GOT - Neue Gebührenordnung für Tierärzte - Erfahrungen

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  • Ramzes
    • 15.03.2006
    • 14584

    Die Versorgung von Tieren kommt in der Apotheke nur selten vor. Das hat vor allem rechtliche Gründe. Aber was muss im Apothekenalltag bei der Abgabe von Arzneimitteln für Tiere beachtet werden?


    Wie konnte ich das vergessen :
    Homöopathica ...die Mini- Zuckerkügelchen sind rezeptfrei , werden auch im Veterinärbereich eingesetzt , können in der Apotheke gekauft werden .

    Kommentar

    • Nickelo
      • 16.07.2024
      • 58

      Schon oft ist mit bissiger Ironie bemerkt worden, dass in Europa die Krümmung jeder Gurke und die Lautstärke jedes Staubsaugers reglementiert wurde. Hat eigentlich schon einmal jemand versucht, die GOT durch einEuropagremium untersuchen zu lassen ?
      Da ich annehme, dass TÄ andernorts nicht von Armut bedroht sind, wäre eine Initiative vielleicht lohnenswert.
      In einem FacebookBeitrag über die Zukunft der Pferdezucht bzw. des weiteren Reiterlebens findet sich z.b. dieser Beitrag:
      “…. Da aber die GOT im benachbarten Ausland nicht gestiegen ist, wird sich der Markt lediglich verlagern. Die Niederländer werden sich die Hände reiben, denn dort ist ein Tierarzt noch bezahlbar, wie ich Anfang des Jahres bei meiner Hündin feststellen durfte. Ich hatte ihr im Juni 21 drei Zähne ziehen lassen, inklusive Intubationsnarkose, dentalem Röntgen und Blutbild und zahlte knapp 1.200 Euro. Ganz genau die gleiche Leistung kostete mich im Januar diesen Jahres bei meinem niederländischen Tierarzt 548,47 Euro. Also weniger als die Hälfte zu den Kosten VOR Erhöhung der GOT.
      Und die Niederländer haben eine sehr erfolgreiche Pferdezucht. In anderen Ländern wird es ähnlich sein. Zumal es keinen Unterschied macht, ob ich jetzt 400 Kilometer innerhalb Deutschlands unterwegs bin, um ein Pferd zu holen oder im günstigsten Fall sogar nur ein paar Kilometer, wenn ich grenznah wohne. Deutschland schafft es tatsächlich seine Ressourcen mit immer mehr Schwierigkeiten still zu legen….“
      Ähnliche Preisunterschiede wurden ja auch hier schon etliche Male angesprochen.
      Die ganze Debatte findet sich auf der facebookSeite von Ein Rennpferd geht in Rente und wurde dort am 5.11.25 sehr emotional und im Grundtenor sehr pessimistisch geführt.

      Kommentar

      • Kareen
        PREMIUM-Mitglied
        • 06.01.2001
        • 7466

        Die staatlich geduldete Gewinnmaximierung ganzer Klinikkonvolute, die unbestritten aus rein wirtschaftlichen Motiven betrieben werden, zu ungunsten kleinerer, inhhabergeführter Praxen, setzt darum aus meiner Sicht ein völlig falsches Zeichen. Außerdem setzt sie alle Praxen und Kliniken, die versuchen, mit möglichst geringem Arzneimitteleinsatz zu arbeiten, unter zusätzlichen wirtschaftlichen Druck, weil diese Praxen für denselben Gewinn mehr arbeiten müssen bzw. weniger verdienen, egal ob ihre Arbeit besser oder besser bezahlbar für den Kunden ist. Das Rabattwesen betrifft ja auch nicht nur Arzneimittel, sondern auch den Praxisbedarf vom Verbandsmaterial bis zur Einwegspritze und sogar teure Investitionsgüter wie Diagnostik-Geräte. Wenn Evidensia loszieht und für seine über 2t Standorte weltweit Ultraschallgeräte ordert, bekommt deren Einkäufer auch einen völlig anderen Preis als wenn eine Einzelpraxis einkauft und ein oder vielleicht zwei Geräte braucht. Manche Hersteller lassen Praxen unterhalb eines Jahresumsatzes von 5000 Euro gar nicht mehr vom Außendienst anfahren, diese müssen zum Listenpreis einkaufen, und der liegt in aller Regel höher als der VK bei einschlägigen Versandapotheken. Bei Versorgungsengpässen werden sie dann auch gerne mal gar nicht beliefert. Das ging mir mal so, als monatelang nirgends Katzenimpfstoff zu bekommen war. Die Versandapotheke kann naturgemäß die zu behandelnden Tiere überhaupt nie gesehen, schon gar nicht "regelmäßig", wie das von der behandelnden TA-Praxis als Voraussetzung für die Abgabe von Arzneimitteln verlangt wird. Letzteres ist zwar nirgends klar definiert (der eine meint, alle 6 Monate für irgendwas eine Bestandsuntersuchung reicht, der andere meint, es müsse vor jeder Abgabe eine Untersuchung am Einzeltier sein. Fest steht auf jeden Fall, dass die Kosten für die Halter erheblich sind. Welcher Rentner, der mit 1200 Euro im Monat hinkommen muss, kann sich denn künftig noch einen Hund leisten? Wir sind auf dem Weg in eine weitgehend tierlose Gesellschaft.

        Kommentar

        • Kareen
          PREMIUM-Mitglied
          • 06.01.2001
          • 7466

          Was sich mittlerweile auch als eine Art rechtsfreie Zone ausgebildet hat, sind allerlei verborgene Zusatzkosten des Arzneimittelverkehrs, genau genommen müsste man diese in den Arzneimittelpreis anteilig einpreisen für solche Posten ist in der GOT nämlich keine Position vorgesehen und wenn sie der Lieferant nicht in den EK einpreist, sind sie zwar trotzdem zu bezahlen, da, aber eben nicht formal Teil des EK. Der Anteil administrativer Kosten, die direkt gar nichts mit dem Arzneimitteleinkauf zu tun haben, von der Apothekenkontrolle über die BG- und Arbeitssicherheits-Prüfungen bis hin zum Tüv ist auch umso höher, je weniger Tierärzte in einer Praxis oder Klinik tätig sind, ein weiterer Wettbewerbsnachteil der niedergelassenen Einzelpraktiker gegenüber Klinikverbünden mit shareholder-value als alleiniger Priorität. Bei den neuartigen Zuschlägen sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt: Einer der größten Großhändler nimmt seit einigen Jahren einen zweistelligen Zuschlag, je Kühlwarensendung, andere schlagen eine sog. vorübergehende Anlieferpauschale drauf (10 Euro netto), der neueste Gipfel ist eine "Nachhaltigkeitsgebühr" pro Sendung erhebt, und die ich erst die Tage erstmals entdeckt habe. Waren zwar keine Arzneimittel, sondern Praxisbedarf aber trotzdem: WTF und wohin damit in der Buchhaltung? Was das genau das ist, oder wie das Geld zur Hebung der Nachhaltigkeit verwendet wird, kann einem keiner sagen. Der 'vorübergehende' Aufschlag, wird übrigens seit Covid erhoben, somit also auch schon etwa 5 Jahre, so wirklich vorübergehend fühlt sich das also irgendwie nicht mehr an. Nachfragen, wie lange denn "vorübergehend" sein wird, verliefen bislang auch ergebnislos. Die flächendeckende Versorgung mit erreichbarer und bezahlbarer Tiermedizin und die Motivation der darin Beschäftigten wird daneben auch noch von denselben Lieferproblemen behindert, die auch den Humanapotheken das Leben erschweren. Diese haben sich lt. Apothekenbundesverband (ABDA) seit 2017 nicht weniger als verzehnfacht. Aktuell ist z.B. mal wieder seit Wochen kein Tetanusimpfstoff erhältlich. Im geeinten Europäischen Wirtschaftsraum darf man aber nun nicht annehmen, wir dürften alles, was bei uns zwar zugelassen, aber vorübergehend oder gar nicht lieferbar ist, einfach aus dem angrenzenden EU-Ausland bestellen. Eine Einfuhrbehinderung durch die geltenden Bestimmungen hier in D wird zwar für ausländische Versandapotheken, nicht aber für hier ansässige Tierarztpraxen gesehen (dazu gibt es ein EuGH-Urteil). Zur Beschaffung von hier nicht lieferbaren oder gar nicht zugelassenen Medikamenten (z.B. Botulimumantisera - viel eiliger wird es in der Pferdepraxis nicht, die Patienten sind unbehandelt nämlich innerhalb von Stunden tot...) ist also immer ein umständliches und langwieriges Ausnahmegenehmigungsverfahren erforderlich, das wiederum - man ahnt es - für alle Praxen ab der ersten Packung dasselbe ist und nicht etwa umfangreicher für Großpraxen, die palettenweise Arzneimittel umsetzen. Übrigens gibt es auch ein BGH-Urteil aus 2018 demzufolge der Großhandel bei Einzelimporten von Arzneimitteln *nicht* and die AmPreisV, somit auch an keinen Höchstaufschlag gebunden ist. Der Großhandel darf dafür mithin verlangen, was ihm beliebt. Was auch nicht unter Tierarzneimittel fällt sind Immuntherapeutika, sprich Impfstoffe und alles was darunter geführt wird, und Diagnostika, da darf sich jeder seinen Teil dazu denken, weshalb ausgerechnet diese massenhaft und teils zwangsweise (Tierseuchengesetzgebung...) verwendeten Produkte aus dem Tierarzneimittelgesetz und damit auch aus der Preisdeckelung ausgeklammert wurden.
          Spätestens da kann ich das Ausmaß der fehlregulierten Sinnlosigkeit nicht mehr fassen. Wenn dann noch Profis im Fach Copy-and-paste daher kommen, die sich berufen fühlen, anderen ihren Job zu erklären, fasse ich mir irgendwann nur noch den den Kopf. Die Veterinärämter sind übrigens für Tierarzneimittelkontrolle nur da zuständig, wo sie nicht Sache eigener Verbraucherschutzstellen ist (in NRW z.B. LANUK (vormals LANUV) bzw. das LAVES in Nds.) Und auch die bedanken sich, weil sie personell gar nicht für die Vielzahl an Aufgaben ausgestattet sind, die ihnen zufallen. Meine Mitarbeiterin wird jetzt täglich neu davon "erfreut", dass ihr neuer "virtueller KI-Assistent" sich mit den Worten "Hallo, ich bin Schnuffi" als beharrliches Popup in ihr Bestellprogramm beim Großhandel einklinkt, und mitreden möchte. Das possierliche Tierchen lässt sich auch nicht wegklicken. Kann man sich nicht ausdenken. Augsburger Puppenkiste goes Reality.

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          • Nickelo
            Nickelo kommentierte
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            Kareen,
            Die Unzufriedenheit mit der Situation ist jeder deiner Zeilen deutlich zu entnehmen. Gibt es denn innerhalb der Tierärzteschaft auch Widerstand gegen diese Zustände und Entwicklungen, vielleicht sogar größeren? Ich hoffe doch! Leider erfährt man weder von den geschilderten Problemen noch von irgendwelchen organisierten Gegenströmungen etwas in den üblichen Medien. Im Prinzip sollte kein Monat vergehen, in dem nicht in Zeitschriften oder offiziellen Seiten der FN oder anderer Tierverbände darauf hingewiesen wird. Die Blutregel z.b. hat es ja sogar mehrfach in die ZDF Nachrichten geschafft und diese betrifft ja im Vergleich zu allen anderen Tieren so gut wie niemanden. Ich habe diese Ausweichmanöver so entschieden satt, dass ich das kaum mehr höflich ausdrücken kann.
            Dass man sich mit üblicher Rente keinen Hund mehr leisten kann oder will, wird übrigens bei den inzwischen 180 Posts auf oben genannter Seite ebenfalls ganz deutlich ausgedrückt.

          • schnuff
            schnuff kommentierte
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            Wenn ich an die Nachhaltigkeitsgebühr denke, ballt sich mir die Faust.
            ...statt Pappkarton, gibt's eine Plastikbox, die dann mit einer weiteren Fahrt, geleert, wieder abgeholt werden muss.
            Da erschließt sich mir nix, was da nachhaltig sein soll

          • Ramzes
            Ramzes kommentierte
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            Pappkarton - Umverpackung , einmal gebraucht und dann Pappmüll , je nach Güte recycelfähig .
            Wechsel- Mini - Container Plastik / Kunststoff , je nach Güte und Loop - System zig - mal im Logistikkreislauf , genormt , stapelbar , kühlbar , mit Chip - tracking incl. Rücklauf , waschbar , recycelbar .
            Siehe speziell für hochwertige , empfindliche Güter , Elektronik , Kosmetik , Pharma ...
            Zuletzt geändert von Ramzes; 14.11.2025, 08:41.
        • Duggi
          • 15.03.2022
          • 81

          Bei Facebook ist auf der Seite von Sebastian Marx gerade richtig was los. Er hat ein Video zum Thema unverschämte Klinikrechnungen (über 20.000 Euro Kolik-OP mit totem Pferd) und Versicherungsproblemen gepostet. Wenn man so die hunderte Kommentare liest, die allein innerhalb der ersten Stunde darunter geschrieben wurden, gibt das schon ein realistisches Bild der aktuellen Situation.

          Kommentar


          • Elfi
            Elfi kommentierte
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            Ist der nicht selbst Versicherungsmensch? Da müsste der doch gut versichert sein?

          • Calippo
            Calippo kommentierte
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            Ja, er selber hat bei der Versicherung mitgewirkt und wähnte sich sicher. Aber leider stellen die sich nun komplett quer, fordern dieses und jenes an, um eventuell andere Fehlerquellen zu finden, nur damit sie nicht zahlen müssen.
            Und so viele andere Fälle in den Kommentaren, wo es mit einer OP ähnlich ausgegangen ist, ganz zu schweigen von den Versicherungen.
            Wann merkt diese ganze Klientel (ich meine jetzt hauptsächlich die Kliniken in Investorenhand), dass sie sich selbst das Wasser abgraben. Noch zahlen Versicherungen und man kann locker immer den 4fachen Satz aufschreiben, aber die Beiträge schießen auch durch die Decke und werden für ganz viele niocht mehr bezahltbar sein.
            Und dann wird es so kommen, wie es vor 50 Jahren und davor schon war: bei Kolik Haustierarzt mit den üblichen Medikamenten. Wenn das gar nicht helfen will, dann ist es eben das Ende. Sterben gehört auch zum Leben dazu, auch wenn es einem bei einem geliebten Tier fast das Herz zerreißt.

          • Nickelo
            Nickelo kommentierte
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            Wirklich guter Beitrag, den alle Haustierärzte sehen sollten, gerade die jüngeren.
            Das Pferd, das ich vor zwei Jahren mitgeritten habe, starb genauso wie der kleine Wallach. Nach der OP am Montag hieß es am Freitag, das Schlimmste sei überstanden und es ginge dem Pferd soweit wieder gut. Es könne nach dem Wochenende nach Hause. Am Montag der Anruf, zweite OP nötig, aufgemacht, auf dem OPTisch für tot erklärt. Kosten etwas über 20000 €. Alles sei ganz plötzlich passiert …. Samstag und Sonntag sei das Pferd noch recht munteren Blickes in der Box GESTANDEN.
            Ein Tag hat also etwa 3000 € gekostet. Und ich denke, für diese stolze Summe kann man durchaus erwarten, dass jemand vom Klinikpersonal auch am Wochenende das Pferd mal etwas betütelt und dem Zustand angemessen über den Hof führt. Und das muss möglich gewesen sein, wie hätte das Pferd sonst am Montag eine 2stündige Hängerfahrt und das Leben zuhause schaffen sollen?
            Zuletzt geändert von Nickelo; 27.11.2025, 12:53.
        • Linu
          • 03.02.2009
          • 778

          Ich hatte meine Stute erst letzte Woche in der Klinik, die war komplett verstopft, hatte zu wenig getrunken. Aufgrund der Trächtigkeit wollten wir kein Risiko eingehen.
          48 Stunden Klinik ( noch nicht mal im Notdienst eingeliefert worden ), Nasenschlundsonde, Ultraschall und eine Nacht am Tropf 2000 Euro..... Plus die Rechnung vom Haustierarzt.
          Das macht echt keinen Spaß mehr....
          Avatar: Zauberblut v. Rockefeller a.d. Zauberblut v. Bandoliero xx

          Kommentar


          • MissCatania
            MissCatania kommentierte
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            Unfassbar. Tut mir wirklich leid. Das kann echt nicht mehr mit rechten Dingen zugehen. Die genannten Leistungen sind ja alle kein Hexenwerk, da empfindet man die Rechnung als unverschämt...
        • hufschlag
          • 30.07.2012
          • 4155

          ich kann micht nur wiederholen
          Meine TA sagt, egal, wo sie für eine Kolik hinkommt, heißt es: tu was du lannst in die Klinik fahre ich nicht

          Was ich persönlich anders sehe- -klinik ja- -OP nein

          Kommentar


          • MissCatania
            MissCatania kommentierte
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            Abhören, Nasenschlundsonde, Tropf geht alles auch im Stall. Ultraschall auch. Je nachdem wie gut sich das Pferd händeln lässt, würde es ein Behandlungsstand in der Klinik auch einfacher machen mit der Untersuchung, hat man ja nicht in jedem Stall. In der Klinik ist es auf jeden Fall mit der Überwachung (zB nachts) einfacher bzw im Stall müsste man es selbst machen und dann notfalls wieder den Haustierarzt anrufen. Dann hast du Verzögerungen und immer wieder Anfahrt bzw Notdienstgebühr. Andersherum lässt sich die Klinik auch jede Minute Überwachung bezahlen.
            Es gibt verschiedene Arten von Koliken, wo nicht jede konservativ behandelt werden kann und letztlich eine Op die letzte Möglichkeit ist.

          • Barbara
            Barbara kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Ich sage auch: Klinik ja, OP nein.
            Wir hatten eine Stute, die ein Mal im Jahr eine Verstopfungskolik hatte, bei welcher der Darm über das Milz-Nierenband gerutscht ist. Das haben die in der Klinik immer ohne OP hinbekommen. War schon vor der neuen GOT und kostete damals ca. 1.000 €
            Für mich kommt eine OP nicht in Frage (auch wenn ich bei meinem neuen Pferd eine Versicherung abgeschlossen habe). Mein Pferd steht in einem Pensionsstall - und wenn es die OP überlebt, kann ich nicht gewährleisten, dass es danach so gefüttert werden kann, wie es sollte. Ich habe schon einige kolik-operierte Pferde gesehen ...
            Und ich musste auch schon die Entscheidung treffen: Operieren oder Einschläfern. Bei einem sehr, sehr guten Pferd. 10-jährig. Und mich schweren Herzens beschlossen, es einschläfern zu lassen

          • MissCatania
            MissCatania kommentierte
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            Ich habe es zweimal probiert mit einer Kolik-Op. Ein jüngeres Pferd ist auf dem Tisch verstorben und ein älteres Pferd ist nach der OP wahrscheinlich durch die Narkose verstorben. Im Ergebnis war man 2x ein Vermögen los und das Pferd trotzdem tot. Ich weiß nicht wie ich mich das nächste Mal entscheiden würde... Kolik ist unberechenbar, beide Pferde waren am Tag vorher fit und hatten zuvor noch nie gekolikt. Die jüngere hat so heftig gekolikt, dass gleich klar war, dass es eine Darmverschlingung sein muss, da wohl nur absterbender Darm solche Schmerzen verursacht. Untersuchung oder konservative Behandlung war nicht möglich, da das Pferd selbst mit größtmöglicher Sedierung nicht händelbar war (eigentlich ein ruhiges, braves Pferd). Das ältere Pferd hat über den ganzen Tag gekolikt und wurde in der Klinik lange überwacht und konservativ behandelt, was aber nicht zum Erfolg führte, dann war die OP der letzte Versuch. Nach der OP wurde ich angerufen und die Frau am Telefon sagt: "Die OP ist erfolgreich verlaufen." Während ich gerade aufatme, sagt sie: "Aber leider hatte er in der Aufwachbox einen Herzstillstand." Wie kann man so wenig empathisch sein. Der Tag wird mir für immer im Gedächtnis bleiben...

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