GOT - Neue Gebührenordnung für Tierärzte - Erfahrungen

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  • Charly
    • 25.11.2004
    • 6008

    warum muss man Jungpferde zum ausschneiden sedieren???
    wurden die Füsse in der Vergangenheit nicht gemacht und hat keiner mit denen geübt?
    ich kann mir schon vorstellen, wie die 131 EUR entstanden sind
    13 EUR Fahrkosten
    34,50 Hausbesuchsgebühr (netto)
    ca. 40 EUR Besuch/Beratung
    ca. 10-20 EUR Medikamente
    + Märchensteuer
    da bist du schnell bei dem von dir genannten Betrag

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    • MissCatania
      MissCatania kommentierte
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      Ist das eine ernstgemeinte Frage? Ich weiß von genug Aufzuchtställe in denen grundsätzlich alle jungen Pferde für den Schmied sediert werden. Die werden wochenlang nicht angefasst und plötzlich kommt dann der Schmied. Wie soll es dann anders gehen. Andersherum kenne ich auch genug Schmiede, die um jegliche Pferde unter 4j einen großen Bogen machen und das grundsätzlich ablehnen. Die wenigen Schmiede, die sich Jungpferde zutrauen, verlangen häufig direkt eine Sedierung, wenn die nicht wirklich perfekt stehen, weil es einfach schnell gefährlich werden kann... Nebenbei kenne ich auch einige ältere Pferde, die für den Schmied sediert werden müssen...

    • Nickelo
      Nickelo kommentierte
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      Hast du nicht eher Glück gehabt? Scheint kein Dreifacher Satz für gefährliches Handling oder besonders wertvolles Pferd gewesen zu sein …
  • Kareen
    PREMIUM-Mitglied
    • 06.01.2001
    • 7470

    Das kann ja durchaus mal vorkommen. Wir hatten auch schon mal welche, die es erst gut gelernt hatten aber dann zweijährig oder sogar noch älter plötzlich eine Phase hatten, wo sie einfach nur doof waren. Das kann auch mal mit fehlendem Gleichgewicht wegen Wachstum zu tun haben.
    Du kannst aber nicht einfach eine Sedierung reinjagen und dann "viel Glück" über die Schulter rufen und wegfahren. Du kannst auch nicht 5 Pferde gleichzeitig sedieren, weil dann die ersten schon wieder klar sind, bevor das Ausschneid-Kommando mit dem ersten oder zweiten fertig ist.
    Warum dort zu einem höheren Satz abgerechnet wurde, weiß ja kein Mensch. Vielleicht war das Pferd schwierig zu spritzen, es musste ein Helfer mitkommen weil keiner vom Stall dabei war, oder es war besonders wertvoll, oder oder oder. Man kann auch einfach vorher sagen, was gewollt und gewünscht wird. Ich kenne keinen Kollegen, der nicht lieber eine große Rechnung schreibt statt 5 kleiner. Papierkrieg ist Tierärzten von Hause aus eher fremd und zuwider, wir machen auf jeden Fall nicht freiwillig mehr davon, als rechtlich vorgeschrieben ist.

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    • Peanut
      • 06.08.2007
      • 2877

      OT: Warum werden die Pferde in Aufzuchtbetrieben eigtl generell max nur 3 bis 4x pro Jahr dem Schmied vorgestellt? Wären kürzere Intervalle zu aufwendig?
      Sedieren macht natürlich in solchen Betrieben durchaus Sinn. Die Pferde sind kaum in der Hand und jeder Schmiedbesuch ist dadurch mit Stress verbunden. Da tut man weder dem Tier noch dem Schmied einen Gefallen, wenn man ohne Sedierung arbeitet. Ist auch durchaus Aufwand für den Tierarzt, der dann während des Schmiedbesuchs anwesend bleiben muss. Und nicht jedes Jungpferd steht brav da, wenn der Tierarzt spritzen will. Für mich nachvollziehbar, dass das teuer wird!
      Meine Stute aus 2025 ist täglich an der Hand, sieht alle 8 Wochen den Schmied und steht dabei wie eine eins. Alles spielerisch von Klein auf gelernt und völlig stressfrei für alle Beteiligten. Ebenso Tierarztbesuche zum Impfen sowie Wurmkurgaben etc. Alles selbstverständlich und problemlos. Ich bin froh und dankbar, dass bei uns alles so entspannt und easy läuft und man spart sich nebenbei das Geld für Sedierung und Co, wenn die Kleinen das Handling gewohnt sind.

      Kommentar


      • Schimmeltier
        Schimmeltier kommentierte
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        In einem Aufzuchtstall, wo die Jung!!-pferde 4mal oder noch öfter im Jahr vom Schmied ausgeschnitten bzw. "korrigiert" werden müssen, läuft etwas gewaltig schief.
        Ziel ist (auch aus Kostengründen) die Jungpferde so optimal zu halten, dass kaum oder gar nicht der Schmied ran muss. Viel Auslauf, vernünftige Ernährung und ein bisschen auf den Boden achten, wo sich die Youngsters tummeln.
        Dann klappt das mit dem Abrieb und dem gesunden Hufwachstum viel besser. ....Man muss ja nicht 6 Jahre warten bis zum 1. Ausschneiden....

      • Elfi
        Elfi kommentierte
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        Schimmeltier nicht dein Ernst????? Das quartärliche Vorstellen beim Schmied ist doch kein Indikator dafür dass in dem Betrieb was nicht stimmt??? Also manchmal echt.....

      • hufschlag
        hufschlag kommentierte
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        Wer macht das täglich?
    • Kareen
      PREMIUM-Mitglied
      • 06.01.2001
      • 7470

      Von generell kann man da nicht sprechen. In den meisten vielleicht, aber es gibt auch ordentliche in denen (nur) dann bearbeitet wird, wenn es nötig ist und nicht nach Kalender oder weil gerade mal jemand daran gedacht hat. Wir haben fast jede Woche jemanden zum Hufe bearbeiten da und der macht dann die die die Woche über auf die Schmiedliste geschrieben wurden. Im Schnitt ist das alle 6-8 Wochen der Fall, wir haben aber auch welche, da muss alle 4 Wochen etwas dran gemacht werden oder sogar noch häufiger, ein paar wenige habe ich auch, die nur 1-2x im Jahr gemacht werden müssen. Hängt halt auch stark von den Bodenverhältnissen ab und natürlich davon, was Mutter Natur bzw. die Eltern den Pferden für ein Fundament mitgegeben hat. Meinem Gefühl nach sehe ich heute beim durchschnittlichen Sportpferd eher wieder mehr Fehlstellungen als vor 20-25 Jahren. Und die Pferde werden zusehends schwieriger. Als ich vor 20 Jahren damit anfing, Pferde für andere Leute aufzuziehen, musste ich so gut wie nie eines sedieren. Seit ein paar Jahren ist da ein deutlicher Trend zu sehen, dass der Bedarf zunimmt. Einerseits weil mehr Pferde schlecht er- oder gar verzogen ankommen, oder Schwächen im Nervenkostüm aufweisen, andererseits weil auch das Sicherheitsbewusstsein der Hufbearbeiter gestiegen ist, wofür ich auch volles Verständnis habe.

      Kommentar


      • Elfi
        Elfi kommentierte
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        Ich glaube das liegt einfach mitunter auch daran, das die Leute die Pferde in der Aufzucht einfach abstellen und sich kaum oder gar nicht mehr kümmern. Klar, auch verständlich wenn man weiter weg wohnt und nicht einfach mal so vorbeikommen kann, aber auch dann könnte man gegen Bezahlung vielleicht jemand im Betrieb finden der das ein bisschen übt? Meine Fohlen haben bis zum Absetzen das kleine ABC gelernt und wurden auch mit Mutti dem Schmied vorgestellt. Wenn die in die Auzucht gingen, dann kannten die alle Schmied und waren alle brav (okay, soooo viele Foheln warens nicht). Klar zappeln auch die mal, aber nicht gefährlich für Mensch und Tier. In "meiner" Aufzucht konnte man sich auch auf eine Liste für den Schmied eintragen, der kam alle 2-3 Wochen. Der hat sich immer über meine Fohlen gefreut weil die halt brav hingestanden sind. Manche Youngster sind halt leider in drei Jahren nicht enmal dem Schmied vorgestellt worden, tja....Und manche nur so ab und an, dann hat der Schmied die mit Hilfe der Hofbetreiber schon irgendwie überlebt, manchmal halt nur knapp. Das mussten die Besitzer aber dann auch extra zahlen, genauso wie die Gabe von Wurmkur etc.

      • Nickelo
        Nickelo kommentierte
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        „Meinem Gefühl nach sehe ich heute beim durchschnittlichen Sportpferd eher wieder mehr Fehlstellungen als vor 20-25 Jahren. Und die Pferde werden zusehends schwieriger“. Interessante Beobachtung Kareen. Welche Fehlstellungen sind denn gemeint? (Bockhuf …? ….) Und zu letzterem : Das trifft sich mit den vielen Verkaufsanzeigen, in denen bei 3,4-Jährigen steht: „sensibel, speziell, wenn man … auf seiner Seite hat“.

        Wenn man so mit dem Rad durch die Dörfer fährt, sieht man schon oft „Mikrohabitate“. Mit Argwohn beobachte ich auch Auktionen wie die neue DSP Fohlenauktion ab 14.5.26 im Rahmen der Pferd international. Es ist sicher finanztechnisch gut, Verkaufsschauen dort abzuhalten, wo sich viele Leute in heiterer Stimmung befinden, doch selbst im Januar geborene Fohlen sind dann erst etwas über 4 Monate alt. Das kann nicht gesund sein .. - wie auch jüngere Artikel zur Fohlenpsyche zeigen.
    • Eddi
      • 27.03.2019
      • 241

      Könnte es sein daß die Probleme die wir gerade diskutieren ihren Ursprung in der Zucht haben? Sowohl das Interieur wie auch das Exterieur( Fehlstellungen usw.)

      Kommentar

      • hufschlag
        • 30.07.2012
        • 4177

        Na ja, ich bin schon hin und da dort
        Aber was soll ich machen
        In der Herde geht gar nichts, da kommen alle von allen Seiten
        Sie alleine raus nehmen?
        Wenn Sie nicht mit will? wovon ich ausgehe, weg von der Gruppe.

        Ausserdem nicht gewünscht, bringt viel Unruhe rein wenn am Wochenende 10 Leute ihr Pferde aus der Gruppe nehmen und zurück

        Jedesmal irgendjemand suchen, der mitfährt? schwierig

        Und nein, das ist ein kleiner Betrieb, da können nicht 30 Einsteller die Pfleger für ein paar Euro zu irgendwas verpflichten
        wofür ich volles Verständnis habe

        Ich bin hinten im Aufzuchtstall, ich kenne die meisten Einsteller gar nicht.
        bei den Aufzuchtpferden war nie jemand gleichzeitig da, wenn ich dort war

        Meine Freundin kam immer mit Mann und Kind, alle Reiter, da sieht die Welt anders aus...

        Und ich hab neben der kleinen halt auch was zu reiten, das ganze finanziere ich mit einem vollzeitjob und Putzfrau ist auch nicht

        Kommentar

        • Kareen
          PREMIUM-Mitglied
          • 06.01.2001
          • 7470

          Das zieht für mich nicht. Wenn ich Aufzucht als Dienstleistung in full service anbiete, dann muss ich auch zusehen, dass die Hufpflege gemacht wird, wenn sie nötig ist. Wenn ich das nicht kann, muss ich mich finde ich auf Kunden beschränken, die selbst kommen und sich kümmern können. Bei uns sind das nur so 3-4 Kunden, alle anderen wohnen hunderte oder tausende km entfernt und können nicht regelmäßig kommen um selbst etwas mit ihren Pferden zu machen. Für uns ist es viel einfacher, wir machen das, wir haben die Kleinen hier ohnehin häufig in der Hand, sie werden von a nach b gefahren auf frische Weiden, wir regeln das Impf- und Entwurmungsmanagement, also auch die Hufpflege. Natürlich braucht man dafür mehr Leute als für Minimalversorgung, aber entweder bezahle ich für full service, dann möchte ich auch, dass ich mich selbst nicht kümmern muss und alles ordentlich gemacht wird, oder ich spare mir das Geld und mache es selbst. Dazwischen ist eigentlich nur Platz für Ärger, enttäuschte Erwartungen und schlechte Stimmung. Unsere Jährlinge kann man alle einzeln herausfangen und auch verladen, und wenn der Schmied kommt, ist auch jemand da, der notfalls mal mithilft, wenn es zappelig wird.

          @Eddi: Auf jeden Fall spielt das eine große Rolle. Umso mehr sollte sich jeder einzelne Züchter darauf besinnen, genau auf Hufgesundheit und Stellung zu achten.

          Kommentar


          • Nickelo
            Nickelo kommentierte
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            Jungpferdeställe, die einen so guten Service anbieten, kosten hier (Südbayern/ Südostbayern) grundständig 300€ plus ggf. Nebenaufwendungen …

          • zwerg123
            zwerg123 kommentierte
            Kommentar bearbeiten
            Da bist du mit 300,00 EUro noch gut bedient. Hier kosten diese Aufzuchställe mehr als eine Box mit Paddock im Reitstall

          • hufschlag
            hufschlag kommentierte
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            Ich wüsste hier gar keinen, der das besser macht
            Hier ist auch das gesamte Management dabei inkl impfen wurmkur etc pp
            Und eigentlich klappt das ja beim Schmied
            Dass da 1,2, dabei sind, die das irgendwie noch nicht gelernt haben

            Ja nun.. Auch für die wird was angeboten.
            Ist ja nicht so, dass alle sediert werden müssen. Aber wenn 1,2 da halt so sind...

            Wenn nicht, kommt halt auch kein Schmied mehr, die sind bei uns auch Mangelware...

            Theoretisch alles richtig
            Praktisch ist mann von besi inzwischen im Pflegeheim, sie wurde beim koppel Wechsel von einem jungpferd umgerannt und hatte Handgelenk gebrochen im Herbst
            Das ist zwar inzwischen Theoretisch verheilt, Praktisch macht jetzt ne Sehne Probleme.

            Da konnten die jungen halt auch nicht so gemacht werden, wie die Jahre davor

            Und wie gesagt, ich wüsste auch für mehr Geld nichts, wo es besser gemacht wird, eher im Gegenteil...

            War auch ganz sicher mein letztes fohlen. Die guten Plätze, da werden die Betreiber inzwischen alt, und gutes neues ist bisher nichts nachgekommen

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