Pferdemarkt:Gucci oder Aldi..

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  • Nickelo
    kommentierte 's Antwort
    Hi,
    der Post ist ja schon (sehr) alt. Also nur so zur Information: Habe erst Anfang Oktober 2026 so eine Stute angeschaut. DerVerkäufer wollte 9500 € haben. Die Stute wurde nach dem Absetzen des letzten Fohlens zu dem Preis verkauft (nicht an mich). Die Stute war seit Sommer inseriert.
    So alte Threads sind sehr interessant. Einerseits haben sich die Diskussionspunkte kaum verändert, andererseits sieht man, wie sich die Preise entwickelt haben.

  • angie
    antwortet
    Mir fällt da spontan für beides eher wenig Positives ein!
    Zu Gucci:
    Erwartete hohe Qualität, die auch entsprechend bezahlt werden muss - ob die Käufer damit aber umgehen können, ist die Frage. Im Zweifel ist Leidtragender das Pferd...
    Zu Aldi:
    Akzeptable Qualität zu eher günstigem Preis - auf der Strecke bleibt der Hersteller (= Züchter)!

    Ehrlich gesagt bleibe ich da lieber bei einem Tante-Emma-Laden, wo ich mit Glück nicht nur gute, sondern ggf. sogar hervorragende Qualität bekomme und keinen überteuerten Preis bezahlen muss - sprich beim Züchter/Händler meines Vertrauens...

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von Waterloo Beitrag anzeigen
    Rübchen, der Spruch gefällt mir.

    Aber mich würde trotzdem mal eine Definition von "Gucci" und "Aldi" interessieren
    Für mich bedeutet Gucci und Co:

    Mehr Schein als Sein, nicht unbedingt gleichbedeutend mit höheren Herstellungskosten (Arbeitslohn) aber mit riesiger Preisspanne für den Verkäufer (irgendwie muss der Marmor-Boden der Luxus-Boutique und die Miete im Luxus-Viertel ja finanziert werden)

    Eine Übertragung auf die Pferde Zucht wage ich jetzt aber nicht

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  • schnaggels
    antwortet
    Müsste ja eher Gucci und Esprit oder so heissen...
    Manch einer sieht sogar im Kartoffelsack gut aus,etlichen nützt auch Gucci und Co. nix
    In Relation zum Einkommen ist ein Pferd wohl mal das eine, mal das andere,unabhängig vom Pferd direkt.

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  • caspar
    Ein Gast antwortete
    Ich finde man tut Aldi unrecht.
    Da gibt es gute Produkte zu soliden Preisen.
    Und so möchte ich gerne auch Pferde verkaufen.
    Solide Pferde zu soliden Preisen.
    Roh zwischen 5 und 10,
    angeritten ein wenig mehr
    mit Turniererfolgen, je nach dem zwischen 10 und 20.

    Gucci ist für mich das, was man nicht braucht.
    Frei nach dem alten Spruch:
    Ich gebe Geld aus, das ich nicht habe um damit Leute zu beeindrucken, die ich nicht mag.
    Wie z. B. sonderfarbenen Modeabstammungen mit fragwürdiger sportlichen Zukunft.
    Dabei stelle ich nicht Mal die Qualität der Pferde in Frage, sondern die der Reiter.

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  • maulwurf
    antwortet
    Wenn das so ist - dann hab ich BENCH :-) und freu mich jeden Tag drueber.

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  • Waterloo
    antwortet
    Rübchen, der Spruch gefällt mir.

    Aber mich würde trotzdem mal eine Definition von "Gucci" und "Aldi" interessieren

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  • Rübchen
    antwortet
    Auf meine Anmerkung, dass mein Pferd ja eigentlich viel zu schade für mich wäre, sagte meine Trainerin ganz trocken: "Sieh das doch mal anders. Du gönnst Dir halt was." Tja, wo sie recht hat, hat sie Recht.

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  • Zauberfee
    antwortet
    Mir gehts ähnlich wie @waterloo.

    Ich habe mir vor zwei Jahren einen 5jährigen gekauft. Als "Freizeitreiterin" hat dieses Pferd auch über 10tsd. gekostet - vom Züchter. Er war gut angeritten und ist vor meinem kauf zwei Reitpferdeprüfungen gelaufen.

    In meinem Stall wurden sich auch die Mäuler zerissen (von den vermeintlichen "Dressurprofis", was ich als Freizeitreiterin mit so einem Pferd will - die anderen waren der Meinung, dass das wieder typisch für Freizeitreiter wäre, sich einen völlig überteuerten Gaul andrehen zu lassen, der ja doch nicht bist zur Schweren Klasse der Dressur reicht (bei solche Kommentaren muss ich mir an die Stirn fassen) etc. pp....)....schlimm...dieses Gelästere.....

    Ich freu mich jeden Tag über mein Pferd! Er geht Springen, Dressur und Gelände, er ist sehr typvoll und einfach eine schicke Erscheinung, er ist leichtrittig und ich weiß was ich gekauft habe :-).

    Habe mittlerweile den Stall gewechselt. Dort stehen noch mehr "Gucci"-Freizeitreiterpferde ;-)...und wenn wir mit unseren drei Pferdchen auf Kurs oder Unterricht fahren, wundert sich jedesmal der Trainer, warum wir nicht endlich mal diese Pferde auf Turnier vorstellen....und sowas hätte er noch nicht erlebt - tolle Pferde, die nur zum Spaß haben gehalten werden :-).....der ist dann neidisch, weil er solche Berittpferde auch mal gerne hätte und nicht nur die "Aldi"-Pferde, die er dann möglichst siegreich in den Prüfungen vorstellen soll.

    Meine Tochter ist jetzt fünf. Wir haben noch genügend Zeit für Hobbies. Allerdings hatte sie nach vier mal Ponyreitstunde (bei einer ausgebildeten Erzieherin und Hippotherapeuthin) schon keine Lust mehr :-(....sie will auf mein großes Pferd.....ich versuchs jetzt mal mit Voltigieren im Verein - vielleicht gefällt ihr das?...so - jetzt sind wir völlig o.T.---sorry

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  • hufschlag
    antwortet
    Das ist ja der Punkt- wenn`s passt zwischen Pferd und Reiter gibts nix besseres und wenn die Chemie nicht stimmt oder man das Pferd einfach nicht bedienen kann, weil man der Qualität reiterlich nicht gewachsen ist (alle wollen schwung und go- wenig können es sitzen) dann nutz auch gucci nix und oft laufen diese Pferde nach kurzer zeit wie aldi (dann kann der reiteraber wieder sitzen )

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  • Waterloo
    antwortet
    Was ist denn Gucci oder was ist Aldi?
    Mein Stütchen habe ich im letzten Jahr gekauft. Genau das, was ich wollte. Der Preis lag zwischen 15 und 20000.
    Für mich Gucci. Im Stall haben sich sicherlich auch einige an den Kopf gegriffen, warum ich als überambitionierte Freizeitreiterin so viel Geld ausgebe. Also für meine Stallkollegen auch Gucci. Im gehobenen Dressursport ist das Stütchen wohl eher Aldi.
    Für die Züchter hier. Bei diesem Betrag. Gucci oder Aldi? 4 jährige angerittene Stute mit guten Grundgangarten, TÜV 1-2 und keine Turniererfahrung.

    Bei uns in der Gegend sind gute Reitschulen leider Mangelware. Das ist eher ein hintereinander herhoppeln in den verschiedenen Gangarten. Da wundert es mich nicht, dass Kinder keine Lust mehr haben, weiter zu machen. Allerdings sehe ich auch, dass viele Eltern, die nicht reiten und das Kind es aber unbedingt möchte, nur auf den Preis schauen. Da gibt es die üblichen Wochenstunden, aber es wird nicht wirklich was dafür getan, den Kindern auch wirklich den Spass am Pferd zu vermitteln. Die Mädels hören spätestens in der Pubertät wieder auf.
    Als meine Tochter dann den Wunsch geäußert hat, haben wir uns auch einiges angeschaut, aber ich war da natürlich etwas kritischer.

    Zum Thema Stundenplan. In der Grundschule ging es noch, da war nur Einrad bei meiner Tochter angesagt. Dies hat sie dann in der 4. Klasse von heute auf morgen geschmissen. Ich habe ihr gesagt, dass ich erwarte, dass sie einen Sport macht, egal welchen. Ich schüttel heute noch den Kopf, was sie da alles ausprobiert hat. Trampolin, Tennis, Golf, Tanzen, etc. Obwohl ich Pferde hatte und sie gerne mit im Stall war, hat es sie nicht aufs Pferd gezogen. Ich hatte sie zwar immer an der Longe, aber mehr nicht.
    Es kam, dass sie zufällig zum Warmreiten auf meinem Traki saß, ich aufs Klo musste, meine Trainerin ihr in der Zwisvhenzeit ein wenig was gesagt hat und seit diesem Tag ist sie aus dem Stall nicht mehr wegzudenken. Das war vor 3 Jahren. Ergebnis. Ich muss viel Bitte Bitte sagen, damit ich mein Pferd reiten darf und habe mir dann irgendwann das Stütchen gekauft
    Es liegt halt viel auch an motivierten Trainern, ob die Teenies dabei bleiben oder nicht und ob sich diese Generation später Gucci oder Aldi kauft. Ich hatte Glück.

    Meine Tochter ist inzwischen 9. Klasse Gymnasium bei G8. Das ist schon ein Brett. Jetzt steht noch Firmung und Tanzstunden an. Sie plant sich ihre Zeit mit Pferd und ich möchte auch gar nicht, dass sie jeden Tag im Stall ist, denn sie braucht noch Zeit für Schule und Freunde.
    Ich hoffe und wünsche mir, dass sie dabei bleibt und sich irgendwann ein Gucci Pferd kaufen kann.
    Sie hat ein Gucci Pferd, das ich vor 11 Jahren durch einen perfekten Zufall zum Aldi Preis gekauft habe

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  • Lisa83
    antwortet
    @Lindenhof: manchmal frag ich, ob nicht (angerittener) "Tralopp" vllt schon als 4. GGA herhalten könnte? Okeee, die Reiter nennen es zwar ganz stolz Versammlung, aber ist es ja nicht und wenn sie das können, sind die Pferde doch sicher mehr wert!?
    Ich mein, das muss ihnen schließlich erstmal ein "normales" Pferd nachmachen

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  • Fife
    antwortet
    Zitat von Lindenhof Beitrag anzeigen
    So traurig ich den ersten Satz finde (genau darum züchte ich aktuell nicht mehr), umso belustigender den zweiten. Vielleicht sollte ich mir Gedanken machen, Pferde mit noch mehr unterschiedlichen Gängen zu züchten. Wenn jeder Gang doch mehr Geld bringt!
    da mach ich mir dann Gedanken ob evtl mit Automatik noch besser wäre....

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  • Lindenhof
    antwortet
    Zitat von Lisa83 Beitrag anzeigen
    Und ich sage auch ganz ehrlich, wenn ich nur oder überwiegend spazieren reiten wollen würde, dann würde ich mir kein WB für > 5000€ kaufen, weil ja, das ist mir schlicht und einfach zu viel für ein Pferd, was nur in allen 3 GGA durch den Wald laufen soll.
    Mal ganz davon abgesehen, dass ich persönlich dann sowieso einen Isländer vorziehen würde, weil die tölten. Aber da wäre mir auch klar, dass das vllt etwas teuerer ist, weil eben 4. (und evtl 5.) Gang.
    So traurig ich den ersten Satz finde (genau darum züchte ich aktuell nicht mehr), umso belustigender den zweiten. Vielleicht sollte ich mir Gedanken machen, Pferde mit noch mehr unterschiedlichen Gängen zu züchten. Wenn jeder Gang doch mehr Geld bringt!

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  • Lisa83
    antwortet
    Nun ja, Unterricht nehmen müsste man dann schon auch bei jmd der es kann - also das Unterrichten...
    An dem Stall wo ich vorher war, da haben die meisten Leute Unterricht genommen, je nach dem bei wem war es mehr oder weniger sinnvoll.
    Aber eine RL, die es schafft so zu unterrichten, dass mit dem Pferd nix mehr geht und dann aber die Pferde schlecht zu reden und den armen Tieren den Rest gibt durch ihren "Beritt" kurbelt schließlich auch die Wirtschaft an, weil ja ein neues Pferd her muss *ironie aus*

    Nein, leider ernsthaft, alles schon gesehen, da wird ein 5j. Pferd gekauft, unplatziert, aber der Qualität entsprechend bezahlt und 2 Jahre später haben die es so hingerichtet, dass es keinen Meter mehr von alleine läuft...
    Es ist ja schon nicht falsch, dass es mehr schlechte Reiter gibt. Übrigens ebenso Ausbilder, was sich alles Trainer C nennen darf und dann unterrichtet, da läuft mMn echt ne Menge falsch, denn Trainer C schafft offensichtlich jeder Depp!
    ABER man darf eben auch nicht sagen, dass ALLE Reiter schlecht reiten, das wäre wohl zu einfach.
    Ebenso darf man nicht alle Eigenbedarfszüchter ständig verurteilen, weil die alle keine Ahnung haben.
    Man verürteilt ja auch nicht alle Züchter Vermehrer zu sein u/o nur auf schön, schwarz und strampelig zu züchten.

    Und ich sage auch ganz ehrlich, wenn ich nur oder überwiegend spazieren reiten wollen würde, dann würde ich mir kein WB für > 5000€ kaufen, weil ja, das ist mir schlicht und einfach zu viel für ein Pferd, was nur in allen 3 GGA durch den Wald laufen soll.
    Mal ganz davon abgesehen, dass ich persönlich dann sowieso einen Isländer vorziehen würde, weil die tölten. Aber da wäre mir auch klar, dass das vllt etwas teuerer ist, weil eben 4. (und evtl 5.) Gang.

    P.S.: ich stehe übrigens mit meinen Pferden seit knapp 2 Jahren auf einem kleinen Hof (insg. 8 Pferde), wo ich zwar keine Halle habe und zum Reiten aufladen muss, aber meine Pferde raus können wann immer sie wollen und ich einfach meine Ruhe hab und mir nicht im Reitstall anschauen muss, wie ständig Pferde durch Un- oder noch schlimmer durch (angebliches) Besserwissen über die Uhr u/o zugrunde geritten werden. Sind (immer noch nicht ) alle, aber die, die es tun, die tun es mit einer wahnsinns Präsenz.

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  • Greta
    antwortet
    Na da scheint es in MeckPomm ja fast paradiesisch zuzugehen.... Hier nehmen viele Unterricht. Allerdings leider hauptsaechlich Springen..... Es gibt zwar auch vereinzelt sogar sehr guten Dressur Unterricht, aber doch immer weit weg (2 Std Fahrt) Aber bemueht sind hier sehr viele Reiter... Wir haben zB sehr gute Erfahrungen mit meinem Sohn gemacht, der auf sehr spielerische Art und Weise Reiten gelernt hat, bei einem Nachbarn, der schon unzaehlige Kinder ausgebildet hat...

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  • hufschlag
    antwortet
    unterricht nehmen bei uns die meisten- wenn man das immer so nennen kann- bei manchen habe ich wirklich das gefühl, das kommt so ein guru und redet mit ihnen ne halbe std über ihr pferd und hört sich an, was so war seit dem letzten mal, die sind glücklich und zahlen... es ist nicht die masse, aber die kämen bei der telefonseelsorge günstiger weg

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  • Finy
    antwortet
    stimmt...das sind bei uns auch max. 2 von 20 Einstellern

    wobei mir spontan 10 Einfallen die vermutlich bei der 1. Runde leichttraben schon über Bord gehen würden (vom BRAV trabenden Pferd wohlgemerkt)

    Unterricht WOLLEN die aber KEINEN... wir versuchen oft was regelmäßiges zu organisieren, aber es scheitert fast immer an mangelnder Teilnehmerzahl. 4 Leute ist meist das Maximum.
    Zuletzt geändert von Finy; 02.09.2013, 13:19.

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  • Barbara
    antwortet
    Zitat von marquisa Beitrag anzeigen
    Finy,Barbara:

    Einzelschicksale,ihr haltet euch doch wohl nicht für deutsche Durchschnittsreiter,ansonsten kanns um unsere deutsche Reiterei ja noch nicht so schlimm bestellt sein *grins*
    Wir sind wohl keine Durchschnittreiter ...

    Ich habe mal rekapituliert: So an die 8 bis 9 Leute (von 40 Einstellern) reiten bei dem (mobilen) RL regelmäßig Stunde - die meisten sind keine Turnierreiter. Dann haben wir noch eine Turnierreiterin am Stall, die bei jemand anderem Unterricht nimmt und noch 2 ode drei bei denen man merkt, dass sie sich Mühe geben.

    Aber der Rest? Den kann man in der Pfeife rauchen ...

    Ich müsste ernsthaft drüber nachdenken, wem am Stall ich mit gutem Gewissen eines unserer Pferde anvertrauen könnte. Und bis auf 2 andere Reiter am Stall habe ich dort keinen getroffen, der in der Lage war, ein junges Pferd auszubilden. Und ich dachte die ganze Zeit, dass es am Stall liegt, dass das reiterliche Niveau so niedrig ist.

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  • Syrah
    antwortet
    Klar, Annemarie. Wir lassen einfach die Hausaufgaben weg...

    Das einzige, was an unserem 'Programm' geändert werden könnte, wäre die eine Stunde Judo in der Woche. Will er aber nicht aufgeben. Genau so wenig, wie die anderen 'festen Bestandteile' der Woche, wenn man von Hausaufgaben und Üben absieht.

    Ich glaube, Du gehst noch von anderen Voraussetzungen aus. Zu meiner Grundschulzeit vor knapp 30 Jahren gab es selten auch nur mehr als vier Stunden. Hausaufgaben hatte ich in 10 Minuten durch, wenn's denn welche gab. Ich mußte in die Musikschule, aber das änderte sich Gott sei Dank, als ich irgendwann endlich ein Pony bekam. Aber von da an waren alle 7 Tage der Woche 'dicht'! Ich mußte aber auch auf dem Gymnasium nur sehr selten länger als bis 13 Uhr in der Schule bleiben und hatte nicht all zu viele Hausaufgaben. Das sähe heute wohl anders aus! Ich glaube, Deine Kinder, Annemarie, sind etwa in meinem Alter. Das kannst Du mit heute nicht mehr vergleichen. Allein die Berge an Hausaufgaben sind auch von Kindern, die schnell sind, ganz sicher nicht in unter 30 bis 45 Minuten zu schaffen. Wenn man dann ein Kind hat, das ALLES tut, um überhaupt schon mal den Beginn der Hausaufgaben aufzuschieben (und es ist egal, wie oft ich ihm erzähle, dass er dann doch schnell fertig wäre und spielen könnte!), dann kannst Du die Zeit auch gerne mal verdoppeln. Klar sollte das anders sein, aber ich habe im Moment den Eindruck, als wenn das in G8 fehlende Jahr schon in der Grundschule nachgeholt werden soll.

    Ansonsten ist er eben ein Junge, der 'auf dem Dorf' wohnt. Da geht es nicht ohne Fußball (in einem anderen Thread ging's mal um Integration...). Die meisten anderen Kinder machen noch Sachen wie Leichtathletik oder Musikschule. Er macht eben Judo und Englisch. Insbesondere Letzteres halte ich für sinnvoller, als Musik, vor allem, weil er so ziemlich der unmusikalischste Mensch ist, den ich kenne und das Fach schon in der Schule haßt. Abgesehen davon ist Englisch für ihn extrem wichtig, da es durchaus sein kann, dass wir nicht für immer in Deutschland bleiben (aus beruflichen Gründen). Derzeit hätte er keine Probleme, auf eine englischsprachige Schule zu wechseln, aber wenn Sprache nicht ständig praktiziert wird, vergißt man sie!

    Bei einem Mädchen wäre es vielleicht anders. Fußball wäre wohl kein Thema, und ich behaupte, mit Mädchen hat man es auch in Sachen Fleiß etwas leichter. Schule scheint mir irgendwie auch eher auf die Bedürfnisse von Mädchen ausgerichtet zu sein, aber das kann mein persönlicher Eindruck sein. Wir haben noch Glück, dass ihm viel 'zufliegt', aber sowas geht ganz schnell nach hinten los, wenn die Kinder nie lernen, wie man eigentlich lernt. Deshalb lege ich Wert auf eine gewissen 'Lernroutine'.

    Also, liebe Annemarie, die Dinge sind manchmal komplexer, als man so meint. Ich hätte auch lieber eine 'heile Welt', in der die Kinder spätestens ab 13 Uhr den Rest des Tages glücklich und dreckig im Wald mit ihren Freunden spielen, vier- und zweibeinig, und abends todmüde aber glücklich ins Bett fallen. Aber das ist wohl eine Welt, die nur noch in der Werbung oder in Vorabendserien existiert!

    Auch der Berufsalltag hat sich im Vergleich zu vor 30 Jahren ganz sicher geändert und wirkt sich so auf die 'reitende Bevölkerung' aus! Wer kann sich heute schon noch erlauben, in Wolkenkuckucksheim zu leben???

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