GOT - Neue Gebührenordnung für Tierärzte - Erfahrungen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Charly
    • 25.11.2004
    • 6009

    warum muss man Jungpferde zum ausschneiden sedieren???
    wurden die Füsse in der Vergangenheit nicht gemacht und hat keiner mit denen geübt?
    ich kann mir schon vorstellen, wie die 131 EUR entstanden sind
    13 EUR Fahrkosten
    34,50 Hausbesuchsgebühr (netto)
    ca. 40 EUR Besuch/Beratung
    ca. 10-20 EUR Medikamente
    + Märchensteuer
    da bist du schnell bei dem von dir genannten Betrag

    Kommentar


    • MissCatania
      MissCatania kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Ist das eine ernstgemeinte Frage? Ich weiß von genug Aufzuchtställe in denen grundsätzlich alle jungen Pferde für den Schmied sediert werden. Die werden wochenlang nicht angefasst und plötzlich kommt dann der Schmied. Wie soll es dann anders gehen. Andersherum kenne ich auch genug Schmiede, die um jegliche Pferde unter 4j einen großen Bogen machen und das grundsätzlich ablehnen. Die wenigen Schmiede, die sich Jungpferde zutrauen, verlangen häufig direkt eine Sedierung, wenn die nicht wirklich perfekt stehen, weil es einfach schnell gefährlich werden kann... Nebenbei kenne ich auch einige ältere Pferde, die für den Schmied sediert werden müssen...

    • Nickelo
      Nickelo kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Hast du nicht eher Glück gehabt? Scheint kein Dreifacher Satz für gefährliches Handling oder besonders wertvolles Pferd gewesen zu sein …
  • Kareen
    PREMIUM-Mitglied
    • 06.01.2001
    • 7470

    Das kann ja durchaus mal vorkommen. Wir hatten auch schon mal welche, die es erst gut gelernt hatten aber dann zweijährig oder sogar noch älter plötzlich eine Phase hatten, wo sie einfach nur doof waren. Das kann auch mal mit fehlendem Gleichgewicht wegen Wachstum zu tun haben.
    Du kannst aber nicht einfach eine Sedierung reinjagen und dann "viel Glück" über die Schulter rufen und wegfahren. Du kannst auch nicht 5 Pferde gleichzeitig sedieren, weil dann die ersten schon wieder klar sind, bevor das Ausschneid-Kommando mit dem ersten oder zweiten fertig ist.
    Warum dort zu einem höheren Satz abgerechnet wurde, weiß ja kein Mensch. Vielleicht war das Pferd schwierig zu spritzen, es musste ein Helfer mitkommen weil keiner vom Stall dabei war, oder es war besonders wertvoll, oder oder oder. Man kann auch einfach vorher sagen, was gewollt und gewünscht wird. Ich kenne keinen Kollegen, der nicht lieber eine große Rechnung schreibt statt 5 kleiner. Papierkrieg ist Tierärzten von Hause aus eher fremd und zuwider, wir machen auf jeden Fall nicht freiwillig mehr davon, als rechtlich vorgeschrieben ist.

    Kommentar

    • Peanut
      • 06.08.2007
      • 2877

      OT: Warum werden die Pferde in Aufzuchtbetrieben eigtl generell max nur 3 bis 4x pro Jahr dem Schmied vorgestellt? Wären kürzere Intervalle zu aufwendig?
      Sedieren macht natürlich in solchen Betrieben durchaus Sinn. Die Pferde sind kaum in der Hand und jeder Schmiedbesuch ist dadurch mit Stress verbunden. Da tut man weder dem Tier noch dem Schmied einen Gefallen, wenn man ohne Sedierung arbeitet. Ist auch durchaus Aufwand für den Tierarzt, der dann während des Schmiedbesuchs anwesend bleiben muss. Und nicht jedes Jungpferd steht brav da, wenn der Tierarzt spritzen will. Für mich nachvollziehbar, dass das teuer wird!
      Meine Stute aus 2025 ist täglich an der Hand, sieht alle 8 Wochen den Schmied und steht dabei wie eine eins. Alles spielerisch von Klein auf gelernt und völlig stressfrei für alle Beteiligten. Ebenso Tierarztbesuche zum Impfen sowie Wurmkurgaben etc. Alles selbstverständlich und problemlos. Ich bin froh und dankbar, dass bei uns alles so entspannt und easy läuft und man spart sich nebenbei das Geld für Sedierung und Co, wenn die Kleinen das Handling gewohnt sind.

      Kommentar


      • Schimmeltier
        Schimmeltier kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        In einem Aufzuchtstall, wo die Jung!!-pferde 4mal oder noch öfter im Jahr vom Schmied ausgeschnitten bzw. "korrigiert" werden müssen, läuft etwas gewaltig schief.
        Ziel ist (auch aus Kostengründen) die Jungpferde so optimal zu halten, dass kaum oder gar nicht der Schmied ran muss. Viel Auslauf, vernünftige Ernährung und ein bisschen auf den Boden achten, wo sich die Youngsters tummeln.
        Dann klappt das mit dem Abrieb und dem gesunden Hufwachstum viel besser. ....Man muss ja nicht 6 Jahre warten bis zum 1. Ausschneiden....

      • Elfi
        Elfi kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Schimmeltier nicht dein Ernst????? Das quartärliche Vorstellen beim Schmied ist doch kein Indikator dafür dass in dem Betrieb was nicht stimmt??? Also manchmal echt.....

      • hufschlag
        hufschlag kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Wer macht das täglich?
    • Kareen
      PREMIUM-Mitglied
      • 06.01.2001
      • 7470

      Von generell kann man da nicht sprechen. In den meisten vielleicht, aber es gibt auch ordentliche in denen (nur) dann bearbeitet wird, wenn es nötig ist und nicht nach Kalender oder weil gerade mal jemand daran gedacht hat. Wir haben fast jede Woche jemanden zum Hufe bearbeiten da und der macht dann die die die Woche über auf die Schmiedliste geschrieben wurden. Im Schnitt ist das alle 6-8 Wochen der Fall, wir haben aber auch welche, da muss alle 4 Wochen etwas dran gemacht werden oder sogar noch häufiger, ein paar wenige habe ich auch, die nur 1-2x im Jahr gemacht werden müssen. Hängt halt auch stark von den Bodenverhältnissen ab und natürlich davon, was Mutter Natur bzw. die Eltern den Pferden für ein Fundament mitgegeben hat. Meinem Gefühl nach sehe ich heute beim durchschnittlichen Sportpferd eher wieder mehr Fehlstellungen als vor 20-25 Jahren. Und die Pferde werden zusehends schwieriger. Als ich vor 20 Jahren damit anfing, Pferde für andere Leute aufzuziehen, musste ich so gut wie nie eines sedieren. Seit ein paar Jahren ist da ein deutlicher Trend zu sehen, dass der Bedarf zunimmt. Einerseits weil mehr Pferde schlecht er- oder gar verzogen ankommen, oder Schwächen im Nervenkostüm aufweisen, andererseits weil auch das Sicherheitsbewusstsein der Hufbearbeiter gestiegen ist, wofür ich auch volles Verständnis habe.

      Kommentar


      • Elfi
        Elfi kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Ich glaube das liegt einfach mitunter auch daran, das die Leute die Pferde in der Aufzucht einfach abstellen und sich kaum oder gar nicht mehr kümmern. Klar, auch verständlich wenn man weiter weg wohnt und nicht einfach mal so vorbeikommen kann, aber auch dann könnte man gegen Bezahlung vielleicht jemand im Betrieb finden der das ein bisschen übt? Meine Fohlen haben bis zum Absetzen das kleine ABC gelernt und wurden auch mit Mutti dem Schmied vorgestellt. Wenn die in die Auzucht gingen, dann kannten die alle Schmied und waren alle brav (okay, soooo viele Foheln warens nicht). Klar zappeln auch die mal, aber nicht gefährlich für Mensch und Tier. In "meiner" Aufzucht konnte man sich auch auf eine Liste für den Schmied eintragen, der kam alle 2-3 Wochen. Der hat sich immer über meine Fohlen gefreut weil die halt brav hingestanden sind. Manche Youngster sind halt leider in drei Jahren nicht enmal dem Schmied vorgestellt worden, tja....Und manche nur so ab und an, dann hat der Schmied die mit Hilfe der Hofbetreiber schon irgendwie überlebt, manchmal halt nur knapp. Das mussten die Besitzer aber dann auch extra zahlen, genauso wie die Gabe von Wurmkur etc.

      • Nickelo
        Nickelo kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        „Meinem Gefühl nach sehe ich heute beim durchschnittlichen Sportpferd eher wieder mehr Fehlstellungen als vor 20-25 Jahren. Und die Pferde werden zusehends schwieriger“. Interessante Beobachtung Kareen. Welche Fehlstellungen sind denn gemeint? (Bockhuf …? ….) Und zu letzterem : Das trifft sich mit den vielen Verkaufsanzeigen, in denen bei 3,4-Jährigen steht: „sensibel, speziell, wenn man … auf seiner Seite hat“.

        Wenn man so mit dem Rad durch die Dörfer fährt, sieht man schon oft „Mikrohabitate“. Mit Argwohn beobachte ich auch Auktionen wie die neue DSP Fohlenauktion ab 14.5.26 im Rahmen der Pferd international. Es ist sicher finanztechnisch gut, Verkaufsschauen dort abzuhalten, wo sich viele Leute in heiterer Stimmung befinden, doch selbst im Januar geborene Fohlen sind dann erst etwas über 4 Monate alt. Das kann nicht gesund sein .. - wie auch jüngere Artikel zur Fohlenpsyche zeigen.
    • Eddi
      • 27.03.2019
      • 241

      Könnte es sein daß die Probleme die wir gerade diskutieren ihren Ursprung in der Zucht haben? Sowohl das Interieur wie auch das Exterieur( Fehlstellungen usw.)

      Kommentar

      • hufschlag
        • 30.07.2012
        • 4177

        Na ja, ich bin schon hin und da dort
        Aber was soll ich machen
        In der Herde geht gar nichts, da kommen alle von allen Seiten
        Sie alleine raus nehmen?
        Wenn Sie nicht mit will? wovon ich ausgehe, weg von der Gruppe.

        Ausserdem nicht gewünscht, bringt viel Unruhe rein wenn am Wochenende 10 Leute ihr Pferde aus der Gruppe nehmen und zurück

        Jedesmal irgendjemand suchen, der mitfährt? schwierig

        Und nein, das ist ein kleiner Betrieb, da können nicht 30 Einsteller die Pfleger für ein paar Euro zu irgendwas verpflichten
        wofür ich volles Verständnis habe

        Ich bin hinten im Aufzuchtstall, ich kenne die meisten Einsteller gar nicht.
        bei den Aufzuchtpferden war nie jemand gleichzeitig da, wenn ich dort war

        Meine Freundin kam immer mit Mann und Kind, alle Reiter, da sieht die Welt anders aus...

        Und ich hab neben der kleinen halt auch was zu reiten, das ganze finanziere ich mit einem vollzeitjob und Putzfrau ist auch nicht

        Kommentar

        • Kareen
          PREMIUM-Mitglied
          • 06.01.2001
          • 7470

          Das zieht für mich nicht. Wenn ich Aufzucht als Dienstleistung in full service anbiete, dann muss ich auch zusehen, dass die Hufpflege gemacht wird, wenn sie nötig ist. Wenn ich das nicht kann, muss ich mich finde ich auf Kunden beschränken, die selbst kommen und sich kümmern können. Bei uns sind das nur so 3-4 Kunden, alle anderen wohnen hunderte oder tausende km entfernt und können nicht regelmäßig kommen um selbst etwas mit ihren Pferden zu machen. Für uns ist es viel einfacher, wir machen das, wir haben die Kleinen hier ohnehin häufig in der Hand, sie werden von a nach b gefahren auf frische Weiden, wir regeln das Impf- und Entwurmungsmanagement, also auch die Hufpflege. Natürlich braucht man dafür mehr Leute als für Minimalversorgung, aber entweder bezahle ich für full service, dann möchte ich auch, dass ich mich selbst nicht kümmern muss und alles ordentlich gemacht wird, oder ich spare mir das Geld und mache es selbst. Dazwischen ist eigentlich nur Platz für Ärger, enttäuschte Erwartungen und schlechte Stimmung. Unsere Jährlinge kann man alle einzeln herausfangen und auch verladen, und wenn der Schmied kommt, ist auch jemand da, der notfalls mal mithilft, wenn es zappelig wird.

          @Eddi: Auf jeden Fall spielt das eine große Rolle. Umso mehr sollte sich jeder einzelne Züchter darauf besinnen, genau auf Hufgesundheit und Stellung zu achten.

          Kommentar


          • Rigoletto
            Rigoletto kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Na wenn doch eh alles so supi ist, dann versteh ich nicht wo das Problem lag

          • hufschlag
            hufschlag kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Dann solltest du vielleicht den Text lesen, zu dem mein Kommentar steht, dann erklärt sich das vielleicht

          • Rigoletto
            Rigoletto kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Das hab ich, meine Liebe, du hast dich beklagt, dass die Sedierung deines jungen Pferdes beim Schmied was gekostet hat, hast Gegenwind geerntet und bist dann nach dem Motto "eh alles toll bei uns" um 180 Grad gedreht und zurückgerudert.
        • Ramzes
          • 15.03.2006
          • 14650

          Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) wird im nächsten Jahr evaluiert. Die berufspolitische Diskussion beim bpt-Kongress gab erste Hinweise, wie eine GOT 2027 aussehen könnte.

          Kommentar

          • Nickelo
            • 16.07.2024
            • 75

            Hm, was für ein Artikel. Wie berichtet denn die FN über diese Veranstaltung? Gibt es von ihr auch einen Bericht?

            Im Artikel der Mediziner tritt die FN eher wenig nachdrücklich auf. Dort heißt es nämlich:
            „Zwei Jahre nachdem die FN eine Petition mit dem Titel „GOT so nicht!“ eingereicht und … von einer „Preisexplosion“ und „Maßlosigkeit“ gesprochen hatte, hat sich FN-Präsident Prof. Martin Richenhagen …. bei der Tierärzteschaft entschuldigt. Richenhagen gab sich betont gesprächsbereit und räumte ein: „Ich verstehe, dass es wichtig ist, dass Sie ordentlich bezahlt werden.“
            Weiter heißt es: „Im Verlauf der … von bpt-Geschäftsführer Heiko Färber moderierten Diskussion um die bevorstehende GOT-Evaluierung wurde klar: Die Meinungen gehen weiterhin auseinander, aber sachliche Gespräche scheinen wieder möglich“.

            Also mal zu Sache. In dem obigen Artikel sind etliche weitere verlinkt. Auch welche zur finanziellen Situation der TA. So veröffentlicht der Artikel Gehaltscheck2026 Folgendes:

            „Laut TVD-Gehaltsreport 2026 liegt das Median-Bruttogehalt angestellter Tierärztinnen und Tierärzte in Vollzeit bei 4.650 Euro pro Monat (bezogen auf eine 40-Stunden-Woche).
            Damit ist das Einkommen gegenüber 2022 (3.800 Euro) und 2024 (4.286 Euro) kontinuierlich gestiegen.
            Besonders Berufseinsteiger profitieren: Im ersten Berufsjahr liegt das mittlere Gehalt nun bei etwa 3.700 Euro. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2022 mit einem Einstiegsgehalt von nur rund 2.500 Euro.“

            Anderorts heißt es, dies Höhe der Entlohnung wäre nach sechs Jahren Studiums eher bzw. Noch zu gering. Nun ja, hier einmal ein Vergleich: Lehramtsreferendare für das Gymnasium z.b. studieren etwa fünf Jahre. Sie arbeiten im ersten Jahr des Refendariats für etwa 1500 €. Vielleicht sollte man so manch einem die Verdienstmöglichkeiten in anderen studierten Berufen vor Augen führen. Angesichts des vielfach beklagten Mangels an Tierarztstudenten stellt sich mir überhaupt die Frage, ob einmal nachgefragt wurde, warum sich Abiturienten nicht für dieses Studium entscheiden. Mir scheint, da spielt der Numerus clausus eine höhere Rolle als monetäre Überkegungen. Zumal TÄ in der Öffentlichkeit doch eher als wohlhabend gelten. Eine Umfrage wäre überdies leicht zu erstellen, denn junge Leute haben Haustiere und begleiten diese durchaus zum Tierarzt. Also einfach dort Fragebögen auslegen …

            Laut dem Artikel beträgt später das durchschnittliche Gehalt 4.500 Euro, wobei es erstaunliche Unterschiede zwischen Praxis und Klinik sowie je nach Tierart gibt: Tierkliniken werden mit 4.200 Euro angegeben, Universitätskliniken mit 4.970 Euro, auf Tierarten spezialisierte Ärzte verdienen bei Geflügel 5.120 Euro, Schwein 5.000 Euro, Kleintiere 4.600 Euro, Rind 4.410 Euro, Pferd 4.290 Euro. In der Forschung gibt es im Durchschnitt 5.655 Euro, in der Industrie: 6.200 Euro und im Veterinäramt/Öffentliches Veterinärwesen: 5.850 Euro. Spezielle Fachtierärztinnen und Fachtierärzte werden bei rund 6.500 Euro eingeordnet.
            Der Artikel führt weiter aus, wie die Gehälter je nach Geschlecht und Region in Deutschland variieren und wie Überstunden - angegeben werden 6 bis 11 Stunden pro Woche!- entlohnt bzw. ausgeglichen werden.

            Außerdem fällt der Satz:“ Trotz dieser positiven Entwicklungen sind viele Befragte unzufrieden mit ihrer Entlohnung: 62 % wünschen sich eine bessere Bezahlung, und 59 % geben sogar an, dass sie für den Erhalt ihres Lebensstandards ein höheres Nettogehalt benötigen würden, als sie aktuell erhalten.“
            Na sowas, aber auch! Willkommen im Club… Angesichts dieser Zahlen wird aber auch klar, dass die Arbeitsleistung der TA sicher nicht mehr billiger werden wird.

            Dass es die GOT gebe, sei laut den Tierärzten sogar ein enormer Vorteil. Sie verhindere „Preisdumping“ und laut bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder führe sie dazu, die Preise kalkulierbar und Leistungen vergleichbar zu machen. „Innerhalb dieses Rahmens kann sich der Patientenbesitzer safe fühlen.“ Ernsthaft?
            Außerdem stellt er fest: „Sowohl in den Niederlanden als auch in Großbritannien seien die Preise nach Abschaffung einer Gebührenordnung sogar gestiegen“. Seltsam, dass dann viele für die Behandlungen ins Ausland fahren, wenn sie es können. (Sie sind auf jeden Fall dort nicht so gestiegen, wie in Dtl.).

            Thema der Diskussion war sodann offenbar die Hausbesuchsgebühr. Der Artikel berichtet: Martin Richenhagen sprach „Auswüchse“ der GOT an und appellierte an die Tierärzteverbände: „Denken Sie an Ihre Kunden! Senden Sie ein Signal!“ Hier ging es ihm anscheinend insbesondere um die Hausbesuchsgebühr, die seit Einführung der GOT 2022 auch bei der Behandlung von Pferden fällig wird.“ Das klingt aber doch wenig energisch bzw. deutlich von Seiten der FN.

            Geradezu witzig finde ich die abschließenden Äußerungen Dr. Krelings. Er meint, gute Kommunikation über die Kosten sei generell der Knackpunkt. „In der Praxis müssten Tierbesitzer vor einer Behandlung besser über die Kosten informiert werden. Wenn Transparenz und Nachvollziehbarkeit da sind, ist auch mehr Wille zum Bezahlen da. “ Es gibt dementsprechend sogar Tipps zum guten Preisgespräch. HMMM! Es geht doch wohl nicht um das, ´wie sage ich meinem Kunden den Preis ´, sondern um die Höhe des Preises! Auch habe ich noch keinen TA im Stall erlebt, der vor der Boxentüre gesagt hat, was es kostet, was billiger wäre, und gesehen, wie er reagiert, wenn ein Besitzer sagt, nein, das ist zu teuer. Gehen Sie bitte wieder…

            Das Fazit der TÄ lautet im Übrigen: Um in Zukunft einen schwer zu kommunizierenden „Preisschock“ für Tierbesitzer zu vermeiden, sei eine künftige Gebührenordnung mit Dynamik zu versehen. So würden die Gebühren mit der allgemeinen Preisentwicklung Schritt halten und ein großer Preissprung wie 2022 ließe sich vermeiden. Ob das rechtlich möglich ist, bliebe allerdings noch zu klären.

            Bleibt als Fazit für einen Tierbesitzer : schnell den Gürtel enger geschnallt und den Tierarzt bezahlt (oder natürlich: Auf geht’s, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, bis jeder wieder lacht und optimistisch in die Zukunft guckt!

            Kommentar


            • Elfi
              Elfi kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Vielleicht hab ich das jetzt überlesen, aber ich gehe davon aus dass die genannten Gehälter BRUTTO sind? Dann fände ich das für einen Einsteiger nach Studium kurzfristig halbwegs okay, für einen erfahrenen TA dann allerdings in meinen Augen zu gering.
          • Ramzes
            • 15.03.2006
            • 14650



            Hier habe mal was zur Rückschau 2015 über die
            " highestpaying " countries gefunden

            Kommentar

            • Ramzes
              • 15.03.2006
              • 14650

              The Global Vet Salary Report for 2024 highlights some interesting facts including the highest paid countries for veterinarians to work in.

              ...und hier aktuell 2025 mit Ländern anglophiler Sprachraum .

              zum Vergleich 42.000 Euro 2025 in 2025 , Quelle s. link vetline #288 , damit liegt das Niveau in etwa IRE .

              Beachten : Es sind GEHÄLTER , Angestellte

              BaT — Tarif­ver­trag für Tier­ärz­tin­nen und Tier­ärz­te ange­stellt im Tier­ge­sund­heits­zen­trum Lichtenau/SA vom 01. Juni 2024 zwi­schen dem Tier­ge­sund­heits­zen­trum Lichtenau/Sa, Tho­mas-Münt­zer-Str. 2, 09244 Nie­der­lich­ten­au, ver­tre­ten durch die Inha­be­rin Nico­le Schrei­ter einer­seits und dem Bund ange­stell­ter Tier­ärz­te e.V.  (BaT),  Post­fach 690303, 30612 Han­no­ver, ver­tre­ten durch die 1. Vor­sit­zen­de Dr. Eli­sa­beth Bran­de­bu­se­mey­er und ... weiterlesen >>


              Zuletzt geändert von Ramzes; 14.04.2026, 08:15.

              Kommentar

              • Ramzes
                • 15.03.2006
                • 14650

                Die GOT beinhalttet in ihren Tabellen den einfachen Satz als BASIS .
                Immer mehr zum Standard erhoben auf den Rechnungen kommt da ein Betrag aber aufgrund des 2 / 3 fachen GOT - Satzes zustande .Eigentlich müsste transparent für den Kunden dann auch der Basissatz multipliziert mal 2/3 demnächst dann 4/5 ??auftauchen .
                Dann bitte auch mit der Begründung , warum :
                " kleine Kuschelkatze hat sich bei Entnahme Transportkorb und während des 1. Minipicks Sedation zum Sibirischen Tiger verwandelt " Komisch : ...angestellte Zoo- Tierärzte im Rahmen ihres1 fach Gehaltrahmens .

                Es ist die um sich greifende Kluft zwischen der GOT Basis und dem mehrfachen Satz , der da tatsächlich auf den Rechnungen steht .
                Hausbesuchgebühr mal ganz aussen vor .
                Zuletzt geändert von Ramzes; 14.04.2026, 08:06.

                Kommentar

                • Kareen
                  PREMIUM-Mitglied
                  • 06.01.2001
                  • 7470

                  Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Angestelltengehälter mit Selbstständigeneinkommen zu vergleichen? Wird ein Angestellter TA schwanger, verletzt oder krank, bleibt er zu Hause und kann die Füße hochlegen, bis er wieder gesund oder Kindchen x Monate alt ist und bekommt sein Geld trotzdem weiter. Selbstständige haben in der Zeit Verdienstausfall bei weiterlaufenden Kosten, das ist ein enormes Risiko. Alters- und Gesundheitsvorsorge sowie Pflichtbeiträge gehen vom Einkommen auch noch ab, das sind recht erhebliche Beträge im mittleren vierstelligen bis fünfstelligen Bereich, während Angestellte ihr Netto behalten und vor allem damit rechnen können, weil die festgelegten Beträge kalkulierbar und schon abgezogen sind, bevor das Netto auf dem Konto ist.
                  Wenn der Unterschied nicht klar ist, braucht man gar nicht zu diskutieren.
                  Gibt es für die Behauptung, dass der 2-3-fache Satz Standard sei auch irgendwelche Beweise? Deckt sich nämlich absolut nicht mit meinen Erfahrungen. Wenn überhaupt Kollegen außerhalb des Klinikbetriebs oder Notdienst oberhalb des einfachen Satzes abrechnen, dann bewegt sich der Satz meistens irgendwo zwischen dem 1- und 2-fachen Satz. Ich erhalte durchaus auch öfter Tierarztrechnungen entweder für eigene Pferde oder im Rahmen von Gutachten, und ich sehe absolut keinen Trend zu standardmäßiger Abrechnung zum 2-fachen oder höheren Satz. Dafür würde ich schon ganz gern mal Zahlen sehen. Daherreden kann man viel.

                  Kommentar


                  • Ramzes
                    Ramzes kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Ich habe keineswegs Angestellte und Selbständige VERGLICHEN !
                    DAS unterstellst DU !
                    ABER : ANGESTELLTE sind Personalkosten und DAS ist korrekterweise im Portfolio der Argumentation der Vertretungsorgane Tierärzte !
                    ES geht mit den links NICHT um Einkommenssteuererklärungen Selbständiger , Gesellschafter an echten TA - Gemeinschaftspraxenoder
                    Bilanz - Konstrukte Investoren Verbundkliniken .
                    1. Aktueller Trend Erst Anfang Juni hat die spektakuläre Übernahme der größten deutschen Tierarztkette Anicura durch Mars Petcare für Aufsehen gesorgt (wir hatten berichtet: https://doc4pets.de/anicura-schliesst-sich-mars-petcare-an/). Nun eine neue "Kette" -…

                    Es war mir fast klar , dass Du da anbeisst .
                    Selbständige , egal welcher Branche , haben Gewinn / Verlust , unterschiedl.Haftung , etc.etc.
                    Aus Gewinn werden i.d.R. Investitionen , aus Verlust noch stärkere Anpassungen an Kostendruck , Investitionen runter bis hin zu Eigenkapitalverlusten ...etc.etc.

                  • Ramzes
                    Ramzes kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Es gibt logischerweise KEINE Statistik von Tierarztrechnungen , insbesondere im Kleintierbereich , wo Pferde laut GOT überwiegend hineingehören , wo Rechnungen verglichen werden bezüglich GOT und Rechnungssatz .
                    Bei Ldw. / Tierh. Gewerbe ist zumindest in der Buchhaltung und Beratungsringen ein Erfahrungsaustausch intern möglich .
                    In der Landwirtschaft Schwein, Huhn , Rind Bestandsbetreuung ( Seit 2011 Pflicht bei QS , WIEVIEL % der Tiersparten bei QS etc. 2019 sind es 95% Schwein,Geflügel , 85 % Rind .
                    In 2024 sind wieviel % ,?...) ,
                    Grössere Betriebe allein/ Verbund haben angestellte Tierärzte , u.a. PL , CZE ...

                    Im Pferdebereich fällt mir da spontan PS ein , was ja durchaus für Jungtierärzte nicht unbedingt nachteilig im Lebenslauf ist , genauso wenig , wie in den flexibleren jungen Jahren Auslandserfahrungen , z.B.USA ...

                  • schnuff
                    schnuff kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Ich sehe in unregelmäßigen Abständen durchaus Rechnungen, in denen bei normalen Behandlungen mit dem 2 und auch höheren Satz abgerechnet wird
                • Nickelo
                  • 16.07.2024
                  • 75

                  Ein anderer Bericht zur Evaluation….
                  Die Lage im deutschen Pferdesektor spitzt sich dramatisch zu – die Folgen der gestiegenen Tierarztkosten sind spürbar. Pferdesport Deutschland handelt.

                  Kommentar

                  • Kareen
                    PREMIUM-Mitglied
                    • 06.01.2001
                    • 7470

                    att. Ramzes: Schrei hier nicht rum. Deine Auflistung der highest paying countries in allen Ehren, aber fällt Dir was auf? Deutschland steht da gar nicht drauf.

                    att. Nickelo: Solche Rechnungen sind mir auch bekannt, halte ich aber für ein regionales Problem. In den Ballungszentren namentlich im Süden und Westen unseres Landes zahlt man ja auch für Pensionsplätze, die auf dem Dorf üblicherweise 400 Euro kosten würden locker über 1000. Dort fallen auch gern dreistellige Beträg jeden Monat nur um ein Auto irgendwo abstellen zu dürfen ? Das würde in den ländlichen Pferderegionen ja auch nicht funktionieren. Eine gute Freundin hat bis zu ihrer Pensionierung in London gearbeitet, da zahlt man erstmal kräftig, um zur Arbeit überhaupt erscheinen zu können. Das mit dem Ast absägen auf dem man sitzt, funktioniert in beide Richtungen und kommt der tierhaltungsfeindlichen Meschpoke in der Administrative sehr zupass. Und alle machen mit. Bravo.

                    Kommentar

                    • Kareen
                      PREMIUM-Mitglied
                      • 06.01.2001
                      • 7470

                      att. Ramzes: Schrei hier nicht rum. Deine Auflistung der highest paying countries in allen Ehren, aber fällt Dir was auf? Deutschland steht da gar nicht drauf.

                      att. Nickelo: Solche Rechnungen sind mir auch bekannt, halte ich aber für ein regionales Problem. In den Ballungszentren namentlich im Süden und Westen unseres Landes zahlt man ja auch für Pensionsplätze, die auf dem Dorf üblicherweise 400 Euro kosten würden locker über 1000. Dort fallen auch gern dreistellige Beträg jeden Monat nur um ein Auto irgendwo abstellen zu dürfen ? Das würde in den ländlichen Pferderegionen ja auch nicht funktionieren. Eine gute Freundin hat bis zu ihrer Pensionierung in London gearbeitet, da zahlt man erstmal kräftig, um zur Arbeit überhaupt erscheinen zu können. Das mit dem Ast absägen auf dem man sitzt, funktioniert in beide Richtungen und kommt der tierhaltungsfeindlichen Meschpoke in der Administrative sehr zupass. Und alle machen mit. Bravo. Mars und Co. interessiert nicht, ob hier die Tierhaltung über die Wupper geht. Heuschrecken grasen ab und ziehen weiter. Der niedergelassene Kollege in aller Regel nicht, Tierärzte sind überdurchschnittlich konservativ und wechselfaul. Deswegen gibt es auch so viele davon, die über das Rentenalter hinaus noch weiterarbeiten. Ich habe immer noch keine Antwort auf meine Frage, wo der Praxisschwund seit 2020 herkommt und wie substanziiert die Daten der zitierten Quelle sind. Da könnte sich das Bundesleistungszentrum Linksraussuchen ja mal dran machen. Da kommt aber nichts. Weil etwas dabei herauskommen könnte, was nicht genehm ist?

                      Kommentar

                    • Ramzes
                      • 15.03.2006
                      • 14650



                      2014 gab es 19.400 TÄ
                      2024 gab es 4000 TierärztINNen mehr .

                      Der Anteil von Frauen ist gestiegen .

                      Die Nutztierbestände , incl. Pferd sind nach unten gegangen .
                      Die Haustierbestände eher nach oben .

                      Kommentar

                      • Ramzes
                        • 15.03.2006
                        • 14650

                        Kareen , was für eine geniale Argumentation mit London ...
                        warum nicht noch New York , Manhattan oder Dubai ...https://www.dubai-auswandern.de/blog...skosten-dubai/
                        Zuletzt geändert von Ramzes; 15.04.2026, 23:30.

                        Kommentar

                        • Ramzes
                          • 15.03.2006
                          • 14650



                          Unabhängig davon, in welcher Form Tierärzte in eine Selbstständigkeit starten: Es gibt Vorteile und Herausforderungen. Wir werfen einen Blick auf Pros und Contras.


                          Rund ein Drittel aller berufstätigen Tierärztinnen und Tierärzte arbeitet in eigener Praxis – doch eine solche Entscheidung für die Selbständigkeit ist immer...
                          Zuletzt geändert von Ramzes; 16.04.2026, 00:16.

                          Kommentar

                          • Nickelo
                            • 16.07.2024
                            • 75

                            Seltsam, dass sich nirgends eine Interessengemeinschaft aus Pferde-, Katzen., Hunde-, und Kleintierverbänden bildet. Wenn man die FacebookSeite der Züchterforum u.a. durchliest, zeigen sich so viele schreckliche Momente, dass man z.t. fassungslos zurückbleibt …

                            Kommentar

                            Andere Threads aus dieser Foren-Kategorie:

                            Einklappen

                            Themen Statistiken Letzter Beitrag
                            Erstellt von wilabi, 03.03.2023, 10:23
                            635 Antworten
                            32.452 Hits
                            4 Likes
                            Letzter Beitrag Nickelo
                            von Nickelo
                             
                            Erstellt von Ramzes, 28.11.2024, 11:58
                            144 Antworten
                            8.847 Hits
                            4 Likes
                            Letzter Beitrag Charly
                            von Charly
                             
                            Erstellt von juno, 12.03.2026, 09:10
                            59 Antworten
                            2.574 Hits
                            0 Likes
                            Letzter Beitrag juno
                            von juno
                             
                            Erstellt von Fife, 03.03.2026, 09:25
                            6 Antworten
                            267 Hits
                            2 Likes
                            Letzter Beitrag Fife
                            von Fife
                             
                            Erstellt von schnuff, 02.03.2026, 18:34
                            0 Antworten
                            247 Hits
                            1 Likes
                            Letzter Beitrag schnuff
                            von schnuff
                             
                            Lädt...
                            X