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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zucht 2010



agm
07.01.2010, 13:56
Ich würde gern eine Umfrage starten bezüglich des Zuchtgedankens 2010. Zum einen wurden ettliche Züchter 2009 eiskalt erwischt - der Fohlenmarkt war fast nicht existent - an allen (okay, fast allen) Ecken wurde gejammert. Die Vermarktung brach ein. Viele "alte" Züchter, mit enormen Hintergrundwissen und jahrelanger Erfahrung hören auf.
Die Zuchtszene ändert sich in meinen Augen momentan sehr - wie denkt ihr darüber?

Wie kann es zu solch massiv unterschiedlichen Meinungen kommen - während die einen jammern lassen andere fröhlich decken (um später zu jammern??) und planen und planen ...
Sicher gibt er hier im Forum einige sehr gute Züchter mit einer tollen Stutengrundlage, die aufgrund eben dieser und dem ganze drumherum ihre Fohlen gut vermarktet bekommen haben. Ist das aber nicht nur die Spitze vom Eisberg? Was macht der Rest der Züchterschaft??

Wie sieht es bei euch aus - zu welcher Züchtergruppe würdet ihr Euch zählen?

Linaro3
07.01.2010, 17:36
Das ist in meinen Augen Schwarzmalerei weit aus der Realität gerissen - Märkte verlagern sich eben und das bewirkt, dass wir uns alle wieder an die eigene Nase fassen müssen, vom hohen Ross runtersteigen um was zu ändern, was ich dem Markt und der Qualität gegenüber für überaus zuträglich halte. Jahresanfang ist die Zeit der netten Züchterklönabende, der Foren für Jungzüchter, der Versammlungen. Gestern wurde im BZV Stade gemeinsam mit der Zuchtleitung auch das Zukunftsthema zusammen mit dem Rückblick auf 2009 angerissen - "eiskalt" erwischt hat es mit Sicherheit nur die, die die Augen vorher lange verschlossen hatten und Entwicklung nicht wahrgenommen haben......

rooby94
07.01.2010, 17:45
"eiskalt" erwischt hat es mit Sicherheit nur die, die die Augen vorher lange verschlossen hatten und Entwicklung nicht wahrgenommen haben......

das denke ich auch!
qualität verkauft sich nach wie vor und dafür bekommt man auch sein geld.

es wird ZUM GLÜCK genauer hingeschaut und es reicht einfach nicht mehr, einen hübschen, populären hengst auf stute xyz anzupaaren und drauf zu spekulieren, daß der hengst es schon richten wird.
auch in 2009 konnte man fohlen aus bewährten stämmen mit eigenleistung verkaufen! die fohlen, die stehen bleiben/ blieben, sind doch meist die, wo man zum stutenstamm nicht ganz viel sagen kann. und natürlich ganz klar auch die fohlen, wo immer noch horrende preise für gehobenen durchschnitt gefordert werden.

Timo
07.01.2010, 18:13
gestern noch mit einem Gutachter gesprochen der nur meinte das NL und DK uns schön rechts stehen lassen und links an uns vorbei spurten.

In Sachen Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Wichtig nehmen der Gäste bzw Kunden, Service und top Dienstleistung, haben die es richtig gut drauf.

Der hiesige Züchter ist selbstherrlich, arrogant, hört nur sich selbst gern reden und merkt nicht, das der Interessent am Telefon vor ner halben Stunde bereits aufgelegt hat. Anwesende natürlich ausgenommen da ihr sehr interessiert seit alles besser zu machen und hier gemeinsam überlegt

agm
07.01.2010, 19:14
Ich denke das hat nichts mir Schwarzmalerei zu tun - gibts hier doch zur Genüge zu lesen. Die einen schreien das nix geht, die anderen planen die nächsten Bedeckungen ungehemmt und zügellos ;) .

Ich weiß nicht, wie das einher geht... nur die wenigsten Züchter, legen die Bremse ein und / oder schalten einen Gang runter. Komischerweise sind das genau die, die seit Jahren im Geschäft sind und durchaus gutes Material im Stall stehen haben.

agm
07.01.2010, 19:58
das denke ich auch!
qualität verkauft sich nach wie vor und dafür bekommt man auch sein geld.

.... auch in 2009 konnte man fohlen aus bewährten stämmen mit eigenleistung verkaufen! die fohlen, die stehen bleiben/ blieben, sind doch meist die, wo man zum stutenstamm nicht ganz viel sagen kann.

Stimmt, meist leider über den Preis!
Wenn man die Verkaufsanzeigen liest, mit den tollen Stämmen aus dem die Fohlen entstammen, und dann die Preise dazu ... Ja, Käufermarkt kann ich da nur sagen! -
Wieviele Züchter haben die aufgerufenen Kurse denn auch bekommen *Fragezeichen*

Heute wird die Qualität des Fohlens also am Stamm gemessen zu dem man viel sagen kann :confused:

Linaro3
07.01.2010, 20:31
Ich denke das hat nichts mir Schwarzmalerei zu tun - gibts hier doch zur Genüge zu lesen. Die einen schreien das nix geht, die anderen planen die nächsten Bedeckungen ungehemmt und zügellos ;) .

Ich weiß nicht, wie das einher geht... nur die wenigsten Züchter, legen die Bremse ein und / oder schalten einen Gang runter. Komischerweise sind das genau die, die seit Jahren im Geschäft sind und durchaus gutes Material im Stall stehen haben.

Die wenigsten Züchter gehen mal raus in die Realität - das tun nämlich immer nur die selben wenigen! Wo sind all die Züchter, wenn der Hannoveraner Verband zu solchen Veranstaltungen lädt? Wo sind all die Züchter wenn es darum geht, Nachwuchs zu sichten und sich umfassende Bilder zu Zucht und Entwicklung zu machen? Wo sind sie wenn auf der Körung Pflastermusterung ansteht? Ich sehe immer nur sehr wenige und die die es sind, sind regelmäßig da. Jammern hat noch nie geholfen, gerade wenn es ein Hobby ist. ann sollte man vielleicht besser Tennis spielen, wenn man sich selber unglücklich macht. Ein Pferdeforum entspricht in der Breite der Darstellungen nicht immer exakt dem, was in der realen Welt passiert - das darf man nicht vergessen. Wieviele Züchter repräsentiert es? Welche Sparte von Züchtern?

Jeder von uns ist seines Glückes Schmied und seines Unglücks Meister - wer stetig jammert muss sich eben auch mal um Hintergründe kümmern und nur wer das eigene kritisch betrachtet, wird daraus lernen und Verbesserung erzielen. Und aus diesem Grunde erwächst aus jeder Krise eine große Chance, man darf sie nur nicht verpassen und betriebsblind werden! ;)

agm
07.01.2010, 20:48
Sicher ist hier nicht alles zu 100% mit der Realität vergleichbar - aber ein bißchen Wahrheit ist doch immer dabei oder?

Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei - mir geht es im Moment nicht darum zu jammern oder die Jammerer zu kritisieren sondern darum, dass ich es erstaunlich finde wie eng - Jammern und Euphorie hier im Forum und vielleicht auch in der großen, weiten Welt beieinander liegen.

Es wird ein Thema eröffnet, wo 80 % schimpfen das nix geht und im nächsten Thread schreiben dann alle, das sie weiter fröhlich besamen lassen. Das finde ich z.T. verwirrend und widersprüchlich und hat meines erachtens nix mit jammern zu tun.

Mich würde einfach interessieren, welches Züchterklientel sich hier so tummelt, vielleicht versteh ich dann den ein oder anderen Zusammenhang besser ;)

Linaro3
07.01.2010, 20:52
Ist schon klar - ich meine aber, dass man Zusammenhänge immer noch am besten erkennt, wenn man mal "offen" für andere Meinungen ist und sich eben auch am realen Züchterleben beteiligt. Ich denke, dann versteht man vieles besser - mir geht nämlich diese "nix geht mehr"-Nummer ein bisschen auf die Nerven, weil es einfach jeder selber in der Hand hat. Hat nix mit Widersprüchlichkeit der Forenaussagen zu tun, sondern einfach damit wie offen man seine Umwelt betrachtet, wahrnimmt und dann auch endlich mal aufwacht und entsprechend handelt.

Ginella NB
07.01.2010, 21:02
@ Linaro

du machst es dir manchmal aber auch etwas zu einfach.

man kann von den ganzen hobby-züchtern nicht verlangen, das sie alle veranstaltungen so intensiv besuchen wie jemand, der sein geld damit verdient.

ich habe bei dir teilweise den eindruck, das alle die nicht JEDEN tag auf der körung oder sonstigen veranstaltung zugegen waren, sowieso keine ahnung von der materie haben und nix wirklich richtig beurteilen können.

die meisten haben ja auch noch eine "kleine" nebenbeschäftigung, die es ihnen erst ermöglicht, pferde zu züchten.

diese art von züchtern werden auf dem markt wohl dann im allgemeinen überhaupt nicht ernst genommen?

irgendwo hast du mal sinngemäß geschrieben "Züchter, die eine Beratung brauchen, sind die ganze Sache von vorneherein nicht wert"

das fand ich schon irgendwie ganz schön starken tobak......

ausserdem hast Du mir selber mal per Mail geschrieben, das der (Fohlen-)Markt dieses Jahr AUCH IN HANNOVER absolut am Arsch ist.
das muss man dann nach aussen hin auch nicht immer wieder schön reden...

agm
07.01.2010, 21:15
* jetzt bin ich aber sprachlos *

Linaro3
07.01.2010, 21:18
man kann von den ganzen hobby-züchtern nicht verlangen, das sie alle veranstaltungen so intensiv besuchen wie jemand, der sein geld damit verdient.

Also abends verdiene ich leider noch kein Geld! Das ist bislang reiner Zeitvertreib! :lol: as gilt auch für seeeeehr viele meiner Wochenende, ich kann ja mal einen Antrag stellen! :lach:

Linaro3
07.01.2010, 21:23
ich habe bei dir teilweise den eindruck, das alle die nicht JEDEN tag auf der körung oder sonstigen veranstaltung zugegen waren, sowieso keine ahnung von der materie haben und nix wirklich richtig beurteilen können.


Habe ich erstens nie geschrieben und zweitens nie behauptet! Das du bei dem Thema aber immer etwas empfindlich bist, ist mir durch die vielen gelesenen Beiträge der letzten Zeit durchaus bewusst! :)


irgendwo hast du mal sinngemäß geschrieben "Züchter, die eine Beratung brauchen, sind die ganze Sache von vorneherein nicht wert"

Wann und wo??? Das legst du mir jetzt bitte mal vor bevor du solche völlig unverschämten Behauptungen von dir gibst! :sauer:


ausserdem hast Du mir selber mal per Mail geschrieben, das der (Fohlen-)Markt dieses Jahr AUCH IN HANNOVER absolut am Arsch ist.
das muss man dann nach aussen hin auch nicht immer wieder schön reden..

Ich habe auch nie geschrieben, dass es rosig aussieht. Vielleicht liest du mal richtig und interpretierst es dann nicht nach deinem eigenem Empfinden! Ich habe geschrieben, dass aus jeder Krise eine Chance entsteht und es für die Zucht durchaus eine Stärke bedeuten kann (das ist übrigens auch Meinung der großen hannoverschen Zuchtleitung mit dem schlechtem Fohlenmarkt im Lande) :tt2: Jammern hilft nix, Zuchtboykott übrigens auch nicht, wenn man ihn selber nicht einhalten kann! :lol: Ohne Worte!

agm
07.01.2010, 21:26
Also ich muss Ginella mal ein bißchen in Schutz nehmen, obwohl sie das wahrscheinlich nicht brauch, aber sie hat nicht ganz unrecht.

Es gibt ja auch noch die Familie und den Haushalt und abends nach Feierabend und nachdem man die Pferde im eigenen Stall versorgt hat noch zu Klönabenden zu fahren, die um 19 Uhr anfangen und dann noch 150 km Minimum entfernt sind - das geht einfach nicht!
Es sei denn ich möchte allen persönlich auf Wiedersehen sagen!
Klönabende bei Clipmyhorse mit Kamera und Lautsprecher, so dass jeder von zuhause aus seinen Senf dazugeben kann, das wäre schön.

Ich versuch mir halt meine Infos von Dir und anderen Menschen zu holen auf deren Meinung ich wert lege, lese und schau clipmyhorse, fahre zu Hengsthaltern die mich interessieren.
Körungen liegen leider immer irgendwie ungünstig - da muss ich arbeiten :(

Linaro3
07.01.2010, 21:28
Also ich muss Ginella mal ein bißchen in Schutz nehmen, obwohl sie das wahrscheinlich nicht brauch, aber sie hat nicht ganz unrecht.

Interpretation ist was jeder für sich draus macht! ;) Manchmal bin ich auch sprachlos!

agm
07.01.2010, 21:29
:tt2: Jammern hilft nix, Zuchtboykott übrigens auch nicht, wenn man ihn selber nicht einhalten kann! :lol: Ohne Worte!

ui, ich sag doch ich bin sprachlos :scared:

Timo
07.01.2010, 21:31
der Markt ist am Arsch, der Markt reguliert sich von selbst, große Heuchelei allerorten von wegen "das Pferd geht Nur in beste Hände" züchten aber munter für den Schlachter drauf los ! Das deutsche Pferd als Wegwerfartikel

agm
07.01.2010, 21:31
Schweigen wir jetzt gemeinsam?

Uff, naja, Interpretation schön und gut aber wenn ich ein Statement abgebe und Dritte das komplett in den falschen Hals bekommen, dann würd ich versuchen das richtig zu stellen.

Hab ich hier ja auch gemacht, ich wollte nicht jammern, ich wollte nur zeigen wie sehr mich die Kontroverse hier irritieren.

Timo
07.01.2010, 21:32
@ Linaro

du machst es dir manchmal aber auch etwas zu einfach.

man kann von den ganzen hobby-züchtern nicht verlangen, das sie alle veranstaltungen so intensiv besuchen wie jemand, der sein geld damit verdient.

ich habe bei dir teilweise den eindruck, das alle die nicht JEDEN tag auf der körung oder sonstigen veranstaltung zugegen waren, sowieso keine ahnung von der materie haben und nix wirklich richtig beurteilen können.

die meisten haben ja auch noch eine "kleine" nebenbeschäftigung, die es ihnen erst ermöglicht, pferde zu züchten.

diese art von züchtern werden auf dem markt wohl dann im allgemeinen überhaupt nicht ernst genommen?

irgendwo hast du mal sinngemäß geschrieben "Züchter, die eine Beratung brauchen, sind die ganze Sache von vorneherein nicht wert"

das fand ich schon irgendwie ganz schön starken tobak......

ausserdem hast Du mir selber mal per Mail geschrieben, das der (Fohlen-)Markt dieses Jahr AUCH IN HANNOVER absolut am Arsch ist.
das muss man dann nach aussen hin auch nicht immer wieder schön reden...

:scared:

Timo
07.01.2010, 21:33
Schweigen wir jetzt gemeinsam?

Uff, naja, Interpretation schön und gut aber wenn ich ein Statement abgebe und Dritte das komplett in den falschen Hals bekommen, dann würd ich versuchen das richtig zu stellen.

Hab ich hier ja auch gemacht, ich wollte nicht jammern, ich wollte nur zeigen wie sehr mich die Kontroverse hier irritieren.

dann sei doch nicht so vorsichtig und hau mal richtig auf den Tisch Alex !

agm
07.01.2010, 21:36
der Markt ist am Arsch, der Markt reguliert sich von selbst, große Heuchelei allerorten von wegen "das Pferd geht Nur in beste Hände" züchten aber munter für den Schlachter drauf los ! Das deutsche Pferd als Wegwerfartikel

Ja aber genauso großer Quatsch ist doch die Leier ... Stutenstamm und Eigenleistung (definiere Eigenleistung?? A - L?? :tt2:)
Es gibt viele gute Stutenstämme (definiere guter Stutenstamm, im Schriddebuch sind 100e - welcher ist gut? der dem ein Extra Artikel gewidmet wurde? der der besonders viele gekörte Hengste hat? oder der mit den besten Sporterfolgen) (ich rede jetzt von Hannover)

agm
07.01.2010, 21:37
dann sei doch nicht so vorsichtig und hau mal richtig auf den Tisch Alex !

ja, das ich mein Problem, da trau ich mich immer nicht - außerdem wäre das wahrscheinlich abendfüllend.

Linaro3
07.01.2010, 21:44
der Markt ist am Arsch, der Markt reguliert sich von selbst, große Heuchelei allerorten von wegen "das Pferd geht Nur in beste Hände" züchten aber munter für den Schlachter drauf los ! Das deutsche Pferd als Wegwerfartikel

Weil der Markt beginnt sich zu verlagern? Ist das nicht ein BISSCHEN übertrieben? :lol:

agm
07.01.2010, 21:48
Wohin verlagert sich der Markt denn??

Linaro3
07.01.2010, 21:53
Wohin verlagert sich der Markt denn??

Wir haben doch diese hübsche Verbandszeitung in der schon seit Ewigkeiten Studien und Tendenzen wiederholt hervorgekramt werden, dass der Pferdemarkt sich entfernt vom Fohlenabsatz hin zu einem Reitpferdemarkt. In Sachen G-Blut-Offensive unlängst aufgefrischt und auch in Zeiten der Züchter-Umfrage war dieser Trend ganz klar zu erkennen. Züchter müssen sich auf Sicht darauf einstellen, Jungpferde aufzuziehen, auszubilden und als Reitpferde zu vermarkten. Dafür gibt es durchaus Absatz und Verdens neustes Projekt, initiert von Herrn Friemel, zunächst für junge Springer, zeigt ebenso ganz klar in diese Richtung.

agm
07.01.2010, 22:02
Hm, das glaub ich erst, wenn ich das selbst erlebe!

Verlagert sich der Markt? Oder wird der Markt verlagert??

Es werden sicher einige Züchter aufhören die im Fohlenalter vermarkten. Wenn es keine Züchter mehr gibt, die ihre Fohlen verkaufen, woher bekommen die Aufzüchter dann ihre Fohlen? Fangen die dann selber an zu züchten?? Ist jetzt mal ganz naiv geschrieben - mit Absicht!

Wenn man die kleinen Züchter nicht mehr unterstützt sondern auf Reitpferdeverkauf hinarbeitet - na ich weiß ja nicht! Aber warten wir es ab.

Das die für die G-Blut Linie das föderlich ist, die erst im Reitpferdealter zu vermarkten - tja, a) gibt es solche Linien, die eben erst unter dem Sattel vermarktbar werden oder b) läuft das mit dem Vermarktung der G-Fohlen nicht so prall und es wird schön geredet, ein "Hoch auf den Verkauf des gerittenen G-Blut-Pferdes" - aber auch hier heißt es abwarten. So alt ist das Projekt ja nicht. (im übrigen mag ich das G-Blut)

Was ich ursprünglich und eigentlich sagen wollte - die Produzenten haben sich verändert. Während von 20 Jahren die meisten Züchter noch einen landwirtschaftlichen Hintergrund hatten und in die Zucht reingeboren worden sind - gibt es heute doch viel mehr Quereinsteiger von deren Horsemanship ich nicht immer überzeugt bin.

Devil's Dance
07.01.2010, 22:14
um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

Ich habe einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb - bis vor einigen jahren noch mit Mutterkühen und Pferden - jetzt nur noch Pferde.

Ich kann den von Linaro beschriebenen Aufwand auf betrieblichen und familiären Gründen auch nicht treiben. Trotzdem habe ich bisher immer gute, gesunde und wohlerzogene Fohlen aus ebensolchen Stuten und mit durchdachter Anpaarung gezogen und passabel verkauft.
Da das mit diesem "normalen" Aufwand nicht mehr funktioniert, hab ich die Züchterei für mich an den Nagel gehängt und habe stattdessen Zuchtstuten in Pension - habe trotzdem meine Freude an den Fohlchen, und das wirtschaftliche Ergebnis ist kalkulierbar :balloon:....

friedeburg
07.01.2010, 22:16
Gibt auch Züchter (die ausschließlich für den Reitpferdemarkt züchten), die auf Grund von zu wenig Reitpferdenachzucht, gezielt Embryotransfer eingesetzt haben, um dann mittelfristig wieder genügend Reitpferdematerial aus dem eigenen Bestand rekrutieren zu können (Zukauf wird in diesem Fall aus Prinzip abgelehnt).

Linaro3
07.01.2010, 22:24
Hm, das glaub ich erst, wenn ich das selbst erlebe!


Bis dahin brauchst du nicht warten, das gibt es schon! ;) War auch aus dem Ergebnis der Umfrage sehr schön zu entnehmen.

Linaro3
07.01.2010, 22:29
Es werden sicher einige Züchter aufhören die im Fohlenalter vermarkten. Wenn es keine Züchter mehr gibt, die ihre Fohlen verkaufen, woher bekommen die Aufzüchter dann ihre Fohlen? Fangen die dann selber an zu züchten?? Ist jetzt mal ganz naiv geschrieben - mit Absicht!


Das heißt nicht, dass es ab dem Moment keinen Fohlenabsatz mehr gibt. :rolleyes2: Frag doch mal die Aufzüchter, die geben gern Auskunft - die halbieren ihre Aufzuchtgruppen teilweise schon. Für uns ist es auch fast lohnenden einen Hengst auf der Vorauswahl inkl. TÜV und allem zu kaufen. as Geld kommt viel schneller wieder, die Wege sind kürzer, das Risiko minimiert sich! Gleiches gilt für den Einkauf von jungen Reitpferden.


Wenn man die kleinen Züchter nicht mehr unterstützt sondern auf Reitpferdeverkauf hinarbeitet - na ich weiß ja nicht! Aber warten wir es ab.

Wer oder was unterstützt den kleinen Züchter von Verbandsseiten? Verden hält konstant die Fohlenauktion groß und das mit Absicht aber in aller Regel ist jeder für sich selber verantwortlich.

agm
07.01.2010, 22:29
Bis dahin brauchst du nicht warten, das gibt es schon! ;) War auch aus dem Ergebnis der Umfrage sehr schön zu entnehmen.

Warten wir die Realität ab und schauen in zwei / drei Jahren / 10 Jahren nochmal :)

Linaro3
07.01.2010, 22:31
Warten wir die Realität ab und schauen in zwei / drei Jahren / 10 Jahren nochmal :)

Alex - ich weiß nicht was du denkst und was du vor Augen hast, aber das IST die Realität - diese Umfrage ist sogar schon eine Weile her.

agm
07.01.2010, 22:34
Das heißt nicht, dass es ab dem Moment keinen Fohlenabsatz mehr gibt. :rolleyes2: Frag doch mal die Aufzüchter, die geben gern Auskunft - die halbieren ihre Aufzuchtgruppen teilweise schon. Für uns ist es auch fast lohnenden einen Hengst auf der Vorauswahl inkl. TÜV und allem zu kaufen. as Geld kommt viel schneller wieder, die Wege sind kürzer, das Risiko minimiert sich! Gleiches gilt für den Einkauf von jungen Reitpferden. .

Das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Züchter!



Wer oder was unterstützt den kleinen Züchter von Verbandsseiten? Verden hält konstant die Fohlenauktion groß und das mit Absicht aber in aller Regel ist jeder für sich selber verantwortlich.

Die Moralische Unterstützung - wenn von Verbandsseiten erklärt wird, der Fohlenmarkt bricht weg, es wird zukünftig nur noch einen funktionierenden REitpferdemarkt geben - dann frage ich mich als Züchter, warum das so ist und warum ich dann noch züchte (nicht jeder Züchter hat die Möglichkeit die Pferde selbst auszubilden) ??

Linaro3
07.01.2010, 22:37
Das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Züchter!


Nein, das ist für mich als Züchter harte Realität und ich muss dann anfangen meinen Platz im System zu suchen. Ändern werde ich kleine Person da sicher nix dran. Augen zu machen und wegschauen hilft aber auch nicht!

Linaro3
07.01.2010, 22:40
Die Moralische Unterstützung - wenn von Verbandsseiten erklärt wird, der Fohlenmarkt bricht weg, es wird zukünftig nur noch einen funktionierenden REitpferdemarkt geben - dann frage ich mich als Züchter, warum das so ist und warum ich dann noch züchte (nicht jeder Züchter hat die Möglichkeit die Pferde selbst auszubilden) ??

Das ist doch keine moralische Unterstützung, das wäre Schönreder und das ist mitnichten Aufgabe eines Verbandes. Diese Studien werden für uns Züchter gemacht, ob wir das glauben oder nicht! :lol: Markt verändert sich immer und entweder findet man dort seinen Platz oder eben nicht - auch das ist der Lauf der Dinge und der Verband möchte nichts anderes als das die Mitglieder rechtzeitig beginnen darüber nachzudenken. Was dann wieder in 25 Jahren kommt, das weiß keiner von uns - die momentane Lage sieht aber nach eben dieser Tendenz aus und ist schon deutlich als Realität erkennbar.

agm
07.01.2010, 22:40
Alex - ich weiß nicht was du denkst und was du vor Augen hast, aber das IST die Realität - diese Umfrage ist sogar schon eine Weile her.

In Generationen denken :)

Linaro3
07.01.2010, 22:42
In Generationen denken :)

Aber den Markt dabei aus den Augen zu verlieren halte ich für extrem gefährlich. Das hätte eine ganz klein bisschen was von Beratungsresistenz (und bevor Ginella wieder draufhaut, das ist ein Insider zwischen Alex und mir, also nicht aufregen! ;) )

Btw. sind das zwei ganz verschiedene paar Schuhe!

agm
07.01.2010, 22:46
Das ist doch keine moralische Unterstützung, das wäre Schönreder und das ist mitnichten Aufgabe eines Verbandes. Diese Studien werden für uns Züchter gemacht, ob wir das glauben oder nicht! :lol: Markt verändert sich immer und entweder findet man dort seinen Platz oder eben nicht - auch das ist der Lauf der Dinge und der Verband möchte nichts anderes als das die Mitglieder rechtzeitig beginnen darüber nachzudenken. Was dann wieder in 25 Jahren kommt, das weiß keiner von uns - die momentane Lage sieht aber nach eben dieser Tendenz aus und ist schon deutlich als Realität erkennbar.

ähm, der heilige Verband, die goldene Kuh! Der Verband ist und macht die Politik. In letzter Zeit frage ich mich nach Alternativen - schade, das ich dem Hannoveraner verbunden bin und in anderen Verbänden sicher ähnliches vorherrscht.
MAn kann mitlaufen oder gegen Windmühlen kämpfen und aufgeben. Man kann mit viel Hingabe und Leidenschaft sein Ding durchziehen oder aber versuchen die richtigen, wichtigen Leute zu kennen ;), sich anzupassen und natürlich auch versuchen das richtige Material im Stall zu haben.

Glaubst Du alles was der Verband vorgibt??

Das ist genauso, wenn ich glaubte das mit 3 Wetter Taft meine Frisur wirklich für immer hält.

dumbledore
07.01.2010, 22:53
Ja aber genauso großer Quatsch ist doch die Leier ... Stutenstamm und Eigenleistung (definiere Eigenleistung?? A - L?? :tt2:)
Es gibt viele gute Stutenstämme (definiere guter Stutenstamm...)

Ich habe dieses Jahr ein Stutfohlen aus einem guten Stutenstamm gekauft. Mutter Vollschwester zu einem gekörten Hengst, der international erfolgreich lief, Mutter selbst eine 8,2 in der SLP gemacht. Weitere sporterfolgreiche Pferde und gekörte Hengste in der Verwandtschaft. Das ist für mich ein guter Stutenstamm.
Dieses Stutfohlen wird 3jährig gedeckt (so das Schicksal es gesund groß werden lässt), dann SLP, dann Sporteinsatz. Wenn der gut ist, wird irgendwann weitergezüchtet.

Linaro3
07.01.2010, 22:54
Glaubst Du alles was der Verband vorgibt??


Mit Sicherheit nicht! Aber ich identifiziere mich durchaus mit meinem Verband - ja! Und ich sehe auch Bemühungen Dinge zu verändern, Dialog kommt an und wird wenigstens ernst genommen. Veränderungen kann der Einzelne kaum erwarten. Ich habe mir die Mühe gemacht und auch mal persönliche Gespräche mit den "Verbandsleuten" geführt.

Was hat man davon gegen Windmühlen zu kämpfen? Sowas habe ich noch nie verstanden. Es gibt ein Zuchtziel und das kann man auf verschiedenen Wegen erreichen, das Ziel bleibt aber ansich das Gleiche. Den steinigen Weg können nur die gehen, die es sich finanziell leisten können - das wichtige ist aber seinen eigenen Platz im System zu finden und das tut man in aller Regel nicht, wenn man das Rad neu erfinden will! ;) Marktbeobachtung ist dafür oberstes Gebot, wenn man nicht untergehen will!

St.Pr.St
07.01.2010, 22:56
Mit Sicherheit nicht! Aber ich identifiziere mich durchaus mit meinem Verband - ja! Und ich sehe auch Bemühungen Dinge zu verändern, Dialog kommt an und wird wenigstens ernst genommen. Veränderungen kann der Einzelne kaum erwarten. Ich habe mir die Mühe gemacht und auch mal persönliche Gespräche mit den "Verbandsleuten" geführt.

Was hat man davon gegen Windmühlen zu kämpfen? Sowas habe ich noch nie verstanden. Es gibt ein Zuchtziel und das kann man auf verschiedenen Wegen erreichen, das Ziel bleibt aber ansich das Gleiche. Den steinigen Weg können nur die gehen, die es sich finanziell leisten können - das wichtige ist aber seinen eigenen Platz im System zu finden und das tut man in aller Regel nicht, wenn man das Rad neu erfinden will! ;) Marktbeobachtung ist dafür oberstes Gebot, wenn man nicht untergehen will!

Wirklich toll erklärt und beschrieben
Das sind mal wahre Worte hier:rolleyes2:

agm
07.01.2010, 22:57
Aber den Markt dabei aus den Augen zu verlieren halte ich für extrem gefährlich. Das hätte eine ganz klein bisschen was von Beratungsresistenz (und bevor Ginella wieder draufhaut, das ist ein Insider zwischen Alex und mir, also nicht aufregen! ;) )

Btw. sind das zwei ganz verschiedene paar Schuhe!

Das hat nichts damit zu tun den Markt aus den Augen zu verlieren sondern damit das der Markt super schnelllebig ist (3 Ls richtig??) und ich keine Lust habe alle 12 Monate meinen Stutenbestand zu ersetzen, durch neue Stuten, weil meine halt nicht dem aktuellen Wunsch entsprechen.

Sicher ist es gefährlich am Markt vorbei zu züchten - und diesen aus den Augen zu verlieren - das sollte man nicht tun - aber prostituieren sollte man sich als Züchter auch nicht.
Schließlich hat man sich bei der Wahl seiner Stuten ja was gedacht oder?
Wenn man dann Bilanz zieht und merkt, das war nicht ganz okay, dann kann man das ändern aber ständig zu versuchen es allen recht zu machen kann auch nicht der richtige Weg sein :) So, jetzt brauch in ´nen Kaffee :tt2:

agm
07.01.2010, 23:02
Mit Sicherheit nicht! Aber ich identifiziere mich durchaus mit meinem Verband - ja! Und ich sehe auch Bemühungen Dinge zu verändern, Dialog kommt an und wird wenigstens ernst genommen. Veränderungen kann der Einzelne kaum erwarten. Ich habe mir die Mühe gemacht und auch mal persönliche Gespräche mit den "Verbandsleuten" geführt.

Was hat man davon gegen Windmühlen zu kämpfen? Sowas habe ich noch nie verstanden. Es gibt ein Zuchtziel und das kann man auf verschiedenen Wegen erreichen, das Ziel bleibt aber ansich das Gleiche. Den steinigen Weg können nur die gehen, die es sich finanziell leisten können - das wichtige ist aber seinen eigenen Platz im System zu finden und das tut man in aller Regel nicht, wenn man das Rad neu erfinden will! ;) Marktbeobachtung ist dafür oberstes Gebot, wenn man nicht untergehen will!

Hm, mir fällt es schwer mich mit dem Verband zu identifizieren.
Sicher gibt es auch gutes aber es gibt auch genug negatives - ist bei anderen Verbänden wahrscheinlich auch nicht anders.

Linaro3
07.01.2010, 23:07
Das hat nichts damit zu tun den Markt aus den Augen zu verlieren sondern damit das der Markt super schnelllebig ist (3 Ls richtig??) und ich keine Lust habe alle 12 Monate meinen Stutenbestand zu ersetzen, durch neue Stuten, weil meine halt nicht dem aktuellen Wunsch entsprechen.

Sicher ist es gefährlich am Markt vorbei zu züchten - und diesen aus den Augen zu verlieren - das sollte man nicht tun - aber prostituieren sollte man sich als Züchter auch nicht.
Schließlich hat man sich bei der Wahl seiner Stuten ja was gedacht oder?
Wenn man dann Bilanz zieht und merkt, das war nicht ganz okay, dann kann man das ändern aber ständig zu versuchen es allen recht zu machen kann auch nicht der richtige Weg sein :) So, jetzt brauch in ´nen Kaffee :tt2:

Wir reden aneinander vorbei oder du verstehst meine Aussage nicht! 12 Monate zum Ersetzen ist gar nicht nötig, wenn man für einen Reitpferdemarkt züchtet! ;) Denn die ersten wichtigen Erkenntnisse zieht man erst nach einigen Jahren (Geduld ist auch nicht meine beste Tugend, aber so läuft es nunmal). Züchter soll sich nicht prostituieren sondern sich nur im klaren darüber sein, was sie tun. Wenn ich das züchte, was ich mit bestem Wissen und Gewissen vertreten kann (und das Reitpferd ansich sollte ja das grundlegende Ziel sein), dann fällt es mir auch leichter es zu platzieren, anzubieten oder eben durchzuziehen mit dem Glauben an das was ich dort gezüchtet habe. Schadensbegrenzung wenn der Plan nicht aufgeht, muss jeder von uns zwischendrin betreiben, darüber sind wir uns sicher alle im klaren (denn jeder Plan geht leider nicht auf). Die Wahl der Stuten muss dann aber auch mehr Gewichtung erfahren im Hinblick auf Tüv und Reiteignung wenn der Markt in Richtung Reitpferdeabsatz geht und das würde unserer Zucht bei weitem gut tun. Konstruktion (die ja in vielen Teilen notwendig für die Haltbarkeit ist) unter Reitaspekten, Reiteignung, usw. muss dann vom Züchter auch erkannt werden und dann noch entsprechend angepaart. Das ist mitnichten eine einfache Aufgabe.

Du sollst es nicht allen recht machen, sondern in aller erster Linie dir selber - lernen tun wir das alle in letzter Instanz über den wunden Punkt und das ist leider der Geldbeutel.

Linaro3
07.01.2010, 23:10
Hm, mir fällt es schwer mich mit dem Verband zu identifizieren.

Dann solltest du ganz klar über dein Zuchtziel nachdenken, den Weg den du gehen willst und dir den Verband suchen, der dich dahin begleitet! Sich nicht mit seinem Verband zu identifizieren bedeutet auch Schwierigkeiten mit dem Zuchtziel und dessen Auslegung zu haben, oder? Das ist in meinen Augen durchaus das Grundgerüst der eigenen züchterischen Arbeit, denn ich sehe in den Verbänden durchaus Unterschiede in vielen Einzelpunkten.

agm
07.01.2010, 23:37
Wir reden aneinander vorbei oder du verstehst meine Aussage nicht! 12 Monate zum Ersetzen ist gar nicht nötig, wenn man für einen Reitpferdemarkt züchtet! ;)

Bella, ich find das immer goldig. Wenn Du das schreibst (s.o.) aber -
Vielleicht verstehst Du mich ja nicht :lol:

@all: Linaro und ich, mögen uns... wir sind immer so :cool: (oder?)

Nein, dem Hannoveraner bin ich verbunden, kann aber die Machenschaften *Verbandspolitik hört sich besser an* des Verbandes manchmal nicht, hm, akzeptieren. Das hat mit dem Zuchtziel an sich ja nichts zu tun.

Ich kann ja trotzdem CDU Mitglied sein und muss trotzdem nicht alles gutheißen, was die Führungsriege tut.

So, nun setz ich mich vor den Fernseher ... Ich hoffe wir hören mal wieder ....

die Lanz
07.01.2010, 23:48
Ich verstehe die Diskussion ehrlich gesagt nicht:

Es habe viele angekreuzt, sie seien Hobbyzüchter. Prima- dann sind sie es.
Ein Hobby kann ich betreiben, wie ich möchte. Entweder ich baue einmal die Woche an meinem Oldtimer herum oder sondiere meine Usambaraveilchenzucht oder ich mache es täglich. Es ist aber ein Hobby.
Hobbies kosten Geld, das muss einem klar sein - richtig ?

Übertragen wir das mal auf die Hobbypferdezucht.
Unterschiedliche Hobbyzüchter betreiben ihr Hobby unterschiedlich.
A) Informationsaufwand:
- In Natura auf ausgewählten Veranstaltungen
- In Schrift (Zeitungen, Internet, FN Datenbanken)
- In Wort (Stammtische, Ttelefonate mit Freunde - Bekannten),
- In Bild (Videos, Lifestream)
...

z.B. Körung des eigenen Zuchtverbandes max. 2-3 Tage Aufwand, Bundeschampionat 2-4 Tage Aufwand maximal, evtl. noch die Schauen im eigenen PZV 1 Tag und die eine oder andere Hengstvorführung sagen wir mal 3 Abende). Das gibt schon eine recht gute Auswahl an notwendigen Informationen mit relativ wenig Zeit und hohem Freizeitfaktor.

B) Unterschiedliche Hobbyzüchter verfolgen unterschiedliche Ziele
- Hübsch anzusehendes Fohli zum Kuscheln jedes Jahr haben
- Ruhm und Ehr durch Sport- und Schauerfolge der Zucht
- Zeitvertreib
- Etwas eigenes "erschaffen"
- Durch eigene Zucht die Gesamt-Population (helfen) zu verbessern
...

Die Diskussion entsteht dort, wo die Hobbyzüchter im Grunde (unbewußt) ihr Hobby nicht mehr als Hobby ansehen. Solange sie bei ihrer Hobbyzucht einen Geldzufluss verzeichnen konnten, ist alles Friede, Freude Eierkuchen. Dort, wo die Realität (der Markt) aber etwas anderes verlangt als das, was sie produzieren, gibt es plötzlich Widersprüchlichkeiten. Denn nun sehen die Hobbyzüchter plötzlich wieder das Hobby im Vordergrund: (z.B. "habe keine Zeit mich mich auf Veranstaltungen herumzutreiben, das ist mein Hobby", nach drei Hengsten wird mir langweilig...). Das gibt ihnen die Möglichkeit zu jaulen und wem anders die Schuld für ihr Versagen oder ihre falsche Auffassung von Hobby zuzuschieben.

Eines geht nur: entweder bin ich Hobbyzüchter und stehe dazu, dass ich dafür unkalkulierbar Geld ausgeben muss oder ich bin Profi, der nicht nur Geld einnehmen will, sondern Gewinn erwirtschaften muss. Bin ich Hobbyzüchter, dann muss ich aber in Kauf nehmen, dass es etwas kostet. Leider nun mehr, da das schöne Fohlengeld wegfällt. Als Folge des fehlenden Absatzes fällt die Aufzucht als Verursacher ungeplanter Zusatzkosten an. Wenn ich mir das nicht leisten kann - Pech, dann muss ich mir ein anderes Hobby suchen ! Wenn ich es mir nicht leisten kann und bisher auf Einkünfte vertraute, somit eigentlich als Profi handelte, dann muss ich auch in Gänze unternehmerisch handeln: mich am Markt orientieren und daran anpassen: ein passendes Geschäftsmodell entwicklen oder ich gehe unter. So einfach ist das: simple Marktwirtschaft !

Ein Oldtimerschrauber kommt auch nicht auf die Idee zu jaulen, dass die bösen anderen Werkstätten mit Schrauben Geld verdienen und er nicht. Dem Usambaraveilchenbetreuer kommt auch nicht in den Sinn, mit der Massenproduktion einer Gärtnerei konkurieren zu wollen.

Also Hobbyzüchter: akzeptiert, dass ein Hobby Geld kostet. Akzeptiert es, dass bzw. wenn Ihr es Euch nicht leisten könnt. Aber gebt doch nicht anderen die Schuld (den Profis, dem Markt, dem Wetter, ach ja und richtig dem Zuchtverband und nicht zu vergessen, den Ausländern), wenn Ihr Euch verkalkuliert habt ! Über Leute, die sich ein Pferd auf Raten kaufen wollen, wird sich negativ ausgelassen und Kritik geübt, sie wüßten nicht was sie täten, "wenn mal was ist...." Bei dem Gejammer hier glaube ich, es sind nur Leute unterwegs, die nicht in der Lage sind, die Wahrheit zu sehen und es sich einzugestehen, dass sie sich verkalkuliert haben...

Entscheidet Euch einfach:
Entweder versteht Euch als Profis und handelt danach oder agiert als Hobbymensch und steht dann dazu !

Guts Nächtle !

agm
07.01.2010, 23:51
wer jammert hier?

Wir sind etwas vom Thema abgekommen aber wir diskutieren!
So ist das nunmal wenn man unterschiedliche Ansichten hat.

Sallycat
08.01.2010, 00:22
Ich habe Pferde als Hobby und ich habe als Hobby auch mal gezüchtet.
Hobbies kosten im Regelfall Geld. Egal, ob ich in jede Filmpremiere renne, mir eine gigantische Eisenbahn in den Keller stelle, meinen Kleiderschrank, Briefmarkenalben fülle oder Bilder sammle.
Die Kohle dafür muss ich übrig haben, ansonsten wird es für mich ungesund. Und das möchte ich nicht.
Von daher erwarte ich keine schwarze Zahl als Ergebnis, wenn ich irgendwann einmal addiere und subtrahiere.:lol:

Und ein guter Stutenstamm ist für mich der, aus dem seit Jahren vernünftige Pferde kommen, die ich im Jahrbuch Sport finde, die gesund und kopfklar sind, optisch attraktiv - eben Sport- und/oder Freizeitpartner, für die sich die Kohle lohnt.

Wenn ich meine Pferde nicht verkaufen oder "benutzen" kann, weil sie nicht voll belastbar sind - sei es physisch oder psychisch - , weil sie zu klein/groß sind, den optischen Anforderungen nicht genügen, als Sportpartner den Ansprüchen nicht genügen, es kaum andere Tiere aus dem Stamm gibt, die diese Anforderungen erfüllen, weil die Kombination unbekanntes/altmodisches Vatertier mit unbekannter oder nicht leistungsrelevanter Mutterlinie ungünstig ist, dann züchte ich mit einer schlechten Linie.
So ich irgendwann mal eine schwarze Zahl haben wollen würde, müsste ich in diesem Zall das Züchten lassen.

Ich lasse es inzwischen auch. Nicht, weil ich frustiert bin, dass niemand das Potential meiner "Kracher" entdeckt, sondern weil ich meine Kohle lieber für andere Dinge ausgebe.

Und die Erde dreht sich weiter:lach:

Irgendwer hat auf der ersten Seite gesagt, dass Qualität weiter gut bezahlt wird. Das glaube ich auch und habe es letztes Jahr auch bei uns im Stall gesehen. Da wurden weiterhin keine 1500 Euro-Pferde gekauft, sondern vernünftiges Material für vernünftiges Geld. Oder Liebhaberobjekte in Sonderlackierung - sind teuer - oder aber Spezialrassen - 1 PRE - sehr cooles Pferd und kein Schnapper - und 2 Quarters, auch keine Sonderangebote.

Titania
08.01.2010, 19:43
Um noch mal zurückzukommen auf die Verbände (Linaro).
Wenn mir als Mitarbeiter im Verband ständig die Leute vorjammern, wohin die Zucht und besonders die Fohlenvermarktung geht, würde ich mir auch was einfallen lassen, um die Züchter, die ja den Verband maßgeblich finanzieren, bei der Stange zu halten.
Z.B. das ganze Problem ein paar Jahre verlagern, in dem suggeriert wird, daß die Käufer nur noch Reitpferde wollen und diese auch gut bezahlen...

Timo
08.01.2010, 19:46
Tatsache ist aber das sich der Markt gesund schrumpfen muß um die Preise wieder einiger massen ins lot zu kiriegen. WB Fohlen aus 2009 gehen zur Zeit für 7-800 Euro. Veile Züchter haben nicht decken lassen. Die die decken ham lassen, haben sich nur von den TA bequatschen lassen antizyklisch zu wirken, bzw sind gierig DAS Knaller Fohlen zu züchten. Wer sich´s leisten kann . .

Linaro3
08.01.2010, 19:54
@timo - ich sagte bereits, dass aus jeder Krise eine Chance erwächst. Und die Zucht wird daraus als Sieger hervorgehen, wenn wir alle uns wieder Gedanken um unsere Stuten und deren Nutzung machen.

Und ganz nebenbei - ich habe in 2009 decken lassen, das hat aber weder mein TA noch mein Gestüter zu verantworten, sondern ich ganz allein. Bin ja schon groß :lol: und mir bringt es auch nichts, meine Stuten leer zu lassen. Aber ist interessant wenn Nicht-Züchter Theorien über das Handeln der Züchter erstellen.... :)

Timo
08.01.2010, 20:00
Linaro,
stimmt, ich hab ja überhaupt keine Ahnung :angel:

Linaro3
08.01.2010, 20:06
Linaro,
stimmt, ich hab ja überhaupt keine Ahnung :angel:

Sagt keiner! Aber du hast selber gesagt, du bist kein Züchter. Ich weiß nicht, wer sich hinter dem NIck verbirgt also kann ich nur das wiedergeben, was du hier sagst! :)

Horsman
08.01.2010, 20:07
Bin Hobbyzüchter seit 25 Jahren. Immer mit zwei Stute, die jedoch nicht jährlich belegt worden. In diesem Jahr bekomme ich nocheinmal zwei Fohlen und höre definitiv mit der Zucht auf. Habe mich für eine Fahrlehrgang in Redefin angemeldet und werde das Fahren in den nächsten Jahren zu meinem Hobby machen. Endlich Schluß mit dem Gequatsche, ob getüvt, zu groß zu klein, mäkel,mäkel, mäkel . Nur noch Spaß haben mit den Pferden.

Timo
08.01.2010, 20:09
Sagt keiner! Aber du hast selber gesagt, du bist kein Züchter. Ich weiß nicht, wer sich hinter dem NIck verbirgt also kann ich nur das wiedergeben, was du hier sagst! :) Ja aber dann denke doch mal darüber nach und rede nicht immer nur von Dir und Deiner Intuition sondern habe ein bischen Empathi

http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie

Linaro3
08.01.2010, 20:11
Na, das hoffe ich doch für dich! :lach: Empathie ist anonym ja sehr einfach, warum fällt dir das eigentlich so schwer? Das mit dem outen??? (ernsthaftes Interesse)

monti
08.01.2010, 20:21
ich züchte seit über 20 Jahren - sporadisch - mal mit einer Stute....auch mal mit 2 - auch mal mit 3 Stuten....

in dieser Zeit habe ich es noch NIE geschafft, ein Fohlen zu verkaufen....:scared:

da ich also nie mit Fohlenverkauf gerechnet habe, hatte ich auch noch nie den Stall übervoll und war in Verkaufszwang wegen Platzmangel....trotzdem muss ich sagen, dass mich diese verd. Viecher unglaublich Geld gekostet haben - die ganzen Jahre lang.....fast immer, wenn eines richtig gut ging und ich es verkaufen wollte, hatte es irgendwas und ich mußte es billig hergeben....:scared:

trotzdem kann ich mir ein Grinsen nicht verkneifen....das Käuferverhalten ist ja im Moment unter aller..... - möglichst billig und möglichst grün mit roten Punkten und Fehler werden gerne gesucht und akzeptiert, um den Preis zu drücken........aber wartet mal in einigen Jahren....

ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen händeringend gute und einigermaßen bezahlbare Pferde gesucht wurden.....UND ES WAREN KEINE DA.....die guten, bei denen ALLES stimmte: Charakter, Gebäude, Leistungsbereitschaft, Vermögen usw.....waren NICHT ZU BEZAHLEN.....:D

....vielleicht wird in einigen Jahren der Pachtstuten-Verleih Hochkonjunktur haben.....welcher Bauer, der selber kein Interesses am Reitsport hat, bindet sich solche hohen Kosten und ein so hohes Risiko ans Bein - Aufzucht, TA, Beritt....und dann nach 3 bis 4 Jahren schlechter TÜV......dieses Risiko überläßt man dann doch gerne den Reitern.....:cool:

Titania
08.01.2010, 20:26
Vor allem ist mir aufgefallen, daß die Käufer alle so lange "überlegen" müssen...
Wenn ich ein Pferd kaufen wollte, stand ganz schnell fest, ob oder ob nicht. Angeschaut, entschieden und fertig, eine Nacht darüber schlafen, o.k..
Oder heißt das nichts anderes als "Abwarten, ob das Pferd noch günstiger wird"?

druenert
08.01.2010, 20:30
Machen wir uns doch nichts vor: unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen, geschaffen von einer grottenschlechten Politik, ist eine wirtschaftlich zu betreibende Pferdezucht in Deutschland heute nicht mehr möglich! Seit 2002 wird durch ein Pferdeverkaufsrecht, welches mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun hat, der Züchterverarschung Tür und Tor geöffnet. Keine Rechtsschutzversicherung ist mehr bereit, die völlig unkalkulierbar gewordenen Risiken abzudecken, die heute mit Pferdezucht verbunden sind. Den früheren Erlös des Züchters kassieren heute Tierärzte, sogenannte "Sachverständige", Rechtsanwälte und Industrie.
Daher ist jeder, dem das Fortbestehen unserer Pferde und deren züchterische Weiterentwicklung ein Anliegen ist, heute gezwungen dies als reines Hobby zu betreiben, egal ob er dies will oder nicht. Ohne Finanzpolster geht es nicht. Diejenigen, die behaupten ihre Zucht heute noch landwirtschaftlich zu betreiben, können dies doch allenfalls noch durch Buchungstricks, die mit realistischen Kalkulationen nichts mehr zu tun haben. Jeder der etwas anderes behauptet, lügt sich selbst in die Tasche!
Obwohl unsere Pferde ein Kulturgut sind, welches seit ewigen Zeiten elementarer Bestandteil der Landwirtschaft gewesen ist, wird eine entsprechende Anerkennung durch die Finanzämter heute in aller Regel verweigert. Allein der über Jahrhunderte gewachsenen bäuerliche Zucht, die wir gerade im Begriff sind zu zerstören, verdanken wir führende Rolle deutscher Pferde in der Welt. Anstatt diese Position auszubauen und einen boomenenden Landwirtschaftszweig mit vielen möglichen Arbeitsplätzen zu fördern, schießen wir uns lieber selbst ins Bein.
Obendrein wird von den gleichen Politikern einerseits Tierschutz großspurig als "Staatsziel" ins Grundgesetz geschrieben, die andererseits nicht davor zurückschrecken an das Lebewesen Pferd die Kriterien einer alten Waschmaschine anzulegen! ("Beschaffenheit einer gebrauchten Sache") Wo bleibt da der Aufschrei aller wirklichen Pferdefreunde?? Habt Ihr alle schon resigniert???

Oh-Gloria
08.01.2010, 20:50
@ Druenert

Das ist das was viele Denken aber nicht sagen bzw. NICHT WAHR haben wollen.. Ebenfalls sage ich mal oberflächlich, haben die "Jährlichen" Martkschwankungen ihr übriges dazu beigetragen!!!. (Linie A...morgen Linie C..übermorgen Linie F...) was hat das mit züchten zu tun???

Die Tendenz für die Zukunft wird wahrscheinlich der sein, das der Fohlenverkauf weiter zurück geht und die "Züchter" ihre Pferde bis zum verkauf dann selbst reiten werden..denke das wird der Weg sein.

Die Zucht an sich wird weiter zurück gehen denn der Anteil der "Hobbyzüchter" der früher den Landwirtschaftlichen Betrieben entsprach kann gar nicht dies bewirken bzw. voraus Planen wie ein Landwirt (der z.b. eine Stute wegen ihrer Mutter behalten hat und damit züchtet um sie als "Zwischenstadium" zu sehen...das kann kein Hobbyzüchter bzw. Gelegenheitszüchter...und heute schon GAR NICHT...

65 % Hobbyzüchter sind Zahlen die für sich sprechen..

14% Landwirte stimmt mich sehr traurig...aber die Realität..

Galoppa111
08.01.2010, 20:53
Meine Familie besteht aus meinem Sohn, den Pferden und mir.

Ich bin dankbar für den Job, der mir meine kleine heile Welt ermöglicht und ich möchte weder mein Kind noch die Pferde missen. Auch wenn die alle viel Dreck machen :lach: - mein Leben ist ein Ponyhof! Juhu! Genau so wie ich es will.

Hobby und Geldverdienen sind für mich zwei paar Stiefel, und von meiner Familie erwarte ich kein finanzielles Pay-Back... und wenn meine Familie zu groß wird, lasse ich halt auch nicht mehr decken.
Ich werde bestimmt niemanden betteln, dass er ein Fohlen/Pferd von mir kauft:lol:. Wenn sich was passendes ergibt, okay, wenn nicht, dann nicht.

monti
08.01.2010, 21:06
@Galoppa
wenn nun Du und Deine Familie genügend Pferde gezüchtet haben und du den Überschuss verkaufen möchtest - da du genügend Eigenbedarf hast.....und du JEDES MAL, wenn du ein Pferd verkaufen möchtest - du es aus irgend welchen Gründen billig hergeben mußt:
zu groß, zu klein, zu heiß, zu brav, falsche Farbe, schlechter TÜV.....und das Ganze über mehrere Generationen lang....wie lang würdest du das machen:
5, 10, 15 oder 20 Jahre lang ? ich habs jetzt über 20 Jahre lang gemacht....und jetzt reicht es mir.....evtl. mit meiner letzten Stute nochmal Ramiros son probieren - aber auch das dürfte ich nicht, wenn ich einigermaßen normal wäre - was ich leider nicht bin ....

...und das Schlimmste ist:
man hört später über 3 Ecken, dass das Pferd wegen Scheidung usw.... dann doch weiterverkauft wurde - und dann elendiglich - weil in Renomee-Zuchtstall ohne Aufsicht - an Nachgeburtsverhaltung verreckt ist....usw....oder ein anderes Pferd später - ursprünglicher TÜV nicht mehr aktuell/vorhanden - für das 5fache über Händler weiterverkauft wurde.... usw...man müßte als Züchter bei einem Rechtsanwalt arbeiten.....:(

Galoppa111
08.01.2010, 22:16
Ach Monti,

ich weiss was Du meinst ... aber solange ich den Job behalte und die Mistgabel schwingen kann, werde ich nicht ohne Pferde sein.

Natürlich höre ich auch auf mit Züchten, wenn ich genug eigene Pferde habe und sich keine vernünftigen Käufer finden - aber das sehe ich irgendwie noch nicht. Ich hätte beide Stuten letztes Jahr für anständiges Geld verkaufen können. Das nächste Fohlen von Angelique ist bereits bestellt. Je ein Fohlen von meinen Mädels hätte ich schon gerne selbst, die sind ja beide nicht mehr die jüngsten.

Sonst hab ich ja kein Pferd - bis auf eine halbe Finey... also darf ich getrost noch ne Runde weiterzüchten, wenigstens bis mein "Eigenbedarf" gedeckt ist.. und ich habe natürlich den Vorteil, in einer relativ betuchten Reiterregion zu leben. Mal schauen wie alles kommt.

Greta
09.01.2010, 00:50
@Druenert Wahre Worte:)
@Linaro Nach allem was ich bisher im Forum über Dich gelernt habe, glaube ich, aus Deinen Diskussionsbeitraegen hier spricht reiner Eigennutz.... Darum sorry kann ich nicht ernst nehmen. Alle anderen sprechen mir aus der Seele.
Ich werd auch meine Stuten nicht mehr decken lasse, obwohl ich nach vielen Jahren Zucht endlich meine Traum Zuchtstuten habe. Erst hab ich noch 2 Jahre gerettet weil ich einfach die Topvererber genommen hab aber dies Jahr hat auch das nicht mehr geholfen....
Mit Glück zieh ich meine Fohlen von diesem Jahr auf und sehe mal was kommt. Vermutlich eine Lawine von Fohlen die nicht mehr verkäuflich sind.
Freuen tun sich nur Tierärzte und Bereiter:scared:
Wenn ich Gerüchten glaube dann geben Grosspferdhalter Ihre Pferde reihenweise zum Schlachter.
Meine Zukunftsvision ist rabenschwarz:scared::scared:

Titania
09.01.2010, 08:01
@Greta
Gebe Dir vollinhaltlich Recht!
Ein Bekannter meinte jetzt, daß es wohl wieder aufwärts geht mit dem Pferdemarkt - er hatte gerade 3 Pferde im mittleren Preissegment verkauft. Meiner Meinung nach ist die Talsohle jedoch noch nicht erreicht. Kenne sogar jemanden, der froh ist, aus mehreren Bedeckungen (mit TA-Kosten, Deckgebühren etc.) k e i n Fohlen zu bekommen...

Linaro3
09.01.2010, 11:17
@Druenert Wahre Worte:)
@Linaro Nach allem was ich bisher im Forum über Dich gelernt habe, glaube ich, aus Deinen Diskussionsbeitraegen hier spricht reiner Eigennutz.... Darum sorry kann ich nicht ernst nehmen.

Und was soll das für ein Eigennutz sein? Ich bin genauso Züchter wie fast jeder aus diesem Forum? Ich habe schon vor dem Jahr 2009 begonnen, die Finanzkrise erreichte uns schließlich im Herbst davor, meinen Bestand zu "entrümpeln" - die Anzahl so reduzieren, dass man zur Not eben auch alles halten kann, was man produziert, die "halben" Stuten weg und nur noch das was der eigenen Überzeugung entspricht darf bleiben. Wir müssen als Züchter auch endlich mal lernen, dass Zucht, Aufzucht und Sport zusammen gehören und entsprechende Verbindungen herstellen. Regelmäßige Kommunikation mit Aufzüchtern und Reitern, einfach mal horchen was die sich wünschen, sowas gehört mit in die Entscheidungen. Zucht ist ein Hobby und das macht nur Spaß, wenn auch mal was zurückkommt. Gewinn wird niemand von uns daraus ziehen, das wissen wir alle - aber wenn ich für mich ein Strich unter das Jahr 2009 setze, dann war das in allem noch in Ordnung. Preisausreißer gab es nur noch wenige nach oben, Qualität fand aber immer noch einen Abnehmer, länger hat es teilweise gedauert, Fohlen und Zuchtstuten war etwas schwieriger - Reitpferde hat hingehauen, auch wenn wir alle wissen, dass erst Investition notwendig ist. Problematisch ist immer das ganz normale an den Mann bzw. die Frau zu bringen - das war aber schon immer so und auch da liegt es am Züchter schnell genug die Reißleine zu ziehen.

Was ist daran Eigenutz, wenn ich es gutheißen kann, dass diese "Krise" der Zucht rein Zuchtpolitisch mehr bringen wird, als alle Initiativen des Verbandes? Gesundschrumpfen und sich wieder darauf besinnen, was die Ziele und Wege sind. Da muss sich jeder von uns an die Nase packen und mal ganz, ganz kritisch durch den eigenen Stall laufen. Was daran nicht ernst zu nehmen ist, weiß ich allerdings nicht. Das Thema ist in meinen Augen sogar toternst zu nehmen.

Benjie
09.01.2010, 12:40
linaro@ bindet euch keinen bären auf, der reitpferdemarkt ist nach wie vor da und der wird auch bleiben!
der hengstmarkt ist tod, was zur folge hat das die fohlenpreise auch im keller sind. aber die leute sind immer noch bereit für ein gesundes rittiges pferd mit dem sie gleich losreiten können geld zu bezahlen.
das saug ich mir jetzt nicht aus den fingern, sondern konnte das 2009 das ganze jahr über bei uns auf dem hof beobachten.

caspar
09.01.2010, 14:24
Da ich nicht in erster Linie Fohlen züchte, sondern Reitpferde, betrifft mich der Preisverfall j e t z t noch nicht.
Komischerweise hab ich dieses Jahr zwei unserer Fohlen zu wirklich guten Preisen verkaufen können. (dies nur am Rande bemerkt)
Wir haben viel Engagement (Zeit und Geld) in die Ausbildung unserer Tochter gesteckt. Das macht sich jetzt bezahlt.
Denn nun können wir als Züchter das Komplettpaket anbieten.
Ich behaupte, daß ein ordentlich gerittenes Pferd, mit einigermaßen TÜV immer noch seinen Käufer findet.
Unsere Zucht hält sich in gewissen Grenzen (dafür sorgt schon mein Mann, zum Glück)
Und auch wenn es nun nicht gerade überall rosig aussieht behaupte ich, daß man mit einer gewissen Portion an "Maßhalten" aus diesem Tal wieder heraus kommt.
Stratos hat schon vor 15 Jahren oder mehr behauptet, daß es an der Zeit wäre, daß der Markt sich wieder gesund schrumpft.
Und so ganz unrecht hatte er ja nicht, wie man sieht.

www.schaedler-eventing.de (http://www.schaedler-eventing.de)

agm
09.01.2010, 16:11
toll, das mein thema eine so ganz andere Richtung bekommen hat, als ich beabsichtigt hatte. Ich wollte eigentlich nur wissen, welche Bewegründe & Motive Menschen haben in guten / oder schlechten Zeit wie diesen zu züchten.

druenert
09.01.2010, 16:18
Was ist daran Eigenutz, wenn ich es gutheißen kann, dass diese "Krise" der Zucht rein Zuchtpolitisch mehr bringen wird, als alle Initiativen des Verbandes? Gesundschrumpfen und sich wieder darauf besinnen, was die Ziele und Wege sind. Da muss sich jeder von uns an die Nase packen und mal ganz, ganz kritisch durch den eigenen Stall laufen. Was daran nicht ernst zu nehmen ist, weiß ich allerdings nicht. Das Thema ist in meinen Augen sogar toternst zu nehmen.

Ich denke, dass Linaro durchaus recht hat: Die Krise zur konseqenten Selektion nutzen, Ziele und Wege kritisch zu überdenken ist das einzig sinnvolle, was wir unmittelbar im Moment tun können.
Trotzdem sollten wir nicht so tun, als sei damit alles in Ordnung. Für mich ist das Pferdeverkaufsrecht von 2002 himmelschreiendes Unrecht! Pferde sind Lebewesen, einzigartige Individuen, und haben in einem Güterverkaufsrecht nichts zu suchen! FN und Zuchtverbände haben gut geschlafen als in Brüssel und Berlin das Unheil seinen Lauf nahm, anstatt kraftvoll und vernehmlich für die wirtschaftlichen Überlebensinteressen ihrer Züchter zu kämpfen. Für unsere "Verbandsfreunde" ist auch weiterhin die Welt bestens in Ordnung, solange sie ungeachtet des züchterischen Elends so prima von unseren Beiträgen und Gebühren leben können. Hier sind keinerlei Initiativen zu erwarten, solange wir denen nicht ganz massiv auf die Füße treten. Dies sollten wir vielmehr tun und uns unserer Macht bewusst werden! Schließlich sind wir doch gar nicht so wenige!

Greta
09.01.2010, 17:31
Linaro, ich hab das nicht böse gemeint, und Deine Argumente kann ich vollkommen nachvollziehen.
Aber wenn Du schreibst, Du kauft eben lieber gekörte Hengste weil die schon fertig sind und Du sie nie für das Geld selber produzieren könntest, dann vermute ich das Du Hengste besitzt die Du ja schliesslich irgentwie vermarkten muss (auch wenn es weniger sind als früher)
Nichts für ungut

Linaro3
09.01.2010, 18:28
Linaro, ich hab das nicht böse gemeint, und Deine Argumente kann ich vollkommen nachvollziehen.
Aber wenn Du schreibst, Du kauft eben lieber gekörte Hengste weil die schon fertig sind und Du sie nie für das Geld selber produzieren könntest, dann vermute ich das Du Hengste besitzt die Du ja schliesslich irgentwie vermarkten muss (auch wenn es weniger sind als früher)
Nichts für ungut

Nee, dann hast du mich nicht richtig verstanden. Ich sprach davon das Aufzüchter (und ich arbeite für einen Betrieb, der das mal mehr und mal weniger tut) auch die Kosten im Hinterkopf halten müssen. 90 % der gekauften Hengstanwärter sind spätere Reitpferde. Die kann ich aber auf der Vorauswahl beispielweise genauso einkaufen (hat nix mit gekörten Hengsten zu tun, sondern mit Reitpferde - Hengste sind ein ganz anderer Markt). Dortr sind diese Pferde 2,5 Jahre alt, getüvt, schon mal anlongiert, freispringen kann man sehen usw. Vielleicht gibt der geneigte Aufzüchter aufgrund der Risikominimierung lieber 15 bis 20 TEUR für so einen aus, als 5 TEUR für ein Fohlen. Das nur mal für den Hinterkopf - ist nicht Gesetz der Lage.

Ich produziere trotzdem noch selber Fohlen bzw- spätere Reitpferde und habe keine eigenen Deckhengste, die ich vermarkten muss - was ein Glück! :lol:

Ginella NB
09.01.2010, 18:48
sorry, das ich mich erst jetzt melde, aber gestern war die datenbank geschlossen und jetzt komm ich gerade erst nach 4 stunden stallarbeit bei der saukälte aus dem stall, weil dort wegen klitzekleinen nebenbeschäftigungen eben nur am wochenende zeit für manche dinge bleibt.

nach 30 minuten, hab ich die suche jetzt aufgegeben.

ich finde dieses scheiss topic nicht mehr
vielleicht stand´s auch in einer email
aber ich weiss, was ich gelesen habe!!!
da braucht man mich nicht als lügnerin hinstellen!


was macht man eigentlich mit "entrümpelten" zuchtstuten?



Zitat:
Zitat von Ginella NB
man kann von den ganzen hobby-züchtern nicht verlangen, das sie alle veranstaltungen so intensiv besuchen wie jemand, der sein geld damit verdient.

Zitat von Linaro3
Also abends verdiene ich leider noch kein Geld! Das ist bislang reiner Zeitvertreib! as gilt auch für seeeeehr viele meiner Wochenende, ich kann ja mal einen Antrag stellen!


Du weisst genau, was ich damit meine, Nadine!
Das brauchst Du nicht extra ins Lächerliche ziehn!
Wenn es einfach nur so zum "Zeitvertreib" wäre, frag ich mich, warum Du Deinen Job bei der Bank aufgegeben hast! Es greift eins ins andere. Das weisst Du ganz genau!


Thema HOBBYzucht:

im allgemeinen betreibt man ein hobby, weil man dabei auf irgendeine art ein positives feedback für sich selber bekommt. ob jetzt im sport oder sonstwo......
selbst bei tennis oder golf hat man einen gewissen ehrgeiz.
oder andere stricken socken mit dem ziel, sie auf dem weihnachtsmarkt zu verkaufen.
oder sonstigen mist.....

als hobbypferdezüchter ist man für jeden aber nur der ar*** mit ohren, den man ausquetschen kann wie eine zitrone!


thema zucht"boykott" :
ICH bekomme dieses jahr KEIN fohlen!
dann weiss ich nicht, was diese komische anspielung soll, linaro!
ich bin meiner Anregung entsprechend eben schon um ein jahr vorraus.

man sollte sich immer nach seiner decke strecken.
und deswegen lass ich dieses jahr auch nur 1 von 3 stuten decken.

( :cool: das reimt sich ja auch noch)

ich bleibe dabei - wenn man als kleiner züchter noch keinen GROSSEN zuchterfolg vorweisen kann, ist es reine und pure glückssache, heutzutage ein fohlen verkauft zu bekommen. egal welche qualität das es hat!

und das gilt meiner unmaßgeblichen meinung nach auch für ein späteres reitpferd.
denn das muss man als kleiner züchter meistens über einen ausbilder/händler/ect. vermarkten und die kassieren dann ja auch immer nochmal kräftig daran mit. rein finanziell gesehen lohnt sich das dann also auch nicht viel mehr.

meinen stutenbestand hab ich schon lange und konsequent aussortiert und auf eine einzige stutenfamilie reduziert! warum wohl ??!

aber in der zwischenzeit seit ihr hier ja sowieso schon wieder total vom thema abgekommen.....ich wollte mich aber nicht drücken!

was ich dazu zu sagen habe, hab ich hiermit getan.
damit ist die sache für mich erledigt.

Administratoren - ich gehöre euch ! ! !

Linaro3
09.01.2010, 19:28
Du weisst genau, was ich damit meine, Nadine!
Das brauchst Du nicht extra ins Lächerliche ziehn!
Wenn es so einfach wäre, wie Du hier immer tust, frag ich mich, warum Du Deinen Job bei der Bank aufgegeben hast! Es greift eins ins andere. Das weisst Du ganz genau!


Ach und das weißt du warum ich das gemacht habe, welche Hintergründe dahinter standen??? :scared: Sorry, verdränge ich gerade das wir uns so gut persönlich kennen, jede Woche telefonieren und du mein Privatleben kennst? Das kann ich nur ins Lächerliche ziehen - mir geht es hier um sachliche Diskussionen, wäre schön, wenn du deine privaten Beschuldigungen (ohne Beweise) mal hintenanstellen würdest und selbiges tun würdest.

Das ist einfach nur unterste Schublade und wenn ich das richtig weiß, dann willst du ständig fachliche Beiträge und Berichte über Veranstaltungen, das geht aber nicht damit überein, dass du parallel Leute verurteilst, die ihr Privatleben dafür in großen Teilen hergeben und das habe ich schon gemacht als ich noch in der Bank gearbeitet habe. Aber vielleicht erzählst du mir gerade nochmal schnell, warum ich da nicht mehr arbeite! :lach:

Linaro3
09.01.2010, 19:31
thema zucht"boykott" :
ICH bekomme dieses jahr KEIN fohlen!
dann weiss ich nicht, was diese komische anspielung soll, linaro!
ich bin meiner Anregung entsprechend eben schon um ein jahr vorraus.


Ja, genau! Ich versuche wenigstens nicht meine eigenen Aussagen schön zu reden.

Greta
09.01.2010, 20:54
Schade das es hier so ins Persönliche abdriftet (Bin ich froh, das ich hier niemanden persönlich kenne...) aber Ginellas Aussage über die entrümpelten Zuchtstuten find ich auch irgentwie schrecklich. Da züchte ich lieber gar nicht als unter diesem Druck zu stehen. Meine beiden Stuten sind beide voll reitbar und auch schon turniererfahren. Bin ich froh darüber.......

Greta
09.01.2010, 21:00
Da ich nicht in erster Linie Fohlen züchte, sondern Reitpferde, betrifft mich der Preisverfall j e t z t noch nicht.
Komischerweise hab ich dieses Jahr zwei unserer Fohlen zu wirklich guten Preisen verkaufen können. (dies nur am Rande bemerkt)
Wir haben viel Engagement (Zeit und Geld) in die Ausbildung unserer Tochter gesteckt. Das macht sich jetzt bezahlt.
Denn nun können wir als Züchter das Komplettpaket anbieten.
Ich behaupte, daß ein ordentlich gerittenes Pferd, mit einigermaßen TÜV immer noch seinen Käufer findet.
Unsere Zucht hält sich in gewissen Grenzen (dafür sorgt schon mein Mann, zum Glück)
Und auch wenn es nun nicht gerade überall rosig aussieht behaupte ich, daß man mit einer gewissen Portion an "Maßhalten" aus diesem Tal wieder heraus kommt.
Stratos hat schon vor 15 Jahren oder mehr behauptet, daß es an der Zeit wäre, daß der Markt sich wieder gesund schrumpft.
Und so ganz unrecht hatte er ja nicht, wie man sieht.

www.schaedler-eventing.de (http://www.schaedler-eventing.de)


Das finde ich eigentlich den besten Beitrag bisher in diesem Thread und er zeigt auch wie man es wirklich korrekt machen muss um schlechte Zeiten zu überwinden. War bei uns leider nicht möglich, da meine Kinder begeisterte Tennisspieler sind , leider auch noch ziemlich erfolgreich:wub:

Aber seit Heute hab ich neue Hoffnung, mein kleiner Sohn hat doch tatsächlich heute mitgeteilt, das er eigentlich gar nicht Tennis spielen will, (er musste weil er immer mit den Grossen mitmusste...) und lieber reiten will:):):):):)

Und meine SH ist ein Traumeinsteigerpferd:):):):):)
(bitte keine Diskussionen über die schlechten Charaktereigenschaften von SHs) ich besitze sie seit 8 Jahren und konnte die bei Ihr noch nciht entdecken...
Also vielleicht sieht bei uns nun die Zukunft doch etwas rosiger aus, als ich bisher dachte.....:wub:

Salzburger
09.01.2010, 21:09
Ich habe ja als kleiner Muckel-Züchter im Ösiland hier mal einfach nur mitgelesen.

Aber gut, leider wird dieses Topic sehr unsachlich und sorry, was hat der Sinn des Züchtens heutzutage damit zu tun, warum eine Linaro auf der Bank nicht mehr arbeitet usw.

So private Dinge öffentlich zu diskutieren ist meiner Meinung nicht angebracht.

Linaro3
09.01.2010, 21:23
Sehe ich auch so, habe mich bereits an die Mods gewandt und hoffe, dass da jemand drauf reagiert. :(

Moderator-03
09.01.2010, 21:58
Ich möchte die Beteiligten dieser leidenschaftliche Debatte bitten, alle persönlichen Fehden doch per PM auszutragen und die Beiträge diesbezüglich zu entschärfen, bevor wir Mods das zur großen Begeisterung aller wieder übernehmen müssen.

St.Pr.St
09.01.2010, 23:04
Aber Hallo na da geht die Post ab???!!!!

Grande
09.01.2010, 23:50
ist denn wirklich nur der fohlenmarkt betroffen?? ich würde sagen "nein", aber ihn hat es am schwersten getroffen.

man muss sich doch nur mal die letzte elite-auktion angucken. aus meinem bekanntenkreis könnte ich ein mehrere austeller nennen, die ihre pferde für unter 15 000€ selber zurückgekauft haben. nun können manche natürlich sagen, "selber schuld" oder sachen a la "lieber verkauft bereut, als behalten bereut"...der punkt war aber bei allen, dass sie ihre pferde selbst hochgeboten haben. es fehlten schlicht die gebote...und solche fälle konnte man durchaus häufiger beobachten...die überdurchschnittlichen preise verschönen nur die bilanz. im unteren preisregionen, sah es sehr sehr schlecht aus!

ich bin absolut der meinung, dass sich in den nächsten jahren ein noch stärkere wnadel vollziehen wird der die sog. kleinen züchter weiter aussterben lässt.bis auf ganz wenige ausnahmen wird es dann nur noch zücher mit großem stutenbestand geben.

Uniqua
10.01.2010, 00:12
hallo

also wir haben zwar nebenerwerbslandwirtschaft, doch muss ich mich hier wohl zu den hobby züchtern bekennen.....

wir bekommen 2010 sowie auch 2011 kein fohlen, wie es dann weiter gehen wird, werden wir sehen....
es fühlt sich schon komisch an nach sooo vielen jahren mal kein fohlen zu haben, doch es passt hier ganz gut....
ich kann mich verkaufstechnisch 2010 nicht beklagen, doch weiß einfach aus dem bekanntenkreis das viele fohlen fast verschenkt wurden ( müssen nicht diskutieren was verschenk bedeutet )

was mir hier noch aufgefallen ist, ist das viele sh nachkommen hier noch gute preise erziehlt haben ....und ein sehr guter bekannter sehr glücklich ist das seine stute wieder von sir d tragend ist.....


sehe es wie grande, die kleinen muckel züchter werden aussterben, da bleiben die die heute schon einen namen haben, oder aber die großen, wobei ich denke das es den großen im mom evt schlechter geht, wie den erfolgreichen züchtern mit 4 bis 6 stuten, den großen stationen mit gutem standbein im sport wird es evt noch nicht so schnell was tun, doch die kleinen hengsthaltungen, die die ihre hengste auf grud der vielen muckelzüchter hlten können, was wird aus ihnen ?????

tja, das mit den reitpferden ist ja immer noch so ein ding :-) alles was ich haben will, kostet im mom auch noch viel geld.....

ich ziehe mein fohlen auf, es soll dann erst in den sport und dann schauen wir mal wie die lage ist :-)

monti
10.01.2010, 11:14
ich finde - so wie es @caspar macht, ist es richtig und vernünftig.... er hat Kinder, die die Pferde ausbilden und vorsellen können auf Turnier....und wenn er ein Fohlen verkaufen kann - ist auch gut - aber kein muss....und so kommt er auch nicht in Verkaufszwang....

oder es ist so, dass man sagt:
ich züchte für mich - für den Eigenbedarf (so wie Galoppa z.B.).....die Gefahr ist aber groß - und die Erfahrung hab ich selber gemacht - dass man "eigentlich" für den Eigenbedarf züchtet - aber eigentlich immer zu viele Pferde hat und/oder Pferde, die man nicht möchte/nicht braucht....und diese Pferde dann entweder mit durchzieht oder dann doch irgendwann verkauft....

zu mir sagten Bekannte früher immer:
boah.....aber DAS Stutfohlen mußt du behalten - mit DEM mußt du weiterzüchten....und leider hatte ich fast nur Stutfohlen....:scared:...und während die anderen reiten gingen und Urlaub machten - war ich mit meiner Anlage verheiratet....:(

Linaro3
10.01.2010, 11:33
ist denn wirklich nur der fohlenmarkt betroffen?? ich würde sagen "nein", aber ihn hat es am schwersten getroffen.

man muss sich doch nur mal die letzte elite-auktion angucken. aus meinem bekanntenkreis könnte ich ein mehrere austeller nennen, die ihre pferde für unter 15 000€ selber zurückgekauft haben. nun können manche natürlich sagen, "selber schuld" oder sachen a la "lieber verkauft bereut, als behalten bereut"...der punkt war aber bei allen, dass sie ihre pferde selbst hochgeboten haben. es fehlten schlicht die gebote...und solche fälle konnte man durchaus häufiger beobachten...die überdurchschnittlichen preise verschönen nur die bilanz. im unteren preisregionen, sah es sehr sehr schlecht aus!


Natürlich ist von einer Krise der Gesamtmarkt betroffen, wenn du es in Zahlen wissen willst, gab es auf den Verdener Auktionen in 2009 einen Rückgang um 13 % - was ich angesichts der Lage auf dem Finanzsektor, in der wir uns streckenweise befanden, noch für recht moderat halte.

Die letzte Eliteauktion finde ich gerade sehr gut als Gegenbeispiel. Habe die Zahlen vor mir liegen. 83 zugeschlagene Pferde, davon 14 bis 15 TEUR und 13 für 50 TEUR und aufwärts - das hält sich fast die Waage. Der Schnitt belief sich auf rund 37 TEUR. Ich habe mir gerade mal die Mühe gemacht und bin die Liste durchgegangen - von den 14 Pferden für 15 TEUR und weniger sind aufgrund der Unstimmigkeiten zwischen Ausstellerwohnort und Zuschlagsort offensichtlich 10 Pferde verkauft - das deckt sich ungefähr mit dem was uns im Nachhinein auf der Stallgasse angeboten worden ist. So schrecklich viele können es also m.E. nicht sein.

Wo ist das in deinen Augen sehr schlecht? Ich fand einige der Pferde für ihre Qualität sogar sehr gut bezahlt - das hätte der Züchter auf dem Hof nur sehr schwer realisieren können. Man muss um darüber zu urteilen sicherlich auch die Röntgen-Tüvs im Auge halten um das Ergebnis bei dem ein oder anderen Pferd besser nachvollziehen zu können.

Linaro3
10.01.2010, 11:36
Ich sehe das Problem auch auf dem Auktionsplatz eher in die Richtung zielend wie @druenert im Privatverkauf - das Problem wird eher durch die Lücken in den Gesetzen ausgelöst, somit kämpfen die Auktionsplätze eher mit Reklamationen als mit höher Rückkaufquote.

harry
10.01.2010, 12:03
Mann konnte auch davon ausgehen das die preise von die letzten 5 jahre auch viel zu hoch waren unjd man nun wieder auf normalen ebene belandet ist.
Fur einen guten woird noch immer viel geld gegeben.

amimaus
10.01.2010, 12:31
Also ich bin ja erst angefangen zu züchten.

Meine Entscheidung für die Zucht hat so ca. 8 Jahre gedauert. Hätte gerne früher gezüchtet aber die Stuten die ich besaß waren in meinen Augen nicht gut genug.

Jetzt hab ich eine gute Stute die ich bevor sie in die Zucht ging zumindest in A-Dressuren und Dressurpferde A Prügungen vorgestellt habe. Jetzt 2010 fange ich sie erst einmal wieder an zu reiten und werde bis zum Frühjahr entscheiden ob sie nochmal zum Hengst geht oder nicht.

Dann habe ich mir ein Zuchtziel gesetzt - nicht da nehmen was Alle haben! Dabei bleibe ich auch. Vieleicht werde ich für meine Stute auch nur Vollblüter einsetzen.

Mein erstes Fohlen hab ich noch nicht verkauft weil ich die Entwicklung abwarten möchte und nicht verkaufen muss und ich auch selbst einreiten kann.

Die Arbeit soll mir aber nicht über den Kopf hinaus wachsen. Das zweite Fohlen wird in jedem Fall verkauft. Es sei denn der kleine Hengst geht. Ich finde man sollte die Verantwortung für ein Pferd nicht vergessen. Früher war mir das evt. nicht so wichtig aber heute ist mir das auf gar keinen Fall mehr egal.

Aber wild drauf los züchten würde ich nicht. Selbst wenn man alles hat Land, Stall, Heu und Stroh in Eigenproduktion ist das allemal ein sehr teurer Spaß und so manches mal überleg ich wie die Reithallenbesitzer das schaffen die Pferde dort für so kleines Geld zu ernähren ?

Und wie Monti schon geschrieben hat die Arbeit wächst einem irgendwann über den Kopf hinaus und die Reiterei bleibt auf der Strecke.

lg die ami

Springnachwuchs
10.01.2010, 13:37
@Druenert Wahre Worte:)
Freuen tun sich nur Tierärzte und Bereiter:scared: :scared:

Wir haben uns von Anfang an nicht vom Fohlenmarkt abghängig gemacht und halten es wie Casper. Schlussendlich sehe ich darin auch den größeren persönlichen und materiellen Gewinn.
Reitpferde in allen Preissegmenten sind nach wie vor gefragt. Für hohe Qualität gibt es auch durchaus gutes Geld. Die gesponnene und künstlich hochgepuschte Fohlenpreisblase ist zum Glück geplatzt, ähnlich wie die Bankenblase.
Natürlich wird ähnlich wie bei den Banken daran gearbeitet diesen Markt wieder zu puschen. Der einzig reelle und beständige Markt ist aber der Reitpferdemarkt, denn da weis man ab einem gewissen Alter was man kauft bzw. verkauft. Der Fohlenmarkt ist ein Zockermarkt, wo mit Abstammungen, Geschwisterleistungen und dem ganzen Theater den Käufern ein Humbuck sugeriert wird, der zu 90% nicht einrifft. Wer ehrlich ist, weis das dem so ist.

Was mir aber am meisten stinkt ist das Züchtergequatsche über Bereiter und Tierärzte. Die Fohlen wollen sie züchten, ein haufen Geld wollen sie auch noch für ihre Fohlen, nach wenigen Monaten das Risiko an die Käufer übergeben und danach lamentieren das aus ihren hochgelobten Knallern keine Kracher geworden sind (die haben aus dem Gaul nix gemacht). Alle die da am jammern sind: Nehmt es mal selber in die Hand, ähnlich wie Casper. Zieht sie drei Jahre auf und lasst sie reiten, egal ob durch die eigenen Kinder (die haben auch reiterliche Ausbildung gekoste oder durch Bereiter. Dann seid ihr auch mal in der Lager die eigene Brut zu beurteilen. So werdet ihr auch einmal eine wirkliche Einschätzung bekommen was Eure Zuchtprodukte tatsächlich Wert sind.

Horsman
10.01.2010, 17:06
Hat sich schon einmal jemand die Mühe gemacht zu ermitteln, wie häufig bestimmte Aussteller auf den Auktionen der Verbände vertreten sind? Einschließlich der Verbands- und Vereinsfunktionäre.

Greta
10.01.2010, 17:28
Hat sich schon einmal jemand die Mühe gemacht zu ermitteln, wie häufig bestimmte Aussteller auf den Auktionen der Verbände vertreten sind? Einschließlich der Verbands- und Vereinsfunktionäre.
Also ich mach das jedesmals und das nimmt mir schon seit Jahren jegliche Illusionen mal dabei zu sein:):)

Donnerlottchen
10.01.2010, 18:02
Als absolute Hobbyzüchterin (und dazu noch mit erstem Fohlen) verstehe ich das Gejammer nur bedingt. erst regen sich alle über den hoch gepushten Fohlenmarkt auf, über Modehengste, showstrampler und deren Nachkommen, für die zu viel Geld über den Tisch geht. Jetzt haben wir eine Entwicklung, die doch dahin führt, dass es wieder um das wesentliche geht: das Reitpferd.

Was ist daran so verkehrt. Aus all unseren Fohlen soll doch genau das mal werden. Das ist doch jetzt auch keine Entwicklung, die plötzlich vom Himmel gefallen ist, sondern durchaus absehbar war.

Wer als Hobbyzüchter Stuten decken lässt, weiss um das Risiko. Ein sehr teueres Hobby eben, wenn ein bisschen Geld zurück kommt: prima. Wenn nicht, dann hält man lieber mal den Mund, lässt nicht mehr decken etc.

Dass die Profi-Züchter ihre Aufgaben nüchterner angehen müssen und andere Rechnungen aufstellen müssen ist doch klar. Vielleicht können wir Hobbyzüchter uns noch aussuchen, wem wir unsere Tiere verkaufen. Aber ein Profi-Züchter muss doch am Ende des Jahres sehen, dass die Zahlen stimmen. Alles andere wäre falsch verstandene Sentimentalität.

Horsman
10.01.2010, 18:16
Als absolute Hobbyzüchterin (und dazu noch mit erstem Fohlen) verstehe ich das Gejammer nur bedingt. erst regen sich alle über den hoch gepushten Fohlenmarkt auf, über Modehengste, showstrampler und deren Nachkommen, für die zu viel Geld über den Tisch geht. Jetzt haben wir eine Entwicklung, die doch dahin führt, dass es wieder um das wesentliche geht: das Reitpferd.

Was ist daran so verkehrt. Aus all unseren Fohlen soll doch genau das mal werden. Das ist doch jetzt auch keine Entwicklung, die plötzlich vom Himmel gefallen ist, sondern durchaus absehbar war.

Wer als Hobbyzüchter Stuten decken lässt, weiss um das Risiko. Ein sehr teueres Hobby eben, wenn ein bisschen Geld zurück kommt: prima. Wenn nicht, dann hält man lieber mal den Mund, lässt nicht mehr decken etc.

Dass die Profi-Züchter ihre Aufgaben nüchterner angehen müssen und andere Rechnungen aufstellen müssen ist doch klar. Vielleicht können wir Hobbyzüchter uns noch aussuchen, wem wir unsere Tiere verkaufen. Aber ein Profi-Züchter muss doch am Ende des Jahres sehen, dass die Zahlen stimmen. Alles andere wäre falsch verstandene Sentimentalität.
Ach Mädchen, wenn Du hier mal die Verkaufsanzeigen verfolgst, sind es ja nicht die Gewerbsmäßigen, die ihre Fohlen für "nen Appel und nen Ei "anbieten, sondern die Hobbyzüchter bei denen die Finanzdecke schwach oder der Platz knapp ist. Meistens beides. Alles andere wurde hier schon lang und breit ausgewalzt.

Donnerlottchen
10.01.2010, 18:37
Ach Mädchen, wenn Du hier mal die Verkaufsanzeigen verfolgst, sind es ja nicht die Gewerbsmäßigen, die ihre Fohlen für "nen Appel und nen Ei "anbieten, sondern die Hobbyzüchter bei denen die Finanzdecke schwach oder der Platz knapp ist. Meistens beides. Alles andere wurde hier schon lang und breit ausgewalzt.


wieso Mädchen? Bist Du ein Junge?:lol:

Horsman
10.01.2010, 18:42
joo

Silbermond09
12.01.2010, 09:48
..so die Präsidentin des Trakehner Verbandes im Editorial der aktuellen Verbandszeitschrift.

Fokus auf die Vermarktung,
ist das neue Konzept.

Ich drücke die Daumen, dass dies die Rückläufe der Bedeckungen aufhält.

Ich hätte mir da eher den Einsatz für Besamungspauschalen, wie es in Schleswig Holstein der Fall ist gewünscht.
Das ist eine erhebliche Entlastung für Züchter, bedenkt man dass im restlichen Bundesgebiet für eine Rossebetreuung von Tierärzten bis zu teilweise 350 Euro abgerechnet werden. So ist Pferdezucht nicht tragbar.
Hier müssen Hengsthalter, Tierärzte und Züchter und Verbände gemeinsam die Lage der Wirtschaftslage versuchen zu überbrücken.

Natürlich ist es erfreulich, dass man nun erkennt für die Vermarktung etwas zu zu wollen.

Timo
12.01.2010, 10:02
..so die Präsidentin des Trakehner Verbandes im Editorial der aktuellen Verbandszeitschrift.

Fokus auf die Vermarktung,
ist das neue Konzept.

Ich drücke die Daumen, dass dies die Rückläufe der Bedeckungen aufhält.

Ich hätte mir da eher den Einsatz für Besamungspauschalen, wie es in Schleswig Holstein der Fall ist gewünscht.
Das ist eine erhebliche Entlastung für Züchter, bedenkt man dass im restlichen Bundesgebiet für eine Rossebetreuung von Tierärzten bis zu teilweise 350 Euro abgerechnet werden. So ist Pferdezucht nicht tragbar.
Hier müssen Hengsthalter, Tierärzte und Züchter und Verbände gemeinsam die Lage der Wirtschaftslage versuchen zu überbrücken.

Natürlich ist es erfreulich, dass man nun erkennt für die Vermarktung etwas zu zu wollen.
ein wenig spät. Wach werden wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist ? Erst sollte mal das Image des Trakehners aufpoliert werden und das geht nur langfristig wenn die nächsten Generationen den Typtrakehner mit Gangwerk und Springtalent ausstatten. Und das wird meiner Meinung nach mit den Hengsten den die Trakehner haben sehr schwer. Mir fehlt da eindeutig ox Blut um die Schädel wieder so hin zu bekommen wie sie einmal für einen Trakehner so typisch waren

rooby94
12.01.2010, 10:29
meinst du, dem trakehner fehlt es nur an hechtköpfchen, um bei den erfolgreichen rassen mithalten zu können ????

Timo
12.01.2010, 11:46
meinst du, dem trakehner fehlt es nur an hechtköpfchen, um bei den erfolgreichen rassen mithalten zu können ????

das " anders " sein als die anderen, das machte den Trak früher mal aus. Heute sind es nur sich "normal" bewegende Pferde ohne irgend etwas besonderes

traberfan
12.01.2010, 11:48
Nanana...... heuer bekommen sie einen Hirtentanz bei den Holsteinern anerkannt! Das ist eine Sensation, trotz fehlendem "Köpfchen":)

Timo
12.01.2010, 11:54
Nanana...... heuer bekommen sie einen Hirtentanz bei den Holsteinern anerkannt! Das ist eine Sensation, trotz fehlendem "Köpfchen":)
na dann will ich mir den mal näher anschauen und den Viechern noch mal ne Chance geben :lach:

Timo
12.01.2010, 11:58
http://www.st-georg.de/news/detail.php?objectID=6702&class=6#

das stimmt. Schon bemerkenswert.
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

AnjaZ
12.01.2010, 12:04
ein wenig spät. Wach werden wenn das Kind schon längst in den Brunnen gefallen ist ? Erst sollte mal das Image des Trakehners aufpoliert werden und das geht nur langfristig wenn die nächsten Generationen den Typtrakehner mit Gangwerk und Springtalent ausstatten. Und das wird meiner Meinung nach mit den Hengsten den die Trakehner haben sehr schwer. Mir fehlt da eindeutig ox Blut um die Schädel wieder so hin zu bekommen wie sie einmal für einen Trakehner so typisch waren


Timo, es gibt doch genügend ox Hengste die bei den Trakehnern anerkannt sind. Ich denke hierbei jetzt vor allen Dingen an Pamir ox und dessen Sohn Dschehim ox.
Letzteren würde ich selbst gerne mal einsetzen, hab aber momentan leider keine passende Stute.
In Punkto ox Vererbung muß man halt dann auch mal ein etwas kleineres Pferd mit feinem Fundament und horizontalem Becken mit hochangesetztem Schweif in Kauf nehmen können.
Hätte ich eine Stute, die einige der Vererbungstendenzen der ox Hengste zuverlässig abfangen könnte, würde ich es sogar als "Hobbyzüchterin" wagen.

Was mir vielleicht fehlt wäre noch ein guter Shagya Hengst. Bazar ist nun auch nicht mehr der jüngste.

traberfan
12.01.2010, 12:06
Na dann sehe Dir mal den Mutterstamm des Totilas an. Der ist in Holland auch eher für Spitzensportler im Springen bekannt :-) Das sind dann schon zwei Schwalben und wenn man sieht dass auch PS über seine Auktion teure Trakehner verkauft dann ist das ja schon fast eine Versammlung :-)
Aber stimmt, in der Springpferdezucht werden die Trakehner sicherlich nicht einen großen Einfluss nehmen können, dafür wurden die besten Springgene in der Vergangenheit zu gerne "ausgemerzt". Aber in der Dressur kann man die Erfolge gerade aus den letzten Jahren nicht mehr schlecht reden.

caspar
12.01.2010, 12:53
Ihr vergesst immer die Trakkis in der Vielseitigkeit.
z.B. Herzog, der Bundeschampion 2009.

Oder sind sportliche Trakkis keine "richtigen" Trakkis ?

Oder werden sie nicht genutzt, weil sie die falsche Farbe haben und nicht "schön" genug sind >Laurel<

Dann ....selber schuld

Schandor
12.01.2010, 13:37
War ja klar: Der Running Gag wie furchtbar Trakehner sind, ist ja auch schon lange nicht mehr gekommen.:lach:

Das sind dann schon zwei Schwalben und wenn man sieht dass auch PS über seine Auktion teure Trakehner verkauft dann ist das ja schon fast eine Versammlung :-) Aber da wir jetzt schon von der Schwalbe die noch keinen Sommer macht zur Versammlung gekommen sind möchte ich zum Thema springende Trakehner noch einen Hengst nennen der schon länger International läuft,von dem aber keiner spricht:Kairos TSF
http://www.horsetelex.de/pedigree.php?horseid=128111&maxniveau=6
http://www.trakehnerfoerderverein.de/images/kairos-tsf-u-holger-hetzel-kairos-tsf.jpg (http://www.trakehnerfoerderverein.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2Fkairos-tsf_02.jpg&width=800m&height=600m&bodyTag=%3Cbody%20style%3D%22margin%3A0%3B%20backg round%3A%23fff%3B%22%3E&wrap=%3Ca%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B% 22%3E%20%7C%20%3C%2Fa%3E&md5=5dd8f5942434ad977fd8e8758c83f332)


eigene Sportdaten: eigene Lebensgewinnsumme E-LGS [€]: 40789 letztes Erfolgsjahr: 2009 eigene Jahresgewinnsumme E-JGS [€]: 3093

33 S-Platzierungen ,Mai 09 in Redefin gewonnen.

Nur als Beispiel.

Von der letzten Körung: Abendtanz

http://www.klosterhof-medingen.de/hengste/images/large/1-2l.jpg


Als bester Springhengst wurde Come close bezeichnet:

http://www.klosterhof-medingen.de/hengste/images/large/5-3l.jpg

Und für die Vielseitigkeit noch Karaskada M TSF :
http://www.horsetelex.de/pedigree.php?horseid=484734&maxniveau=6

Sie hat unter anderem Badminton mit dem Dressurergebnis beendet.
Ich erspare mir einfach eine weitere Aufzählung von erfolgreichen Pferden.

Dann kann es ja mit Zucht 2010 weitergehen.:)

die Lanz
12.01.2010, 16:33
War ja klar: Der Running Gag wie furchtbar Trakehner sind, ist ja auch schon lange nicht mehr gekommen.:lach:
Aber da wir jetzt schon von der Schwalbe die noch keinen Sommer macht zur Versammlung gekommen sind möchte ich zum Thema springende Trakehner noch einen Hengst nennen der schon länger International läuft,von dem aber keiner spricht:Kairos TSF[...]

Na, so als Stammtischzüchter und Forumsaffe kann man solche Turnierergebnisse ja auch nicht alle mitbekommen. Es sei denn es ist ein Trakehnerstammtisch...