Brombeerland vs Pferdeweide

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  • Ramzes
    • 15.03.2006
    • 14655

    #21


    Unbürokratisch ist es natürlich nicht , ist ja auch kein Freifahrtschein .
    Im Vorfeld muss ja erstmal geklärt werden , welche Schäden zumutbar und welche " tolerierbar " sind .
    So dann , nächste Stufe Schutzmassnahmen Gelände , Vergrämung und bislang auch möglich im genehmigten Ausnahmeverfahren laut Paragraph xy Biber zu entnehmen .
    In BaWü nun angeblich dadurch jetzt etwas schnelleres Verfahren ?!
    Im Nachbarland Österreich dürfen nun auf ähnlichem Wege tatsächlich ca.135 Biber entnommen werden .

    Jedes Bundesland hat Biberverordnung .

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    • Ramzes
      • 15.03.2006
      • 14655

      #22
      Zitat von Ramzes Beitrag anzeigen
      https://www.baden-wuerttemberg.de/de...onfliktfaellen

      Unbürokratisch ist es natürlich nicht , ist ja auch kein Freifahrtschein .
      Im Vorfeld muss ja erstmal geklärt werden , welche Schäden zumutbar und welche " tolerierbar " sind .
      So dann , nächste Stufe Schutzmassnahmen Gelände , Vergrämung und bislang auch möglich im genehmigten Ausnahmeverfahren laut Paragraph xy Biber zu entnehmen .
      In BaWü nun angeblich dadurch jetzt etwas schnelleres Verfahren ?!
      Im Nachbarland Österreich dürfen nun auf ähnlichem Wege tatsächlich ca.135 Biber entnommen werden .

      Jedes Bundesland hat Biberverordnung .
      Bibermanagement , Zuschüsse Prävention , Ausgleich Schäden , länderweise unterschiedlich .
      Beispiel Bayern


      Biber sind wichtig für das Ökosystem, doch ihre Dämme können ernsthafte Schäden verursachen. Doch was können Bauhofleiter tun, um Probleme zu begrenzen?

      Kommentar

      • Ramzes
        • 15.03.2006
        • 14655

        #23
        Schimmeltier , es sieht nach 0 Biber aus ... Schutzausrüstung
        Schnittschutzhose etc. Bio- Sprit nicht vergessen und so wie es passt das Ganze " einkreiseln " .

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        • Schimmeltier
          • 15.01.2019
          • 1106

          #24
          So, noch 2 Tage bis zum Countdown. Bis dahin muss ich alles was geht noch an Bäume & Büsche auf dem Gelände absägen und platt sensen. Aber allmählich werde ich müd und müder; es schleichen sich Fehler bei der Arbeit ein....bin halt kein Profi!
          Die lieben Vögelchen zwitschern indes fröhlich, freuen sich auf den Startschuss zum Nestbau am 1.März, -- wenn die Schonzeit beginnt-- aber sie werden auf der Brombeerkoppel dann keine Büsche und Gestrüppe mehr dafür vorfinden, hoffe ich.

          Also noch mal Gas geben, und ab Sonntag kann ich ganz relaxt die Haufen mit den Pflanzenleichen und Ästen an einen geeigneten Endlagerplatz abtransportieren. Wäre nicht der Stichtag 1. 3., ich hätte längst eine Sensenpause für ein paar Tage eingelegt. Mittlerweile arbeite ich so, wie man's grad nicht machen soll: mit der Sense über Kopfhöhe arbeiten, und auch Bergab sensen sollte nicht sein, sondern immer mit dem Freischneider bergauf arbeiten. Mit der Motorsäge arbeite ich hochkonzentriert---- und hab gestern erst nach der Sägerei die fehlende Schutzbrille bemerkt...lol, 3 Kreuze wenn die Plackerei ein Ende hat.

          ABER: wenn es erstmal fertig ist, werden sich die Pferde freuen. Es ist erstaunlich, was unter den Brombeerbüschen verborgen lag: neben einigen Müll leider auch fiese Reste Stacheldraht und Morschzeug. Eigentlich hoffte ich, die Grenzpunkte des Geländes zu finden. Bei der dritten Seite entlang der Fläche bin ich mir nicht sicher, wessen Land ich da überhaupt freigeschnitten habe...ich habe nur vage Informationen über die Grundstücksgröße: ..."Weide ging mal bis zum Waldrand... da hinten (andere Seite) war früher ein Reitplatz.." naja, mal schauen, ich mach mal nach Gefühl, einige Begrenzungen mit Restlitzen fand ich ja immerhin!

          Zwar wachsen keine wilden Waldorchideen und auch keine ( geschützten) Wasserlilien hier, aber dafür ganz viele Schneeglöckchen in großen Rudeln. Das ist auch super schön!

          Meinen Plan, diesen Juni schon satte Wiese auf der neu entstandenen Koppel zu haben, habe ich modifiziert. Ich werde erst einmal die Fläche weitestgehend freiräumen und auf einem Teil eine Neuansaat mit Gras probieren, was kann dabei schon schiefgehen?

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          • Nickelo
            Nickelo kommentierte
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            Hast du nicht vielleicht Zeit, ein Foto von den Schneeglöckchen zu machen ?
        • Schimmeltier
          • 15.01.2019
          • 1106

          #25
          Mühsam nährt das Eichhörnchen! Irgendwie sind die sichtbaren Fortschritte in meinem "Großprojekt" eher mau. Da kann ich sensen und sägen, soviel ich will--- diesen Monat wird das nix geben mit der Aussaat von einer neuer Wiese.
          Ein Testlauf mit Grassamen (Restbestand von 2022) auf einem kleinen Stück Boden verlief nicht ganz so gut: Die Vögel haben's weggefressen....so schnell konnte ich gar nicht gucken. Vielleicht sollte ich nächstes mal warten, bis es regnet; und dann erneut das Gras säen (und hoffen, dass es schneller austreibt, als die Vögel die Saat fressen können).

          Die Pferde schauen mir neuerdings beim Arbeiten zu; von Zeit zu Zeit wiehern sie mir aufmunternd zu. Sie wollen auf die Weide!! Es ist aber auch einfach zu schönes Frühlingswetter.......
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          • schnuff
            schnuff kommentierte
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            Das wird sehr schwer.
            ...und ansähen?!
            ... wie hast du das gemacht?
            ... scheinbar hast du tatsächlich nur die Vögel gefüttert
            ... die Vegetationszeit hat noch nicht begonnen, viel zu kalt, die Bodentemperatur,
            ...und warte bis es wärmer wird, dann entwickeln sich vor allem deine Brombeerranken prächtig. Du kannst dort gleich campen.
            Deine Motivation ist jedenfalls anzuerkennen.

          • Schimmeltier
            Schimmeltier kommentierte
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            Da hab ich wohl tatsächlich nur die Vögel gefüttert; die setzten sich in Reihe, Schnabel an Schnabel auf die Saat, wo ich noch nicht einmal fertig mit der Arbeit war.
            Kann aber sein, dass es auch ohne die Vögel ein Fehlschlag geworden wäre: das Saatgut war ja schon 2022 abgelaufen; ein Nachbar hatte mir 2 Sack geschenkt, weil er es nicht mehr verwenden wollte, es war ein Fehlkauf gewesen.
            Ich hab dann mal gleich einen Sack auf die Buschlandkoppel gepackt, und das hatte einigermaßen gut gekeimt. Deshalb war ich optimistisch, dass es auch heuer hier klappen sollte.

            Motiviert bin ich tatsächlich bis in die Haarspitzen! Besonders, seit ich weiß, ich bekomme eine im letzten Herbst noch sicher geglaubte zusätzliche! Weide mit feinstem Gras nun doch nicht, lol. Also mache ich das Beste aus den nun verbliebenen Möglichkeiten. Denn mit dem einen kleinen Hektar an Weideflächen, die zum Stall gehören, kriege ich 4 hungrige Vollblüter NICHT satt. Wenn das Projekt funzt, dann habe ich ab Sommer 3 Weiden zur wechselnden Beweidung parat: die zwei regulären und die etwa (geschätzt) 4000-5000qm Brombeerland dazu.
            Zumindest kann ich sie darauf parken, wenn sich die anderen beiden Weidestücke sich von den Pferden erholen müssen....

            Das Sähen selbst ist leicht erledigt, schnuff: einfach den Eimer mit Saatgut im linken Arm gegen den Bauch halten und mit der rechten Hand in den Eimer reinlangen und in hohem Bogen rausstreuen. So wie man's wahrscheinlich bei der Hühnerfütterung auch macht. Kinderleicht und geht eigentlich ganz schnell.

            Ich hab bei der Raiffa Saat für Pferdewiese gekauft, weil's ja doch mehr an Grassamen braucht, als ich noch habe; ist es eigentlich egal, ob man dafür Neuansaat oder ein Nachsaat Saatgut nimmt??

          • schnuff
            schnuff kommentierte
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            Tja, und genauso geht das ansähen NICHT!!!
            Das sind auch Lichtkeimer, die Saat muss trotzdem in den Boden eingearbeitet werden und angewalzt, sonst kannst du das noch paar mal machen und ein bisschen vorbereitet sollte der Boden auch sein, sprich aufgelockert. Saatgut ist nicht gerade billig und eine hochwertige Saatenmischung wahrscheinlich für den Boden auch nicht geeignet ( Beschattung, Ph Wert ect.)
            ...so ganz einfach ist das leider nicht.
        • Schimmeltier
          • 15.01.2019
          • 1106

          #26
          Das gewünschte Foto von den Schneeglöckchen auf der Brombeerkoppel. Eigentlich sollte das Bild zum Hashtag 24 als Antwort gepostet werden. Hat sich wohl verlaufen...
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          Kommentar


          • Nickelo
            Nickelo kommentierte
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            Wie schön! Sieht idyllisch aus ….
            Nimm deine Saatversuche einfach als kleine Entschädigung für die Vögel, die sich ein neues Quartier suchen müssen. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Ist vielleicht kein Trost fürs Paradies: aber von Gras allein wird in meinem Reitstall auch kein Pferd satt. Dazu sind die Koppeln viel zu klein. Heuraufen sind dann ganz sinnvoll, bevor sie wieder Unsinn fressen.

          • schnuff
            schnuff kommentierte
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            @ Nickelo, ich finde deinen Gedanken einfach toll.
            ... einfach allem etwas positives abgewinnen.
            Wirklich, Daumen hoch
            Zuletzt geändert von schnuff; 13.03.2026, 20:22.
        • Ramzes
          • 15.03.2006
          • 14655

          #27
          Grassamen sind Lichtkeimer , sollten max. mit 1,5 cm bedeckt sein . Wären sie keine Lichtkeimer wäre jede Prairie , Savanne etc. nicht in der Lage sich zu erhalten auf die Dauer . Nicht jede Grasart bildet Ausläufer . Im natürlichen Kreislauf fällt von ausgereiften , nicht gefressenen Halmen Samen auf den Boden und keimt bei genügend Feuchtigkeit .
          Regen wäscht die Samen erdwärts .
          Nachgeahmt wird das durch die sogenannte Übersaat auf Kultur -Grünland , wo die Saat z.B. mit Feinsaatstreuer ausgebracht wird . Professioneller mit Spezialmaschinen .
          Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen im Grünland zählt das Striegeln und die regelmäßige Nachsaat mit qualitativem Saatgut. So funktioniert’s!

          Eine Neuansaat z.B. bei Ackerfutter , Neuanlage Grünland , oder ...wenn z.B.Wildschweine alles umgewühlt haben .
          Die Methoden können unterschiedlich sein , pfluglos , Fräse , Pflug - Packer . Eines bleibt aber gleich , nämlich wirklich geringe Saattiefe .
          Anwalzen mit Wiesenwalze eher kontraproduktiv , da durchaus Samen mit etwas Erde an der Ealze kleben bleiben .
          Termin so wählen , dass es danach sicher regnet .
          Saatgut für Nachsaat / Reparatur besteht meist nur aus ein paar konkurrenzstarken Sorten , während Neuansaaten auf die Klimazonen - und Bodenarten mit mehreren Arten und Sorten
          abgestimmt sind mit / ohne Leguminosen , Klee .

          Schimmeltier , im Notfall kannst Du ein Oma - Bettlaken
          ausbreiten und dort Heu auschütteln bis Du genug Samen
          zusammen hast . Tuch zusammennehmen und ab in den Eimer . Wiederholen bis genug im Eimer , Wetterbericht beachten und vor dem Regen einfach wie gehabt aussäen .
          Ansonsten beim Landhandel NACHSAAT kaufen , mit der Weideleckschale u.a. in einem Rutsch .
          Zuletzt geändert von Ramzes; 11.03.2026, 19:46.

          Kommentar


          • schnuff
            schnuff kommentierte
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            Ich meinte auch nicht, dass das Saatgut vergraben werden sollte, aber nur oben drauf streuen funktioniert eher nicht

          • Schimmeltier
            Schimmeltier kommentierte
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            Guter Tipp mit dem Heu-Samen!
            Habe NEUSAAT gekauft; Ich hatte dort wegen Saatgut nachgefragt, dass für eine neu anzulegende Weide und für Vollblüter!! geeignet ist. Und passend dazu kam eine Woche später die Lieferung: DERBY für meine kleinen Renner!
        • max-und-moritz
          • 04.06.2006
          • 3433

          #28
          Die Bilder... Mir stehen die Haare zu Berge. Den Thread lese ich schon eine ganze Weile mit und habe mir das Schreiben verkniffen,
          jetzt konnte ich die Finger nicht mehr ruhighalten.

          Schimmeltier, sei mir nicht bös, aber auf so eine Fläche würde ich nie im Leben Pferde stellen. Was da wohl außer altem Stacheldraht noch im
          Boden schlummert? Wenn was drin ist werden sie es finden, sie finden es immer.

          Von eventuellen Giftpflanzen, dem Untergrund und der unklaren amtlich eingetragenen Nutzung gar nicht zu reden.

          Für Gras im Sinne von Gras sehe ich da nicht viele Chancen, naß und schattig sind keine guten Voraussetzungen.

          Ich habe mal eine von der Gemeinde angebotene Fläche pferdetauglich gemacht. Das war zwar auch ein Haufen Arbeit, aber im Gegensatz zu
          Deiner Fläche fast sofort beziehbar. Steine und Müll klauben, Unkraut immer wieder raus, gründlichst auf Giftpflanzen untersuchen, Pfähle in
          den kiesigen Untergrund schalgen, Zaun machen und gut.

          Nach 2 oder 3 Jahren war die Weide echt schön, dann hat sich die Gemeinde bei mir bedankt und da drauf eine Streuobstwiese angelegt.

          Damals habe ich die geleistete Arbeit unter Versuch-macht-kluch verbucht und genau das rate ich Dir auch.

          Viele Grüße, Max-und-Moritz
          Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

          Kommentar


          • schnuff
            schnuff kommentierte
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            Oh ja, das kenne ich auch zu gut.
            ... wenn es gut läuft, gibt's urplötzlich andere "Interessenten"

          • Schimmeltier
            Schimmeltier kommentierte
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            Nein, ich nehm's nicht bös; lol, wenn's nicht grad meine Koppel wäre, ....würd ich auch Reißaus nehmen!
        • Ramzes
          • 15.03.2006
          • 14655

          #29
          Oh je , ...das kann ja in Deinem Fall so gewesen sein und vor Altlasten ist man nicht 100 % gefeit .
          Wir hatten mal eine Feldrainhecke abschnittsweise über die Jahre auf den Stock gesetzt und Überraschung Stacheldraht , der dann den Arbeitsablauf ins Stocken brachte durch mühsames Abschneiden , Einsammeln , Kontrolle Metalldetektor .
          Schimmeltier hat erwähnt , dass er die unfallträchtigen Kleinflächen abzäunt . Da gibt es ja z.B. so eine Terrassen - Stufe ...und wenn , was gefunden wird , einsammeln .
          Das , was der Schimmel - Kultivator schafft wie Springkraut , Brombeeren , etwas zurückzudrängen ist wie Intervalltraining
          Ist doch okay .
          Es soll ja auch keine Englische Parkweide werden für die nächste Landesgartenschau !
          Die eine oder andere Ecke bleibt ja " Biotop " .
          Regelmässige Zaunkontrolle Litze ...Handschuhe , die Astschere dabei , ein Abwasch .

          Kommentar

          • max-und-moritz
            • 04.06.2006
            • 3433

            #30
            Der Aufwand ist immens und es wird sehr lange dauern, bis die Fläche überhaupt irgendwie nutzbar ist.

            Man kann auch etwas sein lassen oder ein Projekt abbrechen, wenn sich vorher nicht bekannte Schwierigkeiten zeigen. Das hat mit
            dem negativ besetzten "Aufgeben" nichts zu tun.

            Ich will Schimmeltier das Projekt nicht ausreden, warum auch, aber die sehr negativen Punkte sollten gesehen werden.
            Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

            Kommentar

            • Ramzes
              • 15.03.2006
              • 14655

              #31
              Die Schimmeltiere sind im fortgeschrittenen Alter .
              Vielleicht werden sie ja 25 - 30 und wenn Teile der verwilderten Nachbarweide (umsonst überlassen ) wieder zu Weide werden
              haben die Araber ja auch was davon .
              M & M , bitte !
              Von negativ besetztem Aufgeben bei wem auch immer war überhaupt keine Rede !
              Wenn es danach gehen würde , müssten so einige Pferdeleute zu der Einsicht kommen , dass sie " Arbeitssklave " ihrer Pferde sind . Vielleicht ist der " Gymnastikaspekt " bei einigen aber
              noch stärker

              Kommentar


              • max-und-moritz
                max-und-moritz kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Ha ha, ja, bei mir ist der Gymnastikaspekt auch ein großer Antrieb für meinen Stall! Ich weiß genau, daß ich ohne die Arbeit nicht mehr so fit wäre :-)
            • Kareen
              PREMIUM-Mitglied
              • 06.01.2001
              • 7470

              #32
              Ich bewundere Deinen Enthusiasmis.

              Kommentar

              • Schimmeltier
                • 15.01.2019
                • 1106

                #33
                Es tut sich was auf der Talwiese! Tatsächlich-- und widererwartet-- zeigte sich vor ein paar Tagen doch noch ein zarter grüner Flaum auf dem neu eingesäten Stück "Weide". Zwar ist es fleckig und alles andere als perfekt, aber es lebt!
                Das hat mich ermutigt, gleich am Samstag noch ein paar hundert qm mehr einzusäen. Man kann ja nicht immer den Boden top vorbereiteten (theoretisch schon; aber macht ihr das etwa?), und es ist auch für mich interessant zu sehen, unter welchen minimalen Bedingungen die Samen dennoch keimen können. Der neue Plan sieht nun so aus: Talwiese (außer die neu gesäten, gesperrten Bereiche) komplett und ausbruchsicher einzäunen, dann die Pferde draufjagen und gucken, was passiert.
                Die Idee dahinter ist, dass die Hottis die immer mehr blitzschnell nachwachsenden Springkräuter, Disteln, Quecken und Brennnesseln platt treten und so vernichten. Dann hab ich's leichter, später im Mai, auch dieses letzte Stück zum einsähen fertig zu machen. Ziel ist, das neue Gras ab Juli etwa von den Pferden abfressen zu lassen, und im September die neu entstandene Weide dann fachgerecht für den Winter aufzubereiten.

                Ab Saison 2027 haben die Arabs eine schöne, sattgrüne, leckere Weide unten im Tal, wetten?
                Der Vorteil dieser Koppel ist, dass sie relativ eben ist. Die beiden Weiden, die die Pferde bislang hier haben ,sind recht bergig und ich habe nun mal keine Haflinger....

                Kommentar


                • schnuff
                  schnuff kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  Okay, du kannst dir was wünschen. Deine Hotte Hüh's werden die jungen Pflanzen abnagen, die ansässigen Wildkräuter wachsen wie irre und Samen prima aus, auf dem gut vorbereiteten Boden.
                  Ich drücke dir natürlich für gutes Gelingen die Daumen.
                  ...du hälst uns auf dem Laufenden, ja?!

                • Schimmeltier
                  Schimmeltier kommentierte
                  Kommentar bearbeiten
                  "Wünsche zu haben lassen einen kreativ werden..."
                  schnuff, wie soll ich es denn sonst machen?? Professionelle Bearbeitung der Fläche mit Maschinen durch Landwirte geht aus mehreren Gründen nicht. 20 Helfer, die ehrenamtlich die Fläche kämmen, habe ich auch nicht. Den Jupp zum Ackergaul umschulen, --- never!

                  Also bleibt nur der Weg über die Dörfer: ....es wird langsam aber sicher besser werden. Jeden Tag ein paar Meter weiter, so kommst du auch ans Ziel. Ist fast so wie bei der Pferdeerziehung.
              • Schimmeltier
                • 15.01.2019
                • 1106

                #34
                Langsam komme ich zu der Erkenntnis, dass ich in Sachen "Weideland" echte Wissenslücken habe. Bislang dachte ich, wenn man genug Fläche hat, nie die Wiese bis zur Wurzel von den Hottis abfressen lässt, und im Herbst einen Bauern fürs mulchen engagiert ( oder wie im Falle der Buschlandkoppel man selbst zur Motorsense greift),--- dann reicht das als Weidepflege vollumfänglich aus.
                Düngen? -- brauchte ich nicht. Das wuchs von alleine.
                Nachsähen?--- brauchte ich auch nicht; es war immer genug von dem Gras da.

                Hier ist es anders: Die Talwiese liefert bislang noch kein Gras. Ich habe mittlerweile nun die Hälfte der Fläche eingesät; der Rest bleibt erstmal Abenteuerspielplatz für die Pferde. Das drüsige Springkraut ist übrigens sehr widerstandsfähig. Wenn man es mit der Sense nicht glatt abschneidet, sondern nur umhaut, hat es sich tags drauf wieder aufgerichtet, als wäre nix gewesen. Für kleinere Erdbewegungen eignet sich die Stihl Sense hervorragend; Maulwurfshügel sind so auch schnell geplättet.
                Die Brennnessel und Brombeeren treiben zwar täglich neu aus, sind aber eigentlich ganz easy zu sensen. Es ist natürlich für das frisch gekeimte Gras nicht gut, wenn ich da drüber laufe um Springkraut und Co klein zu halten, aber das meiste überlebt davon. Also Gras und Springkraut, ich bin gespannt, wer zuerst aufgibt.

                Richtig auf Trab halten mich allerdings die beiden regulären Weiden. Sie erinnern mehr an einen struppigen Golfplatz, als an eine üppige Pferdeweide. Leider fehlen die Obergräser dort komplett. Einfach Weide düngen bringt nichts; denn da wo Wiesenschwingel usw. nicht gesät wurde, kann auch keiner wachsen!
                Ich überlege ernsthaft, mal Saatgut für "Heuwiesen" zu kaufen, weil da überwiegend eben Obergräser drin sind. Und es dann im September ausbringen und hoffen, dass im nächsten Jahr ein paar dieser Gräser sich auf der Weide etablieren konnten.
                Oder ist das realitätsfremd? Wie handhabt ihr das bei euren Weiden??

                Und dann sind da die vielen Butterblümchen....die kleinere Wiese ist eher trocken, sie hat nette Hanglage. Maschinell ( Traktor) abmähen geht nicht; mit der Motorsense müsste es zwar möglich sein, aber ich ziehe es seit ein paar Tagen vor, die Butterblümchen lieber händisch raus zu reißen. Neben den Butterblümchen wächst auf dieser Weide sehr viel Sauerampfer und Spitzwegerich. Beides kein Gaumenschmaus für die Pferde.
                Das Gras ist dicht, kurz, und buschig, Obergräser sind wie erwähnt, kaum vorhanden, ein bisschen übliches Unkraut vervollständigt das Weide- Sortiment, außerdem wachsen auf der Weide an mehreren Stellen auch noch Erdbeeren!

                Die Weideproblematik wird mich dieses Jahr begleiten! Wer eine Idee hat, wie man Weiden verbessern kann, ich bin ganz Ohr...




                Kommentar

                • Schimmeltier
                  • 15.01.2019
                  • 1106

                  #35
                  Ach ja, Planänderung: ursprünglich sollten die Pferde die Brombeer- gerodete und frisch begrünte Talwiese spätestens im Juni abgasen, aber der Projektentwicklung angepasst plane ich die Erstbeweidung nun für August 2026!


                  Die Pferde haben übrigens NICHT! die Springkräuter und Quecken niedergestrampelt wie erhofft. Sie hatten Angst davor....

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                  • Kareen
                    PREMIUM-Mitglied
                    • 06.01.2001
                    • 7470

                    #36
                    Was hast Du denn für Boden bei Dir? Kalkhaltig? Schwer, lehmig, eher Sand? Springkraut klingt für mich nach Wald und feucht. Grundsätzlich ist am einfachsten weil ziemlich zäh und nahezu nicht zu zertrampeln Welsches Weidelgras, was aber auch ein ziemliches Turbogras und als solches wegen der hohen Zuckergehalte eher ungünstig für extensive Pferdeweiden ist, wie Du sie da hast bzw. erzielen möchtest. Wenn Du die Pferde allerdings eh erst ab Juni drauflassen und auch nicht ganzjährig dort weiden lassen willst oder kannst, braucht Dich das gar nicht so zu schrecken, es sei denn, Du hast Pferde, die schon insulinresistent sind oder werden könnten (EMS-Kandidaten, Sorte Kugelblitz, die vom bloßen Ansehen von Gras schon verfetten). Solche würde ich nur auf Flächen stellen, die möglichst wenig "Turbogräser" haben, wie sie im Ackerfutterbau v.a. für Milchvieh genutzt werden, da macht man sich keine Freude mit.
                    Was an einem waldigen Standort vielleicht interessant sein könnte, ist Buschfutter auf oder wenigstens an der Fläche anzusiedeln. Das hilft Dir nicht nur die unliebsame Brombeere zurückzudrängen, sondern ist an dem Standort womöglich auch leichter anzusiedeln ist als eine schicke Grasnarbe anzuzüchten. Weiden, Birken, Pappel, Ebereschen, Weissdorn und Schlehe oder auch Haselnuss bieten sich für so was an und werden von den Pferden auch begeistert angenommen. Spart auch Mineralfutter. Bei Turnierpferden muss man natürlich aufpassen, wenn die sich den Bauch mit Weide vollschlagen, können sie durch den ASS-Gehalt ADMR-Probleme bekommen. Bei uns bislang noch nie passiert, aber wir haben jetzt auch keine Massen der Bäume hier herumstehen, sondern vielleicht an jeder Weide einen oder zwei und sie nagen da auch nicht nonstop dran, sondern eben nur soweit auch nachwächst. Nur so ein Gedanke, vielleicht kannst Du Dir damit die Arbeit erleichtern.

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                    • Ramzes
                      Ramzes kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Es ist nicht sein Eigentum , sondern lediglich eine überlassene Fläche zur Nutzung , auch keine Pachtfläche sowie ich das verstanden habe .
                      . Mini - Aufforstung da wohl eher nicht .
                      https://llh.hessen.de/pflanze/gruenl...es-weidelgras/ ...Welsches Weidelgras eher auch nicht .
                      Die Schimmeltiere haben schon ein paar andere biodiverse Standorte scheinbar bestens überlebt .
                      Dranbleiben an den Springkräutern und Brombeeren , Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut .
                  • schnuff
                    • 09.08.2010
                    • 4305

                    #37
                    In der Regel sind feuchte, bewaldete Wiesen, eher Wiesen die später Ertrag bringen. Entscheidend ist der Unterwuchs, der macht deine Wiese satt und voll. Das erreichst du auf solchen Flächen eher nicht mit Hochleistungsgräsern.
                    Ampfer und Wegerich sprechen für sauren, verdichteten Boden und Staunässe? Du könntest Kalk verwenden, um den ph Wert etwas in eine andere Richtung zu bringen. Kostet nicht die Welt. Wenn du das per Hand aus bringst, bitte mit Handschuhen und Mundschutz, die feinen Stäube reizen doch etwas. Schließlich bist du nicht der böse Wolf, der eine hohe Stimme braucht.

                    Kommentar


                    • Ramzes
                      Ramzes kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Ampfer , Sumpfschachtelhalm , Binsen und andere Sauergräser ,...Nässe ! Ampfer lässt sich ausstechen , bzw. Samenbildung verhindern , ist nicht zu übersehen !
                      Spitzwegerich hat eine recht gute Anpassungsfähigkeit . Dies zeigt sich besonders auf extensiv genutzten Flächen nach TROCKENEN Jahren.
                      Er wurzelt tief , hat gutes Potential über Samen Lücken zu schliessen , ist rel. schmackhaft ( Na- reich ) , sollte aber nicht mehr als ca. 15% Anteil ausmachen .
                      Mit entsprechender Bestandesführung machbar.

                      Für spezielle Anwendungen im Gartenbau , Obst - Gemüse , Landwirtschaft , Greenkeeping Golf etc...Kopfkalkung , gibt es seit zig Jahren granulierten Kalk . Für den Hausgebrauch auch praktisch , ...wenn nicht gerade mehrere Sattelzüge mit kohlensaurem Kalk benötigt werden , der ja meist zur Stoppel auf den Acker kommt mit entsprechender Ausbringtechnik .



                      In der von Schimmeltier dazu bekommender Weide war es naturgegeben im Talgrund schon immer feucht .
                      Schimmeltier , versuche nicht nach festem Datum zu nutzen , sondern nach AUFWUCHS , so wie es das Wetter und Sommer anbietet mit Regen und Sonnenschein .
                      Schimmeltier , so kannst Du dann besser agieren und entsprechend die Flächen wechseln .

                      Auch hierzulande gab es früher je nach Lage mehr oder weniger ausgeklügelte Formen der Wiesenbewässerung , um genügend Futter zu bekommen .
                      [url]https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesenbew%C3%A4sserung[/url
                      Crau - Heu in Frankreich ist auch heute noch
                      Exportschlager .
                      https://heinz-bensberg.de/html/kunstwiesenbau.html
                      Entsprechend entstanden da auch überall entsprechende Schulen und Lehranstalten für den Kunstwiesenbau

                      Auf den Rieselwiesen auf dem Wiedenhof lässt sich eine alte Bewässerungstechnik entdecken. Die Rieselwiesen liegen auf dem Wiedenhof in Lüllau bei Jesteburg, d

                      PS ...der Kleeanbau verbreitete sich generell erst im 18./ 19.Jahrhundert . Im Text müsste es dann eher GRAS heissen .

                      England und Schweiz waren die Vorreiter , dort mit zuerst die Täufer , Menonniten .

                      Hierzulande war es Christian Schubart

                      Pionier Leguminosenanbau , ...Klee
                      s. Jahreszal seines Wirkens .
                      Im Text müsste es dann doch eher GRAS heissen .
                      Zuletzt geändert von Ramzes; 08.05.2026, 10:25.

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