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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ZfdP - Ruf, Erfahrungen, Vermarktung



Aquila
03.07.2009, 12:56
Hallo @all.

Ich hätte gern mal allgemeine Meinungen zum ZfdP gehört, in Bezug auf den Ruf / Ansehen (der Pferde) und die Vermarktungsmöglichkeiten...

Ich hoffe, das ist in dieser - sachlichen!! - Form hier als Thread erlaubt...? :blush2:
Geht ja um Meinungen und Erfahrungen....

Der ZfdP wird ja immernoch von den konservativen Verbänden sehr stiefmütterlich behandelt.
Man hört auch oft, dass Pferde dieses Verbandes allgemein als qualitativ niedrigerwertig angesehen werden. So nach dem Motto: wenns nix taugt, geh dahin, die tragen alles ein :rolleyes2:
Ich überlege gerade mit meiner (Rhld) - Stute dort einzutreten. Hauptsächlich wegen ihres diesjährigen Stutfohlens...
Und auch nicht etwa, weil meine Stute nu nix taugt :rolleyes2: Das hat ganz anderen Grund, zur Beurteilung ist es ja gar nicht gekommen.
Aber das ist eine längere Geschichte.:(

Wird dieser Verband, der ja meiner Beobachtung nach mehr und mehr im Kommen ist - noch immer so abfällig betrachtet?
Verkaufen sich die Nachkommen tatsächlich noch immer schlechter, bzw. zu deutlich niedrigeren Preisen? Hierbei beziehe ich mich aber nur auf "normalbegabte" Pferde. Für den Freizeitreiter halt, oder den ländlichen Turnierreiter, der z.B. max. im A-L - Bereich startet... So in der Art halt.
Dass Pferde des ZfdP im Bereich der Spitzenpferde sicher preispolitisch -noch- nicht mit den ren. Verbänden mithalten kaönnen, ist mir durchaus klar... ;)

Oder mal anders ausgedrückt (für meinen konkreten Fall):
Lieber Vorbuch (also nichtmal Stutbuch II) in der Kat. Kleines Reitpferd beim Ponyverband, oder dann doch lieber Stutbuch I (wie HStB) beim ZfdP???

Das wären meine beiden Möglichkeiten.....
Was würdet ihr sagen??

Freue mich über zahlreiche - sachliche - Meinungen...

Kareen
03.07.2009, 13:02
Eins ist klar: Spitzenpferde bekommt man immer verkauf, egal ob und was für ein 'Stempel' drauf ist. Im 'Normalpferdebereich' wird allerdings von den Käufern meiner Erfahrung nach schon sehr darauf geguckt wo es eingetragen ist. Die Renner sind da bei uns nach wie vor Hannover gefolgt von Holstein, Westfalen, Rheinland und Oldenburg. Die anderen Verbände werden zumindest bei uns fast nie gefragt oder ausdrücklich gewünscht. Ich hatte aber auch noch nie eine Anfrage, in der irgendein Brand ausdrücklich nicht gewünscht war.

Aquila
03.07.2009, 13:10
@Kareen:

Gab es denn bei Dir schon ZfdP-Pferde, bzw. hast Du die Erfahrung gemacht, dass bei einem ZfdP- Pferd gleich das Interesse nachließ, oder gänzlich gar nicht mehr bestand?
Oder irgendwelche Reaktionen in der Art...?

Irislucia
03.07.2009, 13:35
Der Ruf des ZfdP ist meiner Meinung nach wirklich eher mäßig. Ob das wirklich im Verband selbst begründet liegt bezweifel ich mal. Habe eher den Eindruck, dass die Meinung vorherrscht, da würden sportlich gesehen nur zweitklassige Pferde eingetragen.

Der Meinung von Kareen schließe ich mich auch an, bezüglich der nicht vorhandenen Nachfrage nach einem ZfdP-Stempel. Aber eben auch, dass sich ein gerittenes Pferd auch mit diesem Brand verkaufen lässt, sofern die Leistung stimmt.
Beispiel dazu: Habe vor Jahren meinen ZfdP-Wallach verkauft (A gewonnen, L platziert in beiden Sparten). Da hat es geholfen drauf hinzuweisen, dass er nur deswegen beim ZfdP eingetragen wurde, weil er einen Trakehner Vater und eine Holsteiner Mutter hat und keiner dieser Verbände den Anderen im Papier stehen haben will. ;)

Kareen
03.07.2009, 13:52
Doch so zwei, drei Mal hatte ich schon ZfDP-gebrannte Pferde im Angebot. Ich konnte zwar keines davon verkaufen aber das hat nicht am Brand gelegen sondern an anderen Faktoren. Einmal passte nur der 'TÜV' nicht, einmal war das Pferd reiterlich nicht sooo leicht bedienbar, was den Kaufinteressenten abschreckte und einmal gefiel einfach ein anderes Pferd besser.
Für Zuchtinteressierte ist es sicherlich eher interessant als für reine Reiter. Einen Hengst der ZfDP gekört ist muss ich aber auf jeden Fall als Reitpferd vermarktet bekommen und wenn er nicht gerade S-Seriensieger ist oder schon weiß Gott was für Nachzucht auf dem Zettel hat, kann man ihn eigentlich vom Vermarktungsaspekt her besser gleich kastrieren lassen weil es in der Zucht nach wie vor die Masse macht und ein Hengst, der für weit über 30Tsd. Warmblutstuten gar nicht in Frage kommt weil ihm die HBI-Anerkennung für die großen Stutbücher fehlt, ist einfach als Zuchttier wenig bis gar nicht interessant.
Anscheinend hat sich beim ZfDP aber die letzten Jahre auch sehr viel getan in Sachen Qualitätsmanagement. Jedenfalls finde ich, dass die Zuchtprodukte heute im Schnitt besser sind als Anfangs und es ist auch nicht mehr so, dass man einfach nur mit den Abgekörten zum ZfDP laufen muss, um noch 'irgendeinen Stempel' draufzukriegen.
Genaue Erfahrungen dazu fehlen mir aber mangels eigener Beteiligung. Ich war schon immer Hanno und wenn nicht irgendwas ganz ganz schlimmes passiert, werden ich auch immer Hanno bleiben *LOL* Deswegen kann man sich aber ja trotzdem über andere Verbände auf dem Laufenden halten und muss keinen Tunnelblick kriegen :)

Pony
03.07.2009, 14:11
Also, als ZFDP Mitglied möchte ich dazu folgendes sagen: der ZFDP hat in den Anfangsjahren sicher viel mehr minderes aufgenommen-bzw. ist zu ihm gekommen-als er es jetzt tut. Er brauchte in seinen Gründungsjahren ja auch Mitglieder......wie andere auch!
Der Ruf er nähme alles an, kommt wohl noch aus dieser zeit. fakt ist:
1)der ZFDP arbeitet Deutschlandweit, ist also kein regionalverband, und er akzeptiert Pferde aus anderen Verbänden ebenso wie seine eigenen Tiere. Er überläßt, im Gegensatz zu den Regionalverbänden die Auswahl des Hengstes dem Züchter, mischt sich hier nicht ein, und es gibt auch nicht diese "Strafgebühren" wenn man Hengste/Stuten aus anderen Zuchtgebieten benutzt. Für mich ein ganz wichtiger Faktor. a) des Geldes wegen b) bin ich selbst sehr freiheitsliebend, und lasse mir nicht gern in meine Zuchtarbeit dreinreden.
2) der ZFDP kört und benotet mittlerweile mindestens! so streng wie alle anderen auch!
In der Körkommission sitzen aktive Pferdezüchter und Sportler, die wissen was sie tun. Der Zuchtleiter kommt vom Trakehnerverband, und ist über Deutschlands Grenzen hinaus hochgeschätzt! Seine sehr faire und sachliche Art mit Mensch und Tier umzugehen findet großen Anklang.

Das man heute noch den ZFDP gerne als 2.klassig hinstellen möchte liegt wohl am meisten an den allgemeinen Problemen, die alle Verbände haben; dem Mitgliederverlust. Viele Mitglieder wählen beim Verbandswechsel den ZFDP,- und da liegt es doch nahe, das "man" das irgendwie versuchen muß zu verhindern:blush2:

Ich selbst habe bereits einige Verbände "getestet" in meiner Züchterlaufbahn, und bin "freiwillig" dem ZFDP beigetreten als ich mir die Körungen und Schauen einmal angeschaut hatte, und Gespräche mit dem Zuchtleiter und anderen ZFDP´lern führte. Heute muß ich sagen, wenn ich zurückschaue,- es war die beste Entscheidung die ich treffen konnte!
Ich habe viel Geld eingespart, bin anständig und fair behandelt worden, und befinde mich in guter Züchtergesellschaft! Es sind viele sehr gute Zuchtstätten im ZFDP wiederzufinden,- warum sollten die sich dafür entscheiden, wenn sie sich nicht gut aufgehoben fühlen würden?

Ich kann nur empfehlen, macht es wie ich damals, geht auf Zuchtschauen und Körungen des ZFDP, und redet mit dem Zuchtleiter, bzw. dem jeweiligen Landesgruppenvorsitzenden! Macht euch eure eigene Meinung über den Verband!
Was den Absatz betrifft, habe ich noch nie eine bessere Resonanz auf meine Tiere bekommen als seit der ZFDP Zeit. Ich habe das Gefühl, das hier die Leute in den letzten Jahren schon mehr auf die Qualität des einzelnen Tieres schauen, als wie auf den Verbandsbrand. Außerdem lassen sich die Leute nicht mehr so einschüchtern, als vor der EU Zeit. Sie sind eigenständiger geworden, und wägen mehr ab, was ihnen selbst gefällt, und was nicht, sind sich also mehr um ihre Züchterischen Freiheiten bewußt.
Diese Zwangsjacke die mancher Verband seinen Mitgliedern anzieht, die funktioniert nicht mehr so gut wie einst.
Einige Verbände kämpfen ums nackte Überleben, da tut jedes fortgelaufene Mitglied weh. Und da ist es schon dem einen oder anderen ein Dorn im Auge, das der ZFDP, grade weil er Deutschlandweit tätig ist, hier als "Konkurrenzverband" gesehen wird, schließlich wächst dieser stetig:)

lg. S.K.

Aquila
03.07.2009, 14:24
@Kareen:
also hast Du nicht direkt die Erfahrung gemacht, dass Deine Interessenten bei einem ZfdP-Pferd gleich "nein danke" sagen...?
Dann bin ich ja schon etwas beruhigter....
Wie ist es mit Zuchtstuten?? bzw. potentiellen Zuchtstuten? Bzw. hast Du den Eindruck, dass jemand, der vielleicht auch mal ein Fohlen ziehen will lieber nicht ZfdP nehmen würde...?
Dass ein REINER Züchter natürlich lieber Hann, Old, Westf etc. nehmen würde, ist klar. Aber es gibt ja doch sehr viele, die lieber eine Stute kaufen, UM halt die Option auf -späteren- Zuchteinsatz zu haben.
Hast Du da Erfahrungen / Reaktionen auf ZfdP-Stuten gemacht?

@irislucia
Das mit dem mäßigen Ruf habe ich in den Jahren halt auch so mitbekommen / empfunden.
Und eben das mit den zweitklassigen Pferden...
Habe ja z.B. gesehen, dass da für das Zuchtbuch "Deutsches Pferd" sogar Traber eintragungsfähig sind...
Wo ich natürlich auch gedacht habe : hm....
Ohne jetzt die Traber "niedermachen" zu wollen :cool: Soweit ich weiß hatte ja sogar die berühmte Halla Traberblut :rolleyes2:
Aber dass das natürlich bei vielen auf -sagen wir mal Zurückhaltung stoßen dürfte, ist auch klar.
Aber WAS in dem Pferd drinsteckt ist ja letztlich über den Abstammungsnachweis ersichtlich...
Aber das "Naserümpfen" gibts dann wohl doch in Bezug auf den ZdfP :(
Übrigens, ist bei meiner ähnlich wie bei Dir :)
Rheinländer Stute, über 1,60, zu tollem Anglo-Araber gegangen (von Matcho aus xx-Mutter), der beim Ponyverband eingetragen und dort sogar Prämien- und Elitehengst ist mit toller Nachzucht und stets auch immer noch im Ranking der Nachzucht-LGS.
Fohlen sollte aber für "Eigenbedarf" sein. (ich kenne den Hengst und mehrere tolle Nachkommen "persönlich")
Die Mutter wollte ich dann als Kleines Reitpferd beim Ponyverband eintragen lassen. Hat ja volles Pap.
Wurde mir von jemandem vom Verband auch gesagt, dass das geht, aber wegen der Größe halt nur Stutbuch II. Wäre ja für die Tochter dann nicht tragisch gewesen.
Aber Pustekuchen!
Wäre ich zu nem PONYhengst gegangen (und nicht einen dort gekörten und eingetragenen Anglo-Araber) wäre das ja gegangen, wurde mir dann am Brenntermin gesagt, aber soooo ja nicht!
Da müsste ich es dann beim Warmblut-Verband (Rhld in diesem Fall) versuchen...
Dort würde aber der Hengst nicht anerkannt, weil ja zu klein! Und auch nicht dort eingetragen :angry:
GANZ toll!
Wobei ich nicht GANZ verstanden habe, was es für die Stute selbst, bzw. ihre Eintragung von Relevanz ist, von welchem Hengst das Fohlen ist... Ich meine, wenn ich sie nu ZUERST zu nem Reitpony gebracht hätte, sie eingetragen worden wäre und DANN erst zu dem AA...? Wat denn?
Oder wenn sie jetzt nochmal eins von nem Ponyhengst bekommt?
Wat denn???
Naja, aber deshalb eben die Überlegung ZfdP....

Würde mich über weitere Erfahrungswerte und Meinungen freuen.

Aquila
03.07.2009, 14:36
@Pony
Ja, den Eindruck, dass der ZfdP immer mehr im Kommen ist, habe ich ja durchaus auch...
(siehe oben).
Dann sind die also auch jetzt erheblich mehr auf Qualität bedacht als ihnen vielleicht nachgesagt wird...?
Also kann man durchaus vermuten, dass der Verband sich auf längere Sicht vielleicht doch noch weiter und besser etablieren dürfte...?

Dass die konservativen, renommierten Verbände diese Entwicklung natürlich nicht so gern sehen, ist auch verständlich. :rolleyes2:

Ich habe da wegen meinem etwas "kniffligen" Fall auch schon angerufen und muss schonmal rein menschlich sagen, dass die Dame, die ich da am Tel. hatte super-nett war und auch geduldig und hilfsbereit.
Und ich war auch erstaunt, dass die in den gleichen Pferdebestand reinschauen konnte! Sie konnte mein zum Brenntermin beim Ponyverband ja gemeldetes Fohlen nebst Abstammung jedenfalls in ihren Daten schon finden. Da war ich ganz überrascht ;) Sie sagte den Namen des Fohlens, da war ich natürlich baff.
Sie konnte aber auch gleich sehen, dass der Vater den für den ZfdP in diesem Fall wohl erforderlichen 100-Tage -Test hatte usw.
Da fühlte ich mich jedenfalls schon mal "gut aufgehoben"....

Du würdest mir demnach also ZfdP klar empfehlen :)

Ginella NB
03.07.2009, 14:38
wie sieht das aus, wenn ein ZFDP-gekörter Hengst in anderen Zuchtgebieten (z.b. Oldenburg) zugelassen wird?

wird der dann von den OL-Züchtern von vorneherein eher gemieden?

Kareen
03.07.2009, 14:43
Nö, von den Kaufinteressenten die für sich selbst ein Sportpferd suchen rümpft da keiner die Nase (vorausgesetzt das Pferd gefällt ihnen qualitativ und von der Chemie her). Wer vielleicht die Nase rümpft sind entweder Weiterverkäufer (Ausbildungsställe, 'Investor-Käufer') oder gewinnorientierte Züchter. Den Hobby-Besitzern ist es in erster Linie wichtig, dass sie überhaupt ein Papier für das selbstgezüchtete Fohlen bekommen und das ist beim ZfDP ja gegeben, sofern die Eltern am Zuchtprogramm teilnehmen wie es immer so schön heißt :)
In Deinem speziellen Fall bleibt Dir ja fast nichts anderes übrig als mit dem Verband zu gehen, der Dein Fohlen 'haben will'. Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft und ich finde die Kleinverbändelei gerade im Ponyverband auch ziemlich unnütz. Es würde schon Sinn machen, ein deutschlandweit geführtes, einheitlich gehandhabtes Zuchtbuch zu haben gerade für kleinere Populationen wie es die Ponyrassen nun mal verglichen mit den meisten Warmblutzuchten sind.
Versuch macht klug. Außerdem kann man ja wieder wechseln wenn's einem nicht gefällt. Müsste dann nur die Stute nochmals beim neuen 'Heimatverband' wieder vorgestellt werden zur Stutbuchaufnahme usw.usw.

con
03.07.2009, 14:48
Ich kann vom VERkaufen nicht reden, aber ich habe eine wirklich nette korrekte und vernünftige ZfdP JungStute gekauft, die wohl anscheinend wegen dem Brand nicht so ankam und günstig war- denn qualitativ war sie eindeutig mindestens gleichwertig zu vielen anderen H/W /sonstwie gebrannten für bis zum Drei-/ Vierfachen.
Oder die Leut haben einfach Knöppe auf den Augen? :blush2:

Habe aber auch schon so "ZfdP- ach schade!" Kommentare bekommen, die sammle ich und trete sie in die Idiotentonne. :angel:
Irgendwann wird sich das hoffentlich ändern, aber sowas braucht eben Zeit und vor allem eine kritische Masse an Mitgliedern, Pferden, Nachzucht usw...

Ich fahre mit ihr demnächst auch zum (ZfdP) Eintragungstermin und gehe, nachdem ich nun ein paar Veranstaltungsergebnisse gesehen habe, NICHT unbedingt davon aus das es sooo einfach wird.:001_unsure:

Ich finde die Zuchtpolitik vieler anderer Verbände zT nicht nachvollziehbar da mir die Restriktionen manchmal geradezu willkürlich und nicht unbedingt nur qualitäts-orientiert vorkommen!

Virginia80
03.07.2009, 15:06
Also, ich bin auch schon einige Jahre im ZfdP als Züchterin aktiv. Ich habe bislang keine Absatzprobleme wegen dem Brand gehabt. Klar, es gibt mal den einen oder anderen, der oberflächlich den Brand abtut. Ich denke für den ist dann das jeweilige Pferd auch nicht das richtige.
Ich schließe mich pony an und bin niemals zufriedener mit einem Verband gewesen.
Eigentlich wollte ich das Fohlen meiner verstorbenen Freundin in diesem Jahr westfälisch brennen lassen, sozusagen als letzten Dienst, ich habe mich aber dagegen entschieden (Zuchtpolitik Westfalen) und es bekommt jetzt auch den ZfdP Brand.
Das Fohlen macht es nach meinem Empfinden nicht schlechter.

Pony
03.07.2009, 15:25
@Aquila
Wenn du eine faire Behandlung für dich und dein Pferd suchst wirst du hier sicherlich gut aufgehoben sein!

Wenn du Ansprechpartner suchst, die sich nicht zu schade halten, mit JEDEM (ob Groß-oder Kleinzüchter) ihrer Mitglieder gleichwertig umzugehen, dann bist du hier richtig.

Wenn du bezahlbare Gebühren haben willst-dann auch.

Dazu ist noch zu sagen, das der Vorteil bei Verkauf eines Tieres darin liegt, das keine Kosten und Neueintragungen anfallen, wenn der Besitzwechsel innerhalb des Verbandes, egal welches Bundesland! vonstatten geht. Also, verkaufst du als ZFDP Züchter aus Thüringen ein Tier an ein ZFDP Mitglied in Rheinland, oder sonstwo, wird nur der Besitzwechsel berechnet und eingetragen, alles andere bleibt sich gleich. Es bedarf also in einem anderen Bundesland keine nochmalige Eintragung. Egal ob Stute/Hengst oder Fohlen.

schau mal auf die gebührenliste: www.zfdp.de
hier findest du alle Kosten, die auf dich zukommen im ZFDP.

Ich glaube der ZFDP liegt auf Platz 6 der größen Verbände in Deutschland,- doch gar nicht so schlecht oder?:)

Ich kanns nur wiederholen, macht euch selbst ein Bild!!!! Führt doch mal ein gespräch mit Zuchtleiter Herrn Britze!
Schaut euch mal die Hengstliste an, und seht hin, was für Namen da an Gestüten stehen. Vielleicht überrascht euch der eine oder andere,- von dem ihr nicht dachtet, das er auch im ZFDP ist;)
Warum sind erfolgreiche Züchter im ZFDP wenn er nichts taugt?? Schon mal von dieser Seite bedacht?:rolleyes2:

Jeder muß für sich selbst entscheiden was er tut und was er läßt!
Wie gesagt, für mich spielt hier die züchterische Freiheit eine große Rolle!
Und wie oben schon angesprochen,- gerade hier liegt so manche Überraschung bereit! :lach:

lg. S.K.

Aquila
03.07.2009, 16:20
In Deinem speziellen Fall bleibt Dir ja fast nichts anderes übrig als mit dem Verband zu gehen, der Dein Fohlen 'haben will'.
Naja, eintragen würde der Ponyverband das FOHLEN dann später ja durchaus, wie er mir versicherte (der Zuchtleiter). Nur halt eben im Vorbuch :( Nicht zu verwechseln mit Vorbuch II :rolleyes2:

Es wäre also nicht so, dass der Ponyverband die TOCHTER dann GAR nicht eintragen würde. Aber da sie die Mutter halt NICHT eintragen, bekäme die Kleine trotz voller Abstammung der Mutter (die wäre bei den Warmblütern, HStB-berechtigt, bei ausreichender Benotung, versteht sich) und gek. und eingetr. Vater eben nur Vorbuch, wie bei einer Mutter ohne Pap. :001_unsure:
Und das wäre beim ZfdP dann anders, wie man mir sagte.
Da bekäme sie - lt. Telefonat - dann sogar vermutlich Stutbuch I für "Deutsches Reitpferd". (bei ausreichender Benotung, natürlich)
Also NOCH kann ichs mir ja aussuchen, wo ich sie dann später (wenn sie "groß" ist) vorstelle, aber da ich evtl. dieses Jahr die Mutter dann noch beim ZfdP eintragen lassen müsste (weil sie ja nu noch NIRGENDWO eingetragen ist) - da bekomme ich noch Antwort zu - muss ich mich dann ggfls. zügig entscheiden.
Gebrannt (nur Nr. und halt mit E-Pass, in dem auch die mütterl. Seite ganz befüllt sein wird, wie man mir versicherte) ist sie jetzt allerdings schon beim Ponyverband.... Hätte sie einpacken und wegfahren sollen, aber hinterher ist man ja immer klüger :(
So wird sie also einen ZfdP-Brand eh nicht bekommen, wie mir die Mitarbeiterin des ZfdP sagte. Man könne den NrBrand des Ponyverbands ja schlecht "rausschneiden" -kleiner Scherz- oder den eigenen drübersetzen... :D
Aber um die spätere Stutbucheintragung gehts halt. Und um die Eintragung der Mutter (wäre dann in 2 Wochen!!) und die eventuelle Hengstwahl, falls ich nochmal decke.
Dann müsste ich ja ggfls. nen ZfdP - Hengst nehmen, weil Fremdhengste halt nur mit der "großen HLP" (100-Tage) zulässig sind, wie man mir sagte. (Welche der Vater des Stutfohlens, um das es gerade geht, glücklicherweise hat)

@Pony
Also in den HVP hattte ich ja auch schon mal geschaut :blush2: und muss zugeben, dass ich - wie Du schon sagst - durchaus tatsächlich erstaunt war, WER da alles drin ist!
Erstaunlicherweise mehrere mir bekannte (aus unserer Gegend stammende) SEHR alt eingesessene erfolgreiche Reiter / Züchter! Gerade u.a. solche, von denen man das gar nicht gedacht hätte...
Die Gebührenliste hab ich mir auch schon angeschaut. Liegt im Rahmen, finde ich.

@con
Genau das was Du schreibst ist allerdings meine bisherige Erfahrung auch :(
ZfdP = schade....
Und halt deutlich preisgünstiger, als vergleichbares Hann, oder Old. oder wie auch immer Pferd...
Wobei - in meinem Fall - die "Benachteiligung" vielleicht auch nicht sooo gravierend wäre... Weil die Wahl ja zw. Ponyverband und ZfdP ist und nicht zw. Hann, old. o.a. und ZfdP....
Hm....

Ist aber auch ne knifflige Entscheidung!
Auf die beiden Hengste, die ich als evtl. potentiellen Vater des 2. und gleichzeitig sicher auch letzten Fohlens im Auge habe, müsste ich dann auch verzichten, weil beide nur 30-Tage-Test haben und nicht beim ZfdP eingetr. sind, soweit ich weiß...

Linaro3
03.07.2009, 16:49
wie sieht das aus, wenn ein ZFDP-gekörter Hengst in anderen Zuchtgebieten (z.b. Oldenburg) zugelassen wird?

wird der dann von den OL-Züchtern von vorneherein eher gemieden?

Kommt wohl stark auf das jeweilige Pferd drauf an. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Maßgaben an die Röntgenvorgaben der Junghengste unterschiedlich sind. Das was man uns in Hannoland gelocht hat, durfte zum ZfdP zur Körung (ging in dem speziellen Fall um OCD in Sprung- oder Kniegelenk, da müsste ich nachschauen, ist schon etwas her).

Benjie
03.07.2009, 17:21
die vermarktung beim zfdp selber tendiert ja gegen null.
das dieser verband jetzt im kommen ist, ging an mir bisher vorbei (hätte das aber auch mal gerne begründet).
die vorstellungen bei den reitpferden auf dem bundeschampionat, sind in der regel eigentlich suboptimal.
das ist meiner meinung nach auch das grosse problem bei ihnen, es gelingt ihnen nicht herausragende sportpferde als visitenkarte vorzuzeigen.

ponypower
03.07.2009, 17:40
Und das wäre beim ZfdP dann anders, wie man mir sagte.
Da bekäme sie - lt. Telefonat - dann sogar vermutlich Stutbuch I.

nichts gegen dein fohlen und deine stute- das mögen ja durchaus gute ponys sein- aber was du da beschreibst, ist ja u.a. genau das, warum der zfdp so in verruf ist. die kören die hengste, die woanders nicht gekört wurden und tragen die stuten ein, die in anderen zuchtverbänden nicht eingetragen werden.

Pony
03.07.2009, 17:56
@Aquila

Im HVP sind ja auch "nur" die Hengste drinn, die zur Veröffentlichung freigegeben sind vom besitzer,- also findest du da nicht alle veröffentlicht.
Dazu kommt, das es Zuchtstätten gibt,- auch sehr bekannte, die gar keinen eigenen Hengst haben; das heißt, diese besamen nur, oder gehen zum decken anderswo hin. Was ich damit sagen will,- der HVP zeigt nur einen Teil von Züchtern auf, die im Verband sind! Da kommen schon noch ein paar !Namen" dazu, wenn man die reinen Stutenhalter dazunimmt:rolleyes2:

Aber egal, es sollte auch nur ein Denkanstoß sein, für manchen Überlegenden, ob es im ZFDP gute Züchter gibt;)

In deinem Fall ist es von Vorteil, das der ZFDP offen ist für Tiere, die außerhalb seines Wirkungskreises sind. Du bist frei in der Hengstwahl, und du wirst nicht dumm angemacht, warum du denn eine Stute außerhalb des eigenen Verbandes geholt hast. Im Gegenteil, hier ist man froh, wenn die Züchter neues, am besten gutes, Material hereinholen!:rolleyes2:

Es steht ja auf seiner "Fahne" was er und seine Züchter lebt:
OFFEN-LIBERAL-FORTSCHRITTLICH

Hab nicht soviel Bedenken wegen deiner Stute, wenn sie ein gutes korrektes Tier ist, wird sie auch gut und korrekt eingetragen!
Erzähl uns, wie´s war!
lg. S.K.

Aquila
03.07.2009, 20:28
nichts gegen dein fohlen und deine stute- das mögen ja durchaus gute ponys sein- aber was du da beschreibst, ist ja u.a. genau das, warum der zfdp so in verruf ist. die kören die hengste, die woanders nicht gekört wurden und tragen die stuten ein, die in anderen zuchtverbänden nicht eingetragen werden.

Moooooment :cool:
Ähm... Ich glaube, Du hast nicht ganz genau gelesen :cool: Naja, waren ja auch lange posts...

nichts gegen dein fohlen und deine stute- das mögen ja durchaus gute ponys sein
WEDER die Stute, NOCH das Fohlen sind Pony oder haben Ponyblut :rolleyes2:
Und genau da liegt ja das Problem! Wäre das Fohlen von einem Reitponyhengst, HÄTTEN sie beide ja fürs Zuchtbuch "Kleines Reitpferd" eingetragen! (PONYverband ;-) ) Aber es geht aus Zuchtbuch-Gründen nicht, eben WEIL keiner von beiden Ponyblut hat!!!
Der Zuchtleiter sagte, dass wenn ich nun zu einem Ponyhengst gegangen wäre, hätten sie das machen können...
Wobei ich DIE Logik auch nicht ganz verstehe, aber die wollen solche Anpaarungen schlicht nicht, nehme ich an.
Und lediglich wegen ihrer Größe von immerhin 1,68 wäre sie dann nur ins Stutbuch II gekommen, weil die Kategorie "Kleines Reitpferd" im Ponyverband fürs Stutbuch I nunmal nur bis 1,57 m (!!) vorsieht!


und tragen die stuten ein, die in anderen zuchtverbänden nicht eingetragen werden
Meine Stute wäre im Rheinländer-Verband (wo sie Fohlenschein von hat) HStB-berechtigt! Wie es bei den Hannov. wäre,weiß ich nicht genau, aber da sie 50% Holsteiner-Blut hat, wäre sie sicher z.B.auch DA aufnahmeberechtigt!
Sie ist von Caribo GL (Holst. vom legendären Calypso II) der eben u.a. auch für Rhld zugelassen war http://www.artnerhof.at/Caribo-GL.1309.0.html
Aus einer Stute von Riesling - Radetzky (Ramses), die widerum mütterlicherseits über Herbstglanz gezogen ist (Trak.)
Sie hat volles rotes Papier und ist zwar kein "Sternetreter" aber gefiel dem einen Vorsitzenden (der u.a. langj. RP, Welsh und Hannov. - Züchter ist, sowie Schaurichter) sehr gut! "Die Mutter gefällt mir aber auch!" waren seine Worte.

Und die Stute ist nicht etwa NACH der Beurteilung / Begutachtung nicht aufgenommen worden, sondern das wurde mir schon so gesagt, als ich am Verband-VW-Bus ANKAM! Ohne Pferd ;-)

Ich habe sie noch bei keinem anderen Verband einzutragen versucht, daher kannst Du nicht sagen "die bei keinem anderen Verband eingetragen werden würden". :rolleyes2:

Es liegt also weder an irgendwelcher wüsten Rassen-Mischerei, noch an ihrer Qualität. Nur eine 1,68m große Stute mit einem Fohlen eines Matcho-Sohns (Anglo-Araber) der als Veredler bei den Ponys deckte, DAS gefiel ihnen nicht. Das gehöre halt in einen Warmblutverband, wie er sagte, z.B. Hannoveraner (wo ja Matcho schließlich auch erfolgreich gedeckt hat).

Nur für den HAnnov. Verband, bzw. jeden anderen Warmblüter-Verband wäre natürlich der Hengst zu klein gewesen (1,50 m) und daher niemals anerkannt worden! Trotz der tollen Nachzucht... Das war aufgrund der Größe halt ein Reitpony-Veredler!

Ich kannte den Hengst aber sehr gut und wie ich oben schrieb auch einige seiner Kinder persönlich (z.B. Mandingo von den hiesigen Turnieren, wo er bis Dr. S gegen Großpferde erfolgreich war!) und 2 andere Söhne, die ich in der Halle oft bewundern konnte.
Und da meine "Dicke" eine Weile auch mit ihm in der gleichen Reithalle stand, kam überhaupt erst die Idee auf, mir doch aus meiner Stute selbst so ein schönes Marquis-Fohlen zu ziehen. Weil sie schon älter ist und da ein kleiner Hengst fürs erste Fohlen eh besser ist und ich mit ca. 1,58 m auch kein Riesenpferd brauche und weil ich annahm, dass das gut passen könnte. Und das tut es auch!
Auf dem Brennplatz lobte - trotz allem - der Zuchtleiter das Fohlen, er sagte, ich solle mich doch freuen, ich hätte doch da ein schönes Fohlen. Und das sagten mehrere andere auch noch. Somit passte das gut, mit den beiden, wie ich vermutete!

Nur ärgere ich mich jetzt sehr, dass ich für dieses Fohlen, mit voller Abstammung trotzdem weder beim einen noch beim anderen Verband Stutbuch-I-berechtigte Papiere bekomme! Weil für den einen Verband die Stute zu groß und zusammen mit dem Hengst halt nicht für Ponyverband sinnvoll ist und der Hengst aber leider nur DORT gekört war!

Und da er wegen seiner HLP (100-tage-test) vom ZfdP voll anerkannt werden würde, sehe ich halt da meine Alternative.
Trotz des eben doch noch etwas zweifelhaften Rufes des Verbands.

So, wieder ein langer Post, aber DAS konnte ich so natürlich nicht stehenlassen :D

ponypower
03.07.2009, 21:05
ok, jetzt hab ich es auch kapiert :lach:

warum versuchst du es denn nicht erst mal im rheinland?
die stute führt doch hier bewährtes blut. ich könnte mir vorstellen, dass sich der versuch lohnt und du gegen einen aufpreis auch für das fohlen
rheinische papiere bekommst (aufpreis wegen fürs rheinland nicht anerkanntem vater).
die stute wird im rheinland auf jeden fall eingetragen.

Alfons
03.07.2009, 23:51
auf jeden Fall ein interessanter und sympathischer Verband mit einer ganzen Reihe bemerkenswerter Vollbluthengste.

Waluga
03.07.2009, 23:54
Als "außenstehende" Zuschauerin habe ich vor einigen Jahren mal eine Fohlenschau des ZfDP in Erbach (Odenwald) gesehen. Ich fand es toll, dass alle Pferde sehr ausführlich besprochen wurden und auch relativ lange in der Bahn waren, so dass alle die Chance hatten, sich schön zu präsentieren und nicht nur kurz verspannt vorbeirennen durften. Bei dieser ganz normalen Fohlenschau gab es eine ganze Ladung Ehrenpreise für die Züchter (Pferdezubehör, Weidezaun-Utensilien usw.).
Und die Pferde fand ich auch sehr ordentlich, ich hatte nicht den Eindruck einer "zweitklassigen Qualität" im Vergleich mit Pferden anderer Verbände.

pelana
04.07.2009, 00:30
Also ich habe in letzter Zeit auch verschiedene Erfahrungen gemacht (in Bezug Reaktion auf ZfDP-Pferd).
"Unser" 6-jähriger ist auch beim ZfDP eingetragen. Wenn ich mich "nur mal so" mit Leuten über das Pferd unterhalte, wird oft die Nase ein wenig gerümpft, wenn zur Sprache kommt, in welchem Verband er eingetragen ist.

Der Züchter war bei der Vermarktung des Pferdes als Fohlen/Jungpferd auch eher semi-erfolgreich.

Seitdem das Pferd im Sport ist, gibt es absolut keine Vermarktungsprobleme !!! Ganz im Gegenteil, wir haben tatsächlich NOCH NIE so viele Angebote für ein Pferd bekommen. Egal wo wir sind irgendeiner will den immer kaufen. Die meisten gucken etwas überrascht, wenn sie erfahren , dass er zum ZfDP gehört, interessiert hat es aber noch niemanden.

Als Reitpferde sind diese Pferde meiner Meinung nach , genauso gut zu vermarkten, wie andere, denn grundsätzlich geht es wirklich nur um die Qualität des Pferdes (und mit der Qualität meine ich nicht nur die Qualität für den großen Sport , sondern vor allem auch Bedienbarkeit , Optik, ...).

Bei Fohlen und Pferden, die für die Zucht eingesetzt werden sollen denke ich, dass die ZfDP-Pferde noch etwas Zeit brauchen zu zeigen , dass es sich hier wirklich auch mal lohnt hin zu schauen...

Das Management der Pferde ist insgesamt bestimmt noch nicht optimal, aber ich sehe immer mehr gute ZfDP-Pferde , die auch gut vorgestellt werden. Von daher denke ich, dass sich das Ganze noch positiv entwickeln wird.

Rentnerpony
04.07.2009, 00:30
das ist meiner meinung nach auch das grosse problem bei ihnen, es gelingt ihnen nicht herausragende sportpferde als visitenkarte vorzuzeigen.

Lassen Peak ist auch ZfdP gebrannt und macht sich gerade auch international im Springsport unter Rebecca Golasch einen Namen.

Generell bin ich aber auch der Meinung, dass wenn man ein Sportpferd im Internet sucht, nicht gerade diese Rasse anklickt, sondern eben Holsteiner, Hannoveraner, Rheinländer. Wenn ich ein Pferd für den gehobenen Sport suche, gebe ich eben eine andere Rasse in die Suchmaschine, als wenn ich ein Freizeitpferd möchte. Ich denke, da muss der ZfpP noch riesige Aufbauarbeit leisten....

pelana
04.07.2009, 00:34
Wenn ich ein Sportpferd suche gebe ich gar keine Rasse ein ;-) Mir persönlich ist es auch völlig egal, wo "mein" Sportpferd eingetragen ist... Aber es stimmt schon, dass es viele so hand haben.
Ich persönlich sehe das mit dem Brand aber so wie mit der Farbe -> man kann auf beidem nicht reiten...

Little Paint von Frank Ostholt ist auch im ZfDP eingetragen...

Rentnerpony
04.07.2009, 00:41
Wer Interesse hat, den laden wir gerne zu uns auf den Hof ein, sich selbst ein Bild zu machen:

Sonntag, den 23. August 2009
Landesschau auf der Anlage Hülsmann - Moosheide 144, 47877 Willich
Infos: Elfi Klages, Bergdahlsweg 192, 47509 Rheurdt (02845-60300)

http://www.zfdp.de/ausschr-NRW.php

Vielleicht sieht man sich ja... würde uns freuen.

Aquila
04.07.2009, 08:19
ok, jetzt hab ich es auch kapiert :lach:

warum versuchst du es denn nicht erst mal im rheinland?
die stute führt doch hier bewährtes blut. ich könnte mir vorstellen, dass sich der versuch lohnt und du gegen einen aufpreis auch für das fohlen
rheinische papiere bekommst (aufpreis wegen fürs rheinland nicht anerkanntem vater).
die stute wird im rheinland auf jeden fall eingetragen.

:) Nun verstehst Du sicher auch, warum ich DAS mal eben richtigstellen wollte und warum das halt bißchen kompliziert ist...

Beim Rheinland eintragen war natürlich auch - kurz! - ein Gedanke. Aber: Ich fürchte, auch da gibts für die Tochter wieder nur Geb.Besch. :( Da ich nicht glaube, dass ein Warmblut-Verband einen 1,50m großen Reitpony-Veredler anerkennen würde... :001_unsure:
Und es geht mir ja primär um die Kleine und nicht direkt um die Mama! (also Eintragungs-bezogen jedenfalls!) weil die Mama ja schon älter ist und max. noch 1 weiteres Fohlen bekommen soll.
Für die Kleine gehts aber schon um ein ganzes "Pferdeleben" und ggfls. mehrere potentielle Nachkommen.
Also selbst wenn ich die Mama beim Rheinland eintragen lassen würde, nützt der Tochter das ja auch nix... Oder bin ich da falsch informiert...?
Oder meinst Du, dass die gegen Aufpreis einen für die Ponys gekörten Hengst quasi als "Einzeldeckgenehm." oder so dann voll anerkennen, bzw. die Kleine dann volle Stutbuch I - berecht. Pap. bekommen würde?? Ist der Rheinl. Verband da so flexibel...?
Allerdings IST die Kleine ja nun bereits gebrannt (nur Nr. halt) und registr... Beim Ponyverband halt. Es geht jetzt also um die spätere Eintragung der Kleinen in ein Stutbuch...
Wofür ich Mama eben evtl. aus Formalitäts-Gründen ja dieses Jahr noch beim ZfdP eintragen lassen müsste... Da warte ich halt noch auf Rückmeldung von dort... Weil da ein Passus in der ZBO ist, nach dem - so hab ich es interpretiert - bei Eintragung einer Stute ins Stutbuch die Mutter spät. im Jahr der Geburt des einzutragenden Pferdes bei einem Zuchtverband in eine "Hauptabteilung" eines Zuchtverbandes eingetragen sein muss.
Ich will ja vermeiden, dass das nachher wieder an einem "Formfehler" scheitert!!
Dann müsste ich halt in 2 Wo mit ihr zum Eintragungs- und Brenntermin.

Außerdem wohne ich ja im hohen Norden... Daraus ergibt sich dann auch ein erhebliches "Logistik-Problem" :rolleyes2: bezügl. Eintragung im Rheinland....


Tja, daher halt der Gedanke ZfdP. Das würde alle Probleme lösen... Und ganz nebenbei hätte ich auch eine breitere "Palette" Hengste zur Auswahl, für die Kleine, später... Allerdings einen der beiden ins Auge gefassten RPonyhengste werde ich für die Mama als 2. Hengst dann wohl nicht mehr nehmen können.... Weil die bräuchten ja den 100-Tage Test. (wenn ich die freundl. Dame am Tel. richtig verstanden habe) und haben beide nur 30-Tage.

Ich tendiere also derzeit doch mehr und mehr zum ZfdP, trotz der offenbar doch recht unterschiedlichen Erfahrungen, die mit der Meinung / Einschätzung dieses Verbands offenbar gemacht werden... :001_unsure:
Was sich im Übrigen durchaus mit meiner "Erfahrung" deckt...
Ist ein ZfdP-Pferd mal richtig gut, ist die Mehrheit der Leute offenbar noch immer überrascht...
Und ein ZfdP-Pferd ist bei gleicher Qualität offenbar deutlich weniger gefragt und demenspr. schlechter bezahlt.
Hm.
Die Frage ist, wie weit betrifft das das große Spektrum der -anspruchsvolleren- Freizeitreiter...?

DerDunjaSchatz
04.07.2009, 10:14
Allerdings einen der beiden ins Auge gefassten RPonyhengste werde ich für die Mama als 2. Hengst dann wohl nicht mehr nehmen können.... Weil die bräuchten ja den 100-Tage Test. (wenn ich die freundl. Dame am Tel. richtig verstanden habe) und haben beide nur 30-Tage.

Reitponyhengste machen keinen 70/100 Tage-Test, sondern "nur" 30 Tage. Das, was bei den Warmblütern der 30-Tage-Test mit Qualifikation ist , ist bei den Reitponys der 2-Tage-Kurztest mit anschliessender Qualifikation....

Syrah
04.07.2009, 13:30
Aaalso. Ich oute mich mal als eingefleischter Oldenburger Fan. Für mich, obwohl ich vom 'Gebiet' her genauso gu nach Hannover hätte gehen können, die bessere Wahl, da deutlich liberaler als manch anderer Verband.

Ich habe z. B. dieses Jahr einen ZfDP Hengst genutzt. Mit Einzeldeckgenehmigung, die ich weder in Hannover noch in Holstein oder Westfalen bekommen hätte. Ich bin sicher, daß die Erteilerin der EDG dabei Bauchschmerzen hatte und mir wär's auch lieber, der Hengst wäre hier einfach anerkannt. Aber nun eben so, in diesem Fall gab's leider keine Alternative.

Rein vom Gefühl her würde ich immer ein Pferd vorziehen, das oldenburgisch gestempelt ist oder zumindest in OL eintragungsfähig. Ich verbinde mit dem ZfDP auch eher mindere Qualität, und das ganz sicher nicht ohne Grund.

Wenn ich aber die Wahl habe, z. B. wenn ich ein Fohlen oder eine Zuchtstute kaufe, und da habe ich ja die Wahl, würde ich nie im Leben auf die Idee kommen, etwas ZfDP gebranntes zu kaufen. Never ever. Würde ich nach einem Turnierpferd suchen, wäre das etwas anderes. Da würden nur Eignung und Erfolge zählen. Aber für die Zucht???? Neee....

madonna
04.07.2009, 14:04
Klar das der Oldenburger Verband mit Einzeldeckgenehmigungen einverstanden ist, kostet ja auch nur 160€ extra:lach:.

Haben selber auch eine Stute beim Zfdp eingetragen. Ist aber auch noch Pinto:lol:. Die sind wirklich sehr flexibel und human was die Preis angeht.

Das sieht bei den Hannos schon ganz anders aus. Ich habe dieses Jahr um Stute eintragen zu lassen + Fohlenbrennen und Pass ca.320€ bezahlt:scared:.
Und dafür bekommt man nicht mal ein ausfühliches Kommentar bezüglich Fohlen und Stute:confused:.

Ganz anders beim Zfdp dort wird sich viel mehr Zeit genommen und man wird nicht von oben herab behandelt.
Allerdings stimme ich den anderen zu, dass doch häufig gerade beim Zfdp auch viel "Schrott" Papiere bekommt. Da müßte meiner Meinug stärker selektiert werden.

LG

Aquila
04.07.2009, 15:44
Reitponyhengste machen keinen 70/100 Tage-Test, sondern "nur" 30 Tage. Das, was bei den Warmblütern der 30-Tage-Test mit Qualifikation ist , ist bei den Reitponys der 2-Tage-Kurztest mit anschliessender Qualifikation....

Schau an!
Interessante Info, danke.
Der Marquis (Vater von meinem Fohli, um das es ja geht) hat also dann den 100-Tage -Test nur machen müssen, weil er selbst ja kein Pony, sondern AA war, nehme ich an...?
Hm.
Damit wären dann also wirklich alle DRP-Hengste raus, falls ich wirklich zum ZfdP gehen würde... :(
Naja, aber dafür hätte ich breitere Auswahl an Hengsten und müsste auch überhaupt kein DRP nehmen....

@syrah
Nie ein ZfdP zum Züchten...? Hm... Ja, das ist glaube ich leider - noch - die vorherrschende Haltung :(
Bedauerlich.... Aber ich befürchtete das ja schon.
Aber zur Wahl steht - wenn die Kleine groß ist - für sie:
Vorbuch Reitponys
oder Stutbuch I ZfdP
(beim Ponyverb. als Kl. Reitpferd, beim ZfdP als Dt. Reitpferd, oder kl. dt. Reitpferd, je nachdem wie groß sie dann sein wird)
Was wäre da besser... Das ist die Frage.

Aber der Old.-Verband hat das tatsächlich gemacht, mit ner EDG...? Hätte ich nicht gedacht :scared:
Aber demnach ein "teurer Spaß" das Ganze...? Und ob die das bei einem 1,50er Hengst auch machen würden... Obwohl gekört und 100-tage-test... Hm.
Vielleicht sollte ich doch - spaßeshalber - mal beim Rhld-Verb. anfragen... Obwohl das natürlich nichts an dem Logistik-Problem ändert :(

@Madonna
Du findest auch, dass zu wenig auf Qualität geachtet wird?
Puh.
Schon erstaunlich, wie enorm die Meinungen dazu auseinander gehen...

Geht denn nicht eigentlich "beides"?
Kann man eine beim Pony-Verband als Fohlen mit GebBesch. reg. Stute nicht sowohl beim ZfdP und dann später auch beim Ponyverband eintragen lassen...? :confused:
Dann müsste ich nur für mich selbst die Entscheidung treffen und falls ich sie doch irgendwann mal verkaufen müssen sollte, kann der Käufer ja auch zum Ponyverband gehen... Oder klappt das nicht?

Ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass - trotz der Aussage des Zuchtleiters, dass dies ja eine Warmblut-Anpaarung ist - die Kleine bei irgendeinem Warmblutverband (außer halt ZfdP) volle Stutbucheintragung bekommen würde. Weil der Hengst halt nur 1,50 war. :001_unsure: Und die Kleine ja vermutlich unter 1,60 bleiben wird.

Also bleibt für die Kleine vermutlich unterm Strich doch nur ZfdP...
(Bei Mama ist das sicher anders, aber es geht ja primär um die Kleine)
Und trotz des etwas schlechteren Ansehens, bzw. fehlenden Prestiges des ZfdPs gibt es ja auch viele positive Meinungen.

Virginia80
04.07.2009, 16:36
Ich hatte 2003 eine Hannoversche gebrannte Stute von einem Ponyhengst decken lassen.
Das daraus gefallene Hengstfohlen war extrem gut und sehr schick. Wurde auf der Bundesschau Kl.dt. Reitpferd mit 1a ausgezeichnet, Mutter war Lungau/Sender, Vater Bünteeichen Maringo( auch Matcho AA Blut).
Im Anschluss hätte den Hannover (Kleinpferde) auch gerne mit seinem Brand ausgestattet, vorher wurde aber bei der Anpaarungsplanung die Nase gerümpft.
Ich hatte bislang weder mit diesem noch mit anderen ZfdP gebrannten Fohlen Absatzschwierigkeiten.

Aquila
04.07.2009, 16:51
Ich hatte 2003 eine Hannoversche gebrannte Stute von einem Ponyhengst decken lassen.
Das daraus gefallene Hengstfohlen war extrem gut und sehr schick. Wurde auf der Bundesschau Kl.dt. Reitpferd mit 1a ausgezeichnet, Mutter war Lungau/Sender, Vater Bünteeichen Maringo( auch Matcho AA Blut).
Im Anschluss hätte den Hannover (Kleinpferde) auch gerne mit seinem Brand ausgestattet, vorher wurde aber bei der Anpaarungsplanung die Nase gerümpft.
Ich hatte bislang weder mit diesem noch mit anderen ZfdP gebrannten Fohlen Absatzschwierigkeiten.

Dann hattest Du also das gleiche Problem...? Obwohl Du ja einen Ponyhengst genommen hast (mit AA-Blut, aber eben kein "nur-AA")... Was ja dann mehr oder weniger ok sein sollte, wie man mir sagte...
Aber das zeigt mir nochmal, dass die diese Verbindungen halt generell nicht gern sehen.

Und Du hattest keine Probleme mit Verkauf von ZfdP-Fohlen, bzw. Pferden...?
Das ist ja mal eine weitere der erfreulicheren Erfahrungen....
Du empfielst mir demnach ZfdP....

Danke für die Meinung!

Bin echt noch ziemlich hin- und hergerissen...

madonna
04.07.2009, 19:16
Ich würde die Stute und das Fohlen beim Zfdp eintragen lassen.

Was ist das Fohlen denn? Bei einem Hengstfohlen ist es doch sowieso egal was der für einen Brand bekommt wenn der mal gelegt wird.
Oder kannst du mit einem Wallach züchten:lol:(sorry).

LG

Aquila
04.07.2009, 19:34
Berechtigte Frage :rolleyes2:
Da ich die ganze Zeit von der späteren Eintragung des Fohlens zu evtl. Zuchtzwecken in ein "Stutbuch" spreche, ging ich allerdings davon aus, es ist klar, dass es natürlich eine (sehnlichst ganz-doll-gewünscht-und-tatsächlich-geworden) Stute ist :wub:

Wäre es ein Hengst, hätte ich -wie Du auch sagst- von vornherein eh nur eine Geb-Besch. machen lassen, ohne Eintragung der Stute. Da ich ja noch nicht 100%ig sicher bin, dass ich die Stute (Mama) wirklich nochmal decken lasse (da ein paar Veränderungen privater Art anstehen). Somit hätte ich dann den ganzen Aufwand gar nicht betrieben, zumal es ja auch ein nicht unerheblicher finanzieller Aspekt ist (für ein einziges Fohlen). Was sich m.A. nach in diesem speziellen Fall nur "gelohnt" hätte, wenns dann ein Hengstanwärter gewesen wäre, was nicht mögl. gewesen wäre, da Mama ja eh wegen der Größe Stutbuch II bekommen hätte.
Und da im E-Pass so oder so auch Mamas kompl. Abstammung dringestanden hätte, hätte das für einen späteren Käufer (Hengst hätte ich wahrscheinl. dann doch verkauft) somit sicher kein Problem dargestellt.

Jupp
04.07.2009, 19:47
Auch ich beobachte den ZfdP seit etwa 3-4 Jahren und bin sehr angetan von der Entwicklung dieses Verbandes.
Der Zuchtleiter ist ausgewiesener Trakehnerfachmann. Seine Zuchtentscheidungen war bisher auch von mir nachvollziehbar und fair.
Die Kosten sind in Ordnung. Mir wurde berichtet , dass man dort kompetente und schnelle Beratung erfährt, ohne Ansehen der Person.
Das bedeutet nicht nur bekannte Züchter bekommen wertvolle Hinweise.
Auch ich würde ein Pferd oder Pony mit ZfdP-Brand kaufen, wenn es von Herrn Britze entsprechend beurteilt worden und schwarz ist .:D

rooby94
04.07.2009, 20:06
sorry- aber warum "züchtet" man sowas, wenn man dafür eh keine vernünftigen papiere kriegt ???
darüber mache ich mir vorher gedanken oder verzichte auf papiere...

zfdp ist für mich einfach ein spaßverein. wenn ich schon immer lese, was da alles machbar ist, sträuben sich meine haare. es gibt halt vorgaben und regeln von den zuchtverbänden und an die sollte man sich dann auch halten. oder eben zum zfdp gehen- das ist dann wieder die nischenabteilung für die, die woanders nicht durchkommen.

das ist meine meinung und mein bild vom zfdp. ich kenne aber auch glückliche und erfolgreiche zfdp züchter. jedem das seine! :)

edit: wobei es für mich ein unterschied ist, ob es sich um einen schecken oder ein rp / warmblut handelt. beim schecken ist das für mich ein anerkannter zuchtverband. aber bei den rassen, die sonst auch regionale zuchtverbände haben, hat das für mich immer diesen nachgeschmack mit 2. wahl.

wie kriegt man einen hengst eigentlich ins hb 2 beim zfdp eingetragen? ist der dafür gekört worden oder hat der einfach nur papiere und 2 hoden?

Aquila
04.07.2009, 20:40
sorry- aber warum "züchtet" man sowas, wenn man dafür eh keine vernünftigen papiere kriegt ???
darüber mache ich mir vorher gedanken oder verzichte auf papiere...

zfdp ist für mich einfach ein spaßverein. wenn ich schon immer lese, was da alles machbar ist, sträuben sich meine haare. es gibt halt vorgaben und regeln von den zuchtverbänden und an die sollte man sich dann auch halten. oder eben zum zfdp gehen- das ist dann wieder die nischenabteilung für die, die woanders nicht durchkommen.

das ist meine meinung und mein bild vom zfdp. ich kenne aber auch glückliche und erfolgreiche zfdp züchter. jedem das seine! :)

edit: wobei es für mich ein unterschied ist, ob es sich um einen schecken oder ein rp / warmblut handelt. beim schecken ist das für mich ein anerkannter zuchtverband. aber bei den rassen, die sonst auch regionale zuchtverbände haben, hat das für mich immer diesen nachgeschmack mit 2. wahl.

wie kriegt man einen hengst eigentlich ins hb 2 beim zfdp eingetragen? ist der dafür gekört worden oder hat der einfach nur papiere und 2 hoden?

@Jupp
Schön zu hören. Danke für Deine Meinung! Wieder ein Fürsprecher für ZfdP.

@rooby94
Ich habe "sowas" gezüchtet, weil ich den Hengst sehr schätze (15 o. 16 gekörte Söhne) und einige Nachkommen von ihm teilw. längere Zeit "persönlich" kannte. Und mir das zu erwartende Endmass auch absolut ausreicht und ich die Anpaarung (von den Pferden, als auch von der Abstammung her) als gut passend einschätzte. Was man mir anhand des Fohlens dann auch bestätigte, ist ein gelungenes Fohlen!
UND man mir sagte, ich könne die Mama dann als Kl. Reitpferd eintragen lassen und das Fohlen bekäme ganz normal volle Pap.. (und wenn ich "man sagte" sage, meine ich schon durchaus jemanden vom Pony-Verband :cool: den ich pers. kenne (und der natürl. nicht "nur" Standard-Mitglied ist :rolleyes2:)
Der dann auch etwas überrascht von der Entscheidung des Zuchtleiters war...

Allerdings Deine Einschätzung, dass eben nur zum ZfdP geht, wer woanders nix wird, bzw. deren Pferdematerial für andere Verbände nicht ausreichend ist, ist auch noch weit verbreitet.
Daher habe ich diesen Thread ja auch erstellt, um - aufgrund meines aktuellen "Falls" - mal Meinungen zum ZfdP zu hören.

Obwohl ich bei Einsicht des Hengstvert.Plans erstaunt war, WELCHE in unserer Gegend bekannte und LANGJÄHRIGE und etablierte Züchter / Turnierreiter da schon so drin sind :cool:

Jupp
04.07.2009, 23:43
Rooby glaub mir, dass ich mich für einen Spaßverein nicht ernsthaft interessieren würde.
Die Urteile da erschienen mir nüchtern betrachtet, ohne Betroffener zu sein,recht fair. Das ist selten.:)
Dabei ist so manch einer beim ZfdP abgeblitzt ( Körung) und hat nachher geschimpft wie ein Rohrspatz.
Die Idee mit dem kleinen deutschen Reitpferd ist gar nicht schlecht. Der Markt verändert sich und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Außerdem, wenn du einen Namen besitzt drücken fast alle Zuchtverbände mal im Einzelfall ein Auge zu.
Und jetzt zurück ins Kloster zur Buße.
Ich geh derweil in den See hinters Haus und laß mich von ostdeutschen Killermücken zerstechen und werde danach ein eiskaltes Bier trinken.:D
@Aquila
Deine Idee ist vernünftig.

Farbenfroh
05.07.2009, 04:19
@ Aquila

Nun mal ohne viel Drumrumgerede:

Die Stute würde beim ZfDP ins Hauptstammbuch eingetragen werden (jetzt S1) - ich setze die notwendige Qualität hierfür mal voraus - und wenn der Hengst gekört ist und einen 100 Tage Test hat, dann gibt es auch ganz normal volle Hauptbuchpapiere als Deutsches Reitpferd. Sollte das Fohlen sich später als klein/ponywüchsig darstellen, dann würde es zur Zucht beim Kleinen Dt. Reitpferd eingetragen werden.

Ich habe auch Oldenburger, Trakehner und ZfDP Pferde. Es ist schon richtig, dass ein Old oder Traki EVENTUELL mehr Geld einbringt, aber bislang habe ich dieses Jahr bereits einige Fohlen gut verkauft, die ZfDP gebrannt werden und keiner hat auch nur ansatzweise gefragt, bei welchem Verband die gebrannt werden. Die Qualiät der Fohlen hat die Käufer mehr interessiert als nach dem Brand zu fragen.

alexandraF
05.07.2009, 08:14
:) Nun verstehst Du sicher auch, warum ich DAS mal eben richtigstellen wollte und warum das halt bißchen kompliziert ist...

Beim Rheinland eintragen war natürlich auch - kurz! - ein Gedanke. Aber: Ich fürchte, auch da gibts für die Tochter wieder nur Geb.Besch. :( Da ich nicht glaube, dass ein Warmblut-Verband einen 1,50m großen Reitpony-Veredler anerkennen würde... :001_unsure:
Und es geht mir ja primär um die Kleine und nicht direkt um die Mama! (also Eintragungs-bezogen jedenfalls!) weil die Mama ja schon älter ist und max. noch 1 weiteres Fohlen bekommen soll.
Für die Kleine gehts aber schon um ein ganzes "Pferdeleben" und ggfls. mehrere potentielle Nachkommen.
Also selbst wenn ich die Mama beim Rheinland eintragen lassen würde, nützt der Tochter das ja auch nix... Oder bin ich da falsch informiert...?
Oder meinst Du, dass die gegen Aufpreis einen für die Ponys gekörten Hengst quasi als "Einzeldeckgenehm." oder so dann voll anerkennen, bzw. die Kleine dann volle Stutbuch I - berecht. Pap. bekommen würde?? Ist der Rheinl. Verband da so flexibel...?
Allerdings IST die Kleine ja nun bereits gebrannt (nur Nr. halt) und registr... Beim Ponyverband halt. Es geht jetzt also um die spätere Eintragung der Kleinen in ein Stutbuch...
Wofür ich Mama eben evtl. aus Formalitäts-Gründen ja dieses Jahr noch beim ZfdP eintragen lassen müsste... Da warte ich halt noch auf Rückmeldung von dort... Weil da ein Passus in der ZBO ist, nach dem - so hab ich es interpretiert - bei Eintragung einer Stute ins Stutbuch die Mutter spät. im Jahr der Geburt des einzutragenden Pferdes bei einem Zuchtverband in eine "Hauptabteilung" eines Zuchtverbandes eingetragen sein muss.
Ich will ja vermeiden, dass das nachher wieder an einem "Formfehler" scheitert!!
Dann müsste ich halt in 2 Wo mit ihr zum Eintragungs- und Brenntermin.

Außerdem wohne ich ja im hohen Norden... Daraus ergibt sich dann auch ein erhebliches "Logistik-Problem" :rolleyes2: bezügl. Eintragung im Rheinland....


Tja, daher halt der Gedanke ZfdP. Das würde alle Probleme lösen... Und ganz nebenbei hätte ich auch eine breitere "Palette" Hengste zur Auswahl, für die Kleine, später... Allerdings einen der beiden ins Auge gefassten RPonyhengste werde ich für die Mama als 2. Hengst dann wohl nicht mehr nehmen können.... Weil die bräuchten ja den 100-Tage Test. (wenn ich die freundl. Dame am Tel. richtig verstanden habe) und haben beide nur 30-Tage.

Ich tendiere also derzeit doch mehr und mehr zum ZfdP, trotz der offenbar doch recht unterschiedlichen Erfahrungen, die mit der Meinung / Einschätzung dieses Verbands offenbar gemacht werden... :001_unsure:
Was sich im Übrigen durchaus mit meiner "Erfahrung" deckt...
Ist ein ZfdP-Pferd mal richtig gut, ist die Mehrheit der Leute offenbar noch immer überrascht...
Und ein ZfdP-Pferd ist bei gleicher Qualität offenbar deutlich weniger gefragt und demenspr. schlechter bezahlt.
Hm.
Die Frage ist, wie weit betrifft das das große Spektrum der -anspruchsvolleren- Freizeitreiter...?

Ruf doch einfach beim rheinischen Verband an und frag die "Papierformmöglichkeiten" ab. Wenn Du das hast, frag, ob das Fohlen jemand in Amtshilfe bei Dir in der Nähe brennen kann.

Keine Ahnung, wie das bei den Rheinländern ist aber in anderen Verbänden geht so etwas durchaus. da wird das Eisen dann an jemanden der brennt geschickt und fertig. Kostet vielleicht etwas mehr.

Aquila
05.07.2009, 08:59
@ Aquila

Nun mal ohne viel Drumrumgerede:

Die Stute würde beim ZfDP ins Hauptstammbuch eingetragen werden (jetzt S1) - ich setze die notwendige Qualität hierfür mal voraus - und wenn der Hengst gekört ist und einen 100 Tage Test hat, dann gibt es auch ganz normal volle Hauptbuchpapiere als Deutsches Reitpferd. Sollte das Fohlen sich später als klein/ponywüchsig darstellen, dann würde es zur Zucht beim Kleinen Dt. Reitpferd eingetragen werden.

So sagte man mir auch am Tel. (beim ZfdP). Nur ob die Stute nun dieses Jahr - im Geburtsjahr des Fohlens, um das es geht - noch eingetragen werden muss/sollte, da war die Dame nicht ganz sicher und das wollte sie freundl.weise noch abklären. (da die Mama ja derzeit noch GAR keine Stutbucheintragung IRGENDWO hat, das könnte sich dann später evtl. als Form-Problem gemäß ZBO rausstellen und ich will nu wirklich KEIN Risiko mehr eingehen :rolleyes2:)
Meine einzigen Bedenken bestehen halt aufgrund der doch vielfach noch verbreiteten negativen Meinung über den Verband...
Gut zu hören, das bei Dir offenbar keine Käufer vom ZfdP-Brand "abgeschreckt" wurden.

In diesem Sinne: @Jupp:
Danke für Deine Meinung und die positive Einschätzung! Jede positive Meinung bestärkt mich. :)

@AlexandraF
Gebrannt ist die Lütte ja nu leider schon... Vom Ponyverband halt. Aber nur Geb.Besch., d.h. nur ne Nr.
Die Frage wäre, ob die Rheinländer die Kleine evtl. später voll anerkennen würden... Und DAS bezweifle ich ja... Weil Hengst nur bei den Ponys gekört und auch mit 1,50 arg klein für einen Warmblüterverband, wie ich annehme...
Aber Du hast Recht, fragen kostet ja nix! Werde ich auf jeden Fall tun.

Und wen es interessiert, bzw. wer gern Bildchen schaut ;) hier mal Bilder von Mama und Tochter...
(in meinem Avatar ist sie übrigens 3 Wo. alt)
Die Bilder zeigen das Fohlen im Alter von 2, 4, 6 und 5 Wochen...

Aber bitte beachten, dass die Mama auf diesen aktuellen Fotos ja auch schon 17 J. ist...

aletheia
05.07.2009, 09:30
Wer dem ZfdP heute noch anhängt, das sei Verband, der alles nimmt und die Pferde seien zweitklassig, transportiert alte vorurteile und KANN nicht aus eigener, aktueller Erfahrung sprechen.
Wir waren jetzt bei zwei Körungen des ZfdP als Zuschauer. In beiden Fällen waren wir begeistert, wie fair und vor allem transparent dort gekört wird. Da gab es in keinem Fall Entscheidungen, die irgendwie nach politischer Motivation gerochen haben. Stattdessen war klar, was die Leute sehen wollen und dass es ihnen wirklich um gute Pferde geht. Nicht genügender Schritt war übrigens im Gegensatz zu anderen Verbandskörungen, die wir auch gesehen haben, in allen Fällen Grund für ein negatives Körurteil.

Für mich hat der ZfdP eine sehr angenehme, lieberale und faire Struktur und kann es sich (noch?) leisten, wirklich die Pferde zu beurteilen und nicht das Maß des Einflusses ihrer Besitzer.

Ich kann das, was ich selbst gesehen und erlebt habe, rundum nur mit Bestnoten bewerten. Das kann ich von dem einen oder anderen "etablierten" Verband beim besten Willen nicht behaupten.

Alfons
05.07.2009, 09:47
Wer dem ZfdP heute noch anhängt, das sei Verband, der alles nimmt und die Pferde seien zweitklassig, transportiert alte vorurteile und KANN nicht aus eigener, aktueller Erfahrung sprechen.
Wir waren jetzt bei zwei Körungen des ZfdP als Zuschauer. In beiden Fällen waren wir begeistert, wie fair und vor allem transparent dort gekört wird. Da gab es in keinem Fall Entscheidungen, die irgendwie nach politischer Motivation gerochen haben. Stattdessen war klar, was die Leute sehen wollen und dass es ihnen wirklich um gute Pferde geht. Nicht genügender Schritt war übrigens im Gegensatz zu anderen Verbandskörungen, die wir auch gesehen haben, in allen Fällen Grund für ein negatives Körurteil.

Für mich hat der ZfdP eine sehr angenehme, lieberale und faire Struktur und kann es sich (noch?) leisten, wirklich die Pferde zu beurteilen und nicht das Maß des Einflusses ihrer Besitzer.

Ich kann das, was ich selbst gesehen und erlebt habe, rundum nur mit Bestnoten bewerten. Das kann ich von dem einen oder anderen "etablierten" Verband beim besten Willen nicht behaupten.

völlig richtig! ...und mal ehrlich - ich kenne einige Leute, die lieber im ZfdP wären, wenn sie nicht schon Generationen anderer Verbandszugehörigkeit mit sich trügen. Jenseits von Marktmacht, kommt es doch in erster Linie auf die Möglichkeiten des züchterischen Willens an - die Verantwortung und das Risiko liegen eh' immer beim Züchter. Der ZfdP ist ein wichtiger Verband im Lande!

Heradine
05.07.2009, 09:50
@aquila, gratuliere zu dem schönen fohlen! und auch die mama sieht gut aus!

wir züchten trakehner und haben für unsere stuten vor zwei jahren den hengst aristo gekauft. er wurde hier in deutschland gezogen (ulrich poll) und als jährling nach holland verkauft.
er ist beim zfdp gekört und hat seine hlp in neustadt dosse mit 107,36 punkten bestanden. inzwischen ist er 20 jahre alt.

in holland sind noch viele nachkommen von ihm im sport, erfolgreich u.a. bis kl. s.

aristo ist bei den trakehnern nicht anerkannt und wir lassen ihn auch nicht anerkennen, weil das zuviel geld kostet (falls anerkannt müßten wir über 3.000,00€ für diese anerkennung zahlen) und ein 20 jahre alter hengst im natursprung nicht viele fremdbedeckungen bekommt. aristo paßt pedigreemäßig super zu unseren stuten und auch die nachzucht kann sich sehen lassen.

die weibliche nachzucht unseres aristo aus trakehnerstuten ist wieder dreijährig eintragungsberechtigt ins hauptstutbuch des trakehnerverbandes. wir würden dann quasi einen umweg gehen, um wieder nachzucht mit dem trakehnerbrand zu bekommen.

allerdings muß ich sagen, dass wir uns beim zfdp sehr gut aufgehoben fühlen. herr britze ist ein zuchtleiter, der sehr kompetent ist und auch den kleinen züchter ernst nimmt!!!
der zfdp eröffnet uns auch mehr chancen für die farbzucht, da es dort auch sehr interessante hengste gibt. und wie von jemand hier angesprochen, sehr gute vollbluthengste.

es gibt in jedem verband gute und schlechte pferde. und wenn man überlegt, dass z.b. der hanno-verband eine riesenanzahl züchter hat und eine dementsprechende menge mehr an pferden hat, dann ist der zfdp gar nicht mal so schlecht dabei. und man ist keine nummer.

im zfdp wird längst nicht jeder hengst gekört. für uns waren bei besuchen von schauen die urteile immer nachvollziehbar, sie wurden auch vom zuchtleiter dementsprechend begründet.

ich denke, der zfdp bietet für den verantworungsvollen züchter die möglichkeit, auch mal andere wege zu gehen (z.b. die farbzucht). der absatz regelt sich dann auch, wenn die qualität des nachwuchses stimmt. und das ist in jedem verband so. auf dem brand kann man nicht reiten.

Syrah
05.07.2009, 10:15
Kommt vielleicht auch drauf an, in welcher Gegend man lebt und welche Alternativen man hat. Soweit ich weiß, gab's insbesondere in Bayern viele 'unglückliche' Ponyzüchter, die dann zum ZfDP sind, und zwar auch mit gutem Material.

Ich hätte vielleicht noch erwähnen sollen (@Aquilla), daß ich einen ZfDP Warmbluthengst eingesetzt habe, auf meine Oldenburger Stuten. Selbstverständlich hat der Hengst die Bedingungen, die Oldenburg an Hengste stellt, erfüllt (HLP, Körung), aber zumindest die Körung eben beim ZfDP (was widerum zu oldenburger Bauchschmerzen geführt hat, die man eben versucht, mit der höheren Eintragungsgebühr zu behandeln). Wenn ich mir aber was in den Kopf gesetzt habe, kann ich halt auch eine Weile mit anderer Leute Bauchschmerzen leben und auch mit dem Loch in meinem Portemonnaie... Die Belohnung ist schließlich der oldenburger Stempel, und der würde mir doch arg fehlen.
Ich hab das irgendwo anders schon mal geschrieben: Hier in Oldenburg wird bei jeder größeren Veranstaltung noch 'Heil Dir oh Oldenburg' gesungen, und zwar mit demselben Ernst, den die Amis beim Singen ihrer Nationalhymne an den Tag legen. Das läßt sich nicht auslöschen, will hier auch keiner (ich ebenso wenig). Ist halt so eine Art Nationalstolz, den es ja auch in den anderen Traditionszuchtgebieten gibt (was singen eigentlich die Hannos). Modern ausgedrückt könnte man es vielleicht als corporate identity bezeichnen... Kann man wohl auch nur nachvollziehen, wenn man so groß geworden ist.

Auf den ZfDP bezogen denke ich, daß die in den Hochzuchtgebieten nicht den Schatten einer Chance haben, außer eben bei den Leuten, die sich irgendwie ungerecht behandelt gefühlt haben oder sonstwie verprellt wurden. In den Gebieten, in denen es keine solchen Traditionen gibt, oder dort, wo die Verbände eben Mist gemacht haben, sieht das wohl anders aus.

Ansonsten bleibe ich dabei, wenn's ein Pferd ist, das erfolgreich im Sport ist, ist mir der Brand egal, aber bitteschön nicht auf meinen schönen Stuten/Fohlen!

ponypower
05.07.2009, 10:25
wie kriegt man einen hengst eigentlich ins hb 2 beim zfdp eingetragen? ist der dafür gekört worden oder hat der einfach nur papiere und 2 hoden?

ich weiss, wer dir das beantworten könnte :lol:

Linaro3
05.07.2009, 10:48
In beiden Fällen waren wir begeistert, wie fair und vor allem transparent dort gekört wird. Da gab es in keinem Fall Entscheidungen, die irgendwie nach politischer Motivation gerochen haben. Stattdessen war klar, was die Leute sehen wollen und dass es ihnen wirklich um gute Pferde geht. Nicht genügender Schritt war übrigens im Gegensatz zu anderen Verbandskörungen, die wir auch gesehen haben, in allen Fällen Grund für ein negatives Körurteil.

Bleibt das Problem mit dem Tüv, da erwarte ich nämlich von meinem Zuchtverband strengere Maßgaben und Ausschluss bestimmter Fälle. Ich erinnere mich an einen Darco aus ganz bekanntem Hause vor guten zwei oder drei Jahren, der war sogar mal Sieger, meine ich. Stamm, Pedigree, Sprungablauf - alles gut. Aber eine gravierende Verstellung vorne, die aus dem Karpalgelenk herauskam, so schlimm habe ich das selten gesehen. Und dann dazu die netten Fälle von den Tüv-Durchfallern unserer Körung, die regelrechte "Chip-Bomber" waren und da gekört werden. Mmmhhhh.......


Ansonsten bleibe ich dabei, wenn's ein Pferd ist, das erfolgreich im Sport ist, ist mir der Brand egal, aber bitteschön nicht auf meinen schönen Stuten/Fohlen!

Das würde ich so unterschreiben. Ich würde mir persönlich keine ZfdP-Fohlen kaufen (ich habe hier schon mal genau erklärt, warum ich keine Fohlen mehr mit dem M auf dem Hintern kaufe, die Argumente gelten hier genauso). Farbzucht ist da sicherlich eine Ausnahme.

Riesoll
05.07.2009, 10:49
Ohne mich jetzt durch den gesamten Beitrag zu lesen.......:
Ich finde es beim ZfdP gut, das er auch verschiedenen Sparten abdeckt, z.B. die Knabis und auch andere Halbblut/Blut-Rassen, für die Züchter solcher Pferde ist der ZfdP doch ein Seegen, die werden doch in den anderen Verbänden unter ferner liefen registiert. Da finde ich den ZfdP sehr offen. Wenn ich ein Pferd, was in anderen Verbänden kein eigenes Zuchtbuch hat, hätte, würde ich auch den ZfdP wählen, bei WB, na warum auch nicht. Ich denke der ZfdP hat sich in seiner Geschichte schon einen gewissen Status erarbeitet.

Die absolute Lachnummer ist für mich immer noch der ECHA........(Europäischer Scheckenzuchtverband)

max-und-moritz
05.07.2009, 12:27
Hallo,

ich hab mir vor Jahren eine ZfdP-eingetragene Stute gekauft, Trakehner aus Rußland. Dann hab ich mir irgendwann gedacht: schaust mal was der Trakki-Verband dazu sagt!

Ich hin auf so ne Züchterveranstaltung und zum Zuchtleiter (hatte eine Fürsprecherin, sonst hätte der mich glaube ich gar nicht empfangen...).

Der schaut sich das Papier an, sagt Supertoll, so ziemlich die Abstammung die auch seine eigenen Stuten haben (!!!), ui, der Hengst hier, und der Hengst da. schon was Edles, das ich da habe. - Aaaaaber: ein einziger Hengst ziemlich weit hinten im Pedigree ist bei den Trakehnern nicht eingetragen und auch nicht eintragungsfähig.

Aha. Ja dann.

Leider doch ein eher minderwertiges Pferd, oder???

Zur schon beschriebenen Fairness des ZfdP kann ich nur sagen: so ist es. Iich meldete mich mit meinem ersten selbst gezüchteten Fohlen zum Brennen an, ein züchterischer Niemand. Nix ist mit "im Verband seit vielen Züchtergenerationen".

Der Zuchtleiter ZfdP kommt auf den Hof und bewertet DAS FOHLEN. Nicht den NAMEN, der in den Papieren steht, mit einer schönen 7,8.

Nicht aufschreien, habe ich live miterlebt wie das bei einem sehr namhaften Verband abgehen kann wenn der falsche Züchter ein tolles Fohlen hat...!

So, was macht man dann mit dem Fohlen, das den falschen Züchter hatte? Geeenau: Das verkauft man superbillig weil ja nicht prämiert, an jemanden mit dem richtigen Namen.

Der fährt dann 2 Jahre später zur Körung und schwupp-di-wupp hat der einen gekörten Hengst im Stall.

...Und wenn man ganz viel Glück hat passiert einem das sogar 2 mal in 5 Jahren...!!!

Viele Grüße, max-und-moritz

PS: 3 ZfdP-eingetragene Fohlen hatte ich, beim Verkauf an gehobene Freizeitreiterinnen gab es keine Probleme. Nicht eine hat sich am Brand gestört.

Kareen
05.07.2009, 12:53
Genau so meine ich das auch. Es kommt immer darauf an, wer kauft und was gekauft wird.

Aquila
05.07.2009, 14:37
@Heradine: Danke für das Kompliment. Ich bin auch trotz des ganzen Theaters und dem Geärgere deswegen nach wie vor ganz "verknallt" in meine Süße :wub: und soooo glücklich, dass ich noch eine - so hübsche - Tochter des überraschend verstorbenen Marquis habe :angel:

Aber interessant finde ich, was Du sagst - dass die Anerkennung eines ZfdP-Hengstes scheinbar oftmals auch nur eine "Preisfrage" ist! Im Ernst, wie "zuchtverantwortlich" ist DAS denn :cool:
Da wird sich dann von vielen aufgeplustert, dass der ZfdP ja - auch - minderwertigere Hengste kört und - wenn ich das bei Dir richtig verstanden habe - würde ein ZfdP - Hengst gegen eine GANZ kleine Zahlung ;) dann auch anerkannt...? Aaaaahja :rolleyes2:

@Max-und-Moritz

Du bist also auch der Meinung, dass es beim ZfdP nicht so sehr um "Namen und (Verbands-) Politik" geht, wie in manch alteingesessenem Verband....
Hm.
Das habe ich jetzt schon mehrmals gelesen, dazu. Und das finde ich natürlich gut!
Mir reichte diese zeitweise Name-statt-Quali-Geschichte auf den Turnieren auch immer schon... Bei manchen Richtern - aber nur bei manchen halt und auch nur selten! - wurden auch gern mal die Kids bekannter Leute vorgezogen... Das war dann auch nicht nur eigene Einschätzung (weil halt ein anderes "vorn" war, als das "eigene", bzw. in meinem Fall der "Schützling" auf einem meiner Vierbeiner) sondern wenn man mal bißchen hinhörte, was die umstehenden Leute so reden (untereinander) und Leute die man kannte, vom selben Turnier, dann konnte man mitunter raushören, dass die AUCH genau so dachten.
War glücklicherweise nur in Ausnahmefällen so, aber habe ich durchaus dann und wann erlebt!
Und genauso wie Turnierrichter haben ja oftmals auch Zuchtbeauftr. / Körkomm-Mitglieder u.a. "Vorlieben" und "Abneigungen", bzw. bestimmten Geschmack.

Somit finde ich natürlich gut, dass es da beim ZfdP offenbar ja objektiver zugehen soll!

@Linaro
DAS finde ich natürlich SEHR bedenklich :(
Werden beim ZfdP tatsächlich DERMASSEN gravierende - teilw. ja schließlich vererbliche - gesundheitl. Mängel toleriert???
Dazu würde ich natürlich gern mehr hören...

Linaro3
05.07.2009, 15:04
@Linaro
DAS finde ich natürlich SEHR bedenklich :(
Werden beim ZfdP tatsächlich DERMASSEN gravierende - teilw. ja schließlich vererbliche - gesundheitl. Mängel toleriert???
Dazu würde ich natürlich gern mehr hören...

Stop! Nicht verallgemeinern - dazu kann ich nichts beitragen sondern nur von den mir bekannten drei Fällen sprechen. Ich kenne die Röntgenvorgaben nicht für den ZfdP - vielleicht kann da aber ja mal jemand was zu sagen? Denn ich komme ja nun aus einem Verband der da päpstlicher als der Papst ist. Bei uns werden noch über alte Vollblüter von der Bahn geröngt.....

Heradine
05.07.2009, 16:00
leider habe ich es nicht hinbekommen, das ganze als datei hochzuladen, aber das sind die formulare des zfdp für die untersuchungen, die man für eine körung braucht.





Ausstellung frühestens am 14.11.2008 durch einen Fachtierarzt für Pferde !!!

TIERÄRZTLICHE BESCHEINIGUNG FÜR DIE REITPFERDEZUCHTEN
zur Körung am 28.11.-30.11.2008 in Kreuth

Anschrift des Fachtierarztes ( Stempel ) Katalog-Nr.
( wird vom ZfdP ausgefüllt )





Angaben zum Hengst ( vom Tierarzt auszufüllen ):

Lebens-Nr.: Name:

Geburtsdatum: Farbe:

Abzeichen:

___

Besitzer: _______
************************************************** *************************************
Der oben beschriebene Hengst wurde heute von mir zu nachfolgenden Punkten untersucht:

1. Allgemeiner Gesundheitszustand:
2. Ansteckende Hautkrankheiten: q nein q ja:
3. Hufdeformationen: q nein q ja:
4. Sind erworbene Exterieurmängel ( Gallen, Überbeine, Sehnenveränderungen u.ä. )
festzustellen ?
q nein q ja:
5. Sind Narben festzustellen, die auf folgende Operationen hindeuten ?
q nein q ja q Kehlkopfpfeifer-Operation
q Kopper-Operation
q Nervenschnitt
q Nabelbruch-Operation

6. Sind Gebißanomalien festzustellen ?
q nein q ja und zwar:
a) Wird im Bereich der Schneidezähne eine vollständige zentrale Okklusion erreicht ?
q ja q nein; Abweichung in mm:


bitte wenden !





- 2 -

7. Sind beide Hoden vollständig im Skrotum abgestiegen ? q nein q ja

Hodengröße: links: cm rechts: cm

Hodenkonsistenz: links: cm rechts: cm

b) Liegen auf Grund der klinischen Untersuchung Anzeichen für Veränderungen an den
äußeren Geschlechtsorganen vor ?
q nein q ja:
8. Liegen klinisch erkennbare Anzeichen für eine Krankheit mit erblicher Genese oder
ein Erbfehler vor ?
q nein q ja:
9. Liegen Anzeichen für eine Störung des Nervensystems vor ?
q nein q ja:
10. Liegen Anzeichen für eine Ataxie vor ?
q nein q ja:

11. Röntgenaufnahmen (siehe Anhang):

12. Bei der Untersuchung wurden keine Hinweise für das Vorliegen der früheren
'Hauptmängel' festgestellt. Im Verdachtsfall des Mangels Kehlkopfpfeifen ist eine Endoskopie durchzuführen.
q ja q nein, folgender Mangel liegt vor:

______

13. Liegt zur Zeit ein ausreichender Impfschutz gegen Influenza laut aktueller LPO
mit abgeschlossener Grundimmunisierung vor ? q ja q nein

Die letzten beiden Impfdaten waren: und

14. Konnten Symptome einer ansteckenden Krankheit bei dem Hengst oder bei einem
anderen Pferd des Bestandes festgestellt werden ? q ja q nein














Ort + Datum Unterschrift





Röntgenprotokoll


Lebensnummer des Hengstes:________________________ Farbe:_____________

Abstammung:_______________________________________ ___________________

Datum der Erstellung:____________________
( dürfen nicht älter sein als ein Jahr )

v.l. Oxspring: __________________________________________________ _________

v.r. Oxspring:_________________________________________ ___________________

v.l. Zehe 90 Grad:_____________________________________________ ___________

v.r. Zehe 90 Grad:_____________________________________________ ___________

h.l. Zehe 90 Grad:_____________________________________________ ___________

h.r. Zehe 90 Grad:_____________________________________________ ___________

l. Sprunggelenk 45 Grad:_____________________________________________ _____

r. Sprunggelenk 45 Grad:_____________________________________________ _____

l. Sprunggelenk 135/315 Grad:_____________________________________________

r. Sprunggelenk 135/315 Grad:_____________________________________________

l. Knie 90 Grad:_____________________________________________ _____________

r. Knie 90 Grad:_____________________________________________ _____________


Einstufung der Röntgenbilder

__________________________________________________ ________________________

__________________________________________________ ________________________

__________________________________________________ ________________________

__________________________________________________ ________________________

Bei Unstimmigkeiten halten Sie bitte Rücksprache mit dem Verband.



_____________________________________________
Unterschrift und Stempel des untersuchenden Tierarztes

Jupp
05.07.2009, 18:27
Wahrscheinlich wollen die anderen Verbände auch noch die letzten Röntgenbilder vom Tierarzt , nach seinem letzten Winterurlaub, haben.;)

max-und-moritz
05.07.2009, 21:04
@ Aquila: ich war damals wirklich sehr überrascht von dem Zuchtleiter, das hat mir den Verband mehr als sympathisch gemacht. Ehrlich gesagt habe ich mit nicht viel gerechnet, weder beim Verhalten mir gegenüber noch bei der Bewertung vom Fohlen.

So die Generationen-von-Züchtern-Vorteile kanns bei einem Verband, der gute 30 Jahre alt ist, halt nicht geben... :D

Da haben dann auch so Neulinge wie ich mit guten Pferden mal ne Chance.

Viele Grüße, max-und-moritz

aletheia
06.07.2009, 07:54
Linaro: Meines Wissens akzeptieren _alle_ Verbände Chips bei zu körenden Hengsten. Es kommt darauf an, wie viele und wo. Wieder meines Wissens kommt es dann auch noch darauf an, wem das Pferd gehört und wie die "Auswahl" in dem fraglichen Jahr ist. Da kann es bei günstiger Konstellation durchaus vorkommen, dass da mal einer durchrutscht. Wie auch immer. Und selbst bei ganz großen Verbänden kommt es vor, dass da ein Sieger, für mehr als eine Million verkauft, sich plötzlich als unfruchtbar erweist.
Ich bin mir sicher, dass auch in deinem Verband durchaus schon Pannen vorgekommen sind.
Lassen wir also die Kirche im Dorf.

Linaro3
06.07.2009, 09:47
Linaro: Meines Wissens akzeptieren _alle_ Verbände Chips bei zu körenden Hengsten. Es kommt darauf an, wie viele und wo. Wieder meines Wissens kommt es dann auch noch darauf an, wem das Pferd gehört und wie die "Auswahl" in dem fraglichen Jahr ist. Da kann es bei günstiger Konstellation durchaus vorkommen, dass da mal einer durchrutscht. Wie auch immer. Und selbst bei ganz großen Verbänden kommt es vor, dass da ein Sieger, für mehr als eine Million verkauft, sich plötzlich als unfruchtbar erweist.
Ich bin mir sicher, dass auch in deinem Verband durchaus schon Pannen vorgekommen sind.
Lassen wir also die Kirche im Dorf.

:rolleyes2: Davon redet doch auch keiner. Und wenn du genau liest, was ich geschrieben habe, dann stellst du fest, dass ich oben von OCD in Knie- und Sprunggelenk sprach. Und aufgrund eigener Erfahrung weiß ich, dass bei uns z.B. OCD in beiden Sprunggelenken nicht körfähig ist. Diese Hengste konnten dann aber beim ZfdP gekört werden! Das ist das was ich fraglich finde, OL erkennt die dann übrigens auch an - ist also nicht besser. Wo bleibt da die Absicherung für den Züchter, der ja keine Bilder gucken geht und schon gar nicht auf Nachkörungen? Ich möchte wenn möglich keinen Hengst nutzen mit OCD in den Sprunggelenken, aber wie kriege ich das mit? Leider gar nicht! Da sind unsere Verbände gefragt und ich finde es von Nischenverbänden nicht gut, wenn sie solchen Lücken schaffen. :(

By the way - Unfruchtbarkeit steht auf einem anderen Blatt, davon sprach hier niemand! ;) Das ist einfach im Vorwege nicht kontrollierbar.

Aquila
06.07.2009, 16:51
@Heradine

Hey, da hast Du Dir aber Mühe gemacht, danke!!

Also auf mich wirkt das Formular keineswegs, als wäre man bei der Thematik nachlässig....
Aber ich habe auch noch nicht mit anderen Verbänden vergleichen können.

@altheia
Demnach ist es also nicht unbedingt und explizit nun NUR beim ZfdP möglich, dass ein solcher Hengst gekört wird...? So hatte ich es bei Linaro3 eigentlich verstanden... Kann aber auch mein eigenes Mißverständnis sein...

@linaro3
D.h. also nicht, dass nun der ZfdP da ungewöhnlich "locker" mit solchen Dingen umgeht, im Gegensatz zu anderen Verbänden, wie ich das verstehe...? Du sagst, OL wäre da auch nicht soooo anspruchsvoll, wie z.B. Dein Verband?
Ok, da OL - meiner Einschätzung nach - durchaus einen sehr guten Ruf als "Markenname" hat, würde ich diese Sache für mich jetzt nicht unbedingt als absoluten "Contra-Punkt" gegen den ZfdP bewerten.

Was natürlich die Sache an sich nicht besser macht, da gebe ich Dir recht! Etwas Falsches wird ja nicht richtig, nur weil andere es auch tun. Aber das ist wohl eine andere "Baustelle"
Mir gehts hier ja primär um die Einschätzung des Rufs und Pferdematerials des ZfdP als Alternative zu den ren. Verbänden... Weils für mich gerade aktuell zur Debatte steht. Und eine Einschätzung der vorherrschenden Meinung über den Verband und sein Material und Erfahrungen mit beidem.

Was anderes - off topic -
Unfruchtbarkeit steht doch nicht GANZ auf einem anderen Blatt, oder doch...? Wird denn im Zuge der Körung usw. nicht eigentlich auch das Sperma untersucht? Ob die kleinen Fischlis denn auch fit und fleißig sind :rolleyes2:
Was natürlich keinen Hengst davor feiht, später dann unfruchtbar zu werden...

@Jupp
Naja, er räumt ja ein, dass sein Verband päpstlicher als der Papst ist :cool:
Ob das nun falsch oder richtig ist, da teilen sich sicher die Geister...

@ m-und-m
Also das finde ich wie gesagt gut! Die Qualität sollte doch auch aus züchterischer Sicht immer vor Namen, Geld, Einfluss u.a. stehen... Wenn beim ZfdP auch eine kleine "Lieschen Müller" von nebenan (wozu ich mich selbst natürl. auch zähle) mit ihrem geliebten Pferdi es anerkannt und honoriert bekommt, wenn ihr Pferdi und/oder dessen Nachzucht halt was taugt, dann ist das schon sehr löblich, finde ich!
Wobei sowohl langjähr. Erfahrung, als natürlich auch reichlich Geld schon durchaus hilfreich ein dürften, um Zuchterfolge zu erzielen! Somit haben sicher viele solcher Leute halt häufig auch überdurchschnittliches Material, denke ich. Und dass ein langjähriger, erfolgreicher Züchter mit gehobenem Respekt behandelt wird, steht ihm durchaus auch zu, finde ich (Cäsar was Cäsar gebührt). Aber das sollte eben wirklich nicht dazu führen, dass gute Pferde von "einfachen" Leuten, die ihr Pferd einfach aus Liebhaberei haben und nicht aus rein gewinn- und erfolgsorientierten Gründen, mit ihren qualitativ nicht schlechten Pferden deshalb schlechter behandelt werden.
Da bin ich jedenfalls voll Deiner Meinung!

Also ich warte ja noch auf Rückmeldung vom ZfdP, bzw. werde nochmal anrufen, wie es nun ist, ob ich meine Stute nun dieses Jahr schon eintragen lassen sollte (damit die Tochter nachher halt Stutbuch I bekommt) oder ob das nicht erforderlich ist. (was ich kaum glauben kann, denn da meine Süße ja schon etwas betagter ist, besteht ja womöglich die Gefahr, dass sie gar nicht mehr da ist, wenn die Kleine zur Eintragung geht! (was ich natürlich nicht hoffe!) Und es dann womöglich Probleme gibt, eine Stute aus einer nie-irgendwo-in-einem-Stutbuch-eingetragenen Stute ins Stutbuch I zu bekommen... Da will die nette Dame halt lieber noch nachfragen... 10 Tage hab ich noch Zeit, da ist letzter Termin in meiner Gegend.
Und falls ich eintrete, muss ich das dann ggfls. ja im nächsten Jahr auch bei der Hengstwahl berücksichtigen....

Noch kurz was zu rooby94's Anmerkung zu HB2-Hengsten
Also diese körfreie Hengstanerkennung ist nicht dem ZfdP allein vorbehalten...
Der VZAP - seines Zeichens bekanntermaßen der -renommierte- Araberverband - hat vor etlichen Jahren die Körpflicht auch abgeschafft :(
Später allerdings wenigstens für die Nicht-AVs (Shagya, AA, A etc.) wieder eingeführt. Nun "dürfen" nur noch AVs untereinander ohne Körung viele viele Fohlis machen...
Und nach meiner Erfahrung durch meine Arabermädels - und die paar Fohlen daraus, vor etlichen Jahren - gibt es gerade auch im Araberbereich sehr viele Leute, die - genau wie ich selbst - sicher NICHT die ausreichende Erfahrung haben, um WIRKLICH einschätzen zu können, ob ein Hengst in die Zucht sollte... Gibt da Leute, die gehen echt nur nach Typ... Und haben KEINE Ahnung von Gebäude und gesundheitl. Problemen, die aus gravierenden Gebäudefehlern entstehen können... Da ist der Versuch, diese verbandsseitigen "Zwänge" und Einschränkungen zu mildern sicher eher kontraproduktiv gewesen... :( Wenns auch für die erfahrenen Züchter sicher eine gute und gerechte Sache ist...

Linaro3
06.07.2009, 17:07
Was anderes - off topic -
Unfruchtbarkeit steht doch nicht GANZ auf einem anderen Blatt, oder doch...? Wird denn im Zuge der Körung usw. nicht eigentlich auch das Sperma untersucht? Ob die kleinen Fischlis denn auch fit und fleißig sind :rolleyes2:
Was natürlich keinen Hengst davor feiht, später dann unfruchtbar zu werden...


Nein, wird es nicht! Würde auch wenig bringen, denn leider kann auch Sperma, was unter dem Mikroskop den guten Glauben erweckt, alles sei in bester Ordnung (oder mit deinen Worten "fit und fleißig" ;)), nicht befruchtungsfähig sein. Das ist sogar nicht selten der Fall und deshalb kommen diese Dinge ja meist auch im Laufe der Saison erst in die Öffentlichkeit.

Aquila
06.07.2009, 17:15
@Linaro3

Das ist ja mal ein Ding... :rolleyes2:
Ich hatte echt immer geglaubt, das würde mit untersucht... Meinte das mal gehört zu haben....

Tja, dann kann man da echt sicher mal die eine oder andere Überraschung erleben!
Und DAS kann man dann ja wirklich auch niemandem zum Vorwurf machen...
Das läuft dann wohl unter "Shit happens"... :D

Kittyhawk
06.07.2009, 17:51
@Linaro


Und aufgrund eigener Erfahrung weiß ich, dass bei uns z.B. OCD in beiden Sprunggelenken nicht körfähig ist.Och...mir fallen momentan knapp FÜNF Chip-Operierte, Hanno-Anerkannte ein...1 3/4-jährig fein säuberlich geröntgt, Malaisse festgestellt und noch vor der aufwändigen Körvorbereitung in Belgien und Holland (damit hier in Deutschland erst gar keine Gerüchte entstehen) weggemacht. Gut - die Chips waren auch derart, dass sie ohne grösseren Aufwand operabel waren.
Über säuberlich operierte Tönies wollen wir erst gar nicht reden...

Dieser Mist hat mit den Verbänden nichts zu tun. Die Hannos bewahren aber die Form und tun so, als hätten die Untersuchungen im Vorfeld der Körung noch eine Aussagekraft. Haben sie aber leider nicht, denn - zumindest "einfachere" - Chips sind problem- und nahezu spurlos operabel...Dazu kommt, dass sich die Kosten hierfür, gemessen am wirtschaftlichen Wert eines ordentlichen Junghengstes, vernachlässigbar sind...

FAZIT: Aussagekraft in der heutigen "VET-Ära" und Professionalität der Körungsvorbereitungsbetriebe --> 0
Ausssortiert durch diese "brutalstmögliche Verbandskontrolle" werden nur die, bei denen die Ton-OP misslingt, oder die Chips nicht so ohne weiteres wegoperiert werden können...
Ich bin zwar eingefleischter Hanno-Fan, aber mich auf deren Gesundheitskontrolle zu verlassen, nee, nee...Nicht immer hält das rote Licht, was es dem Wanderer verspricht...:)

Lass erst mal die potentiellen Granaten/Überhengste MINDESTENS sechs Jahre lückenlos oben platziert sein, DANN kann man anfangen an deren Härte zu glauben...;)

Linaro3
06.07.2009, 18:10
@Linaro

Och...mir fallen momentan knapp FÜNF Chip-Operierte, Hanno-Anerkannte ein...1 3/4-jährig fein säuberlich geröntgt, Malaisse festgestellt und noch vor der aufwändigen Körvorbereitung in Belgien und Holland (damit hier in Deutschland erst gar keine Gerüchte entstehen) weggemacht. Gut - die Chips waren auch derart, dass sie ohne grösseren Aufwand operabel waren.
Über säuberlich operierte Tönies wollen wir erst gar nicht reden...


Da fallen mir sogar noch deutlich mehr ein, gucke ja auch fleißig Bilder auf dem Hengstmarkt. ;) Es geht mir aber um OCD in Sprung- und Kniegelenken (ob operiert oder nicht, spielt ja offiziell mal keine Rolle) wo der normalsterbliche Aussteller eine Fahrkarte bekommt, wenn er versucht das Pferd zur Körung anzumelden.

Ich würde nämlich keine Chip-OP auf der Körung verschweigen, dann verkaufe ich den Esel im Optimalfall für 100 Mille, der neue Käufer röngt zu Hause aus allen Perspektiven neu, forscht nach, das ganze kommt raus und ich kriege den Ruckizucki zurück auf den Hof inkl. aller entstandenen Kosten. Nein danke, das können andere tun. Ich rede also nicht von der Ausnahme der Ausnahme oder den Menschen, die dafür die besondere Berechtigung mit Ausnahmeregelung haben, sondern von den Bedingungen die für Normalssterbliche gelten! ;) Und da ist uns z.B. zweimal genau das passiert.

Offiziell fliegt dein Hengst also auch raus, wenn du beidseits OCD im Sprung- oder Kniegelenk hast - auch wenn man kosmetisch was dran tun kann.

Kittyhawk
06.07.2009, 18:18
@Linaro


ob operiert oder nicht, spielt ja offiziell mal keine RolleDoch, genau DIES spielt eine Rolle, denn wenn Chips vorher da waren

a. hätten sie nicht zur Zucht zugelassen werden dürfen (ganz offiziell nicht)
b. besteht die Möglichkeit der Weitervererbung - und die Adressen der einschlägigen Vet-Experten werden bei der Bedeckung nicht oft weitergegeben....;-)



forscht nach, das ganze kommt rausDer Eine von den fünf mir bekannten ist verkauft, geröntgt, jetzt rat mal was dabei rausgekommen ist...alles Bestens...;-)
Wenn man zeitig röntgt und zeitnah operiert, haben auch die Chips kaum eine Chance, am umliegenden Gewebe Schaden anzurichten. Und die OP-Narben sind in der heutigen Zeit auch kaum von einer "kleinen Fohlenverletzung" zu unterscheiden...
Also: Die Aussagen dieser "Körungschecks" sind so sicher wie unser aller Rente...:-)))

Aquila
06.07.2009, 18:28
@Linaro

Och...mir fallen momentan knapp FÜNF Chip-Operierte, Hanno-Anerkannte ein...1 3/4-jährig fein säuberlich geröntgt, Malaisse festgestellt und noch vor der aufwändigen Körvorbereitung in Belgien und Holland (damit hier in Deutschland erst gar keine Gerüchte entstehen) weggemacht. Gut - die Chips waren auch derart, dass sie ohne grösseren Aufwand operabel waren.
Über säuberlich operierte Tönies wollen wir erst gar nicht reden...



Tja, schummeln geht immer :D
Dann müsste man ja theor. jeden Hengstanwärter 2 1/2 Jahre lang nach Big-Brother-Verfahren überwachen lassen :rolleyes2:
Gibt sicher immer Mittel und Wege...
Es denke, es geht in diesem Fall eher darum, was der Verband gleich mal rauskickt, wenn es denn solche Mängel offensichtlich gibt.
Dass solche Dinge auch bei den Hannos mal vorkommen können, ist somit klar. Aber ich glaube, Linaro3 wollte damit sagen, dass die das zumindest nicht "wissentlich in Kauf" nehmen...

Aber ich stimme mit Kittyhawk schon auch überein, dass es eine Garantie nirgendwo gibt! Und ein bißchen Vorsicht bei dem "Herunterschauen" auf andere Verbände da schon geboten sein sollte.... (in dem Glauben: bei UNS würde es sowas nicht geben :blush2:)

off-topic
By the way, a propos Schummeln....
Welcher Hengst war das noch, so ein ganz bekannter, vor 10 - 20 Jahren, ein Springer, hocherfolgr. im intern. Sport, der HORRENDE Decktaxe kostete (irgendwas bei 5 oder 7 tsd DM, damals oder sogar noch mehr, gott ich ERINNERE mich nicht an den NAMEN!!! Meine, es war ein Fuchs, GANZ bekannt! Verd. Alzheimer :001_unsure:)
War in Hann. und/oder Old. gekört (möglicherw. auch für andere Verb. zugelassen, das weiß ich gerade nicht).
Wo sich dann irgendwann rausstellte, dass einige - oder sogar viele - seiner "Kinder" ja gar nicht von ihm waren :D
Da wurde ein farbl. passender "Leihvater" verwendet :tt2:
War ein dicker Skandal damals....
Mussten alle zur Blutuntersuchung usw. usw.
Weiß gar nicht, was da draus geworden ist, seinerzeit....

Also mit genügend "krimineller Energie" :cool:, Dreistigkeit und Verantwortungslosigkeit, mögl. noch gepaart mit Geldgier, da gibts immer mal wieder ganz schönen Mist!

Kittyhawk
06.07.2009, 18:36
@Aquila


Dann müsste man ja theor. jeden Hengstanwärter 2 1/2 Jahre lang nach Big-Brother-Verfahren überwachen lassenHmm...Besser ist es zu warten, bis die "Überhengste", ihre Qualitäten und Härte im Sport über lange Jahre unter Beweis stellen. DANN würde sich die Überwachung und vor allem die abenteuerlichen Bedeckungszahlen im Zusammenhang mit hochgejubelten Jungstars, die sich im Nachgang als Taugenixe entpuppen, erübrigen...Immer daran denken: Ein Pferdezüchter ist - zumindest theoretisch - immer jung und kann abwarten...;-)

PS: Wer nicht warten kann, der MUSS zahlen...

Linaro3
06.07.2009, 18:43
@Linaro
Doch, genau DIES spielt eine Rolle, denn wenn Chips vorher da waren


Spielt keine Rolle in Bezug auf körfähig oder nicht. Chip-operiert verkauft sich besser, für den Doc ist aber egal ob da mal einer war oder jetzt noch ist - aus offizieller Sicht ist beides das Gleiche.

In aller Regel checken die großen Gestüte doch ihre Hengste nach dem Kauf zu Hause nochmal mit dem Doc ihres Vertrauens. Erzähl mir nicht, wir seien die einzigen, die das machen. Mitnichten......:cool: und das man von gewissen Ausstellern besser die Finger lässt, sollte auch bekannt sein und der Rest ist dann eben Glück. Meine Aussage sollte sein, dass ich als Laie (eigene Erfahrung) einen Hengst der in Hannoland durch den Tüv fällt, beim ZfdP gekört bekomme, dass es zahlreiche Lücken im System gibt, ist mir klar.

Kittyhawk
06.07.2009, 19:14
Linaro,

Ein Hengst kann nur das vererben, was ihm die Natur mitgegeben hat: Gesundheit, Vorsichtigkeit, Leichtrittigkeit, Kraft/Muskulatur, etc. Bedauerlicherweise sind einige dieser Eigenschaften beim Anforderungsprofil für einen 2,5-Jährigen "ausbildungstechnisch" bzw. "veterinärmedizinisch" manipulierbar und daran gibt es keine Zweifel, es wird munter praktiziert.
Die Blase platzt allerdings nicht beim Vet-Check sondern mit dem Nichterbringen(Können) jahrelanger Spitzenleistungen, bzw. mit einer unterdurchschnittlichen Vererbung hinsichtlich Leistungsvermögen, -fähigkeit und mangelhafter Konstitution...

Die Verbände können die Vielzahl an Manipulationsmöglichkeiten gar nicht unterbinden, nur sollten sie nicht den Anschein erwecken, sie könnten es - darum geht es mir...

Jupp
07.07.2009, 09:49
Linaro, dass Spielchen geht auch andersrum. Beim ZfdP nicht gekört, bei einem anderen Verand gekört.
Ich bin noch nicht neim ZfdP. Aus Bequemlichkeit, Tradition und aus anderen Gründen.
Ich bin sicher, dass man als Nobody mit einem guten Pferd beim ZfdP größere Chancen hat als in anderen Verbänden, weil dort die Pferde sehr gerecht beurteilt werden .
Bei anderen Verbänden schaue ich auf die Abstammung und den Besitzer und brauch eigentlich gar nicht mehr zur Veranstaltung zu gehen, weil ich die Ergebnisse vorher schon kenne.
Mittelmäßige oder mir unbekannte Abstammung/ Nobody-keine Chance.
Beim ZfdP muß ich aber auch als möglicherweise bekannter Züchter damit rechnen, dass ich eine Klatsche kriege, weil der Gaul ausgrechnet an diesem Tag rumzickt und wer hat das schon gern.

tantan
07.07.2009, 10:02
@Aquila
zu deinem OT war das nicht ein Hengst mit G ?

Aquila
07.07.2009, 10:03
Ich bin noch nicht neim ZfdP. Aus Bequemlichkeit, Tradition und aus anderen Gründen.

Bequemlichkeit und Tradition verstehe ich natürlich :) Ich glaube auch nicht, dass irgendein Hanno oder Old o.ä. Züchter nur "einfach mal so" zum ZfdP wechseln würde, ohne trifftigen Grund oder Anlass. Würde ich sicher auch nicht.
Aber ehrlich gesagt würde ich natürlich genau diese "anderen Gründe" gern wissen :rolleyes2: (bezugnehmend auf den Grundgedanken bei diesem Thread)

Natürlich nicht, wenn es jetzt ganz persönliche Gründe sind, wie halt z.B. rein menschliche Probleme/Antipathien mit/gegen irgendjemandem vom ZfdP, oder halt etwas in der Art, was natürlich weder mit Verband, noch den Pferden irgendwas zu tun hat.
Das geht mich nichts an und ist wäre auch am Thema vorbei.

Aber jeden anderen Grund wüsste ich schon gern, wenn Du es erläutern magst!

@Kittyhawk
Dein letzter Satz = genau mein Reden ;) siehe oben....

@tantan
Könnte sein... *nachdenk* G-Linie... gott, wenn ich es nur WÜSSTE *grübel*
Habe einen Fuchs mit - für damalige Verhältnisse - recht viel abz. im Kopf dabei... Aber dabei kann mich auch irren...
Es war zumindest ein extrem bekannter aus dem Spitzensport (Spr.)
Ich zermartere mir schon das Hirn!!! Einfach zu lange her....
Schick mir doch den Namen mal per pn, vielleicht "klingelt" es dann...

Moment, einer fällt mir gerade ein *geistesblitz*
Mensch, ich befrag mal eben google, Du könntest richtig liegen mit g....

Hobbyzüchter
07.07.2009, 21:15
Bequemlichkeit und Tradition verstehe ich natürlich :) Ich glaube auch nicht, dass irgendein Hanno oder Old o.ä. Züchter nur "einfach mal so" zum ZfdP wechseln würde, ohne trifftigen Grund oder Anlass. Würde ich sicher auch nicht.
Aber ehrlich gesagt würde ich natürlich genau diese "anderen Gründe" gern wissen :rolleyes2: (bezugnehmend auf den Grundgedanken bei diesem Thread)



Eine solche Abwanderung kann aus logischen Gründen nur erfolgen, wenn der Züchter sich in seiner Zuchtentscheidung z.Bsp. gegängelt fühlt.

Wie oft liest man hier zum Thema Deckhengst "aber nicht Hanno anerkannt". Das Fohlen bekommt also kein HAN - Papiere.
Die einen gehen dann zu den OLD, die anderen zum ZfdP.

Und dann kommt die dynamische Komponente. Nachdem dann einige Zeit zweigleisig - je nach Hengstwahl - gefahren wurde, wird dann irgendwann bei eintretendem Erfolg eine Entscheidung getroffen.

... das ist meine Beobachtung als Nichtbetroffener ...

Aquila
07.07.2009, 23:31
@hobbyzüchter

Ja, genau das meinte ich...

wobei mir bei meiner Recherche einige aufgefallen sind - die ich teilw. pers. kenne - die offenbar dauerhaft "zweigleisig" fahren...

Finde ich auch nicht weiter tragisch.

Cremellofan
08.07.2009, 09:45
Wir züchten im ZfDP (sehr zufrieden), haben einige Tiere aber auch in anderen Verbänden eingetragen -einfach deshalb, weil viele regionale Züchter hier die von unseren ZfDP-Hengsten (Reitponys) decken lassen ihre Fohlen gerne in ihrem lokalen Verband eintragen lassen möchten. Für uns stellt das Service dar.

Jupp
08.07.2009, 11:49
Nee, irgendwelchen Ärger habe ich nicht mit dem ZfdP.
Die Entscheidungen die ich bislang mitbekommen habe, waren fair und gerecht.
Ich beschreibe das mal vorsichtig so. Ich dem ein oder anderen Verband könnte ich es möglicherweise einfacher haben.
Nichts testo trotz werde ich in nächster Zeit leise, still und heimlich mal das ein oder andere Pferd da eintragen lassen.

Aquila
08.07.2009, 17:42
@jupp

Also an "Ärger" hab ich da ja auch nicht gleich gedacht! Mehr halt an Meinungsabweichungen in der einen oder anderen Art / (vielleicht züchterischen) Sache, die halt bei Deinem Verband besser passen. Sowas eben...

Aber wie ich Dich jetzt verstehe haben Deinen "anderen Gründe" halt dann nichts mit dem ZfdP selbst zu tun, sondern mehr mit DEINEM Verband, bzw. Deinen betreffenden Verbänden. Dass Du halt bestimmte Gründe hast, bei diesen zu BLEIBEN und nicht etwa bestimmte Gründe NICHT mit einem Pferd zum ZfdP zu gehen.
Habe ich das so richtig interpretiert?

Demnach also kein weiterer Contra-Punkt für den ZfdP auf meiner "Einschätzungsliste".
Darum gehts mir ja ;)

Und natürlich stimme ich wie schon gesagt mit Hobbyzüchter voll überein, dass es schon eines Grundes oder Anlasses bedarf, seinen Verband zu wechseln.
Wie halt z.B. Umorientierung in der Zucht (vielleicht auf bunte Pferde, z.B.), oder Unzufriedenheit irgendwelcher Art im eigenen / bisherigen Verband.
Es soll ja auch nicht das "Verbandshopping" erfunden werden :D

Und solange der ZfdP-Brand - noch - nicht DEN Marken-Faktor (bzw. Prestige-Faktor) der meisten renommierten Verbände (wie z.B. die beiden H's oder W oder O usw.) hat, ist natürlich verständlich, dass wer zufrieden ist auch bei diesen bleibt.

Zu dem Prestige-Faktor möchte ich noch erwähnen, was mein Bekannter dazu gestern noch sagte.
Er meinte auf meine Bemerkung betreffs diesem Beigeschmack und Ruf von "minderwertigerem Pferdematerial" der dem ZfdP noch bißchen anhängt, dass DIE Zeiten längst vorbei seien!
Dass früher wohl mal die eine oder andere züchterisch fragliche Entscheidung getroffen wurde - um es mal ganz allgemein zu formulieren - aber speziell seit Übernahme der Zuchtleitung durch den Hr. Britze (dem "Trakehner-Mann", mit dem mein Bekannter irgendwann schon mal irgendwo gerichtet hat, wie er sagte) sich dort vieles zum Guten entwickelt....

Was zu einigen Beobachtungen, die in diesem Thread genannt wurden auch passen würde.

Jupp
08.07.2009, 19:07
Richtig verstanden. Definitiv kein Contrapunkt. Eher ein Pluspunkt für den ZfdP in Sachen Gerechtigkeit.

Aquila
09.07.2009, 11:04
@Jupp

ja, ich schätze, ich habe die Worte zwischen den Worten denn wohl richtig rausgehört ;) und die Message verstanden.

Nun gut, dann bin ich jedenfalls mal gespannt, wie es am kommenden Do. laufen wird....
Vorausgesetzt, es klappt alles, ich warte ja noch intensiv hoffend und daumendrückend auf Rückmeldung von meinem Bekannten, der mit dem Ponyverb. abklären will, ob der Vorschlag des ZfdP-Manns umzusetzen ist... Damit meine Kleine quasi beim ZfdP dann vollständig "rehabilitiert" werden kann :cool:
Der freundliche ZfdP-ler riet mir, seinen - sicher etwas ungewöhnlichen :rolleyes2: - Vorschlag doch beim P-Verband mal ganz freundlich zu erfragen, ob das machbar sei und ich dachte mir, wenn das mein verbandsaktiver Bekannter macht, der die alle pers. ganz gut kennt usw., dann hat er wohl die größere Chance als ich...
Ist wie gesagt ein bürokratisches Problem, von dem ich nicht weiß, ob es so zu regeln ist.
Mein Bekannter ist da relat. zuversichtlich... aber ich glaube ja an nix mehr :wacko:

Was für ein Durcheinander... Sowas hab ich in meinen - länger zurückliegenden - aktiven "Zuchtjahren" nie erlebt....

Trabbi
10.07.2009, 13:21
Also ich melde mich hier als Neuling auch mal zu Wort,da ich sowohl bei den Hannos als auch beim ZfDP Mitglied bin.Ich stamme aus einem Hanno-
Züchterhaus und deshalb gab es lange Zeit für mich auch nichts anderes. Seit einigen Jahren sehe ich das Ganze allerdings etwas kritischer und obwohl ich mich eigentlich nicht beklagen kann (hatte auch als Zuchtneuling immer Schlussringfohlen) stört mich das Gemauschel und die anmaßende,teils herablassende Art dieses Verbandes.Vor Allem seit ich die offene und interessierte Art eines Herrn Britze kennengelernt habe,dem man den Spaß an der Arbeit noch anmerkt,während ich bei den Hanno-Leuten manchmal denke,die haben eine Zitrone verschluckt,wenn sie Pferde angucken.Und so schlecht können die gemusterten Pferde nicht sein,sind doch alles Hannos,kann doch eigentlich nicht so schwer sein dem Züchter wenigstens einen Vorzug des gezeigten Pferdes freundlich darzustellen.Nicht mal die Sieger werden mit großer Begeisterung vorgestellt...
Ich kenne einen Züchter,der seit über 50 Jahren Hannos züchtet und der wollte vor zwei Jahren seine Weltruhmtochter von Sancisco decken lassen.Dieser war zu dem Zeitunkt noch nicht anerkannt und er bat um eine Einzeldeckgenehmigung für einen tollen erfolgreichen Hengst mit einer Blutführung,wie sie hundertmal bei den Hannos zu finden ist.Sie wurde ihm verweigert und als er daraufhin fragte,ob er tatsächlich nach 50 Jahren im Hanno-Verband zu den Mecklenburgern gehen müsste,um diesen Hengst zu nutzen,sagte man ihm,das er das dann wohl tun müsse...
Die Anerkennung von Sancisco im folgenden Jahr war übrigens völlig problemlos.Diese Art mit Züchtern umzugehen stört mich.
Und zum Thema Absatz: Jedes Jahr werden ca.7000 Hanno-Fohlen geboren,davon werden ca. 500 über Auktionen vermarktet und vielleicht nochmal 2000 besonders gute über Hofgeschäft.Und die restlichen 4500 Fohlen,die vielleicht nicht schlecht,aber halt auch nicht gut genug sind,gehen für kleines Geld weg oder werden teuer aufgezogen und vielleicht nochmal 20% davon bringen ihr Geld später als Reitpferd.Der Rest wird dann mit ganz viel Verlust verkauft.Aber darüber spricht natürlich keiner,weil Hannos sich immer gut verkaufen lassen.
Beim ZfDP gibt es keine Auktionen,aber ganz ehrlich,die 2000€,die 50% der Fohlen in Luhmühlen auf der Auktion bringen,die bekomme ich auf dem freien Markt für ein hübsches ZfDP-Fohlen auch und muss mich nicht einmal qualifizieren und Gebühren bezahlen. Auch bei den großen Verbänden ist nicht immer alles Gold,was glänzt und natürlich bemüht sich der Hanno-Verband weltweit um Vermarktung und hat viel Ansehen,aber deshalb können sie auch nur das Sahnehäubchen anbieten und die restlichen Züchter ohne Überflieger im Stroh müssen auch allein klarkommen.
Gruß
Tanja

Heradine
11.07.2009, 16:49
offtopic:

@tanja, vielen dank, dass endlich jemand mal anspricht, wie es wirklich bei den hannos ist. die meisten denken ja, man braucht nur dorthin zu wechseln und schon kriegt man seine fohlen schnell und für gutes geld vermarktet, lassen sich mit den H auf dem hintern viel besser verkaufen, der verband strengt sich an auch für die kleinen züchter etwas zu tun etc.... es sind darum auch viele trakehnerzüchter in den hannoverband gewechselt.

bis jetzt habe ich nur festgestellt, dass mir bekannte züchter, die gewechselt haben in puncto vermarktung und fohlenpreise wieder auf den teppich zurückgeholt wurden.

und mit dem rest, was du über den zfdp sagst, hast du auch vollkommen recht.

Aquila
11.07.2009, 17:50
@trabbi

Also ich war auch oft erstaunt, für welche Preise bei den Fohlenauktionen der renom. Verbände viele der ja nun ausgewählten Fohlen doch tatsächlich "weggehen"....
ICh schätze auch, zum ZfdP zu gehen hat wahrscheinlich wirklich nur für die Leute mit "Überfliegern im Stroh" wie Du es treffend nennst dann Nachteile, bzw. würde Vermarktungsnachteile mit sich bringen...

Nichts desto trotz haftet dem ZfdP halt offenbar doch - zumindest noch - so ein Ruf nach "Zweitklassigkeit" an....
Hab z.B. beim googlen (oder hier in der Forumssuche? Weiß ich gerade nicht mehr :rolleyes2:) einen Thread gefunden, in der jemand schreibt, dass bei ihr gerade ein Fohlen geboren ist, aus einer ZfdP-Mutter. Und sie schreibt weiter:
(ich versuche es wörtlich wiederzugeben) "Da das Fohlen recht gelungen ist, will ich es eigentlich nicht so gern mit dem ZfdP-Brand brennen lassen, sonder lieber zu einem der anderen Verbände gehen..."
Sie fragte in diesem Thread nach ihren Möglichkeiten, diesbezüglich.
Heißt: wäre es nicht so gelungen, wäre ZfdP für sie ok gewesen, aber da es gelungen ist, soll es lieber woanders hin? Hm... :(
Man liest auch öfter mal in Bezug auf Brand/Papiere "leider Zfdp" oder auch "leider "nur" ZfdP"...

Aber ich habe auch die Aussage meines sehr erfahrenen Bekannten im Kopf, der sagte "diese Zeiten seien längst vorbei", wo halt viel minderwertigeres Pferdematerial genommen wurde und wohl z.B. auch Hengste mit halber Abstammung zur Zucht zugelassen wurden u.a.

Und auch die Aussagen hier in diesem Thread sind überwiegend deutlich positiv, bzw. man hört auch hier raus, dass dieser Verband halt im Kommen ist, bzw. sich vieles zum Positiven geändert hat und auch noch ändert.
Und da ein Pferdeleben ja idealerweise über 20 Jahre dauert (normalerweise, meine ich), hoffe ich auch, dass wenn meine Kleine mal "groß" ist, vielleicht der ZfdP diesen Ruf der Zweitklassigkeit (Nischenverband, wie Rooby94 es ausdrückte und was leider auch anderswo noch rauszuhören ist) noch weiter - oder ganz :rolleyes2: - abgeschüttelt bekommt.

Und eins muss ich selbst nochmal loswerden:
Klar sollte man nicht zu wüstes "Rassenmischen" betreiben, keine Frage!!! Das sollte - wenn! - schon mit Sinn und viel (Pferde-) Verstand sein!
Aber: hätten vor ein - zwei - hundert Jahren nicht mal einige "waghalsige" Pferdezüchter diese spiddeligen, kleinen, zarten Pferdchen aus dem Morgenland in die hiesige Pferdezucht eingebracht, dann würden wir sicher heute nicht diese Sportpferde haben!
Will sagen: NUR starr auf dem bewährten beharren und ALLES Neue ablehnen ist auch im Pferdezuchtbereich sicher etwas engstirnig.

Benjie
11.07.2009, 18:54
wenn man hier liest dann heben sehr viele positiv hervor, das man sich zeit für sie nimmt und das sie fair behandelt werden.
hat warscheinlich auch damit etwas zu tun, das sie generell pferde wohlwollender beurteilen.
sicher sind auch nischen- oder outcrosszüchter gerade wegen ihrer grosszügigen eintragungspraxis.
für jemanden wie mich, der sportpferde züchtet, bedeutet aber züchten, vor allem selektion.
ich halte es für unerlässlich mit einer gewissen strenge, mit den zuchttieren ins gericht zu gehen. weil den zuchtfortschritt erreicht man durch selektion.
für meinen geschmack sind die landesverbände da schon zu wohlwollend und man macht zu viele kompromisse im hinblick auf die vermarktung.
ich kann aber meine zuchtprodukte sehr gut selbst beurteilen, weshalb jetzt noten bei fohlenschauen oder stutbucheintragungen für mich nur eine untergeordnette rolle spielen ( hat euch schon mal einer nach ner note bei der stutbucheintragung gefragt, mich nicht). auf alle fälle hab ich nix von wenn man mir honig ums maul schmiert.
die nachteile vom zfdp sind nun mal ganz eindeutig, das der fohlenverkauf an hengstaufzüchter wegfällt. weil diesen wie dem züchter selbst, jegliche vermartungsveranstalltung fehlt. das selbe gilt für sportförderung, durch den verband.
sicher hat dieser verband für den einen oder anderen züchter vorteile, wer aber pferde für den sportpferdemarkt züchtet, für den wird sich ein wechsel dort hin kaum lohnen.

monti
11.07.2009, 19:22
wenn man für sich selber ein Fohlen ziehen (und es auch behalten) will, ist der Brand egal - man will für sich ein gutes Reitpferd - man kennt seine Stute und sucht sich einen Hengst aus...

und bei uns im Umkreis haben die Springställe meist einen Hengst für ihre eigenen Stuten aufgestellt - oft Franzosen oder Halbfranzosen.....die gehen über Zweibrücken, um ihren Hengst gekört zu bekommen und reiten ihn im Sport und lassen ihn nebenbei ihre eigenen Springstuten decken - und wenn dann einer von außerhalb noch zum decken kommt - ist das auch ok....wenn die ihre Sporterfolge haben, ist denen der Brand egal....

was anderes ist es, wenn der Eigenbedarf gedeckt ist....dann braucht man bekannten Brand und bekannte/aktuelle (Mode)-Abst.....

das Ganze hat mit Leistung und Sporterfolgen erst in zweiter Linie zu tun....

Aquila
11.07.2009, 21:25
ich halte es für unerlässlich mit einer gewissen strenge, mit den zuchttieren ins gericht zu gehen. weil den zuchtfortschritt erreicht man durch selektion.
für meinen geschmack sind die landesverbände da schon zu wohlwollend und man macht zu viele kompromisse im hinblick auf die vermarktung.
Gewisse Strenge muss sein. Finde ich auch. Sonst würde jeder mit dem züchten, was ER für züchterisch sinnvoll hält.
Aber es wird hier vielfach angebracht, dass das mit der Strenge bei vielen der Landesverbände auch speziell bei Züchter Hr. "Unbekannt" oder Züchterin "ich hab nur eine Stute" angewandt wird, jedoch bei Züchter "ich bin wer" oder Züchter "ich hab richtig Knete" dann eben auch mal ordentlich Augen zugedrückt werden...
Und dass das - so wird hier gesagt - beim ZfdP nicht so gravierend ist.


ich kann aber meine zuchtprodukte sehr gut selbst beurteilen, weshalb jetzt noten bei fohlenschauen oder stutbucheintragungen für mich nur eine untergeordnette rolle spielen
Wenn Du halt schon über die ausreichende Erfahrung und Fachkompetenz verfügst, ist das für Dich natürlich ein Argument. Dann kannst Du sagen: was die Zuchtkom. sagt, ist mir egal, ich habe mindestens genausoviel Erfahrung / Fachwissen / Urteilsvermögen und Objektivität gegenüber meinen eigenen Pferden.
Aber was ist mit all denen, die - wie ich auch - schon auf eine (objektive!!!) Meinung eines Zuchtausschusses schon durchaus Wert legen? Und - davon gehe ich fest aus - das sind sicher der Löwenanteil der "kleinen Züchter".
Ich bin in einer Reiterfam. aufgewachsen und habe mit meiner Mutter zusammen (da war ich natürlich auch schon "groß" ;)) vor Jahren auch ca. 12 Jahre gezüchtet (Dt. Reitpony u. Araber). Trotzdem traue ICH mir nicht zu, den Zuchtwert eines (meiner) Fohlen ganz allein zu beurteilen. Ich meine natürlich über Dinge wie schöner Typ, gute Halsung, schräge Schulter / schräge Kruppe, "Lampenaustreter" - Bewegungen ;) usw. hinaus!!
Und der Gedanke, dass beim ZfdP die Beurteilung halt gerecht und objektiv ist und sich nicht an Züchternamen usw. orientiert, das finde ich dann schon durchaus sehr positiv....
So soll es beim ZfdP ja sein, wie ich hier so lese...

( hat euch schon mal einer nach ner note bei der stutbucheintragung gefragt, mich nicht).
Nö, uns auch nie, da hast Du recht.:) Aber gute Noten in Teilbereichen werden bei Zuchtstuten sehr oft z.B. in der Verkaufsanzeige durchaus erwähnt, oder im Verkaufsgespräch halt, bzw. bei jemandem, der eine Zuchtstute sucht wird möglicherweise eine schlechte Note in einem Teilbereich nicht förderlich sein... Wobei - so wars immer bei den Reitponys - die Benotung nicht im Papier hinterlegt wurde, sondern so ausgehändigt wurde. Kann der Züchter somit natürlich auch "unter den Tisch fallen" lassen, bei schlechteren (Teil-) noten :rolleyes2:

die nachteile vom zfdp sind nun mal ganz eindeutig, das der fohlenverkauf an hengstaufzüchter wegfällt.
Das schrieb hier in diesem Thread schon jemand...
Da wüsste ich gern mehr drüber. Ich meine gelesen zu haben, dass ZfdP-Hengste z.B. bei den Old. auch eintragungs- / bzw. anerkennunsfähig sind - rein "bürokratisch" meine ich. Beurteilung mit pos. Entscheidung durch die Zucht - / Körkomm. sicher vorausgesetzt. (meine also keine Einzeldeckgen.)
Weiß da einer mehr drüber??
Wobei ich allerdings den Prozentsatz der Hengstaufzüchter im Kaufinteressenten-Kontingent bei "otto-normal-züchter" doch eher zu vernachlässigen finde... Also ich glaube jedenfalls nicht, dass das Wegfallen dieser Interessentengruppe für die meisten soooo sehr ins Gewicht fällt....
Aber rein prinzipiell ist das Argument sicher nicht von der Hand zu weisen. Daher: wer kann da was zu sagen...?

aber pferde für den sportpferdemarkt züchtet, für den wird sich ein wechsel dort hin kaum lohnen.
Sehe ich genauso, schrieb ich ja oben... Das ist - noch - sicher der Fall.

@monti
in meinem Fall gehts primär um Eigenbedarf. Oder auch: dieses eine Fohlen hab ich für mich selbst gezogen. :wub:
Aber: wie schon gesagt, so ein Pferdeleben ist im Idealfall schon mal über 20 J. lang... Ich denke auch daran, dass ich - wie jeder andere - natürlich nicht realistisch garantieren kann, dass ich die Kleine wirklich ein Leben lang behalten kann... Das sollte man generell auch bei "Eigenbedarf" zumindest berücksichtigen...
Somit denke ich auch an die Zukunft evtl. Fohlen meiner Kleinen. Ich möchte später schon gern mal ein Fohlen aus ihr ziehen.
Und evtl. - das hängt allerdings von anderen Faktoren ab - möchte ich auch meine Stute nächstes Jahr nochmal zum Hengst bringe, dann nicht unbedingt für Eigenbedarf.
Somit ist mir der Brand halt nicht so ganz egal.

Benjie
12.07.2009, 12:41
Gewisse Strenge muss sein. Finde ich auch. Sonst würde jeder mit dem züchten, was ER für züchterisch sinnvoll hält.
Aber es wird hier vielfach angebracht, dass das mit der Strenge bei vielen der Landesverbände auch speziell bei Züchter Hr. "Unbekannt" oder Züchterin "ich hab nur eine Stute" angewandt wird, jedoch bei Züchter "ich bin wer" oder Züchter "ich hab richtig Knete" dann eben auch mal ordentlich Augen zugedrückt werden...
Und dass das - so wird hier gesagt - beim ZfdP nicht so gravierend ist.

vor 15-20 jahren sind sie in bw noch richtig streng mit den hengsten und stuten ins gericht gegangen. da hat der zuchtleiter auch null diplomatisches gespür gezeigt, sondern frei von der leber weg öffentlich seine meinung kund getan. man ist damals oft über das ziel hinausgeschossen und viele leute haben erbost den verband verlassen. das war aber die phase in der der zuchtvortschritt am grössten war. heute kämpfen die verbände verbissen um jedes mitglied, da geht das gar nicht mehr.
man muss sich bei der ganzen geschichte auch fragen, ob manche züchter nicht einfach nur beleidigt sind, wenn andere von ihren pferden nicht so reslos überzeugt sind wie sie selber.
ich muss jetzt sagen das auf den letzten drei verbandsschauen die ich besucht habe, jeweils ein richter aus einem anderen zuchtgebiet kam.
es passiert mir ja auch auf dem tunier, dass ich mal eine note bekomme, mit der ich nicht zufrieden bin. das wird immer passieren wenn ich mich dem urteil anderer stelle.
wer damit nicht umgehen kann, ist in der pferdzucht nicht gut aufgehoben.

Aber was ist mit all denen, die - wie ich auch - schon auf eine (objektive!!!) Meinung eines Zuchtausschusses schon durchaus Wert legen? Und - davon gehe ich fest aus - das sind sicher der Löwenanteil der "kleinen Züchter".
Ich bin in einer Reiterfam. aufgewachsen und habe mit meiner Mutter zusammen (da war ich natürlich auch schon "groß" ) vor Jahren auch ca. 12 Jahre gezüchtet (Dt. Reitpony u. Araber). Trotzdem traue ICH mir nicht zu, den Zuchtwert eines (meiner) Fohlen ganz allein zu beurteilen. Ich meine natürlich über Dinge wie schöner Typ, gute Halsung, schräge Schulter / schräge Kruppe, "Lampenaustreter" - Bewegungen usw. hinaus!!

vielleicht werden solche schauen auch vor allem von den unerfahrenen züchtern überbewertet?
vor allem bei fohlenschauen geht es um in der entwicklung stehende tiere.
das ist eine momentaufnahme, nicht mehr und nicht weniger.
das wichtigste ist dort, das möglichst viele kunden dort sind. die sind mir einfach wichtiger, als geschönte noten.

Wobei ich allerdings den Prozentsatz der Hengstaufzüchter im Kaufinteressenten-Kontingent bei "otto-normal-züchter" doch eher zu vernachlässigen finde... Also ich glaube jedenfalls nicht, dass das Wegfallen dieser Interessentengruppe für die meisten soooo sehr ins Gewicht fällt....
im warmblutbereich sicher nicht.
die wenigsten kommen in der fohlenvermarktung, gleich an den gutzahlenden reichen kunden. man verkauft meist an einen zwischenhändler (hengstaufzüchter). das sind ja vor allem auch die stammkunden.

Linaro3
12.07.2009, 13:54
wenn man hier liest dann heben sehr viele positiv hervor, das man sich zeit für sie nimmt und das sie fair behandelt werden.
hat warscheinlich auch damit etwas zu tun, das sie generell pferde wohlwollender beurteilen.
sicher sind auch nischen- oder outcrosszüchter gerade wegen ihrer grosszügigen eintragungspraxis.
für jemanden wie mich, der sportpferde züchtet, bedeutet aber züchten, vor allem selektion.
ich halte es für unerlässlich mit einer gewissen strenge, mit den zuchttieren ins gericht zu gehen. weil den zuchtfortschritt erreicht man durch selektion.
für meinen geschmack sind die landesverbände da schon zu wohlwollend und man macht zu viele kompromisse im hinblick auf die vermarktung.


Danke, du sprichst das aus, was ich auch gedacht habe! :)

Linaro3
12.07.2009, 14:12
im warmblutbereich sicher nicht.
die wenigsten kommen in der fohlenvermarktung, gleich an den gutzahlenden reichen kunden. man verkauft meist an einen zwischenhändler (hengstaufzüchter). das sind ja vor allem auch die stammkunden.

Auch das sehe ich ganz genauso! Der Fohlenmarkt ist deutlich schwächer geworden und ich verkaufe gar keine Hengstfohlen mehr an Leuten, die sie niedlich finden und sich gern ein Hengst bzw. späteren Wallach als Reitpferd im Fohlenalter kaufen. In diesem Jahr waren bei mir nur Anfragen von Leuten, die auch als Hengst aufziehen wollen und die haben ganz klar die Priorität auf dem Schenkelbrand.

Ich habe das schon mal geschrieben aber für mich ist ein Brand auch ein Stück Identität mit einem Zuchtziel und immer auch Vermarktungshilfe! Vermarktung bedeutet aber auch Eigeninitiative, das vergessen mir persönlich immer zu viele, die über die Fohlenpreise schimpfen.

Ich habe auch schon Pferde aus den sogenannten Nachzuchtgebieten im Stall gehabt! Würde ich ehrlich gesagt nicht wieder kaufen mit meinem Wohnort mitten in einem Hauptzuchtgebiet was wie die anderen auch von einem "Image" lebt. Keine Auktion möglich, keine Stutenschauen bei mir, die Verbände haben noch zu wenig Identität, keiner kennt das Brandzeichen, es ist kein Statussymbol und immer mehr Reitpferdekäufer sagen mir, dass sie das Brand nicht wollen! Mein handelsüblicher Auslandskunde will ein Brand was er nicht kennt, nicht kaufen! Mir persönlich mit Hinblick auf ein Sportpferd wäre es total egal ob da Papua-Neuginea, ZfdP oder Hannover im Papier steht - leider bestimmt aber der Markt sehr viel in heutiger Zeit und so kann man sich dieses nicht mehr leisten - weil man ja auch nicht jedes Jahr den Knaller schlechthin produziert. Es liegt an den Verbänden hier entgegen zu wirken und das wiederrum geht nur über strenge Selektion und Zuchtfortschritt - was aber als Nieschen-Verein auch kaum möglich ist, weil man ganz andere Gruppen an Züchtern betreut. Schwere Aufgabe!

Ein Verband hat eine Satzung und an diese muss sich das entsprechende Mitglied halten. In Hannover gilt - es werden keine Einzeldeckgenehmigungen ausgestellt und das gilt in dem Falle für alle. Wenn ich das nicht mittragen kann, bin ich im falschen Verein und bevor ich eine Bedeckung mache, frage ich mich schlau, was überhaupt möglich ist. @Aquila das gilt natürlich auch für dich - denn wenn du wusstest, was mit dieser "etwas speziellen" Anpaarung im Hinblick auf Größe, Anerkennung, Eintragungsfähigkeit usw. auf dich zukommt, hätten diese Gedanken grundsätzlich vor der jeweiligen Bedeckung stattfinden müssen vor allem da ein Hengstfohlen für dich ja auch ein Vermarktungsfohlen gewesen wäre.

monti
12.07.2009, 14:21
natürlich muss Strenge sein - aber die Genvielfalt ist sehr groß.....und letztendlich entscheiden die Sporterfolge....ab einer gewissen Klasse schaut kein Mensch mehr nach dem Brand....

....und mein Fehler war damals als Züchteranfänger, dass ich mich auf die Beratung der Landesgestüter verlassen habe - die wollen aber auch nur ihre Hengste an den Mann bzw. an die Stute bringen....und wenn ich denke, wieviele jungen Züchter unterwegs sind, die ihre Stute decken lassen wollen aber nicht die Schwächen ihrer Stute erkennen - Exterieur nicht und Interieur oft auch nicht.....

die schauen sich dann die DVD's der großen Gestüte an und wählen danach einen Hengst aus....das hat mit Brand und/oder Verband nichts mehr zu tun....

abgesehen davon, dass die meisten Hengste mi S-Sporterfolgen/International und auch die Hengste der großen Gestüte - früher oder später für alle großen Zuchtverbände vorgestellt und meist danach auch anerkannt werden..... schaut doch mal die Hochglanzprospekte an:
anerkannt für........ohne einen Tropfen "einheimisches" Blut - egal ob Hanno oder Oldenburg.....

Linaro3
12.07.2009, 14:44
natürlich muss Strenge sein - aber die Genvielfalt ist sehr groß.....und letztendlich entscheiden die Sporterfolge....ab einer gewissen Klasse schaut kein Mensch mehr nach dem Brand....


Klar, habe ich oben ja geschrieben, wenns erstmal in einer gewissen Klasse angekommen ist, dann ist es egal! Zucht ist aber langläufig und leider von der Auswahl des Hengstes bis zum ersten Moment wo sich eben diese Qualität herausstellt oder nicht, vergehen schlappe 9 bis 10 Jahre. Und wer bitte kann sich das leisten in diesen Jahren alle Vermarktbarkeit über Bord zu werfen? :confused: Ich nicht!

Linaro3
12.07.2009, 14:50
und wenn ich denke, wieviele jungen Züchter unterwegs sind, die ihre Stute decken lassen wollen aber nicht die Schwächen ihrer Stute erkennen - Exterieur nicht und Interieur oft auch nicht.....

Die Crux unser heutigen Zeit! :( Niemand ist mehr bereit den bäuerlichen Züchtern mit 40 Jahren Erfahrung auf dem Rücken zuzuhören und der Glaube mit "normalen" Pferden die Welt verändern zu können, bricht der Qualität in der Breite das Genick. Strenge Selektion fällt hinten runter, wenn jeder mit der einen Stute anfängt, die nach drei Jahren Einsatz in A- und L-Dressuren nun zur Verfügung steht, weil man festgestellt hat, das aufgrund von Kissing Spines weitere "Belastung" nicht mehr ratsam ist. :rolleyes2: :001_unsure:

Aquila
12.07.2009, 17:05
Also nun möchte ich aber nochmal was loswerden...

Ihr habt ganz sicher recht, dass wenn man höchste Ziele - in züchterischer Hinsicht - erreichen will, dann hilft nur allerstrengste Selektion.
Keine Frage. Das gibts sicher keine 2 Meinungen.
Die Zuchtverbände - alle Zuchtverbände - sind somit angehalten, dafür Sorge zu tragen, dass die Zucht nicht "auf den Hund kommt". Dafür gibt es ja u.a. z.B. die Stuteneintragungen und Fohlenschauen (bzw. die Beurteilung von Fohlen und Stuten bei diesen Brennterminen).
Sonst könnte man ja einfach sagen: schick die Pap. von Stute und Fohlen her und an einigen zentr. Orten findet ihr nen Brennbeauftragten zum Fließband-Brennen :rolleyes2:
Damit eben nicht jeder nur von seinem Pferd / seinen Pferden überzeugt ist, sondern auch mal eine fremde, kritische und - hoffentlich zumindest halbwegs - objektive Meinung dazu hört.
Und die Züchter, die ich so kenne sind durchaus interessiert an der Meinung der Zuchtkommission.
Aber worauf ich hinauswill:
Wenn man das von euch als im Grunde einzig sinnvolle Prinzip erachtete "nur die allerbesten in die Zucht" wirklich konsequent umsetzen würde, würde ja - rein theoretisch - ein hoher Prozentsatz der Zuchtprodukte somit die grundsätzliche Eignung für den größeren Sport mitbringen. Vielleicht nicht gleich alle S-Niveau, aber halt über A-L-Niveau deutlich hinaus.
Die Anzahl der Pferde insgesamt würde MASSIV zurückgehen. Richtig...?
Es würde nur noch für den - meiner Erfahrung nach doch sicher nicht mehr als vielleicht grob geschätzt 10, höchstens wohl 30 % ausmachenden - Anteil an Pferdesportlern dieser Klassen (M und S) gezüchtet werden.
Für die restlichen 70 - 90 % der Reiter (Freizeitreiter ohne Turnieramb., Reiter auf ländl. Turnieren im E - A Bereich usw.) würden dann die - nach eurer Ansicht, wenn ichs richtig interpretiere - eher knapp gezählten Pferde "abfallen". Die, die halt zufällig mal NICHT das gewünscht hohe Zuchtziel erreicht haben, bzw. nicht zu den angestrebten hohen Klassen aufsteigen können...
Und was - denkt ihr - würde ein solches Pferd dann wohl kosten???
Und wieviele Freizeitreiter (die statistisch gesehen ja nunmal den Löwenanteil ausmachen) würden sich wohl ein solches Pferd noch leisten können???
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das für mich schon seeehr elitär klingt :blush2: Nicht böse sein, ist nur meine Meinung.
So nach dem Motto: wir züchten nur noch allerbestes Pferdematerial, in sehr geringer Population und zu entsprechend hohem Preis. Wer sich so ein erlesenes Super-Pferd nicht leisten kann (wer also nicht zur besserverdienenden Bevölkerungsschicht zählt, was bekanntermaßen ja ebenfalls den Löwenanteil der Bevölkerung ausmacht), der soll halt nen Esel reiten ;)
Mal überzogen ausgedrückt.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich meine Zweifel habe, dass der betreffende Zuchtverband dann auf längere Sicht überhaupt überleben würde und nicht zu einer kleinen "Interessengemeinschaft" auf hohem Niveau werden würde....
Und ist es denn wirklich das, was ihr für erstrebenswert haltet...?

Ich schätze, es bleibt nur der Versuch eines sinnvollen Kompromisses, zwischen eurer - sicher nicht unrichtigen! - und der allgemeinen Haltung.
Und WIEVIEL Kompromiss dabei toleriert werden sollte, DAS ist sicher ein Thema für enorm viel Diskussionen, denke ich... Und ist sicher eine dynamische Sache, die stets immer wieder neu überdacht werden muss.

Damit meine ich natürlich NICHT!!!!, dass jeder mit allem fröhlich vermehren soll! :rolleyes2: Wer aufmerksam gelesen hat, wird das verstanden haben ;)
Ich rede von Kompromissen und von "Kirche im Dorf lassen".

Und mal so by the way... Die reitsportliche Geschichte hat zudem gezeigt, dass es beileibe nicht nur die züchterisch hochbewerteten / eingeschätzten Pferde allein sind / waren, die es zu Spitzensportlern gebracht haben....

@linaro
Und ich habe mich - wenn Du mal weiter oben nachlesen magst ;) - durchaus im Vorfeld über die spätere "Eintragungs-Fähigkeit" meines kleinen Eigenbedarfs-"Zuchtprodukt" erkundigt.
Bei einem Bekannten, der vor - ich weiß die genaue Jahreszahl gerade nicht - ca. 30 od. 35 Jahren seinen ersten selbstgezogenen Körungssieger gestellt hat und lange Jahre sehr aktiv im Verband war. Nicht nur als Züchter, sondern auch in der Vorstandsebene des Verbandes (bzw. des Bezirksverbandes).
Sogar er hat sich in diesem Fall geirrt! Bzw. die eine "Kleinigkeit" nicht bedacht, dass meine Stute zwar an sich als Kl. Reitpferd eintragungsberechtigt ist, aber der von mir gewählte Hengst zwar beim Ponyverband gek. und eingetr. (und sogar Pr. u. El. - Hengst war), aber trotzdem halt das Fohlen NICHT zuchtbuchberechtigt ist, weil der Hengst zwar als Ponyveredler "tätig" war, aber rein vom Blut her ja kein Ponyblut hatte! DA lag das Problem. Ein einziges Pony in meinetwegen 2. o. 3. Gen. des Hengstes hätte schon genügt und wir hätten kein Problem gehabt.
Das hat einfach keiner bedacht.
Wobei ich ganz ehrlich gestehen möchte, dass wenn ich VORHER gewusst hätte, dass sie beim Ponyverb. halt nur Geb.Besch. bekommen würde, ich es VIELLEICHT trotzdem gemacht hätte...
Dass ich nun aber ALLE Möglichkeiten ausnutzen möchte, um meinem (Stut-) Fohlen ein gescheites Papier zu verschaffen, dass ja über volle, und nicht schlechte Abstammung verfügt (in einer bei den Großpferden absolut üblichen Anpaarung! Hat doch der Vater des Hengstes (Matcho) in Hannover bekanntermaßen gute Nachzucht hinterlassen), das sei mir doch bitte zugestanden :)
Und sie wird jetzt - wenn alles klappt, am Donn. - halt ZfdP- Deutsches Reitpferd und halt nicht ponyverband- Kleines Reitpferd.

Und ich bin mir durchaus der Schwächen meines Pferdes bewusst. Eine davon - die nicht so großartigen Bewegungen - hat der von mir gewählte Hengst beim Fohlen schonmal deutlich verbessert....
Eine potentielle Hengstmutter ist sie sicher nicht, aber disqualifiziert sie das gleich als Zuchtstute...?
Dann würde aber der Bestand an Zuchtstuten in ALLEN Verbänden DRASTISCH sinken ...

Linaro3
12.07.2009, 17:31
Nein - wir sind in einer ganz anderes Ausgangsposition - uns fehlen mittlerweile massiv die sogenannten "Eliten". Ich zitiere da immer gern den alten Maas Hell: "Wenn wir nicht versuchen Eliten zu züchten, wird der Level der normalen Pferde sicherlich auch sinken." Und genau so ist es - das Spitzenpferd ist nämlich das "Abfallprodukt" weil es zu einem gewissen Grade Veranlagung haben muss und der Rest dann auch noch "gemacht" wird.

Jetzt mal ganz im Ernst - wir haben eine Anpaarung fünfmal wiederholt (Nummer 6 ist in Arbeit) - aus dieser Anpaarung selber Vater und selbe Mutter gibt es ein Produkt, das auf dem Weg dahin ist in den Elitebegriff zu fallen (HLP-Sieger, Prämienhengst usw.), ein weiterer scheint ein guter Sportler zu werden - hätte aber die Förderung des ersten nie bekommen, einer ist verstorben und zwei weitere haben mit dem ersten in Sachen Phenotyp und Eindruck als Jungpferd nicht viel gemein. Das will heißen, ich kann ganz lange Olympiasieger an Olympiasieger paaren, das heißt aber nicht, dass ich auch einen Supersieger daraus züchte. Mit Selektion ist gemeint, kranke Stuten aus der Zucht, in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzte Stuten mit mittelmäßigem Pedigree sind auch fraglich, jeder sollte sich mit dem Stutenstamm dahinter befassen. Wir sind lange über eine Konsolidierungsphase hinaus, wenn Stämme bis heute vor sich hindümpeln ohne jemals etwas Gescheites voreinander bekommen zu haben, ist der Weg sehr weit, wenn überhaupt erreichbar. Gravierende Stellungsfehler die sich wiederholen im Stamm und die Haltbarkeit einschränken sind ebenfalls zu überdenken. Und welche der "Neuzüchter" hat jetzt eine Ahnung was sich exterieurtechnisch wie auswirkte? Was überhaupt ein Stutenstamm ist?

Selektion wurde schon immer betrieben und wir haben dadurch auch nicht weniger Pferde am Markt gehabt.

Natürlich bin auch ich interessiert an der Meinung der Zuchtkommission, nur wenn ich das Zuchtziel meines Verbandes kenne und den Blick über den Tellerrand in alle Richtungen pflege, dann weiß ich mein Pferd selber recht gut einzusortieren. Fohlenschauen sind sehr gut um einen generellen Überblick über die Vererbung der Hengste auf bestimmten Stutengrundlagen zu bekommen (in der Zeit wo Stationstreue nachlässt, wird das natürlich schwieriger) und sicher sehr sinnvoll für die Neuzüchter, weil einfach der Vergleich mit anderen einfacher wird und das Auge geschult wird. Sie sind und bleiben aber die berühmte Momentaufnahme und haben mit dem späteren Sportpferd nichts gemein.

Aquila
12.07.2009, 18:21
Selektion wurde schon immer betrieben und wir haben dadurch auch nicht weniger Pferde am Markt gehabt.

Wie ich noch extra betonte, ich bin auch absolut FÜR Selektion! Dass halt nicht mit allem wild herumvermehrt wird. Das schrieb ich ja auch in aller Deutlichkeit.
Ich bezog mich auf die Anmerkung, dass die Zuchtverbände schon derzeit viel zu liberal mit der Zulassung des Zuchtmaterials umgehen (eurer Einschätzung nach). Das beinhaltet für mich die Aussage: muss viiiiel strenger werden.
Und das ist halt, was ich für ein "zweischneidiges Schwert" halte.
Und eine erheblich strengere Selektion würde sich ganz sicher auf die Population auswirken. Wäre es nicht so, würde sie ja offenbar nicht funktionieren :D

Und über offensichtlich - vererblich - kranke Stuten, oder Stuten mit gravierenden, vererbaren - gesundheitsgefährdenden! - Gebäudefehlern müssen wir natürlich nicht sprechen.
Davon war auch gar keine Rede :rolleyes2:
Wir sprachen ja von Qualität.... Nicht von gesundheitl. Mängeln.

Und klar, wenn man nicht versucht die höchstmögliche Qualität anzustreben, dann macht man Rückschritte. Oder wie es so schön heißt: züchten heißt verbessern, statt vermehren.
Das habe ich z.B. bei meiner Stute erreicht, denke ich. Hoffe ich. Und ich hoffe, das wird mir auch bestätigt.
Also wäre das Fohlen - rein theoretisch - damit dann schon einen kleinen Schritt näher am "Olympiasieger" als ihre Mutter, um Dein Beispiel aufzugreifen :)

rooby94
12.07.2009, 19:18
Wie ich noch extra betonte, ich bin auch absolut FÜR Selektion! Dass halt nicht mit allem wild herumvermehrt wird.

hm. stellt sich in diesem kontext für mich die frage: warum brennt der rheinische verband dann zb dein fohlen nicht?
für mich machen vorgegebene zuchtziele eben auch einen sinn und ich finde es nur gut, wenn verbände diese vorgaben einhalten. ergo wird dein fohlen dort nicht gebrannt, weil die vorfahren bestimmte dinge nicht erfüllen.

Aquila
12.07.2009, 21:44
hm. stellt sich in diesem kontext für mich die frage: warum brennt der rheinische verband dann zb dein fohlen nicht?
für mich machen vorgegebene zuchtziele eben auch einen sinn und ich finde es nur gut, wenn verbände diese vorgaben einhalten. ergo wird dein fohlen dort nicht gebrannt, weil die vorfahren bestimmte dinge nicht erfüllen.

Ich habe ja letzte Wo. mehrere Tel. geführt (mit dem ZfdP, Ponyverb. usw.) UND auch mit dem Rhein. Pferdestammbuch. Und der meinte, sie würden die Stute natürl. eintragen - hat ja schließlich volles rhein. Pap. - und auch das Fohlen brennen. Da der Hengst ja bei anderem Verband gekört und mit HLP ist und die Abstammung (Matcho mal xx-Mutter) auch ok. TROTZ der Größe des Hengstes. Wie genau das Fohlen dann 3-jähr. eingetragen werden kann, wusste der, den ich am Tel. hatte nicht mit Sicherheit, da solle ich mal in der Geschäftstelle nachfragen, sagte er. Das sollte aber irgendwie gehen, sagte er.
Ich vermute mal über EDG, wahrscheinlich, oder sowas... WEIL er ja kein Pony ist!
Ganz genau werde ich das wohl aber nicht erfahren, weil habe dann nicht mehr nachgehakt, weil die 400 km zum Brenntermin müsse ich dann in Kauf nehmen, sagte er...:scared: Tja, das hatte ich auch befürchtet. Jemand riet mir, doch mal nachzufragen (und Old. brennt ja auch bundesweit) und das tat ich halt. Und da ich keinen eigenen Hänger habe, derzeit, und auch keinen hinter mein altes Sportcoupé hängen kann :blush2: findet DAS natürlich nicht statt.

Und klar hast Du recht, der Hengst entspricht von der Größe her nicht dem "vorgegebenen Zuchtziel". Er ist aber auch nur 10 cm kleiner, als sein Vater Matcho, der bekanntermaßen bei den Hannos sehrwohl erfolgreich im Einsatz war. Und ich vermute auch, dass die Mama (eine xx) auch größer war. Vielleicht war er Erstling oder Zwilling, vielleicht deshalb kleiner, wer weiß.... Und meine Stute ist knapp 1,70. Somit könnte das Fohlen durchaus dann später dem "vorgegebenen Zuchtziel" entsprechen! Und der Hengst hat auch den 100-Tage-Test (statt dem 30-Tage-Test, den Ponys ja nur brauchen, wie man mir sagte).
Nun sag mir: machst Du Qualität und Sinn einer Anpaarung nu echt an ein paar cm fest...? :)

rooby94
13.07.2009, 00:00
Nun sag mir: machst Du Qualität und Sinn einer Anpaarung nu echt an ein paar cm fest...? :)

oh ja, und wie!!!
grade bei uns REITPONYzüchtern entscheiden ein paar cm über qualität und sinn. ein thema, daß an den wb züchtern spurlos vorübergeht :lach:

und "in amtshilfe" kann man doch von jedem zuchtverband brennen lassen, da brauchst du keine 400 km fahren.

Vienna98
13.07.2009, 00:04
wohl wahr

monti
13.07.2009, 00:13
@Aquila
nein - da muss ich dir widersprechen:
du kannst als reiner Freizeitreiter ein Spitzenfohlen kaufen oder ein junges Pferd mit sehr viel Potential rel. günstig vom Züchter .....und du reitest es spazieren und gehst mit ihm auf kleine Turniere - und bist glücklich und das Pferd auch....

....unter einem Spitzenausbilder/Profi würde dieses Pferd aber international laufen....und so geht das sehr oft.....wir haben im Moment ein sehr gutes Pferdematerial und relativ wenige gute Ausbilder....

z.B. hat sich damals jeder, der etwas besonderes wollte, einen Trakehner "geleistet"......da waren Pferde für den großen Sport dabei..... sie wurden aber spazierengeritten....deshalb vielleicht auch heute dieser schlechte Anti-Sport-Ruf der Trakehner....

wenn ein Spitzenpferd nicht zum richtigen Ausbilder kommt - ist und bleibt es Freizeitpferd....ist mir aber egal - wollte das nur mal gesagt haben....

nochmal zu den Verbänden:
gerade so ein kleiner Verband wie die Rheinländer hat immer wieder herausragende Vererber geliefert, die dann von den "großen" Verbänden anerkannt und herausgestell und vermarktet wurden......Westfalen genauso....
schaut euch doch mal die Abstammungen eurer Dressurpferde an:
Hannoveraner, Oldenburger, Westfalen/Rheinland - und ab und zu ein kleiner Holsteiner Touch....hinten gemixt mit xx und/oder Trakehner - dahinter AA

Jupp
13.07.2009, 00:18
Das man über Amtshilfe brennen lassen kann ist richtig.Wird von anderen Zuchtverbänden natürlich ungerne gemacht.
Über die Qualität bei Reitponys und den paar Zentimetern müssen wir uns wohl nicht streiten.Wenn die Reitponyhengste , die tatsächlich größer als 148 cm sind aus der Zucht fliegen würden, wären die Hengstbücher sehr überschaubar.
Zu lange wurde an der Grenze und weit darüber gezüchtet und die Meßbeauftragten zu Statisten degradiert.
Wehe da tanzte einer aus der Reihe und hörte nicht auf die Ansage.
Man sollte also nicht mit Steinen werfen, wenn man selber im Glashaus sitzt.

monti
13.07.2009, 00:22
@Linaro
das habe ich nicht gemeint - 9 oder 10 Jahren bei einem Hengst....
in dem Moment wo ich einen 4 oder 5jährigen zu verkaufen habe und der läuft richtig gut und ist immer vorne dabei auf den Turnieren - ist den Leuten der Brand rel. egal.....

und ich habe auch gesagt, dass beim Fohlenverkauf der richtige Verband und die richtige Abst. wichtig ist....

rooby94
13.07.2009, 00:23
@ jupp: ich spreche für MICH und nicht für die bundesdeutsche reitponyzüchterschaft!

ich habe bislang noch keinen hengst genutzt, der aus dem maß ist und meine stuten sind auch alle eher an 1,44 als an 1,48 m.

by the way: schwärmst du nicht immer von der einen stücker-sorte, die auch so ein bisschen größenschwankig ist?

Jupp
13.07.2009, 00:47
Das ehrt dich Rooby.:)
Ich denke mal, dass du mit beiden Beinen im Leben stehst und auch die andere Seite kennst.
Ich habe auch eine sehr gute Stute, die rheinisch gemessen genau 148 cm ist.Als ich freundlicherweise die Meßbescheinigung bekam, habe ich selber fast Schnappatmung bekommen und das war ohne Ansage.
Meine Lieblingshengste sind züchterisch recht größensicher und durchgezüchtet. Dazu gehört auch der Stutenstamm.

Furioso-Fan
13.07.2009, 07:47
Monti,
was Deine Trakehner-Erfahrungen betrifft, habe ich bei uns gegenläufige Erfahrungen gemacht. Die wurden zum Turnierreiten gekauft, und haben dort zu den häufigen Ausfallerscheinungen geführt, die den nicht besonders guten Ruf des Trakehners begründeten. Ausnahme waren die Trakehner aus dem Nachbarort, Gestüt Rumpf, Familie der Kassette, die allgemein wegen ihrer Reiteigenschaften geschätzt wurden. Gekauft haben sie dann allerdings eher die Trakehnerfans, Sportreiter weniger.

Aquila
13.07.2009, 10:48
oh ja, und wie!!!
grade bei uns REITPONYzüchtern entscheiden ein paar cm über qualität und sinn. ein thema, daß an den wb züchtern spurlos vorübergeht :lach:

Klar, bei Ponys ist das VÖLLIG unstrittig! Gebe ich Dir uneingeschränkt recht!!
1,48 m ist ja nicht nur ein Zuchtkriterium, sondern sogar eine Definition von "Pony". Also durchaus richtig.
Was aber nicht davon abhält - und abhalten sollte - auch größere und ggfls. auch mal kleinere (also nicht im "Gardemaß liegende") in die Zucht zu lassen.
Bzw. einen guten Hengst nicht rauszuschmeißen, nur weil er halt 1,50 ist, oder so.
Er kann ja mit Stuten um 1,45 (oder kleiner sogar) z.B. trotzdem züchterisch sehr wertvolle Fohlen bringen.
Wenn ich Jupp richtig verstanden habe, ist er auch dieser Meinung....

ABER: @rooby
Ich glaube, ich schreibe entweder einfach zuviel - ich bin ja eh schon verbal inkontinent, das äußert sich auch beim Schreiben :D, oder drücke mich halt ungeschickt aus...? :confused: Dann sorry und hier nochmal JANZ deutlich :)

Meine Kleine IST DOCH KEIN PONY und hat NULL PONYBLUT!!!!!
Genau DESHALB (und NUR deshalb!!) hat sie ja keinen Pony-Hannover-Brand bekommen!!!! (als kl. dt. Reitpferd)

Das betone ich immer wieder und es scheint doch irgendwie nicht rüberzukommen :(

@Rooby
Ich bezog diese 10-cm-Aussage auf meine Anpaarung, da Du sie ja (sicher nicht ganz unberechtigt, rein bürokratisch gesehen) kritisierst

ergo wird dein fohlen dort nicht gebrannt, weil die vorfahren bestimmte dinge nicht erfüllen
Ja, der Papa ist 10 cm zu klein. Die Stute ist entspr. groß, Fohlen könnte also durchaus selbst wieder "den Vorgaben entsprechen". Also, why not?
Übrigens "sinngemäß" drückte der vom Rhein.Verband sich auch so aus.



und "in amtshilfe" kann man doch von jedem zuchtverband brennen lassen, da brauchst du keine 400 km fahren.

"Amtshilfe" heißt das also? Ok, also ich las halt woanders, dass Verbände in solchen Fällen manchmal z.B. einem ausgesuchten "Beauftragten" vor Ort das Brenneisen halt einfach zuschicken und ihn quasi "bevollmächtigen".
Und genau DESHALB hab ich beim Rheinl. Verband angerufen, wie man mir riet und da vorsichtig nachgefragt. Ich sprach mit einem sehr freundl. Delegierten (oder Bezirksbeauftragten?! Also jedenfalls einen aus der Liste "Ansprechpartner" :rolleyes2:) weil ich in der Geschäftsstelle mehrmals niemanden erreichte.
Und er sagte ganz klar, dass mir die 400 km Fahrt nicht erspart bleiben würden. Das müsse ich halt.
:001_unsure:

Daraufhin - weil alle Möglichkeiten m.M. nach erschöpft - habe ich meine Mädels nun also beim ZfdP-Brenntermin am Donn. angemeldet.
Und dabei bleibt es nu auch :)
Und um ehrlich zu sein... Das Eintragen beim ZfdP eröffnet auch noch eine andere Möglichkeit... wenn meine Kleine mal groß ist, dann könnte ich sie ja vielleicht mal zu einem schönen Trakehnerschecken bringen :wub: auch so ein langgehegter Traum...
Ich hoffe, ich werde dafür jetzt nicht gleich wieder gesteinigt :D

@monti
Also Deinen Absatz "zu den Verbänden" unterstütze ich 100%! Genau meine Meinung!

Aber Du schreibst auch:
du kannst als reiner Freizeitreiter ein Spitzenfohlen kaufen oder ein junges Pferd mit sehr viel Potential rel. günstig vom Züchter
(tja, was ist bei Dir - und Otto-Normalverdiener - "rel. günstig" ? :blush2:)

Aber:
"unter einem Spitzenausbilder/Profi würde dieses Pferd aber international laufen"
DAS halte ich für eine etwas gewagte These, ehrlich gesagt... das trifft meiner Meinung nach aber nicht auf alle zu.... genaugenommen eher wenige, schätze ich...
Also in dem Punkt bleibe ich bei meiner Meinung :)
Ohne natürlich drauf zu bestehen, dass sie richtig ist....
Aber lass sie mir :D

Schandor
13.07.2009, 11:14
Marquis AA Matcho AA Pancho II AA Timeab de Fondelyn Fürstin xx Cardinal xx Faviola xx


NULL PONYBLUT!!!!!

Aquila
13.07.2009, 11:25
Marquis AA Matcho AA Pancho II AA Timeab de Fondelyn Fürstin xx Cardinal xx Faviola xx

Eben :)

Interessieren würde mich ja mal die Größe der Fürstin xx....

monti
13.07.2009, 11:59
@FF
das hat aber auch diesen Hintergrund:
gerade (blütige) Leistungspferde sind nicht ganz einfach und die "normalen" Reiter, die diese Pferde ab und zu auf Turnieren in A und L reiten wollen, sind damit überfordert....

in meiner Sturm und Drangzeit hatte ich auch so einen Trakehner in der VS.....:scared:.....heute möchte ich in meinem Alter solche Pferde nicht mehr....auch die Monti ist so ein Leistungstyp - und war für mich zu stark - nur um ein bißchen Dressur zu reiten und ins Gelände zu schlampern - ich habe keine Führmaschine und/oder kann nicht zweimal am Tag in ein hügeliges Gelände und eine kleine VS reiten und ich hab im Winter keine Halle.....hab sie dann ins Springlager zu den Profis - und die waren begeistert....

speziell die Pferde aus der Habichtlinie sind solche Leistungstypen - wenn sie galoppieren - dann bis zum Umfallen - Sixtus war fast nicht mehr händelbar, als er nicht mehr jede Woche Turnier ging....auch die Lateran-Nachkommen waren sehr harte Pferde - aber nicht unbedingt einfach....

rooby94
13.07.2009, 12:27
[QUOTE=Aquila;512872]
Meine Kleine IST DOCH KEIN PONY und hat NULL PONYBLUT!!!!!
Genau DESHALB (und NUR deshalb!!) hat sie ja keinen Pony-Hannover-Brand bekommen!!!! (als kl. dt. Reitpferd)[/QUOTE

das habe ich schon etwas länger verstanden :lach:
mein beispiel bezog sich ja auch eher auf allgemeine vorgaben der zuchtverbände- ob das nun das unerwünschte blaue auge ist, die eintragungsfähigkeit bei einem nichtvorhandenen vollständigen pedigree, zu viel oder zu wenig stockmaß, keine hlp uswuswusw. da gibt es ja tausend dinge.

und kann es sein, daß deine stute noch gar nicht eingetragen ist und du sie deshalb beim rheinischen verband direkt vorstellen mußt? denn in amtshilfe können nur fohlen von eingetragenen stuten gebrannt werden. ist die stute noch nicht eingetragen (somit auch noch nicht bewertet), muß der verband ersteinmal die stute sehen.

Aquila
13.07.2009, 13:15
das habe ich schon etwas länger verstanden :lach:
Naja, aufgrund Deiner Antwort (dass es bei den Ponys halt durchaus auf 10 cm ankommen kann) dachte ich, das ist einfach noch nicht rübergekommen, oder in meinem ganzen Geschreibe schlicht untergegangen... :blush2:



und kann es sein, daß deine stute noch gar nicht eingetragen ist und du sie deshalb beim rheinischen verband direkt vorstellen mußt? denn in amtshilfe können nur fohlen von eingetragenen stuten gebrannt werden. ist die stute noch nicht eingetragen (somit auch noch nicht bewertet), muß der verband ersteinmal die stute sehen.

Ahja... Das könnte somit die Erklärung sein! Tatsächlich IST meine Stute noch nirgendwo eingetragen. Hat nur den Fohlenschein vom Rhein. Stammbuch. Und halt FN-Eintr. , aber die ist ja züchterisch unrelevant.
Wenn das mit der Amtshilfe nur bei Fohlen eingetr. Stuten geht, wird das wohl der Hintergrund sein!
Naja und macht ja auch durchaus Sinn... Eine Zuchtstute sollte ja schon von - mind. - einem Zuchtbeauftragten beurteilt werden.
Sonst wäre es mit der Selektion ja quasi "Essig"...

Wohl einer der Gründe, warum auch beim ZfdP im "Zuchtprogramm deutsches Reitpferd" unter den Bedingungen der Eintragung einer Stute ins Hauptstutbuch (Stutbuch I) folgender Passus zu finden ist:

Es werden Stuten eingetragen, die im Jahr der Eintragung mindestens dreijährig
sind,
- deren Mütter mindestens in der Hauptabteilung und
- deren Väter und Väter der Mütter, der Großmütter und der Urgroßmütter (vier
Generationen) in der Hauptabteilung einer Züchtervereinigung oder einem der
Hauptabteilung entsprechenden Zuchtbuch einer (nach § 3 dieses Zuchtprogramms)
zugelassenen Rasse einer anderen Züchtervereinigung eingetragen sind,
(...)
Darauf sprach ich den freundlichen Mann vom ZfdP am Tel. dann auch an und meinte, dass wenn die Kleine später Hauptstutbuch bekommen soll, dann müsste ich die Mutter ja eh eintragen lassen (da sie halt noch in keinem Zuchtbuch eingetragen ist). Zumal es eine "ältere Dame" ist und es ja dumm wäre, wenn ihr - gott verhüte!! - etwas zustoßen würde... Dann würde die spätere Eintragung der Tochter womöglich daran scheitern...
Und da stimmte er mir zu und meinte, es wäre auf alle Fälle sicherer, sie jetzt schon eintragen zu lassen.
Weiteres Prob. ist die Geb.Besch. vom Ponyverband.
Er sagte, für eine Eintragung wäre eine "Zuchtbesch." notwendig (ob beim Ponyverband nu Vorbuch, Stutbuch oder was auch immer). Ein "Registrierungspass" - quasi - wäre jedenfalls nicht ausreichend, selbst wenn komplette Abstammung drinsteht.
Er meinte, besser wäre auf alle Fälle, wir könnten das Fohlen schon jetzt als Fohlen aufnehmen....
Also hab ich wieder bißchen tel. :cool: und es scheint einen Weg zu geben...
Das "läuft" auch schon. Ich hoffe das klappt wie geplant alles und auch vor allem bis Donn.!
Am Donnerstag bin ich dann schlauer! Da ist ja der Brenntermin.
Und ICH bin durchaus gespannt auf die Einschätzung der Komm.! Speziell bezügl. des Fohlens...
Welches natürlich gerade mal "hinten wächst" und derzeit leider nun schon etwas überbaut ist :001_unsure: Und zu allem Überfluss fängt sie langsam an ihren Babypelz zu schmeißen und hat total schwarze "Flecken" überall am Hals :huh:... Ich dachte zunächst, sie wäre da "haarlos" und sorgte mich schon... aber da wachsen halt fast schwarze Haare nach... Wird sie vielleicht doch so dunkel wie der Papa :wub: Sieht mir von der Farbe eigentlich eher nicht so aus... bißchen merkwürdig....

diealtekitti
14.07.2009, 15:54
ich kann Dir sogar net weiterhelfen, besitze auch nur eine Stute mit ZFDP-Brand...dann noch einen Schecken. :scared::D

Was mir gerade beim lesen der Verbandszeitung auffiel, war, dass B. Nagel bei der Frühjahrskörung nun wohl schon zum zweiten Mal den Siegerhengst stellte.

Dann, bester Hengst mit ZFDP-Brand wurde der Holsteiner "La Baule" von Lagrain/Lacapo...ist wohl der Holsteiner Stamm 890. Seine Großmutter ist U-Cordia, die bereits drei S-Pferde lieferte und Vollschwester zur vielfachen S-Siegerin Corinessa unter Cora Ackermann-Ripke ist.

Züchter und Besitzer von "La Baule" ist kein geringer als Harm Thormählen...

Aquila
14.07.2009, 16:18
Züchter und Besitzer von "La Baule" ist kein geringer als Harm Thormählen...

"kein geringerer" heißt: den kennt man... :blush2: Thomählen sagt mir ganz entfernt was... *grübel*
Bin da einfach schon zu lange raus, fürchte ich. Hilfst mir auf die Sprünge...?

Pony
14.07.2009, 18:34
@Aquila
Mach dir mal keinen Kopf wegen deines ausfallenden Fohlenpelzes:-)
Um diese Zeit geht das allen Fohlen so!
Und wenn es überbaut ist--auch das ergeht anderen nicht anders; Herr Britze ist ein großer Fachmann, der es ziemlich gut einordnen kann dein Fohlen!
Mach dich nicht verrückt deswegen! Alles wird gut:D Bei unserem Zuchtleiter bist du in besten Händen!
Erzähl uns dann mal, wies dir erging! Donnerstag abend weißt du mehr!
Viel Glück und Spaß!
lg. S.K.

lacridevelvet
14.07.2009, 18:50
"kein geringerer" heißt: den kennt man... :blush2: Thomählen sagt mir ganz entfernt was... *grübel*
Bin da einfach schon zu lange raus, fürchte ich. Hilfst mir auf die Sprünge...?

http://www.harm-thormaehlen.com/willkommen.htm
http://www.horses-holsteiner.de/dindex.html
:)

diealtekitti
14.07.2009, 19:21
"kein geringerer" heißt: den kennt man... :blush2: Thomählen sagt mir ganz entfernt was... *grübel*
Bin da einfach schon zu lange raus, fürchte ich. Hilfst mir auf die Sprünge...?


@Lacri hat ja schon Hinweise gegeben. Merci. :)

Die Stuten "Fein Cera" und ihre Mutter "Cera" unter Otto Becker und C. Huck sehr erfolgreich und noch viele andere Pferde, die im internationalen Springsport gingen wurde von ihm gezüchtet.

Außerdem gab es mal diese Serie im Fernsehen "Das Gestüt"...das war auch über ihn.

Aquila
14.07.2009, 19:41
@Pony
Danke für die aufmunternden Worte! :) Das tut mal richtig gut.
Nach dem ganzen Theater bin ich natürlich schon besorgt, dass da noch irgendwas schiefgeht :( Ist ja ne abenteuerliche Sache, was wir da jetzt machen...
Der Ponyverband war jedenfalls sehr freundlich (spez. die Dame in der Geschäftstelle) und sie meinte auf meine vom ZfdP vorgeschlagene - sicher etwas ungewöhnliche - Bitte hin, dass das ok geht, man wolle mir da ja keine Steine in den Weg legen.
Heute also den Papierkram bekommen und nun gilt meine ganze Hoffnung dem Donnerstag...
Hoffentlich klappt das mit der Eintragung, wie die sich das vorstellen...
Und hoffentlich gefällt meine Kleine dem Hr. Britze. Und die schon etwas betagte Mama, natürlich.
Ist er denn überhaupt bei allen Brennterminen höchstselbst vor Ort...??
Ich bin nicht sooo gut im Fohlenbeurteilen und ich selbst finde sie natürlich einfach wunderschön :wub:

Aquila
14.07.2009, 19:44
@Lacri hat ja schon Hinweise gegeben. Merci. :)

Die Stuten "Fein Cera" und ihre Mutter "Cera" unter Otto Becker und C. Huck sehr erfolgreich und noch viele andere Pferde, die im internationalen Springsport gingen wurde von ihm gezüchtet.

Außerdem gab es mal diese Serie im Fernsehen "Das Gestüt"...das war auch über ihn.

Auf der Seite, die diealtekitti gepostet hat, hab ich kurz geschaut, aber das sagte mir auch irgendwie nicht recht was...
Aber Otto Becker und Carsten Nagel natürlich!
Damit macht die Aussage "kein geringerer" natürlich jetzt Sinn für mich.

Und es ist somit wohl durchaus als ein weiterer Bonuspunkt für den ZfdP zu werten.

Pony
14.07.2009, 22:55
Ja, unser Zuchtleiter ist bei allen Brennterminen und Stuteneintragungen dabei! Wer sonst als der Zuchtleiter?
So kennt er auch alle Tiere und Züchter die er im ZFDP zu betreuen hat.
Und keine Angst, er wird auch deine ältere Dame einzuschätzen wissen; wovor hast du denn Bammel?:rolleyes2:
Es kommt doch kein Kopf ab!:D
Du wirst wohl eher angenehm von Herrn Britze überrascht sein-wie die meisten von den "Neuen" und ihn später zu schätzen wissen, wie die "alten" unter uns:balloon:
Bis Donnerstag!:)
lg. S.K.

Aquila
14.07.2009, 23:08
@Pony
Naja, Bammel hab ich zum Einen, weil ich noch die Enttäuschung und die Fassungslosigkeit vom "ersten Brennen" in den Knochen habe... Da bin ich frohen Mutes hin und war gespannt auf die Beurteilung usw. und dann GEBURTSBESCHEINIGUNG?!?! :scared::cursing:
Und zum anderen, weil diese Vorgehensweise, die ich jetzt nach Anraten des freundl. Hr. Britze umgesetzt habe, schon ziemlich ungewöhnlich sein dürfte :blush2: auf alle Fälle nicht alltäglich. Ich mache mich halt nicht gern wichtig.
Aber da der Ponyverb. einverstanden war, sollte es jetzt eigentlich kein Problem mehr sein... Sollte...
Alles jedenfalls zurück auf Los... :rolleyes2:

Und wenn ich so dran denke, was jemand wie der Hr. Britze so im Laufe einer Brenntour für "Granatenfohlen" und -stuten sieht... Das schüchtert mich schon bißchen ein... Da war ich bei den Reitponys damals irgendwie immer entspannter :D

Erstaunt dass er überall mit hinfährt war ich in diesem Fall halt weil ZfdP ja bundesweit unterwegs ist... Da dachte ich, das klappt schon logistisch nicht.
Bei den Ponys ist ja auch immer der Zuchtleiter dabei, aber das ist ja auch ein überschaubares Terrain....

p.s und trotz der doch noch ziemlich geteilten Meinung über den ZfdP, die so vorherrscht, so habe ich über Hr. Britze nur absolut Gutes gehört. In Sachen Fachkunde wie auch menschlich und in seiner Funktion als Zuchtleiter. Auch von meinem Bekannten vom Ponyverband. Der sprach auch sehr positiv von ihm.

Cremellofan
15.07.2009, 10:27
Ne, das ist schon richtig. Herr Britze als Zuchtverbandsleiter macht immer eine "Brennreise" von Süddeutschland bis Dänemark und ab und zu auch anderes Ausland wie z.B. England. Er brennt und beurteilt jedes Fohlen, jede Stute und jeden Hengst persönlich. Dabei erklärt er auch viel und das v.a. logisch.Es gibt Sammeltermine und ggf. Einzeltermine. Ab fünf Tieren und mehr (glaube ich...)wird angeboten auf den Hof zu kommen. Dann gibt es natürlich noch Regional-, Landes- und Bundesschauen und Körtermine. Hut ab. Früher war er nach meinem Wissen Leiter des Trakehner Zuchtverbandes.

Pony
15.07.2009, 11:22
@cremellofan
ja, Herr Britze war bei den Trakehnern Zuchtleiter. Und ich wage zu behaupten- so wie ihn seine Kollegen schätzen-er würde mit Handkuss überall genommen werden. ABER wir geben ihn ja nicht mehr her:D

Übrigens bekommst du schon einen eigenen Termin, wenn du mehr wie 2 Fohlen zu brennen hast; die Grundlage dessen ist die Problematik, drei Fohlen, also auch drei Mütter dazu in einen Hänger zu laden, und zu einem Termin zu fahren-geht nicht. Wenn sich mehrere Züchter also zusammentun, dann ist ein eigener Termin möglich, auch wenn jeder nur einen oder zwei Vorgänge hat. Denn dann kommen ja einige Fohlen zusammen. Dazu die Stutbuchaufnahmen, und evtl. die zur Körung vorgesehenen Hengst, die Herr Britze vorbesichtigen soll.........die kann man dort auch anschauen lassen.

@Aquila
Nicht jeder hat Überflieger zuhause; alle kochen nur mit Wasser:-)
Dein Tier wird ebenso ernst genommen wie die anderer! Und es wird nach seiner eigenen Qualität eingetragen-egal wieviele andere Herr Britze zu sehen bekommt. Nur weil es anderswo Granaten hat, wird deines doch nicht runtergenotet! Es bekommt SEINE Note!
Jetzt hör doch mal das grübeln auf! Morgen abend sagst du uns, wie´s lief.
An Brennterminen hat Herr Britze immer was mehr Zeit für jeden und darum ist das morgen für dich die beste Gelegenheit mal ein gutes informatives Gespräch mit ihm zu führen! Nutze sie! Stell deine Fragen, informier dich......

lg. S.K.

Edna
15.07.2009, 15:02
Drücke dir die Daumen für die Beurteilung und viel Spaß.
Herr Britze ist wirklich ein sehr netter Fachmann!
Vergess nicht zu berichten!!

Aquila
15.07.2009, 17:36
Er brennt und beurteilt jedes Fohlen, jede Stute und jeden Hengst persönlich. :eek: Donnerwetter...

Hut ab. DAS will ich meinen!

Früher war er nach meinem Wissen Leiter des Trakehner Zuchtverbandes. Ja, das sagte mein Bekannter mir auch so.

Und selbstverständlich werde ich dann berichten!
Schon allein aufgrund des umfangreichen Feedbacks auf meine Thread-Start-Frage, aber natürlich auch wegen der freundlichen Wünsche jetzt :blush2: und der vielen netten Info und Hilfestellung!
Danke an euch.
(auch Dir, edna, danke fürs Daumendrücken!!!)

Ich bin jedenfalls ziemlich gespannt...

@Pony
Ich strenge mich an, nicht mehr so viel zu grübeln :rolleyes2: Ich neige gern dazu, mir selbst mehr Stress als nötig zu machen... Speziell auch, wenns um meine Pferde geht und gerade auch, wenn was so unvorhergesehen schiefläuft, wie in diesem Fall.
Unerfreuliche Eigenschaft, die ich partout nicht ablegen kann :(
Tja, wenn es möglich ist, werde ich zumindest versuchen, mich bezügl. meiner eventuellen Hengstwahl im nächsten Jahr zu erkundigen...
Was ich nehmen "dürfte" usw. Will mich ja nicht nochmal in irgendwelche "Nesseln" setzen :rolleyes2:
Zumal es in meiner Gegend lt. HVP leider nur eine Handvoll ZfdP-Hengste gibt... :( Daher werde ich nachfragen, wie es mit Bedeckung eines - natürlich gekörten - Hengstes eines anderen Verbands aussieht, wenn meine Stute dann beim ZfdP eingetragen ist. Ob das halt generell irgendwie problematisch ist, wieviel mehr es kosten würde und worauf ich bei der Hengstwahl dann unbedingt achten muss usw.
Vorausgesetzt, das ergibt sich irgendwie. Immerhin ist der Brenntermin der letzte des Tages und ist am frühen Abend... Irgendwann will ja auch der netteste Zuchtleiter seinen verdienten Feierabend haben.

Pony
15.07.2009, 19:40
Hier mal die Gebühren, wenn du einen ZFDP hengst nimmst, und die wenn einen anderen.
http://www.zfdp.de/gebuehren.php
Und NATÜRLICH steht dir die Wahl des Hengstes frei!! Das ist ja einer der Pluspunkte des Verbandes, das ZFDP Züchter Züchterische Entscheidungsfreiheit haben!
Wählst du gut aus,- sodaß Stute und Hengst zusammenpassen und ein schönes Fohlen daraus hervorgeht, ist es dein Verdienst und der Verband freut sich über deine Züchterische Entscheidung und dem Endergebniss:D
Wählst du schlecht aus-ist es auch deine Angelegenheit, wenn das Fohlen daraus weniger gut ist. DU lernst was draus, beide male. Hier als Verband eingreifen zu wollen finde ich maßlos überheblich! KEIN Mensch kann im Vorraus wissen, was für ein Fohlen es gibt; egal welche Verpaarung man wählt; die Genetik ist ein Buch mit 7 Siegeln, in deren Geheimniss wir wohl Gott sei Dank nie ganz eingreifen können.
Es hat schon Überflieger aus Anpaarungen gegeben, womit keiner rechnete, und die Vorhersagen ganz anders waren als das Ergebniss:D
Und wieviele Pferde gibt es, wo man strikt geplant hat, und diese "nur" Durchschnitt sind:001_unsure:?
Wie kann dann außerhalb deines Stalles dir jemand vorgeben, was du mit deinem Pferd/Ponys zu tun und zu lassen hast?
NIEMALS würde ich es akzeptieren und hinnehmen, wenn man mir bei Anpaarungen was dreinreden oder gar verbieten wollte!
Wir hoffen alle! auf das Jahrhundertfohlen! Aber freuen uns ebenso über ein gesundes korrektes Tier! Dann hat dieses Tier absolut seine Berechtigung und findet auch seinen Wirkungskreis! Die wo kritisieren, sollen selbst erst mal farbe bekennen, und aufzeigen was sie tagaus tagein für Überflieger zu züchten im stande sind!:rolleyes2:
Sei einfach mit dir selbst kritisch, dann paßt es schon-für DICH!
Richtig ist, das du Herrn Britze fragen solltest, welchen Hengstyp er dir für deine Stute anrät. Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung-entscheiden mußt DU, denn nur du allein mußt dann mit dem Ergebniss auch leben-ganz egal wie´s wird.....
Und auch wenn der Termin der letzte des Tages ist,- Herr Britze wird für den letzten des Tages ebenso da sein, wie für den ersten, mach dir da mal keine Sorgen! Na du wirst es ja selbst sehen-morgen:)
Wo bist du denn?
Denk dran, wir warten auf Bericht!
lg. S.K.

Benjie
15.07.2009, 20:36
da kann man aber mit dem beispiel der holsteiner springpferdezucht dagenhalten. die sind vor allem was wenn man die populationsgrösse mit einbezieht, sicher die weltweit erfolgreichsten.
das hat sicher auch was damit zu tun, das sie eben nicht liberal sind und streng selektieren.
dort darfst du nur stuten nehmen die aus holst. stämmen kommen und nur hengste nehmen die holst. gekört sind. es ist der verband, der seinen züchtern den geringsten handlungsspielraum lässt. warscheinlich sind sie auch noch die die am strengsten bei der fohlenprämierung sind.
aber sie haben eine pferdezucht von weltruf und ihr brand ist als markenzeichen etwas wert!
jetzt frag ich mich, warum sie mehr erfolg haben als andere?

Pony
16.07.2009, 00:16
Darf ich auch was fragen dazu?
Was machen die mittelklasse und die einfacheren Pferde in diesem verband, und ihre Züchter?
Wie hoch ist dort dessen "Stellenwert" als "NORMALO"?

Es gibt in keinem Verband, weder beim Züchter noch beim Pferd nur Elite; die wird natürlich immer hochgehalten; aber wenn ein Verband auf Kosten der Nichtüberflieger selektiert, was macht man dort mit dem ausselektieren?
Zähle ich da noch etwas, oder darf ich als Beiwerk mitlaufen?

Wo so streng selektiert wird, bleibt viel auf der Strecke.
Springpferdezucht,- und die anderen........? Es gibt doch nicht nur Springpferde.
Mir ist das zu eng eingegrenzt,- als Ponyzüchter würde ich da dann wohl müde belächelt.......?Und die anderen Spezialrassen,wo bleiben die ab, in Holstein?
Ich sagte ja, ich würde mich soviel Zwang nicht Unterordnen wollen und können, also käme dieser Verband schon mal nicht für mich in Frage?

Sportpferdezüchter mit Springblut im Stall bin ich nicht. Sollte nicht für jeden ein Platz sein können, gleichberechtigt, in jedem Verband?

Das waren meine Überlegungen dazu.....
fg. S.K.

Aquila
16.07.2009, 12:12
@Pony

Also in die Gebührenordnung hatte ich ja schon im Vorfeld reingeschaut :blush2: Bin leider keiner der glücklichen - wenigen - Menschen, die von sich behaupten können: Geld spielt bei mir überhaupt keine Rolle :D Somit hab ich schon als das Thema aufkam reingeschaut. Und die Gebühren sind soweit auch sehr fair, finde ich.
Also wenn es - wie ich Dich jetzt verstehe? - wirklich nur diese 25 Euro Unterschied beim Aufnehmen / Brennen des Fohlens sind, und keine weiteren Extra-Gebühren oder soetwas, dann kann ich damit auf alle Fälle leben. :) Ich dachte da käme vielleicht noch was dazu, wie z.B. bei Einzeldeckgen. in anderen Verbänden o.ä.
Schön dass es nicht so ist!
Denn wie gesagt, in meiner Gegend gibts nur eine Handvoll Hengste, die beim ZfdP eingetragen sind. Und ich habe mehrere Kriterien - für mich selbst, bzw. "züchterisch" und in punkto Größe des Hengstes auch unter Rücksicht auf das Alter meiner Stute - die der Hengst erfüllen soll. Wäre ich gezwungen, einen Hengst vom ZfdP zu nehmen, wäre das schon ziemlich schlecht... "auswählen" würde da schlicht wegfallen! Weil ich halt aus logistischen Gründen nun nicht 250 km und mehr zum Hengst fahren kann. Hab früher, in meiner "aktiven (Hobby-)Zuchtzeit" ja durchaus auch mehrmals mehrstündige Strecken zum Bedecken meiner geliebten Araberin in Kauf genommen, für den Wunschhengst. Aber die Möglichkeit habe ich derzeit nicht und da einige Hengste hier in der Gegend meinen Kriterien absolut entsprechen, aber von anderem Verband sind, ist das in meinem Fall ja schon eine schöne Lösung.

Und es kann ja auch - dies auch mal mit an Benji ;) - nicht so sehr züchterisch sinnvoll sein, wenn man halt nicht aus züchterischer, sondern aus rein praktischer Entscheidung den Hengst wählt :rolleyes2:
Daher ist es in Fällen wie z.B. meinem schon SEHR hilfreich, dass es die Möglichkeit gibt, einen Hengst eines anderen Verbandes zu wählen.

@Benji
Ich gebe Dir völlig recht, Selektion muss sein. Aber hauptsächlich doch nach Qualität, Eignung und vielleicht noch bißchen nach gewünschtem Typ, finde ich. Und nicht nach Zuchtgebiet. Meiner Meinung nach. D.h. ein z.B. Hann. Hengst ist ja nicht automatisch schlechter, als z.B. ein Holsteiner, nur weil er nun gerade mal nicht für Holstein eingetragen ist.
Und es ist ja nun nicht so, dass man beim ZfdP jeden beliebigen Hengst nehmen kann. Er muss ja auch gekört sein, nur darf dies durch einen anderen Verband erfolgt sein. Und die Anpaarungsrichtlinien (welche Rassen mit welchen Rassen angepaart / veredelt werden dürfen) sind ja offenbar die gleichen, wie in den jeweiligen regionalen Verbänden! Wie ich in meinem speziellen Fall ja nun sehr deutlich mitbekommen habe! Also im Wesentlichen jedenfalls.
Somit ist es ja keinesfalls so, dass nun so gar keine Selektion stattfindet ;) Es werden halt nur (Kör-) Entscheidungen anderer Verbände anerkannt. So verstehe ich es halt.

Aber über Sinn und Unsinn von Selektion zu sprechen ist ja ein Thema mit unendlich viel Raum für Diskussion, denke ich. Das haben wir auch in diesem Thread ja wieder gemerkt. Da sind die Meinungen unterschiedlich und das wird sich auch nicht ändern. Zumal es in diesem Punkt - meiner Meinung nach - kein klares "Richtig oder Falsch" gibt, bzw. einfach kein Schwarz/Weiß.

Wenn aber NUR strengste Selektion das einzig Wahre und das einzig zum Erfolg führende ist, wie ist es denn dann z.B. mit dem Oldenburger Verband...? Wie ich hier inzwischen so gelesen habe, wird da auch relativ liberal mit Fremdhengsten umgegangen. Möglichkeit der Einzeldeckgen. z.B. , oder auch der generelle Umgang mit Fremd-Pferden / Stuten...
Der Oldenburger-Verband hat ja nun unbestritten auch einen guten Ruf und sehr gutes Pferdematerial - mal davon abgesehen, dass ja JEDER Verband die eigenen für die Besten hält ;) - aber schlechtes Material hat der Old. doch nu auch nicht....

tantan
16.07.2009, 12:28
@Aquila
darf man fragen aus welcher Ecke du kommst und an was für einen Hengst du gedacht hast ?

Aquila
16.07.2009, 13:02
Ach ja, Pony, Du fragtest ja auch nach dem Ort...
also @Pony und Tantan:
Ich fahre zum Termin in Cuxhaven.

@Tantan
Also ich habe derzeit vorrangig 2 Hengste von Reese (Midlum) im Auge. Obwohl es bei mir noch absolut nicht feststeht, dass es nächstes Jahr nochmal zum Hengst geht. Das hängt von ein paar Dingen ab, die sich bis nächstes Jahr wohl ändern werden und ich noch nicht weiß, ob das dann alles so klappt, wie ich mir vorstelle.
Aber das nur am Rande.
Also mein persönlicher Favorit ist Voyage. Sehr schöne Abstammung und wie mir jemand - der sich auskennt ;) und objektiv ist - bestätigte ein sehr charakterfester Hengst, der das auch vererbt und auch viel Rittigkeit mitgibt (was meiner Dicken nicht schaden könnte! Nicht ihre stärkste Seite...).
Wenn auch selbst nun vielleicht nicht der "Überflieger", den man wählen möge, wenn man ein Supi-Dupi-Spitzen-Fohlen für Kader und / oder Bundesschauen ziehen möchte :rolleyes2: aber ein solider Hengst, der Nachkommen macht, die halt auch zu bedienen sind ;)
Und mir persönlich gefällt er auch ausnehmend gut!

Der andere wäre Offshore Energy. Den hat mein - sehr zuchterfahrener - Bekannter mir sehr wärmstens empfohlen. Da hält er sehr viel von. Ich pers. kenne eine Tochter von ihm aus einer Marquis-Tochter und die ist Verbandspr.-Stute und super-schön und wie der Besitzer sagt auch sehr lieb im Umgang und unterm Sattel.
Der ist allerdings noch etwas kleiner als Voyage und ich bin unsicher, ob das dann nicht doch bißchen zuuu klein wird, für meine "Große".
Bin also noch unentschlossen. Aber FALLS ich bißchen Glück habe und sich alles so entwickelt, wie ich hoffe und es dann nochmal zum Hengst geht, dann schaue ich mir beide Hengste eh so oder so nochmal persönlich an.

Schau mal hier:
http://www.reitponygestuet-pferdezucht-reese-bornhorst.de/
Da findest Du die beiden und auch noch 2 weitere Hengste.
Wobei Boss sicher wohl der bekannteste ist. Ist auch ein sehr zucht-erfolgreicher Hengst (u.a. "machte" er die Bundessiegerstutenfam. die auf der Startseite der Seite des Hofs zu sehen ist).
Aber ich tendiere - aus pers. Geschmack einfach - mehr zu den beiden oben genannten. Obwohl auch Boss wie gesagt SEHR erfolgreich in der Zucht ist und war. Musst mal googeln.

Wie Dir vermutlich aufgefallen ist, sind das natürlich Reitponys! ;)
Ich würde auch gern einen kleinen Warmblüter nehmen, bis max. eben unter 1,60 (echt höchstens!!)... Aber so einen wüsste ich halt nicht in meiner Gegend....
Falls Du Dich jetzt fragst, warum, kann ich Dir das natürlich gern erläutern, wenn es Dich interessiert :) Nur da das nicht mit 2 Sätzen gesagt ist, bombadiere ich Dich jetzt mal nicht gleich mit Details, die Dich womöglich gar nicht interessieren.

Aquila
17.07.2009, 00:23
So, geschafft. :sweatdrop:

Und ging auch sehr fix.
Vorab möchte ich erstmal nachdrücklich bestätigen, was mir über Hr. Britze hier und auch z.B. von meinem Bekannten erzählt wurde. Er ist echt super-nett! Ich bin begeistert!
Er war in keinster Weise überheblich oder wirkte desinteressiert an meiner - ja nun nicht gerade zum niederknien umwerfenden älteren Lady - und der Kleinen. Er war sehr wohlwollend und hat sie in aller Ruhe betrachtet und benotet.

Außerdem waren überhaupt auch die Leute, die den Hof für den Termin zur Verfügung stellten sehr nett und super-hilfsbereit!! Haben sofort beim Abladen mit angepackt usw. Klasse!
Wirkte alles sehr kameradschaftlich auf mich und ohne den im Reitsport und in der Zucht in den letzten 20 Jahren immer verbreiteteren Snobismus.
Da fühlte man sich gleich sehr wohl und willkommen.
Einziges kleine Manko war der Platz zum Traben an der Hand... Dafür wurde eine Art Roundpen benutzt, allerdings rechteckig und etwas größer, als ein gängiger Roundpen. Keine Dreiecksbahn, o.ä. Ich hätte mir idealerweise vielleicht doch eine Gerade gewünscht, wo meine Kleine ihren Trab hätte besser zeigen können :( So lief sie im Kreis, innen neben der geführten Mama und somit quasi irgendwie mit "gezogener Handbremse", wie es mir jedenfalls vorkam... Aber ok, ich denke, der Hr. Britze konnte sich auch trotzdem sein Bild machen.
Und meine Kleine hat endlich einen Rassebrand bekommen :rolleyes2: (Ritterkr. m. Krone) zu der Nr. :D Aber hat Hr. Britze schön gemacht, fällt überhaupt nicht auf!
Ich bin sehr froh, dass sie jetzt quasi "rehabilitiert" ist. :angel:
Der Hengst wird - sozusagen "posthum" in seinem Fall - sogar doch ins HB I eingstuft und nicht nur HB II (hatte ich am Tel. so verstanden, vermutl. wohl wegen der Größe, dachte ich da)! Hr. Britze erwähnte in seinem Kommentar, dass der Hengst zwar bei den Ponys eingesetzt wurde, aber trotzdem die (große) 100-Tage-HLP hat...
Deshalb halt HB I, als AA, unabhängig von der Größe. So hab ich es jedenfalls verstanden.

Benotet wurden meine beiden jeweils mit 7,0 :blink: Identisch, quasi... Und beide glatte 7er... :001_unsure: Zufall...? Wohlwollen...??
Bei der Mama hatte ich niedrigere Note "befürchtet", dafür bei der Kleinen vielleicht insgeheim bißchen mehr erhofft...
Aber das kann der Hr. Britze zweifellos besser beurteilen, als ich ;)
Bei der großen lag ich mit meiner Einschätzung ihrer Schwächen sogar durchaus richtig... Eine 6 war dabei und die war halt für den Trab. Und der IST schlicht einfach auch nicht der "Knaller", da beißt die Maus halt keinen Faden ab. Ich war - ganz ehrlich gesagt - sogar pos. überrascht über die 7 für den Schritt...

Er lobte den guten Schritt der Kleinen ("auffällig an diesem Fohlen der gute Schritt") und erwähnte - auch extra noch im Protokoll - dass sie halt ein typischer "Erstling" ist und man bei der großen Mutter (er hat sie mit 1,70 eingetragen, ich hatte sie mal bißchen dilettantisch mit Zollstock und Gerte :rolleyes2: 1,68 gemessen) das Fohlen vielleicht ein bißchen größer und kräftiger erwarten würde (so sinngemäß sagte er das jedenfalls)...

Tja, wer weiß, möglicherweise hätte sie dann wohl andernfalls auch paar zehntel mehr bekommen, könnte ich mir denken. Dass er das deshalb vielleicht auch extra so erwähnte und auch ins Protokoll schrieb (da steht u.a. "genügend entw. Erstling", wenn ich das richtig entziffere)
Ihren Trab - den ich hier zuhause halt schon erheblich besser gesehen habe, als da vor Ort und den ich auch als recht gut eingeschätzt hatte - bezeichnete er als "gut befriedigend"... Im Protokoll steht "Beweg.mit Takt".
Tja, aus dem Trab hätte ich echt mehr rausgeschaut, aber so liegt man mit der eigenen Einschätzung halt oftmals schon etwas daneben :blush2:
Dafür hat meine 17-jähr. ältere Lady immerhin eine 8 für Typ bekommen :)
Hübsch ist sie ja durchaus und das wurde somit halt auch honoriert...

@Pony
Über meine spätere Hengstwahl wollte ich nun mit dem - wirklich sehr freundl. Hr. Britze! - nicht mehr sprechen, weil wir die Letzten waren, obwohl wir pünktlich "mit dem Glockenschlag" quasi zum Terminbeginn - lt. Info auf der Website - auf den Hof rollten :scared:

Edna
17.07.2009, 00:32
Glückwunsch.
Das doch schön.
Du klingst sehr zufrieden!

Aquila
17.07.2009, 00:48
Naja zufrieden bin ich vor allem, dass meine Kleine nun volle Pap. bekommt, was ja schon nicht unwesentlich ist :rolleyes2:
Wo das mit "kleines Reitpferd" beim Ponyverband ja gründlich "in die Hose gegangen" war... :(
Schön, dass Hr. Britze diesen - doch wohl eher ungewöhnlichen Fall - so prima geregelt hat!

Die Benotung ist mit 7 auch durchaus ok, denke ich. Nicht "Überfliegerverdächtig" aber durchaus solide und sicher gut genug, zum Züchten, denke ich.
Und wenn alles klappt soll meine Dicke ja nächstes Jahr nochmal zum Hengst... Aber das hängt wie gesagt noch von Faktoren ab, die nicht in meiner direkten Macht liegen :001_unsure: Also Daumen drücken ist die Devise.

Aber auch die "Lütte" hat somit ihre Zuchtberechtigung, denke ich. Sowohl was die Papiere angeht - jetzt :) - als auch von der Benotung her.

Pony
17.07.2009, 00:49
@Aquila

So, wars nun schlimm?? :D
Ich sage" Herzlich Willkommen" im "Club":lach:

Komm mal zu ner Schau, zur Jahreshauptversammlung (da kann man auch gut reden mit Herrn Britze) oder ner Körung! Informier dich, halte mit ZFDP Züchtern Kontakt,- und du wirst sehen wie schnell du "dazugehörst":)
Du bist nicht die einzige die KEINEN Überflieger hat,- ich habs schon mal gesagt,- wir alle kochen nur mit Wasser! Der Verband-jeder Verband braucht aber auch die "Normalos"; warum überheblich sein, oder runterschauen? Wir sind alle gleichberechtigte Züchter. DU gehörst nun auch dazu!:)
Du hast ein vollwertiges Zuchttier, mit ebenso vollwertiger Nachzucht, was willst du mehr? Züchten heißt-in GENERATIONEN denken! Waren wir mal ab, was du dann in 20 jahren im Stall stehen hast:D

Vielleicht sehen wir uns ja zur nächsten Jahreshauptversammlung in Göttingen!?
lg. S.K.

Artemis
17.07.2009, 07:19
Übrigens nur so nebenbei, ohne das ich hier alles gelesen habe, ZFDP-Körung in Kreuth ist eine sehr schöne Veranstaltung, wir hattten vor 2 Jahren einen Hengst hier zur Vorbereitung und haben dort auch einen Hengst gesehen, den Bekannte (Station Wadenspanner) gekauft haben und den wir heuer auch benutzt haben, der Hengst wurde natürlich vom Bay. Verband sofort anerkannt, bei der Qualität aber auch kein Wunder und wir freuen uns auf das Fohlen im nächsten Jahr .

Kareen
17.07.2009, 09:03
att. Aquila: Der um sich wuchernde Snobismus stört mich auch gewaltig. Aber nicht nur beim Züchten sondern noch viel mehr beim Turnierbesuch. Jedes Mal nehme ich mir wieder vor: Das tust Du Dir gar nicht mehr an. Diese verkniffenen Gesichter und die Mißgunst wenn man irgendwen hinter sich gelassen hat, der meint er müsste unbedingt ganz vorne stehen. *rolleyes*
Das war als ich noch ein Kind war doch deutlich anders, da wurde sich noch viel mehr gegenseitig ausgeholfen weil auch lange nicht jeder Turnierteilnehmer in 'Vollausstattung' inklusive finanziertem Böckmann und geleastem Merzer-SUV aufgelaufen ist *LOL*.
Seit mir mal ein Bankmensch erzählt hat, dass diese Leute nach Verlassen des Turnierplatzes erstmal gepflegt für 10 Euro tanken, sehe ich die Dinge sehr viel entspannter und mache mir nicht mehr ins Hemd wenn ich auf einem beliebigen Platz den ältesten Anhänger oder das zermackeltste Auto habe. Wenigstens kann ich meine Tankfüllung bezahlen ;)

Aquila
17.07.2009, 10:58
@Pony

Nein, war gar nicht schlimm. :) Obwohl meine Kleine das absolut anders sieht. Sie "spricht" nicht mehr mit mir... War gestern abend noch zur kurzen Schmusestunde draussen, wie so oft, aber im Gegensatz zu sonst, wo sie mir immer freudig entgegekommt und eher aufdringlich ist, wich sie mir aus :( Erst nach ein paar Minuten ließ sie sich gnädig bißchen bekraueln (wovon sie sonst nicht genug bekommt).
Ich glaube, ihr langt es dann jetzt mit der Mähnenzuppelei und der Po-Verbrennerei :D Ist ja vermutlich auch ein absoluter Einzelfall, dass ein Fohlen seinen Brand in 2 Etappen bekommt ;)
Beim Einflechten hat sie diesemal ein mittelgroßes "Fass aufgemacht" :scared:
Klappte beim letzten Mal total klasse, nur beim Rausmachen war sie bißchen quengelig. Aber diesmal hat sie einen Aufstand gemacht, wenn ich an die Mähne fasste, als wolle man sie fressen! Sie war echt RICHTIG sauer... Überhaupt die allererste ernste Auseinandersetzung, die ich mit ihr hatte :( Vermutlich hat das Rausmachen der Zöppe beim letzten Mal ihr doch mehr ausgemacht, als mir schien... Aber wir haben unter vollem Körpereinsatz und mit Beharrlichkeit doch noch eine Handvoll Zöpfchen irgendwie reingefrickelt bekommen. Nicht schön, aber selten :D

Aber egal, sie wird sicher nicht lange schmollen und sie hat jetzt ihre - meines Erachtens nach ihr doch auch zustehenden! - vollen Papiere! Und ich bin sehr froh, dass das jetzt alles gut gelaufen ist!
Und ich hoffe, dass ich sie - wie geplant - auch die nächsten 20 J. ;) behalten kann...
Das hängt natürlich auch davon ab, wie sie sich vom Rahmen her entwickelt, dass sie mich später auch durch die Gegend tragen kann :001_unsure: Die Größe ist kein Prob., ich bin unter 1,60,aber ich bin etwas moppelig und wenn sie so ein zartes Hemdchen bleibt / wird.... Na man wird sehen.
Und wer weiß, was in ein paar Jahren ist, vielleicht bleibt sie dann auch einfach schon allein zur Zucht ;)
Ich kenne wie ich schon schrieb mehrere Kinder ihres Vaters "persönlich" von den unterschiedlichsten (!) Müttern und ich bin daher sicher, dass was gutes aus ihr wird! Immerhin kann Marquis z.B. ca. 12% - "Körrate" unter seinen Söhnen vorweisen. Das kann sich sehenlassen, finde ich! (er hat 14 o. 15 gek. Söhne, soweit ich weiß). Und ich kenne noch 2 Wallache und eine Stute von ihm persönlich. Die Wallache sind dressurmäßig super dabei (der eine hat seinerzeit u.a. in Dressurpferde L (höhere Plac. gegen "Große" errungen... Der war einfach traumhaft... Wir haben immer gern an der Bande gestanden, wenn ich auch gerade mit welchen unserer Pferde und meinen Reitmädels in der Halle waren...).
Und die Stute ist Verbandspr.Stute. Hätte sie die LP gemacht, wäre sie auch StPr geworden.
Und chic sind alle!
Aber ich will mich jetzt nicht in Schwärmereien über den verstorbenen Marquis ergehen :D

Ich hoffe erstmal, dass ich meine Dicke im nächsten Jahr nochmal zum Hengst bringen kann.
Immer Step-by-Step, wie ich gern sage...: weil wie in einem Film mal so treffend gesagt wurde: "Leben ist das, was einem zustößt, wärend man auf die Erfüllung seiner Hoffnungen und Wünsche wartet..."
Und das kann ich aus eigener Erfahrung absolut bestätigen. Und es wäre auch ein sehr treffendes "Züchtersprichwort", finde ich ;)

Aber jetzt gehts ganz und gar offtopic.

Nach Göttingen zur Versammlung...? Hm... Also ich denke eher nicht. Das ist von hier oben aus recht ein paar Stündchen Fahrt... Somit müsste ich mir - zumindest von meinem Nebenjob her - dafür auch z.B. extra freinehmen... Weil so arbeitsfreie WE's, wie die meisten Leute sie haben hab ich ja leider nicht.
Nein, also da würde ich glaube ich dann doch lieber mal auf eine Körung oder eine Schau fahren. Hatte dieses Jahr schon mit dem Gedanken gespielt, nach Tarmstedt zu fahren. Das ist von mir nicht weit.
Das werde ich dann wohl nächstes Jahr wirklich machen :cool:
Und vielleicht kann man sich ja auch mal zusammentun und vielleicht mit mehreren zur Körung fahren, dazu irgendwo treffen, oder so...
Das scheint mir mit ZfdP-lern durchaus möglich zu sein! Zumindest die, die ich jetzt so kennenlernte, machten mir absolut den Eindruck.

@Kareen
Du sprichst mir absolut aus der Seele!!!
Als ich - früüüüher - mit meinen selbstausgebildeten Reitmädels auf unseren - größtenteils selbstgezogenen - Reitponys ja mehrere Jahre regelmäßig auf Turnier war, hat mich das auch ziemlich "angeätzt" :sauer: Auch ich kenne das aus meiner Kindheit in einer sehr engagierten Reiterfamilie absolut anders! Da bedeutete das Wort "Kameradschaft" noch echt was! Und da hatten nicht schon die 10-jähr. Lederstiefel und je einen Spring- und Dressursattel von Prestige & Co :rolleyes2:
Aber nur umso erfreulicher fand ich es dann, wenn eins meiner Mädels - im Kat.C-Bereich - dann wieder ein Schleifchen bekam (oder auch sogar mal ganz vorn war, was bei mehreren der Fall war) und zwischen den durchgestylten, lederbestiefelten papa-hat-mir-teures-neues-fertiges-Pony-gekauft - Mädels und Jungs stand...
Diese meine Mädels, die ich selbst mit den Ponys ausgebildet hatte und die halt nicht 4 mal die Woche zu Super-Trainern gingen...
Gescheites Marken-Sattelzeug hatten sie allerdings auch! ;) Aber einfach weil ich von den billigen Import-Sätteln partout nix halte, gerade fürs Turnier und gerade auch für die Dressur.
Ich sage immer: lieber einen 15 J. alten Kieffer (o.ä.), als einen neuen Billig-Import Sattel!

Und dass bei vielen mehr Schein als Sein ist, da gebe ich Dir recht! Das ist sicher so.
Und dass man eben nicht die teuerste Ausstattung und den Hänger in (Gelände-) Wagenfarbe braucht, um gescheit zu Pferde zu sitzen, haben meine Mädels dann mehrfach unter Beweis gestellt :)
Und unter UNS herrschte auch nicht diese Verbissenheit!! Und für uns waren die Pferde nicht nur "austauschbare Sportgeräte"!
Das habe ich einfach anders gelernt und allen meinen Mädels in all den Jahren auch stets zu vermitteln versucht! Mit Erfolg, denke ich ;)
Schade, dass diese wunderbare Seite des Reitsports mehr und mehr verloren geht... :(

Und in der Zucht ists das Gleiche.
Wobei ich sagen muss, gestern bei dem Termin beim ZfdP hatte ich wieder genau dieses Kameradschafts-Empfinden, wie ich es von früher kenne.
Wie gesagt, ich kam auf den Hof, man packte gleich beim Abladen mit an, alle lächelten einen freundlich an usw.
War richtig erfrischend, finde ich!!

Pony
17.07.2009, 11:41
Ich kenne dieses Geltungsbedürfniss an Turnieren auch noch von "früher" her.
Da kamen die Mädels mit S Pferden in den Reiterwettbewerb......So auf ein paar Jahre Turnierleben gesehen wurde es dann schon recht ärgerlich, wenn man am Turnierplatz ankam und die Starterliste sah..richtig demoralisierend:cursing:
Als ich mich dann auf das Jagdreiten immer mehr konzentrierte war der frust bald weg. Hier gings um Spaß Freude und Können,- wer nicht wirklich reiten konnte war dann auch früher oder später im Zuschauerfeld wiederzufinden :tt2:
Ist halt dann doch nicht jedermannssache wenn man draußen auf sich alleine gestellt ist, und das eigene Können gefragt wird:D

Na ja, als dann die Kinder soweit waren, und Ponys her mußten, verschob sich eigentlich ganz schnell alles auf Ponyreiten- sehr bald auf Pony Zucht:rolleyes2:
Aufs Pferd komme ich kaum noch-habe aber eigentlich dazu auch wenig Bedarf,- denn nun nimmt mich die Zucht und das ganze Drumherum schon sehr ein. Habe dann mal mit fahren begonnen, reite mal schön aus,- ansonsten sitze ich auf den Weiden und schaue meiner kleine Herde zu.:lol:

Aber wie schon gesagt, auch im Züchterischen Bereich gibt genug Neid und Stress. Hier wird auch vieles auf "dem Rücken des Pferdes" ausgetragen,- aber man muß ja nicht alles mitmachen.

Du darfst nicht vergessen: bist du schlecht wirst du belächelt-bist du gut wirst du beneidet!
Mir hat mal ein weißer älterer Herr vor langer Zeit was mitgegeben als ich die Reaktionen auf das eine oder andere nicht verstehen konnte:
"Messe dich am Neid der anderen, je mehr du bekommst desto mehr stimmts in deiner Zucht, und bei dem was du tust". "Sei wach wenn man nett und gnädig zu dir ist,- dann hast du Fehler gemacht ":blush2:
Traurig! ABER WAHR!!!!!!

Mach einfach dein Ding! Du bist nur DIR selbst verantwortlich! Die Fehler die du machst mußt ja auch du selbst ausbaden, die nimmt dir keiner ab--nur den Glorienschein, den möchte JEDER haben, nur um den wirst du beneidet,- nicht um die Arbeit die dazu führte!

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S.K.

Aquila
17.07.2009, 18:08
Ich kenne dieses Geltungsbedürfniss an Turnieren auch noch von "früher" her.
Da kamen die Mädels mit S Pferden in den Reiterwettbewerb......So auf ein paar Jahre Turnierleben gesehen wurde es dann schon recht ärgerlich, wenn man am Turnierplatz ankam und die Starterliste sah..richtig demoralisierend:cursing:
Oh ja! Da hast Du recht. Das ist schon seit je her immer wieder "gern genommen"... Wir waren hauptsächlich auf ländlichen Turnieren unterwegs, da waren es dann mehr L-Pferde :rolleyes2:
Wobei ich es nicht mal verurteilen mag, wenn z.B. das Töchterchen Mamas "alten Turnierhasen" quasi "erbt", da er halt nicht mehr auf Leistung gehen soll, z.B.
Und Kids brauchen auch Lehrpferde.
Aber wenn das Pferdchen z.B. auf dem gleichen Turnier noch L geht, zuhause nach wie vor hauptsächlich von der Mama (od. großen Schwester oder wem auch immer) geritten wird und Mama (oder wer auch immer) das Pferd dann auch noch gründlich abreitet und der Sprößling 1 Minute vor Prüfungsbeginn da schnell eben nett "draufdrappiert" wird, DANN ist mir immer der Hut hochgegangen!!! Und das gibts ja leider auch sehr häufig... Hat nix mit Fairness zu tun, finde ich.


Als ich mich dann auf das Jagdreiten immer mehr konzentrierte war der frust bald weg. Hier gings um Spaß Freude und Können,- wer nicht wirklich reiten konnte war dann auch früher oder später im Zuschauerfeld wiederzufinden :tt2:
Respekt, sag ich nur!! Dafür war ich - im Gegensatz zu meiner Schwester - immer bißchen zu feige :blush2: SEHR zum Leidwesen meines Vaters.... :(



Aufs Pferd komme ich kaum noch-habe aber eigentlich dazu auch wenig Bedarf,-
Tja, ich würde schon gern etwas öfter reiten. Habe kürzlich -schweren Herzens, aber aus Vernunft- die Tochter meiner alten Araberin zum Einreiten gegeben. Das erste Mal, dass ich ein Pferd dafür aus der Hand gegeben habe.
Aber war gut so! Sie war eh schon weit über das eigentliche Anreit-Alter hinaus. Und es ist ja auch immer gut, wenn ein leichterer Reiter anreitet.
Nun ist sie wieder hier, wir waren auch schon paarmal ausreiten, aber mehr als 1x die Woche komme ich beim besten Willen nicht dazu, sie zu Reiten. :001_unsure:
Das finde ich schon sehr schade. Und hoffe, sie bleibt trotzdem auch mit 1x die Woche zumindest halbwegs "in Gang". Mehr ist derzeit einfach zeitlich nicht drin!
Selbst die Postings im Forum mache ich oftmals schon auch mal in einem Päuschen auf Arbeit *duckundweg*
Aber wie Du auch genieße ich es auch einfach, meine Pferde seit ein paar Jahren nach mehrjährigen in-Pension-gegebens jetzt wieder bei mir zu haben und selbst zu ver- und umsorgen. Sie sind so ein bißchen wie Familie für mich.
Und wenn ich auf die Weide gehe und meine jüngere Araberin sofort zu mir kommt, sich zu mir stellt, mir ausgiebig ihren Atem in den Nacken haucht - das macht sie zu gern :rolleyes2: - und sich beschmusen lässt und meine Kleine dann auch gleich kommt und ich dann beidhändig kraulen und schmusen "muss"... Oder wenn nach dem Füttern, im Winter, abends, alles zufrieden mümmeln... Dann weiß ich immer wieder, dass es die ganzen Entbehrungen und das viele Gearbeite absolut wert ist!

Aber zurück zum Thema.
Du hast natürlich recht, in Bezug auf die Neider... Wie sagte W. Busch (wusste gar nicht dass der das war) so treffend: "Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung".
Und da ist was dran!

Schlimm finde ich nur, dass in den letzten 10 - 20 Jahren das "auf-sich-ziehen-des-neids-der-anderen irgendwie wichtiger zu sein scheint, als die Sache oder der Erfolg oder das Pferd selbst!
So meinte ich es auch mit dem Snobismus....
Wer KEINE teurer Ausstattung hat, oder wessen Papa seinem Töchterchen NICHT ein Supi-Dupi-fertiges Pony und 3x die Woche den teuersten Einzelunterricht, sowie stets die neusten Schabracken und Decken von Eskadron und natürlich spätestens mit 10 J. gescheite Lederstiefel ;) kaufen kann, wird abfällig "angeschaut"...
Das finde ich schade.
Wer genug Geld für erstklassige Pferde und erstklassiges Zubehör und einen teuren Wagen mit in Wagenfarbe lack. Hänger und Einzelunterricht beim Spitzen-Dressurtrainer hat, der soll sich da doch einfach drüber freuen!
Ist doch toll, hätte sicher jeder gern und sei auch jedem gegönnt, aber warum scheint oftmals das sich-dran-freuen irgendwie nur über das Herabsehen auf die, die das halt nicht so können zu funktionieren :( Und dann wird auch ggfls. Leistung und / oder gutes Pferdematerial schlecht gemacht... Gerade auf den Turnieren, finde ich. Also zumindest bei vielen war das so. Natürlich beileibe nicht bei allen!!!
Aber trotzdem finde ich das eben einfach schade und auch ungerecht....

Und vielleicht war auch diese langjähr. Erfahrung in diesen Punkten einer der Gründe, warum ich mit etwas gemischten Gefühlen zu diesem 2. Brenntermin gefahren bin. Von der Sorge, dass der etwas ungewöhnliche Plan des ZfdP auch funktionieren würde, mal abgesehen ;)
Dort wurde ich aber wie gesagt sehr positiv überrascht! Alle total freundlich, wurde gleich beim Abladen mit angepackt, kameradschaftliches Auftreten und so. Und das finde ich sehr sympathisch. :)
Und wie Du schon sagst, wir "Normalos" haben doch auch unsere Daseinsberechtigung, finde ich ;) und genau so wurden wir - und meine beiden Pferde - auch behandelt.
Fand ich wirklich gut.

Aber wenn es stimmt was Du sagst: "Sei wach wenn man nett und gnädig zu dir ist,- dann hast du Fehler gemacht", dann habe ich wohl in Hr. Britzes Augen allerhand falsch gemacht :D er war nett und gnädig mit mir und meinen beiden Pferdemädels ...

rooby94
17.07.2009, 18:28
immer locker, ihr müßt nicht alles nur schwarz oder weiß sehen...

es gibt auch genausogut talente, deren eltern nicht die ponykollektion in x facher ausführung im stall haben. deren eltern sich quasi kein pony leisten können- noch nicht mal die stallmiete für ein einfaches pony wäre drin. aber die haben begeisterung, leidenschaft und talent und bekommen so ein pony zur verfügung gestellt.

oder es gibt auch leute, die kaufen ein 3j pony. ein fertig ausgebildetes können sie sich nicht leisten- aber sie können vernünftig reiten und das tier passend für die kleinen kinder erziehen.
und nach 3 jahren ist das pony dann l-dressur platziert und sie kaufen beim gleichen züchter noch einen 3j- das system hat ja schon mal gut geklappt und ein pony reicht heute bei größeren ambitionen einfach nicht aus :lach:

gibts alles, erlebe ich täglich live!


(natürlich auch die kinder mit den von mutti abgerittenen tieren. aber das kann kein maßstab sein und das kriegen unsere reiter auch gleich so beigebracht)

Aquila
17.07.2009, 18:58
@rooby94
ohne Frage!
Finde ich aber beides auch völlig ok!
Und selbst-erarbeitete Erfolge auf selbstausgebildeten Ponys, oder zur Verfügung gestellten Ponys ringen mir viel mehr Respekt ab, als einen Schleifensammler teuer kaufen und sich nur noch nett draufsetzen :rolleyes2:

Habe wärend der Turniergeherei damals mit meinen "Mädels" auch öfter welche gesehen, die kein eigenes Pony hatten (also solche, die wir kannten. Bei anderen weiß mans ja nicht, wenn man nicht gerade mal den Besitzer nachliest...)
Meine Mädels ja z.B. auch nicht :rolleyes2: sie ritten ja unsere....

Pony
17.07.2009, 21:43
@Aquila
:lol: Herr Britze ist nett, weil er es aus sich heraus ist; und vergiß dabei nicht--er ist ja auch keine "Züchterkonkurrenz":D

Herr Britze meinte ich sicherlich nicht damit, mit meinem Spruch-der hat Zuchtleiterschutz:angel:

Übrigens,- ich hatte auch als erstes Pferd einen Halbaraber aus Polen! Roh, vom Händler.......na ja,-aber er war ein GUTER Lehrmeister!!!!!
Und--ich liebe Araber! Habe diese auch mit Erfolg! in der Reitponyzucht eingesetzt!!
Würde es immer wieder tun! NUR kann man sicher nicht jeden dazu nehmen, man muß da schon gut nachdenken, was man zusammen anpaart.- aber dann.......:D

Richtig, Kinder brauchen auch Lehrpferde, aber nicht einen LKW voll S-Pferde, die der Papa hinterher dann in den S-Prüfungen reitet! Da läßt es sich ZU leicht Pokale erreiten! Wo bleibt da der eigene Lerneffekt, der Erfolg/Mißerfolg daraus?

@rooby94

ja ja, so ein begeistertes Mädchen hatte ich auch mal im Stall.........
ich kaufte für sie sogar einen gekörten sporterfahrenen Reitponyhengst.......mit diesem 300% Lehrmeister unter ihr holte sie auch aus sich raus, was sich rausholen ließ......bis mal ein Zettel im Stall lag.....komme nicht mehr:angry: Frag mich nicht, was ich in diesen 1,5 Jahren für ein kleines Vermögen an Lehrgängen, Stallmieten, 1-2x woche Turnieren, Privatstunden da reingebuttert habe!!!!!!! NIE WIEDER !!!!!!

lg. S.K.

Aquila
18.07.2009, 16:57
@Pony

Zuchtleiterschutz ? :D Na denn bin ich ja beruhigt... War also nur auf die "Konkurrenz" bezogen, der Satz...

Dass mit dem LKW voll S-Pferde die dann von Vati oder Mutti beim gleichen Turnier auch noch geritten wurden schrieb ich um Grunde ja sinngemäß oben auch schon :)
Voll und ganz meine Meinung.
Wie ich schon schrieb, dann soll das betr. Kind dieses Pferd dann halt auch zuhause selbst reiten, bzw. ausschließlich selbst. Von "Korrekturritten" mal abgesehen, ich denke, Du verstehst schon, wie ichs meine ;) Da sind wir ja eindeutig einer Meinung....

Tja und das viele Kiddies halt irgendwann aus unerfindlichen Gründen einfach aufhören habe ich im Laufe der Jahre halt immer wieder festgestellt. Meist wenns mit "Jungs und Disco" losgeht ;)
Nach meiner Erfahrung bleiben die, die bis deutlich über 20 dabeibleiben dann am ehesten auch langfristig den Pferden überhaupt treu...
Aber das ist nur meine Erfahrung. (und die meiner Eltern auch).

Und Du liebst Araber?? :wub: Tja, was soll ich dazu sagen :rolleyes2: Ich bin Arabitis-infizierte seit nunmehr ca. 25 Jahren....
Als ich als Teenager mein erstes "eigenes Pferd" von meinen Eltern bekommen sollte und mir ausgerechnet einen Araber wünschte waren sie schon sehr irritiert :ohmy: War damals schon noch was recht Exotisches...
Und zumal ich ja auch nicht DER große Held in Sachen Mut auf dem Pferd bin und war, sahen sie das eher skeptisch...
Aber ich war damals schon sehr fasziniert von diesen Pferden und blieb bei meinem Wunsch. Wir mussten dann eine ganze Weile suchen, aber auch mein erster Araber war dann roh und 2-jähr. Eine Ägypterin (siehe meine Signatur)
Aber sie ist charakterlich genau das, was man Arabern nachsagt. Sie ist und war einfach großartig! Habe sie mit "Unterstützung von unten" durch meine Eltern und Schwester selbst angeritten. Völlig problemlos, übrigens. Klar, ein "Feuerstuhl vorm Herrn", ohne Frage, aber das ehrlichste, nervenstärkste und verlässlichste Pferd, was ich je hatte, aber dabei trotzdem keine lethargische Trantüte! Keineswegs ;)
Ich wünsche jedem Reiter einmal im Leben ein Pferd, was für ihn das ist, was meine Alte für mich ist ... Obwohl sie natürlich inzwischen 26 ist und in wohlverdienter Rente, hier bei mir. :) ist übrigens die rechte der beiden Schimmelchen in meinem Avatar...
Kein Pferd fürs Viereck und schon gar nicht für den Pacours, aber trotzdem ein einfach großartiges Pferd! Wie meine Familie zu ihrem Erstaunen dann auch feststellten...

Ihre Tochter - die linke im Bild - ist charakterlich anders... Auch SEHR menschenbezogen, mehr noch, als die Mutter. Vom Themperament eher ruhiger und nicht GANZ so hypersensibel. Aber - leider - auch nicht so nervenstark und unkompliziert, wie die Mama...
Aber ich muss unbedingt aufhören, die beiden ständig zu vergleichen :rolleyes2:

Tja, auch unsere Reitponys waren teilw. mit viel ox-Blut. Das sind und waren - wie Du schon sagst bei überlegter Anpaarung - sehr gute Ponys.
Meine Mutter hatte eine ox - Welsh - Stute, mit der meine Schwester in jungen Jahren - so in den Siebzigern - dressurmäßig gut unterwegs war. Bis Ponylandesmeisterschaft, wo sie auch zweimal platziert waren, wenn ich mich richtig entsinne.
Die Stute war sehr gut, aber auch nicht einfach... Ehrlich, aber hochsensibel und - sagen wir mal - sehr lauffreudig :blush2: Aber ein Leistungstyp. Hat sich immer sehr bemüht und war quasi nicht "totzukriegen".
Davon hatten wir eine sehr schöne Tochter und einen Sohn.
Die Tochter hatte mehrere schöne Fohlen bei uns von Magister und Donauwind...
Und war charakterlich eine tolle. Ging auch mit den Kiddies im Anfängerunterricht usw.
Und turniermäßig auch unterwegs (Dressur)
Dann hatte meine Mutter noch eine Tochter von dem bekannten Caid AA (warum die nie gedeckt wurde, weiß ich gerade gar nicht :confused: Als ich da mehr involviert war, war sie schon zu alt...)
Und ich selbst hatte u.a. eine Caid-Tochter (mal Welsh-Mama) und eine westfälische Stute mit dreiviertel OX von Hajil.... Mutter von El Bedavi.
Eine bildhübsche, etwas kleinere Stute war das, sensibel und mit Themperament, aber unterm Sattel DAS Anfänger-Pony... Ging beim mir im Unterricht mit den Kleinsten... War nie böse oder setzte ein Kind ab, oder ähnliches.
Daraus hatte ich eine Tochter von einem New-Forest und eine Rapp-Tochter von Dino B...

Jaja, lange ists her :(

Araber sind sicher nicht jedermans Sache und Geschmack. Muss ja auch nicht ;) Aber wenn ich nur 1 Pferd hätte, wäre es mit Sicherheit ein Araber.