So schlimm ???

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  • silas
    antwortet
    Britta-Lotta, als Du heulend in der Ecke gesessen bist, hat Dich jemand aufgehoben, Dir die Nase geputzt und Butzi-Butzi gepustet?

    Bei mir seinerzeit nicht. Mir wurde befohlen wieder aufzusteigen, ebenso meiner Tochter. Dann wurden entsprechende Übungen geritten, die uns für die erlebte Situation schulten. So erlebe ich das noch heute, nach dem Hörsturz hatte ich Angst auf einem jungen Pferd, also wurde ich entsprechend mit dem jungen Pferd geschult.'Ein Butzi-Butzi gab es auch jetzt nicht, der Anspruch wird beständig erhöht und ich will ihn auch erfüllen.

    Mein allererster RL erklaerte meinen Eltern und mir seinerzeit, wir braeuchten erst Reitklamotten zu kaufen, wenn er sein OK dazu gibt, es sei ja nicht gesagt, dass ich fuer diesen Sport geeignet sei. Solange sass ich also in alter Hose und Gummistiefel auf dem Pferd, herrje, ich wollte unbedingt Reitklamotten....

    Wer will, der kann auch.

    @ sahen
    Ich finde klare Regeln auch sehr befreiend für den Einsteller. So weiss er, um was er sich zu kümmern hat und kann seine Freizeit mit Pferd geniessen, anstatt Deinen Betrieb zu managen!
    Zuletzt geändert von silas; 20.09.2013, 10:07.

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  • Britta-Lotta
    antwortet
    Trotzdem, tut mir leid, aber gleich bei einem 10 jährigen Kind so zu urteilen, finde ich falsch! Reiten ist da auch eine vertrauenssache und manche Kinder müssen das erst lernen. Du schreibst doch auch, das Du dich dann mit dem Kind zum Pony gesetzt hast und mit ihr zusammen geputzt hast. Das würde ich als Mutter vorraussetzen, wenn schon gewisse ängste zu erkennen sind.

    Vielleicht, ohne urteilen zu wollen, ist das Mädchen gar nicht grundsätzlich falsch im Reitsport aufgehoben, aber in diesem Stall?! Ich habe mit 5 angefangen zu reiten und fühlte mich mit 10 wie ein Profi. Ich bin sehr viele Jahre Shettys im Schulbetrieb geritten. Von den Jungspunden bin ich in einer Stunde teils 3 mal runter gesegelt und habe dann nur noch in der Ecke gesessen und geheult. Hättest Du mir da auch gesagt, ich soll lieber zum Ballett? Wir reden hier immer noch von einem Kind was noch viel lernen muss!

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  • sahen
    antwortet
    Zitat von silas Beitrag anzeigen
    Fakt ist doch auch, als Einsteller / RS habe ich mich an Regeln zu halten und die Regeln werden vom SB / RL gemacht.
    Eben. Bei uns z.B. gibts klare Regeln, unter anderem ist die Reithalle zu allererst eine Reintahlle. Bodenarbeit, Arbeit an der Hand und Führen haben sich dem Reiten unterzuordnen.

    Je klarer und je eindeutiger wirklich für alle einschließlich SB und RL gültig die Rgeln sind, um so unkomplizierter ist das Miteinander. Als SB muss man nur immer dran bleiben, weil immer wieder einzelne versuchen, die Regeln aufzuweichen. Je früher man dem entgegenschreitet, um so geringer die Irritationen und Unmutsbezeugungen.

    Die unangenehmsten Ställe, die ich kennengelernt habe, waren Vereinsställe, in denen keiner oder zu viele den Hut aufhatten. Da tobte Grüppchenbildung, Chaos und es passierten Fehler zu Lasten der Pferde.

    Daraus habe ich gelernt: Mein Stall ist keine Demokratie, sondern eine Monarchie und ich bin die Königin *gggg* Und an erster Stelle steht das Wohlbefinden der Pferde. An zweiter ein reibungsloser Betriebsablauf und an dritter die Interessen der Reiter. Wobei 2. und 3. kaum Übershcneidungen haben, weil die Arbeiten im Stall vormittags stattfinden und die Reiter meist nachmittags da sind.

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  • maulwurf
    antwortet
    @Libero: Sowas kann für ein Kind aber schon recht beeindruckend sein, vor allem wenn es recht, nennen wir es mal "behutsam" aufgewachsen ist.

    Ich finde es nur immer witzig, wenn ich die erfreut überraschten Gesichter sehe, wenn meine Kinder laut und deutlich grüßen. Der Automatismus klappt nicht immer, daher gibts ab und zu ein "sag mal bitte tschüss" oder mein Lieblingssatz bei der Metzgergelbwurst "wie heißt das?". Ich finde hier fängt es beim Nachwuchs doch schon an. Nur was als Automatismus gefestigt ist, kann auch später feinfühlig werden lassen. Und das fehlt vielen Menschen heute. Dadurch gepaart mit Rücksichtnahme wäre doch auch im Verein/Stall oder sonstwo so viel gewonnen.

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  • Libero34
    antwortet
    Nein das Pony steht wie ne eins!
    Sie hat von mir an dem Tag schon eine Einzelstunde bekommen, weil sie in der Stunde davor ein "Trauma" erlitten hat *g* Das Pony hat nämlich nach einem größeren Pferd ausgekeilt. Nichts passiert, niemand getroffen, Kind ist nicht mal vor den Sattel gerutscht hat aber trotzdem den Rest der Std. (15 min) nur noch geheult.
    4 Tage später ruft mich die Mutter an mit den Worten "Guten Tag... ich bin ja auch Pädagogin..."
    Ich hab dann aus schon mal genannten Gründen eine Einzelstunde vereinbart, das Kind war glücklich und Mutti befriedigt. Ich aus den genannten Gründen hatte einen Hals und das hab ich hinterher sachlich Mutti erklärt das das Pony kein Sportgerät ist und das putzen dazu gehört und eben ob das der richtige Sport, zwischen Klavierunterricht und Ballett ist.

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  • silas
    antwortet
    Libero, so, wie Du Dich Deinen Reitschülern und deren Eltern gegenüber verhàltst, kenn ich das auch. In dieser Form werden dann auch mal erwachsene Einsteller angesprochen.

    Fakt ist doch auch, als Einsteller / RS habe ich mich an Regeln zu halten und die Regeln werden vom SB / RL gemacht.

    Wir sind hier schon bei einem immer weiter um sich greifenden Gesellschaftsproblem angelangt, beginnend in der Schule - bloss keine Kritik, bloss kein ehrliches Wort - es könnte mich treffen, ich müsste evtl. Etwas verändern - das ist unbequem.

    Den einen stören derartige Auswüchse früher, der nächste arrangiert sich damit unter dem Deckmantel der Toleranz und einige wenige ziehen Konsequenzen.

    Übrigens ein Argument bei der leidigen Pferdesteuerdiskussion ist immer die Disziplin und die Kritikfähigkeit der Reiter......*lach*

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  • Britta-Lotta
    antwortet
    Zitat von Libero34 Beitrag anzeigen
    Tambo aber das ist doch dann teils schöngerede... Wenn ich das jetzt auf meinen letzten Post beziehe, dann würde das heißen ich hätte das Kinde ja ermutigen müssen sich in seiner Art der Tierliebe mit dem Pony zu beschäftigen!? Nämlich garnicht, sondern nur reiten und dann wegstellen!?
    Wie Du schon schreibst, war das Mädchen ZEHN und scheint noch nicht besonders viel Erfahrungen gehabt zu haben. Wenn ich richtig verstanden habe, sagte die Mutter, das Pony war beim Putzen immer so böse und das will ihre Tochter nicht... Oder habe ich da was falsches gelesen? Vielleicht war auch eine gewisse Respekt vorm Pony mit im Spiel?

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  • Libero34
    antwortet
    Tambo aber das ist doch dann teils schöngerede... Wenn ich das jetzt auf meinen letzten Post beziehe, dann würde das heißen ich hätte das Kinde ja ermutigen müssen sich in seiner Art der Tierliebe mit dem Pony zu beschäftigen!? Nämlich garnicht, sondern nur reiten und dann wegstellen!?

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  • Tambo
    antwortet
    Irgendwie ist das keine Diskussion sondern eine Anhäufung von Vorurteilen hier.....

    Unter dem Motto mein Standpunkt ist gut und alle anderen sind geistig minderbemittelt.

    Schau dich doch mal um und versuche zu sehen, dass es auch andere Ziele gibt als deine, andere Straßen, andere Menschen (ja Menschen !). Das Leben ist bunter geworden und das ist auch gut so.

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  • Jule89
    antwortet
    "würden wir noch immer in der Höhle wohnen"...

    -> da geb ich dir vollkommen Recht! Ohne eigenständiges Denken und auch mal was "anders" machen, gibt es keinen Fortschritt, keine Weiterentwicklung. Das Problem ist nur, dass in meinen Augen diese "auf dem Pferd sitzenden" Nicht-Pferdemenschen keinen Fortschritt, sondern eher eine Degeneration darstellen - egal ob Turnierreiter, Westernreiter, Freizeitreiter (wie auch immer definiert), Tüddeltante etc.

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  • Tambo
    antwortet
    Ich weiß nicht, der Sohn vom Super Reitlehrer dem "gelegentlich" mal die Peitsch ausrutschte (er war auch Fahrer) ist Alkoholiker geworden. Da hat auch die alttestamentarische Regel, wer das Kind liebt nutzt den Stock nichts genützt.

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  • greyrodent
    antwortet
    Axo. Ich hatte das so verstanden, daß Du Deine "ewig gestrigen" auf mein "würden wir immer noch in der Höhle wohnen" bezogen hättest...

    Nachtrag zu Deinem 2. Beitrag:
    Ich hatt's ja schon mal zitiert - dieser Passus hier, zusammen mit den nachfolgenden (teils wirklich haarsträubenden Dingen), hat mich in erster Linie echt genervt:
    Ja, es ist so schlimm.
    -Stangenarbeit
    -NHT
    -Zirkuslektionen
    -Halsringreiten
    -ohne Sattel reiten
    -nur mit Pad reiten
    Das stellt nämlich all diejenigen, die "andere" Ausbildungsziele verfolgen voll in eine Reihe mit denjenigen, über die sich caspar aufgeregt hat.
    Und außerdem bin ich halt der Meinung, daß eben nicht jeder nur aufgrund von 40 Jahren Erfahrung ein Experte ist, sondern daß auch das irgendwie eher statistisch verteilt ist... Nach allem, was ich so bei manchen Leuten gesehen habe, die ihre 40 Jahre auch schon auf'm Buckel haben...
    Zuletzt geändert von greyrodent; 20.09.2013, 08:44.

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  • Jule89
    antwortet
    Zitat von greyrodent Beitrag anzeigen
    Noch auf der ersten Seite steht dann aber auch der Beitrag von ??? in dem sinngemäß geschrieben wird "alle Leute, die Bodenarbeit machen, sind Deppen und nur die, die's ganz traditionell angehen, haben überhaupt Ahnung".
    Das stört mich - und im Laufe dieser Diskussion sind diese beiden Dinge immer wieder vermischt worden.
    Ich z.B. hab das gar nicht so rausgelesen. Vielleicht wieder mal ein Fall von "unglücklich formuliert" auf der einen Seite und "in den falschen Hals bekommen" auf der anderen Seite?

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  • Jule89
    antwortet
    @greyrodent: Du warst eigentlich nicht in erster Linie gemeint.

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  • greyrodent
    antwortet
    Zitat von Jule89 Beitrag anzeigen
    Nett, wie hier einigen vorgeworfen wird, alles zu pauschalisieren, in den eigenen Beiträgen aber alle "ewig gestrigen" ebenfalls über einen Kamm geschoren werden!
    Meinst Du mich? Nee, ich beziehe mich auf was anderes. Guck mal auf die erste Seite des Threads. Da beklagt Caspar sich, daß es _reitweisenübergreifend_ immer mehr ziemlich schräge Leute gibt. Was die Gründe dafür angeht, hat CoFan ein paar durchaus zutreffende Dinge geschrieben: Reiten/Pferde ist ein Hobby, das mittlerweile weitaus leichter verfügbar ist als früher. Damit kommen dann natürlich auch die Leute, die eigentlich gar kein gesteigertes Interesse daran haben, sondern es nur in irgendeiner Art "schick" finden oder einen Sinn im eigenen Leben suchen. Die "karrierebewußten" gehen dann in den üblichen Turnierstall (egal ob FN oder Western) und kaufen Glitterzeug, die Hardcore-Tüddler suchen sich 'n "Alternativ"-Stall.
    Noch auf der ersten Seite steht dann aber auch der Beitrag von ??? in dem sinngemäß geschrieben wird "alle Leute, die Bodenarbeit machen, sind Deppen und nur die, die's ganz traditionell angehen, haben überhaupt Ahnung".
    Das stört mich - und im Laufe dieser Diskussion sind diese beiden Dinge immer wieder vermischt worden.

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  • Jule89
    antwortet
    Zitat von Libero34 Beitrag anzeigen
    So startet es und dann fangen Sie schon im Kindesalter an Terrorkinder zu werden und von Stall zu Stall zu ziehen. Bestimmt kommt bald das eigene Pony und Mutti steht hinter der Bande und gibt Tochter am besten selber Reitunterricht
    Ah ja, diese Fraktion kenne ich auch. Am Besten noch dem RL reinquatschen. Das kommt immer gut an

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  • Tambo
    antwortet
    Früher wenn man eine weiße Schabracke Marke Warendorfer Lagen hatte, war man der King.

    Und dann die tollen Stirnbänder diese Zickzackdinger aus Plastik in den Deutschland Farben.

    Aber ich vermisse den teilweise beleidigenden Unterrichtston kein bisschen.

    Ich hatte das Glück dieses Jahr einige Lehrgänge bei wirklich guten Trainern, zu reiten. u.a. João Pedro Rodrigues und Pedro Torres, und es ist ansteckend.....

    Den Unterricht "Zuhause" weiß ich trotzdem zu schätzen. Aber man holt sich immer wieder neue Ideen.

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  • Libero34
    antwortet
    Jule du sprichst mir aus dem Herzen

    und
    Wir wurden schon schief angeguckt, wenn wir mit ner Schabracke ankamen, die keine gedeckte Farbe hatte. Glitzer - gänzlich unbekannt.
    ich muss gestehen ich werde heutzutage immer gesteinigt von meinen Freundinnen wie ich auf Turnier aussehe. Bunt gemischt und zusammengestellt und eben wie nenne ich es gerne "alternativ"
    Für die Mädels immer großes Drama, aber ich sag immer "richtig reiten reicht!" Stimmte bis jetzt auch.
    Wobei ich mein Outfit doch immer mehr verfeinre

    Trotzdem Bandagen und Co. regen mich gar nicht auf solange die Situation im Sattel stimmt.

    Zu wünschen wäre es, dass es wieder mehr Reitschulen wie früher gibt. Die den Kindern was beibringen und das auch außerhalb der Reitbahn. Wir bei uns versuchen es so gut es geht. In den Sommerferien schiebt die RL Sonderschicht und beginnt schon morgens mit Schnupperlehrgängen die quasi nur auf der Stallgasse und in der Box stattfinden!
    ABER dann erlebt man sowas wie Mutter sagt zu mir während meiner Vertretungszeit in der Reitschule "ja aber putzen?... aber die Na. (Pony) ist immer so böse.... ne das möchte die July nicht..."
    Äh?

    Wenn das mein persö. Reitkind gewesen wäre hätte ich direkt gesagt "nicht putzen aber reiten wollen? Tschüss"
    Aber da muss man ja noch Kundenfreundlich sein, also hab ich mich neben das 1,10 Pony gekniet und dem 10 jährigen Rotzding gezeigt wie alles gemacht wird. In der Reithalle wusste sie mir dann zu berichten, dass sie ja später mal zur beritten Polizei gehen wird..... und zum krönendem Abschluß der Spruch "wird die Na. nicht übernommen? Mist dann muss ich die ja absatteln"

    Da hätte ich kurzzeitig am liebsten
    Aber Kundenfreundlichkeit und der Service

    Wir müssen hier nicht diskutieren, dass sowas von den Eltern kommt! Das Mädel war 10 Jahre! Wie kann ich mein Kind so erziehen!? Und das hier ist doch klarer Sachverhalt auf welcher Seite des Zaunes das Kind in 10-15 Jahren steht! Respektlos und das nicht nur gegenüber dem RL und dem Pony, wie soll jemand so ins Arbeitsleben finden?
    Ich war so verärgert, dass ich der Mutter doch geraten habe sie sollte den Reitsport für Ihre Tochter doch mal überdenken und habe mir noch mal 15 Minuten Zeit genommen damit klein July alles, aber auch alles alleine an dem Pony abmacht und das Pony putz "meine Finger tun weh"
    "Egal! Mach weiter die Na. möchte in die Box"
    Als die Haupt RL wieder da war, hatte ich eine Liste gemacht mit Schülern die dringend aussortiert werden musste, hat sie GSD genauso gesehen und July wurde direkt bei der nächsten Stunde "verabschiedet"

    So startet es und dann fangen Sie schon im Kindesalter an Terrorkinder zu werden und von Stall zu Stall zu ziehen. Bestimmt kommt bald das eigene Pony und Mutti steht hinter der Bande und gibt Tochter am besten selber Reitunterricht

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  • Jule89
    antwortet
    Nett, wie hier einigen vorgeworfen wird, alles zu pauschalisieren, in den eigenen Beiträgen aber alle "ewig gestrigen" ebenfalls über einen Kamm geschoren werden!

    Im Übrigen kann ich Caspar & co. nur zustimmen. Ich habe erst vor 18 Jahren mit dem Reiten angefangen (bin 24), also nicht "früher". Ich bin beim Bauern im Nachbardorf reiten gegangen, im Gegensatz zu vielen Bekannten, die in die Sportställe der Umgebung gefahren sind, einfach weil meine Eltern keinen Fahrdienst leisten konnten, und ich mit dem Fahrrad gefahren bin oder gelaufen und 2. weil meine Eltern sich keine Reitstunden für 30€/h leisten konnten bzw. wollten. Der Bauer war früher selbst aktiver Turnierreiter, züchtet und hat nebenbei eben einen kleinen Reitbetrieb. Wir haben bei ihm wirklich alles von der Pike auf gelernt, klar herrschte da auch ein harscher Tonfall, und es wurde einem eindeutig gesagt, wenn man "Scheiße gebaut" hat. War halt so, dass nächste Mal hat mans besser gemacht. Wenn man dann aber ein Lob bekommen hat - das Grinsen hat man die nächsten 3 Tage nicht ausm Gesicht bekommen! Ich weiß nicht, wie viele Jahre ich als TT mitgefahren bin, eh ich selber mal auf Turnier durfte. Bei uns galt halt noch: Zuhause musst du gut reiten können, erst dann geht's aufs Turnier! Sporen: Hab ich glaube das erste Mal mit 16 benutzt, was anderes als Wassertrensen gabs so gut wie nicht. Außer Vorderzeug kannte ich die meisten Hilfszügel nicht, weils die einfach nicht gab bei uns. Ich habe Heu mit gemacht, jedes Wochenende 7 Uhr im Stall gestanden und gemistet - dafür durfte man dann auch mal zum Lehrgang fahren, mit Pferd vom Bauern und auf seine Kosten! Wir wurden schon schief angeguckt, wenn wir mit ner Schabracke ankamen, die keine gedeckte Farbe hatte. Glitzer - gänzlich unbekannt. War Old Style - und das Beste was mir passieren konnte! Auch wenn bei uns Kasernenton herrschte, war der Bauer keinesfalls ein Matcho mit Minderwertigkeitskomplex, Alkoholiker oder verkanntes Genie!

    Ich bin halt so aufgewachsen - das hat mich geprägt. In meinem weiteren Reiterleben bin ich durch verschiedene Ställe gekommen, habe unglaublich nette Menschen kennen gelernt - Westernreiter, Tüddeltanten, Turnierreiter etc. etc. aber eben auch das Gegenteil. Caspar hat das schon richtig ausgedrückt: Die Pferdemenschen werden weniger, egal in welchem "Lager"

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Wenn ich mir das hier so durchlese, ist völlig klar, warum sich immer mehr Menschen von dem old Style abwenden und sich neuen Lernformen zuwenden. Wenn ich mir alleine überlege, welche Schlagzeilen das glühende Hufeisen oder die Peitsche hervorrufen würden und wieviele Anwälte beschäftigen...
    Aber GsD gibt es auch nette und kompetente Ausbilder, die weder Alkoholiker sind, Matchos mit Minderwertigkeitskomplexen, verkannte Genies und hippologisch ewig Gestrige. Ich bin echt froh, daß ich die in meinem Leben getroffen habe.

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