Pferdemarkt:Gucci oder Aldi..
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es geht nicht um das "Besondere". Marquisas Argument stimmt - und deshalb sind die Beispiele, wie Du Marquisa sie ausbildungsmäßig lieferst, so unglaublich wichtig! Und wichtig, dass sie gezeigt werden, und wenn es nur in so einem Forum ist wie diesem. Ich sehe viel in FN aber auch Freizeitställen. Die ambitionierten Freizeitreiter hätten schon Lust auf WB - vor allem, wenn sie sich fortbilden und dann sehen, wo ihre Freizeitrassen begrenzt sind (Schritt, Genickfreiheit, Gangveranlagung). Doch ein solcher Reiter kauft nicht 20 Pferde im Leben, eher 3-4. Die muss man schon für sich gewinnen und da gibt es kaum Konzepte im WB-Bereich! (abgesehen von Hannos erleben)
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Ich glaube,dass da noch ein anderer Aspekt hinzukommt.
Die Käufer,die sich vom WB abwenden,haben schon vorher in den meisten Fällen der FN den Rücken gekehrt,weil sie mit dem Ausbildungskonzept nicht konform gehen,sich nicht gut aufgehoben fühlen,nicht den passenden Unterricht finden,von Rollkurbildern abgeschreckt werden,usw.
Ob die in anderen Szenen auf Dauer glücklich werdensei mal dahin gestellt.
Aber das macht die Sache gerade im Freizeitsektor nicht einfacher,ist der Kunde erst mal abgedriftet,so wird es ungleich schwieriger,ihn wieder zurückzuerobern.
Da mit Preisschnäppchen zu locken kann auf dauer nicht funktionieren.
Der Sportreiter ist dort doch noch einfacher zu handhaben,der will ein Warmblut.
Das ganze System der Warmblutreiterei muss einfach wieder interessant für die breite Masse werden.
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Heutzutage möchte doch jeder das "Besondere" im Stall stehen haben... für den ambitionierten Turnierreiter zählen zu den Besonderheiten unter anderem die Turniererfolge die man erzielt.Ich würde eher fragen: warum schaffen es selbst lobenswerte Projekte wie Hannoveraner erleben nicht, ähnliche Zahlen zu erzielen wie teuere Freizeitpferderassen? PREs, Lusitanos, Isländer
Diese fallen beim Großteil der Freizeitreite ja nun weg...besonders sein will man aber trotzdem... also wählt man ein Rasse mit der man auffällt, oder eben eine besonders hübsche Farbe...Mähne bis zum Boden... was auch immer. Ein schnödes Warmblöd ist da eher uninteressant und dazu in den meisten Fällen nicht sonderlich sitzbequem.
Da diese Gruppe aber wesentlich größer ist, als die der Reiter mit Turnierambitionen und der Markt z.B an PREs in D vermutlich noch nicht ganz so überlaufen wie der der WBs läuft es da eben (noch) besser.
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Meine Güte, Pferde sind ein risikoreiches Geschäft! Niemand kann Klinikkosten mit einkalkulieren in den Endverbraucher-Preis! Ist doch klar, dass so eine Geschichte (so ärgerlich sie ist) ein Verlustgeschäft ist. Allerdings: Wer sich Hobbyzüchter nennt, und nicht zu den wenigen gehört, die davon Ihre Existenz bestreiten, sollte das höchstens als sich selbst tragendes Nullrunden-Geschäft ansehen (und das scheint es ja für einige zu sein, und das ist doch schon etwas, wenn sich die Pferde selbst finanzieren). Oder eben drauflegen. Ich verstehe diese Jammerei nicht, fast alle die hier schreiben haben doch einen anderen Beruf als Broterwerb. Pferde sind nun mal teuer und wenn man alles richtig machen möchte, sehr teuer!
Ich würde eher fragen: warum schaffen es selbst lobenswerte Projekte wie Hannoveraner erleben nicht, ähnliche Zahlen zu erzielen wie teuere Freizeitpferderassen? PREs, Lusitanos, Isländer: Da wird ordentlich Geld für ausgegeben. Vielleicht eben doch, weil mit dem Zuchtziel "Turnierpferd für bessere Ligen" Rittigkeit und Charakter dann zu wenig Beachtung finden und der gemeine, wohlsituierte Freizeitreiter dadurch im Warmblutsektor nicht fündig wird? Oder weil diese Qualitäten zu wenig wertschätzend vermarktet werden? (Ist ja nur das Abfallprodukt, das für den Sport nicht taugt)
Zuchtstute wieder ankurbeln kann aufwendig sein, Marquisas Monatsaufstellung ist da schon eher "gut gelaufen". Ich kenne Beispiele, wo die Lerngeschwindigkeit zwischen Jungpferd oder älterer Zuchtstute extrem weit auseinander lagen. "Würde ich nie wieder machen" war der Kommentar der Pferdefrau, die die Zuchtstute genommen & ausgebildet hat. Die Stute war allerdings roh mit 10 Jahren. Ähnliches Beispiel mit 12jähriger in anderen Händen. Erfahrung und alles war in beiden Fällen vorhanden. Ist leider, leider nicht so einfach, ich würde es mir auch anders wünschen!
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Ich denke auch,es wird nur über eine Marktverknappung funktionieren.
Es mag nach wie vor einige geben,die über gute Kontakte verfügen und zu vernünftigen Preisen verkaufen können.
Wenn das Angebot verkleinert wird,hat man reelle Chancen,auch Nachzucht jenseits der Elitequalität kostendeckend veräußern zu können.
Der weitere Vorteil wäre eine Verbesserung der generellen Qualität,wenn Stuten besser selektiert werden,so dass unsere deutsche Nachzucht auch auf internationalem Parkett weiterhin Begehrlichkeit wecken kann und Inbegriff eines Markenproduktes verkörpert.
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man wird sich bei diesem Thema wohl immer Kreis drehen... wo das Problem herkommt, ist klar... wie man es löst leider nicht.
In der Theorie müßte man also eine feste Preisstaffelung vornehmen, bei der der Fohlenpreis für JEDES Fohlen zumindest die Entstehungskosten deckt, je nach Qualität gibts dann noch einen Aufschlag, dazu noch typstark gibt noch einen weiteren Aufschlag usw, usw... pro Aufzucht, Ausbildungsjahr und Erfolgen kommen die entsprechenden tausenden von Euro obendrauf...
Toller Plan... leider haben wir eine Marktwirtschaft mit Wettbewerb, irgendeiner wird immer aus der Reihe tanzen und seine Pferde günstiger anbieten und irgendwelche Käufer werden dies dankbar annehmen.
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Vor einigen Jahren hatte ich einen für mich ausschlaggebenden Vorfall:
Eine unserer Stuten hatte ein verlagertes Fohlen pünktlich zum Termin,auch in der Klinik konnte das Fohlen nicht gedreht werden und eine Fetotomie musste erfolgen.
Wir wollten der Stute keine erneute Trächtigkeit und damit anstehende Geburt zumuten und haben sie nach einer Rekonvaleszenzphase angekurbelt und nach einem knappen halben Jahr als Hobbyreitpferd verkauft.
Es war eine StPrSt,SLP mit 9 in der Rittigkeit und trotzdem brauchten wir vier Monate Beritt,um sie (10 jährig) an ihre neue Aufgabe zu gewöhnen.Sie war eben keine von der Sorte,die nach 6 Weidejahren so einfach in Stimmung war,einen Hobbyreiter kommentarlos durch den Wald zu schaukeln.Sie baruchte diese Zeit.
-verlorene Decktaxe 1000.-
-ein verlorenes Zuchtjahr (wenn man scharf rechnet 3000.-)
-2700.- Klinikkosten
-6 Monate Rekonvaleszenz,Stall,Schmied,etc. a´300.- macht 1800.-
macht 8500.-
verkauft wurde die Stute für 3.200.-,was ein ordentlicher Preis war.
Den Verlust kann sich jeder errechnen.Unsere Arbeit (auch fürs Anreiten) nicht eingerechnet.
Wie soll man sowas kompensieren?
Wie handhaben "Große" das? Ich denke nicht,dass dort so ein Aufriss gefahren wird.
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Wobei ich es nicht korrekt finde, das man die Schuld auf die Züchter schiebt.... Meiner Ansicht nach traegt eine riesen Schuld auch jemand der seine Fohlen gleich als Paket abgibt... Diese Pakete verdrängen einfach die normalen Züchter...... Da koennen wir uns Konzepte ueberlegen bis wir tot umfallen. Wenn der Markt von jemand ganz anderem abgedeckt wird, koennen wir uns krumm machen wie wir wollen....
Und noch etwas.... Selbst wenn man als normaler Zuechter ein junges Pferd gut ausgebildet in den Sport bringt sehe ich immer noch nicht einen korrekten Erloes... Die die Geld ausgeben wollen, wollen auch den entsprechenden Pomp dafuer haben und der wird ihnen an den entsprechenden Stellen geboten. Das kann ein Normaler nicht... Schon vor30 Jahren sind die Leute von Kasselmann durch die Zuechterstaelle gefahren und haben dort die besseren Youngster eingekauft um sie dann im entsprechenden Ambiente zu versteigern.... Zum Verkauf eines Pferdes gehoert mehr dazu als nur harte Arbeit und korrekte Ausbildung. Das sind Faktoren die im Endeffekt fuer den Erloes gar nicht so wichtig sind....
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Was ich sagen will, ist eigentlich. Ich verkaufe keinen mehr in so niedrigem Preissegment. Wenn das Pferd verkauft ist, hat man keinen Einfluss mehr darauf, was damit geschieht. Aber ich will mich nicht noch ärgern müssen hinterher.
Jetzt waren noch Leute im Stall, wo ich weiß, die beziehen HarzV. Ich will das nicht abwerten jetzt. Traurig, wenn man in soetwas hinein kommt. Aber haben die nicht eigentlich andere Sorgen? Das die selber mal genug essen auf dem Tisch haben und ein geregeltes Einkommen. So wie ich gehört habe, haben sie auch ein Pferd jetzt. Aber nicht von mir.
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Ihr habt eben nicht nur mit Köpfchen gezüchtet sondern auch mit Köpfchen "gerechnet" und früh erkannt, dass man vermutlich nicht mehr genügend "Absatz" haben wird in der Zukunft. Hätten ALLE Züchter rechtzeitig reagiert und reduziert hätte man dem Problem vielleicht noch entgegen wirken können. Stattdessen werfen die, die vorher schon nur "mittelprächtig" gezüchtet haben weiter ihre Pferde auf den Markt, von denen es schon mehr als genug gibt. Das Angebot regelt die Nachfrage... was es zuviel gibt muss im Preis gesenkt werden um überhaupt noch was loszuwerden...Erschreckend ist doch,dass es hier etliche User gibt,mich eingeschlossen,die trotz sehr kleinem Rahmen überdurchschnittliche Produkte produziert und trotzdem die Zucht zumindest vorübergehend eingestellt haben.
Wir haben den Spaß daran verloren,keiner von uns lebt hauptberuflich von der Zucht.
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sag ich ja schon laenger....Zitat von Ara Beitrag anzeigenEs wird so weiter gehen wie bisher und leider noch viel schlimmer!


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Die Erfahrung habe ich auch 1x gemacht. Vor Jahren einen 4 Jährigen verkauft für 3000,- Eu.
Einen Beluga aus StPr von Prinz Thatch XX. Das Pferd war absolut nicht das, was ich mir davon versprochen habe, aber ein nettes Freizeitpferd war es alle mal. In 1000,- Eu Schritten wurde der sogar noch abbezahlt. Er war eingeritten, Super brav und hatte RK 1 sogar noch. Ich wollte ihn aber damals los haben.
Nach kurzer Zeit schon, konnten die neuen Besitzer die Pacht für die Box nicht mehr Zahlen. Es begann eine Reise durch alle Pensionsställe in der Umgebung. Dann überschlug er sich auf der Weide und es war kein Geld für den TA da. Mit Globulies wurde der arme Kerl behandelt. Nach zwei Jahren habe ich einen Brief bekommen, ob ich aus moralischen Gründen dazu bereit wäre die Tierarztkosten ist Höhe von 2000,- Eu zu übernehmen. Oder das Pferd zurück nehmen wolle.
Das habe ich nicht gemacht. Er wurde nur 7 oder 8 Jahre alt. Musste dann eingeschläfert werden. Kein Tierarzt war mehr bereit gewesen, das Pferd zu behandeln. Überall waren hohe Rechnungen offen.
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Schade,dass der Fred schon wieder abdriftet.
In der Eingangsfrage wurden Vermarktungskonzepte angesprochen und die Frage gestellt,wie Zucht wieder rentabel oder zumindest kostendeckend zu gestalten ist.
Erschreckend ist doch,dass es hier etliche User gibt,mich eingeschlossen,die trotz sehr kleinem Rahmen überdurchschnittliche Produkte produziert und trotzdem die Zucht zumindest vorübergehend eingestellt haben.
Wir haben den Spaß daran verloren,keiner von uns lebt hauptberuflich von der Zucht.
Wir haben Probleme,die Nachzucht,egal welchen Alters,in der Breite kostendeckend an den Mann zu bringen und das über Jahre beständig.
Zuchtverluste (Resorption,Totgeburt,etc.) können schlichtweg kaum noch kompensiert werden.
Die hier gemachten Vorschläge bzgl. der Handhabung nicht marktgemäßer Nachkommen (Qualität,Größe,TÜV,etc.) halte ich teilweise für sehr blauäugig bzw. nicht wirtschaftlich,den ethischen Aspekt mal außen vorgelassen.
Weitere Vorschläge?
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Ein Gast antworteteEs wird so weiter gehen wie bisher und leider noch viel schlimmer!

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yep,
mir scheint der pferdemarkt is noch schlimmer als aldi
eher
so kik oder gar noch darunter........
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Ein Gast antworteteVerantwortung übernehmen sieht jedenfalls anders aus, als ein Tier zu verschenken in dem blauäugigen Glauben, dass es ihm beim neuen Besitzer bestimmt gut gehen wird.Zitat von gina Beitrag anzeigen


damit sie dann nach 4. oder 5. hand doch beim schlachter landen???
mach mal ehorses oder ähnliches auf und schau dir die armen kreaturen an, die auf ähnlichem weg zu ihrem derzeitigen besitzer gekommen sind..........
Kann ja klappen, geht aber oft genug total schief.
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Ein Gast antworteteJepp, seh ich absolut genauso.Zitat von Lindenhof Beitrag anzeigen... Jemand, der kein Geld für den Pferdekauf hat und sich die Unterhaltskosten vom Mund absparen muss, bekommt von mir nicht mal ein Shetlandpony. Wie schnell kann eine Krankheit kommen, die unter Umständen nicht mal von einer Versicherung getragen wird (falls überhaupt eine Vers. vorhanden ist), was ist dann? ...
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Zitat von hufschlag Beitrag anzeigengibts. junge Mädels, die einfach kein geld für ein pferd haben und sich den unterhalt dann vom mund absparen aber gut reiten. früher hätte ich sowas gemacht, weil ich einfach kaum geld hatte und ich kann nicht galuben, dass sich niemand daran versuchen will, wenn man sowas anbietet. und auch wenn die 6 jährig immer noch unter durchschnitt sind, wenn die besitzer dann nicht zu sehr daran hängen, kann man sie immer noch gut unterbringen (verschenken, günstig verkaufen).........



damit sie dann nach 4. oder 5. hand doch beim schlachter landen???
mach mal ehorses oder ähnliches auf und schau dir die armen kreaturen an, die auf ähnlichem weg zu ihrem derzeitigen besitzer gekommen sind..........
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Ein Gast antwortetehufschlag, leider kostet das Pferd selbst bei kostenfreier Ausbildung durch junge Reiter über zwei, drei Jahre eine Menge Geld im Unterhalt, die man als Züchter dann schlicht "zum Fenster rauswirft", wenn man das Pferd sechsjährig (fast) verschenkt.
Nochmal: Ich finde es schrecklich und bis zu einem gewissen Grad auch irgendwie unmoralisch, Jungpferde aus wirtschaftlichen Gründen zum Schlachter zu fahren. Aber WENN man die wirtschaftlichen Erwägungen obenan stellt, ist es konsequent, so zu handeln. Ich würd's mir auch anders wünschen.
Ich weiss nicht aus welcher Ecke Du kommst bzw. wann Du das letzte Mal einem Nachwuchsreiter ein Pferd zur Verfügung gestellt hast, aber hier ist das schon seit Jahren quasi ein Ding der Unmöglichkeit, wenn es sich nicht um ein sehr qualitätvolles Pferd handelt.
Wer gut genug reitet, ein Jungpferd solide auszubilden, möchte auch ein gutes Pferd unterm Hinter haben. Wer noch nichts kann, ist für Jungpferde ungeeignet.
Wir haben lange nach einer Reitbeteiligung für ein unkompliziertes M-Pferd gesucht, ebenso für einen A-fertigen Fünfjährigen. Mädels, die einmal die Woche reiten und am WE auf's Turnier wollten gab es durchaus (aber bitte bloß nicht sonntags früh aufstehen und einflechten soll bitte der Besitzer, Nenngeld zahlen natürlich auch etc. pp.).
Aber eine möglichst volljährige Reiterin, die sich regelmäßig kümmert? Fehlanzeige. Elf-, zwölfjährige Mädchen, ja, aber auch die verloren das Interesse, als sie 14 oder 15 wurden. Mal abgesehen davon, dass die Jugendlichen aufgrund der Schulsituation oft wirklich kaum Freizeit haben.
"Früher" war das wirklich anders. Ich hab neben der Schule bis zu vier Fremdpferde geritten und so mein Taschengeld aufgebessert, was allerdings mit Abi, Auszug und Studienbeginn auch aufhörte.
Heute würde man das glaube ich mit der Schule kaum noch unter einen Hut bringen.
Irgendwie wird's OT
Zuletzt geändert von Gast; 30.08.2013, 08:05.
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Ich würde sofort einem gut reitenden Mädl ein Pferd ZUR VERFÜGUNG stellen. Aber wie viele können tatsächlich solide und gut ein JUNGES Pferd reiten, dass noch wenig Erfahrung hat und sind zudem verantwortungsbewusst und diszipliniert? Die Handvoll ist vergriffen, da freut sich doch jeder, der eine Reitbeteiligung sucht, darüber. Jemand, der kein Geld für den Pferdekauf hat und sich die Unterhaltskosten vom Mund absparen muss, bekommt von mir nicht mal ein Shetlandpony. Wie schnell kann eine Krankheit kommen, die unter Umständen nicht mal von einer Versicherung getragen wird (falls überhaupt eine Vers. vorhanden ist), was ist dann? Und wer unterstützt, falls es in der Ausbildung zu Problemen kommt? Ich bin es meiner Nachzucht schuldig, einen Platz zu finden, in der es Aussicht auf Lebensstellung und ein gutes Leben hat. Dazu gehört neben Pferdeliebe eben auch ein kleines bißchen Geld, leider. Das Pony kann man sich nicht mal eben daheim in die Wohnung stellen, wenn man den Stall nicht mehr zahlen kann...
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