Delegiertenversammlung /-Abstimmung zur Fusion Hannover/Rheinland

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  • Coriolanus
    • 10.03.2012
    • 194

    Rheinländer über den Tisch gezogen??

    Zitat von silas Beitrag anzeigen
    ...

    Allerdings sehe ich bei dem Thema Fusion vorrangig auch das betriebswirtschaftliche Fortbestehen, sprich die Finanzierung, welche durch die Mitglieder erbracht wird. Keinesfalls duerfen bei dieser Thematik persoenliche Gruende eines geschaeftsfuehrenden Vorstandmitgliedes eine Rolle spielen - in einem solchen Fall wuerde ich jedem Mitglied dazu raten, eine derartig weitreichende Entscheidung abzulehnen.
    Ok, es geht um Zahlen!
    Gestern Abend haben wir hier beim Züchtestammtisch mit einen Steuerberater über das Thema gequatscht. Der Mann war richtig gut informiert, hat sich wohl die ganzen Verträge in Wickrath durchgelesen . Jetzt ist mir klar, warum die rheinischen Ponyleute gegen die Fusion stimmen.

    1. die Warmblutabteilung (die am meisten Beiträge/Gebühren bringen)geht zu den Hannoveraners. Das restliche Rh. PfStB besteht nur noch aus den Ponyleuten, Kaltblut- u. Friesenzüchtern, die viel weniger Geld einbringen. Auch weniger Auktionsgebühren USW.
    2. Das Rh. PfStB schiebt einen Großteil seines Kontoguthabens (150,000€) zu den Hannos rüber.
    3. das Rh. PfStB verschenkt 70 % seiner Anteile an der "Pferdezentrum Wickrath GMBH" an die Hannos.(Frage: ist das Ding wirklich 0€ wert????) Einzige Gegenleistung: das Zentrum muss mind. 15 Jahre weiter betrieben werden.

    Aber jetzt kommt der Hammer:
    4. das Rest-Pfedestammbuch (Pony, Kaltblut USW) bzw. die Züchter dieser Rassen müssen in Zukunft "die Mittel zur Erhaltung der Anlage des Pferdezentrums" aus ihrer Tasche an die Pferdezentrum Wickrath GMBH zahlen. Wenn also das Dach der Reithalle undicht wird oder die Heizung kaputt geht oder der Maler durchgehen muss, können die Hannoveraner, die ja dann 70 % Anteile für 0€ kriegen, die Rechnung locker an die Ponyzüchter weitergeben? Wo giebts denn sowas???

    Geht's noch? Damit ist doch die Pleite vorprogrammiert!!! Woher sollen die Ponyzüchter das Geld holen, um die Anlage in Schuss zu halten, in der die Hannoveraner ihre Pferde vermarkten?

    Also der Steuerberater meinte, die Rheinländer hätten sich über den Tisch ziehen lassen. Und das der Verband seinen Züchtern solche Sachen freiwillig hätte erklären müssen und nicht darauf warten darf, dass einer das im Kleingedruckten findet. Er meinte auch, dass die Hannoveraner die Kohle der Rheinländer unbedingt noch in diesem Jahr brauchen, um ihre Bilanz einigermaßen glatt zu kriegen.

    Wahrscheinlich haben Adolf-Theo Sch. und Jüppi W. das längst erkannt und deshalb "njet" gesagt.

    Kommentar

    • rooby94
      PREMIUM-Mitglied
      • 08.03.2006
      • 12630

      Zitat von Coriolanus Beitrag anzeigen
      Wahrscheinlich haben Adolf-Theo Sch. und Jüppi W. das längst erkannt und deshalb "njet" gesagt.
      Oh. Zumindest einer von Beiden ist seit mindestens 10 Jahren Westfale

      Kommentar

      • CoFan
        • 02.03.2008
        • 15238

        @Coriolanus Hast Du jetzt verstanden, warum man das Finanzielle bei Fusionen keinesfalls ausser acht lassen sollte?

        Mag der Bräutigam noch so hübsch sein, wenn Deine Mitgift gebraucht wird um Löcher zu stopfen, sollte man eine Hochzeit umso genauer prüfen ;-) Sind die Löcher nämlich zu gross, sitzt man beim nächsten Guss selbst mit im Regen.

        Kommentar

        • fanniemae
          • 19.05.2007
          • 3204

          Zitat von Coriolanus Beitrag anzeigen
          ...3. das Rh. PfStB verschenkt 70 % seiner Anteile an der "Pferdezentrum Wickrath GMBH" an die Hannos.(Frage: ist das Ding wirklich 0€ wert????) Einzige Gegenleistung: das Zentrum muss mind. 15 Jahre weiter betrieben werden.

          Aber jetzt kommt der Hammer:
          4. das Rest-Pfedestammbuch (Pony, Kaltblut USW) bzw. die Züchter dieser Rassen müssen in Zukunft "die Mittel zur Erhaltung der Anlage des Pferdezentrums" aus ihrer Tasche an die Pferdezentrum Wickrath GMBH zahlen. Wenn also das Dach der Reithalle undicht wird oder die Heizung kaputt geht oder der Maler durchgehen muss, können die Hannoveraner, die ja dann 70 % Anteile für 0€ kriegen, die Rechnung locker an die Ponyzüchter weitergeben? Wo giebts denn sowas???....
          die logische und legitime auslegung eines anteiligen eigentumsübertrages beinhaltet i.d.r. den enstprechenden anteil der kostenübernahme zwecks erhalt. insbes wenn die verpflichtung eingegangen wird, das übernommene eigentum wie in diesem falle 15 jahre zu betreiben - das setzt erhalt voraus.

          wenn also eine 70%ige kostenbeteiligung der hannoveraner an den betreiberkosten im fusionsvertrag nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist (ich kenne den vertrag nicht), gilt es lediglich diesen punkt explizit zu klären.

          anruf beim deligierten, vorstand oder sonst einer verantwortlichen person sollte reichen um hier klarheit zu schaffen.
          www.muensterland-pferde.de

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          • Arielle
            • 24.08.2010
            • 2838

            Ich verstehe es nicht mehr: Alle Zuchtverbände ringen seit Jahren und immer dringender um neue Mitglieder. Warum muss dann für rheinische Züchter, die sich mit ihren Zuchtresultaten nun wirklich nicht verstecken müssen, Brautgeld gezahlt werden, damit sie in Hannover aufgenommen werden?

            Aus Filmen kenne ich nur die Situation, dass das Brautgeld umso höher ausfallen muss, je schwerer die Braut unter die Haube zu bringen ist. Kann man den rheinischen Züchtern nicht einfach sagen, dass sie sich eine neue Heimat dort suchen sollten, wo sie ihre Interessen am besten vertreten sehen? Wäre das züchterfreundlich?
            Könnte man die noch!!! vorhandene Liquidität nicht einfach dazu nutzen, den ggf. zu entlassenden Mitarbeitern Abfindungen zu zahlen? Wäre das mitarbeiterfreundlicher als sie erst in die "Ponyabteilung" zu versetzen deren Zukunft doch sehr unbestimmt zu sein scheint?
            http://www.zuechtergewerkschaft.com/

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            • aurusfarm
              • 25.07.2009
              • 2806

              Wo sind die Rheinländer denn noch so begehrt nach der ganzen hin und her? Wie viele Auktionspferde haben in Verden wirklich grosses Geld beim Hannoveraner-verband gelassen?

              Und wie weit können die Rheinländer denn überhaupt alleine noch weitermachen?

              Kommentar

              • silas
                • 13.01.2011
                • 4018

                Selbst 30 Prozent einer größeren Instandhaltung, anteilig, werden von den rheinischen Ponyleuten nicht zu wuppen sein, das ist mal Fakt.

                Ein moegliches Szenario waere auch: die Gesellschafter muessen nachschiessen - kann das ein Gesellschafter nicht erbringen, droht also ein Insolvenzverfahren, schon ist die langjaehrige Bestandsgarantie dahin.

                Der Steuerberater beurteilt diebilanztechnische Situation der Hannoveraner leider realistisch.
                Zuletzt geändert von silas; 03.11.2014, 19:56.
                Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.

                Kommentar

                • carolinen
                  • 11.03.2010
                  • 3548

                  Zitat von Coriolanus Beitrag anzeigen
                  Ok, es geht um Zahlen!
                  Gestern Abend haben wir hier beim Züchtestammtisch mit einen Steuerberater über das Thema gequatscht. Der Mann war richtig gut informiert, hat sich wohl die ganzen Verträge in Wickrath durchgelesen . Jetzt ist mir klar, warum die rheinischen Ponyleute gegen die Fusion stimmen.

                  1. die Warmblutabteilung (die am meisten Beiträge/Gebühren bringen)geht zu den Hannoveraners. Das restliche Rh. PfStB besteht nur noch aus den Ponyleuten, Kaltblut- u. Friesenzüchtern, die viel weniger Geld einbringen. Auch weniger Auktionsgebühren USW.
                  2. Das Rh. PfStB schiebt einen Großteil seines Kontoguthabens (150,000€) zu den Hannos rüber.
                  3. das Rh. PfStB verschenkt 70 % seiner Anteile an der "Pferdezentrum Wickrath GMBH" an die Hannos.(Frage: ist das Ding wirklich 0€ wert????) Einzige Gegenleistung: das Zentrum muss mind. 15 Jahre weiter betrieben werden.

                  Aber jetzt kommt der Hammer:
                  4. das Rest-Pfedestammbuch (Pony, Kaltblut USW) bzw. die Züchter dieser Rassen müssen in Zukunft "die Mittel zur Erhaltung der Anlage des Pferdezentrums" aus ihrer Tasche an die Pferdezentrum Wickrath GMBH zahlen. Wenn also das Dach der Reithalle undicht wird oder die Heizung kaputt geht oder der Maler durchgehen muss, können die Hannoveraner, die ja dann 70 % Anteile für 0€ kriegen, die Rechnung locker an die Ponyzüchter weitergeben? Wo giebts denn sowas???

                  Geht's noch? Damit ist doch die Pleite vorprogrammiert!!! Woher sollen die Ponyzüchter das Geld holen, um die Anlage in Schuss zu halten, in der die Hannoveraner ihre Pferde vermarkten?

                  Also der Steuerberater meinte, die Rheinländer hätten sich über den Tisch ziehen lassen. Und das der Verband seinen Züchtern solche Sachen freiwillig hätte erklären müssen und nicht darauf warten darf, dass einer das im Kleingedruckten findet. Er meinte auch, dass die Hannoveraner die Kohle der Rheinländer unbedingt noch in diesem Jahr brauchen, um ihre Bilanz einigermaßen glatt zu kriegen.

                  Wahrscheinlich haben Adolf-Theo Sch. und Jüppi W. das längst erkannt und deshalb "njet" gesagt.
                  Bravo ! Die Rechte eines Mitgliedes wahrgenommen und sich fundiert informiert ! Ich wünsche mir, dass möglichst viele der rheinischen Züchter so genau nachfragen bzw. es sich von jemanden erklären lassen, der sich entsprechend auskennt. Ich hoffe, dass auch möglichst viele Delegierte im hannoverschen Verband sind entsprechende Informationen beschaffen und alle fundiert entscheiden und nicht einfach nur so dafür oder dagegen sind !!!
                  Herr - Laß es Hirn regnen oder Steine - egal - Hauptsache Du triffst !

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                  • willi1
                    • 13.02.2012
                    • 354

                    ich finde die Stellungnahme von Theo Leuchten in Rheinlands Reiter echt heftig. Da wird den Gegnern der Verschmelzung gedroht,daß die meisten Mitglieder den rheinischen Verband verlassen würden , wenn die Fusion nicht zu Stande käme ! Eine Insolvenz sei dann sozusagen vorprogrammiert. Unter Berücksichtigung der tollen Informationen von Coriolanus finde ich diese Äußerungen schon wenig konstruktiiv.

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                    • see you
                      • 06.11.2012
                      • 355

                      und die Hütte brennt und im Vorwort zur Rheinlands Reiter steht nix, sondern nur diese eine Doppelseite mit dem Statement von Leuchten. Statt dass die mal ihr Blättchen nutzen und die Diskussion da stattfinden lassen, Mitglieder-Statements drucken etc. Da bekomme ich das kalte K...

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                      • silas
                        • 13.01.2011
                        • 4018

                        Zitat von see you Beitrag anzeigen
                        und die Hütte brennt und im Vorwort zur Rheinlands Reiter steht nix, sondern nur diese eine Doppelseite mit dem Statement von Leuchten. Statt dass die mal ihr Blättchen nutzen und die Diskussion da stattfinden lassen, Mitglieder-Statements drucken etc. Da bekomme ich das kalte K...
                        Das ist auch eine Riesenchance - so blöde sich das jetzt anhört.Wenn es ordentlich rumort, werden hoffentlich viele Mitglieder den Weg zur nächsten Versammlung finden und endlich auch mal sprechen! - Dann kann sich Etwas bewegen!Solche Gespräche, wie Coriolanus es führte, tragen unglaublich zur Möglichkeit des einzelnen Mitgliedes bei, hier eine verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen!Noch habt Ihr Zeit, nutzt sie und informiert Euch!
                        Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.

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                        • Coriolanus
                          • 10.03.2012
                          • 194

                          Zitat von fanniemae Beitrag anzeigen
                          die logische und legitime auslegung eines anteiligen eigentumsübertrages beinhaltet i.d.r. den enstprechenden anteil der kostenübernahme zwecks erhalt. insbes wenn die verpflichtung eingegangen wird, das übernommene eigentum wie in diesem falle 15 jahre zu betreiben - das setzt erhalt voraus.

                          wenn also eine 70%ige kostenbeteiligung der hannoveraner an den betreiberkosten im fusionsvertrag nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist (ich kenne den vertrag nicht), gilt es lediglich diesen punkt explizit zu klären.

                          anruf beim deligierten, vorstand oder sonst einer verantwortlichen person sollte reichen um hier klarheit zu schaffen.
                          Nee nee, so einfach logisch läuft das nicht!
                          ich zitier mal aus den "Informationen zur anstehenden Verschmelzung mit dem Hannoveraner Verband" (kann im Internet auf der Seite

                          nachgelesen werden):

                          Pferdezentrum Schloss Wickrath GMBH
                          Das Rheinische Pferdestammbuch e.V. wird zum 1.01.2015 einen Anteil von 70% an der Rheinisches Pferdezentrum Schloss Wickrath GMBH an den Hannoveraner Verband abtreten. Über diese Gesellschaft wird der Hannoveraner Verband e.V. das Pferdezentrum Schloss Wickrath für mindestens 15 Jahre weiterführen.
                          Das Rheinische Pferdestammbuch e.V. stellt der Rheinisches Pferdezentrum Schloss Wickrath Gmbh die Mittel für die Erhaltung der Anlage des Pferdezentrums zur Verfügung.

                          Das heißt doch wohl, dass die Hannoveraner noch nicht mal ihre 70% von den späteren Renovierungskosten bezahlen, sondern gar nix! Wofür kriegen sie dann die 70% Anteile geschenkt?
                          Andersrum: die Pony- und Kaltblutzüchter müssen für 100% der Unterhaltungskosten den Kopf hinhalten.
                          Wenn silas recht hat und die Ponyleute noch nicht mal 30% dieser Kosten wuppen können, dann müssen sie dann bei 100 % doch total in die Pleite gehen. Welcher Ponyzüchter kann denn dann - falls die Fusion beschlossen werden sollte - noch im Rheinischen PStb bleiben?

                          Kann man sich vorstellen, das ein Vorstand wie Theo L. sowas in einen Vertrag reinschreibt? Nach mir die Sindflut? Er ist ja dann nicht mehr Vorsitzender des Rheinischen Pferdestammbuchs, sondern großer FN-Macker oder im Vorstand der Hannoveraner.
                          Sowas nannte man früher glaube ich HochVerrat (wenn es wirklich stimmen sollte)!!!!!
                          Wenn das alles so stimmen sollte, dann haben sie die rheinischen Ponyleute ganz schön ver-a...t.
                          dann frag ich mich aber auch, warum die nicht vorher die Schnautze aufgemacht haben? Oder wussten die das garnich?
                          Los, ihr Ponyleute, jetzt sagt ihr doch mal was dazu!

                          Kommentar

                          • wilabi
                            • 21.05.2008
                            • 2319

                            Ich denke, es ist jetzt mal Zeit, den Scheinwerfer zu drehen und das Ganze mal aus der Sicht der Hannoveraner Züchter zu sehen:
                            • „Eintrittsgeld“ von 150Teuro – kann die Hannoveraner Züchter als Verhandlungsergebnis auch nicht annähernd befriedigen. Die AAZ in Verden wurde vor 3 Jahre für 11,5 Mio saniert und erweitert. Dass, was da an Immobilien, Logistik und Vertriebsorganisation geboten wird, ist(noch) führend in D und wurde letztendlich in der Hauptsache von den Hann. Züchtern finanziert. Meines W. wird/wurde das sogar noch mit Provisionen verrechnet.
                            • Beteiligung von 70% an Wickrath. Selbst wenn das geschenkt ist, ist es noch zuviel, weil sie die bereits bestehenden massiven Probleme im Hannoveraner Verband mit den vorhandenen Vermarktungs-Immobilien noch verschlimmert.

                            Hier mal (für die Rheinischen) ein kurzer Abriss der letzten 24 Monate zum konzeptionellen Desaster der hannoveraner Führung (genannt „S-Linie“)
                            • Die AAZ erweist sich in Anbetracht der Rückgänge in der Zucht und Auktionsvermarktung als planerisch und finanziell vollkommen überdimensioniert. Als Folge davon treten Ende 2012 finanzielle Probleme auf, die zur Kürzung von Weihnachtsgeld der Mitarbeiter und Liquiditätsengpässen führt.
                            • Zuvor war schon die Hannoversche Reit- und Fahrschule übernommen worden, mit dem Ziel, die Vermarktung über flankierende Ausbildung zu stützen. Jörg Jacobs wurde eingestellt, um das zu forcieren. Daraus ist nie was geworden. Jacobs wird 2012 zur Knüpfung von Kontakte nach China verschickt.
                            • Die Reit- und Fahrschule stand weitgehend leer. Jörg Jacobs ist im Herbst 2014 (mit seinen chinesischen Connections) inzwischen als Leiter an die Reit- und Fahrschule in Münster emigriert. China ade, RuF endgültig mausetot.
                            • Alsfeld wurde seinerzeit von den Hessen annektiert, weil man sich damit eine Vermarktungsplattform direkt am Rhein-Main-Speckgürtel erhoffte. Hat nie wirklich funktioniert – Verluste mussten aus Verden aus den Beiträgen ausgeglichen werden. Im Sommer 2014 hat man dann den Tagesbetrieb („vorübergehend“) eingestellt. Jetzt wird die Kollektion für den Alsfelder Advent in Verden trainiert und auch präsentiert, um sie dann eine Woche vor der Auktion durch die halbe Republik nach Hessen zu karren. Ist das dann „Marktnähe“ ? Wie gross muss die organisatorische Armut sein, um so einen Schwachsinn zu praktizieren ?? Ich wage die Prognose: In Alsfeld war das letzte Mal Advent.

                            Ich denke, unsere S-Linie täte gut daran, diese 3 Probleme erst einmal zu lösen, bevor man sich auf weitere Monopoly-Spiele mit unerfüllbaren Plänen in Wickrath einlässt.

                            Die aus Rheinischer Sicht ebenfalls berechtigten kritischen Anmerkungen von Coriolanus zeigen nur, dass diese Kooperation doch nur unausgegorener Mumpitz ist. Zudem dürften die Rheinischen in den letzten 12 Monaten gelernt haben, wie weit der Weg nach Verden nicht nur geographisch ist. Und den Hannos dürfte klar geworden sein, dass die Rheinischen die entstandenen Lücken weder quantitativ, noch finanziell, noch organisatorisch füllen könne.
                            Zur notwendigen Konsolidierung der deutschen Zuchtlandschaft ist dieses „Modell“ in keinem Punkt geeignet – höchsten als Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Keine Synergieeffekte, weil weiterhin getrennte Stutbücher (wenn auch als „Sub“), getrennte Kassen und Bestandsgarantien für das vorhandene Führungspersonal und die Pony-Leute ganz im Regen stehen lassen.

                            Ungenügend meine Herren ! Abtreten !
                            Zuletzt geändert von wilabi; 04.11.2014, 17:12.

                            Kommentar

                            • silas
                              • 13.01.2011
                              • 4018

                              @ Coriolanus

                              Das Gros der rheinischen Ponyzuechter war sich bisher dieser Fakten nicht bewusst, viele haben nur verstanden: entweder mit Hannover oder gar nicht mehr - das sie, auf deutsch gesagt, die Verlierer sein werden, ist nur wenigen bewusst.

                              Ich hoffe, Deine Beiträge ruetteln jetzt den Einen und Anderen wach!
                              Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.

                              Kommentar

                              • Coriolanus
                                • 10.03.2012
                                • 194

                                Wer hat Wickrath bezahlt?

                                Zitat von wilabi Beitrag anzeigen
                                Ich denke, es ist jetzt mal Zeit, den Scheinwerfer zu drehen und das Ganze mal aus der Sicht der Hannoveraner Züchter zu sehen:
                                • „Eintrittsgeld“ von 150Teuro – kann die Hannoveraner Züchter als Verhandlungsergebnis auch nicht annähernd befriedigen. Die AAZ in Verden wurde vor 3 Jahre für 11,5 Mio saniert und erweitert. Dass, was da an Immobilien, Logistik und Vertriebsorganisation geboten wird, ist(noch) führend in D und wurde letztendlich in der Hauptsache von den Hann. Züchtern finanziert. Meines W. wird/wurde das sogar noch mit Provisionen verrechnet.
                                • Beteiligung von 70% an Wickrath. Selbst wenn das geschenkt ist, ist es noch zuviel, weil sie die bereits bestehenden massiven Probleme im Hannoveraner Verband mit den vorhandenen Vermarktungs-Immobilien noch verschlimmert


                                Die aus Rheinischer Sicht ebenfalls berechtigten kritischen Anmerkungen von Coriolanus zeigen nur, dass diese Kooperation doch nur unausgegorener Mumpitz ist. Zudem dürften die Rheinischen in den letzten 12 Monaten gelernt haben, wie weit der Weg nach Verden nicht nur geographisch ist. Und den Hannos dürfte klar geworden sein, dass die Rheinischen die entstandenen Lücken weder quantitativ, noch finanziell, noch organisatorisch füllen könne.
                                Zur notwendigen Konsolidierung der deutschen Zuchtlandschaft ist dieses „Modell“ in keinem Punkt geeignet – höchsten als Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Keine Synergieeffekte, weil weiterhin getrennte Stutbücher (wenn auch als „Sub“), getrennte Kassen und Bestandsgarantien für das vorhandene Führungspersonal und die Pony-Leute ganz im Regen stehen lassen.

                                Ungenügend meine Herren ! Abtreten !
                                @wilabi: also jetzt mal langsam mit den Jungen Pferden!
                                wenn man auf einen Schlag 1000 Mitglieder einsackt, die ja auch ihren Jahresbeitrag, Stutenbeitrag, Fohlenscheingebühr USW zahlen, dann ist eher ne Werbeprämie fällig und kein Eintrittsgeld!!!!

                                ich glaub nicht das die Hanno-Züchter die Moderniesierung der ziemlich angestaubten AAZ bezahlt haben, sondern (neben der mit Auktionsgebühren gut gefüllten Verbandskasse) vor allem der Steuerzahler (Finanzkrise, Stärkungspakt, schon vergessen?) und die Sparkasse Verden. Wer hat denn Wickrath bezahlt? Hier hat jeder Züchter eine Umlage gelöhnt. Der einzelne Hannoveranerzüchter hat nix dabei getan, nicht für Verden, nicht für Wickrath! Das sollte man mal nicht verschweigen!

                                Der Vergleich Alsfeld Wickrath ist doch total daneben. Alsfeld liegt am A... der Welt, nicht im Rhein Mein Gebiet. Das ist in Wickrath total anders. Das liegt wirklich mitten drin. Ja gut, es hat hier mit Personal ein paar Probleme gegeben. Aber das sind doch Pienats!
                                Wickrath ist neu gebaut, total rationell, tolle Parkplätze, tolle Außenplätze. Das kann doch nicht 0 €uros wert sein!!!!!
                                ok, wenn die Hannos Wickrath geschenkt kriegen, dann müssen sie aber auch für die Kosten den Kopf hinhalten oder ne anständige Pacht zahlen, mit der man Reparaturen bezahlen kann. Das kann man doch nicht einfach bei den Ponyleuten abladen!

                                Mal ehrlich Leute, ist das nicht komisch, dass jetzt hier die Dinger aufn Tisch kommen und im Forum diese Sachen diskutiert werden und nicht in den Versammlungen und nicht in Rhl. Reiter Pferde?
                                gut das es Horse Gate Forum giebt.

                                Kommentar

                                • aurusfarm
                                  • 25.07.2009
                                  • 2806

                                  Seit wann ist Wickrath der Zentrum der Pferdewelt? Oder wars Sonnensystem?

                                  Dann müsste es ja von ganz alleine laufen und man braucht keine Parter...


                                  Übrigens, "Peanuts"

                                  Kommentar

                                  • silas
                                    • 13.01.2011
                                    • 4018

                                    Anstatt hier den Eindruck zu erwecken, die AAZ sei durch öffentliche Foerdergelder und die Sparkasse uebefwiegend finanziert, rate ich Dir dringend, das Gespräch mit Herrn Wiechers zu suchen, der Dir auf den Cent genau die Finanzierung, die Gesellschafterverhaeltnisse inklusive aller Rechte und Pflichten erklaeren kann und wird.

                                    Auch woher das gewesene Sparbuch der Hannoveraner kam, kann er Dir erklären - jedenfalls nicht von horrenden Auktionsergebnissen - weit gefehlt!

                                    Ja, und Du wirst erfahren, warum die Halle dann doch teurer wurde, als geplant.....

                                    Diese Fakten koennen wir nicht mehr aendern, aber uns engagieren und mit unseren Diskussionen fuer ein wacheres Bewusstsein bei unseren Zuechterkollegen und den anderen Mitgliedern beitragen.
                                    Zuletzt geändert von silas; 05.11.2014, 02:47.
                                    Silas, die ihre Freizeit aktiv mit ihren Pferden, ihrer reiterlichen Ausbildung und vielen Kontakten über den Tellerrand hinaus verbringt.

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                                    • wilabi
                                      • 21.05.2008
                                      • 2319

                                      Zitat von Coriolanus Beitrag anzeigen
                                      @wilabi: also jetzt mal langsam mit den Jungen Pferden!
                                      wenn man auf einen Schlag 1000 Mitglieder einsackt, die ja auch ihren Jahresbeitrag, Stutenbeitrag, Fohlenscheingebühr USW zahlen, dann ist eher ne Werbeprämie fällig und kein Eintrittsgeld!!!!

                                      ich glaub nicht das die Hanno-Züchter die Moderniesierung der ziemlich angestaubten AAZ bezahlt haben, sondern (neben der mit Auktionsgebühren gut gefüllten Verbandskasse) vor allem der Steuerzahler (Finanzkrise, Stärkungspakt, schon vergessen?) und die Sparkasse Verden. Wer hat denn Wickrath bezahlt? Hier hat jeder Züchter eine Umlage gelöhnt. Der einzelne Hannoveranerzüchter hat nix dabei getan, nicht für Verden, nicht für Wickrath! Das sollte man mal nicht verschweigen!

                                      .
                                      Zu den 1000 Mitgliedern sei gesagt, dass das allein ja noch kein wirtschaftlicher Fortschritt ist, wenn man deren Verwaltung und den verwaltungsmässigen Overhead nicht rationalisieren kann. Da das Rheinische Stutbuch praktisch als Unterstutbuch in Hannover eigenständig weiterläuft, dürfte dem enge Grenzen gesetzt sein. Vor allem, wenn man die garantierte "Fütterung" des Sonnenkönig und Anhang auch erst noch vertraglich garantiert bezahlen muss. Da hat diese Kooperation schon ein ganz besonderes "Geschmäckle".

                                      Was die Finanzen des hann. Verbandes betrifft, bist DU vollkommen auf dem Holzweg. Die AAz wird seit je her aus den Mitgliedsbeiträgen der hann. Züchter subventioniert. Keine der nordt. Verbandsauktionsplätze arbeitet gewinnbringend. Aber "ohne Vermarktung keine Zucht, und ohne Zucht keine Vermarktung" (O-Ton Finanzchef Wiechers). Und die AAZ wurde mit 5,5Mio Eigenmitteln - quasi den Ersparnissen der Hann. Züchter finanziert. Nur 2 Mio waren Subventionen.

                                      Alsfeld ist übrigens auch ganz schick - liegt 100km vor Frankfurt und Erkelenz ist auch nicht der Nabel der Welt....


                                      Wenn 1000 Mitglieder und die damit verbundenen Einnahmen sich tragen und wenn Wickrath "total rationell" arbeitet - warum sucht man dann den löchrigen Rettungsschirm Hannover ????

                                      Kommentar

                                      • Coriolanus
                                        • 10.03.2012
                                        • 194

                                        Jetzt noch mal zum mitschreiben:
                                        das Pferdezentrum Münster Handorf und das Zentrum Wickrath wurde über direkte Züchterumlagen oder Züchterdarlehn finanziert. Jeder einzelne Züchter musste bluten! Der Bau und die Renovierung des AAZ in Verden wurde aus der Verbandskasse und mit Bankdarlehn und Suventionen finanziert. Die Züchter mussten hier ihr Protmonee NICHT aufmachen. Dass das Geld in der Verbandskasse irgendwie auch Geld der Züchter ist, ist doch klar. Aber es ist was anderes ob man eine Sonderumlage zahlen muss oder ob was aus der Verbandskasse abgeht.

                                        darum sind so viele Rheinländer (nicht nur Ponyleute) so sauer, weil sie das Gefühl haben, ihr eigener Verband verscherbelt das Vermögen, dass die Züchter aus ihrem Portmonee bezahlt haben. Darf ein Verband das eigentlich? Oder kann ein Züchter der seine Umlage für Wickrath bezahlt hat, das Geld vom Verband zurückfordern wenn Wickrath "abgetreten" wird??

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                                        • carolinen
                                          • 11.03.2010
                                          • 3548

                                          Zitat von Coriolanus Beitrag anzeigen
                                          Der Bau und die Renovierung des AAZ in Verden wurde aus der Verbandskasse und mit Bankdarlehn und Suventionen finanziert. Die Züchter mussten hier ihr Protmonee NICHT aufmachen. Dass das Geld in der Verbandskasse irgendwie auch Geld der Züchter ist, ist doch klar.
                                          Äh Entschuldigung aber irgendwo habe ich wohl in der Vergangenheit übersehen, dass die Sparkasse Verden dem Verband ein Geschenk gemacht hat. Oder wie soll ich diese Argumentation verstehen ?
                                          Wenn jemand einen Kredit aufnimmt, muss der schließlich auch wieder abgelöst gleich zurückgezahlt werden. Vielleicht befolgst Du den Rat von Silas und lasse es vom "Chefbuchhalter" in Verden die Finanzierung des Umbaues in Verden erläutern. Das fangt bereits damit an, dass die gesamte Immobilie gar nicht dem Zuchtverband gehört, sondern einer eigenen GmbH an der der Verband nur anteilig beteiligt ist.
                                          Im Übrigen: eine Umlage, die zur Folge hat, dass keine Fremdzinsen bezahlt werden müssen, hat zunächst einmal den Anschein als dass sie nicht das Mittel der Wahl ist, da unpopulär bei den Mitgliedern. Am Ende des Tages ist eine Umlage aber wie Eigenkapital und für das Gesamtkonstrukt der Gemeinschaft, nämlich des jeweiligen Vereines, letztlich weitaus billiger - eben weil kein Außenstehender Zinsen erhält ! Muss man auch mal bedenken. Und sollte es zum absoluten Supergau kommen, muss am Ende des Tages vielleicht doch eine Umlage her, um die Verbindlichkeiten zu tilgen - wer weiß...

                                          Auf die Frage darf ein Verband das eigentlich ? Ja er darf alles was sich im Rahmen von Gesetzen bewegt, so lange "er" dazu die Legitimation entsprechend der in der Satzung für die Entscheidungsfindung festgelegten Regeln erhält. Sprich Stimmen die Mitglieder dafür, ist das eben so ! (Hier wird ja nichts unterschlagen und gestohlen...)
                                          Herr - Laß es Hirn regnen oder Steine - egal - Hauptsache Du triffst !

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