So, weiter geht es.
@Esmeralda: Deine Abstammung bei paardenfokken oder wo immer aufrufen, in der Menüleiste den Link mit Rechtsklink anklicken. Dann auf Kopieren gehen und ihn hier einfügen. Das sollte eigentlich klappen.
@Syriana
Zurück geht die Abstammung mal wieder auf althannoversches Blut - in diesem Fall auf Flügeladjutant, Detektiv, Nelusko und Alnok. Dies ist für die damalige Zeit eine schon auffallend dressurbetonte Abstammung, die moderne Pferde mit guten Bewegungen hervorgebracht hat. Flügeladjutant hat sich in erster Linie als Lieferant von sehr guten Schaustuten erwiesen. Man kann also mit einigem Recht erwarten, dass die 6. Mutter Flügelnote ein modernes, langliniges Modell mit sehr guten Bewegungen gewesen ist.
Angepaart wurde sie an Wrede, einem statiösen Rappen, der selbst das hannoversche F-Blut in hohem Maße führt - auch über Flügeladjutant, so dass wir in der Tochter Waldpforte eine enge Linienzucht auf diesen Hengst haben. Wrede selbst ist als Vererber nicht sonderlich in Erscheinung getreten. Er wurde als junger, fünfjähriger Hengst ausgesucht, weil er mit seiner Erscheinung sicher imponiert hat. Viel mehr war da wohl aber auch nicht, und so wird Waldpforte vermutlich ein schickes Pferd ohne Berufung zu höheren Leistungen gewesen sein.
Sie erhielt als Partner den Don Carlos-Sohn Donkosak, der in eine ganz andere Richtung geht. Vater Don Carlos ist ein hervorragender Leistungsvererber in Sachen Springen, aber seine Kinder sind - wie er selbst - charakterlich nicht einfach und äußerst sensibel. Für die Leistungsstärke dürfte dabei sein Muttervater Frustra II verantwortlich sein, der auch gleichzeitig Muttervater von Donkosak ist. Somit weist dieser Donkosak eine überaus enge Linienzucht auf Frustra II auf, der als einer der führenden Leistungsvererber seiner Zeit galt mit herausragenden Nachkommenleistungen - nicht nur im Springen.
Das hat zur Folge, dass wir bei der 4. Mutter Dominix jetzt ein Pferd haben, dessen Eltern sich gegensätzlich vererben. Wenn diese ziemlich riskante Art der Anpaarung (man weiß nun einmal nicht, welcher Elternteil sich in welcher Form wiedergibt) optimal verläuft, hat man ein Pferd, das die Vorzüge beider Eltern in sich vereint. In diesem Fall wäre das also von der Mutterseite der schicke Typ mit langen Linien und guten Bewegungen und von der Vaterseite Springvermögen und hohe Leistungsbereitschaft. Sollten sich diese beiden Faktoren tatsächlich ideal ergänzt haben, hat man natürlich zunächst einmal ein tolles Reitpferd, das einem aus der Hand gerissen wird, wenn man es verkaufen will. Für die weitere Zucht mit einem solchen Mix sieht es dagegen weitaus problematischer aus. Man darf sich nicht einbilden, dass der so gezogene und gelungene Nachkomme nun von sich aus automatisch alle Vorzüge, die er von Vater und Mutter erhalten hat, so weitergibt, wie es in ihm drin ist. Im Gegenteil: Aus diesem Gen-Mix setzt sich dann das Erbgut für die nächste Generation neu zusammen, und es wird etwas von dem Guten weggelassen (und dafür kommt etwas weniger gutes zum Vorschein). Also hier z. B. das Gangvermögen der Vaterseite gepaart mit der möglicherweise mangelnden Leistungsbereitschaft der Mutter. Dann hat man womöglich ein Pferd, das springen kann, aber nicht will, und mit dem wegen der nicht besonders ausdrucksvollen Grundgangarten auch auf dem Viereck kein Staat zu machen ist. Wenn dann die schwierige Komponente noch dazu kommt, ist der Nachkomme dann nicht einmal amateurtauglich.
Wir haben jetzt also mit der Stute Dominix eine nicht ganz einfach anzupaarende Stute. Ausgewählt wurde Pandur, ein Hengst, der selbst erfolgreich in schweren Springen war und von dem Vollblüter Praefectus xx stammt, der einige gute Nachkommen in der Warmblutzucht hatte. Auch mütterlicherseits ist mit Adlerschild xx als Vater des MV Adlerfarn II Vollblut im Spiel. Das lässt den Schluss zu, dass Dominix mehr von ihremVater Donkosak mitbekommen hat. Das Springen hat die Oberhand gewonnen und soll nun verstärkt werden. Pandur hat gezeigt, dass er sich zu Erfolgen reiten lässt. Außerdem werden bei der Anpaarung der Dominix mit Pandur mehr Linie und Rahmen ins Spiel kommen.
So haben wir jetzt die 3. Mutter Pamir, die zu Pik Bube II gebracht wurde. Er hat nicht den Bekanntheitsgrad wie Pik Bube I erlangen können, aber - wie praktisch alle Pik As xx- und Pik König-Nachkommen sehr gute, sensible und leistungsbereite Pferde für alle Zwecke gebracht. Da Pik As xx für seine enorme Individualvererbung bekannt ist (die ihn auch noch nach Generationen erkennen lassen), dürfte die Großmutter Pigalle eine sehr blutgeprägte Stute sein mit hoher Sensibilität und guter Doppelveranlagung.
Doppel veranlagt geht es dann auch weiter mit der Anpaarung von Pigalle an Trend, einem Sohn des Trakehners Traumdeuter, der auf der Mutterseite über Akzent II auf die Trakehner Linie des Abglanz zurückgeht und mit Wendekreis und Einglas wieder auf althannoversches Blut mit vielen Springanteilen. Auch Traumdeuter selbst, der dressurmäßig bis S-Lektionen ausgebildet wurde, ist als Arogno Sohn aus einer Patron-Tochter hervorragend gezogen und angesichts seiner auch guten Vererbung nicht so stark genutzt worden, wie es hätte sein können.
Die Mutter Tamara hat jetzt alles, was man sich von einem Pferd wünschen kann. Sie ist doppelveranlagt, blutgeprägt mit guten Bewegungen und hoher Sensibilität. Eine hervorragende Zuchtstute, mit der man - je nach Bedarf und Geschmack - durch Anpaarung eines entsprechenden Spezialhengstes in eine bestimmte Richtung (auf Springen oder Dressur und wegen des hohen Vollblutanteils auch auf Vielseitigkeit) züchten kann. Und man kann natürlich auch Partner wählen, die diese Vielseitigkeit beibehalten. Das hat man mit Roadster getan, der Rittigkeit, Sensibilität, gute Grundgangarten und schönen Typ von Rohdiamant mitbekommen hat (der übrigens auch mit Stangen halbwegs vernünftig umgehen kann). Auf der Mutterseite dann der vielseitig vererbende Furioso II (mit Schwerpunkt Springen), der dafür sorgt, dass eine gewisse Knochenstärke erhalten bleibt. Danach mit Magister wieder Trakehner Blut, das mit Altan (der auch bei Traumdeuter zu finden ist) ebenfalls springen kann.
Bei Rum Tum Tugger fällt also in erster Linie die Vielseitigkeit ins Auge. Außerdem wird er ein sehr schönes und korrekt gebautes Pferd sein. Lernen wird er schnell und feinfühlig auf den Reiter reagieren, weshalb auf eine weiche Hand zu achten ist. Allerdings denke ich auch, dass er durchaus stressresistent ist und keine unnötige Panik schiebt. Solange er nicht ungerecht behandelt wird, wird er durch einen sehr freundlichen und gutartigen Charakter auch mal einen Fehler verzeihen können und nicht gleich übelnehmerisch sein. Vielseitig sollte er ausgebildet werden. Er kann ein sehr gutes Lehrpferd abgeben und ideal für Turniereinsteiger sein. Die Lektionen wird er lernen, und das Springen kann bis zu L ganz sicher auch locker zu machen sein. Auch mehr ist möglich, man muss halt ausprobieren, wohin es gehen kann. Die Dressur ist sicher im Vordergrund.
Die Abstammung "lebt" von der sehr sorgfältigen Einschätzung der jeweiligen Stute und ihrer Partner, nachdem mit der Anpaarung von Donkosak an Waldpforte der Schnitt von in erster Linie modischen Vererbern zum Leistungsvererber in sehr deutlicher Weise vorgenommen wurde. Durch die offensichtlich sehr genaue Bewertung der Stute Dominix durch den Züchter und die sorgfältige Auswahl aller danach erfolgten Anpaarungen ist hier nicht der Effekt entstanden, dass die sich gegensätzlich auswirkende Vererbung von Donkosak und Waldpforte quasi gegeneinander arbeiten, indem sie sich aufsplitten und ihre weniger gewünschten Eigenschaften hervorkehren, sondern die positiven Eigenschaften der Dominix und ihrer weiblichen Nachkommen wurden dann durch sehr überlegtes Züchten gepflegt und verstärkt. Das ist züchterische Kunst in Bestform.
@Esmeralda: Deine Abstammung bei paardenfokken oder wo immer aufrufen, in der Menüleiste den Link mit Rechtsklink anklicken. Dann auf Kopieren gehen und ihn hier einfügen. Das sollte eigentlich klappen.
@Syriana
Zurück geht die Abstammung mal wieder auf althannoversches Blut - in diesem Fall auf Flügeladjutant, Detektiv, Nelusko und Alnok. Dies ist für die damalige Zeit eine schon auffallend dressurbetonte Abstammung, die moderne Pferde mit guten Bewegungen hervorgebracht hat. Flügeladjutant hat sich in erster Linie als Lieferant von sehr guten Schaustuten erwiesen. Man kann also mit einigem Recht erwarten, dass die 6. Mutter Flügelnote ein modernes, langliniges Modell mit sehr guten Bewegungen gewesen ist.
Angepaart wurde sie an Wrede, einem statiösen Rappen, der selbst das hannoversche F-Blut in hohem Maße führt - auch über Flügeladjutant, so dass wir in der Tochter Waldpforte eine enge Linienzucht auf diesen Hengst haben. Wrede selbst ist als Vererber nicht sonderlich in Erscheinung getreten. Er wurde als junger, fünfjähriger Hengst ausgesucht, weil er mit seiner Erscheinung sicher imponiert hat. Viel mehr war da wohl aber auch nicht, und so wird Waldpforte vermutlich ein schickes Pferd ohne Berufung zu höheren Leistungen gewesen sein.
Sie erhielt als Partner den Don Carlos-Sohn Donkosak, der in eine ganz andere Richtung geht. Vater Don Carlos ist ein hervorragender Leistungsvererber in Sachen Springen, aber seine Kinder sind - wie er selbst - charakterlich nicht einfach und äußerst sensibel. Für die Leistungsstärke dürfte dabei sein Muttervater Frustra II verantwortlich sein, der auch gleichzeitig Muttervater von Donkosak ist. Somit weist dieser Donkosak eine überaus enge Linienzucht auf Frustra II auf, der als einer der führenden Leistungsvererber seiner Zeit galt mit herausragenden Nachkommenleistungen - nicht nur im Springen.
Das hat zur Folge, dass wir bei der 4. Mutter Dominix jetzt ein Pferd haben, dessen Eltern sich gegensätzlich vererben. Wenn diese ziemlich riskante Art der Anpaarung (man weiß nun einmal nicht, welcher Elternteil sich in welcher Form wiedergibt) optimal verläuft, hat man ein Pferd, das die Vorzüge beider Eltern in sich vereint. In diesem Fall wäre das also von der Mutterseite der schicke Typ mit langen Linien und guten Bewegungen und von der Vaterseite Springvermögen und hohe Leistungsbereitschaft. Sollten sich diese beiden Faktoren tatsächlich ideal ergänzt haben, hat man natürlich zunächst einmal ein tolles Reitpferd, das einem aus der Hand gerissen wird, wenn man es verkaufen will. Für die weitere Zucht mit einem solchen Mix sieht es dagegen weitaus problematischer aus. Man darf sich nicht einbilden, dass der so gezogene und gelungene Nachkomme nun von sich aus automatisch alle Vorzüge, die er von Vater und Mutter erhalten hat, so weitergibt, wie es in ihm drin ist. Im Gegenteil: Aus diesem Gen-Mix setzt sich dann das Erbgut für die nächste Generation neu zusammen, und es wird etwas von dem Guten weggelassen (und dafür kommt etwas weniger gutes zum Vorschein). Also hier z. B. das Gangvermögen der Vaterseite gepaart mit der möglicherweise mangelnden Leistungsbereitschaft der Mutter. Dann hat man womöglich ein Pferd, das springen kann, aber nicht will, und mit dem wegen der nicht besonders ausdrucksvollen Grundgangarten auch auf dem Viereck kein Staat zu machen ist. Wenn dann die schwierige Komponente noch dazu kommt, ist der Nachkomme dann nicht einmal amateurtauglich.
Wir haben jetzt also mit der Stute Dominix eine nicht ganz einfach anzupaarende Stute. Ausgewählt wurde Pandur, ein Hengst, der selbst erfolgreich in schweren Springen war und von dem Vollblüter Praefectus xx stammt, der einige gute Nachkommen in der Warmblutzucht hatte. Auch mütterlicherseits ist mit Adlerschild xx als Vater des MV Adlerfarn II Vollblut im Spiel. Das lässt den Schluss zu, dass Dominix mehr von ihremVater Donkosak mitbekommen hat. Das Springen hat die Oberhand gewonnen und soll nun verstärkt werden. Pandur hat gezeigt, dass er sich zu Erfolgen reiten lässt. Außerdem werden bei der Anpaarung der Dominix mit Pandur mehr Linie und Rahmen ins Spiel kommen.
So haben wir jetzt die 3. Mutter Pamir, die zu Pik Bube II gebracht wurde. Er hat nicht den Bekanntheitsgrad wie Pik Bube I erlangen können, aber - wie praktisch alle Pik As xx- und Pik König-Nachkommen sehr gute, sensible und leistungsbereite Pferde für alle Zwecke gebracht. Da Pik As xx für seine enorme Individualvererbung bekannt ist (die ihn auch noch nach Generationen erkennen lassen), dürfte die Großmutter Pigalle eine sehr blutgeprägte Stute sein mit hoher Sensibilität und guter Doppelveranlagung.
Doppel veranlagt geht es dann auch weiter mit der Anpaarung von Pigalle an Trend, einem Sohn des Trakehners Traumdeuter, der auf der Mutterseite über Akzent II auf die Trakehner Linie des Abglanz zurückgeht und mit Wendekreis und Einglas wieder auf althannoversches Blut mit vielen Springanteilen. Auch Traumdeuter selbst, der dressurmäßig bis S-Lektionen ausgebildet wurde, ist als Arogno Sohn aus einer Patron-Tochter hervorragend gezogen und angesichts seiner auch guten Vererbung nicht so stark genutzt worden, wie es hätte sein können.
Die Mutter Tamara hat jetzt alles, was man sich von einem Pferd wünschen kann. Sie ist doppelveranlagt, blutgeprägt mit guten Bewegungen und hoher Sensibilität. Eine hervorragende Zuchtstute, mit der man - je nach Bedarf und Geschmack - durch Anpaarung eines entsprechenden Spezialhengstes in eine bestimmte Richtung (auf Springen oder Dressur und wegen des hohen Vollblutanteils auch auf Vielseitigkeit) züchten kann. Und man kann natürlich auch Partner wählen, die diese Vielseitigkeit beibehalten. Das hat man mit Roadster getan, der Rittigkeit, Sensibilität, gute Grundgangarten und schönen Typ von Rohdiamant mitbekommen hat (der übrigens auch mit Stangen halbwegs vernünftig umgehen kann). Auf der Mutterseite dann der vielseitig vererbende Furioso II (mit Schwerpunkt Springen), der dafür sorgt, dass eine gewisse Knochenstärke erhalten bleibt. Danach mit Magister wieder Trakehner Blut, das mit Altan (der auch bei Traumdeuter zu finden ist) ebenfalls springen kann.
Bei Rum Tum Tugger fällt also in erster Linie die Vielseitigkeit ins Auge. Außerdem wird er ein sehr schönes und korrekt gebautes Pferd sein. Lernen wird er schnell und feinfühlig auf den Reiter reagieren, weshalb auf eine weiche Hand zu achten ist. Allerdings denke ich auch, dass er durchaus stressresistent ist und keine unnötige Panik schiebt. Solange er nicht ungerecht behandelt wird, wird er durch einen sehr freundlichen und gutartigen Charakter auch mal einen Fehler verzeihen können und nicht gleich übelnehmerisch sein. Vielseitig sollte er ausgebildet werden. Er kann ein sehr gutes Lehrpferd abgeben und ideal für Turniereinsteiger sein. Die Lektionen wird er lernen, und das Springen kann bis zu L ganz sicher auch locker zu machen sein. Auch mehr ist möglich, man muss halt ausprobieren, wohin es gehen kann. Die Dressur ist sicher im Vordergrund.
Die Abstammung "lebt" von der sehr sorgfältigen Einschätzung der jeweiligen Stute und ihrer Partner, nachdem mit der Anpaarung von Donkosak an Waldpforte der Schnitt von in erster Linie modischen Vererbern zum Leistungsvererber in sehr deutlicher Weise vorgenommen wurde. Durch die offensichtlich sehr genaue Bewertung der Stute Dominix durch den Züchter und die sorgfältige Auswahl aller danach erfolgten Anpaarungen ist hier nicht der Effekt entstanden, dass die sich gegensätzlich auswirkende Vererbung von Donkosak und Waldpforte quasi gegeneinander arbeiten, indem sie sich aufsplitten und ihre weniger gewünschten Eigenschaften hervorkehren, sondern die positiven Eigenschaften der Dominix und ihrer weiblichen Nachkommen wurden dann durch sehr überlegtes Züchten gepflegt und verstärkt. Das ist züchterische Kunst in Bestform.


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