FN Dachverband Warendorf

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  • Nickelo
    • 16.07.2024
    • 68

    #61
    Und noch ein letztes von „Rennpferd geht in Rente“ (Beitrag vom 7.10.25) bzw. Instagram german Jockey scool, weil es mich echt fasziniert. Leider habe ich das Video, auf dem Geländesprünge, Tiefsprünge, Ausrutscher ect. simuliert werden können (Warendorf?), nicht mehr gefunden … Aber es gibt auch Videos z.b. von Anna Siemer, die auf einem Reitsimulator Übungen aus den Programmen von Eckart Meyners demonstriert.
    Ich denke, insgesamt würde sich der Sitz durch solches Üben ungemein verbessern
    Ein Rennpferd geht in Rente, Luhmühlen. Gefällt 13.225 Mal · 844 Personen sprechen darüber. Vermittlung und Geschichten ehemaliger Galopprennpferde.

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    • Kareen
      PREMIUM-Mitglied
      • 06.01.2001
      • 7467

      #62
      Die Dinger finde ich auch gut und sind sicher ein guter Beitrag zum Tierschutz. Fürs Voltigieren gibt es die ja auch. Leider aber doch sehr unterschiedlich zum echten Pferd, da bewegt sich doch deutlich mehr und das Element der schnellen Fortbewegung ist gerade für einen Jockey-Azubi oder xc-Reiterei ja nun auch mal sehr wichtig. Auch für Geschwindigkeit muss man ein Gefühl und eine Toleranz entwickeln.
      Chris Bartle hatte in Münster-Handorf seinen dollen Sturzsimulator mit, das ist auch ein echt nützliches Ding.

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      • Elfi
        Elfi kommentierte
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        Gibts da eigentlich einen Simulator auf dem man "Gegensitzen" lernen kann?? Also, das stabile Sitzen und Einwirken übers Kreuz? Ich hätte da jemand der das bräuchte....

      • Nickelo
        Nickelo kommentierte
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        In diesem Video werden alle Gangarten und Tempi geritten. Stabiler Sitz und Schwingen in der Mittelpositur sind Thema.
    • Nickelo
      • 16.07.2024
      • 68

      #63
      Reiten schafft es wieder einmal ins Fernsehen. Der Trailer spricht auf jeden Fall schon mal Bände.
      Sehr kritisch war auch die an Kinder adressierte Sendung in der WDR Mediathek abgestellte Sendung Ralph Caspers Quarks/ die Pferdefreunde . Sie ist aber nicht mehr auffindbar.
      Die neue Folge von team.recherche 'Reitsport – zwischen Lieben und Quälen' stellt unbequeme Fragen an eine Branche, die Tierliebe für sich reklamiert und konfrontiert sie mit ihrer Verantwortung.

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      • Nickelo
        • 16.07.2024
        • 68

        #64
        FNReitschulen müssen ja einiges bieten. Wie wäre es mit einem erweiterten Angebot für alle, die ihre Kinder dorthin fahren und dann dort irgendwo warten müssen: HOBBYDOGGING, Spazieren gehen mit Leine über Hindernisse und Anleitung zur Kommandogabe (Tempo, Stimme…. ) durch eine Fachkraft (Hundetrainerin).
        Aber im Ernst, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Viele Sportvereine und Fitnessstudios erweitern regelmäßig ihr Angebot und viele Reitsportanlagen liegen ja recht idyllisch und könnten Outdoor Aktivitäten für Eltern und Großeltern anbieten.
        Erst sorgte das Hobby Horsing im Internet für Kopfschütteln. Nun gibt es mit dem Hobby Dogging den nächsten skurrilen Trend. Wir erklären, was dahintersteckt.

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        • Ramzes
          Ramzes kommentierte
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          Dieter Nuhr : " Es regnet , man hat keine Lust mit dem Hund Gassigehen ,...Vorteil ,...Hundeleine kackt nicht ins Wohnzimmer ."
      • Nickelo
        • 16.07.2024
        • 68

        #65
        Im Dezember war ja die Hauptversammlung der FN. War jemand Ort und kann berichten? War etwa die GOT Thema? Die GOT soll ja evaluiert werden. Was mir fehlt, ist eine umfassendere und finanzmäßig detailliert abgesicherte Aufstellung über auflaufende Kosten.

        Mir stellt sich der IST-Zustand in Punkto GOT so dar.

        1. Alle für Pferde nötigen Leistungen sind erheblich teurer geworden, egal ob es sich um Husten, Magen, Impfen, Besamen, Nähen oder Operieren geht.

        2. Die Kosten für alle Behandlungen, nicht nur für OPs übersteigen schnell den realen Wert des Pferdes und

        3. die finanziellen Möglichkeiten des Eigentümers.

        Es kommt trotzdem zu teuren Behandlungen bzw. OPs mit und ohne entsprechender Versicherung aus eigener

        Tierliebe und Ideeler Verbundenheit.

        Aber die Eigenverantwortung wird auch erheblich eingeschränkt durch die Unkenntnis über die Kosten im Moment des Handlungsbeginns beim Eigentümer.

        Die Unkenntnis über die möglichen Kosten ergibt sich aus
        • der Spontansituation (Man weiß nicht: Was ist es? Was ist nötig? Wie oft muss der TA kommen…? Oder der Schock vernebelt das Denken…
        • Unkenntnis über die genauen Preise in der GOT
        • Der Unübersichtlichkeit des GOT - Katalogs, der nur im Internet einsehbar ist
        • Fehlender aktiver Aufklärung über die Kosten durch den TA zu Handlungsbeginn. Das sollte Pflicht werden!
        • Rechtslage der TA mit individueller Grenze, was machbar und den Tieren zumutbar ist, bevor das Einschläfern die letzte Option ist.
        Erschwerend kommt hinzu:

        4. Die Rechnungsbeträge für gleiche und annähernd gleiche Leistungen schwanken von TA zu TA bzw. unter den Tierkliniken aus unklaren Gründen erheblich.


        5. Der Vergleich der Kosten erfolgt unter den Pferdebesitzern

        - gar nicht aus den verschiedensten Gründen

        - oder durch „Hörensagen“ bzw. Mundpropaganda oder in sozialen Medien

        Ich hätte das gerne objektiver. Deshalb meine Bitte an die FN und andere Interessenvertretungen der Pferdefreunde:

        Es gibt zwar Vergleichsportale für Versicherungen bzw. entsprechend geschulte findige Versicherungsmakler, aber besser wäre es, selbst zu sammeln.

        Ich fände ich es gut, wenn von offizieller Pferdeseite

        tabellarisch erfasst würde, was die

        üblichen OPs

        in den verschiedenen, v.a. den bekannteren Kliniken

        nach Bundesländern, Regierungsbezirken und sogar Landkreisen geordnet

        durchschnittlich kosten,

        und zwar

        schriftlich einsehbar

        Von günstig nach teuer aufgelistet und

        regelmäßig aktualisiert.


        Die Aufgabe der FN und der Zuchtverbände wäre also

        1. Sammeln von Rechnungen über die gängigsten OPs (wenn nicht über die Mitglieder, dann vielleicht durch Nachfrage bei den Versicherungen)
        • Zähne
        • Griffelbeine
        • Chips
        • Kolik usw.

        2. Einrichten eines Vergleichsportal für die Kliniken


        3. Führen von Tabellen


        4. Einrichten einer Telefonischen Beratungsstelle


        5. Ggf. Bereitstellen entsprechend erfahrener und geübter Rechtsanwälte.


        6. Bereitstellen der Ergebnisse und der Rechtsanwälte ggf. auch für die Versicherungen. (Gegen geringes Entgeld, die üblichen Rechtsschutzversicherungen sind sehr unerfahren)


        7. Erarbeiten und Bereitstellen von Fragenkatalogen, was man im Falle eines Falles vor der Behandlung in einer Klinik besser erfragt.


        8. Beratung der Versicherungen

        Grund

        - Diese tun sich offenbar schwer, selbst die Kostenexplosion einzudämmen.
        - Diese haben vielleicht keine exakte Kenntnis darüber, wie unterschiedlich Klinik- Rechnungen ohne bzw. mit Versicherung ausfallen. Aber Hier ist vielleicht Vorsicht geboten, nicht dass plötzlich die Unversicherten genauso viel zahlen müssen wie die Versicherten.
        Wie ist da eigentlich das Verhältnis. Sehen TA mehr versicherte Tiere oder mehr unversicherte? Werden mehr versicherte operiert oder unversicherte?

        - Unter Umständen sehen Versicherungen im Pferdesektor vielleicht auch kaum die Notwendigkeit für Analysen.

        - Die Versicherungen können nämlich einfach die Beiträge immer mehr erhöhen, was sie angesichts laut des nach eigenen Aussagen im Vergleich zum Vorjahr um 50% höheren Erstattungsumfanges (Ülzener) auch tun. Es gibt auch zunehmend welche mit gedeckelten Leistungen oder erheblichen Nachfragen, um Leistungen abzulehnen.

        - Aus Sicht der Versicherungen sind die Belastungen für Pferdehalter dabei offenbar zumutbar.
        Der monatliche Beitrag für eine OP-Versicherung mit 500 € Selbstbeteiligung liegt durchschnittlich noch zwischen 50 und 70€. Das entspricht also einmal Boxenmiete im Jahr plus 1/ 2 Reitstunde/n monatlich.
        Dies ist aus Sicht einer Versicherung wahrscheinlich mehr als akzeptabel, aus der Sicht eines Reitsportverbandes, wohl eher nicht, zumal, wenn er sich die Förderung des Breitensports auf die Fahne geschrieben hat.

        Neben der Korrektur der Tierarztkosten wäre deshalb ein Tropfen auf den heißen Stein:

        9. Aushandeln eines günstigen Versicherungsschutzes für alle FN-Mitglieder bei einer neuen Versicherung ähnlich den Agriarabatten, der den Mitgliedern dann angeboten werden kann. Wäre dann vielleicht auch ein Grund, sich wieder der FN anzuschließen.

        Insgesamt täte die FN ect. gut daran, schnell aktiv zu werden, denn mit dem Pferdebesitz allein geht schon allzu oft die Angst vor der Verarmung bzw. der Verschuldung um, was manche vom Kauf eines neuen Pferdes abhält. Dabei wäre es generell mal interessant zu erfahren, wie viel Prozent aller gehaltenen Pferde überhaupt in ihrem Leben eine OP oder eine der sehr teuren Behandlungen brauchen.
        Wobei die FN sicher auch in Punkto Gesundheitsvorsorge für Pferd und Reiter noch Optimierungsmöglichkeiten hat. Aber das ist jetzt doch ein zu weites Feld …
        Zuletzt geändert von Nickelo; 22.12.2025, 12:09.

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        • MissCatania
          MissCatania kommentierte
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          Interessante Gedanken und Vorschläge! Besonders transparentere Kostenübersichten für bestimmte Leistungen bzw OPs fände ich sehr hilfreich. Wir haben dieses Jahr eine recht weite Fahrt für einen kleinen Augeneingriff auf uns genommen, da unser Haustierarzt die Klinik und deren moderate Kosten empfohlen hat aber ein Vergleich hatte ich nicht...
      • Nickelo
        • 16.07.2024
        • 68

        #66
        Der neue Bericht von R-haltenswert ist da. Etwas lang. Aber beim Durchscrollen finden sich interessante Themenbereiche, z.b. über die Körperbeherrschung der Reiter (S. 37 ff)
        Der Artikel kann über R-Haltenswert aufgerufen werden.
        Es ist mir nich5 gelungen, den Bericht zu verlinken
        Angehängte Dateien

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        • Nickelo
          • 16.07.2024
          • 68

          #67
          IMG_2524.jpg So extrem, wie man vermuten könnte, ist der Rückgang eingetragener Reiter/innen in der FN gar nicht. Es gibt rund 658.000 Mitglieder in den Reitvereinen. Der Mitgliederrückgang beträgt knapp 4.900 Menschen.

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          • Nickelo
            • 16.07.2024
            • 68

            #68
            Burghard Rau, ein Hufschmied, hat Daten zum Thema Pferdebestand (siehe Foto, aus vetline.de 2023?) und Antworten auf die Frage gesammelt, warum es in Deutschland immer weniger Pferde geben wird . Die Hauptthese ist, dass das Pferd früher „ein Partner im Tun“ war, es war ein Teil eines Lebens: man mistete, man versorgte, man ritt, man lernte. Man gewann an Kompetenz und baute eine echte Beziehung zum Pferd auf.
            Heute herrsche dagegen immer mehr Distanz und das Pferd sei für viele zum einen überwiegend ein Kostenobjekt: Vollpension. Trainer. Therapeut. Coach. Sattler. Berater. Überall Trainer, Coaches, Spezialisten, Konzepte, Methoden, „Problemlöser“.? Der Pferdebereich hat sich in eine Ausbildungs- und Zertifikate-Industrie verwandelt.
            Gerade das letztere wird als sehr verhängnisvoll betont. Denn der zweite Grund liege daran, dass sich bei vielen Reitern das Gefühl ständigen Ungenügens, ja sogar Versagens einstellt. Man ist nicht gut genug für „ sein/ ein“ Pferd.
            Viele Personen davon leben davon, dass Pferdebesitzer und Reiter das Gefühl haben:
            „Ich mache etwas falsch.“
            „Mein Pferd ist schwierig.“
            „Ich brauche Hilfe.“
            Der Grad an Fremdbestimmung nimmt immer mehr zu. Pferde bescheren einem statt Freude und der Bestätigung der Selbstwirksamkeit Dauerrechnungen und ein immer vorhandenes latentes Schuldgefühl. Alles Selbstvertrauen schwindet. Ein Pferd als monetärer und psychischer Stressfaktor aber werde abgeschafft.? Laut Horse Future Panel ist ein Drittel der Pferde heute über 18 Jahre und weit weniger als die Hälfte der Befragten gaben an, überhaupt über einen Neukauf nachzudenken.
            Angehängte Dateien

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            • Kareen
              PREMIUM-Mitglied
              • 06.01.2001
              • 7467

              #69
              Geredet wird ja schon lange genug darüber. Und wenn wir ehrlich sind, haben wir uns innerlich doch schon damit abgefunden, dass der Pferdesport als Breitenveranstaltung seinem Ende zugeht und sich künftig kaum noch jemand leisten können wird, zu seiner Erbauung ein eigenes Pferd zu halten, von mehreren noch gar nicht zu sprechen. Es macht nur keiner was dagegen.

              Deiner Einschätzung, der Mitgliederrückgang sei gar nicht so extrem, möchte ich deutlich widersprechen. 2004 gab es 764.542 Mitglieder von Reitvereinen, wenn es 2024 Jahr noch 662.820 waren (das ist die Zahl, die die Landesverbände lt. FN-Jahresberich 2024 gemeldet haben) und dieses Jahr ein weiterer Schwund um knapp 4.900 Mitglieder auf 658.000 zu verzeichnen war, dann sagt das a) aus, dass wir in den vergangenen 12 Jahren nicht weniger als 106.542 Mitglieder verloren haben, was einem Rückgang von gerundet 16.2% entspricht. Es deutet b) darauf hin, dass sich der Mitgliederrückgang nicht etwa verlangsamt, sondern exponenziell beschleunigt, denn von 2023 auf 2024 betrug der Rückgang an Mitgliedern 'nur' 317 (von 663.137 auf die besagten 662.820) [Quelle: FN Jahresberichte].

              Wenn noch andere Indikatoren gewünscht werden: 2015 gab es 7593 Reitvereine, 2024 noch 7031 (entspricht einem Rückgang von fast 8% in weniger als 10 Jahren). Jahresturnierlizenzen wurden im Jahr 2000 93.620 beantragt, in 2024 waren es 68.425 das entspricht einem Rückgang von fast 30% in unter 25 Jahren). Was auch immer an Trostpflastern und Schönrednerei von Seiten der FN verlautbart wird, kann den geneigten Leser nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Turniersport und damit sämtliche ihm vor- nach- und beigelagerte Branchen im Niedergang begriffen sind.
              Wenn dem turniersportlichen Rückgang ein entsprechendes Plus an unorganisierten oder außerhalb der FN organisierten Pferdehaltern gegenüberstünde, wäre das ja halb so schlimm. Dem ist aber augenscheinlich nicht so, ansonsten wäre die Leere in den Pensionsbetrieben nicht zu erklären, denn auch Nichtturnierpferde wollen irgendwo wohnen, und da die private Pferdehaltung schon länger mit allerlei Hemmnissen torpediert wird, ist nicht anzunehmen, dass diese dermaßen boomt, dass damit die Rückgänge der gewerblichen Haltungen erklärt wären.

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              • Nickelo
                Nickelo kommentierte
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                Finde ich gut, dass du die Zahlen für einen längeren Zeitraum genannt hast. Das gibt einen viel besseren Überblick als nur der von Jahr zu Jahr. Und der Rückgang der Jahrestunierlizencen ist ja wirklich eklatant. (Im zweiten Absatz dürfte es aber statt 12 Jahre 20 Jahre heißen, zumindest wenn es um 2004 bis 2024 geht)

              • hufschlag
                hufschlag kommentierte
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                Das ist aber auch so ne Materialschlacht geworden.
                Zumindest hier im Münchner Raum

                Ich frage mich ob wirklich jeder Sieger dervWM junge Pferde letztlich hier landet

                Ich kenne viele mit plazierten Pferden, die sich das nicht mehr antun

                Da biste mit ner ordentlichen runde und 65 Prozent letzter in einer Amateur Prüfung

                Muss nich....
            • fanniemae
              • 19.05.2007
              • 3204

              #70
              Zitat von Kareen Beitrag anzeigen
              ....
              Deiner Einschätzung, der Mitgliederrückgang sei gar nicht so extrem, möchte ich deutlich widersprechen. 2004 gab es 764.542 Mitglieder von Reitvereinen, wenn es 2024 Jahr noch 662.820 waren (das ist die Zahl, die die Landesverbände lt. FN-Jahresberich 2024 gemeldet haben) und dieses Jahr ein weiterer Schwund um knapp 4.900 Mitglieder auf 658.000 zu verzeichnen war, dann sagt das a) aus, dass wir in den vergangenen 12 Jahren nicht weniger als 106.542 Mitglieder verloren haben, was einem Rückgang von gerundet 16.2% entspricht. Es deutet b) darauf hin, dass sich der Mitgliederrückgang nicht etwa verlangsamt, sondern exponenziell beschleunigt, denn von 2023 auf 2024 betrug der Rückgang an Mitgliedern 'nur' 317 (von 663.137 auf die besagten 662.820) [Quelle: FN Jahresberichte].

              Wenn noch andere Indikatoren gewünscht werden: 2015 gab es 7593 Reitvereine, 2024 noch 7031 (entspricht einem Rückgang von fast 8% in weniger als 10 Jahren). Jahresturnierlizenzen wurden im Jahr 2000 93.620 beantragt, in 2024 waren es 68.425 das entspricht einem Rückgang von fast 30% in unter 25 Jahren). Was auch immer an Trostpflastern und Schönrednerei von Seiten der FN verlautbart wird, kann den geneigten Leser nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Turniersport und damit sämtliche ihm vor- nach- und beigelagerte Branchen im Niedergang begriffen sind.
              ...
              ich stimme kareen in jeder hinsicht zu.
              der langfristige trend ist der wesentliche und da kann man bestenfalls nach vor- und nach-corona urteilen, und selbst bei dieser ansicht ist festzustellen, dass wir das vor-corona niveau nicht nur nicht mehr erreicht haben, sondern weiterhin stetig darunter fallen. wenn alsbald im mai der 2025-jahresbericht veröffentlicht wird, wird der diesen negativen trend bestätigen. (mark my words ...)

              und auch hier gebe ich kareen recht:
              da kann die FN noch so blumig trostpflastern und schönreden, bottom line bleibt:

              "it's the economy, stupid!"

              der desaströse trend der reitpferdeauktionen (preise für sattelfertige reitpferde um 10tsd euro sind für keinen züchter kostendeckend) unterstreicht den wirtschaftlichen aspekt eindeutig.

              während die FN ihre zahlreichen statistiken jedoch geschlechtergerecht nach männlein und weiblein führt (vollkommen unerheblich, denn mark&pfenning kennen kein geschlecht), fehlt die einzig wirklich aufschlussreiche statistik (ich kann sie jedenfalls unter all den zahlreichen bunten torten und balken diagrammen nicht finden):

              die unterscheidung zwischen freizeitreitern und profis. solche, die vom monatlichen einkommen noch genug über haben, um sich ein pferd zu leisten, und solche, die vom sport leben.
              unterschieden wird bei der FN lediglich nach amateuren und profis, aber die meisten amateure sind mitnichten nur mehr freizeitreiter, und die wenigsten freizeitreiter sind amateure i.s. der FN statistik.

              beredtes beispiel ist DAM, die Dt Amateurmeisterschaften.
              amateure auf diesem niveau (die in der statistik wiederum gleichbehandlung mit profis innerhalb der leistungsklassen erfahren) sind vertreter der high economy und qualifizieren sich dadurch eher als profis denn freizeitreiter. der einzige unterschied: die einen müssen davon leben, und sie leben von zahlungskräftigen sponsoren und handel, während die anderen ohnehin zu den oberen 10% des wohlstands gehören und eigener sponsor ihres reitsports sind. diese blase nährt sich selbst.
              statistischer aufschluss: keiner.

              wer sich einmal auf der DAM umgesehen hat, weiss, wovon ich rede.
              ein blick auf die dichte der luxuriösen transporter dieser klienetel spricht bände.
              kein vorwurf.
              fakt.
              der turnierport lebt nunmal vom geld, und nur vom geld.
              dabei ist es völlig unerheblich, ob dieses geld sich von wohlstand oder handel nährt.
              erheblich ist allein, woraus es sich nicht nährt, und das ist die basis.

              was also bei der FN völlig fehlt ist der blick auf die normalos unter den potentiellen turniersportlern, die klassischen freizeitreiter eben.
              denn das sind diejenigen, die 80%-90% unserer pferde ein zuhause geben und finanzieren.
              diejenigen, die nicht aufgrund ihrer sportlichen fähigkeiten vom lukrativem handel leben.

              kostenlose schnupperlizenzen werden/wurden nachgefragt, verpuffen aber in ihrer nachhaltigkeit.
              E prüfungen nehmen nur deshalb zu, weil sie nicht mehr WBO fähig sind, sondern nur noch im rahmen der LPO ausgetragen werden dürfen.
              stärkt das den sport und die nachfrage?
              nein.
              es dient lediglich der statistik.
              weil der logische anschluss hieraus eine sukkzessive nachfrage der turnierlizenzen in den folgerichtig niedrigeren LKs 5-6 wäre, und den gibt die statistik nicht her.
              man schnuppert, (scheitert?) und wendet sich dann ab.

              gewöhnungsprüfungen legen zu.
              das ist schön.
              aber auch hier gilt:

              stärkt das den sport und die nachfrage?
              nein.
              es dient lediglich der statistik.

              warum ist das so?
              mein herz hängt im busch, daher kann ich hier am besten urteilen.
              die gewöhnungsprüfungen gelände (E) werden von profis beherrscht, die es dankbar (und zurecht) annehmen, ihren youngsters den einstieg auf basissportniveau bieten zu können. weil das vorher gar nicht möglich war. die gewöhnungsprfg kl E im gelände ist der logische einstieg vor geländepferde A im sinne des jungen pferdes, den es zuvor nicht gegeben hat. "freizeitreitende buschler" (basissportler eben) stimuliert das eher nicht. schon weil der geländesport der teuerste und aufwändigste unter den reitsportdisziplinen ist. ich gehöre selbst zu denjenigen, die sich schon zum einstieg für ihr selbstgezogenes jungpferd in den sport via gewöhnungsprüfung E einen profi angeheuert hat, weil ein start mit mir selbst im sattel in diesem umfeld aussichtslos ist. kanonenfutter war früher. heute trägt der idealismus weder kosten, noch aufwand.

              bleibt die frage nach dem echten "run" auf neue prüfungsformen, der echte "neueinsteiger" stimuliert, und ja, den gibt es.
              bei den steckenpferden.
              das phänomen ist so logisch wie beschämend.
              mit reiten hat das nichts zu tun, weil kein steckenpferd ein schulpferd aus fleisch und blut finanziert und auch kein steckenpferd einem züchter das fohlen bezahlt. geschweige denn das ausgebildete jungpferd.
              man kann von der steckenpferdereiterei halten was man will, als kategorie der "leibesübungen" ist diese form von freizeitsportvergnügen unter dem dachverband "turnen" oder leichtathletik angemessener aufgehoben. pferdehaltung, züchter und turniersport finanziert diese leibesübung nicht.

              einen einzigen weiteren bereich gibt es in der FN statistik, der -wenn auch nur vorübergehend- vor-corona erreicht hat:
              die internationalen FEI registrierungen haben sich bis 2022 wieder erholt (seit 2023 und 2024 erneut rückläufig).
              und auch dieser bereich markiert eher den niedergang als den ansteig des turniersportes, denn er finanziert sich nicht aus der breite und dem basissport, sondern auch diese blase nährt sich selbst aus ihrem existenziellen wohlstand (sponsoren oder wohlhabende amateure).
              die blase wabert innerhalb des europäischen auslands in sich selbst, wenn man die zunahme der turnierlizenzen ausländischer starter berücksichtigt, die ebenso vor-corona niveau erreicht hat, und dennoch dem allgemeinen trend folgt (seit 2023 und 2024 erneut rückläufig).

              es ist und bleibt also "the economy, stupid!", und daran wird keine noch so blumige interpretation aus warendorf etwas ändern.
              www.muensterland-pferde.de

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              • Ramzes
                Ramzes kommentierte
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                Der langfristige Trend ist aber auch dem grundsätzlichem langfristigem Trend der Bevölkerungsentwicklung zuzuschreiben . Die Babyboomer - Jahrgänge sind schon oder gehen demnächst in Rente und ein gewisser Prozentsatz davon pferdeaffin .
                Rein " technisch " kann die junge /jüngste Generation das zahlenmässig im Prozentanteil gar nicht 1:1 ausgleichen .
                Die Babyboomer werden oft nur unter dem problematischen Aspekt ihrer Rente betrachtet. Doch die reichste Generation Deutschlands ist die wichtigste Wirtschaftskraft hierzulande – und wird bald bedeutende Vermögen vor allem in Westdeutschland vererben. Welche Unterschiede es beim Vermögensaufbau zwischen den Generationen im internationalen Vergleich gibt. Und warum die Babyboomer aus dem Westen über die Zukunft der Bundesrepublik entscheiden.

                Ein Vorteil haben die allerdings ! Von den vielen Babyboomern hat ein gewisser Anteil etwas zu vererben !
                Vielleicht landet da eine Teilmenge auch wieder im pferdeaffinen Bereich , ..
                Zuletzt geändert von Ramzes; 31.01.2026, 10:47.

              • Ramzes
                Ramzes kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Abgesehen davon ist nicht jeder Pferdeaffine auch FN affin .

              • Nickelo
                Nickelo kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Also ich weiß ja nicht, ob es nach einem Leben mit Pferden und immer weiter steigenden Pflegeheimkosten (~3000€/Monat) noch so viel zu erben gibt….
            • hufschlag
              • 30.07.2012
              • 4174

              #71
              Genau darauf, als Kanonenfutter zu starten, hat keiner mehr Bock

              Bin sehr gespannt, wir haben ja hier einen, der sich sehr gegen " war schon immer so stellt"

              Erstmals seit ich denken kann, hier:
              Dressurpferde A Dressurpferde L für Amateure.

              Finde ich großartig
              Endlich mal ne Chance nicht hinter den ganzen Profis nachzureiten, die ihr Geld damit verdienen, junge Pferde zu platzieren

              Danke dafür!!

              Ich hoffe, es wurde viele starter geben und Nachahmer finden

              Kommentar


              • hufschlag
                hufschlag kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                @elfi: Waldhauser Hof
                @N: die Kriterien sind einfach ganz andere
                Und doch, die Pferde, von denen ich schrieb, da sitzt der Amateur Besitzer 4 und 5 jährig noch gar nicht selbst drauf
                Da laufen sie noch ausschlich ihre ersten Turniere unter einem profi, dann aber nicht in meiner Abteilung

                Eine A dressur ist einfach was anderes als reine dressurpferde A

                Insofern ist dein Kommentar sinnfrei

              • Elfi
                Elfi kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Ich brauch doch auch keine DressurREITERprüfung reiten, wenn ich das Jungpferd an Turnier heranführen will...noch dazu wenn ich schaue was sich da alles auf dem Abreiteplatz tummelt, da ist es bei einer reinen Jungpferd-Prüfung doch sehr viel ruhiger finde ich. Aber @hufschlag: Danke für die Info, muss ich mal ernsthaft drüber nachdenken, ansonsten hätte ich mich auf DIESES Turnier im Leben nicht hingetraut, allerhöchstens als Zuschauer! Da reitet meine Trainerin.....gegen die und ihre (wenn auch wenigen) Berittpferde habe ich eh keine Chance....(es sei ihr echt gegönnt, die reitet schon echt gut/schön und hat einfach anderes Pferdematerial, klar, die verdient ja auch ihren Lebensunterhalt damit). Und ich hab den blöden Spleen, dass ich mein Pferd selbst reiten möchte, also auch auf Turnier. Dass sich da vielleicht mal die Trainerin draufsetzt, voll okay, aber Beritt wirds nicht geben, außer es tauchen (hoffentlich nicht!) gravierende Probleme die mir reiterlich übern Kopf wachsen.

              • Nickelo
                Nickelo kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Wenn man neue Reiter für den Turniersport gewinnen wollen würde, steht eigentlich nicht das junge Pferd im Mittelpunkt, sondern eher der „junge“ Reiter oder ggf. Wiedereinsteiger nach längerer Turnierpause mit älterem Pferd. Ziel ist es doch, diesen Reitern eine Startmöglichkeit zu geben, mit der sie ihr Können vergleichen können, ohne sich mit Profis und profi-like Pferden („Materialschlacht“) zu messen. Reiterprüfungen würden sich im Prinzip auch nahtlos an die Abzeichenprüfungen anschließen.
                Überhaupt sollte der Unterscheidung zwischen Freizeitpferdebesitzer mit Ambitionen und ‚high intensiv‘ Amateur, die ja Fanniemae so treffend anspricht, viel mehr Rechnung getragen werden. So zählt z.b. die Springreiterin vom Nachbarhof zu den Amateuren. Nur hat sie (seit Jahrzehnten) bis zu 8 eigene Turnierpferde. Sie startet in jeder Prüfung mindestens zwei, meistens aber drei. Natürlich hat sie bei soviel Einsatz, Übung und Erfahrung so gut wie immer hohe Stilnoten. Ihre hohe LK spielt ja bei Springpferde-Prüfungen keine Rolle.
            • Ramzes
              • 15.03.2006
              • 14610

              #72
              DAM Deutsche Amateur - Meisterschaft ...hat Kareen doch in ihrem Beitrag deutlich benannt ! Quatsch , Funniemae !
              ...." Dichte der luxuriösen Transprter "

              Manche haben auch eine höhere " Dichte " an Zuchtstuten ...

              Kommentar


              • hufschlag
                hufschlag kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Was heißt hier quatsch????

                Aus deinen Satzfragmenten wird man oft nicht schlau

              • Ramzes
                Ramzes kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Hufschlag , ich habe einfach #69 von Kareen mit #70 korrigiert ! Funniemae hat in # 70 die DAM kommentiert .

              • fanniemae
                fanniemae kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                @hufschlag

                "Was heißt hier quatsch????

                Aus deinen Satzfragmenten wird man oft nicht schlau "

                danke, hufschlag. ich habs auch nicht, verstanden was er da schreibt.
                die DAM hatte kareen gar nicht erwähnt, der zusammenhang kam von mir.
                Zuletzt geändert von fanniemae; 01.02.2026, 18:26.
            • Titania
              • 22.04.2006
              • 4364

              #73
              Zitat von Nickelo Beitrag anzeigen
              Zukunft des Reitsports-
              Das ist ja mal eine sinnvolle Anschaffung. Erst ohne Pferd üben, dann mit. Erst die eigenen körperlichen Voraussetzungen schaffen, dann am Pferd umsetzen. Würde ich auch gerne machen (z.b. als Aufwärmen vor dem Reiten oder um konditionell besser zu werden) …. Es gibt inzwischen Videos aus jeder Reitsportdisziplin …
              Gerade gestern habe ich das mal ausprobiert, eine tolle Sache! Vor dem Wiedereinstieg aber auch für Anfänger.
              Wie du schon sagst, das sollte die FN im Auge behalten und vielleicht fördern.
              "Quickmarie" (Quicksilber/Pamino ShA) im Alter von 2 Jahren

              www.gestuet-reichshof.de

              Kommentar

              • Nickelo
                • 16.07.2024
                • 68

                #74
                IMG_2597.jpg Das nenne ich einmal ein attraktives Angebot. Im bayerischen Raum habe ich zumindest so etwas noch nicht gelesen. Würde sich doch z.b. für Ising anbieten …

                Kommentar

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