Der: Ich-kann-kein-Wasser-mehr-sehen Treat

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  • cleopatras magic
    • 15.05.2007
    • 4751

    #81
    Zitat von Annemarie Beitrag anzeigen
    Habe viele Nachrichten über die Wasserfluten verfolgt, auch in einigen Foren mitgelesen.
    Was mir aufgefallen ist, daß die meisten Leute keine Ahnung von den allereinfachsten physikalischen Gesetzen haben, was eigentlich schon ein mittelbegabtes 3/4 jähriges Kind bei Sandkasten-Matsch-Spielen selbst erlebt: Wasser läuft IMMER nach unten, es läuft umso schneller wenn der Matschgraben steiler ist, durch glatte Rohre läuft es um ein vielfaches schneller als durch Lehmrinnen, langsamer noch durch Sandrinnen.
    Eltern, Kindergärtnerinnen und Grundschul-Lehrer haben da wahrscheinlich in den letzten Jahrzehnten wirklich was versäumt. Wirklich eine Schande, die Kinder nicht an die wichtigsten, einfachsten Grundlagen der Naturwissenschaften heranzuführen.

    Meine ganz persönliche Meinung, wenn ich jetzt ein hochbegabtes Grundschulkind wäre, die vielen Wasser irgendwie oben zu verlangsamen, aufzuhalten. Ich hatte damals eine Grundschul-Lehrerin im vierten Schuljahr, die sowas mit uns in einer Sand-Lehm-Kiste durchspielte.

    Es fängt an den höchsten Stellen der jeweiligen Gegend an; in den Alpen auf 2000 Meter, wo das Wasser die Hänge schnell runterzieht, dadurch daß viele Bergwälder und Hochalmen durch den Tourismus geschädigt sind haben diese Flächen nur noch wenig Rückhaltekraft. Im Voralpen-Land, den Mittelgebirgen wurde in den letzten Jahrzehnten die Landwirtschaft intensiviert, Flurbereinigung gemacht. Letzteres bedeutet, daß unzählige Kleinflächen zusammengelegt wurden, damit Mio von Ackerrainen, Hecken, Büschen, Feldgehölzen rücksichtslos vernichtet wurden. Gleichzeitig wurden Feuchtwiesen drainiert, kleinste Bäche begradigt, die jetzt nur noch Gräben sind. Wasserziehende Gehölze, wie z.B. Weiden wurden vernichtet, die wären ja zu nix nütze.
    Dann wurden auch viele Grünland-Flächen in Äcker umgewandelt für den Götzen Mais, wo der Boden nur von Ende Juni bis Oktober bedeckt/durchwurzelt ist und Wasser zurückhalten kann.
    In den Kommunen wurden gerade in den letzten 10/15 Jahren größere Gewerbegebiete gebaut. Warum braucht ein Discounter oder eine andere Firma einen asphaltierten Parkplatz für über 100 Fahrzeuge, wenn da im Schnitt nur 25-30 Fahrzeuge drauf stehen ? Und warum müssen Landwirte oder Privatleute ihren Hof/ihre Einfahrt komplett versiegeln ? Parkplätze vor Rathäusern und vielen anderen öffentlichen Gebäuden schaun' auch nicht anders aus.
    Alle Leute die in den etwas höheren Gebieten leben und arbeiten, sollten sich darüber vielleicht mal Gedanken machen, und nicht nach dem St.Florians-Prinzip denken. Diesen Mitbürgern, in den tieferen Gebieten werden ganz sicher zukünftig keine höheren Deiche und Staumauern helfen. Und wie sollte um Passau eine 10 Meter hohe Mauer gebaut werden ? Dann würde kein Tourist mehr dort hin wollen, um diese wunderschöne Stadt zu besuchen.
    WENN DU SO EINEN EINBLICK HAST DANN TU WAS, richte ein spendenkonto ein für die bedürftigen oder geh sandsäcke schleppen.... du wirst die politik mit deinen aussagen nicht ändern... DU kannst dich aber jetzt!!! mit einbringen als ständig nach schuldigen zu suchen...

    wir haben auch am montag eine notquartier für unsere pferd zur sicheheit gemietet da wir auch nicht wußten ob der deich hält, im moment ist alles gut... die heuernte ist bei uns zu 1/3 vernichtet da überflutet
    Keine Lektion der Welt ist es wert, die gute Beziehung zum Pferd aufs Spiel zu setzen

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    • Christi2801
      • 07.04.2008
      • 575

      #82
      Zitat von Gluecksgraf Beitrag anzeigen
      Hier male eine entehende Gruppe in Fachebook:

      SOS Hilfe für Thüringer Reitverein


      https://www.facebook.com/groups/580184048681867/
      Das Gelände, Hallen, Koppeln und die Ställe standen oder stehen noch teilweise unter Wasser. Bin morgen vor Ort nach der Arbeit. Schaufel, Gabel, Besen usw. bereits im Auto.
      hier mal ein link vom Gelände

      und Gera
      Zuletzt geändert von Christi2801; 06.06.2013, 19:49.

      Kommentar

      • Mona88
        • 01.01.2004
        • 508

        #83
        @angel36: Ich komme aus der Nachbarschaft der Bleilochtalsperre, direkt an einer weiteren Sperre. Aber zum Glück weit genug auf dem Berg.

        Gera-Milbitz habe ich mir leider genau so vorgestellt. Und bei dem Ton der gerade im Stadtrat herrscht (dies betrifft wohl alle überfluteten Gebiete in der Stadt) ist da wenig Hilfe zu erwarten.

        @Annemarie: Die Bleilochtalsperre ist Deutschlands größte Talsperre hinsichtlich des Fassungsvermögens. Bisher hat stets die übliche Hochwasserreserve ausgereicht. Zudem war dieses Mal noch weniger Wasser drin (wegen Wartungsarbeiten..?). Problem ist, das nur eine begrenzte Menge abgelassen werden kann um die unmittelbar darauffolgende Sperrmauer (Burgkhammer) nicht zu überollen. Was hätte man also anders machen sollen?

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        • Gluecksgraf
          • 12.05.2010
          • 2067

          #84
          Zitat von Christi2801 Beitrag anzeigen
          Das Gelände, Hallen, Koppeln und die Ställe standen oder stehen noch teilweise unter Wasser. Bin morgen vor Ort nach der Arbeit. Schaufel, Gabel, Besen usw. bereits im Auto.
          hier mal ein link vom Gelände

          und Gera
          https://www.youtube.com/watch?v=rdi4rcMzaHA

          Dann ist die Spende dort gut aufgehoben?

          Kommentar


          • #85
            Zitat von Mona88 Beitrag anzeigen

            @Annemarie: Die Bleilochtalsperre ist Deutschlands größte Talsperre hinsichtlich des Fassungsvermögens. Bisher hat stets die übliche Hochwasserreserve ausgereicht. Zudem war dieses Mal noch weniger Wasser drin (wegen Wartungsarbeiten..?). Problem ist, das nur eine begrenzte Menge abgelassen werden kann um die unmittelbar darauffolgende Sperrmauer (Burgkhammer) nicht zu überollen. Was hätte man also anders machen sollen?
            Was soll man da machen ? Zukünftig vielleicht das viele Niederschlagswasser in den höheren Lagen zurückhalten. Ein elementares Naturgesetz ist, daß Wasser IMMER nach unten läuft. Und ganz unten helfen dann oft auch die Dämme nicht mehr, da kommt zuviel Wasser an.
            Und die technische Machbarkeit nicht als Götzen in den Himmel heben.
            Wasser läuft IMMER nach unten. OBEN muss das Wasser aufgehalten werden! Das fängt bei den kleinsten 50 cm Bächen an, denen man ein breiteres Bachbett samt Überflutungsflächen gönnen sollte, dann kann nach den physikalischen Grundgesetzen das viele Regenwasser nicht so sehr schnell abfließen, die Bewohner an den unteren Flußläufen bedrohen. Ganz klein anfangen, auf dem privaten kleinen Grundstück alle Bodenversiegelungen öffnen, Regenwasser vom Hausdach sammeln. Oder wenn jemand eine Pferde-Weide nahe einer Feuchtwiese, eines kleinen Baches hat, wassersaugende Gehölze anpflanzen. Sowas wären nur ganz kleine einfache Maßnahmen, um die Leute an den Ufern von Donau, Elbe .... vor riesengroßen Schäden zu bewahren.

            Aber ich bin ja eine grüne Spinnerin.

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            • shiraly
              • 06.12.2008
              • 527

              #86
              Annemarie, bleib bei den Dingen, die du verstehst. Dass das Wasser von dem Almen kommt, weil sie durch Tourismus geschädigt sind, ist purer Blödsinn. In dem Fall waren die Almen noch die Rettung, waren nämlich eingeschneit. Sonst stünden jetzt noch mehr Städte unter Wasser. Merke: Schnee fliesst nur nach unten, wenn's eine Lawine ist und auch dann kann sie unmittelbar nicht zum Hochwasser beitragen.

              Grüsse aus Tirol, wo es uns auch ganz schön erwischt hat.

              Kommentar


              • #87
                Zitat von shiraly Beitrag anzeigen
                Annemarie, bleib bei den Dingen, die du verstehst. Dass das Wasser von dem Almen kommt, weil sie durch Tourismus geschädigt sind, ist purer Blödsinn. In dem Fall waren die Almen noch die Rettung, waren nämlich eingeschneit. Sonst stünden jetzt noch mehr Städte unter Wasser. Merke: Schnee fliesst nur nach unten, wenn's eine Lawine ist und auch dann kann sie unmittelbar nicht zum Hochwasser beitragen.

                Grüsse aus Tirol, wo es uns auch ganz schön erwischt hat.
                Und wie ist es mit dem ganzheitlichen, nachhaltigen Zusammenhang ?

                Kommentar

                • shiraly
                  • 06.12.2008
                  • 527

                  #88
                  Mit dem ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz ist jedenfalls nichts, wenn die Fakten nicht stimmen und statt dessen Klischees bedient werden. Aulamdschaften und andere Überflutungsräume fehlen überall, nicht nur in den Alpen. Das bekam der aufmerksame Seher zumindest in Österreich sogar per TV serviert. Der Tourismus auf der Alm ist ausnahmsweise nicht schuld. Lebe am Berg, das Wasser von meinen Dächern fliesst nicht in den Kanal, und hangaufwärts ist es dasselbe. Selbiger Berg besteht aus zig sumpfigen Senken. Daran hat auch der Tourismus nichts geändert, Almen werden nun mal nicht zubetoniert.

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                  • #89
                    Zitat von shiraly Beitrag anzeigen
                    Daran hat auch der Tourismus nichts geändert, Almen werden nun mal nicht zubetoniert.
                    Die Almen und Bergwälder können aber einiges an Wasser aufhalten.
                    Eine Freundin, die inzwischen 64 Jahre alt ist, stammt aus Obersdorf im Allgäu, sie kennt aus eigener Erfahrung/Anschauung ihre Heimat. Und sie kann sich auch noch genau daran erinnern, wie vor 50 Jahren, also vor dem Massen-Berg-Tourismus die Berghänge ausschauten.

                    Mit den Hochalmen wollte ich eigentlich nur verdeutlichen, daß Wasser von steilen Flächen eben sehr schnell abfließt, und je steiler umso schneller. Und wenn Flächen stark bewachsen sind, im Idealfall ein gesunder Mischwald, das Regenwassser besser aufhalten, es also länger dauert bis es in den Flußniederungen angekommen ist.
                    Dieses ganz einfache physikalische Grundgesetz kennen aber offensichtlich die Politiker, Landschaftsplaner, Bauern und andere Grundbesitzer nicht, oder wollen es nicht wahrhaben. Schon in den Oberläufen aller Bäche und Flüsse wurden schon vor Jahrzehnten Rückhalteflächen systematisch vernichtet. Moore und andere Feuchtgebiete wurden drainiert, nach dem Motto, ich will trockenes Land, was gehen mich die Anlieger da ganz unten was an.
                    Ja, sicher ist in Niederbayern schon sehr lange intensive Landwirtschaft betrieben worden, im Gäuboden und Rottal gab es schon im 19.Jahrhundert viele reiche Bauern. In den letzten Jahren wurde die Landwirtschaft hier noch extrem intensiviert. Jetzt ist aber noch die zunehmende Industrialisierung, der Siedlungsbau mit der katastrophalen Flächenversiegelung dazugekommen. Privatleute bauen Häuser, selbstverständlich mit Doppelgarage und noch 6 Parkplätzen davor. In 5-10.000 Einwohner Orten schossen in den letzten 15 Jahren Gewerbegebiete wie die Pilze aus dem Boden, solche Orte brauchen unbedingt 4-5 Discounter, 2 große Getränke-Märkte, einen riesigen Baumarkt,eine neue SB-Tankstelle......... , überall riesengroße Parkplätze=versiegelte Flächen, auf der ehemals grünen Wiese vor dem Ort. In den Orten selbst stehen viele Geschäfte leer. Eine alte gehbehinderte Oma hat nur noch wenig Einkaufsmöglichkeiten. Die Kommune baut einen neuen Kindergarten auch außerhalb des alten Ortes, auch dort viele neue Parkplätze=versiegelter Boden.
                    Dieses und noch viele 1000 andere Gründe mag es haben, daß jetzt die Passauer, Deggendorfer absaufen, noch viel öfter absaufen werden.
                    Da helfen dauerhaft die besten Dämme und Schutzmauern nix.
                    Letztendlich wird das Wasser zukünftig wesentlich schneller in der Vils, der Rott,Isar, Inn und Donau sein, da können die da unten bauen was sie wollen, in weiteren paar Jahren wird der Pegel in Passau bei 14-15 Metern liegen, wenn die Oberlieger aller Zuflußbäche und Flüsse nicht endlich mal umdenken.

                    Kommentar


                    • #90
                      Zitat von cleopatras magic Beitrag anzeigen
                      ........ du wirst die politik mit deinen aussagen nicht ändern... DU kannst dich aber jetzt!!! mit einbringen als ständig nach schuldigen zu suchen...
                      Die große Politik kann ich allein ganz sicher !!! nicht ändern, habe bei den zwei Wahlen im September nur meine eigenen Stimmen.
                      Aber vielleicht kann ich ein paar einzelne Leute dazu anregen mal über die Natur und ihre eigenen Gesetze nachzudenken. Und vielleicht rennen dann ein paar Leute weniger dem Götzen: "die Technik des Menschen ist über allem", hinterher.

                      Und vielleicht kann ich auch ein paar Leute dazu bringen, im September richtig zu wählen. Leute in die Parlamente zu wählen, die sich für uns Normalbürger einsetzen, nachhaltig einsetzen, nicht den Bankstern und ihren Mio-schweren Kunden noch mehr Kapital=Macht geben wollen.

                      Und vielleicht kann ich auch ein paar Leute dazu überzeugen, mit ihrer Umwelt ein wenig pfleglicher-sorgsamer umzugehen. Wir haben nur diese eine Welt. Seit 2008 und 2011 habe ich zwei kleine Enkelkinder, ich liebe die beiden kleinen Mädls, sie sollen bitte in 50 Jahren noch eine einigernaßen intakte Natur haben, keine technisch verbaute Roboter Umwelt.

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                      • Ramzes
                        • 15.03.2006
                        • 14630

                        #91
                        Hast Du keine Angst vor dem PC-Bildschirm verstrahlt zu werden ?

                        Kommentar

                        • Gluecksgraf
                          • 12.05.2010
                          • 2067

                          #92
                          Hier könnt ihr helfen als den ganzen Tag Zeug zu schreiben was keiner WISSEN will!

                          Kommentar

                          • Ramzes
                            • 15.03.2006
                            • 14630

                            #93
                            Ist das der Reitstall in Thüringen ?

                            Auch der Galopprennsport in Magdeburg und Halle ist betroffen .
                            Besonders in Halle , wo öfters Hochwasser auftritt , steht die
                            Rennbahn mehrere Meter unter Wasser .

                            Foto Rennbahn Eingang , Kassentürmchen unter Wasser

                            s.l. Seite : Angaben zu historischen Hochwasser-Halle/Saale.
                            Im Gestüt Graditz bei Torgau wurden die Pferde evakuiert .
                            Zur Zeit unterstützen holländische Soldaten die
                            Bundeswehr vor Ort ( Torgauer Zeitung )
                            Zuletzt geändert von Ramzes; 07.06.2013, 09:19.

                            Kommentar

                            • Gluecksgraf
                              • 12.05.2010
                              • 2067

                              #94
                              Zitat von Ramzes Beitrag anzeigen
                              Ist das der Reitstall in Thüringen ?
                              Ja! Hier könnt ihr helfen:




                              Das Hochwasser hat uns voll erwischt

                              Vom 3. bis 5. Juni 2013 stand die gesamte Anlage bis zu 1,30 Meter unter Wasser. Viele Helfer werden mit anpacken, um die Folgen der Überschwemmung zu beseitigen. Wir sind stolz darauf, wie unsere Vereinsmitglieder in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten!
                              Da sich abzeichnet, dass enorme Schäden behoben werden müssen, sind wir auch für jede finanzielle Unterstützung des Reitvereins dankbar.
                              Spenden bitte auf das Sonderkonto des Vereins bei der Sparkasse Gera-Greiz,
                              Konto-Nr. 140 55 430, Bankleitzahl 830 500 00


                              Kommentar

                              • Mona88
                                • 01.01.2004
                                • 508

                                #95
                                @Annemarie: Die Saale hat aber nichts mit den Alpen zu tun. Maximal mit der Sächsischen Schweiz.
                                Und zu viel Tourismus haben wir hier definitiv nicht.

                                Kommentar

                                • Christi2801
                                  • 07.04.2008
                                  • 575

                                  #96
                                  Zitat von Gluecksgraf Beitrag anzeigen
                                  Ja! Hier könnt ihr helfen:




                                  Das Hochwasser hat uns voll erwischt

                                  Vom 3. bis 5. Juni 2013 stand die gesamte Anlage bis zu 1,30 Meter unter Wasser. Viele Helfer werden mit anpacken, um die Folgen der Überschwemmung zu beseitigen. Wir sind stolz darauf, wie unsere Vereinsmitglieder in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten!
                                  Da sich abzeichnet, dass enorme Schäden behoben werden müssen, sind wir auch für jede finanzielle Unterstützung des Reitvereins dankbar.
                                  Spenden bitte auf das Sonderkonto des Vereins bei der Sparkasse Gera-Greiz,
                                  Konto-Nr. 140 55 430, Bankleitzahl 830 500 00


                                  Ich war heute in meinem alten Reitverein Gera-Milbitz zum helfen. Fotos vom Ist Zustand habe ich nicht gemacht, fande es nicht passend. Die Ställe sind soweit vom Wasser befreit und gesäubert, ehe die Pferde wieder einziehen können dauert aber sicher noch eine Woche. Ersteinmal muss es trocknen und desinfiziert werden. Das Vereinsgebäude musste kpl. geräumt werden. Das Gebäude allein bedarf einer kpl. Sanierung vom Fußboden angefangen. Gerettet wurde Sonntag nur schnell das notwendigste. Dabei wurden die Pferde noch lange vor dem Katastrophenarlam fortgebracht.


                                  Unsere OB hat viel zu spät die Bürger vor dem Hochwasser gewarnt.

                                  Dafür wurden am Montag in dem größten Chaos noch Knöllchen verteilt an jene, die ihr Auto aus der Gefahrenzone gebracht haben.

                                  Wenn keine Hilfe von außerhalb kommt, steht der Verein vor dem Ruin. Die Anlage ist zum großen Teil gepachtet und bei der angespannten Haushaltslage wird von unseren OB keine Unterstützung kommen. Priorität haben da erst die beschädigten Sportanlagen in der Stadt, kulturelle Einrichtungen und dann die Bürger.

                                  Die Stimmung war sehr gedrückt und in den Gesichtern sah man Zukunftsängste. Es wird jeder Cent gebraucht und wie heißt es so schön "klein Vieh macht auch Mist"

                                  Kommentar

                                  • shiraly
                                    • 06.12.2008
                                    • 527

                                    #97
                                    Annemarie, ich bin zwar erst 45, weiss aber aus eigener Anschauung, dass wir hier einen immensen Waldzuwachs hatten, seit es den Tourismus gibt. Weil die Weiden nicht mehr so intensiv genutzt werden, seit die Bauern alle am Torusimus verdienen. Wald speichert Wasser am allerbesten, wie man weiss.

                                    Kann gerne ein Beweisfoto von meinem Haus posten, wie es zur Kinderzeit meiner Mutter aussah und wie heute. Parkplätze gibt's so gut wie keine auf dem Berg, weils eine Seibahn gibt, und keine Autostrassen. Der Rest, den du beschreibst, ist der ganz normale Siedlungswahnsinn, hat nichts mit dem Tourismus und nichts mit den Alpen im speziellen zu tun. Würden die Leute nicht im Tal leben, sondern abwandern, damit Leute die Du in ihrem romantischen Bild von der einsamen Alp gestört werden, würden sie woanders betonieren und Beschäfitigungen nachgehen, die wesentlich weniger umweltverträglich sind als der Tourismus in den Alpen.

                                    Ich bin auch für mehr Feuchträume, für Überschwemmungsflächen, etc. etc. ... Und zwar überall, wir hier arbeiten daran. Was hingegen gar nicht hilft, ist Retro-Romantik und daraus resultierendes faktenfremdes Geschwafel.

                                    Kommentar

                                    • Ramzes
                                      • 15.03.2006
                                      • 14630

                                      #98


                                      Extrem kritisch wird es jetzt in Richtung Magdeburg .


                                      s.a. Herrenkrug ,...Rennbahn Magdeburg - Herrenkrug .
                                      Zuletzt geändert von Ramzes; 08.06.2013, 11:30.

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                                      • #99
                                        Hochwasser

                                        Viele tausende Haushalte, Privatpersonen, kleine Firmen und Landwirte stehen jetzt vor dem Ruin. Diese Leute werden kaum einen angemessenen Ausgleich bekommen.
                                        Alle Grundbesitzer und Anlieger der etwas höheren Gebiete sollten jetzt endlich mal umdenken. Versiegelte Flächen zurückbauen, mehr ökologische Landwirtschaft, weniger Mais in Hanglagen, keine kleinen 50 cm Bäche ausbaggern zu Abfußgräben, Regenwasser in Becken/Zisternen sammeln.
                                        Wenn auf MIO von Kleinstflächen oberhalb der großen Fließgewässer starke Regenfälle aufgehalten/gespeichert werden, umsoweniger haben die Leute an den unteren Flußläufen darunter zu leiden. Und wenn nur jeder 10 m³ Wasser zurückhalten könnte.

                                        Und wenn jeder sich mal in seinem Wohnort gegen die neuen Projekte für Discounter, Baumärkte und andere Gewerbegebiete stark machen würde, die für 25 Kunden mindestens 100 versiegelte Parkplätze bauen.
                                        Ein EFH muß auch keine vollversiegelten 5 Parkplätze haben. Oder ?

                                        Wenn wir uns alle mal Gedanken machen würden, dann kämen wir sicher weiter.

                                        Die Unterlieger an der Donau tun mir sehr leid. Es muss doch wahnsinnig schlimm sein, wenn man Wasser bis 2/3 Meter im Haus hat, welches mit Heizöl, Chemikalien, Gülle, Jauche und Dreck aus Kläranlagen durchsetzt ist.
                                        Echt arme Leute, die unter dem St. Florians Prinzip leiden müssen.

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                                        • shiraly
                                          • 06.12.2008
                                          • 527

                                          Annemarie, Punkt eins, diese Niederschlagsmengen hätte kein Gebiet aufnehmen können, auch im Zustand zur Zeit der Kelten und Römer nicht. Es wäre immer zuviel Wasser nach unten gelaufen. Die kleine Strasse, die zu meinem Haus führt, war ein Bach, und das auf einem Berg, der ein Schwamm ist - kaum versiegelte Flächen, dicht bewaldet etc. Im Tal hat es teilweise das Grundwasser über die Felder gedrückt und auch bei uns sind Bäche übergegangen etc.

                                          Punkt 2, ich kenne niemanden, der hier Mais in Hanglagen anbaut. Es gibt außer mir niemanden in der Gegend, der noch ein Feld in Hanglage bebaut (und ich mache Mais nur in homöopathischen Dosen). Im Tal gibt es sehr vereinzelt Bauern, die Mais machen, im Vergleich zu guten Ackerbaugegenden ist das lächerlich wenig.

                                          Punkt 3, die Fläche, die Wasser zurückhält ist hier im Vergleich zur Fläche, die versiegelt ist, sehr viel größer als in den Ebenen.

                                          Du kannst also aufhören, auf den Alpen herumzureiten. Umdenken müssen alle, den Mais in Hanglagen kannst als Verursacher ebenso streichen (für dieses Hochwasser zumindest) wie den Alpentourismus als Sündenbock. Warum beschäftigst du dich nicht mit Fakten, bevor du zweifelsohne gut gemeinte flammende Aufrufe schreibst?

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