Pferdemarkt:Gucci oder Aldi..

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  • Sabine2005
    antwortet
    Jemand hat mal einen Vergleich mit einem Winzer gemacht.

    Mal schafft es dieser Champagner zu züchten. Im nächsten Jahr reicht die Qualität leider nur zum Sekt. Das Jahr danach reicht das Erzeugniss auf dem selben Weinberg nur die Qualität vomTetra-Pack.

    Genau so kann es einem auch ergehen, wenn man eine vermeintlich geglaubte Passeranpaarung wiederholt.

    Meine Frage en Dich OhGloria, weil Du Dich ja hier häufiger negativ über Andere aus lässt, hast Du bist jetzt dem Markt nur Champagner geboten?

    Auch der Tetra-Pack findet bei Aldi einen Abnehmer

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  • Greta
    antwortet
    Naja, fuer Leute die einigermassen reiten können ist es momentan sogar ganz gut.... Man braucht gar nicht ganz gross zu reiten, es reicht, wenn man einigermassen die klassischen Grundlagen drauf hat und ein Pferd von hinten nach vorne vorwaerts reiten kann, ohne vorne wie ein Berserker zu ziehen...... Die Pferde sind einem echt dankbar. Und man hat gute Auswahl unter etwas aelteren Pferden....

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  • caspar
    Ein Gast antwortete
    @carolinen, da magst Du schon Recht haben, wenn das Pferd erfolgreich ist, spielt die Abstammung keiner Rolle mehr, jedenfalls für die meisten Sportreiter.
    Die Prestige-Reiter brauchen eine bekannte Abstammung, wenn sie schon nicht reiten können.
    Ich seh das ja fast jedes Wochenende.

    Es ist ja auch nicht so, dass der unbekannte Hengst besser sein soll.
    Umgekehrt ist es aber auch nicht automatisch so.
    Es gibt so viele Hengste die "gemacht" sind und deren züchterischer Einsatz nicht unbedingt ein Segen für den Zuchtfortschritt war.
    Durch guten Beritt und noch bessere Vermarktung haben die pro Jahr 200 - 400 Nachkommen erzeugt, die nun den Markt verstopfen.
    Diese Abstammungen gibt es dann einmal rechts herum und einmal links herum - ist aber alles der gleiche Quark.
    Aktuell: junge Frau mit einem der bekannten C Nachkommen erhält im A* 5,9 und ist noch plaziert.
    Sie ist begeistert ! Ich wette, dass der bis Ende der Saison nicht mehr tut. Ist das Zuchtfortschritt ?

    Früher konnte man ein mittelmässiges Pferd durch gutes Reiten noch zu einem guten Pferd machen.
    Das kann heute kaum mehr einer.
    Drum steigt der Anteil an Pferden die das auch bleiben ständig an.
    Wie in dem Farb-Thread ja schon geschrieben wurde.
    Die einzige Möglichkeit aus dem unendlichen Ozean der Mittelmässigkeit Discounter herauszustechen ist anscheinend die, ungewöhnliche Farben heraus zu züchten.
    Ist das Zuchtfortschritt ?

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  • Fife
    antwortet
    Ich suche zur Zeit nix. Trotzdem:
    Schaue ich in diverse Verkaufslisten schaue, sehe ich seltsamerweise mehrfach immer die Hengste als Väter die ich mir nie aussuchen würde. Da schrumpft dann die Anzahl der (für mich) begehrlichen Pferde immer sehr schnell und stark.

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  • carolinen
    antwortet
    Caspar, wenn man mal in Ruhe hannoversche Auktionskataloge durchguckt, relativiert sich das sehr. Ich finde schon, das es eine gute Verteilung auf die bekannten Namen gibt, aber es gibt auch genügend bis recht viele andere Abstammungen teilweise unbekannterer Art dazwischen.

    Ich weiss nicht wieso ein Produkt von Hengst A interessanter und begehrenswerte sein soll als ein Produkt von Hengst B . Bloss weil A unbekannter und weniger verwendet ist. Am Ende zählt immer noch das Produkt selber und die Abstammung juckt den Reiter herzlich wenig, wenn er das Pferd sieht und es läuft.
    Je älter und erfolgreicher das Pferd, desto irrelevanter die Abstammung.

    Das bedeutet: es ist egal was man macht, das Produkt muss stimmen. Und das kann ein Produkt aus Massenproduktion sein, das kann auch ein Produkt aus Einzel-Liebhaber-Herstellung sein. Da unterscheidet sich der Pferdemarkt nämlich ganz gewaltig von Supermarktketten oder Modedesignern.

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  • caspar
    Ein Gast antwortete
    Was gloria ausdrücken möcht ist, dass durch den Einsatz der KB Massenhaft der gleiche Einheitsbrei produziert wird, und zwar bei den Dressur - als auch den Springpferden.
    Wenn man die Auktionskataloge der Verbände durchblättert kommt einem das grosse Gähnen.
    Und solche Pferde wird man auch für 5 t€ nicht los.
    Die gehen im unendlichen Ozean der Mittelmässigkeit einfach unter.

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  • Calt
    antwortet
    Mir wollte man max. 4000,- geben, wenn er denn gut angeritten ist und natürlich einen guten TÜV hat. Dafür gebe ich generell kein Pferd ab. Bleibt aus Prinzip dann stehen.

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  • basquiat
    antwortet
    Zitat von Calt Beitrag anzeigen
    Ja ja, Gucci Pferd und das zum ALDI Preis. Hatte letzte Woche zwei Anfragen für einen meiner 3 Jährigen, da zieht es einem die Schuhe aus. Wann hört das endlich mal auf?
    Erst, wenn ALLE Züchter auf Pferdesucher so reagieren, dass sie ihnen klar machen, was die "Produktion" gekostet hat. Ich meine, ein gesundes, durchschnittlich gutes Pferd MUSS die Kosten beim Verkauf decken. Wenn es Mängel hat, muss man eh Preisabstriche hinnehmen, wenn es überdurchschnittlich ist, muss man mehr verlangen dürfen.

    Wenn ich höre/sehe, dass die meisten ein erwachsenes (ab 3) Warmblutpferd für 5.000,-- oder weniger suchen, kriege ich die Bockerlfroasen!!! Bei uns ist das realistisch kalkuliert der FOHLENPREIS.

    LG Liesl

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  • Calt
    antwortet
    Ja ja, Gucci Pferd und das zum ALDI Preis. Hatte letzte Woche zwei Anfragen für einen meiner 3 Jährigen, da zieht es einem die Schuhe aus. Wann hört das endlich mal auf?

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  • basquiat
    antwortet
    Das Problem aus meiner Sicht ist, dass der Kunde durch die vermeintliche Massenproduktion glaubt, Pferde zu Aldi-Preisen kaufen zu können. Dass das aufgrund der Überproduktion offenbar auch möglich ist, hat aber nichts mit günstigen Produktionskosten zu tun, sondern mit mangelnder Nachfrage (Nachfragemarkt = Käufer kann den Preis drücken).

    Jedes Pferd, ob gut oder schlecht, ist ein individuelles Zuchtprodukt und hat in gewissem Rahmen (vor dem Ausbilden zumindest) ähnlich viel gekostet. Trotzdem schwankt der Preis von Aldi bis Gucci, weil eben die Qualität nicht von den Produktionskosten abhängt.

    Ich befürchte, ein Züchten abseits der bekannten Namen würde die Absatzchancen NICHT verbessern, sondern im Gegenteil.... (spreche da auch aus eigener Erfahrung....)

    LG Liesl

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  • Oh-Gloria
    Ein Gast erstellte das Thema Pferdemarkt:Gucci oder Aldi...

    Pferdemarkt:Gucci oder Aldi..

    Ich wollte einmal meine Persönliche Ansicht einer strukturellen Vermarktung schildern.

    Wie könnte dieses System funktionieren???

    Es gibt interessante Parallelen zu anderen Vermarktungsweisen..

    Begonnen hat es doch damit das mit der „künstlichen“ Besamung etwas geschaffen wurde, das JEDER JEDES Produkt generieren kann. Dies war im NATURSPRUNG so nicht oder schwierig zu gestalten. Die Produkt VIELFALLT war in einer breite gegeben das jeder mehr oder weniger ein Individuelles „Produkt“ generieren konnte. Jedes Produkt war mehr oder weniger auf seine Art „Interessant“ und Qualitativ wertvoll.

    In der Entwicklung der MASSENPRODUKTION – sprich künstliche Besamung fokussierte es sich immer mehr auf einen schmalen Grad, der heute auf ein Rinnsaal zusammen geschmolzen ist. In der Natur würde man den vergleich ziehen können: „ Der Gletscher hat seine Substanz eingebüsst, das eine Optimale Skisaison nicht stattfinden kann – einen kleine schmale Standard Strecke bleibt übrig…“.. Das Interesse schmilzt förmlich dahin..

    Nun kann der Vergleich immer weiter ausgebaut werden…

    Durch die Ansage einzelner Hengststationen ist jedes Jahr ein Signal gegeben wie das Ausrufen zu einem Jagdsignal. Ob dies Hilfreich ist oder auch dem wirklichen MARKT – nämlich dem REITER, ist eine andere Sache. Es wird und wurde in einer Dimension Pferde am FLIESBAND produziert die wenig bis gar nicht dem MARKT DIENLICH ist. Man kaufte es aber trotzdem – denn es ist ja Hype diese Produkt zu besitzen – ob man es gebrauchen konnte oder nicht. Der Rest kam auf die Halde und wartete bis es für das entsprechende Geld – mehr oder weniger „weggeworfen“ wurde.

    Der künstlich aufgebaute Markt verkam immer mehr zu einem System ALDI SÜD und ALDI NORD…Derselbe Ramsch wurde in jeder Konstellation angeboten. Der Markt merkte aber recht schnell, da das vorhandene KAPITAL immer mehr gezielt eingesetzt wurde, das solche Produkte wenig hilfreich sind. Die RAMSCHWARE blieb immer mehr ein Ladenhüter…

    ALTERNATIVEN????... Man hatte sich nie darum bemüht etwas anderes zu entwickeln, kam eine Alternative in der Vergangenheit auf, so war sie klein – war sie gut war sie Regional und zum Teil später überregional immer zu vermarkten. Heute wird von Aldi Süd oder Aldi Nord etwas hoch gehoben wie die „Freiheitsstatue“ ihre Fackel hält und verkündet das DIES der neue Weg und der NEUE FORTSCHRITT wäre,, die Glaubwürdigkeit“ aber ist im laufe der Zeit verloren gegangen, und man ist sich nicht wirklich sicher, ob man diesen farbigen Werbeartikeln noch glauben schenken kann, wo man schon zu oft enttäuscht wurde. Das ein Aktiver Markt wenig bis nicht von solchen Monumenten Leben kann, die ggf. noch mehr schaden anrichten wie Positives ist vielleicht das immer weiter auftretende übel. Je größer das vertrauen schmilzt um so weniger wird der stotternde Motor wieder an fahrt gewinnen – ggf. verliert er völlig die fahrt und bleibt stehen.

    Ist es nicht eine Zeitlose Idee, ein Produkt zu generieren das so wenig bis nicht zu finden ist, etwas zu schaffen was Marktfähig ist in Form von Begehrlichkeit was auf einer Grundlage der VIELFALLT und QUALITÄT beruht. Dieses System mit dem Ziel das für alle Schichten ein Angebot vorliegen kann mit jeweiligen stärken wie schwächen… Produkte die durch Gewisse Erscheinungen hervor treten wo man aber auch etwas in kauf nimmt – denn wo Licht ist, ist auch Schatten. Könnte nicht gerade das die Aufgabe der Produzenten sein – der Züchter?. Verkauft man nicht über die IDENTITÄT eine Individuelles Produkt???. Aldi ist davon weit entfernt...
    Zuletzt geändert von Gast; 23.08.2013, 17:49.

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