Eigenleistung (Zucht)-Stuten

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  • gina
    antwortet
    Zuchtneulinge müssen an die Hand genommen werden. Man muss Hilfe anbieten.....
    haben die hh und verbände doch erfolgreich gemacht
    im hinblick auf die schnelle mark unmengen von normalos mit dem gütesiegel körung versehen und den "hobbyzüchtern" als doppeltalente verkauft.

    alles was nicht bei drei den hof verlassen hatte, wurde mit siegeln und pünktchen versehen, damit nur ja jede merry mindest einmal geworfen hat, bevor sie in die drittklassigkeit als reitpferdchen versinkt.

    fakt ist einfach- es gibt viel zu viele und vor allem viel zu viele sinnfreie anpaarungen
    aktuell auf den fohlentouren d weit bestens zu verfolgen.........

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  • hike
    antwortet
    Im Prinzip kann eine graupelige Stute tolle Fohlen bringen und umgekehrt. Dennoch: je durchgezuchteter der Stamm ist, desto geringer ist das Risiko eines "Totalausfalls", wie auch immer der aussehen mag.

    Zuchtneulinge müssen an die Hand genommen werden. Man muss Hilfe anbieten und die letzte nicht belächeln. Die Zeit, in der Bauern das Gros der Zuchterschaft stellten, ist vorbei und wird auch nicht wieder kommen. Ergo muss man sich um die neuen Züchter bemühen! Man muss ihnen auch mal ne gute Stute verkaufen, sie beim Stammtisch nicht in die letzte Ecke setzen. Dann wird jemand auch eher bereit sein zu selektieren.

    Geschmäcker sind verschieden, ja! Trotzdem muss man sich messen, sei es bei der Stutenschau, bei der Eintragung der 3 jährigen, Fohlenschau /-championat, auf dem Turnier, ... Wer immer für sich zu Hause alleine "wurschtelt", wird in den seltensten Fällen Erfolg haben!

    Und Stutenstamme müssen gepflegt werden, sie müssen aufgebaut werden. Der Erfolg stellt sich manchmal nicht sofort, aber dann in der 2./3. Generation ein.

    Eigenleistung ist denke ich nicht 100% zu definieren. Den großen Traum von einem Spitzenpferd haben jedoch alle!

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  • caspar
    Ein Gast antwortete
    @werther

    also liegt's doch wieder an den Richtern.
    Wer bestimmt denn, wer vorne steht ?
    Der Züchter, der Zuchtleiter ?
    Nö, nö, die beiden Menschlein, die in der Mitte des Ringes stehen bestimmen das.
    Ich bin nun ja auch schon ein paar Tag mit dabei und habe festgestellt, man kann deutlich die Tendenzen erkennen.
    Es gibt Ställe, die können vorstellen was sie wollen. Solange nach dem beurteilenden Richtverfahren bewertet wird, egal ob Zucht oder Sport sind die vorne mit dabei.
    Es ist mir schon klar, dass gewisse persönliche Vorlieben nie ausgeschlossen werden können, dazu ist das Ganze viel zu menschlich.
    Was ich aber vermisse ist die reiterliche Kompetenz vieler Richter (Kollegen).
    So war z.B. für die Fohlenschau in Marbach ein Richter, Züchter und internationaler Reiter eingeladen. Er reitet selbst gezogene Pferde international. Leider kam ihm was dazwischen, oder vielleicht wollte er sich den Stress auch einfach nicht antun. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass wir andere Resultate erhalten hätten.
    Solche Richter erkennen den Wert einer älteren, nicht schwarzen Stute, weil sie bestenfalls ihrer Nachzucht auf Turnieren schon begegnet sind, bzw.gegen sie antreten mussten.

    Das ist was anderes, als auf Schauen im Kreis laufen und prozentuale Werte errechnen.
    Das ist das wahre Leben.

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  • hike
    antwortet
    Nochmal ein ketzerischer Einwurf: warum schicken die Verbände nicht jährlich die aktuellen Zuchtwertschätzungen der gemeldeten Stuten zu? Der Züchter konnte dann die Entwicklung verfolgen?!

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  • werther
    antwortet
    Zitat von hannoveraner Beitrag anzeigen
    die Aussage mit den 5-10% der vorgstellten Stuten/Pferde können uns "voranbringen": woran erkennen denn die Zuchtleiter genau diese?? Meiner Beobachtung nach liegen die ZL/Kommissionen auch nicht immer so ganz richtig!! Wenn das so einfach wäre...
    Natürlich liegt die ZL/Kommissionen auch nicht immer zu 100% richtig. Aber den grossen Überblick - aufgrund der Vielzahl der besichtigten Pferde - haben sie schon.

    Zitat von hannoveraner Beitrag anzeigen
    Hinsichtlich der Statistiken und dem normalen Aufbau der Normalverteilung in der ZWS musst Dir aber auch im klaren sein, dass bei der Verteilung der Zuchtwerte auch alle verfügbaren "alten" Pferde als Punktelieferanten dienen. Simpel ausgedrückt: der Schnitt ist bei 100
    Die Basis der FN Zuchtwertschätzung 2012 bilden alle Hengste der Geburtsjahre 1997-2001 (nächstes Jahr also 1998-2002), die entweder selbst oder mindestens 5 ihrer Nachkommen eine Hengstleistungsprüfung absolvierten. Der mittlere Zuchtwert dieser Hengste (Basis) wird auf 100 Indexpunkte gesetzt.

    Die Zuchtwerte aller Pferde werden nun auf diese Basis bezogen, wobei die Streuung (Standardabweichung) der Relativzuchtwerte 20 Punkte beträgt. Die Einstellung dieser Skala erfolgt getrennt für alle Einzel-, Teil- und Gesamtzuchtwerte.

    Zitat von hannoveraner Beitrag anzeigen
    die jungen Jahrgänge sind im Schnitt höher, die alten niedriger (da kannst dann den gefühlten Zuchtfortschritt ablesen
    Durch das die Betrachtungsbasis (aktuelle Basis Hengste der Geburtsjahre 1997-2001) jährlich um ein Jahr verschoben wird dem Zuchtfortschritt Rechnung getragen. Die jährliche Degression (Zuchtfortschritt) beträgt in der Regel ~1 bis 2 Indexpunkte.

    Jetzt darf man nicht nur den Gesamtzuchtwert (und vielleicht noch die Sicherheit) betrachten - sondern auch das Geburtsjahr des Probanten.

    Nimmt man z.B. den verstorbenen Althengst Werther (Wendekreis - Marcio xx - Dolman - Amateur I). Geboren 1973 - also vor 40 Jahren. Und dieser alte Kämpe verfügt gemäss der FN Zuchtwertschätzung immer noch über einen integrierten Dressurzuchtwert von 106 Indexpunkten (mit 99% Sicherheit). Wird also immer noch besser eingeschätzt als der Mittelwert der aktuellen Basis (alle Hengste der Geburtsjahre 1997-2001)!

    Oder eine über 30 Jahre alte Zuchtstute aus meinem Bestand welche gemäss aktueller ZWS immer noch über einen integrierten Dressurindex von 117 Punkten verfügt! Zur Blütezeit gehörte diese Stute zu den TOP 5% bundesweit.

    Berücksichtigt man noch die jährliche Degression von ~1 bis 2 Indexpunkte aufgrund des Zuchtfortschrittes - dann hat man einen Eindruck über die tatsächliche Leistung des Pferdes zu seiner aktiven Zeit.

    Zitat von hannoveraner Beitrag anzeigen
    Hast Du ne junge Stute mit 120 Punkten, gehört die in ihrem Jahrgang nicht zu den 16% der besseren in den berücksichtigten Merkmalen aus ZSP/HLP/usw..
    Natürlich. Eine junge Stute mit 120 Indexpunkten ist natürlich bei weitem nicht so gut wie eine 30 jährige Stute ebenfalls mit 120 Punkte (trotz jährlicher Degression). Aber ab 120 Punkten (Mittelwert + 1x Standardabweichung) beginnt es interessant zu werden!

    Zur Beachtung! Die Zuchtwertschätzung betrachten ausschliesslich Stuten mit Eigenleistung ODER Nachkommenleistung.

    Aber nur 40% bis 50% der aktiven Zuchtstuten verfügen über Eigenleistung ODER Nachkommenleistung!

    Und was ist mit dem traurigen Rest? Diejenigen welche sich niemals bewiesen haben? Weder selbst noch über ihre Nachzucht?
    Zuletzt geändert von werther; 07.07.2013, 22:35.

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  • sporthorses100
    antwortet
    Zitat von hannoveraner Beitrag anzeigen
    die Aussage mit den 5-10% der vorgstellten Stuten/Pferde können uns "voranbringen": woran erkennen denn die Zuchtleiter genau diese?? Meiner Beobachtung nach liegen die ZL/Kommissionen auch nicht immer so ganz richtig!! Wenn das so einfach wäre......
    Die Herren Zuchtleiter wollen natürlich unentbehrlich sein. Sportpferdezucht beweist sich im Sport und nicht auf exterieurlastigen Schönheitskonkurrenzen, wie Stuten- und Fohlenschauen. Was die verbandsseitige Selektion im Springpferdesektor bewirken kann, zeigt das Beispiel Rheinland: Springhengste quasi keine mehr vorhanden, viele Züchter abgewandert zu Westfalen, Holstein, Oldenburg etc.

    Zitat aus "Springpferdeausbildung heute" von Elmar Pollmann-Schweckhorst: Zitatanfang:
    "Ein harmonisch und korrekt gebautes Pferd muss nur in die Hände eines guten Reiters gelangen, so ist es zu jeder sportlichen Höchstleistung fähig." Dieser auf diversen Züchterversammlungen wiederholte Ausspruch eines langjährigen rheinischen Zuchtleiters wird spätestens bei Besichtigung eines internationalen Championats mit Leichtigkeit widerlegt. Zitatende
    Zuletzt geändert von sporthorses100; 07.07.2013, 21:44.

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  • hannoveraner
    antwortet
    die Aussage mit den 5-10% der vorgstellten Stuten/Pferde können uns "voranbringen": woran erkennen denn die Zuchtleiter genau diese?? Meiner Beobachtung nach liegen die ZL/Kommissionen auch nicht immer so ganz richtig!! Wenn das so einfach wäre......

    Hinsichtlich der Statistiken und dem normalen Aufbau der Normalverteilung in der ZWS musst Dir aber auch im klaren sein, dass bei der Verteilung der Zuchtwerte auch alle verfügbaren "alten" Pferde als Punktelieferanten dienen. Simpel ausgedrückt: der Schnitt ist bei 100, Jahrgangsweise gibt es große Unterschiede, die jungen Jahrgänge sind im Schnitt höher, die alten niedriger (da kannst dann den gefühlten Zuchtfortschritt ablesen ). Hast Du ne junge Stute mit 120 Punkten, gehört die in ihrem Jahrgang nicht zu den 16% der besseren in den berücksichtigten Merkmalen aus ZSP/HLP/usw..

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  • sporthorses100
    antwortet
    Ratina Z, Stute mit berühmter Eigenleistung, hat heute in Lindlar (bei Köln) erfreuliche Nachkommenserfolge zu verzeichnen: Sohn Crown Z hat das S-Springen gewonnen, der 6-jährige Ratina Z-Enkel Crowntano Z konnte sich im M** an 3. Stelle platzieren.
    Meldestelle, Zeitmessung und Turniertechnik für Reitturniere in ganz Deutschland: Beschallung, Infoterminals, Starterboards, Videowalls und Liveticker.
    Zuletzt geändert von sporthorses100; 07.07.2013, 00:23.

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  • werther
    antwortet
    Zitat von Oh-Gloria Beitrag anzeigen
    Diese "Erfahrung" mache ich schon seit Jahren... nicht nur auf Schauen, auch bei "Züchtern"... Interessant das dies mal so angesprochen wird, hier wurde ich immer ausgelacht (Forum) oder als "Schlechtredner" tituliert
    Dies ist die Aussage der Zuchtwertschätzungen - egal ob FN oder KWPN!

    Zitat von werther Beitrag anzeigen
    Nur ~16% der Gesamtpopulation (mit Zuchtwert - also mit Eigen- ODER Nachkommenleistung) verfügen somit über einen Zuchtwert grösser Mittelwert + 1 Standardabweichung (μ + 1σ) und können damit positiv zum Zuchtfortschritt beitragen!

    Als Spitzentiere sind die Pferde mit einem Zuchtwert von mehr als Mittelwert + 2 Standardabweichungen (μ + 2σ) anzusehen.

    Die 0,1% (1‰ Promille) der Tiere mit einem Zuchtwert vom mehr als Mittelwert + 3 Standardabweichungen (μ + 3σ) sind als die absolute Crème de la Crème der bundesdeutschen Pferdezucht anzusehen!
    Will aber anscheinend keiner wissen bzw. wahrhaben!
    Zuletzt geändert von werther; 07.07.2013, 06:22.

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  • Oh-Gloria
    Ein Gast antwortete
    Zitat von werther Beitrag anzeigen
    Ich komme zwar hauptsächlich aus der Dressur Ecke - kann aber deine o.a. Aussagen nur bestätigen!

    Ich hatte die vergangenen Tage und Wochen anlässlich verschiedener Fohlenschauen und Hauptbrennterminen (Baden-Württemberg, Hannover, Oldenburg) die Gelegenheit mit den dort anwesenden Zuchtleitern ausführlich zu sprechen. Mein persönliches Empfinden und deren Aussage ist noch viel, viel krasser! Nur 5% bis 10% der vorgestellten Stuten bzw. deren Nachzucht können uns voran bringen!

    Und alle diese Stuten verfügen über Eigen- ODER Nachkommenleistung! Verfügen also über einen FN Zuchtwert! Ob es nun ins Schema passt oder nicht!
    Diese "Erfahrung" mache ich schon seit Jahren... nicht nur auf Schauen, auch bei "Züchtern"... Interessant das dies mal so angesprochen wird, hier wurde ich immer ausgelacht (Forum) oder als "Schlechtredner" tituliert.

    In meinen Augen beginnt der Fortschritt nicht mit dem voranschreiten in Generationen, sondern in strenger Selektion und das pflegen bewährten Blutes - wenn man dies überhaupt kennt.

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  • werther
    antwortet
    Zitat von gina Beitrag anzeigen
    analog sehe ich die selektion auf zuchtstuten bzw die erkenntnisse, die daraus gewonnen werden können. ich spreche jetzt für den spr bereich. auf nahezu JEDEM brenntermin war m.e. die quote 8:10 auf 8 stuten, die weder typ noch bewegungs noch pedigreemässig auf fundamentale werte im bereich spr verweisen konnten kommen 2!! bei denen hoffnung berechtigt schien.
    Ich komme zwar hauptsächlich aus der Dressur Ecke - kann aber deine o.a. Aussagen nur bestätigen!

    Ich hatte die vergangenen Tage und Wochen anlässlich verschiedener Fohlenschauen und Hauptbrennterminen (Baden-Württemberg, Hannover, Oldenburg) die Gelegenheit mit den dort anwesenden Zuchtleitern ausführlich zu sprechen. Mein persönliches Empfinden und deren Aussage ist noch viel, viel krasser! Nur 5% bis 10% der vorgestellten Stuten bzw. deren Nachzucht können uns voran bringen!

    Wenn man dann noch bedenkt das NUR ~40% bis 50% der aktiven Zuchtstuten über Eigen- ODER Nachkommenleistungen (also Zuchtwerte) verfügen. Und zusätzlich noch die KWPN Aussage

    http://www.kwpn.org/site/main/articl...8-000c299e1a48

    berücksichtigt. Dann ist das Bild wieder stimmig!
    Zuletzt geändert von werther; 07.07.2013, 06:21.

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  • gina
    antwortet
    ich finde diese diskussion langsam ein bisschen mühselig.....
    fakt ist doch, dass das europ ausland gerade was die springpopulation betrifft d längst den rang abgelaufen hat.
    sie haben sich mit entsprechendem blut versorgt, eigenes gut eingebunden und sichten auf 0 (fehler im parcours)
    in bwp wird unterm sattel und über auswahlparcours gekört und jeweils fortgeschrieben.

    jeder züchter kann sich seinen jungaspiranten an der hand, freispringenderweise, unterm sattel im prüfungsparcours und übers jahr in auswahlparcours zur gemüte führen.

    ich sehe NICHT, dass deren junghengste das alter von 6-8+ nicht erreichen, weil sie geschreddert worden sind.

    wohl zu sehen ist hier in d allerdings, dass auf pompösen schauveranstaltungen lächerliche peitschengefidel vorstellungen dazu führen, dass die aspiranten mit glanz und gloria die arenen verlassen.
    im nachgang werden sie 30 oder eben 100 tage aneinander "gemessen" wobei die auswahl des ortes und der konkurrenten, sowie entsprechendes "handgeld" an das personal eine grosse rolle
    bzw die rolle überhaupt spielt .

    wenn sie denn in parcours zu sehen sind dürfen sie
    1. nicht allzuhoch springen- weil sonst sind sie ja präpariert ( lach - wer glaubt irgendein hengsthalter würde es drauf ankommen lassen, dass, das biest einen oder mehrere umhaut - der glaubt auch die erde ist eine scheibe....)

    2.müssen sie den schädel hinhalten und sich ggflls rückwärts einparken lassen ( nochmal lach - wer glaubt dies geschieht aufgrund besonderer rittigkeitswerte oder gar einer pferdegerechten ausbildung - glaubt wahrscheinlich auch - die erde besteht aus 2 scheiben....)
    dies ist wohl eher eine kombination aus pharmazeutischen & probaten mitteln die hengste unter woche "einzustellen"

    so- was wollt ihr da für erkenntnisse daraus ziehen?

    die allgem junghengstephobie oder der im gegensatz dazu stattfindende hype resultiert doch nur aus oben genannter "heile welt" selektion.
    die einen fallen auf die schnauze, weil sie keine ahnung vom pferd und seinem papier haben und die anderen weils da genauso ist und sie sich von ein paar hochglanzvorstellungen galuben ein bild machen zu können.

    und dann gibt es da noch die 3. fraktion- die meint, wenn einer besonders brav und rationell seinen job verrichtet ist der besonders "reell"
    leider zeigt die vergangenheit, dass so einer einfach besonders NORMAL sein kann - und das brauchen wir am allerwenigsten ;-)


    analog sehe ich die selektion auf zuchtstuten bzw die erkenntnisse, die daraus gewonnen werden können.

    ich spreche jetzt für den sprbereich
    auf nahezu JEDEM brenntermin war m.e. die quote 8:10

    auf 8 stuten, die weder typ noch bewegungs noch pedigreemässig auf fundamentale werte im bereich spr verweisen konnten kommen 2!! bei denen hoffnung berechtigt schien.
    alle diese stuten hatten logischerweise fohlen bei fuss - waren auffällig oft mit einer ordentl stutenleistung versehen - und konnten doch in keinster weise den eindruck vermitteln, dass sie bzw deren nachzucht einen gewissen qualitätsstandart in punkto springen auch nur halten können - geschweige ihn nicht zu verwässern
    es nützt doch keinem wenn der markt mit a und l springtalenten geflutet wird, eine klasse, die aufgrund der gesamtklasse für fast alle erreichbar sein sollte.....

    damit aber die reise zu ende ist.
    Zuletzt geändert von gina; 06.07.2013, 14:38.

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  • Oh-Gloria
    Ein Gast antwortete
    @ Benjie

    Siehst du, und da liegt auch de Unterschied das du mich nicht verstanden hast!!!.

    Hier geht es nicht darum das ich junge Pferde nur durch die Parcoure "heize" oder sie bis zum Anschlag "reize"...

    Hier geht es darum, das die Jungen Pferde sich auch presentieren dürfen ind einem breiten Spektrum. Ich habe u.a. zum Ausdruck gebracht das man nicht nur nach Noten richten sollte, das Junge Pferde auch gegen die Zeit gehen kann, wie auch Galoppieren großer Linien (z.b. in Ideal Zeit,usw..). Das hat mit Vertrauensverlust nichts zu tun, eine Note ist in meinen Augen NIE eine Objektive Einschätzung sondern immer eine Subjektive Betrachtung einzelner Personen, die Veranstaltungs oder Regions bezogen anders handeln.

    Durch eine breitere Fächerung an Veranstaltungen für JUNGE Pferde - denn hier geht es nicht darum in einem A Springen gegen routinierte "Speed" A Juckser zu starten - sondern die Pferde in gleichaltrigen Konkurrenzen starten zu wollen und auch zu prüfen.

    Hier wird man sicherlich des öfteren überrascht sein wie man sich von Noten blenden lässt.

    Der bewusst handelnde Reiter wie auch Besitzer wird seine ZUKUNFT mit Vernunft starten lassen und so sicherer beurteilen bzw. sogar vermarkten können. Ich habe mir das lange durch den Kopf gehen lassen und bin eben durch besuche und BEfragungen der Reiter wie auch Besitzer/Züchter zu so einem Ergebnis gekommen, was ich Persönlich sehr nachvollziehen kann. Mit Vertrauenverlust hat das wenig zu tun - bis nichts!!!.

    In dem Moment wo ein breiteres Spektrum an Prüfungen angeboten wird, ist eine realistische Beurteilung des jungen Pferdes besser. Man wird sicherlich auch erstaunt sein, wie sich bestimmte Gruppen an NAchkommen presentieren, welche Kategorie Pferd dies ist usw. usw..

    Ich möchte schon in Jungen Jahren erfahren wo mein Pferd gehen kann, wie es geht usw.. aus der Sicht des Käufers, und diesem möchte ich den best möglichen Einblick in das Wesen meines Pferdes bieten!!!.
    Zuletzt geändert von Gast; 06.07.2013, 08:06.

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  • Benjie
    antwortet
    Es geht dabei nicht um heizen - ich nenne das reizen - auch etwas ausprobieren in einer Prüfung wo es gleichdenkende Reiter ebenfalls anstreben.
    siehst du und da liegt warscheinlich der unterschied in der Ausbildungsphilosophie von dir und dem was bei uns so praktiziert wird. die prioritäten liegen dort bei den jungen pferden nämlich nicht beim reizen, sondern darin vertrauen auzubauen. das pferd schonend auf seine tunierlaufbahn vorzubereiten und ihm ein dressurliches rüstzeug mit auf den weg zu geben.
    also wir sind mit dem motto, "erst mal langsam mit den jungen gäulen", eigentlich immer gut gefahren. übrigens wenn du reitzen möchtest, ist dir der weg in eine zeit fehler prüfung ja nicht verbaut.

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  • werther
    antwortet
    Zitat von caspar Beitrag anzeigen
    Was auf Turnieren hilfreich wäre, besonders in Basis- und Aufbauprüfungen ... Hilfreich ist aber immer auch die mündliche kommentierung der Vorstellung. Kostet zwar etwas Zeit, unterbindet aber idR jegliche Diskussionen
    Bin zu 110% bei dir. Leider kenne ich eine Kommentierung nur von Championaten und Bundeschampionats Qualifikationen (selbst bei Einlaufprüfungen BuCha Qualifikationen ist dies nicht üblich). Eigentlich schade.

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  • werther
    antwortet
    Zitat von caspar Beitrag anzeigen
    Es gibt zu viele Hengste, deren Namen man sich eigentlich nicht merken muss. Nur eine Handvoll sind es wert, in den graune Zellen bleiben zu dürfen
    Mag hinter den - jährlich wechselnden Hypehengsten, Körungssiegern - hinterher rennen wer will. Erst einmal sollten diese Junghengste Eigenleistung abliefern. Und danach sich über Nachkommenleistungen beweisen!

    Die FN Zuchtwertschätzung 2012 zeichnet folgendes Bild (am Beispiel Dressur):

    Insgesamt verfügen 4.168 Hengste über einen Zuchtwert Dressur
    438 Hengste verfügen über einen ZW 120<>139
    125 Hengste verfügen über einen ZW 140<>159
    010 Hengste verfügen über einen ZW 160<

    Hier ist die 'Handvoll'

    Natürlich ist es vollkommen sinnbefreit nur nach dem Gesamtindex (und vielleicht noch nach der Sicherheit) zu sehen. Lesen, hinterfragen, verstehen, ... in den Details liegt die Erkenntniss.
    Zuletzt geändert von werther; 03.07.2013, 22:58.

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  • Oh-Gloria
    Ein Gast antwortete
    Es geht dabei nicht um heizen - ich nenne das reizen - auch etwas ausprobieren in einer Prüfung wo es gleichdenkende Reiter ebenfalls anstreben. Mein beitrag bezieht sich ja nicht darauf alles zu ändern und auf zeit zu setzen - es geht darum die Pferde Frühzeitig heran zu führen... Wenn jemand meint nur "heizen" zu müssen - bitte...das selbe ist in Parcouren die auf lange Wege setzen mit geschickt gestellten Kombinationen.

    Und das uns das "Ausland" beneidet ist deine Subjektive Ansicht des Deutschen Systems... es gibt sehr viele Stimmen die auch teilweise anders denken.
    Solche Meinungen kommen nicht von ungefähr..
    Wegen meiner Jungen Pferde zerbrech ich mir nicht den Kopf wie du...

    Das bestreben eines Fortschritts ist es doch, sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu schaffen - also dürften solche Überlegungen angebracht sein, die auch sehr viele Reiter wie auch Züchter die ich darauf befragte unterstützen.

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  • werther
    antwortet
    Zitat von Oh-Gloria Beitrag anzeigen
    Da´nn sollte man aber mal ernsthaft darüber nachdenken ob die jetzigen Jungpferdeprüfungen ausreichen um eine reele Selektion zu erlauben. Das Zweifel ich mit breiter Brust an!!!
    Youngster welche hocherfolgreich 5j. SPF-L und 6j. SPF-M Tour gelaufen sind - sind üblicherweise alsbald in regulären SPR Prüfungen M** und S in den Platzierungslisten zu finden. Ich kenne keinen welcher schon in jungen Jahren in SPR A und L gegen die Uhr geheizt wurde - und später in höheren Klassen M** und höher noch erfolgreich ist. Soviel zum Thema Selektion!

    Zitat von Oh-Gloria Beitrag anzeigen
    Man gewinnt momentan keinen VORTEIL gegenüber den angrenzenden Ländern...
    Vom gesamten benachbarten Ausland werden wir in Deutschland beneidet weil wir die Möglichkeiten haben junge Pferde schonend über Jungpferdeprüfungen, Aufbauprüfungen, ... vertrauensvoll an den Tuniersport heranzuführen. Das Wort Aufbauprüfung verwendet man hier nicht zu Unrecht. Wenn ein sechsjähriger dann schon genug Vertrauen hat kann man ja gegen die Uhr in SPR Prüfungen reiten.

    Bring deine eigene - jetzt nunmehr 4j. Nachzucht - erst einmal unter den Sattel und dann erfolgreich in den Sport. Dann sehen wir weiter.

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  • caspar
    Ein Gast antwortete
    @calt, was soll uns das jetzt sagen ?
    Es gibt zu viele Hengste, deren Namen man sich eigentlich nicht merken muss.
    Nur eine Handvoll sind es wert, in den graune Zellen bleiben zu dürfen.

    Was auf Turnieren hilfreich wäre, besonders in Basis- und Aufbauprüfungen wäre, wenn die Richter die Abstammungen nicht wüssten. besonders beim BuCha würde man hier manche Überaschung erleben.
    Im kleinen und bei den ländlichen Turnieren ist das aber nicht durchfürbar,weil sowieso jeder jeden kennt.
    Hilfreich ist aber immer auch die mündliche kommentierung der Vorstellung. Kostet zwar etwas Zeit, unterbindet aber idR jegliche Diskussionen.

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  • Calt
    antwortet
    Mal was nebenher. "Erfahrener" Züchter (71) war jetzt mal bei uns im Stall, um sich Stuten anzusehen. Er macht halt vor der ersten Box, und fragt, was das für eine Stute ist. Ich Antworte, das ist eine 4 jährige von Belissimo. Er sagt, Belissimo ? Kenne ich nicht.
    Nächste Box, gleiche Frage. Was ist das für eine Stute. Ich antworte - das ist eine Rotspon. Er wieder darauf. Ach ja, Rotspon kenne ich, lebt der alte Oldenburger denn noch?
    Nach 1,5 Stunden ging er, nicht ohne mir natürlich wertvolle Tipps zu geben, worauf ich in Zukunft achten soll. Um besser zu werden
    In 40 Jahren hat keine seiner ach so Wertvollen Stuten eine SLP oder ähnliches gemacht. Ist sowieso alles Quatsch. Sagt er.

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