Pferdemarkt:Gucci oder Aldi..

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  • Greta
    antwortet
    Nein, Du missverstehst mich.... Es geht nicht nur um Gewinnmaximierung.... (das ist meiner Ansicht nach ein Faktor, der den Pferdesport ruiniert...) Es geht um mehr.... Pferde sind Lebewesen genauso wie die Reiter, die sie gerne kaufen wollen.
    Es muss einfach passen. Und genau weil diese armen aelteren Zuchtstuten als Randprodukt gesehen werden, werden sie abgekippt.... Ich finde das kurzsichtig.... Jedes verkaufsfaehige Zuchtprodukt sollte meiner Ansicht nach gleich gesehen werden.... Und diese Zuchtstuten sind doch fuer Züchter keine Verlustobjekte.... Die haben doch produziert und sich schon bezahlt gemacht...
    P.Schockemoehle macht uns das in gewisser Weise vor..Auch wenn ich der Ansicht bin, das er die Pferdzucht im traditionellen Sinne beenden wird, habe ich doch immer wieder Achtung vor seinen Ideen.

    Er macht mit seinen jungen Stuten Empryotransfer und zieht 15 Fohlen aus ihnen und verkauft sie dann mit 6 als Sportpferd....
    Das ist natuerlich ein Extrembeispiel, aber der sieht seine Stuten nicht als Abfall oder Nebenprodukt..
    Und ich denke es waere schlau wenn Zuechter das aehnlich sehen würden.... Ich habe schon ausgebildeter Pferde gekauft, junge Pferde selber gezuechtet und junge Pferde gekauft....
    Ich habe nicht den Eindruck das diese ältere Stute in irgenteiner Weise minderwertig ist.
    Fuer mich als Endverbraucher sehe ich den Vorteil, das sie volljaehrig ist, das sie sich auf eine neue Aufgabe freut, doch abgeklaerter ist als junge Pferde und vor allem, das sie nicht versaut ist.... Ich finde es viel angenehmer sie zu reiten, die vertrauensvoll alles macht, was ich will, als das ich nen ausgebildeten reite, der voller Misstrauen ist weil er jahrelang zusammengeknallt wurde..... Und der sich bei jeder falschen Bewegung von mir festmacht weil er denkt, jetzt wird er verdroschen....
    Hab ich alles schon erlebt bei teuren aelteren Exemplaren...
    Aus meiner Sicht als Freizeitreiter, der gerne entspannt reitet, uebrigens durchaus auch Turnierambitionen hat wenn es sich ergibt, der gerne auf Lehrgaenge geht und auch mal ins Gelaende will, ist dies kein Randprodukt sondern ein sehr gut geeignetes Produkt....
    Ich denke halt einfach mal ueber den Tellerrand...

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  • marquisa
    antwortet
    Greta,das ist nicht meine Sichtweise.Eine Zuchtstute,die nicht mehr in ihrem ursprünglich vorgesehenen Bereich eingesetzt werden soll,ist auch ein Randprodukt des Zuchtmarktes.

    Ich sprech jetzt nicht von hochbegehrten und deshalb auch höherpreisigen Stuten,sondern von all den anderen,die aufgrund von Zuchtaufgabe etc. veräußert werden sollen.

    Inwiefern sprechen wir dort von einem rentablen Markt und genau darum soll es hier doch gehen?

    Soll jetzt irgendwer die alten Stuten aufkaufen,ankurbeln und dann gewinnbringend verkaufen?
    Für welchen Kurs? Auch lässt sich nicht jedes Pferd so einfach wieder ankurbeln.

    Was soll denn eine sagen wir 10 jahre alte Stute mit guter SLP,jetzt aber auf E Niveau geritten für einen Marktwert haben? Ich meine damit nicht Einzelfälle,sondern in der Breite.

    Solche Pferde gehen für ganz kleinen Kurs weg,weil dort die Perspektive fehlt und der Hobbyreiter wie oben bereits erörtert kein Geld bezahlen möchte.
    Du hast doch selbst deine Stute direkt vom Züchter für kleines Geld gekauft,das wollen die anderen doch genauso.

    Wie soll man daran verdienen können?

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  • Greta
    antwortet
    Wenn ich mir noch mal das erste Post von Oh Gloria ansehe... Er stellt sich vor, das die Zuechter, die von den Massenproduzenten bedroht werden etwas zuechten, was eben von den Massenproduzenten in dem Sinne nicht produziert wird... Die verzichten ja zu Gunsten der Massenproduktion auf Individualität.....

    Ich denke, das fuer mich tatsaechlich auch ein Vermarktungskonzept fuer Zuchtstuten dazugehoert..... Das ist etwas was nicht jeder anbietet... Ein aelteres Pferd, schon ausgereift und begeistert in eine neue Aufgabe hineinzuwachsen...... Es gibt so viele Kunden, fuer die so etwas ideal waere... Wer will denn den heissen Youngster den man nur nach gutem Abkochen an der Longe ueberhaupt besteigen kann.... Ich denke, das ist eigentlich eine Marktluecke, die man bewerben sollte.. Warum muss man den Leuten suggerieren, das das ein Produkt ist, welches man nur aus Mitleid uebernehmen sollte???
    Finde ich eine sehr arrogante und kurzsichtige Sichtweise..... Ein Pferd ist im Schnitte gut reitbar bis es 20 ist. Ich weiss, das die heutige Mentalitaet so etwas nicht unterstützt, weil man ja moeglichst viele Pferde verkaufen will. Aber grade weil die Reitfaehigkeit der Kunden immer weiter abnimmt, sehe ich da echtes Marktpotential...

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  • marquisa
    antwortet
    Nicht missverstehen,ich gönne jedem ein Schnäppchen.
    Nur kann es so in der Breite nicht weitergehen.

    Wer auf Fremdhilfe angewiesen ist,kann ab dem Punkt x nicht mehr werterhaltend durchfüttern und muss sich somit auf den Fohlenmarkt konzentrieren.Dort muss er sich eine Nische suchen,das Produkt muss sich einfach von der Masse abheben.

    Ich habe auch den Thread bzgl. der Leistungspferdezucht gelesen und mich bewusst dort nicht eingeklinkt.
    Wo der Weg uns hinführt?

    Genauso,wie sich einige in Modetrends verrennen werden,sind einige Alteingesessene in ihren Manifesten steckengeblieben.Beides bringt uns nicht weiter.

    Die wirklich guten Nachwuchspferde,die ich sehe kommen nicht ausschließlich aus einer Hand voll Dinosaurierstämmen unserer Hochzuchtgebiete.
    Eines der besten,grundsoliden Pferde,welches ich hier in den letzten zwei Jahren gesehen habe,ist ein Sohn des Quaterback.
    Das aus meinem Mund,aber dieses Pferd tut es wirklich,ist funktionell konstruiert und wird seinen Weg gehen.

    Unser eigener Hoffnungsträger hat eine Show Star Mutter und trotzdem ein tragfähiges Fahrgestell:














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  • marquisa
    antwortet
    Hufschlag,ich glaube bei den Springern ist es noch schwieriger,da geht nur was mit Platzierungen.


    Für die Produzenten ein Desaster.

    In der Regel ist es doch eher so,dass 99,9 Prozent aller Pferde sich (bezogen auf ihre "Verwaltungskosten" bis zum Tag x) egal in welchem Alter sie veräußert werden sollen,dreimal selbst aufgefressen hat.

    Ein achtjähriger zu 8 Mille.Irgendjemand,wahrscheinlich mehrere, haben an dem Tier schon richtig Federn gelassen.

    Werterhaltend kann so ein Pferd nur mit steigendem Ausbildungsgrad durchgefüttert werden.Ist das nicht gegeben,ist jeder Tag schon einer zuviel,zumindest aus wirtschaftlicher Sicht.

    Das von dir angeführte Pferd hat somit quasi keinen Markt: Zuwenig Wumms für weiter oben (Profi geht nicht dran),der Amateur kann es nicht händeln.

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  • hufschlag
    antwortet
    Kann es eigentlich sein, dass es hier mehr um Springpferde geht.
    Als Dressurreiter bin ich immer wieder fassungslos, wie wenig Springreiter für L und M plazierte Pferde ausgeben müssen( aktuell Stute 8 j. L gewonnen M pl. nicht ganz einfach 8000.-€), in der Dressur gibts das nicht für das Geld...

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  • marquisa
    antwortet
    Momenatn ist es einfach schwierig,die Leute überlegen sich dreimal,ob sie sich ein neues Pferd zulegen und wenn,dann möglichst mit Garantie für die nächsten zwanzig Jahre und Freifahrtschein zum Umtausch bei Nichtgefallen.

    In Ausbildung wird dann aber nicht investiert,wie soll das Spielzeug da dauerhaft seine Dienste tun?

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  • gina
    antwortet
    Fall 1: Springreiterin, Ziel L-M Springen --> Pferd 5jährig, Springpferde A platziert, aber kein Selbstläufer 13.000 €

    Fall 2: Dressurreiterein, Ziel M/S --> Pferd 3jährig, angeritten, noch nicht vorgestellt, 15.000€

    Fall 3: Dressurreiterin, Ziel M/S --> Pferd 3jährig, angeritten, noch nicht vorgestellt, über 25.000 €, genau weiß ichs nicht.
    da kommen wir doch in relationen die nicht ganz utopisch sind......


    Ist es denn nur möglich sich entweder für Leistung oder für Bedienbarkeit zu entscheiden? Es muss doch möglich sein reel gute Pferde, die vielleicht nicht gut genug sind für WM und Olympia, die auch ein gut reitender Amateur bedienen kann.
    eben nicht,
    diese pferde können bestens aus einer qualitätvollen sportpferdezucht rekrutiert werden.
    marquisa hat das in ihrem letzten beitrag treffend beschrieben.


    ich kann gerne auch 2 bsp aus eigener erfahrung beisteuern

    nr1 hengstfohlen - ein ganz netter, gut - aber sichtbar mit fragezeichen was verm + sprqual über s betrifft,
    schöner typ, ordentliche bewegungen - als absetzer verkauft
    alles in allem ein feines pferd - aber nicht das was wir uns unter der anpaarung vorgestellt hatten.....
    in "freizeitreiter" hände, die dame bis dato mit handelspferden mühevoll in a spr unterwgs, aufgrund von untauglich bis gesundheitlich morsch alle 2. saison pferdewechsel.
    der wallach ging mit ihr von sprpf bis 2-3x m* 10! saison ohne ausfall, wenn sie sich nicht ganz vermetert oder veritten hat , war sie immer ! im geld.
    danach ging er mit einem mädel aus e
    2 saison in der er ca 40 a und l spr gewonnen ! hat

    und danach hat er ein eingeschränktes kind über e + a getragen, sodass dieser junge mindest zu 70% plaz war.

    ist heute 17 od 18 , geniesst sein rentnerdasein und schuckelt mit westernsattel durch die gegend


    nr 2
    eine sehr blütige, heisse stute, ging bei uns 5+6 jährig sprpf, sehr vorsichtiges pferd, vllcht auch ein fragezeichen bei s, aber bei 24 parcours 22x0 !
    immer mal mitplatziert, aber aufgrund ihrer "eigeninitiative " bei der notengebung nicht wirklich im vorderen bereich.
    die gute passte letztendlich nicht wirklich perfekt zu uns, wir mögen gerne kernige pferde, aber so ganz glücklich waren alle beteiligten dann doch nicht.

    how ever, das pferd hatte seine runden gedreht, hatte was gesehn und mit ein bisschen vorauswahl unsererseits ein sehr nettes mädel als käuferin "erwischt" ;-)

    diese stute ging mit diesem mädel ( zum kaufzeitpunkt 14 und auf a-l niveau unterwegs) bis ins s! und war
    dort dann auch mal plaziert
    nach der 6.-oder 7. saison habe ich die stute leider aus den augen verloren.

    btw - beide kunden haben nach weiteren nachkommen nachgefragt.....


    so kann und wird es funktionieren,
    qualitätvolle pferde, die aufgrund ihrer genetik und mit einer guten basis an talent und potential ausgestattet sind, sind absolut eine bereicherung auch oder gerade für "den hobby reiter"

    aber srry, die kosten auch faires geld ........

    weil die grundzutaten eben nicht aldi sind

    und mit gucci kannst du sowas auch nicht kriegen
    Zuletzt geändert von gina; 29.08.2013, 13:09.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Finy Beitrag anzeigen
    also wenn ich mich in MEINEM Umfeld so umschaue... die Ambitionierten Freizeit/Turnierreiter...so spontan fallen mir 3 ein die in den letzten 2 Jahre ein Nachwuchspferd gekauft haben und die hatten durchaus einen gehobenen Preis (davon 2 mit "fürs Pferd verzichte ich auf Urlaub" Geldbeutel:

    Fall 1: Springreiterin, Ziel L-M Springen --> Pferd 5jährig, Springpferde A platziert, aber kein Selbstläufer 13.000 €

    Fall 2: Dressurreiterein, Ziel M/S --> Pferd 3jährig, angeritten, noch nicht vorgestellt, 15.000€

    Fall 3: Dressurreiterin, Ziel M/S --> Pferd 3jährig, angeritten, noch nicht vorgestellt, über 25.000 €, genau weiß ichs nicht.

    Billigkäufer kenne ich eher im Segment E/"WunschA"... Unterricht brauch ich nicht, kann schon alles
    Dann spinnen halt alle Züchter, oder haben nur Schrott im Stall. Oder dein Umfeld stellt die große Ausnahme dar.

    Mir wurde in 2011 für ein 5jähriges Springpferd (RPF platziert, SPF A** 8,2 und L 8,0 gewonnen und platziert, TÜV I-II, sehr schicker Typ, 1,68 m von der Freizeitfront maximal 8 TEUR geboten.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    @ calli-Jane

    Zitat von Ara Beitrag anzeigen
    Kannst du gerne bei mir vorbei kommen. So ein Pferd steht in meinem Stall (nicht aus meiner Zucht). Ein 6jähriger Wallach der genau diese Anforderungen erfüllt. Problem ist nur, dass die Interessenten nie mehr als 4-6 TEUR ausgeben wollen.

    Hier Video aus 2012 (erstes Turnier mit 14jährigem Mädchen, sofort platziert)






    Video Springtraining
    http://www.youtube.com/watch?v=7vjXglwbFMg
    Calli-Jane, hier ist so ein Pferd.
    Für 10 TEUR geht er weg, für weniger nicht.

    Ist gestern ohne Probleme einen L-Parcour auf einer anderen Reitanlage gesprungen.
    Zuletzt geändert von Gast; 29.08.2013, 12:19.

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  • Finy
    antwortet
    also wenn ich mich in MEINEM Umfeld so umschaue... die Ambitionierten Freizeit/Turnierreiter...so spontan fallen mir 3 ein die in den letzten 2 Jahre ein Nachwuchspferd gekauft haben und die hatten durchaus einen gehobenen Preis (davon 2 mit "fürs Pferd verzichte ich auf Urlaub" Geldbeutel:

    Fall 1: Springreiterin, Ziel L-M Springen --> Pferd 5jährig, Springpferde A platziert, aber kein Selbstläufer 13.000 €

    Fall 2: Dressurreiterein, Ziel M/S --> Pferd 3jährig, angeritten, noch nicht vorgestellt, 15.000€

    Fall 3: Dressurreiterin, Ziel M/S --> Pferd 3jährig, angeritten, noch nicht vorgestellt, über 25.000 €, genau weiß ichs nicht.

    Billigkäufer kenne ich eher im Segment E/"WunschA"... Unterricht brauch ich nicht, kann schon alles

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  • Calli-Jane
    Ein Gast antwortete
    Zitat von carolinen Beitrag anzeigen
    Das kann ich Dir sagen ! Wenn für solche Fohlen bei denjenigen, die sowas explizit züchten, die Käufer maximal 1500€ lassen wollen und auch da schon rummosern, muss man sich nicht wundern.
    ...
    Naja, ich kann nur von meiner eigenen Suche und der einiger Bekannter sprechen - wir waren bereit, für ein gesundes 4- bis 6-jähriges absolutes Normalopferd vom Züchter (solide grundausgebildet, bei 6-jährigen dann durchaus A-Dressur fertig, gleiches im Springen, bei jüngeren gerne weniger, keine Turniervorstellung/-erfolge erforderlich) bis 10.000 Euro auszugeben.
    Und genau das haben wir definitiv nicht gefunden, bei den wenigen wirklich passenden Pferden scheiterte es am schlechten TÜV (zweimal RK4, einmal Ton....).

    Aber ich kann natürlich das Argument nicht von der Hand weisen, dass die meisten Käufer weniger zahlen wollen, weil sie sich nicht klar machen, dass die Zucht- und Berittkosten etc. eines Knallers nicht nennenswert höher sind als beim Durchschnittszausel.

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  • Zauberfee
    antwortet
    Ich bin bisher nur stiller Mitleser und betitel mich als Freizeitreiter, der ein bedienbares Pferd braucht .

    Was ich bisher in dieser Diskussion nicht gelesen (oder überlesen) habe ist die Tatsache, dass "Bedienbare Freizeitpferde" eben auch vom Reiter dazu gemacht werden müssen!

    Bisher ist mir kein Fohlen bekannt das mit einem implantieren Chip "Olympiakandidat" oder "Freizeitpferd" geboren wurde und alles schon konnte . Egal welcher Abstammung sie sind, diese Pferde müssen vom Reiter dazu gemacht werden.


    Was ich nicht verstehen kann ist die Tatsache, warum man sich die 10 Eskadron Schabracken-kollektion kauft, aber nicht in die Ausbildung seines Pferdes investiert...

    Oder bei uns im Stall: Tolle Stute, tolle Bewegung, R-Linie, Reiterin kommt nicht damit klar, statt in ordentlichen Unterricht oder Beritt zu investieren wird das nächste Pferd (Polen-Mischling) gekauft - Pferd musste billig sein, weil das Geld ja für Eskadron ausgegeben wurde ....die R-Stute vergammelt jetzt 11jährig auf der weide und nun wird das glück mit einer 3 jährigen Polenmischlingsstute aus dem Händlerstall versucht.

    Und wenn ich mir z.B. ansehe wie gelassen ein Damon Hill oder Valegro aus dem Dressurviereck unter Applaus schreiten, dann muss doch da auch eine gehörige Portion "Gelassenheit und Stressbelastbarkeit" antrainiert bzw. zum Teil auch vererbt worden sein....

    Was ich damit sagen will: Ein gut durchgezüchtetes Pferd wird sich meist bei entsprechendem Training auch als Freizeitpferd eignen.....der Polenmischling von nebenan wird sich aber schwerer tun irgendwann in sportliche Höhen vorzudringen...

    Zum Thema Kundenbindung: Ich habe ein Pferd vom Züchter 5jährig gekauft. Mir wurde angeboten, dass ich mich immer melden kann, wenns Probleme gibt, dass sie mir gerne auch reiterlich weiterhelfen. Der Züchter hätte das Pferd gerne im Sport gesehen - ich habs jetzt nicht so mit den Turnieren...trotzdem wurde er mir verkauft und ich freu mich jeden Tag über dieses schicke Pferd :-)

    ....und als es Probleme gab, die ich allein nicht Lösen konnte, hab ich ihn eben nochmal 4 Monate in den Beritt gegeben.....Jetzt geht das Sportpferd, Springen am Turnier, Dressurquadrille bei einer Zugpferdeveranstalung, Spalierstehen unter Glockengeläut und Jagdhorngedöns an der Kirche etc. pp....
    Zuletzt geändert von Zauberfee; 29.08.2013, 12:01.

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  • hufschlag
    antwortet
    ich habe mich letztes Jahr auf eine Anzeige bei E horse gemeldet. Auf die Frage, ob er denn als Züchte noch andere Pferde anbeitet, bekam ich folgende Antwort: nein, nur dieses wegen Todesfall eines Bekannten. er sei ein Züchter mit einigen Erfolgspferden im Sport und züchtet nur noch auf bestellung- sprich: ich sage, ich will aus einer dieser Stuten ein Fohlnen von..., dann zahle ich, dann wird gezüchtet!
    Keine Ahnung, wie das mit den Risiken bei Tod und so gemacht wir, hat mich nicht interessiert und klar, da muss man erst mal hinkommen- aber auf die Frage, gibt es ein konzept bei dem sich züchten noch lohnt- sieht so aus...

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von marquisa Beitrag anzeigen
    Ich sehe da nur den Weg einer strengen Selektion Richtung Leistung,lasse mich aber gern eines Besseren belehren,sobald mir jemand glaubhaft unterstreichen kann,dass Freizeitpferdezucht sich lohnt.

    Der Knackpunkt ist doch eher dort anzusiedeln,den Kaufwilligen die eigenen Produkte schmackhaft machen zu können,da ist Kundenbindung gefragt und zwar dauerhaft.Rittigkeit gepaart mit Haltbarkeit plus Qualität.

    Und ob Hechtköpfchen und Strampelfüßchen das wirklich leisten können,wage ich doch arg zu bezweifeln.
    So ist es!

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  • Rübchen
    antwortet
    Ist es denn nur möglich sich entweder für Leistung oder für Bedienbarkeit zu entscheiden? Es muss doch möglich sein reel gute Pferde, die vielleicht nicht gut genug sind für WM und Olympia, die auch ein gut reitender Amateur bedienen kann.

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  • marquisa
    antwortet
    Ok,hier in dem Fred geht es doch darum,welches Konzept ein Züchter fahren muss,um marktbeständig zu bleiben.

    Gut,Fakekäufer auf den Plan rufen,alte Zuchtstuten an gutherzige Menschen entsorgen,usw.

    Für mich sind das jetzt nicht unbedingt erstrebenswerte Konzepte,die dauerhaft aufgehen können ;-)

    Ich sehe da nur den Weg einer strengen Selektion Richtung Leistung,lasse mich aber gern eines Besseren belehren,sobald mir jemand glaubhaft unterstreichen kann,dass Freizeitpferdezucht sich lohnt.

    Der Knackpunkt ist doch eher dort anzusiedeln,den Kaufwilligen die eigenen Produkte schmackhaft machen zu können,da ist Kundenbindung gefragt und zwar dauerhaft.Rittigkeit gepaart mit Haltbarkeit plus Qualität.

    Und ob Hechtköpfchen und Strampelfüßchen das wirklich leisten können,wage ich doch arg zu bezweifeln.

    Ich ziehe wirklich vor allen Züchtern,die an ihrem Konzept festhalten,nicht dem schnellverkäuflichen Hype verfallen und ihren Stiefel nach wie vor durchziehen,den Hut.

    Aber wer,ohne einen verdammt starken monetären Background kann das durchhalten?

    Warum haben denn so viele ehemalige Zuchtanlagen mittlerweile umgestellt auf schnellen Verkauf?
    Die jetzt davon profitieren,dass günstige Jungpferde auf dem Markt sind?
    Heute kaufen,etwas glattbügeln und wenige Wochen später weiterveräußern? Kurzlebige Geschäfte.

    Das scheint momentan das Einzige zu sein,was noch funktioniert.

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  • caspar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Greta Beitrag anzeigen
    Hihi.... Gut ausgedrueckt... Ich hab das auch lange Jahre geglaubt, aber mittlerweile, hab ich ne ganze Liste von Sachen die man machen muss, um auf Auktionen angenommen werden.... Einige finde ich sehr interessant....

    u.A. die eigenen Käufer mitbringen.
    also was soll das ?
    Heute ist Riedlingen - bin mal neugierig

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  • Greta
    antwortet
    Marquisa, klar hast Du recht, aber so eine Zuchtstute, die schon mindestens 4 Fohlen hatte, ist doch fuer den Zuechter abgeschrieben..... Die hat sich bezahlt gemacht (ich meine jetzt uebrigens nicht meinen Fall, aber generell...) Da hab ich auch dem Züchter gegenueber kein schlechtes Gewissen. Der hat Nachzucht behalten wenn er sie fuer gut genug hielt und genuegend Fohlen, mit denen er seinen Betrieb am Laufen halten kann......
    Ich sehe das als Moeglichkeit fuer Leute, die das Geld nicht haben, oder nicht ausgeben wollen und gleichzeitig rettet man vielleicht noch einige Pferde vom Schlachter......
    Die Nachzucht kann doch dann in Profihaende gehen und das Geld bringen....

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  • Greta
    antwortet
    Zitat von Ara Beitrag anzeigen
    Glaubt hier wirklich einer von euch, dass für die Annahme zur Auktion nur die Qualität des Pferdes entscheidend ist? Das ist wie mit dem Glauben an den Weihnachtsmann. Meinen Kindern habe ich auch erzählt, dass es ihn gibt.
    Hihi.... Gut ausgedrueckt... Ich hab das auch lange Jahre geglaubt, aber mittlerweile, hab ich ne ganze Liste von Sachen die man machen muss, um auf Auktionen angenommen werden.... Einige finde ich sehr interessant....

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