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  • hufschlag
    • 30.07.2012
    • 4166

    Tatsächlich haben dieses Jahr 3 ein zweitpferd angeschafft, die vorher meinten, eins ist eigentlich schon zuviel...

    Hier im Münchner Raum sind aber inzwischen fast überall Boxen zu bekommen
    Es gibt noch Ställe mit Warteliste, aber kaum noch

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    • Nickelo
      Nickelo kommentierte
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      Und? Was hat deine Bekannten dazu gebracht/ verlockt? Wie wuppen sie die zeitliche und finanzielle Doppelbelastung?
      Das mag jetzt neugierig klingen - was es ja auch ist - aber ich höre auch bisweilen den Satz „Ach, eigentlich möchte ich wieder mal was zum Reiten haben“, nämlich dann, wenn es gilt, den arthroseklammen Fastrenter bei Eiseskälte spazieren zu führen, und es rund herum zwar eine Menge Pflegepferde im Angebot gibt, aber keine Reitbeteiligungen.
      Allerdings stehen dem Wunsch die allseits gestiegenen Kosten im Wege. Bei uns zumindest steigen zum 1.1.26 die Einstellgebühren.

    • hufschlag
      hufschlag kommentierte
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      Die derzeit eher günstigen Kaufpreise..

      Zur Frage wie die das " wuppen"
      Wie zahlst du eins??
      Sie verdienen halt ausreichend
      Lotto hat keine gewonnen
  • Nickelo
    • 16.07.2024
    • 62

    Da gehen sie hin, die Pferde: (aus Springreiter.de)
    Fast tausend Pferde in 59 Länder
    Die Weihnachtsauktion war ein würdiger Abschluss eines außergewöhnlich erfolgreichen Jahres, wie Mario Everse im Namen des Youhorse.auction-Teams stolz feststellte: „2025 war in jeder Hinsicht ein fantastisches Jahr. Über Youhorse.auction wechselten fast tausend Pferde den Besitzer und wurden in 59 verschiedene Länder verkauft. Dies bestätigt, wie stark und international unsere Plattform geworden ist. Wir sind unglaublich dankbar für das Vertrauen unserer Einlieferer, Käufer und aller Beteiligten. Ohne sie wäre dies nicht möglich gewesen.“
    Das Preisniveau erscheint im Überblick nicht so extrem hoch. Es sind auch Pferde dabei, für die es sonst kaum einen „Markt“ geben dürfte. Alte Stuten aus den Jahrgängen 2005/2008. Startgebot: 1000€


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    • hufschlag
      • 30.07.2012
      • 4166



      Wie nicht anders zu erwarten
      Zahlen rückläufig vor allem bei den Ponys aber auch deutlich WB

      Nur Kaltblut wg Förderung gegen den Treden leicht angestiegen

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      • juno
        juno kommentierte
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        Könnte aber auch bedeuten, dass der "Markt" nicht oder nur sehr schwer, die Nachfrage nach stabilen, belastbaren (Freizeit)- Reit- und fahrpferden für den kleineren Turniersport und die Hobbyreiterei bedienen kann. Turniersport jenseits von Klasse A oder L ist für viele Reiter vielleicht nicht mehr attraktiv, zu teuer, zu aufwendig. Und die Schweren Warmblüter sind jetzt keine dicken Kolosse, für den kleinen Turniersport in den unteren Klassen oder Gelegenheits-Turnierreiter sind die absolut geeignet. Nicht jeder möchte auf einem gangstarken Trabwunder über den Platz steppen.
    • hufschlag
      • 30.07.2012
      • 4166

      Von 2021, aber trotzdem aktuell
      Was kostet ein Pferd

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      • Nickelo
        • 16.07.2024
        • 62

        In Belgien ist die Lage offenbar so wie in Deutschland.
        „Die Pferdebranche ist ein wichtiger Wirtschaftssektor, aber viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen.“ Das ist das Fazit von Professor Stijn Van Ormelingen, der eine Studie über die Pferdebranche durchgeführt hat. Daraus geht hervor, dass nur etwas mehr als die Hälfte der Pferdezuchtbetriebe auch Gewinn erzielt. Dennoch beträgt der Umsatz mehr als 1 Milliarde Euro, „dank der starken internationalen Position“ unseres Landes.

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        • Nickelo
          • 16.07.2024
          • 62

          Interessante Strategie

          In diesem Sommer fanden im Rahmen des Neustädter Pferdesommers Qualifikationen für die "Asian Games" statt. Die vielen asiatischen Reiterinnen und Reiter, die am Turnier teilnahmen, sorgten dafür, dass das Event auf der internationalen Streamingplattform "clipmyhorse" aus 53 Ländern gestreamt wurde. "Das bringt auch Sichtbarkeit für das Land Brandenburg", sagt Pfanne-Oertwich.

          Der Landesverband Pferdesport freut sich über dieses Vorhaben: "Das wäre sehr wichtig", sagt Peter Fröhlich. Es gebe in der Region derzeit zwar viele Turniere, aber die meisten seien regional oder national. "Wir leiden gerade noch darunter, dass wir sehr wenige internationale Veranstaltungen haben", so Fröhlich. Diese könnten dann auch Menschen in den Reitsport bringen oder die vielen Breitensportler im Land begeistern.

          (Aus einem Bericht des rbb)

          Finde ich auch deshalb interessant, weil Ähnliches in Österreich über das Skifahren gedacht wird. Die Unternehmer Sepp Kröll und Franz Hörl sehen beide angesichts der weniger werdenden fahrenden Einheimischen die Gäste aus Asien für den Skitourismus als extrem wichtig an und finden Asiaten sollten sich nicht nur im Sommer Österreich/ Alpenorte anschauen. In Puncto Skifahren haben sie aber ein ähnliches Problem wie das Reiten. Die meisten der Skipisten sind für Ungeübte eher zu schwer als zu leicht. Auch Skifahren lernt man nicht unbedingt an einem Tag, v.a. wenn man sonst keinen bzw. Zu wenig Sport macht.

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          • Nickelo
            • 16.07.2024
            • 62

            Um das Reiten zu fördern, versuchen derzeit mehrere Verbandsaktionäre, Reiten im Schulsport zu propagieren. Der Staat soll dies fördern. Die Meinungen über die Sinnhaftigkeit darüber gehen weit, sogar sehr weit auseinander.

            Wie wirkt sich denn eigentlich das Reitsportinternat in Neustadt/ Dosse auf den Reitsport der Region aus?

            Kommentar


            • Duggi
              Duggi kommentierte
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              Also ich kenne nur 2 Leute, die dort waren. Beide hatten schon vorher eigene Pferde von den Eltern finanziert bekommen. Sonderlich talentiert waren beide auch nicht. Ich wüsste also nicht, warum das einer besonderen Förderung bedarf.
          • hufschlag
            • 30.07.2012
            • 4166

            Neu ist das aber nicht

            Kommentar


            • hufschlag
              hufschlag kommentierte
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              Ich nehme an mit Bussen
              Scheint ja zu klappen..

            • Rigoletto
              Rigoletto kommentierte
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              Es macht keinen Sinn, wenn man Kinder für so ein teueres Hobby "anfixt". Die wenigsten können sich das leisten. Beim Schifahren ist es mittlerweile genauso

            • Nickelo
              Nickelo kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Schulen werden vom Staat über Steuereinnahmen finanziert. Selbst wenn das Schulgebäude saniert sein sollte und die Infrastruktur, spricht Internet, auf Vordermann gebracht worden ist, fehlt es den Schulen derzeit an Lehrern, Lerncoaches, Lesepaten und vielen anderen Lehrern für die individuelle Förderung im naturwissenschaftlichen Bereich, im Basisfitnesssport, für die Mannschaftssportarten, im fürs Überleben notwendigen Schwimmen, für Projekte des Gesundheitsunterrichts
              Warum sollten die so knappen Steuergelder für Reiten ausgegeben werden? Einen Sport, den man mit einmal Gruppenunterricht pro Woche nur im Ansatz wird erlernen können, und den in der schulfreien Zeit, wenn sämtliche Vergünstigungen, die Schulen bekommen, dann wegfallen, nur (sehr) Vermögende werden ausüben können?
              Natürlich hat das Argument „Kontakt zum Tier kann nur positiv sein“ seine Berechtigung, doch gibt es diesen auch, wenn Kinder und Jugendliche im Tierheim helfen oder dem Bund Naturschutz ect.
              Der FN steht es natürlich frei, die ortsansässigen Reitvereine, Gestüte oder größere, private Reitställe zu aktivieren und sie so auszustatten und zu fördern, dass regelmäßiges Reiten bezahlbar oder z.b. für Sommerferiencamps attraktiv wird. Aber mir erschließt sich wirklich nicht, warum Reiten eine Aufgabe des Staates sein sollte.
          • hufschlag
            • 30.07.2012
            • 4166

            Wahnsinn
            lienen abgesagt

            Das Deutsche Fohlenchampionat in Lienen wird im Jahr 2026 nicht stattfinden. Das geht aus einer Mitteilung des Veranstalters hervor. Wie der Veranstalter ...

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            • Kareen
              PREMIUM-Mitglied
              • 06.01.2001
              • 7466

              Neu nicht, aber bisher noch nicht auf breiter Linie erfolgreich. Das Neustadt-Dosse-Internatsding spricht Kinder an, die schon die ersten Klippen auf dem Weg in die Sportreiterei genommen haben. Das sind z.B. die Schärpe- und BNC-Starter oder die Mitglieder der Landesjugendkader. Gefördert werden müsste aber - und das aus meiner Sicht auch sehr viel früher - die Möglichkeit für Kinder aus nicht-reitsportaffinen Familien, mit dem Pferd und dem Pferdesport in Kontakt zu kommen. Jahrzehntelang war die gängige "Einstiegsdroge" das Voltigieren und das Reiten im vereinseigenen Schulbetrieb. Davon gibt es immer weniger, vielerorts haben die Vereine, die überhaupt noch eigene Schulpferde haben, lange Wartelisten. Der Einsteigerunterricht liegt heute meist in privatwirtschaftlicher Hand, mit den unterschiedlichsten Ansätzen und Qualifikationen oder auch völlig ohne.
              Reiten als Schulsport zu etablieren wäre schon eine feine Sache, scheitert aber vermutlich weiterhin an fehlender Akzeptanz und auch brauchbaren Angeboten.

              Was das Fohlenchampionat angeht bin ich vermutlich eine der wenigen, die es nicht vermissen wird. Das war für mich schon immer eher eine Werbeveranstaltung einiger Hengsthaltungen mit wenig Aussagekraft. Fohlenschauen allgemein sind schon fragwürdig, wenn man auf sportliche Eignung und Gesundheit selektiert. Ein erschreckend hoher Anteil von ehemaligen als Elitefohlen eingeschätzten Zuchtprodukten erreicht noch nicht mal das reitfähige Alter. Effektive Selektionsmechanismen wie sie früher z.B. die Hengstleistungsprüfung darstellten, gibt es aber in dem Sinn gar nicht mehr. Vermehrt wird, was sich als Fohlen gut verkaufen lässt. Und danach die Sintflut. Sprichwörtlich, denn nie hat es so viel Ausfälle gegeben wie heute. Wer es nicht an den Gräten hat, hat es im Kopf. Statt unkomplizierter und gesünder werden die Pferde immer anfälliger und zeigen teils massive Ausfälle im Interieur. Das gepaart mit nachlassender Qualität von Ausbildung und Reiterei kann nur nach hinten losgehen, und die Auswirkungen sehen wir seit die Kostenschraube so angezogen wurde, noch extremer als zuvor. Eine massenhafte Abkehr vom Pferdesport. Daran ist die FN natürlich nicht unbeteiligt. Was sie an Arbeit abliefert, ruft bei mir nur noch Fassungslosigkeit hervor. Angefangen bei völligem Vertrauensverlust durch die Skandale der letzten Jahre - die ja auch noch lange nicht geklärt oder gar aufgearbeitet sind - bis hin zu kontraproduktiver Öffentlichkeitsarbeit, die völlig am Bedarf ihrer Mitglieder und erst recht am Zeitgeist vorbei geht.
              Da mag man eigentlich nur noch aufhören.

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              • Mondnacht
                Mondnacht kommentierte
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                Es ist wirklich traurig, aber es gibt einfach kaum noch Ställe, wo man vernünftig auf Schulpferden reiten lernt. Habe letztes Jahr verzweifelt eine Reitbeteilung für meine Stute gesucht und hatte als Anforderungsprofil sicheres A- Niveau in der Anzeige. Das war eine interessante Erfahrung, nächstes Mal schreibe ich gleich Reitanfänger und nur mit Unterricht. Das ist wirklich gefährlich, ein junges Mädchen ohne Erfahrung auf ein gut ausgebildetes Pferd zu setzen, meine Stute wird dann eher frech (wenn sie sich überhaupt anreiten lässt). Die Mädels können da ja nichts für, die denken wirklich, dass sie reiten können...
            • hufschlag
              • 30.07.2012
              • 4166

              Du hast natürlich in vielem recht

              Aber ich finde es schon wichtig, wenn man überhaupt noch züchten will und nicht einfach immer den körsieger nimmt, den ersten jahrgang zu sehen
              da sind fohlenschauen allgemein und lienen besonders halt gute Möglichkeiten, wo man viel sehen kann ohne 3 monate im jahr urlaub zu nehmen und fohlen zu sichten

              Dass die Zucht falsch abgebogen ist, keine Frage

              Bei jeder Suchanzeige bei FB, egal ob Turnier oder Freizeit, egal ob alt oder jung, alle suchen brav und gesund.

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              • Nickelo
                • 16.07.2024
                • 62

                Unkompliziert, gesund und brav! Aber sicher doch. Ich glaube eigentlich nicht, dass es so viele Züchter gibt, die absichtlich und wissentlich krank und frühen Verschleiß züchten. Im Prinzip macht mich inzwischen schon die prinzipielle Forderung nach möglichst absoluter Makellosigkeit des Pferdes bitter, zumal von Reitern, die selbst etliche körperliche Schwachstellen haben und mangels eigener Sportlichkeit kaum in der Lage sind, Probleme auszugleichen bzw. diese deswegen selbst hervorrufen. Oder anders gesagt: wer bei seinem Pferd einen guten Rücken haben will, muss selbst einen haben, und lernen, ihn einzusetzen.
                Dass nicht alle Pferde „ unkaputtbar“sind, liegt ja wohl in der Natur der Sache. Ein Pferd ist ein Lebewesen. An einem Lebewesen müssen Eigenheiten akzeptiert und berücksichtigt werden. Wenn das Pferd erst einmal auf der Welt ist, stellt sich dem Pferdebesitzer die Aufgabe, dem Pferd mit seinem Körper und seiner Psyche einen guten Lebensraum zu verschaffen. Es kann auch nicht einfach so verschrottet werden wie ein Formel Eins Auto.
                Die allermeisten Pferde, die ich kennengelernt habe, waren dabei an sich gutwillig, leistungsbereit und leichtrittig. Ihr will to please macht(e) sie aber auch besonders sensibel ggü. dem Gebaren ihrer Reiter. Diese Pferde treffen auf Reiter, die selber nur allzu oft sehr komplizierte Persönlichkeiten sind, v.a. nach einem nervenaufreibenden Arbeitstag. Von Natur aus spiegeln Pferde Reiter, jetzt sollen sie Probleme aus dem Alltag kompensieren. Das gilt im Übrigen auch schon bei Jugendlichen. Ich glaube gelesen zu haben, dass Kinder- und Jugendpsychiater bzw. Psychologen die überbuchtesten Ärzte überhaupt sind.
                Problematischer als gestresste oder erfolgsuchende Reiter sind dann aber die Unwissenden.
                Auch die folgende Situation ist vermutlich niemandem fremd: 2 Mädchen, zwar nicht unbegabt, aber ohne kontinuierlichen Reitunterricht, Niveau kaum E, mit zuviel Schule und zuvielen anderen Hobbies haben von ihren Eltern Pferde bekommen (´Dann ist das Kind am Nachmittag beschäftigt’). Gut ausgebildete, turniererprobte. Jedes hatte im Frühling einen Wert um die 40000€. Im August dann kaum geritten, zu heiß, zu viele Fliegen, drei Wochen Urlaub. September- Schulbeginn. Nun, seit Anfang November stehen sich diese einst wirklich ordentlichen Pferde bei hochenergetischem Futter 23 h in der Box bzw. im Paddock die Beine in den Bauch. So etwa drei Mal in der Woche werden sie etwas über eine halbe Stunde an der Longe herumgescheucht. Aus „leichtrittig und toll zu reiten“ wurde „zu grell“. Einen Hund würde niemand 23 Stunden in einem Zimmer einer Wohnung einsperren, aber ein Pferd soll das unbeschadet aushalten?
                Beide Pferde haben zudem bereits mindestens 50 kg abgenommen. Tierarztmeinung: Sattel/Rücken/Magen…Eines hat nun auch noch begonnen zu takten. Dieses Mädel hadert schon mit dem Verkäufer, ob hier alles mit „rechten Dingen“ zugegangen sei… ts! Ob Eltern wie Jugendliche schon mal was davon gehört haben, dass Pferde Bewegungstiere sind, die schnell kaputt gehen, wenn sie körperlich und mental nicht sinnvoll und rücksichtsvoll beschäftigt werden? Auch und gerade im Winter, wenn es keine Weide gibt? Stehen, Hasten, Grobmotorik sind die natürlichen Feinde jeden Pferdes.
                Brav sind sie zur Zeit wirklich nicht, aber so lethargische und unverwüstliche Pferde, wie es hier bräuchte, können Züchter gar nicht züchten! Die Idee mit dem Pferdeführerschein ist vielleicht doch nicht so falsch.
                Warum die Pferde keine Reitbeteiligung haben? Nun, die Bereitschaft der ‚erfahreneren‘ Reiter am Stall, (an Eltern oder Profistatt) sich mit diesen Pferden auseinanderzusetzen, ist eher gering. Die meisten haben genug mit ihren eigenen zu tun und sind auch sportlich nicht mehr so recht dazu in der Lage. Die meisten sind nur mehr die schon schwunglosen, berechenbaren Bewegungen ihrer älteren Semester gewohnt. Sollte einer von diesen wirklich noch einmal ein Pferd kaufen wollen, so müssten für sie sowieso ganz spezielle Pferde auf die Welt kommen : abgeklärt und lebenserfahren wie mit 12, schnell fit mit wenig Training, hellseherisch begabt, um die individuelle Hilfengebung gleich zu verstehen, das „Fahrgestell“ taufrisch und makellos. Und dieses Gesamtpaket natürlich fast umsonst. Ich habe gehört, Iberer stünden hier gut im Kurs. Und so eine bewusste Entscheidung für eine leichter zu händelnde Rasse kann ja jeder für sich dann treffen.

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                • hufschlag
                  hufschlag kommentierte
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                  Ja, na klar
                  Der Käufer ist schuld
                  Das sind ja tolle Nachrichten für Züchter, die ihre Pferde nicht mehr verkauft bekommen

                  So viel Blödsinn in einem Post

                  Nur ein Bsp
                  Kein raus stellen ist ein Verstoß gegen das tierschutzgesetz mag es vereinzelt noch geben ist aber verboten und es geht nicht um Einzelfälle

                  Und dass ein Amateur das Pferd nicht bedienen kann ist natürlich nicht die Schuld des Pferdes, natürlich sond das dem Menschen zugewandte Wesen

                  Aber übermotorisiert
                  Also für den Käufer nicht passend.

                  Wenn ich ein kleines Auto mit geringem Verbrauch will, wird mir niemand einen 8 zylinder verkaufen. Deswegen ist das aber kein schlechtes Auto

                  Dass du die hingezüchteten Schwächen ( lange, weiche fesseln, Veränderungen in der HWS) wegreden willst mit absurden Argumenten ist Realitätsverweigerung

                  Aber wenn du das so siehst hast du ja derzeit den perfekten Markt zum kleinen Preis. Pferde mit solchen Schäden bekommst du geschenkt

                • MissCatania
                  MissCatania kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Die meisten Pferde werden kaputt geritten, da kann ich nur zustimmen. Dann kommt noch die Werkstattmentalität zum tragen, 1x Beritt oder Physio oder so und schon soll das jahrelange schlechte Reiten ausgeglichen sein... es will sich keiner selbst die Hände schmutzig machen. Ich kaufe ein ausgebildetes Pferd und das soll bitte einfach funktionieren. Man kann aber ein 6j Sportpferd nicht wie ein 25j Schulpferd (was immer brav bleibt und stoisch Reiterfehler erträgt und auch nach mehreren Stehtagen einfach ausgeritten werden kann) behandeln...

                • Mondnacht
                  Mondnacht kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  So ähnliche GEschichten kenne ich zu Hauf! Am besten finde ich dann die Eltern, die der Meinung sind, dass ihre Töchter nicht regelmäßig Unterricht benötigen, denn sie sollen sich erstmal auf das Pferd einstellen.
              • druenert
                • 25.11.2009
                • 1999

                Die Wahrheit liegt in der Mitte. Ein Stück weit haben beide recht.

                Kommentar

                • Calitha
                  • 20.10.2009
                  • 118

                  Sehe ich auch so. Es ist aber zumindest in unserem Umkreis und den aktuellen Erfahrungswerten nach so, dass der Pferdeverstand und der Wille sich mit einem jungen Pferd auseinanderzusetzen immer mehr nachzulassen scheint. Allein die Vorstellung davon, was "roh" bedeutet, geht anscheinend weit auseinander. Und Anreiten oder Anreiten lassen will sowieso kaum noch einer. Was hier grade gesucht wird ist: Brav, gesund, von jedem zu reiten, Parcours sicher und nicht mehr als 10 tausend. Ich kann's ja auch verstehen aber dann gibts halt in der Zukunft keine Pferde mehr, weil das Züchten nur noch ein Minusgeschäft ist.

                  Haben auch schon vor einigen Jahren eine junge Stute zurückbekommen, bei der das Mädchen nach dem Probereiten ganz verliebt war. Wir waren ganz ehrlich und haben gesagt, dass sie speziell sein kann beim Reiten und vernünftig gearbeitet werden muss. Alles transparent gemacht, aber das Mädchen wollte die Stute unbedingt. Nach 2 Wochen ruft der Vater erzürnt an, wir hätten seiner Tochter ein niemals zu reitendes Pferd aufs Auge gedrückt, sie hätten auch vom Tierarzt eine Bescheinigung, dass das Pferd nur als Beisteller zu gebrauchen wäre. Wir die Stute ohne Diskussion wieder abgeholt, sie durch normales, vernünftiges Reiten wieder auf Kurs gebracht und eine andere Interessentin angerufen, alles erklärt, wieder ganz transparent gewesen, die hat sie sofort gekauft hat und ist mittlerweile bis immerhin L Springen platziert. Eine Reitbeteiligung hat das große Reitabzeichen mit ihr geschafft etc. Also so viel zu "nicht reitbar", aber manchmal muss man sich einfach auf ein Pferd einstellen wollen bzw. sich selbst hinterfragen und im Zweifel auch mal professionelle Hilfe holen, als immer nur die Fehler beim Pferd zu suchen.

                  Kommentar

                  • druenert
                    • 25.11.2009
                    • 1999

                    Dieses ganze „Verbraucherschutz“-Getue ist eine völlige Fehlentwicklung. Es führt zu immer weniger Selbstkritik, maßlosem Anspruchsdenken, Missachtung des Lebewesens Pferd in seiner Individualität, Ruin kalkulierbarer Pferdezucht und unglaublicher Ressourcen-Verschwendung.
                    Andererseits ist auch die ganze Zucht in einer Schieflage. Sie ist aufgrund der politischen Rahmenbedingungen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Seriösität geht dadurch verloren. Selektionsinstrumente werden immer weiter abgebaut. Expertenwissen stirbt aus. Es wird ersetzt durch Raubtierkapitalismus immer größer werdender Hengsthaltungen und deren Manipulation immer stärker naturentfremdeter und inkompetenterer Züchter.
                    Die Situation der Pferdezucht ist symptomatisch für den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands.

                    Kommentar


                    • MissCatania
                      MissCatania kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Ich nenne es gerne Garantiementalität. Es wird nur gekauft was 100% gesund ist und es wird auf gar kein Fall irgendein Risiko eingegangen. Ja, aus Chips kann ein Problem entstehen, muss aber nicht. Und das gilt für vieles andere auch. Und auch das auf dem Papier gesündeste Pferd kann tot umfallen. Bei Lebewesen gibt es einfach keine Garantie. Weder für Gesundheit noch für irgendwelche Eigenschaften. Als Verkäufer kann man das Pferd nur nach bestem Wissen beschreiben und auf die Entwicklung beim Käufer hat man dann keinen Einfluss...
                  • Kareen
                    PREMIUM-Mitglied
                    • 06.01.2001
                    • 7466

                    Das ist so, aber das Anspruchsdenken zieht ja weite Kreise und geht in der Schule und Ausbildung schon los. Wenn ich schon von Azubis höre, die dieses oder jenes in der Ausbildung nicht zu machen bereit sind. Fegen, Aufräumen, Misten, Katzenkotze wegmachen usw. gehört nun mal dazu.
                    Genau wie die gefühlten 10.000 Stellengesuche von gelernten Bereitern, die aber um Gottes Willen weder anreiten noch misten wollen. Ja wofür brauche ich die denn dann? Die fertig gerittenen soll doch idealerweise dann die kaufende Kundschaft reiten und nicht das teure (teuer auch hauptsächlich wegen der immensen Lohnnebenkosten und überbordenden Arbeitsschutzauflagen) betriebseigene Personal?

                    Bei den Kaufinteressenten wird heute ja oft schon das Erlernen eines handunabhängigen einigermaßen geschmeidigen Sitzes verweigert, ob unbewusst, weil sie einfach nicht wissen, wie ein Sitz aussehen und sich anfühlen sollte, oder aus purer Bequemlichkeit. So kann das dann nichts werden. Dann suchen sie aber nach Pferden für mindestens M aufwärts obwohl sie die niemals reiten können werden, und bitte keine Cobs, Fjordis oder sonst irgendwelche schmerzbefreiten Rassen.

                    Kommentar


                    • Mondnacht
                      Mondnacht kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Ich glaubem, dass liegt einfach daran, dass kaum einer sich durchbeissen möchte. Reiten lernen bedeutet auch Frustration zu überwinden, sich selber zurückzunehmen, an seinen eigenen körperlichen Schäwchen zu arbeiten und wirklich selbstbeherscht zu sein. Leider funktionieren Pferde nicht alles so wie Ostwind...
                      Mein Lieblingsbeispiel ist immer die Reitschule bei mir gegenüber mit den Kaltblütern als Gewichtsträger, damit die armen übergewichtigen Menschen auch Reiten dürfen.
                      Wir werden uns ins Deutschland noch mehr umgucken, wenn wir niemanden mehr finden, der richtig anpacken kann. Was bin ich froh, dass ich meine Kinder offensichtlich anders erzogen habe...

                    • hufschlag
                      hufschlag kommentierte
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                      Ich weiß jetzt nicht, was du damit sagen willst
                      Ich kenne einige übergewichtige Menschen, die täglich viel zum Bruttosozialprodukt beitragen, viel arbeiten und dank hoher Einkommen auch kräftig Steuern zahlen

                      Unsere nicht leister wg Drogen oder Psycho fallen eher durch Untergewicht auf.

                      Ich weiß tatsächlich nicht, was du uns mit den dicken eigentlich sagen willst

                    • Elfi
                      Elfi kommentierte
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                      Hufschlag, ich glaub die Dicken waren nur ein spontan zufällig gewähltes Beispiel....es geht eher um die innere Einstellung, und ja, das kann ich bestätigen, mir fällt immer wieder auf, dass die Leute sich nicht mehr antrengen wollen, durchbeissen wollen. Der Begriff "quälbar", den man ja so manchem braven Pferd attributiert, gilt für mich auch für Reiter oder Pferdemenschen. Der Wille an sich und seiner Performance zu arbeiten und dabei auch wirklich mal zu schwitzen, zu keuchen und an bzw. über seine körperlichen/mentalen Grenzen zu gehen um sich zu verbessern. Ich habe so oft das Gefühl die Leute sitzen da und warten bis Ihnen das "Können" zufliegt.....Nebenbei wird eine geraucht und vielleicht noch ein Sektchen oder Käffchen geschlürft und die Klappe aufgerissen und gescheit rumgeschwafelt. Wenn dann mal ein RL kommt und wirklich Tacheles redet bzw. mal wirklich eine fordernde Unterrichtseinheit stattfindet, dann sind sie überfordert und geben auf. Dann ist der RL der Falsche (und ich denke mir der RL hats einfach nur mal auf den Punkt gebracht). Ich mag sowas, bin schon oft auf dem Pferd gesessen und mir ist der Schweiß vor Anstrengung und Konzentration von der Nase getropft, aber rückblickend kann ich sagen, dass das auch wirklich Fortschritte gebracht hat. Ob ich "gut" reite, möchte ich nicht beurteilen, wo ich aber mir durchaus, so rückblickend betrachtet, sicher bin, ist, dass ich eine deutliche Entwicklung gemacht habe (in den letzten Jahrzehnten muss man sagen) und das ist das Resultat meines "Masochismus" und darauf bin ich dann doch ein bisserl stolz. Und ich werde so weitermachen, schwitzen und quälen (nicht das Pferd!).
                  • Flix
                    • 31.01.2011
                    • 26

                    Dafür ist Koppen, Weben und Boxenlaufen kein Gewährsmangel (mehr). Das nimmt doch den (Auf)Züchtern einiges an Stress.

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