Pferdemarkt:Gucci oder Aldi..

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  • Uniqua
    antwortet
    ...... in zeiten wo viele doch noch gute pferde zum schlachter gehen, wer kann es da verdenken, das kaufanfragen um die 2000 euro unterwegs sind ???........... ich nicht


    ich selber als muckel züchter , max ein wb fohlen im jahr, die letzten drei stutfohlen, 1 x stpr und 2 xverb pr, ich gebe auch auf und beende die zucht.... und hier in der nachbarschaft bin ich nicht die einzigste !

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  • hufschlag
    antwortet
    das stimmt schon und ihr sollt ja auch euer Geld bekommen, aber alle, die zur Welt kommen können halt nicht kostendeckend sein, dafür gibts im gegenzug auch ganz teure. und der Vergleich mit dem hundezüchter passt auch nicht ganz, weil eine hündin (in WHG oder Haus) im Unterhalt fast nichts kostet im Vergleich zu einem Pferd in einem Stall

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  • tina_178
    antwortet
    Es heißt zwar "Hobby" und mit nur 1-2 Fohlenverkäufen im Jahr ist man auch noch nicht USt-pflichtig, die Investitionen die man tätig sind aber durchaus professionell und "man" hat durchaus den Anspruch und das Ziel, monitär +/- 0 zu fahren - die Zeit rechnet man ja schon gar nicht. Ich frage mich wirklich, wenn ich die Kritiken hier ab und zu im Forum lese, was daran verwerflich ist. Vergleiche mit Tennis, Golf und Skilaufen hinken, weil ich dort nichts produziere und keinen Mehrwert schaffe. Seltsamerweise kritisiert niemand einen Hundezüchter, der regelmäßig seinen Mops-Wurf hat und damit vermutlich mehr Umsatz macht, als man mit 2 Fohlen generieren kann.

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  • hufschlag
    antwortet

    Also ich möchte mal beitragen, dassein günstiges Pferd keineswegs dann auch schnell wieder weg muss. ich habe fürmeins eine Schnäppchenpreis bezahlt (unter 5 000.-) sie wurde zu diesem Preisknapp 4 jährig 4 Wochen unter dem Sattel angeboten. Heute, mit 6 ist sie A undL plaziert.

    Für so ein Pferd, sehr rittig, bekäme ich schon ein bisschenwas. und wenn ich das 3 fache eines reellen Preises bekäme- die geht nicht weg..



    Zu der Anzeige „Pferd für 2000.- € gesucht“ probieren kannman es ja

    Ohne diesen Menschen zu kennen, wenn er so was sucht, kannich mir gut vorstellen, dass er mit einem Pferd das er antraben undangaloppieren kann (Dressur) und über ein Baumstämmchen kommt (Springen)durchaus zufrieden ist- und wahrscheinlich nicht mal merkt, wenn das Tier lahmgeht- da gibt’s schon was passendes



    Ich finde es unschön, dass Lisa83 gleich als blondchenbeschimpft wird, weil sie eine andere Rechnung macht.

    Es tut mir sehr leid für die Züchter, die aufgeben müssen,aber zu schreiben ich gebe mein HOBBY auf, weil ich nix verdiene- wer verdientschon an seinem Hobby??? gibt`s ja- aber selten



    Ich verstehe ja, dass ihr alle tolle Sportpferde fürs BCzüchten möchtet aber wenn ich höre, dass für Isländer (gerne auch mit Sommerekzem)15 000.-€ bezahlt werden, ohne mit der Wimper zu zucken, nur weil mit so einemPferd JEDER durch die Welt schunkeln kann, kann man ja doch mal drübernachdenken, weniger Powerpotential zu züchten- auch wenn das bedeutet, dass nieeins aus der Nachzucht auf der WM der jungen Pferde startet

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  • tina_178
    antwortet
    Laß Dich doch nicht provozieren. Wenn Du zufrieden bist, ist doch alles ok.

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  • Lisa83
    antwortet
    Zuerst einmal finde ich es unmöglich, dass hier manche mal wieder nicht sachlich bleiben können, sondern wieder beleidigend werden!

    Ich glaube, dass wir hier zum großen Teil aneinander vorbeireden.
    Denn ja, ich verstehe, dass natürlich niemand tausende Euros Miese machen will mit einem Hobby.
    Nur ist der Weg doch nicht jedes Jahr aufs neue zu "produzieren" und sich dann über die geizigen Reiter oder die "Vermehret"/Eigenbedarfszüchter zu beschweren. Sondern der Weg ist eben wenig(er) oder vorübergehend gar nicht mehr decken zu lassen.

    Ich kenne genug Leute, die auch reelles Geld zahlen für die gewünschten Pferde, aber nein, so viele von denen, die bisschen Dressur UND Springen im (nur!!) A/L Bereich gehen gibt es gar nicht, zusätzlich sollen sie natürlich brav und rittig sein und auch mal 2, 3 Tage nur auf der Wiese verbringen können, ohne danach frech zu sein! Gesund sollen sie sein und es sind nicht mal Platzierungen in beiden Disziplinen notwendig. Findet man nicht mal eben so!
    Und nicht alle Reiter machen ihre Pferde durch schlechtes Reiten kaputt oder fallen damit in A*-Springen in die Oxer!

    Ich kann beide Seiten verstehen, ich habe bei einer Züchterin geritten, die hatte so unverschämte Preise an ihren Pferden (Beispiel: 4j. Wallach, "bekannte Abstammung" - grad die sollte u.a. den Preis rechtfertigen, mmhh... sorry, ist doch n Wallach!? - schwarz, hübsch, winzigste(!) Hufe, konnte man außen rum reiten, trabte vllt knapp überm Durchschnitt, knapper Schritt und normaler Galopp, noch nicht öffentlich vorgestellt. Preis: 40000€!!!)
    Und dann aber beschweren, dass man nichts verkauft kriegt!?

    Ist doch alles wie immer, die Züchter beschweren sich über die Reiter, die nichts zahlen wollen, die Reiter über die Züchter, die zu viel Geld für ihre Pferde wollen. Das war aber doch schon immer so?

    Bleibt eben nur den Züchtern weniger Pferde in die Welt zu setzen.
    Ich finds auch schön ein Fohlen in der Wiese laufen zu sehen und alles was dazu gehört. Aber wenn kein Platz ist u/o man nicht zu große Verluste machen will, dann bleibt die Stute eben leer.

    Und ich kann mich nur wiederholen, MEINE Rechnung geht auf, weil ich immer noch nicht den Unterhalt der Stute mitrechne, weil ich sie eh habe. Und wenn ich sie reiterlich nutze trägt sie sich doch kostenmäßig auch nicht selbst!? Dann habe ich "nur" den Spaß daran. Den hab ich auch, wenn ein Fohlen dabei ist.
    Und ich muss kein Jungpferd billig verkaufen, weil der Platz nicht reicht, so schlecht kann meine persönliche "Milchmädchenrechnung" also nicht sein!

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Ikarus Beitrag anzeigen
    Ja, da ist sie wieder - diese gewisse Hochmütigkeit gegenüber allen talentbefreiten Muttchens und Wald- und Wiesenreitern Wobei ich finde, dass L schon recht gut ist, wenn ich mir hier bei uns so das ländliche Niveau anschaue. Und 1,30 m über Stangen springen hier auch die allerwenigsten.
    Liebe, brave Pferde die sich anstandslos verladen lassen etc. wie oben beschrieben, die sind ja alle über, da keinen Kampfgeist. Wer soll denn die Leistungsträger mit Kampfgeist so händeln?
    Ich verurteile keine Wald- und Wiesenreiter. Es ist immer gut möglich mit älteren Pferden und gewissen Rassen durch das Gelände zu spazieren. Daran ist nichts falsch. Es ist ein schönes Hobby.
    Man kann jedoch nicht von den Züchtern eines Warmblutpferdes erwarten, dass sie ein schmerzfreies junges Pferd züchten, dass mehr kann als der Reiter, alles ausgleicht und soviel kostet wie "Weidemixunfall". Auch Reiten muss man lernen, wie jede andere Sportart auch. Es gibt gute ältere Pferd, die für kleines Geld einen neuen ordentlichen Besitzer zum Ausreiten und Reitenlernen suchen. Die will aber keiner von dieser Fraktion. Sondern schön und neu und mit viel Gangwerk sollen sie sein. Kraft ja, aber bitte doch nicht im falschen Moment unter dem Reiter.

    Welchen Sinn macht die Zucht von Sportpferden, wenn ich nicht den sportlichen Erfolg anstrebe. Warum soll ich unzählige tausend Euros versenken und verschenken, damit jemand der nicht reiten kann, ein devotes Lahm in die Box stellen kann und es immer passend zur Farbe mit Decken usw schmückt. Warum darf ein Pferd keinen Geist haben und auch mal seinem Besitzer einen Fehler aufzeigen? Ich rede nicht von Pferden, die eine Gefahr für sich und ihre Umwelt darstellen. Wenn ich ein Springpferd nach gewissen Kriterien züchte, erwarte ich doch keine Schlaftablette. Wenn so eine Schlaftablette doch entsteht, bin ich auch bereit sie günstig abzugeben, da sie als "Sportpferd" einen Makel hat.

    Für den nicht ambitionierten Reiter kann man aber grundsätzlich nicht kostendeckend züchten, da deren Budget aufgrund der Verwendung enorm nach unter begrenzt ist. Im krassen Gegensatz dazu sind seine spezifischen Erwartungen sehr hoch. Ich will ja nur ein bisschen reiten, dass Pferd muss nicht viel können,aber !: brav sein im Gelände, gut ausgebildet, die gewisse Farbe haben, das richtige Geschlecht, verladefromm, TÜV 1-2, keine Einschränkungen und, und, und).

    Das ist eine originale Suchanzeige:

    "Suche Pferd ab 1,55cm. Kräftig gebaut. Gerne noch Jung. Sollte auch große Reiter gut abdecken & am besten gewichtsträger sein. Sollte Potenzial fürs springen und für die Dressur mit bringen, aber genauso geeignet für horsemanship etc. Gerne mit Zubehör und nicht teurer als 2.000€."
    Zuletzt geändert von Gast; 27.08.2013, 20:42.

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  • Ikarus
    antwortet
    und "über" ist vor allem alles was austauschbar ist,
    normale, brave pferdchen, die die segel streichen, wenns am oxer im a1*chen mal gross wird,
    die spannungslosen hufschlagkratzer, die we für we sich brav auf den hänger stellen lassen
    und
    von jeder talentbefreiten mutti durch ein a oder l dressürchen schaukeln lassen.
    Warum sollte ein Pferd ohne Intelligenz und Kampfesgeist freiwillig über < 1,30 m wollen? Pferd die das freiwillig (natürlich nach einer ordentlichen Ausbildung) wollen, müssen schon einen gewissen Charakter haben.
    Ja, da ist sie wieder - diese gewisse Hochmütigkeit gegenüber allen talentbefreiten Muttchens und Wald- und Wiesenreitern Wobei ich finde, dass L schon recht gut ist, wenn ich mir hier bei uns so das ländliche Niveau anschaue. Und 1,30 m über Stangen springen hier auch die allerwenigsten.
    Liebe, brave Pferde die sich anstandslos verladen lassen etc. wie oben beschrieben, die sind ja alle über, da keinen Kampfgeist. Wer soll denn die Leistungsträger mit Kampfgeist so händeln?

    Diese ganze Diskussion finde ich sehr albern. Die Wirtschaftslage ist nun mal schlecht, die Jugend bricht weg wegen Ganztagsschulen und -zig anderen Hobbys, die geschmähten Hobby-Kringeldreher schauen sich nach was Hübschem um (z. B. Schecken oder Palominos oder was mit Gängen). Statt zu versuchen, einen anderen Käuferkreis für seine Pferde zu finden (Ja, Warmblüter können auch ganz, ganz tolle Freizeitkumpel sein, die Erfahrung habe ich selbst machen dürfen!) wird hier immer nur nach oben geschielt. Aber die Reiterschicht ist doch relativ dünn, die Pferde mit "Kampfgeist" bedienen können.

    Und mit Billigmentalität hat das alles nicht unbedingt etwas zu tun. Nicht jeder Artikel, der im ALDI verkauft wird, ist schlecht. Nicht jedes Markenprodukt hält was es verspricht. Man muss nur den Tatsachen ins Auge blicken, dass die finanziellen Polster im Durchschnitt der Bevölkerung dünner geworden sind. Ich fände es ganz schlimm, wenn Reiten wie z. T. früher wieder ein elitärer Sport werden würde.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von gina Beitrag anzeigen
    yep,

    rittigkeit wird hier nämlich allzu oft verwechselt mit devot - und devot sind vor allem die under dogs dieser welt!
    Richtig, devot unter jedem noch so schlechtem Reiter wird als rittig gewertet. Warum sollte ein Pferd ohne Intelligenz und Kampfesgeist freiwillig über < 1,30 m wollen? Pferd die das freiwillig (natürlich nach einer ordentlichen Ausbildung) wollen, müssen schon einen gewissen Charakter haben. Leistung hängt wie beim Menschen von der grundsätzlichen Fähigkeit, dem Charakter und der Förderung der Fähigkeit ab.

    Als ich mit dem Reiten begonnen habe, haben wir Anfänger auf älteren erfahrenen Sportpferden gelernt. Die wussten wo er lang geht und haben auch mal einen Fehler quittiert. Das hatte dann einen Lerneffekt. Heute muss ein junges Pferd so devot sein, dass ein Anfänger (meist ohne Unterricht) mit allen Fehlen ohne Sanktion seitens des Pferdes bleibt. Dann spricht man von einem rittigen Pferd. So ein Pferd, wird nie zu besonderen Leistungen fähig sein. So etwas möchte ich auch nicht züchten.

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  • steffie1910
    antwortet
    OT: Gina magst du mir mal deine E-mail schicken?

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  • Lindenhof
    antwortet
    Und Pferde für low Budget KÖNNEN (zumindest nicht von einem regelmässig züchtenden Verkäufer - ich spreche nicht vom MASSENZÜCHTER) auch nur auf dem low-budget-Level aufgezogen werden. Ich KANN mich aber nicht dazu entschließen - bei uns werden ALLE Pferde gleich gut aufgezogen, egal, ob für den Eigenbedarf oder für den Verkauf. Wenn ich mir aus wirtschaftlichen Gründen überlegen muss, ob ich erst dreijährig impfe (oder doch wie gewohnt im ersten Lebensjahr), ob ich regelmässig und mit Kotproben entwurme (oder auch hier auf Niedriglevel), ob der Schmied alle acht Wochen (oder doch nur zweimal im Jahr) vorbeischaut, schonendes Anreiten möglich ist (oder Beritt im Winter vor dreijährig im Schnellverfahren) - dann lasse ich es lieber mit dem Züchten. Nicht nur, weil mir der Spaß vergeht - die Arbeit darf man beim Züchten ja ohnehin nicht rechnen, aber auf Dauer bricht das einem das Genick. Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch von vielen Tierschutzfällen zu hören bekommen - das Stall voll, keine Kohle mehr da... das geht schneller, als vielen lieb und bewusst ist....

    In dem Moment, in dem ich meine Stute besame, übernehme ich Verantwortung für das entstehende Leben. Das soll bei mir einen guten Start bekommen. Kann ich den nicht bieten, weil derzeit Ausverkaufsstimmung ist, lasse ich das mit dem Züchten - zumindest, solange der Trend so ist...

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  • gina
    antwortet
    nachtrag

    solange- auch hier im forum noch anpaarungstheorien entwickelt werden,
    nach denen sich ein fohlen nach dem baukasten prinzip zusammenstellen lässt wirds nicht besser.

    und bis mal die verantwortlichen - und zwar ALLE kapiert haben, dass low budget massen produktionen ein bisschen aufgehübscht und mit bedienungsfreundlichen slogans ausgetattet, die eh schon knapp auf der naht genähten möglichkeiten was den absatz betrifft über gebühr belasten
    bis dahin ists eh essig
    mit der vielgerühmten deutschen pferdezucht

    no low budget bedeutet nämlich auch - dass die ausgangs genetik in punkto qual einem gewissen standard entsprechen sollte.
    Zuletzt geändert von gina; 27.08.2013, 16:41.

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  • Classic-Touch
    antwortet
    @Lisa

    Viele sind Hobby-Züchter, im Sinne der Lebensunterhalt wird mit etwas anderem verdient, das mag ja so sein. Dann unterstelle ich mal, das bei den meisten wo dies zutrifft auch nicht wirklich die Erwartungshaltung besteht, einen Gewinn im unternehmerischen Sinn zu erwirtschaften. Aber reicht es da nicht, wenn man all die Arbeitsstunden, die manchmal von der ganzen Familie geleistet werden, inklusive des Verzichtes auf Urlaub / Feiertage, freie Wochenenden, anfallende Nachtwachen etc weil sich ja jemand um die Pferde kümmern muß, unter Hobby abhakt. Die laufenden Kosten für die Stute sind in jedem Fall einzurechnen, wenn die Stute nicht in tragendem Zustand noch einem anderen Zweck dient z b regelmäßig geritten wird. Das ist, wie ich finde zu Recht, auch in den meisten Hobby-Zuchten nicht der Fall. Regelmäßig ein Fohlen auszutragen und mit ausreichend Milch zu versorgen, ist für die Stute bereits eine Höchstleistung.
    Ist die Erwartung wirklich, das der 'Hobby'-Züchter dann selbst bei einwandfreien Pferden auch noch einen großen Teil der tatsächlich angefallenen Kosten sponsern soll, damit der zukünftige Reiter einen günstigen Einstieg in sein Hobby hat? Warum sollte er das tun? Weil das sein Hobby ist?
    Da kann ich schon verstehen, das da der Spaß an der Sache bei manchen auf der Strecke bleibt und ein Hobby ohne Spaß stellt man besser ein. Das bedeutet im extrem Fall für die Reiter zukünftig selber züchten oder bei Massenanbietern zu kaufen, ob das im Interesse der Reiter wäre.
    Das der Markt sich jetzt erst einmal so entwickelt hat ist Tatsache, das der sich nicht in kurzer Zeit bereinigen wird wahrscheinlich auch, aber mit größter Selbstverständlichkeit zu erwarten, das ein Züchter, auch bei einwandfreien Pferden, bereit sein muß ordentlich draufzulegen, finde ich schlicht weg unverschämt.

    Gruß

    Classic-Touch

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  • gina
    antwortet
    Leid tun mir eigentlich nur die Pferde, die jährlich auf den Markt geworfen werden und letztlich dann doch nur im "Nichts" landen. Die können ja am allerwenigsten dafür, dass der Züchter seinerzeit die Füße nicht stillhalten konnte und noch ne Stute belegen ließ.
    yep,
    und jetzt kannst dir aussuchen obs nicht eh wurscht is -ob diese aus der aldi, gucci oder ich-hätt-so-gern-ein-fohli-aus-meinem-stütchen fraktion kommen.
    fakt ist mal, dass die masse der pferde, die da so den markt zumüllen eben nicht aus sinnvollen anpaarungsgedanken heraus produziert wurden und "leistungsmässig" und damit meine ich auch die rittigkeit
    eher am unteren ende der "nahrungskette" stehen....;-)

    rittigkeit wird hier nämlich allzu oft verwechselt mit devot - und devot sind vor allem die under dogs dieser welt!

    wenn du die einschl internet seiten duchblätterst muss doch nix weg, was was taugt
    sondern das was "über" ist - aus welchen gründen auch immer.

    und "über" ist vor allem alles was austauschbar ist,
    normale, brave pferdchen, die die segel streichen, wenns am oxer im a1*chen mal gross wird,
    die spannungslosen hufschlagkratzer, die we für we sich brav auf den hänger stellen lassen
    und
    von jeder talentbefreiten mutti durch ein a oder l dressürchen schaukeln lassen.

    all die lieben fohlchen, die aus dem lieblingsstütchen gezogen wurden, deren vater zwar "doppeltveranlagt" sein soll, dies aber gleichzeitig auch bedeutet, dass er zwar stut ODER hengstfohlen macht
    ansonsten aber auch der kategorie - "nettes pferdchen" zuzuordnen ist.

    diese pferde sind ALDI
    kann man kaufen, kann man nutzen, nicht ganz schlecht - nicht ganz gut
    aber vor allem SIND ES ZUVIELE !

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  • Lindenhof
    antwortet
    Wie schön - dann sind wir ja nicht alleine ...

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Lindenhof

    Genau diese Erfahrungen habe ich auch gemacht.
    Ich habe dieses Jahr auch nicht gedeckt, obwohl alle NK meiner Stuten im reitfähigen Alter sehr gut unter Amateuren und auch Profis im Springen unterwegs sind. Gestern habe ich bspw. vom anderen Züchter erfahren, dass ein 6jähriger aus meiner Stute in diesem Jahr zum Bundeschampionat qualifiziert ist.
    Ich möchte einfach kein gutes Pferd mehr verschenken. Das Geld spare ich mir für die teuere Ausbildung der guten Pferde, so dass dann auch mal etwas mehr Geld in die Kasse gespült wird. Denn nur so kann das Ganze noch funktionieren. Als Züchter möchte ich nicht jahrelang der Sponsor von Reitern der Fraktion "Geiz ist geil" sein!

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  • tina_178
    antwortet
    Zitat von Lindenhof Beitrag anzeigen
    Ich bin überzeugt, dass die Zeiten kommen werden, wo etliche Pferde zum Schlachter gehen werden - weil nicht in ordentliche Hände vermittelbar. ...
    Die Zeiten sind schon da !

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  • Lindenhof
    antwortet
    Zitat von Ikarus Beitrag anzeigen
    Ach Lisa83, nachdem du so schön als Hobbytussi entlarvt wurdest, gönne doch den hier versammelten Profis ihre Heulecke. Irgendein Örtchen brauchen die doch auch, um ihre Wunden lecken zu können

    Der Markt für die von dir beschriebenen Pferde ist zweifellos da, für den kleinen Turniersport und noch weiter unten, dem reinen Wald- und Wiesen-Ausreit-Bereich. Leider ist dieser Bereich den Profi-Züchtern völlig aus den Augen geraten und wird nun auch hübsch mit Billigpferden aus dem Westen oder Osten bedient. Auch "exotische" Rassen bringen meistens richtig Geld gemessen an den Möglichkeiten.

    Aber nun denn, man lebt ja von der Zucht und will sein Fohlen später möglichst nicht auf ländlichen Turnieren in den unteren Klassen herumeiern sehen, wo die doch zu weit größerem geboren sind- alle.

    Leid tun mir eigentlich nur die Pferde, die jährlich auf den Markt geworfen werden und letztlich dann doch nur im "Nichts" landen. Die können ja am allerwenigsten dafür, dass der Züchter seinerzeit die Füße nicht stillhalten konnte und noch ne Stute belegen ließ.
    So ein unqualifiziertes Gequatsche - leider ist das die Denkweise der meisten...

    Tatsache ist, dass alleine in meinem Bekanntenkreis die meisten sich darauf eingestellt haben, rittige Pferde zu züchten, die auch Otto-Normal-Verbraucher bedienen kann. Ich selbst habe auch immer so gezüchtet, dass ich das Pferd grundsätzlich gerne behalten möchte - gerade, wenn es ein Stutfohlen ist. Ich will ja selbst Spaß an meinen Pferden haben - und gebe sie fast lieber an einen ambitioniert reitenden Amateur als an einen Profi ab... ich würde auch mit Vergnügen meine Stuten belegen, wenn der Kunde es bezahlen würde, ABER: Der kauft lieber die billigen "Exoten" oder geht zum Händler, weil bei den Preisen nicht viel kaputt ist, wenn der Gaul nicht funktioniert. Davon abgesehen wollen viele Reiter ein gut ausgebildetes, narrensicheres Pferd haben. Roh läuft entweder nur, wenn es fast verschenkt wird, den Beritt bezahlt einem fast kein Mensch mehr. Schlussendlich rentiert es sich nur noch, DEN HOCHTALENTIEREN, mit viel POTENTIAL ausgebildeten Nachwuchs auszubilden - dann bekommt man auch sein Geld. Ein spätreifes, eher sensibles, aber solides Pferd, das etwas länger für eine schonende Ausbildung braucht, um vertrauensvoll physisch und psychisch seine Aufgaben meistern zu können, ist praktisch ein finanzielles Desaster - der frisst sich auf, wenn er sechs statt drei Monate braucht, bis ein Käufer ihn mal ausprobieren kann. Ein Pferd, dass dann keinen 1-2 TÜV hat, sondern vielleicht in einem Bereich sogar eine 3 (eigentlich als "Akzeptanzzustand eingeordnet - nur 5 - 20 Prozent bekommen wegen diesem Befund eventuell mal ein Problem) ist zumeist praktisch höchstens zum Fohlenpreis zu verkaufen...

    Ich bin überzeugt, dass die Zeiten kommen werden, wo etliche Pferde zum Schlachter gehen werden - weil nicht in ordentliche Hände vermittelbar. Sehr traurig - aber so reguliert sich der Markt auch. DAS sollte sich mal der Billig-Käufer von nebenan vor Augen halten...

    Wir sind aktuell so weit, dass ich nicht decke (allerdings meine Zuchtstuten noch habe - eigentlich wirtschaftlich absolut falsch, die gehören eigentlich in die Wurst, nachdem sie nach der Stutenleistungsprüfung die letzten Jahre Mama waren und in dem Alter nicht mehr reiterlich so angeschoben werden können, dass jeder "Depp" damit rumreiten kann.) Sollte ich irgendwann mal Nachwuchs für den Eigenbedarf brauchen, bin ich gerüstet - aber für den AKTUELLEN Markt habe ich keine Lust...

    Die Billig-Mentalität hat leider auch zur Folge, dass viele Pferde, die billig waren, auch schnell den Besitzer wechseln... "da ist ja nicht viel kaputt".

    Was nichts kostet, ist (den meisten) auch nicht viel wert....

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  • Ikarus
    antwortet
    Ach Lisa83, nachdem du so schön als Hobbytussi entlarvt wurdest, gönne doch den hier versammelten Profis ihre Heulecke. Irgendein Örtchen brauchen die doch auch, um ihre Wunden lecken zu können

    Der Markt für die von dir beschriebenen Pferde ist zweifellos da, für den kleinen Turniersport und noch weiter unten, dem reinen Wald- und Wiesen-Ausreit-Bereich. Leider ist dieser Bereich den Profi-Züchtern völlig aus den Augen geraten und wird nun auch hübsch mit Billigpferden aus dem Westen oder Osten bedient. Auch "exotische" Rassen bringen meistens richtig Geld gemessen an den Möglichkeiten.

    Aber nun denn, man lebt ja von der Zucht und will sein Fohlen später möglichst nicht auf ländlichen Turnieren in den unteren Klassen herumeiern sehen, wo die doch zu weit größerem geboren sind- alle.

    Leid tun mir eigentlich nur die Pferde, die jährlich auf den Markt geworfen werden und letztlich dann doch nur im "Nichts" landen. Die können ja am allerwenigsten dafür, dass der Züchter seinerzeit die Füße nicht stillhalten konnte und noch ne Stute belegen ließ.

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  • Annemarie
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Calli-Jane Beitrag anzeigen
    Vor lauter Besessenheit, endlich den Mega-Kracher zu züchten, werden Jahr um Jahr
    Was ist denn ein Mega-Kracher ? Das ist m.E. ein Pferd, welches in Hamburg das Derby gewinnt, in Aachen platziert ist, Balve gewinnt, eine Medaille bei der EM/WM macht, bei Olympia unter den besten ist, und noch in zahlreichen Nationen-Preisen vorne mit dabei ist. Das ist ein Mega-Kracher. Oder ? Das sind aber jährlich hochgechnet nur 20-30 Pferde in allen Disziplinen.
    Und die 20/30 oder 40 Reiter in D die wirklich ganz oben mitreiten können, für die hat der Tag auch nur 24 Stunden.

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