FN Dachverband Warendorf

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  • Nickelo
    • 16.07.2024
    • 136

    #81
    Auch, wenn manche verlinkte Texte nicht so gerne sehen, so ist diese lange Auswertung einer Umfrage m.A.n doch sehr aufschlussreich …
    Unsere unabhängige Studie zur deutschsprachigen Pferdewelt 2026: GOT, Turnier, Senior, KI, Schuldgefühle. 3.515 Reiterinnen aus DACH.

    Kommentar

    • Nickelo
      • 16.07.2024
      • 136

      #82
      Gute Analyse aus der Sportschau.
      Sponsoren ziehen sich zurück, Ehrenamtliche sind schwieriger zu finden, Skandale sorgen für Schlagzeilen. Wie steht es um den deutschen Turniersport? Gibt es Lösungen?

      Kommentar

      • Nickelo
        • 16.07.2024
        • 136

        #83
        Als Einstimmung auf Aachen schreibt G. Pochhammer derzeit viel in der SZ. Im Fernsehen ist diese Reihe zu sehen….
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        Kommentar

        • Nickelo
          • 16.07.2024
          • 136

          #84
          Dennis Peiler zeigt sich in dem sehr langen Interview insgesamt recht zuversichtlich, sieht den Reitsport auf einem guten Weg.
          Der Podcast beginnt mit dem Angebot von wehorse, für die Verbesserung des eigenen Reitens den derzeit kostenlosen KICoach zu nutzen. Die KI analysiert Fehler und leitet zielgerichtet zu passenden Lehrvideos.

          Das Interview beginnt mit dem Sommermärchen in Aachen, von dem Dennis Peiler, der selbst früher hochklassig voltigiert hat, emotional sehr berührt bzw. euphorisiert worden ist. Aachen habe Sport und Tierwohl vereint. Es habe nur gute Bilder gegeben. Die Athleten seien sich ihrer Verantwortung für die Außenwirkung voll bewusst gewesen. Sie hätten die Beziehungsebene zu Pferd in den Vordergrund gerückt. Er hebt auf die Nachfrage des Interviewers auch hervor, dass die FN mit allen Athleten und Trainern über die Außenwirkung und ihre Vorbildfunktion geredet habe. Er streicht außerdem die Vielfalt der Disziplinen, die persönliche Nahbarkeit der Reiter/innen (Meeting and Green, Autogramme) und die gute Stimmung des Publikums und der Medien heraus. Aachen habe etwas mit Deutschland gemacht, lautet sein Fazit. Es sei eine Art „Initialzündung“ gewesen, die auch gezeigt habe, dass Deutschland in Erwartung von Olympia große Reitsportwettbewerbe ausrichten könne.
          Er hofft, dass so mancher durch die positiven Vorbilder den Wunsch verspüre, mit dem PferdeSPORT anzufangen und den Idolen nachzueifern. Wenig später betont er die Liebe zum Pferd und die Faszination Pferd als Motivation der Jüngeren, die eben später durch Vorbilder erfahren würden, wie der Sport aussehe, um dann nach der Orientierungsphase, den Sport oder die Freizeit als Schwerpunkt zu wählen. Die FN habe die Aufgabe, den Turniersport und den Erfolg aufrechtzuerhalten. Nur letzterer garantiere Mittel aus dem Bundeshaushalt. Bislang sei Reiten die erfolgreichste Sportart der Deutschen bei Olympia. Er hofft, durch Aachen, das es sogar mehrfach in der Bildzeitung geschafft hat, wieder neue Sponsoren auf den Reitsport als Werbeträger aufmerksam gemacht zu haben.
          Er macht sich bereits Gedanken über neue Formate bei Olympia. Die Zuschauer bräuchten immer das Gefühl, es passiere etwas Entscheidendes. Dies sei im Springen möglich - die Stange fällt, oder eben nicht - aber in der Dressur wisse der normale Zuschauer zu wenig. Dressur sei zu komplex. Wer durchzappt, verstünde oft nichts und bliebe nicht hängen. Formate sollten einfacher werden, damit nicht nur Fachpublikum abgeholt würde. Er spricht z.b. von Pax de Deux. Der Interviewer könnte sich ein KO System vorstellen. Zuletzt seien dann zwei im Finale. Problem sei, dass man ein Pferd nicht so oft ins Viereck schicken könne. Peiler betont, dass der Reitsport unter Beobachtung stünde, er sei wegen seiner Reichweite, der Verbreitung auf anderen Kontinenten und den enormen Kosten in der Diskussion. Die IOCVertreterin sei von Aachen begeistert gewesen.
          Es folgen Ausführungen zu den Gegebenheiten der Wahl des Olympiaortes. Es stünden ja praktisch noch alle Kontinente zur Wahl. Falls die Wahl nach Europa geht, müsse Deutschland bereit sein. Es müsse empathisch, vielfältig, sympathisch sein. „Die Welt zu Gast bei Freunden“ sei das neue , alte Motto. Olympia biete für das Inland die Chance, die alten, maroden Sportstätten zu sanieren und den Kindern Sport zu ermöglichen. Peiler gerät über München direkt ins Schwärmen.
          Themenwechsel zum Breitensport min 37
          Der Interviewer spricht von 4 Mio Menschen im Pferdesport (ipsosStudie , Zahl?), doch stagnierten die Zahlen bzw. verringerten sich, und stellt daher die Frage, was gemacht werden könne. Peiler streicht die Kostenexplosion, hervorgerufen durch Kriege und Klimawandel, heraus. Er betont, Pferdehaltung und Turnier sei teuer. Dagegen könne die FN natürlich nichts Entscheidendes tun. Die FN könne sich aber für die Interessen der Reiter einsetzen. Er streicht mehrere Punkte hervor.
          So wollten bisher 250-280 Kommunen eine Pferdesteuer. Bis auf einen Standort konnten diese Forderungen abgewehrt werden. Der zweite Punkt ist die GOT. Hier setzt sich die FN für die „Rückkehr“ zur freien Marktwirtschaft und eigenverantwortlich entscheidenden TÄ ohne GOT ein. Als drittes hebt er detailreich die Beratungsschiene für Reitschulkonzepte oder die Frage „wie kann mein Turnier besser werden, damit mehr Starter kommen?“ hervor. Turniere müssten zukunftsfähig bzw.. viel situationsbezogener werden. Ziel ist die größere Flexibilität in Punkto Ausschreibung und Zielgruppe, Medienarbeit, Unterhaltungsprogramme für Jedermann (das Turnier als gesellschaftlicher Anlass, Familienevent mit Angeboten auch außerhalb des Reitens), Deutschland brauche auch mehr „Arbeitsturniere“ für die Profis, damit diese nicht mehr ins Ausland führen. Die LPO und alle Regelwerke müssten vereinfacht werden. Richter vor Ort sollen nach Leitlinien vor Ort eigenverantwortlich Verantwortung übernehmen. Digitale Ad Hoc Nennungen wie in den Niederlanden müssen möglich werden. Turnier zu starten und zu reiten, muss einfacher werden und mehr Spaß machen. Dressurprotokolle sollen z.b. mehr Hilfestellungen als Kritik bieten.
          Ab Min 56 geht es erneut um die GOT. Die FN sähe sie gerne abgeschafft und will TÄ, die selbst innerhalb ihrer Situation entscheiden. Peiler weiß aber auch über die Zwänge der Ärzteschaft, betont aber auch, dass Ärzte ohne Kundschaft auch nicht zufrieden sein können.
          Ab Min 58 geht es um die Nachwuchssituation. Peiler stellt heraus, es gebe so viele Kinder, die Interesse am Pferd und am Reiten hätten, so dass die Vereine Wartelisten hätten und die j7ngen Menschen nicht reiten lernen könnten. Sein Appell lautet: „Traut euch, mehr Reitschulpferde aufzustellen“. Die FN habe nicht zuletzt deswegen das 100 Schulpferde-Programm. Der Interviewer selbst hält 100 Schulpferde für zu wenig und spricht von 1000 und 10000. 2000 Reitschulen hätten sich um das Projekt beworben. Peiler hätte auch gern mehr Möglichkeiten, weiß aber, klein anfangen ist besser als gar nicht anfangen.
          Ab min 60 geht es um das Sponsoring des Bundeschampionates, das zum Zeitpunkt des Interview noch nicht geklärt war. Wer das nächste BCH sponsort, ist noch nicht geklärt.
          Zuletzt stellt Dennis Peiler klar:„Aufgeben ist keine Option“, und betont, dass ihn der Leistungssport geprägt habe. Durchhaltevermögen und der Glaube, dass sich immer wieder Türen öffnen, sei entscheidend. Bereits seine Familie habe ihn zum Pferd gebracht, allen voran sein Vater. Dennis Peiler schließt mit dem Appell: Sei gut zu deinen Pferden und erklärt seine Motivation mit: „Pferde sind meine Passion.“
          Im Gespräch mit Christian Kröber gibt Dr. Dennis Peiler, Vorstandsvorsitzender von Pferdesport Deutschland, Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und strategischen Perspektiven des deutschen Pferdesports. Im Fokus stehen die langfristigen Impulse der Weltmeisterschaften in Aachen, die Zukunft des Pferdesports im olympischen Programm sowie steigende Kosten und die Gewinnung von Nachwuchs. Darüber hinaus erläutert Peiler die Position des Verbands zur Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) und zeigt auf, welche Veränderungen notwendig sind, um den Pferdesport nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen. Produktion: Olivia Herrmann Vermarktung: Carolina Hofmann
          Zuletzt geändert von Nickelo; 25.10.2026, 20:44.

          Kommentar

          • Nickelo
            • 16.07.2024
            • 136

            #85
            Der Birkhof Beitrag zu Olympia 2040 ist bei Clip my Horse abrufbar. Er war sehr vielseitig und aufschlussreich. .Kim Kreling führte gut durch das Programm und ihre Fragen führten zu interessanten Denkanstöße.

            Abschnitt 1 beschäftigte sich mit der Bedeutung der Bundeschampionate als Wegbereiter in die Weltspitze.
            Kathrin Burger informierte über die Geschichte und Entwicklung der BCH und stellt über Videos etliche bedeutsame Pferde vor, die sich dort bereits empfohlen haben und in die Weltspitze vorgedrungen sind. Mit Hilfe der vielen Videos demonstrierte sie, wie sich der Pferdetyp, Bewegungsart und Bewegungsfähigkeit verändert haben.
            Ganz interessant waren Vergleiche von jungen Hengsten bei ihrer Sportprüfung und in späteren Prüfungen nach Ausbildung durch Spitzenprofis. Viva Gold und v.a. Totilas hätte man bei seiner Sportprüfung fast gar nicht erkannt. Sie betonte, dass alle Pferde dort „Champions“ sind, die Potential für die hohe Dressur haben. Das BCH bezeichnete sie als bedeutsame Verkaufsplattform für alle guten Pferde, die freilich nicht immer nur zu absoluten Spitzenreitern kommen, sondern z.b. zu Junioren auf dem Weg nach oben oder auch zum engagierten Amateur. Die Reiterin, Ausbilderin und Richterin berichtete darüberhinaus über die Erfahrungen mit der neuen Beurteilung der 4Jährigen. Sie betonte aber auch, dass das BCH kein Muss ist, sondern ein Sprungbrett.
            Praxis wurde im 2. Abschnitt gezeigt. Es kam zunächst eine vierjährige Stute zu Katrin Burger mit Schwerpunkt TrabGaloppÜbergönge Fluss und beginnende Lastaufnahme.
            Danach ging es um die Galopppirouette. Die Unterschiede in der Arbeit mit der siebenjährigen Stute (Raphael Netz) und dem siebenjährigen Hengst (Brinkmann) waren enorm. Allen Ausbildern gemeinsam war, dass eingefordert wurde, das Galopptempo freier und frischer zu gestalten und die Zügelverbindung ruhiger und feiner zu halten. Raphael Netz ist der geborene Ausbilder mit einem tiefen Verständnis für das moderne Pferd.
            Nach der Pause sprach Katharina Wüst darüber, was ein Weltklassepferd ausmacht. Auch sie hatte zahlreiche Videos dabei. Auf den einen wurde demonstriert, wie das in den Prüfungen geforderte Zügel aus der Hand kauen ausschauen muss und welche Punktzahlen dafür vorgesehen sind. Demonstriert von I. Werth.
            Die Mehrzahl der folgenden Videos demonstrierten, dass Weltklasse nicht nur ein Gesicht hat. Hier besprach sie die Vorzüge gerade der aktuellen Pferde, auch anhand von Früher-Spätervideos. Viele sehr gute Pferde zeigen ihre Highlights schon in frühen Jahren an. Weltklasse sind Reiter, die bei Lektionsexaktheit die Vorzüge ihrer Pferde zur Geltung bringen können, und das in Leichtigkeit und Harmonie (ohne Stocken ü, Pressen…) Leistungsbereitschaft und mentale Stärke gehören zum modernen Pferd. Glamourdale ist ja der Wahnsinn! Natürlich wurde auch Wendy besprochen. Im Anschluss gab sie Franz Trischberger mit Kinshasa Praxis Tipps ( zum Vorwärts, zur Versammlung und v.a. zur Dehnung). Wichtig ist nicht nur das WAS LEISTET DAS PFERD, SONDERN AUCH WIE. Dem Pferd soll nichts schwerfallen.
            Den Abschluss bildete eine Diskussion über das Zügel aus der Hand kauen im Grand Prix, das Katharina Wüst für einen existentiellen Fortschritt für das Reiten hält, und zwar nicht nur wegen der Vorteile für das Dressurpferd, sondern auch, weil das eine der Lektionen ist, die Amateure nachreiten können und nachreiten wollen sollen. Die Profis am Tisch hatten dagegen ein paar Einwände. K. Wüst könnte sich auch vorstellen, dem Publikum die Richterbeobachtungen viel mehr zu erklären, was freilich nicht jedem Reiter gefallen dürfte. Sie sprach auch an, welche Fortschritte sich in den Richtergremien in den letzten 15 Jahren ergeben hätten.
            Im zweiten Teil der Abschlussdiskussion ging es um die Nachwuchsförderung, v.a. aber die Nachwuchsgewinnung. Thomas Caspar sprach sich als Vertreter der Vielfalt PFERD dafür aus, dass Reitschulen wie Musikschulen vom Staat als Bildungseinrichtungen mit entsprechender staatlicher Förderung eingestuft werden sollten. Mehrfach verwies er darauf, dass jeder Reiter in all seinem Tun die Nähe zum Publikum herstellen soll und Kindern den Kontakt zu den Tieren ermöglichen. Nun gut.
            Mir hat an der Veranstaltung v.a. das Besprechen so hochveranlagter Pferde und Reiter gefallen.
            Die Veranstaltung soll wiederholt werden, vielleicht auch mit Schwerpunkt Breitensport.
            Zuletzt geändert von Nickelo; 27.10.2026, 22:47.

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