Rheinland und Hannover (Hessen)

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  • Ulrike
    antwortet
    Gut, wenn die guten Pferde am Verband vorbei verkauft werden und dieser nur noch den Durchschnitt vermarkten soll, der für kleines Geld weggeht, wie soll ein Verband und im Endeffekt ein Großteil seiner Züchter überleben? Wie kann dann ein Vermarktungsstandort der mal deutlich markttechnisch richtungsweisend war noch positive Zeichen setzen?
    Wenn viele sehr gute Pferde in Verden teuer sind, schlägt das dann nicht auch für die nicht so verkaufsgeschickten Züchter durch. Was passiert, wenn im Verband nur noch Papiere ausgestellt werden und ein bisschen prämiert und gekört wird mit dem Hannoveranerpferd als Markenzeichen?

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  • tina_178
    antwortet
    Zitat von Ulrike Beitrag anzeigen
    Liebe Tina,letzte 4 Zeilen, so argumentieren die Steuerhinterzieher auch und beschweren sich dann, dass der Staat zuwenig Geld in Bildung steckt ....
    Da kann ich Dir jetzt nicht folgen, Ulrike. Ich habe ja mal Steuerrecht und BWL gelernt. Die Steuerhinterziehung ist in Deutschland eine Steuerstraftat, die nach § 370 der Abgabenordnung (AO) mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird. Beim Pferdeverkauf kann jeder frei entscheiden, wie und wo er sein Pferd anbietet, ganz legal und ohne rechtliche Konsequenzen. Je geringer die emontionale Bindung zum Verband wird, und je weniger Softskills geleistet werden, je geringer ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Ein bekanntes Pferd, das in der Öffentlichkeit steht, braucht keine Werbung, das verkauft sich von alleine. Die Auktion ist da nur der Anreiz einen höchstmöglichen Preis zu erzeilen. Ein echter Verkauf beginnt allerdings da, wo der Kunde nein sagt.

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  • Clifton
    antwortet
    Zitat von Ulrike Beitrag anzeigen
    Liebe Tina,letzte 4 Zeilen, so argumentieren die Steuerhinterzieher auch und beschweren sich dann, dass der Staat zuwenig Geld in Bildung steckt ....
    Das ist ja nun ein blöder Vergleich So viel Lokalpatriotismus hätte ich auch gern....

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  • Ulrike
    antwortet
    Zitat von tina_178 Beitrag anzeigen
    Oder aus einem anderen Blickwinkel als wir das empfinden. 6/7 aller Entscheidungen wird emotional getroffen, da sind Softskills mehr als wichtig.

    Kaum etwas – die Zeiten ändern sich, ob wir wollen oder nicht, und der blöde Satz: wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit, hat heute mehr denn je Bedeutung. Schön finde ich das auch nicht, denn ich habe vor 10-12 Jahren auch ordentlich gefeiert und Spaß gehabt. Heute muss ich auch nicht mehr zu jeder Veranstaltung nach Verden. Aber was machst Du denn, wenn Dir (finanziell) der Dachstuhl brennt? Versuchen zu löschen. Erst dann wenn man sieht, es besteht keine Chance mehr, holt man die allerletzten wichtigen Sachen aus dem Haus.

    Ja, regelmäßig, ich arbeite ja in der Branche und höre viel. Da brodelt es ganz ordentlich.

    Nein, gewiss nicht. Es gibt die, denen das egal ist, und die anderen, die fürchterlich schimpfen und sich auf den Schlips getreten fühlen, weil ein erfolgreicher westfälischer Züchter mit eigener Hofauktion, der darüber hinaus im JB der FN keinen einzigen Rheinländer gelistet hat und offensichtlich nur pro Forma im Rheinland Mitglied ist, nun ein Elite Pferd nach Verden bekommt. (Anm: Hören-Sagen, nicht meine pers. Meinung!) Diese Öffnung wird an der Basis nicht wirklich verstanden.

    … wenn denn die richtigen Leute für diese Anregungen offen sind?!? Diejenigen Verkäufer, die gute Kontakte haben, können z. b. auch ab Hof ein Pferd teuer verkaufen. Warum sollen sie gut 15 % Abzug für Gebühren in Kauf nehmen, und der Käufer muss auf den Zuschlagpreis noch mal ca 25 % draufrechnen? Das sind 40 %, die verloren gehen….
    Liebe Tina,letzte 4 Zeilen, so argumentieren die Steuerhinterzieher auch und beschweren sich dann, dass der Staat zuwenig Geld in Bildung steckt ....

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  • C-Inkognito
    antwortet
    @Calt

    Wieso sind das nicht viele Pferde? Es sind im Prinzip alle rheinischen und westfälischen Pferde - Besitzer muss nur ein Hannoveraner oder Rheinischer Züchter sein.

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  • Calt
    antwortet
    Sollten rheinische oder westfälische Pferde dann tatsächlich hochpreisig verkauft werden, klingelt doch in Verden die Kasse. Da meckert dann niemand mehr.
    Es ist ganz klar auch ein Zugeständnisse an die rheinischen Züchter, das deren westfälische Pferde nun mitgenommen werden können zur Auktion. Das kommt aus der Historie des Rheinlands heraus. Das sind aber nicht viele Pferde.
    Ist vom Marketing von Herrn Borgmann aus, Klever gemacht. Der nutzt seine Chance.
    Andere nutzen die Vogel Strauß Methode, mit Kopf in den Sand stecken.

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  • silas
    antwortet
    Wer von uns hat allen Ernstes geglaubt, die Kooperation findet nur in der Verwaltung statt?

    Dass nun auch Westfälische Pferde zugelassen und vermarktet werden, sehe ich als ein Zugeständnis an die Rheinischen Verhältnisse an. Ausserdem ist es ein Wink in Richtung westfälische Züchter - das ist in meinen Augen der erste namhafte Verband, der sich gekonnt ins wirtschaftliche Aus zelebriert.

    Schätzungsweise wird Herr Borgmann nach diesem Auftritt bei der bevorstehenden Auktion sehr guten Zulauf bei seinen Hofauktionen verzeichnen können, fraglich, ob er zukünftig Verden nochmal benötigt.

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  • Clifton
    antwortet
    Ulrike, es ist aber doch leider so, dass wenn du ein Pferd besitzt mit den Qualitäten für eine Eliteauktion und dort im Idealfall auch nicht das unterste Preisniveau mitspielen musst, dann bist du nicht wirklich gewillt im Zweifel einen Rückkauf zu deinen Lasten zu akzeptieren, der aufgrund eines Fehlmanagements bei 15-20 TEUR (Beispiel) liegt. Ich wäre das nicht, zumal dann mein Hofverkauf auch extrem schwer wird, wenn alle Öffentlichkeit einmal ausführlich draufgeguckt hat. Es lässt sich immer leicht reden aber ein gutes Pferd ist sehr schnell vermanagt und in Oldenburg hatte ich nur einmal Berührungspunkte damit, da war aber ein extrem gutes und feinfühliges Vormanagement gegeben und diese Pferdeleute fehlen Verden doch derzeit.

    Stichwort PSI - der Herr Klaphake war in Verden am Reitpferdeviereck durchaus präsent und aktiv und dem Label vertraut man doch mehr als unserem Verband derzeit. Das ist professionell und zielgerichtet bzw. zielstrebig. Da weiß man nach kurzen Gesprächen wodran man ist, in Verden heißt Zulassung, Testphase (wo man auf Reiter vertrauen muss, die der LK 6 entwachsen sind) und einem sehr skeptischen Versicherungstierarzt. Und ich kenne da aus dem Bekanntenkreis durchaus Pferde, die Elite nicht laufen konnten wegen tierärztlichen Dingen und später dann ESI/PS-Vermarktungsschienen in höheren Preiskategorien durchliefen. Schwierig!

    Hannoveraner ist eine Marke die züchterische Heimat bedeutet, und vor allem Seriosität im Umgang mit seinen Kunden bedeutet, und auf langfristig angelegte Geschäftsbeziehungen setzt. Diesbezüglich sehe ich in anderen Zuchtverbänden andere Schwerpunkte.
    Da bist du für mich noch zu weit in der Ära Friemel, da hätte ich das unterschrieben. Seriösität bedeutet hier aus meiner Sicht Beständigkeit, eben langfristige Bindungen pflegen. Und wo sind die Spitzenkäufer der vergangenen Ära? Eheleute Thomas und wie sie alle hießen....seitdem nie wieder gesehen. Das einzige was hält und ausgebaut wird, sind die Zwischenhändler, denn für die wird der Einkauf immer attraktiver. Ist das gut für den Verkäufer?

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  • wilabi
    antwortet
    Zitat von hannoveraner Beitrag anzeigen
    nun hängt den Equitaris nicht so hoch. Sehr gute Pferde nehmen den hannoverschen Züchtern keinen Platz auf der Auktion weg! ich glaub, ich schreib es nun zum dritten mal: jeder hannoversche Züchter kann derzeit Rheinländer und Westfalen zur Verdener Vermarktungsbühne bringen, nicht nur die rheinischen Züchter. Da gibt es keine Extra-Wurst oder ähnliches.

    Durch die geplante kooperation werden Hannovers brennende Baustelle nicht gelöst. Nur wenn an der Baustelle verbessert wird, bringt die Kooperation neue große Chancen auch gerade für Gesamt-/Alt-Hannover.

    Angenommen, die über Verden vermarkteten Westfalen & Rheinländer bringen sehr hohe Vermarktungspreise, wäre es ein sehr gutes Zeichen für den Auktionsstandort Verden und machen es auch für die "alt-hannoverschen" Aussteller attraktiver, selbst wieder einen nach Verden zu bringen. Idealerweise "ziehen" Spitzenpferde auch Spitzenkäufer. Gibt es viele Spitzenpferde, kann es nur Vorteile bringen. Dann müssen die Interessenten aber auch entsprechend behandelt und beraten werden.

    Ich wette, die Fusion kommt nicht innerhalb der nächsten 5 bis 8 Jahre. Behaltet Eure Brände, Eure Identitäten und Euren gesunden Lokalpatriotismus im Sinne von gesunder Konkurrenz. Kooperiert auf vielen Ebenen im Sinne der vereinfachung und Kostenreduzierung. Es ist auch nicht verboten, dass einige "Köpfe" in mehreren Verbänden arbeiten sollten---- warum soll ein Zuchtleiter von Verband X nicht auch gleichzeitig Zuchtleiter von Verband Y sein???
    ...hört sich wie immer gut an.

    Nur hoffe ich dann ausnahmsweise , dass der Zuchtleiter vom Verband X der "Zugereiste" ist .

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  • silas
    antwortet
    *kicher*

    ...Warum soll ein Zuchtleiter von Verband X nicht auch gleichzeitig Zuchtleiter von Verband Y sein?


    Zukunftsvision: Ein singender Dr. Schade, muss i denn, muss i denn zum Staedele hinaus....

    Ironiemodus AUS!

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  • wilabi
    antwortet
    @tina
    ....und daher ist es fatal, dass ein Verband sich so stark vom Auktionsgeschäft abhänig (ge)macht (hat).
    Das wird in der Zukunft nur noch ein Showroom sein können - ohne Bedeutung für den Gesamtabsatz.

    Dass finanziell der Dachstuhl brennt, weiss ich sehr genau. Daher wird mir Angst und Bange, wenn ich sehe, mit welchen untauglichen und wenig wirksamen Strategien versucht wird, die Situation zu regeln.

    Wenn über die Kooperation für die Körung und Herbstauktionen nicht die gewünschte Belebung eintritt, dann werden wir in die nächste Eskalationsrunde eintreten müssen.

    Ich zitieren den Dakota-indianer: "Wenn du merkst, du reitest ein totes Pferd, dann steig ab"

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  • hannoveraner
    antwortet
    nun hängt den Equitaris nicht so hoch. Sehr gute Pferde nehmen den hannoverschen Züchtern keinen Platz auf der Auktion weg! ich glaub, ich schreib es nun zum dritten mal: jeder hannoversche Züchter kann derzeit Rheinländer und Westfalen zur Verdener Vermarktungsbühne bringen, nicht nur die rheinischen Züchter. Da gibt es keine Extra-Wurst oder ähnliches.

    Durch die geplante kooperation werden Hannovers brennende Baustelle nicht gelöst. Nur wenn an der Baustelle verbessert wird, bringt die Kooperation neue große Chancen auch gerade für Gesamt-/Alt-Hannover.

    Angenommen, die über Verden vermarkteten Westfalen & Rheinländer bringen sehr hohe Vermarktungspreise, wäre es ein sehr gutes Zeichen für den Auktionsstandort Verden und machen es auch für die "alt-hannoverschen" Aussteller attraktiver, selbst wieder einen nach Verden zu bringen. Idealerweise "ziehen" Spitzenpferde auch Spitzenkäufer. Gibt es viele Spitzenpferde, kann es nur Vorteile bringen. Dann müssen die Interessenten aber auch entsprechend behandelt und beraten werden.

    Ich wette, die Fusion kommt nicht innerhalb der nächsten 5 bis 8 Jahre. Behaltet Eure Brände, Eure Identitäten und Euren gesunden Lokalpatriotismus im Sinne von gesunder Konkurrenz. Kooperiert auf vielen Ebenen im Sinne der vereinfachung und Kostenreduzierung. Es ist auch nicht verboten, dass einige "Köpfe" in mehreren Verbänden arbeiten sollten---- warum soll ein Zuchtleiter von Verband X nicht auch gleichzeitig Zuchtleiter von Verband Y sein???

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  • tina_178
    antwortet
    Zitat von wilabi Beitrag anzeigen
    Softskills für Züchter und Käufer hat aber offensichtlich niemand mehr in Verden auf dem Schirm. Fatal.
    Oder aus einem anderen Blickwinkel als wir das empfinden. 6/7 aller Entscheidungen wird emotional getroffen, da sind Softskills mehr als wichtig.

    Zitat von wilabi Beitrag anzeigen
    Das Verdener Flair war berühmt. Was ist davon geblieben?
    Kaum etwas – die Zeiten ändern sich, ob wir wollen oder nicht, und der blöde Satz: wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit, hat heute mehr denn je Bedeutung. Schön finde ich das auch nicht, denn ich habe vor 10-12 Jahren auch ordentlich gefeiert und Spaß gehabt. Heute muss ich auch nicht mehr zu jeder Veranstaltung nach Verden. Aber was machst Du denn, wenn Dir (finanziell) der Dachstuhl brennt? Versuchen zu löschen. Erst dann wenn man sieht, es besteht keine Chance mehr, holt man die allerletzten wichtigen Sachen aus dem Haus.

    Zitat von wilabi Beitrag anzeigen
    Schon mal gehört, was "Volkes Stimme" im Lande spricht??
    Ja, regelmäßig, ich arbeite ja in der Branche und höre viel. Da brodelt es ganz ordentlich.

    Zitat von wilabi Beitrag anzeigen
    Glaubt hier irgendjemand, dass die Rekrutierung von Equitaris irgendeinen hann. Aussteller jetzt zusätzlich motiviert, seinen Kracher wieder nach Verden zu bringen ???
    Nein, gewiss nicht. Es gibt die, denen das egal ist, und die anderen, die fürchterlich schimpfen und sich auf den Schlips getreten fühlen, weil ein erfolgreicher westfälischer Züchter mit eigener Hofauktion, der darüber hinaus im JB der FN keinen einzigen Rheinländer gelistet hat und offensichtlich nur pro Forma im Rheinland Mitglied ist, nun ein Elite Pferd nach Verden bekommt. (Anm: Hören-Sagen, nicht meine pers. Meinung!) Diese Öffnung wird an der Basis nicht wirklich verstanden.

    Zitat von Ulrike Beitrag anzeigen
    Bitte, dann unterstützt doch euren und auch meinen Verband, bringt die besten Pferde zur Auktion, baut eine Hannoversche PSI mit auf und setzt euch für schonenderes Reiten und Ausprobieren vor und während der Auktion ein, macht den Mund an der richtigen Stelle auf und diskutiert bis zur Lösung wenigstens einigermaßen sachlich.
    … wenn denn die richtigen Leute für diese Anregungen offen sind?!? Diejenigen Verkäufer, die gute Kontakte haben, können z. b. auch ab Hof ein Pferd teuer verkaufen. Warum sollen sie gut 15 % Abzug für Gebühren in Kauf nehmen, und der Käufer muss auf den Zuschlagpreis noch mal ca 25 % draufrechnen? Das sind 40 %, die verloren gehen….

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  • wilabi
    antwortet
    @Ulrike:
    Es wird schon lange versucht, an den "richtigen Stellen" zu diskutieren. Da gab es auch mehr als genug Vorschläge.
    Und wenn eine Verbandsführung permanent die falschen Pferde sattelt, dann muss man das als Kritik sagen dürfen, ohne mit ausländerfeindlichen Harz4-Empfängern verglichen zu werden. Das ist nicht ok.

    Und die letzten 6 Jahre hannoversche Verbandsentwicklung sind alle andere, als eine Erfolgsstory.

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  • C-Inkognito
    antwortet
    Sehr gut Ulrike, kann ich voll und ganz unterschreiben!

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  • Ulrike
    antwortet
    Ich war auf der Deligiertenversammlung als Gast und fand das alles ganz ok.
    Als Hessin habe ich schon beobachtet , wie mit der Fusion mit Verden etliche hess. Züchter geblutet haben. Ihre Nachkommen gingen zunächst auf den Fohlenauktionen und Hengstmärkten unter. Viele, besonders die ewig gestrigen mit Scheuklappen sind auf der Strecke geblieben, aber mehr als genügend andere haben die Chance genutzt und sich sehr gute Zuchtpferde aus Hannover geholt oder erfolgreichmit Hann. Hengsten angepaart, gewissermassen "Verdrängungszucht" betrieben. Die Qualität aus Hessen und Suddeutschland kann sich durchaus sehen lassen, auf der Hervart v. d.Decken Schau hatten wir eine 1c,und 2 1dStuten. Nicht schlecht für unsere doch eher kleine Population.
    Qualität kommt immer aus der Masse und die nimmt, besonders im Kernzuchtgebiet ab. Seien wir ehrlich, wenn man in Niedersachsen die Züchter aufsucht ist dort auch nicht alles nur Gold was glänzt. Sollen Auktionen wieder oder immer noch auf hohem Niveau der Pferde basieren, belebt Konkurrenz aus dem Rheinland sicher das Geschäft. Dann kann man da ja hinschauen und das nächste Mal seine eigenen Kracher auch nach Verden schicken und nicht unter der Hand vermarkten. Die Pferde der Hauptjammerer werden wohl kaum besser über Verden vermarktet, wenn andere Zuchtgebiete nicht mitmischen. Ich ziehe jetzt mal einen bösen Vergleich zu Harz 4 Emfängern, die auf das Ausländerpack schimpfen, weil die ihnen angeblich den Job weggeschnappt haben, aber wenig Anstrengung unternehmen eine Alternative zu suchen.
    Bitte, dann unterstützt doch euren und auch meinen Verband, bringt die besten Pferde zur Auktion, baut eine Hannoversche PSI mit auf und setzt euch für schonenderes Reiten und Ausprobieren vor und während der Auktion ein, macht den Mund an der richtigen Stelle auf und diskutiert bis zur Lösung wenigstens einigermaßen sachlich. Ich habe Probleme mit den ständigen Bedenkenträgern, den ewig gestrigen, die sich tagtäglich neu bemitleiden und an allem herummäkeln statt konstruktiv und innovativ ihr Potential für eine gute Wende in schwieriger Zeit einzusetzen.
    So das musste mal raus!

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  • tomms
    antwortet
    Zitat von C-Inkognito Beitrag anzeigen
    Richtig so, denn die Zuchtziele und Pferde mit nahezu identischen Blutlinien sind heutzutage bereits austauschbar - das wissen die Kunden schon lange. Hannoveraner ist eine Marke die züchterische Heimat bedeutet, und vor allem Seriosität im Umgang mit seinen Kunden bedeutet, und auf langfristig angelegte Geschäftsbeziehungen setzt. Diesbezüglich sehe ich in anderen Zuchtverbänden andere Schwerpunkte.
    Punkt 1: Was die Zuchtziele, Pferde und Blutlinien betrifft kann ich voll und ganz unterschreiben.
    Punkt 2: Könnte man ohne eine detaliertere Erklärung (Was bedeutet andere Zuchtverbände haben andere Schwerpunkte wie züchterische Heimat, Seriosität lang angelegte Geschäftsbeziehung) auch falsch verstehen! Die zücherische Heimat habe ich in Hannover auch gesucht leider nicht gefunden. Zur Seriosität gehört für mich u.a., dass angeschriebene Personen auf ordentliche Anschreiben auch antworten. Auch das ist nicht passiert. Aber egal heute ist die Abmeldung für die Stuten raus.

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  • wilabi
    antwortet
    @tina: Emotionale heimat, Identifikattion, Softskills für Züchter und Käufer hat aber offensichtlich niemand mehr in Verden auf dem Schirm. Fatal.
    Die Bedeutung lokaler Verkaufsveranstaltungen (siehe Reitpferde Stade, Fohlen Luhmühlen), die das bedienen, wird darüber an Bedeutung gewinnen.
    Verden hat diese Faktoren über Jahrzehnte sowohl für Aussteller als auch für Käufer perfekt bedient. VA - das war nicht nur eine nüchterne Verkaufsveranstaltung - das war für alle Kult.
    Das waren die erstklasssigen hann. Pferde, das war die Stimme von Isernhagen, das war für die bundesweit und international angereisten Kunden eine Urlaubswoche mit Ausflügen auf die Höfe, reetgedeckte Fachwerkhöfe mit den gradlinigen Originalen, das war das Gedränge bei Christa an der Theke, das war abends Niedersachsenhof mit hoch die Tassen - das war Urigkeit und eine gewisse Wärme pur. Man kannte sich . Das hatte alles seine Anziehungskraft und hat enorm geholfen, Kunden zu binden. Das Verdener Flair war berühmt.

    Was ist davon geblieben ? Eine permanent verschlechterte Stimmung durch Massenvermarktung, ein zunehmend zerfleddertes Zuchtgebiet, das vor allem im Kern zunehmend an Substanz verliert (an andere Verbände). Das kalte Ambiente einer Industriehalle, das dazu auch noch von aussen immer mehr den Eindruck des verrußten Verwaltungsbebäudes der Zeche Glückauf in Gelsenkirchen anno 1965 entwickelt.

    Schon mal gehört, was "Volkes Stimme" im Lande spricht ?? Dagegen bin ich hier als Dauernörgler direkt zahm.

    @Clifton. Das was bei der WM der Fall war, wird sich beim BC fortsetzen. Da war es schon in den letzten Jahren das Problem: Statt die Platzierten und Sieger (wie früher) auf die VA zu schicken, wurden die über andere Kanäle vermarktet - oder Kasselmann und Paule haben die Hannos für die PSI rekrutiert (siehe Vorjahr).
    Glaubt hier irgendjemand, dass die Rekrutierung von Equitaris irgendeinen hann. Aussteller jetzt zusätzlich motiviert, seinen Kracher wieder nach Verden zu bringen ???
    Zuletzt geändert von wilabi; 28.08.2013, 11:58.

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  • C-Inkognito
    antwortet
    Zitat von tina_178 Beitrag anzeigen
    Diese Aussage habe ich auch schon des öfteren gehört. Verden hat darauf gebaut, dass die Auktionserlöse gleich bleiben und ist im Zwang Umsatz zu generieren – egal wie, sonst kommt die Umlage und die Züchter laufen weg. Hier geht es in meinen Augen ums reine Überleben. Die emotionale Heimat oder die Identifikation bleibt auf der Strecke. Ich sehe da noch gewaltige Veränderungen auf uns zukommen. Identifizierten sich früher die Züchter über Rasse und Brandzeichen mit ihrem Verband wird das in Zukunft vermutlich eher dahin gehen, dass Softskills zählen, und der Züchter dahin geht, wo er sich wohl fühlt. Wohl fühlt, was den Umgang mit ihm und die Behandlung betrifft, wie eben auch die Vermarktung und das Wohl der Pferde.
    Richtig so, denn die Zuchtziele und Pferde mit nahezu identischen Blutlinien sind heutzutage bereits austauschbar - das wissen die Kunden schon lange. Hannoveraner ist eine Marke die züchterische Heimat bedeutet, und vor allem Seriosität im Umgang mit seinen Kunden bedeutet, und auf langfristig angelegte Geschäftsbeziehungen setzt. Diesbezüglich sehe ich in anderen Zuchtverbänden andere Schwerpunkte.

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  • tina_178
    antwortet
    Zitat von Clifton Beitrag anzeigen
    Man hörte viele Absagen, betraf uns selber auch. Einfach weil wir derzeit zu Hause ein gutes Pferd genauso gut an den Kunden bringen können, da muss ich nicht die teure Plattform wählen ...
    Diese Aussage habe ich auch schon des öfteren gehört. Verden hat darauf gebaut, dass die Auktionserlöse gleich bleiben und ist im Zwang Umsatz zu generieren – egal wie, sonst kommt die Umlage und die Züchter laufen weg. Hier geht es in meinen Augen ums reine Überleben. Die emotionale Heimat oder die Identifikation bleibt auf der Strecke. Ich sehe da noch gewaltige Veränderungen auf uns zukommen. Identifizierten sich früher die Züchter über Rasse und Brandzeichen mit ihrem Verband wird das in Zukunft vermutlich eher dahin gehen, dass Softskills zählen, und der Züchter dahin geht, wo er sich wohl fühlt. Wohl fühlt, was den Umgang mit ihm und die Behandlung betrifft, wie eben auch die Vermarktung und das Wohl der Pferde.

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