So schlimm ???

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Annemarie
    Ein Gast antwortete
    Wo ist denn Süddeutschland dichtbesiedelt, doch wohl nur um München und die anderen größeren Städte herum ?
    Ich war jahrelang ab 1986 in einem Reitstall, der hatte für 35 Pferde ca. 15 ha Weiden. Es gab dort ca. 20 Reitpferde und 15 Joungster. Auch alle Reitpferde kamen ca.6 Stunden auf die großen Koppeln und das wirklich ganzjährig, 20 Jahre vorher auch schon, Grenze LK LA/MÜ. Für's Heu gab es noch andere Flächen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • ohle
    Ein Gast antwortete
    Ich möchte mal zurück zum Anfangsthema kommen.

    Hier schrieb Caspar "spielt ja keine Rolle, dass er seit 30 Jahren Pferde hält".

    Wie wurden Pferde vor 20 und 30 Jahren denn gehalten?
    In Ständern.
    Boxen, Paddocks oder gar Koppeln gab es keine. Montag war "Stehtag".
    Als ich 1989 das Reiten gelernt habe, kam alle paar Wochen ein Schulpferd zum Schlachter, weil das (unbehandelte) Lahmen zu einem unreitbaren Humpeln geworden war. Auch bei den Privatpferden konnte man einen regen Wechsel beobachten, weil die Pferde nach 1, 2 Jahren nicht mehr liefen.



    Es hat sich einiges geändert. Pferdebesitzer sehen ihr Pferd nicht mehr nur als Reitgerät an. Sie interessieren sich für artgerechte Haltung und Fütterung und fordern dies mehr und mehr ein.
    Auch die Pferdegesundheit hat einen ganz anderen Stellenwert eingenommen. Wir wollen unseren Partner möglichst über Jahrzehnte schmerzfrei reiten können.

    Was bedeutet das aber für die Stallbesitzer? Sie brauchen als allererstes einmal Weidefläche. Fläche, die entweder früher zur Heuproduktion diente - oder Fläche, die schlicht und ergreifend nicht existiert.
    Hinzu kommen Süddeutschlands lehmige Böden, Dauerregen, Schneeschmelze und eine hohe Bevölkerungsdichte.
    Ein reelles, ganzjährig artgerechtes Haltungssystem ist mit diesen Schwierigkeiten auf einer Reitanlage im dichtbesiedelten Bayern mit mehr als 20 Pferden daher kaum möglich.


    Trotz dieser schlechten Grundvorraussetzungen für die Pferdehaltung versuchen Stallbesitzer den Wünschen ihrer Kunden gerecht zu werden.


    Aber was hat das zur Folge?
    Zu viele Pferde auf zu dichtem Raum, die sich die Eisen auf den Matschkoppeln runterziehen, durch Tritte verletzt werden, sich Fesselträgerschäden auf den rutschigen Böden holen. Von der zerstörten Grasnarbe mal abgesehen.

    Es werden "Schlechtwetterpaddocks" gebaut. Ein Alibi-Ersatz für die fehlenden Weiden.
    Aber auch hier gibt es Folgen. Die ständigen Drehbewegungen auf kleinem Raum (was sollen sie sonst auch stundenlang ohne Fressen auf 25 Quadratmetern machen?) belasten Gelenke und Muskulatur. Lange Fresspausen (auch im Sommer, denn das Gras auf den geforderten Weiden ist nach kürzester Zeit weggefressen) fördern die Kolikgefahr.


    Und zu allem Überfluss hat das Ganze auch noch seinen Preis: höhere Lohnkosten durch zeitintensives Raus- und Reinführen, tägliches Misten, saubere Boxen ohne Matratze, weniger Heuwiesen wodurch zugekauft werden muss, höhere Ansprüche der Kunden an die Futterqualität UND 19 % Mehrwertsteuer auf die Boxenmiete obendrauf.


    Die Entwicklung, die in den Reiterköpfen stattgefunden hat, war dringend im Sinne der Pferde notwendig. Ist mit den süddeutschen Vorraussetzungen aber kaum realisierbar.

    Fazit: Unzufriedenheit von beiden Seiten.

    Einen Kommentar schreiben:


  • hufschlag
    antwortet
    Klar funktioniert das, ein 7 jähriges Pferd, dass einen " erfahrenen Pferdemensch" als Besitzer hat, das kann auch ein reiterlich unerfahrener eine Woche lang problemlos Die kann händeln.Die kann das große 1x1. Probleme gibt es immer dann, wenn so jemand ohne Erfahrung sich ein 3 Jähriges, rohes Pferd kauft, damit man zusammen alles lernen kann....

    Einen Kommentar schreiben:


  • isili30
    antwortet
    Zitat von Finy Beitrag anzeigen
    Heute morgen schreib ichs noch, heut abend isses mal wieder passiert. Eins der Halfter spazier Pferde kam mal wieder heimgaloppiert. Töchterchen mit wenig Ahnung ist auf Studienfahrt...Mami und Papi völlig ohne Ahnung ziehen mit dem 6 jährigen Pferd los.Ergebnis vom entspannten spaziergang sind ein völlig verschrammtes pferd mit üblem Ballentritt und herr Papa mit völlig verbrannten Fingern...hoffentlich tuts noch lange weh :-D
    Also manchmal machen es aber diese unerfahrenen Leute besser als "erfahrene Pferdemenschen". Ich war für 1 Woche nicht da, habe ich also eine Freundin, die mit mir angefangen hat zu reiten, gefragt, ob sie sich für diese Woche um meine Stute kümmern könnte. Haben 2 mal getestet ob das klappt, longieren und Umgang ging einwandfrei. Ende vom Lied, Mutter und Bruder haben das Pferd "longiert". Beide haben keine Ahnung vom Pferd, meine Mutter braucht etwa 5 Anläufe um das Halfter anzuziehen. Longieren habe ich zweimal ihr gezeigt, sie hat das dann gleich auch meinem Bruder "beigebracht" . Und die Freundin von mir kam mit dem Pferd nicht klar!!!
    Aber ich lasse meine Family auch nur am Halfter longieren, weil ich weiß, die Stute macht nichts, obwohl auch noch relativ jung mit 7.

    Ich hab meinen Eltern bzw meiner Mutter auch die letze Woche mein Pferd anvertraut, weil ich Prüfungen hatte.
    Und das schlimme daran, eine aus dem Stall hat mir angeboten, sich um meine Stute zu kümmern und bei dieser Frau hätte ich definitiv ein schlechtes Gewissen gehabt, weil sie alles mögliche ans Pferd ranschmiert und Krankheiten erfindet (ihr Pferd hat ja Potential für Grand Prix , aber 7 jährig nicht reitbar) und nachher mir ein schlechtes Gewissen eingeredet hätte, nur weil sie nicht mit ihr klar kommt . So hatte Stuti eine Woche Lotterleben auf der Koppel/Paddock und durfte mit meinen Eltern so noch Spazieren und Grasen. Und hier habe ich widerrum auch kein schlechtes Gewissen, wenn sie mit Halfter losmarschieren, weil ich 1. weiß, die Stute rennt nicht los und falls doch, habe ich meiner Mutter eingetrichtert, das Pferd loszulassen, mein Weib findet auch ohne sie Heim.
    Aber gut, meine Stute, erschreckt sich auch so gut wie nie, bisher immer kontrollierbar gewesen, abgehauen oder losgerannt am Strick auch noch nie, einmal ist der Strick abgegangen auf dem Weg zur Box, naja dann konnte sie eben in ihrem Schritttempo in die Box laufen und musste nicht auf den Haflinger warten, den ich am hinterher schleifen war. Zickt auf der anderen Seite heftig, aber warnt dementsprechend vor mit Ohren anlegen etc., dass meine Mutter mal neben ihr stand und meinte.."ich glaub die will mich beißen" und ich nur "ja das kann gut sein" .
    Zuletzt geändert von isili30; 21.09.2013, 00:44.

    Einen Kommentar schreiben:


  • MIO
    antwortet
    Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber das was meiner Meinung nach zählt ist Toleranz. Ich finde das man bei Reitern ganz deutlich merkt, das Reiten kein Mannschaftssport ist. Viele sind so auf sich fixiert, das sie nicht bereit sind auch nur einen Milimeter auf den anderen zuzugehen, erwarten von der Gegenseite aber meistens absolutes Verständnis.
    Auch mir ist schon mal mein 3 Jähriger beim spazieren gehen abgehauen. Aber ich würde mir jetzt nicht absolute Inkompetenz unterstellen. Auch ist es für mich kein Problem wenn ich in der Halle einem schwächeren Reiter mal Platz mache, auch wenn ich Vorfahrt habe. Das gehört für mich dazu und auch ich war mal ein Anfänger und andere Reiter haben auf mich Rücksicht genommen.
    Was mir Sorgen bereitet und da muss ich einigen hier zustimmen, ist der sorglose Umgang mit dem Pferd.
    Heute bin ich in den Stall gekommen, am Anbindebalken draußen standen 3 Pferde die sich gegenseitig angegiftet haben und mittendrin saß ein 14 Monate altes Mädchen auf dem Putzkasten ihrer Mutter mit Brot in der Hand. Zwischendurch ist sie dann zwischen den Pferden rum gesprungen. Da frage ich mich wo der gesunde Menschenverstand geblieben ist und wünsche dem Kind 1000 Schutzengel!

    Einen Kommentar schreiben:


  • CoFan
    antwortet
    Herrjeh, es ist wirklich mal wieder so ein typisches - man kann nur in Extremen äh "diskutieren"-Topic.
    Das ist teils belustigend, aber teils auch wirklich nervig.

    Natürlich ist es legitim, sich nach einem Schulbetrieb umzuschauen, bei dem die Pferde ordentlich gehalten werden. Im Gegenteil, wir wissen doch alle wie schwer es ist, so etwas finanziell auf die Reihe zu bringen mit ordentlichen Bedingungen für Schulpferde - also ist es doch gerade bei denjenigen, die wissen was ein Pferd braucht Pflicht, genau dahin zu gehen, wo es auch für die Pferde stimmt.

    Ja, Kinder und Erwachsene müssen natürlich ein "Nein" akzeptieren, Regeln befolgen und auch Kritik, die in normalem Ton rübergebracht wird akzeptieren. Wer würde das denn bezweifeln? Kritikfähigkeit ist keine Einbahnstraße und gehört zu den Basis-Fähigkeiten für das Funktionieren einer Gesellschaft.

    Aber: Nein, ich will nicht angebrüllt werden, ein heißes Hufeisen nachgeworfen bekommen oder mit der Gerte traktiert werden. Und meinem Kind würde ich sowas auch nicht zumuten (wenn ich eines hätte). Denn ich wollte nicht, dass mein Kind lernt, das wäre normales entschuldbares Verhalten. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell und leicht Kinder etwas lernen oder einfach nur kopieren. Schaut Euch doch Eure Fohlen an, wie schnell die von ihrer Mutter oder dem Rest der Herde lernen. Das funktioniert bei Menschenkindern ebenso.

    Ich frage mich übrigens, ob die Verfechter der "ach was, das hat doch nix geschadet" Fraktion mir tatsächlich erklären wollen, dass Menschen, die ihre Emotionen und Launen dermaßen nicht unter Kontrolle haben, immer souverän und fair mit den Pferden umgehen können.

    @Silas Wenn mir Eltern erzählen, dass ihre Tochter ganz verrückt auf Pferde ist, rate ich immer dazu, mit Voltigieren anzufangen. Das geht schon früher, ist nicht so kostenintensiv, schafft Zeitpuffer um zu sehen ob es ihnen ernst ist, und sie lernen viel dabei. Sowohl den Umgang mit dem Pferd, wie auch Sicherheit auf dem Pferd.

    Einen Kommentar schreiben:


  • maulwurf
    antwortet
    @see you: man muss diese Einstellungen ja nicht teilen. Klar, vielleicht wuerde man mit dem ein oder anderen grade lieber nen Kaffee trinken, aber das geschriebene Wort ist immer so eklig unpersoenlich. Von Auge zu Auge sind viele Aussagen mit Gestik, Mimik und "Ton" sicherlich um einiges anders zu werten :-)

    Einen Kommentar schreiben:


  • Tambo
    antwortet

    Einen Kommentar schreiben:


  • Britta-Lotta
    antwortet
    Zitat von linchen1206 Beitrag anzeigen
    Wie kann man denn das reiten spielerisch lernen? Kritik gehört da aber schon dazu, oder? Nicht bös gemeint!
    Natürlich gehört Kritik dazu! Aber dem alter angemessen!?

    Einen Kommentar schreiben:


  • see you
    antwortet
    Mir verdirbt dieser Thread nicht die Freude an den Pferden, sondern die Freude am Horse-gate. Es widert mich an, diese Einstellungen von "glühende Eisen hinterherschmeissen war super" bis "Waldorf-Namen-Tanzen-Pädagogik ist super". Alles Extreme, die ich furchtbar finde und ich dachte auch, wie einer schrieb (Tabbo??), dass alles inzwischen ein bisschen offener geworden wäre. Ich gucke hier wirklich oft rein, aber irgendwie immer mit einem Scheiß-Gefühl, was das hier für Einstellungen sind, in diesem Thread.

    Werde hier, in diesem Lifestylethread, nicht mehr weiterlesen sondern nur noch in Sachthemen. Habe keine Lust mehr auf diese Ansammlung von Lebenseinstellungen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • King George
    antwortet
    das problem ist auch die alternative erziehung der kinder in der heutigen zeit....

    wenn man kindern etwas sagt, kommt zu 99% erst einmal ein satz mit "aber" am anfang.......mach mal bitte den putzplatz sauber.....antwort: aber ich habe den doch nicht alleine dreckig gemacht gerne höre ich so ein "aber" auch im unterricht

    das hätte ich mir bei meinen eltern mal erlauben sollen

    und ja, mein sohn ist auch so erzogen, das wenn ich etwas sage, das ohne kommentar gemacht wird

    Einen Kommentar schreiben:


  • Guilde
    antwortet
    Habe mich hier nach Caspars Eingangsbericht durch die 21 Seiten weiter durchgelesen. Hier kam die Frage auf, warum man als SB die Einsteller nicht annimmt, die nicht ins Konzept passen. Kurz und knapp: Man kann nach einer Stunde Rundführung und Beschreibung, wie man die Anlage führt, den Leuten nur vor den Kopf schauen und muß dem, was gesagt wird, Glauben schenken. Auch beim 2 Gespräch.

    Da hier das 2. Argument Führung des Betriebes kam, tja, ich glaube, selbst wenn man die Hofordnung bespricht, sie aushändigt vor Einstell-Vertragsunterzeichnung zum Durchlesen in Ruhe, heißt es bei weitem noch nicht, daß sich dran gehalten wird.

    Die Entwicklung war abzusehen, ja auch für uns, da ich von ehrenamtlichen Unterricht für Kiddis bis hin zum Mobilen auch in unterschiedlichsten Ställen bin. Freizeit- wie Turnierreiter.

    Wenn ich in einem Pensionsstall mit 80 bis 120 Pferden und verschiedenen Stalltrakten stehe, kann ich den Menschen aus dem Weg gehen, wenn es nicht paßt. Als SB geht es nicht und ich muß sehen, daß Ruhe in die Angelegenheit kommt.

    Ich wünschte mir manchmal, daß drüber nachgedacht würde, daß es auch immer weniger SB´s gibt, die das ganze mit Herzblut betreiben, das Risiko und die jahrelange Vorplanung eingehen, so etwas aufzubauen und 7 Tage die Woche, in unserem Fall von morgens um 6 Uhr bis abends 23 Uhr rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

    Leider wird ein Danke bei Wünschen oder eine freundliche Anfrage schon zu viel. Die normalen höflichen Umgangsformen werden weniger, ebenso der Respekt und das freundliche Miteinander. Ellenbogen wie im Berufsleben werden auch im Bereich Freizeit in alle Richtungen ausgestreckt.

    Kurzum, nach 2 Jahren Einstellern, haben wir uns entschlossen, keine mehr zu nehmen. Ich bin tolerant, offen, verfüge über jahrelanges Pferdewissen, gebe nur Input, wenn ich gefragt werde, aber bin es müde, ausgenutzt zu werden, täglich bombadiert zu werden, hinter her zu räumen, putzen oder telefonieren. Wenn dann noch die Stallmieten geprellt werden und der Anwalt sagt, daß ist bei jedem 5 Einsteller schon fast so, daß nicht vollständig, gar nicht oder bei Kündigungen gemauschelt wird, dann war das unser i-Tüpfelchen.

    Zum Glück sind wir nicht als Verdienstquelle angewiesen, im Gegenteil, mit Reithalle und nur 6 Boxen, ist das eine Milchmädchenrechnung und finanziert nicht mal meine eigenen Pferde. Somit werde ich mich wieder auf Beritt und den weiteren Umbau hier konzentrieren und guter Dinge außerhalb Unterricht geben.

    Einen Kommentar schreiben:


  • linchen1206
    antwortet
    Wie kann man denn das reiten spielerisch lernen? Kritik gehört da aber schon dazu, oder? Nicht bös gemeint!

    Zum restlichen Thema: Ich bekomm Stalltratscherei, "Alternativlinge" und auch "Sternchen am Turnierhimmel" nur sporadisch mit, da ich zu jener Fraktion gehöre die in den Stall kommt, reitet und wieder verschwindet.

    Das was ich aber mitbekomme ist oft schlimm genug. Von den E-A-Dressur Freizeitpferden, die ja nun zum Turnierpferd werden müssen und der neue Wundertrainer durch Rollkur und grobe Handeinwirkung das Pferd doch endlich in die richtige Haltung bringen soll, über den "Turnierreiter" mit 7 Pferden, der seine Pferde weder warm noch abgeht, sondern teilweise im Winter aus der Box freispringen lässt und verschwitzt dort wieder hinstellt. Und ich hasse die Tante mit ihrem Palomino-Schecken Pferd, die meint, sie müsste immer wie wild mit dem Strick an ihrem Knotenhalfter wedeln, wenn das Pferd mal irgendwie die Ohren spitzt. Einmal hätte sie dabei beinahe meinen neben dem Reitplatz angehängten Hund erwischt, da hab ichs ihr schonmal nett gesagt, dass sie das lassen soll, da sich der Hund ziemlich gefürchtet hat. Nachdem sie das vor meinem grade erst angekommenen, nervösen dreijährigen Pferd gemacht hat, den ich warmgegangen bin, hab ich ihr mal die Meinung gegeigt... Deren Kinder sind übrigens für den Stall nicht tragbar: Rennen wie irre durch die Stallgasse, schreien und kreischen, haben meinen todbraven, gutmütigen Hund durch den Stall solange gejagt, bis er sich knurrend hinter mir versteckt hat und ich gesagt hab, dass es reicht (hätte ich das früher mitbekommen, hätt ich eher was gesagt). Von den Eltern kam hierzu kein Ton, weder zu den Kindern noch zu mir!!! Das ist einfach ein respektloses und auch gefährliches Verhalten! Dann hab ich noch eine die ihr Pferd bei 14Grad plus mit der Superwinterdecke eindeckt, weil die Maus könnte ja frieren, aber beim Zirkuslektionenlehrgang bei -10grad ohne Decke 20 Minuten lang Fotos schießt???!! Verkehrte Welt.

    Ich könnte auch eine eigene Erfahrung mit einem Guru der Barockreiterei kundtun, aber um den Beitrag nicht zu sprengen, lass ichs mal, vielleicht später

    Verrückte gibts überall, aber irgendwie häufen die sich im Reitsport. Ich glaube, es gibt leider auch viele Extreme und was extrem ist, ist selten gut, verabsäumt man es doch sehr leicht über den Tellerrand zu schauen. Ich bin auch von der Fraktion leben und leben lassen, melde mich aber zu Wort, wenn ich sehe, dass ein Tier wirklich gequält wird, oder es gefährlich für mich, den anderen oder mein Pferd werden kann. Das sind einfach die Grenzen, wo meine Toleranz endet. Das Lebewesen Pferd muss auch als solches behandelt werden und nicht als Kinderersatz, Ehrgeizbefriedigungsmaschine oder Statussymbol. Man sich den Gefahren im Umgang bewusst sein und darf sie nicht unterschätzen. Oft fehlt wirklich das Fachwissen zum Thema Pferd, Reiterei und Ausbildung. Vielleicht mangelt es an fähigen Lehrern, vielleicht ist es aber auch eine Entwicklung des Reitsports an sich. (Abwenden von der "tierquälenden" Turnierreiterei hinzu Alternativen).

    Einen Kommentar schreiben:


  • Britta-Lotta
    antwortet
    Zitat von silas Beitrag anzeigen
    Ob in einem Stall die Pferde in der Box gehalten werden oder nicht, messe ich am Gesamtkonzept. Schulpferde koennen durchaus mehrmals am Tag eingesetzt werden, auch das kann man nur beurteilen, wenn alle Gegebenheiten bekannt sind. Verlangst Du von den Betreibern einer Reitschule das betriebswirtschaftliche Gesamtkonzept, oder bist Du Fachfrau in Sachen Pferdehaltung und -einsatz?
    Weißt Du Silas, ich habe unseren Rentner nicht ohne Grund 25 km von unserem Wohnort stehen. Ich mache mir schon ein bisschen Gedanken über Pferdehaltung.

    Der besagte Stall, hat damals die Ständer rausgerissen und winzige, dunkle Standartboxen gebaut. Es gibt keine Fenster und wenig Licht. Ob die Pferde nun eine oder drei Stunden am Tag gehen, das interessiert mich doch gar nicht. Ich finde halt, das auch Schulpferde mal Koppelgang verdient haben, was in diesem Stall nicht möglich ist. Außer die (leider auch) sehr kleine Reithalle, ihre Box und vielleicht mal bei Lust und Laune des Reitlehrers den Außenplatz, sehen diese Pferde wenig!
    Mag für Dich völlg okay sein, für mich ist das ein no-go! Tut mir leid, das ich da sehr ungerne Kompromisse mache und ich bin mir sicher, das in unserer Umgebung Ställe sind, die es mit der Haltung der Schulpferde etwas anders handhaben!

    Damit bin ich jetzt auch raus, ich fahre nämlich gleich in den Urlaub.
    Zuletzt geändert von Britta-Lotta; 20.09.2013, 14:21.

    Einen Kommentar schreiben:


  • silas
    antwortet
    Ganz grundsätzlich halte ich von Kindern unter dem 10. Lebensjahr auf dem Pferd gar nichts. Um mit dem Lebewesen Pferd / Pony umzugehen, braucht es eine gewisse Körpergrösse und -spannung, auch Gleichgewicht und Motorik sollten entsprechend entwickelt sein.

    Ein Kind / Reitschüler muss in der Lage sein, Anweisungen zu befolgen und muss auch das Wort Nein akzeptieren können.

    Dabei geht es nicht um autoritäre Strukturen, sondern um Situationen der Gefahrenabwehr, die ein Kind nicht unbedingt einschätzen kann, die beaufsichtigende Person schon.

    Alles andere hat eher therapeutische Züge.

    Ob in einem Stall die Pferde in der Box gehalten werden oder nicht, messe ich am Gesamtkonzept. Schulpferde koennen durchaus mehrmals am Tag eingesetzt werden, auch das kann man nur beurteilen, wenn alle Gegebenheiten bekannt sind. Verlangst Du von den Betreibern einer Reitschule das betriebswirtschaftliche Gesamtkonzept, oder bist Du Fachfrau in Sachen Pferdehaltung und -einsatz?

    Ohne Kompromisse wirst Du nicht weit kommen - und Du scheinst wenig kompromissbereit zu sein.
    Sorry, aber Du drehst Dich permanent im Kreis, ich bin dann jetzt hier raus.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Britta-Lotta
    antwortet
    Natürlich werde ich DEN perfekten Reitstall nicht finden. Aber ein Reitlehrer der keine (Klein-)Kinder anbrüllt und ein Stall wo auch Schulpferde Freizeit haben, finde ich in der heutigen Zeit angemessen! Du nicht?


    Ich habe mein Kind übrigens auch im Kindergarten, in dem ich nicht alles perfekt finde. Kann ich wunderbar mit leben, weil sie sich wohlfühlt. Und das ist wohl das wichtigste!

    Einen Kommentar schreiben:


  • silas
    antwortet
    Nein, nicht ironisch.

    Du wirst nur ùberall nicht DEN perfekten Stall / RL vorfinden, Du wirst Kompromisse machen müssen, Du kommst mit Deiner Sicht sehr schnell an Grenzen.

    Dein missionarischer Eifer in Ehren, aber irgendwie wirst Du immer unzufrieden sein, denn andere Sichtweisen willst Du anscheinend nicht akzeptieren.

    Du bist genau der Typ "Reitkindmutter", der das Geschäft so schwierig macht. *ups* - meine Wahrnehmung.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Britta-Lotta
    antwortet
    Zitat von silas Beitrag anzeigen
    Du kannst ja mit der Dame entsprechend überzeugende Sachgespräche fùhren, vielleicht ändert sich dann etwas in die von Dir angestrebte Richtung.

    Mal sehen, wie weit Du kommst.
    Leicht ironisch, was?
    Ich verlange von niemanden meinen Standart (Kinderunterricht ohne brüllen und mit Geduld, Koppelgang für Schulpferde und keine 20 Stunden-Gitterboxhaltung, ... anzunehmen) Ich würde ganz gerne mit gutem Gefühl mein Kind beim Reitunterricht abgeben, da achte ich auch auf den Umgang mit den Pferden und altersgemäßen Umgang mit (Klein-)Kindern. Auch wieder falsch, oder was?! Ich finde "die von mir angestrebte" Richtung, hat ziemlich wenig mit der "Eierlegenden Wollmilchsau" zu tun, sondern um ein angemessenen Umgang mit Kind und Tier! Und dafür zahle ich auch gerne seinen Preis!
    Zuletzt geändert von Britta-Lotta; 20.09.2013, 13:39.

    Einen Kommentar schreiben:


  • CoFan
    antwortet
    Zitat von maulwurf Beitrag anzeigen
    Aber um nochmals auf den Anfang zurückzukommen:
    Dann ist bald wirklich Ruhe auf jedem Hof. Denn dann können nacheinander alle zusammenpacken. Erst die Pensionsställe (die gerne mal die eigenen Pferde durch die Einsteller mitfinanzieren lassen), dann die Aufzuchtställe (dort steht durchaus auch Junggemüse in Pension) und zuletzt die Züchter (kauf ja keiner mehr was). Nur noch Eigenbedarf im eigenen Stall. Soll es wirklich so aussehen? Ich tausche mich fürchtbar gerne aus, solange das Gespräch nicht unter die Gürtellinie geht. Und in jedem Stall findet man solche Leute, wenn man nur ein wenig feinfühlig ist.

    Warum hat man dann noch Einsteller, wenn sie einem eh alle nur auf den Sack gehen?
    Warum gibt man Unterricht, wenn man nur noch gefrustet ist?
    Warum züchtet man, wenn das Klientel für die Zuchtprodukte immer Unwissender zu werden scheint und man eigentlich gar nicht an Tüddeltanten verkaufen will? Irgendwo muss dieser Personenkreis doch auch eingekauft haben.


    Leben und leben lassen und dann funktioniert es auch gemeinsam in einem Stall. Meine Meinung.
    Ganz viele "Likes" von mir

    Ich frage mich wirklich, warum niemand in der Lage ist zu erkennen, dass man sich mit dieser Haltung sozusagen selbst abschafft.

    Es ist im Pferdebusiness wie bei den Friseuren - es gibt es schlicht und ergreifend nicht ohne die Menschen ganz nah dabei zu haben. Der Friseur kann ja auch nicht zum Kunden sagen, lass Deinen Kopf hier, ich mach Dir dann die Haare. Ich entscheide über Farbe und Schnitt, wenn's Dir nicht passt stimmt was mit Deinem Geschmack nicht.

    Einen Kommentar schreiben:


  • caspar
    Ein Gast antwortete
    Warum muss denn ein Kind reiten, wenn es vom Pony runter k.... ?
    Weil Mama es als Kind nicht durfte ?
    Vielleicht hatte da jemand erkannt dass auch sie nicht die Talentierteste war und zudem Angst hatte.
    Es muss nicht jeder Reiten.
    Auch ich habe schon empfohlen es doch lieber dem Pferd und dem Kind zu ersparen.
    Da wäre ich beinhahe gefressen worden.
    Mangelndes pädagogischen Feingefühl.
    Da pfeif ich drauf !
    Gradlinigkeit und konkrete Ansage ist heutzutage sowieso Mangelware.

    Oh, man könnte ja diesem oder jenem zu nahe treten und blablabla....

    Einen Kommentar schreiben:

Andere Threads aus dieser Foren-Kategorie:

Einklappen

Themen Statistiken Letzter Beitrag
Erstellt von Sabine2005, 30.04.2025, 16:02
173 Antworten
5.855 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Charly
von Charly
 
Erstellt von Sabine2005, 31.03.2022, 18:12
183 Antworten
11.091 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Rigoletto
von Rigoletto
 
Erstellt von Sabine2005, 19.09.2021, 19:49
47 Antworten
9.003 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Nachtschatten  
Erstellt von Sabine2005, 07.09.2026, 16:32
16 Antworten
871 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Sabine2005  
Erstellt von Eisenschimmel, 26.10.2013, 23:06
10.889 Antworten
164.324 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Ramzes
von Ramzes
 
Lädt...