Es geht weiter.. Phillipe Karl

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  • gata
    antwortet
    Vorweg - ich bin bestimmt kein pk-Fan - dazu tritt der mir zu gurumäßig auf. Seine Kritiik halte ich in Teilen aber schon für berechtigt.
    Was mich absolut stört, ist diese dämliche Polemik. Vielleicht sollte dem Mann mal einer sagen, dass man so nix erreicht, ganz bestimmt keinen Dialog.

    Der Totilas-Rit dokumentiert auch für mein Gefühl einen Schwachpunkt im aktuellen Dressursport. Ich hab jetzt keine Videos, aber ich kann berichten, was was aufm CHIO gesehen habe (GPS). Ein Bsp., wie mans besser machen kann, war m. E. Seffen Peters, der absolut verdient in AC gewonnen hat.
    Im Vergleich dazu waren die hohen Noten für die 2.platzierte völlig unverständlich. von der (wie üblich) nicht vorhandenen Grußaufstellungüber deutlich sichtbare Taktfehler im Trab und rüdes Einwirken mit der Hand bei den Rückführungen im Galopp ein wohl eher dem großen Namen geschuldeter 2. Platz. - Meine Meinung.
    Das ist das eine.

    Dass man von Karls Schülern häufig nix besseres sieht, ist kein Argument.
    Die Weltspitze mit Top- Pferden und Top-Trainern mit Freizis auf 0815 Zossen zu vergleichen ist unfair.
    Da müsste man als Maßstab den 0815 FN Freizi mit ebenfalls 0815 Zossen dagegen halten. Dann wäre der Vergleich fair.
    Wobei ich für mein Teil glaube, dass die FN-Reitlehre (oder wie immer man sie nennen will) alltags -0815tauglicher ist als die von Karl. Beweisen kann ich das allerdings auch nicht.

    Das Problem ist imho, dass der Focus der FN sich teilweise sehr weit von den Reitern entfernt hat, die bei der Materialschlacht auf den Turnierplätzen halt nicht mithalten können. Und in diese Lücke der frustrierten Reiter von 0815Pferden stoßen Gurus ala Karl halt rein, indem sie den Leuten Versprechungen machen, dass sie deren 0815Zossen eben auch zu Pi und Pa bringen, während ihr FN Trainer ihnen erzählt - kauf dir halt ein besseres Pferd.
    Nachdenkliche Grüße
    gata

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  • Timo
    antwortet
    Zitat von Lenima Beitrag anzeigen
    Besonders problematisch finde ich, dass Herr Karl in diesem Brief behauptet, er könne durchschnittlich begabten Pferden in einem einzigen Lehrgang klassische Lektionen beibringen.
    unrecht hat er damit zum leidwesen von Berufsausbildern nicht

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  • Dana
    antwortet
    Ich hatte gestern die Möglichkeit einer Ausbilderin und Reitlehrerin, die nach P.Karls Weise unterrichtet, zuzuschauen. Es waren 4 Pferde unterschiedlichsten Alters und Rasse. Die Reiter auf durchschnittlichem Freizeitreiter- Niveau. Auffällig war, alle Pferde hatten genügend Grundschwung und Vorwärts ohne beständiges Schenkeltreiben, beim Halten standen die Pferde auch gut unter dem Schwerpunkt und geschlossen und die Pferde waren muskulär sehr gut ausgebildet - an den richtigen Stellen. Auffällig gegenüber dem "normalen" Unterricht ist natürlich, das wesentliche Augenmerk auf die Zügelführung und daß ein Großteil des Unterrichts in Seitengänge absolviert wurden.
    Im Gespräch erfuhr ich dann von der Ausbilderin, daß es sehr wohl Anhänger dieser Reitweise gibt, die die Bodenhaftung verloren haben, und es nicht mehr für nötig halten, hin und wieder zur Basis zurückzukehren. - Aber sind wir doch ehrlich, solche Leute findet man in jeder Reitweise.

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  • Lenima
    Ein Gast antwortete
    Ich habe mir den Brief auch mal durchgelesen und muss sagen, dass Phillipe Karls Beharren auf seiner eigenen Methode nicht unbedingt für die Qualtität seiner Aussagen spricht. Für mich hört sich das eher nach einer Werbeschrift für die eigene Methode an, bei der das andere möglichst schlecht gemacht werden muss, um Kunden zu werben.
    Zu einer konstruktiven Verbesserung bestimmter Missstände leistet das wohl eher keinen Beitrag.
    Besonders problematisch finde ich, dass Herr Karl in diesem Brief behauptet, er könne durchschnittlich begabten Pferden in einem einzigen Lehrgang klassische Lektionen beibringen.
    Um mal einen Vergleich mit mir zu bringen, selbst mit dem besten Lehrer könnte ich nicht in kurzer Zeit mit den Teilnehmern der Turnweltmeisterschaften mithalten, dafür bräuchte es schon viel Talent und Training.
    Als Mitbesitzerin eines ziemlich verkorksten Pferdes, dem versucht wurde, ohne richtige Muskulatur oder sonstige Grundlagen Piaffe beizubringen, kommen mir bei solchen Behauptungen einige Bedenken.
    Zuletzt geändert von Gast; 09.08.2009, 14:55.

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  • Tambo
    antwortet
    Leider kann ich diesem künstlich verkürztem Gestrampel, was einem oft als Legerete verkauft wird noch weniger abgewinnen als dem verstärkten Gestrampel a la Dressage. Deshalb finde ich Briefe an die FN auch nicht angemessen. Erstmal sollte man sich an die eigene Nase fassen. Mir kommte es wie ein Ablenken von den eigenen Fehlern vor. Sorry.

    Die Ansprüche die viele FK Fans an andere Reiter und deren Reiterei stellen sind einfach völlig abgehoben. Niemand ist vollkommenn aber wenn es ein Turnierritt ist muss das vollkommen sein. Das die Piaffen von PK oft rückständig sind, wird dann schnell beiseite geschoben. Das die Pferde oft jeden Glanz verlieren, weil der Schwung wegfällt wird vergessen. Dafür wird dann das fehlende Halten (empfinde ich auch als falsch) angeprangert.

    Ich genieße übrigens die Vorstellungen von Richard Hinrichs und dessen Schülern. Die Vorstellungen von P.K und seine Videos fand ich nicht überzeugend. Dafür dass er die Dressur neu definieren will hat er noch zu viele Schwachpunkte. Wer seine Fahne heraushängt und Krieg schreit muss sich nicht wundern wenn feindliche Truppen vor seiner Tür stehen.

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  • Donatelli
    antwortet
    Zitat von Tambo Beitrag anzeigen
    Was heißt "da oben" die FN oder die FEI, das sind zwei verschiedene Verbände.....

    Stellt doch bitte mal ein Video ein, dass zeigt wie man es richtig macht. Kritisieren und kommentieren ist leicht, besser machen schwer. Besser reiten noch schwerer.
    Sicher, aber oft genug sitzen deutsche Richter mit am Tisch

    Tambo, es geht hier doch nicht darum, dass irgendein Mädchen aus Posemuckel ihre A-Dressur nicht besser reiten kann, weil ihr das richtige Pferd, das Talent oder der Trainer fehlen.
    Es geht um einen internationalen Reiter, mit allerbesten Voraussetzungen, von denen wir nur träumen können. Besser machen wäre für ihn ein Leichtes, doch das würde zu Lasten des spektakeligen Ausdrucks gehen und schon sind die Noten nicht mehr da ganz oben angesiedelt. Außerdem würde dann ein 9-jähriges Pferd vielleicht auch ein zwei Jahre länger brauchen. Und solange die Richter diese Reiterei sehen wollen, wird sich im oberen Dressurlager- egal wo auf der Welt - leider nichts ändern.

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  • Robin
    antwortet
    Ich bin kein Philippe-Karl-Fan, da seine Pferde meiner Meinung nach häufig über dem Zügel und nicht reell über den Rücken gehen.[/QUOTE]


    Dem schließe ich mich voll und ganz an.
    Ich sehe (leider) in letzterer Zeit etliche Pferde, die vorher klassisch englisch geritten wurden und jetzt nach PK geritten werden. Sie haben enorm an Schwung; Losgelassenheit, Takt verloren und treten nicht von hinten nach vorne ans Gebiß heran sondern eiern mit künstlich hochgezogenem Kopf im Schneckentempo in der Bahn herum. Das , was ich bisher von PK Nachahmern gesehen habe ist mE deutlich schlimmer als das Video von Totilas der für mich tolle Piaffen und Passagen zeigt. Klar, ist die Vorstellung nicht perfekt, aber daran wird sichtlich gearbeitet.

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  • Shalom
    antwortet
    Mein Statement bezog sich nur auf die Grußaufstellung.

    Ich bin kein Philippe-Karl-Fan, da seine Pferde meiner Meinung nach häufig über dem Zügel und nicht reell über den Rücken gehen.

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  • Tambo
    antwortet
    Zeigt doch bitte mal, wie ein Reiter nach Philippe Karl eine ähnlich schwere Dressur unter dem gleichen Stress besser macht.

    Und es gibt noch mehr als nur holländische und deutsche Rollkur, aber die positiven Beispiele, werden ja ausgeblendet.

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  • Shalom
    antwortet
    Zitat von Donatelli Beitrag anzeigen
    Und hier mal ein jüngstes Beispiel für richtig mieserables Richten und Reiten. Mich macht diese Entwicklung sehr sehr nachdenklich und ich kann Herrn Karl´s Kritik durchaus sehr nachvollziehen. Leider geht die Dressurreiterei immer noch in die falsche Richtung und es sollten endlich realistische Richter eingesetzt werden, die solche Ritte auch gnadenlos abstrafen, anstatt sich von ihnen blenden zu lassen....


    http://www.youtube.com/watch?v=-13ua-f0T3A
    Die Grußaufstellung ist ja geil Kein bisschen geschlossen und hinter der Senkrechten. Den Rest habe ich mir dann nicht mehr komplett angesehen

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  • Fife
    antwortet
    Zu Totilas:
    verglichen zu anderen Internationalen ist der Ritt doch aktzepabel *grr*

    Trabverstärkungen mit Taktproblemen, deutlich an der verlängerten Stirnlinie zu sehen, die hinter den Vorderhufen ist.
    Zurückführen aus den Galoppverstärkungen deutlich über die Hand geritten mit wenig Lastaufnahme der Hinterhand.

    In plädiere für eine Einführung von Sollbruchstellen in den Zügeln, die bei Spitzenwerten ab 20 kg oder bei permanenter Last ü 3 kg reißen.

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  • Tambo
    antwortet
    Was heißt "da oben" die FN oder die FEI, das sind zwei verschiedene Verbände.....

    Stellt doch bitte mal ein Video ein, dass zeigt wie man es richtig macht. Kritisieren und kommentieren ist leicht, besser machen schwer. Besser reiten noch schwerer.

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  • Donatelli
    antwortet
    Zitat von Warree Beitrag anzeigen
    Ein "Schenkelgänger" nach Heuschmann ... aber immrhin noch mit Schritt, ohne permanenten Schweifantrieb und mit Halten am Ende, deswegen wunderte ich mich, warum das nun ein Extrembeispiel sein soll.

    Mich würde mal interessieren, ob es so etwas wie "Gegenbeispiele" gibt, im Sinne von PK oder seine Schüler reiten vor, wie eine Grand Prix-Aufgabe korrekt geritten aussehen müsste.
    Ein Extrembeispiel, weil mal wieder schlechtes Reiten mit Höchstnoten belohnt wurde und sich "da oben" einfach nichts ändert.

    Die Grußaufstellung am Schluß war sicher weniger mieserabel als die erste, aber wieder mit deutlichem Abkippen.

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  • Donatelli
    antwortet
    @warree: salsa + farbzüchter haben es schon erwähnt.

    Das Pferd wurde nicht reell über den Rücken ausgebildet sondern dressiert. Die Passage sieht extrem mechanisch aus. Das Pferd ist viel zu eng und tritt nicht ans Gebiss ran. Ein besonderer Prüfstein hier wieder die Trabverstärkung mit Gestrampel vorne ohne Schub aus der HH und ohne jeglicher Rahmenerweiterung.
    Die Grußaufstellung spricht außerdem eindeutig die Sprache der Rollkur.
    Der Reiter streckt die Unterschenkel weg, anstatt das Pferd beim Halten damit einzurahmen. Das Pferd kippt extrem nach hinten und unten ab und steht nicht gleichmäßig auf allen vier Beinen.

    Ich finde es erschreckend, wie viele Richter und Reiter am Rande des Vierecks sich von so einem spektakeligen Reiten beeindrucken lassen.
    Armer Dressursport, der leider immer mehr ins Showreiten abdriftet

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  • Warree
    antwortet
    Ein "Schenkelgänger" nach Heuschmann ... aber immrhin noch mit Schritt, ohne permanenten Schweifantrieb und mit Halten am Ende, deswegen wunderte ich mich, warum das nun ein Extrembeispiel sein soll.

    Mich würde mal interessieren, ob es so etwas wie "Gegenbeispiele" gibt, im Sinne von PK oder seine Schüler reiten vor, wie eine Grand Prix-Aufgabe korrekt geritten aussehen müsste.

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  • Farbzüchter
    antwortet
    Sieht man am deutlichsten am Schritt da braucht er eine halbe Lange Seite um mal ein-zwei Hufe über zu treten

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  • Salsa1204
    antwortet
    Totilas geht nicht eine Sekunde reel über den Rücken, der macht sich nur feste und ist durchgehend sehr, sehr eng in der Halsung. Das sieht spektakulär aus, keine Frage, aber das Pferd hebt halt nur die Beine, gewünscht ist aber Losgelassenheit!

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  • Warree
    antwortet
    @Donatelli
    Ich hab mir das Video gerade bei youtube angesehen und mich würde (und das meine ich nicht polemisch, sondern wirklich ganz neutral sachlich, bitte nicht falsch verstehen!) interessieren, warum du gerade diesen Ritt als extremes Negativbeispiel siehst.

    LG


    Über den Inhalt des Briefes von PK kann man diskutieren, den selbstbeweihräuchernden Tonfall, in dem er verfasst ist, finde ich persönlich unerträglich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der wirklich an Kommunikation (und nicht an Eigenwerbung) interessiert ist, so einen polemischen Tonfall anschlägt. Schade.
    Zuletzt geändert von Warree; 08.08.2009, 10:42.

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  • springmaus89
    antwortet
    Also, ich stehe ganz klar auf Seiten der FN.
    Wobei ich ebenfalls der Meinung bin, dass sich verdammt viel ändern muss.
    Im übrigen ist es ja nicht nur Ankys "Happy athlete", wohl eher der der FEI. Aber das wäre OT...
    Ich finde nur, dass PK das sehr geschickt angeht und die FN gekonnt in die Enge treibt (wobei die auch noch so blöd sind, sich ködern zu lassen).
    Und schlechte sowie positive Beispiele gibt es bei beiden Parteien...

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  • gelberFerrari
    antwortet
    Gute Rhetorik? Für mich ist das Rumgeschwafel. Man kann echt alles bis auf die Spitze treiben, nur um sich immer wieder zu präsentieren. Beide Parteien haben ein bisschen recht. Aber die LPO, die Richtlinien und damit die FN zum Verantwortlichen für grobe und schlechte Reiterei zu machen ist doch Quatsch. Es kommt ja immer darauf an, was die Reiter aus Leitlinien machen. Genauso habe ich schon Reiter gesehen, die ihr Pferd nach PK reiten und dem armen Pferd immer schön den Kopf mit den hohen Händen hochhalten und in den durchhängenden Rücken plumpsen.

    Ich habe vor langer Zeit einen Lehrgang bei PK gesehen und ihn auch beim Reiten beobachtet. Ich meine, dass die Pferde glücklich und zufrieden durch die Gegend eiern, was ja auch schön ist. Eine aktive HH, einen schwingenden Rücken oder einen gewissen Ausdruck konnte ich aber nicht sehen. Das möchte ich bei einem guten Dressurritt aber.

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