machen, wie man Präparate und Turniereinsätze händelt, und einige von uns schon selber Tierärzte sein können, weil man sich im Umgang der Pferde nun einmal von selber weiterbildet, WIESO hat dann eine IW, die ja nun direkt am Geschehen mit LB und dem ganzen Dopingsumpf beteiligt ist, nicht lieber doch einmal mehr nachgefragt, ob das Medikament auch tatsächlich aus dem Körper raus ist. DAS kann ich mir einfach nicht erklären!

    Auf der anderen Seite gebührt ihr auch der Respekt, dass sie nicht wie CA erstmal aus der Öffentlichkeit entschwindet und dann mit einer Version vom RA verfasst wieder auftaucht, sondern dass sie sich dem Druck, der Fragen und dem ganzen Stress stellt und mehr noch, von sich aus in die Öffentlichkeit geht und dieses Interview möchte. Auch, dass sie nicht mehr die B-Probe öffnen lassen will zeigt mir eigentlich, dass sie sich nicht auf die Welle der Formfehler oder der "gaga" Stallpfleger schwingt, sondern dass sie selber sagt, JA, das Pferd ist behandelt worden, und JA ich habe Mist gebaut!

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  • CoFan
    antwortet
    @Warree Ich denke es ist eher so gemeint, dass es grundsätzlich nicht ungefährlich beim Hufschmied ist. Aber ich glaube dass IW und vielleicht auch andere in ähnlichen Situationen jetzt davon geheilt sind, "einfach mal so" ein Risiko einzugehen.

    Bei dem Interview gestern kam IW für mich auch glaubwürdig rüber, also dass ihre Reue ehrlich ist. Aber sie hat sich die Suppe eingebrockt, jetzt muss sie sie auch auslöffeln. Und vielleicht kann sie diese augenblickliche Situation auch nutzen, um was draus zu lernen.

    Aber ich hätte mich mal wieder - wenns nicht eigentlich so traurig wäre - über die "Dämlichkeit" des Interviewenden kaputt lachen können. Wer davon ausgeht, dass MWS mit Pferden ihr Geld verdient, hat nicht schlampig recherchiert - der hat GAR NICHT über diese Person recherchiert.

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  • farina
    antwortet
    Das Interview von gestern abend kann man auf der Seite des ZDF ansehen. Ich glaube ihr. Mir tut sie einfach nur leid. Sie hat sich auf die Aussage des Tierarztes ihres Vertrauens verlassen.

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  • Warree
    antwortet
    Zitat von Bluna74 Beitrag anzeigen
    Schwer zu sagen....Kommt wohl darauf an, wie stark das Pferd betroffen ist. Man muss schon aufpassen.
    Ich kann ja nur mein Pferd beurteilen. Er zieht z.B. beim Huf auskratzen das rechte Hinterbein ruckartig hoch, stützt sich aufs linke und hüpft auch schon mal um das Gleichgewicht zu halten. Bis jetzt war ich immer schnell genug mit meinen Füßen Ich kratze halt nur noch nach der Arbeit aus. Dann gehts besser.
    Als Gefahr für seine Umwelt würde ich ihn daher aber nicht bezeichnen.
    Besitzer von Spat- oder Athrosepferde geht es da doch ganz ähnlich, wenn ihre Pferde beim Hufeauskratzen oder beim Schmied das Bein ruckartig wegziehen oder nicht mehr gut auf drei Beinen stehen können.

    Wieso man das aber so darstellt, als wäre das eine permanente Gefahr für den Pfleger, kann ich nicht nachvollziehen. Beim Putzen und Bandagieren steht mein Pferd jedenfalls auf allen 4 Beinen.

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