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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum Skeptiker die erfolgreicheren Pferdezüchter sind



Timo
06.02.2009, 09:08
Guten Morgen allerseits.
Durch Zufall viel mir dieser Artikel in die Hand, lest selbst:

Warum Skeptiker die erfolgreicheren Pferdezüchter sind (http://www.pferde-gestuet.de/news/Warum-Skeptiker-die-erfolgreicheren-Pferdezuechter-sind-295.html)

Dieser Artikel ist doch für jeden ein Schlag ins Gesicht denn die meisten agieren genau so wie derjenige der als "durchschnittlich erfolgloser Züchter" hier dargestellt wird. Die meisten stürzen sich doch auf die "neuen" der alten, die Bereits erfolgreich im Sport ihr können unter Beweis gestellt haben. Oder lieg ich da so falsch. Ich bin zwar kein Züchter aber das fand ich mal sehr lesenswert.

Titania
06.02.2009, 09:12
Was ist ein C-Promi?

Timo
06.02.2009, 09:17
Was ist ein C-Promi?

das was wir gestern hier zu besuch hatten ? L..-Dressage ? :scared:

rooby94
06.02.2009, 09:27
am besten ist dieser satz: Skeptiker wissen, dass kein Hengst der Welt die ihn umgebende Choreographie mitvererbt... :lach:

aikenasou
06.02.2009, 09:30
Was ist ein C-Promi?

C-Promis gehen ins Dschungelcamp :D:lol::D

Lafite
06.02.2009, 09:32
Ne das sind schon G- H -Promis :tt2:

hannoveraner
06.02.2009, 09:37
dieses sschwarz-weiß-geschreibsel hat garantiert kein erfolgreicher pferdezüchter geschrieben..... :lach: vlt. ein möchtegern erfolgreicher ----- oder einer der sonst politische hetztriaden für extreme politische gruppierungen schreibt.....:lach:

Benjie
06.02.2009, 10:17
pferdezucht ist landwirtschaft!!
und da gilt: "die dümmsten bauern
ham die dicksten kartoffeln."
:lol::lol::lol::lol:

Timo
06.02.2009, 10:24
:lach:hab ihs mir doch gedacht, das kann man nicht ernst nehmen. Aber wer schreibt sowas ?

arosa
06.02.2009, 16:35
Ich finde den Artikel gut - den unterschreibe ich so!

hannoveraner
06.02.2009, 19:56
@arosa: da sind ohne zweifel viele bedenkenswerte Punkte drinne, ohne Frage!!! und einige werden sich wiedererkennen---- und das ist bestimmt nicht verkehrt, wenn man zum nachdenken angeregt wird.

aber was ist ein erfolgreicher Züchter im Pferdebereich :confused: und eines habe ich bisher gelernt in der Pferdezuchtbranche: wer meint, mehr zu können als andere, der fliegt garantiert dadraifhin n paar Jahre auf die Schnautze.... und deswegen glaube ich nicht, dass dieser Artikel von einem erfolgreichen Pferdezüchter geschrieben wurde. Ein erfolgreicher Pferdezüchter hat es, glaub ich, nicht nötig, sich über andere zu stellen!!!

Bei keiner Anpaarung bist du vor einem Spitzenpferd sicher..... :lach:;)

der Artikel hätte netter verpackt mit Augenzwinkern n Brüller werden können!!:D

BKM
06.02.2009, 20:26
am besten ist dieser satz: Skeptiker wissen, dass kein Hengst der Welt die ihn umgebende Choreographie mitvererbt... :lach:

Den Satz finde ich auch sehr gut:D

CoFan
06.02.2009, 20:39
@arosa: da sind ohne zweifel viele bedenkenswerte Punkte drinne, ohne Frage!!! und einige werden sich wiedererkennen---- und das ist bestimmt nicht verkehrt, wenn man zum nachdenken angeregt wird.

aber was ist ein erfolgreicher Züchter im Pferdebereich :confused: und eines habe ich bisher gelernt in der Pferdezuchtbranche: wer meint, mehr zu können als andere, der fliegt garantiert dadraifhin n paar Jahre auf die Schnautze.... und deswegen glaube ich nicht, dass dieser Artikel von einem erfolgreichen Pferdezüchter geschrieben wurde. Ein erfolgreicher Pferdezüchter hat es, glaub ich, nicht nötig, sich über andere zu stellen!!!

Bei keiner Anpaarung bist du vor einem Spitzenpferd sicher..... :lach:;)

der Artikel hätte netter verpackt mit Augenzwinkern n Brüller werden können!!:D

Das ist gut formuliert - genau den Eindruck hatte ich auch, dass sich da jemand über andere stellt. ;) Und das mag ich nicht.

Vielleicht war das ganze auch etwas ironisch oder sogar n bissl witzig gemeint - aber SO kommts einfach nicht gut rüber - finde ich.

monti
06.02.2009, 20:45
der Mensch der das geschrieben hat, ist ein erfolgloser Züchter - der ein ERFOLGREICHER Züchter werden will.....ich gebe ihm in allen Punkten recht....

Fazit für mich: noch realistischer werden - noch weniger träumen....und ich jammere nicht @Kareen....

monti
06.02.2009, 20:49
...und noch was....90 % der erfolgreichen Züchter sind NICHT hier im Forum.....und wieso nicht ?.....da muss ich doch öfter dran denken.... :001_unsure:

Linaro3
06.02.2009, 20:55
Wie würdet ihr erfolgreich definieren?

Hobbyzüchter
06.02.2009, 22:25
Wie würdet ihr erfolgreich definieren?

Ein erfolgreicher Pferdezüchter schafft es, nach seinen persönlichen Zuchtvorstellungen zu züchten und trotzdem die Pferde entsprechend seinen Wertvorstellungen vermarkten zu können.

Damit verbreitet er wirtschaftlich erfolgreich das vom ihm ausgewählte Pedigree und hinterlässt damit auch ein erkennbare "Spur" in der Pferdezucht.

Dabei wird er sich niemals über andere stellen, da er seine persönlichen ideellen Ziele verfolgt.

... das ist meine Meinung ...

Waluga
07.02.2009, 01:09
Beim ersten Lesen hat mir der Artikel gefallen, aber dann bin ich doch etwas skeptisch geworden: warum ist der hier beschriebene "Skeptiker" ein mürrischer Mensch, der über die schlechten Zeiten jammert? Was hat das mit seinen Entscheidungen als Züchter zu tun?

Außerdem habe ich den Verdacht, dass dieser Typ seine Pferde heutzutage auch nicht mehr alle so einfach zu "reellen" Preisen verkauft kriegt - glaubt doch nicht, dass heutzutage Kunden, die ein Pferd rein nach der Qualität aussuchen, in Scharen herumspringen?! Und wenn der Verkäufer dann noch so ein mürrischer Kerl ist... :001_unsure:

monti
07.02.2009, 10:49
@Linaro
erfolgreich ist für mich, wenn die Käufer mit meinen Pferden zufrieden sind, Spaß und Erfolg haben....und mein Hobby möglichst null auf null aufgeht....

wenn man jetzt mal den "Skeptiker" beiseite läßt, spricht mich einiges an in dem Artikel u.a.:

dass wir heute zugeschüttet werden mit schönen korrekten Junghengsten....ich seh schon bald den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr....was mir teilweise fehlt, ist das Wissen um die Vererbungsleistung eines Hengstes....die alten Züchter haben damals unkorrekte Hengste vorgesetzt bekommen, weil sie aber die Familie kannten, haben sie den Hengst trotzdem genommen - eben weil sie wußten wie die FAMILIE vererbt....

heute sehen wir einen Hengst: den Gang, das Exterieur - und sagen:
so ein Fohlen wollen wir haben....wir sehen aber nicht wie seine Mutter aussah (die meist vererbt wird !), seine Großmutter und Urgroßmutter....

....und dann haben wir uns vielleicht einen tollen Hengst ausgesucht und das Fohlen sieht GENAUSO aus wie unsere Mutterstute....:lach:

normalerweise müßten in den Hochglanzprospekten neben dem Junghengst auch seine Mutter und Gromutter abgebildet sein....

hannoveraner
07.02.2009, 14:03
@monti: du hast recht!! aber zu viel Offenheit ist heute nicht mehr machbar da wir zu absoluten Fehlerguckern geworden sind und uns von wesentlichen, absolut grundlegenden Dingen entfernt haben.

ich glaube, Furioso II hätte es schwer gehabt, anfangs viele Stuten zu bekommen wenn das Foto seiner MUtter mitveröffentlicht worden wäre (hast Du es mal gesehen??).

hike
07.02.2009, 14:04
@hannoveraner: Würde ich gerne mal sehen!

Finde den Artikel nur lustig! Man kann nicht alles ernst nehmen!!!

LG Hike

Titania
08.02.2009, 09:03
....
normalerweise müßten in den Hochglanzprospekten neben dem Junghengst auch seine Mutter und Großmutter abgebildet sein....

Das fände ich super. Aber oft wird man ja schon komisch am Telefon behandelt, wenn man nur ein Fax des Original-Pedigree eines Hengste möchte, da mir die meist "sehr aussagefähigen" 3 Generationen im Prospekt nicht reichen...

Linaro3
08.02.2009, 09:41
Das fände ich super. Aber oft wird man ja schon komisch am Telefon behandelt, wenn man nur ein Fax des Original-Pedigree eines Hengste möchte, da mir die meist "sehr aussagefähigen" 3 Generationen im Prospekt nicht reichen...

Guck mal hier! http://www.paardenfokken.nl/index.php Das ist besser wie vier Generationen! ;)

Titania
08.02.2009, 15:42
Kenn ich inzwischen auch.
Ich meine die Zeit vor paardenfokken...

Aber die ganz jungen (frisch gekörten) stehen dort auch oft noch nicht drin, ansonsten aber eine ganz tolle Seite, vor allem die "Anpaarungsmöglichkeit", wo man das Pedigree des zukünfigen Fohlens sehen kann.

monti
08.02.2009, 19:49
@hannoveraner

ich weiß was du meinst.....ich hab damals den Mohr genommen - seine Mutter hab ich erst später beim Züchter besichtigt....eine sehr schöne abgedrehte etwas arabisch geprägte Stute mit sehr schönem Hals - genau das was ich auf meine langen W-Stuten gebraucht habe....aber ich sage dir ganz ehrlich, wenn ich damals schon die extrem zehenenge Stellung (und du weißt ich bin da allergisch) der Stute gesehen hätte, hätte ich ihren Sohn nicht genommen....

....trotzdem wundert es mich, dass bei allen Hengsten ganz berühnte Stutenfamilien dahinterstehen...wo kommen die alle her ?.....ist da irgendwo ein Nest ?....ich hab übrigens eine Hengststation angemailt und habe da etwas berichtigt.....weil ich zufällig diese Stutenfamilie genau kenne....möchte nicht wissen, wieviele sich da noch mit fremden Federn schmücken.....:001_unsure:

Gavin
08.02.2009, 20:42
Ich denke viele schauen viel zu sehr auf den Hengst und vergessen den Stamm zu hinterfragen.
Super-Hengst und Ackergaul-Stute bringt warscheinlich kein besonderst gutes Fohlen.
Die Mutterstämme von Hengst und Stute sollten genau beobachtet und analysiert werden.

Pia.jhm
22.02.2009, 15:30
[quote=monti;411398
dass wir heute zugeschüttet werden mit schönen korrekten Junghengsten....ich seh schon bald den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr....was mir teilweise fehlt, ist das Wissen um die Vererbungsleistung eines Hengstes....die alten Züchter haben damals unkorrekte Hengste vorgesetzt bekommen, weil sie aber die Familie kannten, haben sie den Hengst trotzdem genommen - eben weil sie wußten wie die FAMILIE vererbt....

heute sehen wir einen Hengst: den Gang, das Exterieur - und sagen:
so ein Fohlen wollen wir haben....wir sehen aber nicht wie seine Mutter aussah (die meist vererbt wird !), seine Großmutter und Urgroßmutter....
[/quote]

Genauso sehe ich das auch...ich find das sehr sehr schade.....ist echt zu sehr Mode...finds auch nich gut ungeprüfte Hengste so stark zu frequentieren!

GLM
22.02.2009, 16:24
Also, ich oute mich jetzt mal als Modezüchter. Als ich vor gut 10 Jahren mit der Pferdezucht begonnen habe, hätte ich wahrscheinlich genausogut Karnikel oder Elefanten züchten können, soll heißen: Ich wußte nichts!

Um mich herum natürlich absolute Profis der Pferdezucht. Jeder hatte eine andere Meinung und jeder wollte diese auch kundtun.
Da die Pferdezucht immer nur ein Hobby bei mir ist und ich mein Geld eben anders verdiene, hatte ich selten die Möglichkeit Hengste, außer bei Hengstpräsentationen, zu sehen.
Also kaufte ich mir zuerst die ganzen auf dem Markt verfügbaren Bücher "Ausgewählte Hengste Deutschlands", danach die Videos...sehr zum leidwesen meines Mannes. Danach wurden auf den Stationen alle Hochglanz-Prospekte angefordert. - Wie ihr Euch denken könnt, gab es eine Hengstliste wo sicher jeder von Euch vor Neid erblassen würde.
Alle waren schön, schick und ähm...zugegeben meistens schwarz:lach:.
Der ganze Quatsch hat mich eigentlich nur Zeit gekostet, gut in den Videos schult man vielleicht ein bisschen das Auge, aber mit Pferdezucht hat das nichts zu tun...
Ich kenne wirklich jede Menge Züchter, die es mir bis dahin gleichtaten.

Ich bin überzeugt, dass der Artikel eigentlich genau das aussagt.
Es gibt Züchter, die das Wissen über Generationen mitbekommen haben und genau da fängt das Züchten an. Mal ehrlich wieviele von uns hatten schon die Mutter der eigenen Zuchtstute im Stall? Das soll jetzt um Himmelswillen nicht alle über einen Kamm scheren...

Ich mag die Kritiker unter den Pferdezüchtern, Menschen die gegen den Strom schwimmen. Ehrliche, vielleicht manchmal unbequeme Menschen.

Was haben wir denn von Schulterklopfern, die uns im nächsten Moment mitleidig belächeln? Die eine Meinung haben, die eigentlich nichts aussagt und die sie besser für sich behalten sollten.

Auch hier im Forum treffen wir auf diese seltene Spezies:
Da möchte ich mich mal, hier im Forum bei den "Gegendenstromschwimmern" herzlich bedanken, denn ich glaube wir wachsen alle ein kleines Stück an Euch, wenn wir es nur wollen.

fanniemae
22.02.2009, 16:37
schöner beitrag :-)

und gelungene offensive auf der HP abstimmungsmöglichkeiten zur hengstwahl für die stuten abzurfragen :-)

Timo
22.02.2009, 17:24
Also, ich oute mich jetzt mal als Modezüchter. Als ich vor gut 10 Jahren mit der Pferdezucht begonnen habe, hätte ich wahrscheinlich genausogut Karnikel oder Elefanten züchten können, soll heißen: Ich wußte nichts!

Um mich herum natürlich absolute Profis der Pferdezucht. Jeder hatte eine andere Meinung und jeder wollte diese auch kundtun.
Da die Pferdezucht immer nur ein Hobby bei mir ist und ich mein Geld eben anders verdiene, hatte ich selten die Möglichkeit Hengste, außer bei Hengstpräsentationen, zu sehen.
Also kaufte ich mir zuerst die ganzen auf dem Markt verfügbaren Bücher "Ausgewählte Hengste Deutschlands", danach die Videos...sehr zum leidwesen meines Mannes. Danach wurden auf den Stationen alle Hochglanz-Prospekte angefordert. - Wie ihr Euch denken könnt, gab es eine Hengstliste wo sicher jeder von Euch vor Neid erblassen würde.
Alle waren schön, schick und ähm...zugegeben meistens schwarz:lach:.
Der ganze Quatsch hat mich eigentlich nur Zeit gekostet, gut in den Videos schult man vielleicht ein bisschen das Auge, aber mit Pferdezucht hat das nichts zu tun...
Ich kenne wirklich jede Menge Züchter, die es mir bis dahin gleichtaten.

Ich bin überzeugt, dass der Artikel eigentlich genau das aussagt.
Es gibt Züchter, die das Wissen über Generationen mitbekommen haben und genau da fängt das Züchten an. Mal ehrlich wieviele von uns hatten schon die Mutter der eigenen Zuchtstute im Stall? Das soll jetzt um Himmelswillen nicht alle über einen Kamm scheren...

Ich mag die Kritiker unter den Pferdezüchtern, Menschen die gegen den Strom schwimmen. Ehrliche, vielleicht manchmal unbequeme Menschen.

Was haben wir denn von Schulterklopfern, die uns im nächsten Moment mitleidig belächeln? Die eine Meinung haben, die eigentlich nichts aussagt und die sie besser für sich behalten sollten.

Auch hier im Forum treffen wir auf diese seltene Spezies:
Da möchte ich mich mal, hier im Forum bei den "Gegendenstromschwimmern" herzlich bedanken, denn ich glaube wir wachsen alle ein kleines Stück an Euch, wenn wir es nur wollen. Tolle Internetseite ! Die Idee mit der Abstimmung is ja klasse. Widerspricht nur dem was du hier schreibst

Hobbyzüchter
22.02.2009, 18:28
Tolle Internetseite ! Die Idee mit der Abstimmung is ja klasse. Widerspricht nur dem was du hier schreibst

@Timo,

auch Du schreibst hier manchmal Dinge, nur um Reaktionen zu provozieren.

Ich kann das so nachvollziehen, wohl auch weil ich den jüngsten Zuchterfolg von @GLM Fürstentraum CD bei der Stutbucheintragung und bei der Landeselitestutenschau gesehen habe.

GLM
22.02.2009, 18:36
:rolleyes2:Klar Timo! (....schon wieder so ein Unbequemer) Da hast Du natürlich völlig und uneingeschränkt recht! Die Homepage-Software beinhaltet diese Abstimmungen als Werkzeug und ich konnte es mal wieder nicht lassen es auszuprobieren....

Auch wenn ich ein Modezüchter bin, weil mir nun wirklich das Wissen über Generationen fehlt, werde ich natürlich die Quote, nicht als Gewichtung in meine Hengstwahl einfließen lassen.

Wobei, wenn ich ganz ehrlich bin die Hengste in der Abstimmung aber alle für mich in Frage kommen.
- Zumindest solange bis mich einer eines Besseren belehrt!

Donna
04.06.2009, 21:36
Ich mchte hier mal meine GEdanken zum Thema Erfolg und Modezüchter loswerden und spreche jetzt hier mal ausschließlich von der Dressur: Ein sich toll bewegendes Fohlen wird auch in 90% der Fälle später ein bewegungsstarkes Pferd werden, das beweisen die STatistiken über Fohlenschauen und Endringfohlen und diese dann im Alter von 3 bis 4 Jahren. Für die gibt es zumindest in der Dressurszene mehr Geld und mehr Abnehmer als für bewegungsschwache Pferde. Das Interieur zählt bei den meisten erst zweitrangig, zumal ein Käufer beim zweimaligen Probieren eines Jungpferdes ja dessen Interieur noch garnicht richtig einschätzen kann. Da zählen am Ende doch nur Gänge und Rittigkeit, und ist der vierjährige brav und gefällt und sieht schick aus und kann sich bewegen, dann wird er gekauft. Ob er ein Piaffe-tragfähiges Hintergestell hat, kann sowieso kaum ein Käufer erkennen, wo man als Züchter sich ja schon intensiv damit beschäftigen muss und nichts anderes tut!

So. Außerdem verkauft schwarz nunmal gut, auch wenn das ungerecht ist. Wenn nun die "Modezüchter" zu einem Quarterback, einem Fidertanz oder einem anderen bewegungsstarken jüngeren Hengst gehen, dann in der Hoffnung auf gute Bewegungen. Wenn man dann die Fohlenschauen ebenso akribisch durchforstet wie die Reitpferdeauktionskataloge und Co, dann kann man schnell folgendes feststellen: die HÄlfte der Pferde/Fohlen auf Eliteschauen oder teuersten Gewinner von Fohlenchampionaten oder Siegerfohlen bzw. teuerste Pferde auf Reitpferdeauktionen stammen ab von relativ jungen Hengsten, nämlich von genau Fidertanz!, Florestan und Konsorten, also Modehengsten, deren Nachwuchs von Fohlen- bis jetzt 3jährig auf den Auktionen vielversprechend ist. Die andere Hälfte hat meist einen De Niro, Rohdiamant, Weltmeyer oder Wolkenstein II auf der Mutterseite und einen schicken Florestan-Sohn oder Lauries-Sohn oder eben Sandro-Hit-Sohn auf der Vaterseite. Das letzte 0,01% der Fohlen und Jungpferde, die auf diesen ganzen Märkten einen Blumentopf abbekommen, stammen von unbekannteren Hengsten ab.

Also können die Modezüchter ja so verkehrt nicht liegen! Natürlich haben wir nicht alle die super Staatsprämienstuten zuhause rumstehen, aber selbst ein mittelmäßiger gekörter Modehengst hat modernes Blut, dass er in den Genen seiner Nachkommen auch weitergibt. Guckt doch mal die Pedigrees der gekörten Jung- und MOdehengste an, und das sind alles ordentliche Pferde, da stehen nur die großen Namen und guten Mutterlinien drin. Also kann man mit einem Junghengst doch auch nicht viel falsch machen. Alle diese Junghengste und Modehengste bringen zumindest ordentliche Pferde für den mittleren Sport hervor. Ein oder zwei von Ihnen entpuppen sich später als Stempelhengste, die das bisschen "mehr" mitgebracht haben, aber deswegen sind die anderen doch auch wichtig für den breiten Markt. Bestes Beispiel von allen Donnerhall-Söhnen stechen jetzt vielleicht 4 bis 5 ganz doll heraus, das wusste man aber noch nicht, als diese selbst noch "Modehengste" waren.

Erfolg ist also für jeden anders und deshalb haben Modezüchter genauso eine wichtige Berechtigung wie die Skeptiker.

Dem Text zufolge möchte ich lieber ein Modezüchter sein. Als Skepiker gegen den Strom zu schwimmen ist ja schön und gut, aber da muss ich schon reicher Bauer sein, um 10 noname-Fohlen durchzufüttern und dann eben leider tatsächlich wegen mangelnder Bewegung und unbekanntem Pedigree für 1000 Euro abzugeben, um dann vielleicht 1 x einen Kracher zu haben. Da habe ich lieber 10 schicke Modefohlen, die bei den heutigen Hengsten rittig und lieb werden, einen braven Käufer finden, der sie im Sommer auch mal auf die Weide stellt. Wie hier schon jemand sagte: Erfolg ist, wenn die Kundin zufrieden sind und sich auch später mal wieder melden. Ich möchte nicht der Züchter eines verstellten Don Frederico sein, über dessen Intereur dann alle Welt lästert, das wäre für mich schwerer zu ertragen, als ein glücklicher Käufer, der es dann aber vielleicht nicht über A hinausschafft, aber mein Fohlen/Pferd gut behandelt und glücklich mit ihm ist.

fanniemae
04.06.2009, 22:50
Wie würdet ihr erfolgreich definieren?


ne gute frage als ausgangspunkt zur diskusison.
ich würde sie zweigeteilt beantworten:
wirtschaftlich und züchterisch.

wenn ich am ende des jahres break-even aus der sache raus bin betrachte ich das wirtschaftlich für einen no.name.züchter (hobby) schon als grossen erfolg.

wer das glück hat vererbungssichere stuten zu besitzen und es sich leisten kann dann und wann ein gutes stutfohlen zu behalten und das erweist sich dann später ebenso als vererbungssichere stute zum langfristigen nutzen des züchters, den würde ich dann auch als züchterisch erfolgreich bezeichnen.


was den artikel angeht:
wenn man ihn mit einem augenzwinkern liest trifft er hundert prozent ins schwarze.

St.Pr.St
04.06.2009, 22:53
ne gute frage als ausgangspunkt zur diskusison.
ich würde sie zweigeteilt beantworten:
wirtschaftlich und züchterisch.

wenn ich am ende des jahres break-even aus der sache raus bin betrachte ich das wirtschaftlich für einen no.name.züchter (hobby) schon als grossen erfolg.

wer das glück hat vererbungssichere stuten zu besitzen und es sich leisten kann dann und wann ein gutes stutfohlen zu behalten und das erweist sich dann später ebenso als vererbungssichere stute zum langfristigen nutzen des züchters, den würde ich dann auch als züchterisch erfolgreich bezeichnen.


was den artikel angeht:
wenn man ihn mit einem augenzwinkern liest trifft er hundert prozent ins schwarze.

Stimme dir voll und ganz zu :-)

marquisa
04.06.2009, 23:10
gerade der letzte absatz beinhaltet doch dieses augenzwinkern ;)

Veracruz9
05.06.2009, 14:02
Ich mchte hier mal meine GEdanken zum Thema Erfolg und Modezüchter loswerden und spreche jetzt hier mal ausschließlich von der Dressur: Ein sich toll bewegendes Fohlen wird auch in 90% der Fälle später ein bewegungsstarkes Pferd werden, das beweisen die STatistiken über Fohlenschauen und Endringfohlen und diese dann im Alter von 3 bis 4 Jahren. Für die gibt es zumindest in der Dressurszene mehr Geld und mehr Abnehmer als für bewegungsschwache Pferde. Das Interieur zählt bei den meisten erst zweitrangig, zumal ein Käufer beim zweimaligen Probieren eines Jungpferdes ja dessen Interieur noch garnicht richtig einschätzen kann. Da zählen am Ende doch nur Gänge und Rittigkeit, und ist der vierjährige brav und gefällt und sieht schick aus und kann sich bewegen, dann wird er gekauft. Ob er ein Piaffe-tragfähiges Hintergestell hat, kann sowieso kaum ein Käufer erkennen, wo man als Züchter sich ja schon intensiv damit beschäftigen muss und nichts anderes tut!

So. Außerdem verkauft schwarz nunmal gut, auch wenn das ungerecht ist. Wenn nun die "Modezüchter" zu einem Quarterback, einem Fidertanz oder einem anderen bewegungsstarken jüngeren Hengst gehen, dann in der Hoffnung auf gute Bewegungen. Wenn man dann die Fohlenschauen ebenso akribisch durchforstet wie die Reitpferdeauktionskataloge und Co, dann kann man schnell folgendes feststellen: die HÄlfte der Pferde/Fohlen auf Eliteschauen oder teuersten Gewinner von Fohlenchampionaten oder Siegerfohlen bzw. teuerste Pferde auf Reitpferdeauktionen stammen ab von relativ jungen Hengsten, nämlich von genau Fidertanz!, Florestan und Konsorten, also Modehengsten, deren Nachwuchs von Fohlen- bis jetzt 3jährig auf den Auktionen vielversprechend ist. Die andere Hälfte hat meist einen De Niro, Rohdiamant, Weltmeyer oder Wolkenstein II auf der Mutterseite und einen schicken Florestan-Sohn oder Lauries-Sohn oder eben Sandro-Hit-Sohn auf der Vaterseite. Das letzte 0,01% der Fohlen und Jungpferde, die auf diesen ganzen Märkten einen Blumentopf abbekommen, stammen von unbekannteren Hengsten ab.

Also können die Modezüchter ja so verkehrt nicht liegen! Natürlich haben wir nicht alle die super Staatsprämienstuten zuhause rumstehen, aber selbst ein mittelmäßiger gekörter Modehengst hat modernes Blut, dass er in den Genen seiner Nachkommen auch weitergibt. Guckt doch mal die Pedigrees der gekörten Jung- und MOdehengste an, und das sind alles ordentliche Pferde, da stehen nur die großen Namen und guten Mutterlinien drin. Also kann man mit einem Junghengst doch auch nicht viel falsch machen. Alle diese Junghengste und Modehengste bringen zumindest ordentliche Pferde für den mittleren Sport hervor. Ein oder zwei von Ihnen entpuppen sich später als Stempelhengste, die das bisschen "mehr" mitgebracht haben, aber deswegen sind die anderen doch auch wichtig für den breiten Markt. Bestes Beispiel von allen Donnerhall-Söhnen stechen jetzt vielleicht 4 bis 5 ganz doll heraus, das wusste man aber noch nicht, als diese selbst noch "Modehengste" waren.

Erfolg ist also für jeden anders und deshalb haben Modezüchter genauso eine wichtige Berechtigung wie die Skeptiker.

Dem Text zufolge möchte ich lieber ein Modezüchter sein. Als Skepiker gegen den Strom zu schwimmen ist ja schön und gut, aber da muss ich schon reicher Bauer sein, um 10 noname-Fohlen durchzufüttern und dann eben leider tatsächlich wegen mangelnder Bewegung und unbekanntem Pedigree für 1000 Euro abzugeben, um dann vielleicht 1 x einen Kracher zu haben. Da habe ich lieber 10 schicke Modefohlen, die bei den heutigen Hengsten rittig und lieb werden, einen braven Käufer finden, der sie im Sommer auch mal auf die Weide stellt. Wie hier schon jemand sagte: Erfolg ist, wenn die Kundin zufrieden sind und sich auch später mal wieder melden. Ich möchte nicht der Züchter eines verstellten Don Frederico sein, über dessen Intereur dann alle Welt lästert, das wäre für mich schwerer zu ertragen, als ein glücklicher Käufer, der es dann aber vielleicht nicht über A hinausschafft, aber mein Fohlen/Pferd gut behandelt und glücklich mit ihm ist.

Es gibt Mode - und es gibt Mode...
Setz das bitte nicht gleich.
Die eine Mode ist schön schwarz, langbeinig und stellt Siegerhengste und Bundeschampions ohne Ende...

Die andere Mode liest sich zwar modern - ABER da steht ein Stamm hinter, der immer wieder erfolgreiche Sport und Zuchtpferde gebracht hat.

Und es gibt Hengste, die unpopulär sind, weil sie etwas in Vergessenheit geraten sind, oder nie die passende PR hatten, und wieder andere die unter ferner liefen stehen, weil es ihnen etwas an allem fehlt.

Rubirarit
17.06.2009, 07:27
Also ich tue mich auch sehr schwer, wenn man bei Florestan von einem Modehengst spricht.

Waluga
17.06.2009, 13:38
Vielleicht insofern, dass es mal eine Zeit gab, als viele Leute meinten, sie MÜSSTEN Florestan für irgendwelche Stuten haben (und nicht überlegten, ob er wirklich der Richtige war), weil sie meinten, sie hätten dadurch Goldmedaillen abonniert?

Bolaika
17.06.2009, 13:47
Und dann gibt es noch die Hengste von den kleinen Privathengsthaltern, die über JAHRE schlechtgeredet wurden/ werden, um jetzt durch ihre Nachkommen im Sport bzw als Muttervater von AUktionseliten etc. von sich reden zu machen...

Donna
21.06.2009, 22:28
Bolaika,

bitte sag doch mal wen Du meinst?

Florestan = Modehengst, sorry..... ich meinte nicht ihn selbst, er ist kein Modehengst, sondern ich meinte die vielen Söhne von Florestan, bei denen sich ja erst in einigen Jahren herausstellen wird, wer gut vererbt, wer herausragend vererbt und das Zeug zum Fortbestand der Hengstlinie hat, und wer sich eben nicht so dolle vererbt, das ist jetzt ja bei seinen jüngeren Söhnen noch sehr offen, ebenso wie bei den De-Niro Söhnen und den jüngeren Söhnen von Lauris, etc.

Bolaika
22.06.2009, 17:19
Landsieger z.B. oder Sion. Da gibt es bestimmt noch etliche...

Benjie
22.06.2009, 20:31
Ein sich toll bewegendes Fohlen wird auch in 90% der Fälle später ein bewegungsstarkes Pferd werden, das beweisen die STatistiken über Fohlenschauen und Endringfohlen und diese dann im Alter von 3 bis 4 Jahren.
wo diese statsik steht, das würde mich interesieren?
eine fohlenschau ist eine momentaufnahme und ich möchte mal behaupten, das 50% der siegerfohlen nicht das gehalten haben,was man sich erwartet hat.
auch bleibt ein überproportional grosser anteil von den fohlenbewegungskünstlern zu knapp im rahmen.

Das Interieur zählt bei den meisten erst zweitrangig, zumal ein Käufer beim zweimaligen Probieren eines Jungpferdes ja dessen Interieur noch garnicht richtig einschätzen kann. Da zählen am Ende doch nur Gänge und Rittigkeit, und ist der vierjährige brav und gefällt und sieht schick aus und kann sich bewegen, dann wird er gekauft.
wie ist bei dir die definition von interieur? brav und rittig ist für mich schon ein grosser teil des interieur's.
vor allem wenn das pferd im kopf nicht mitmacht, wird es schwer jemanden zu finden, der einen kostendeckenden preis zahlt. vor allem verursacht so ein pferd erst mal kosten, weil die wenigsten amateurreiter in der lage sind, solch ein pferd auf den richtigen weg in der ausbildung zu bringen.
ich verkaufe ein langweiliges pferd mit gutem interieur besser, als nen sterbensschönen verbrecher.

So. Außerdem verkauft schwarz nunmal gut, auch wenn das ungerecht ist. Wenn nun die "Modezüchter" zu einem Quarterback, einem Fidertanz oder einem anderen bewegungsstarken jüngeren Hengst gehen, dann in der Hoffnung auf gute Bewegungen. Wenn man dann die Fohlenschauen ebenso akribisch durchforstet wie die Reitpferdeauktionskataloge und Co, dann kann man schnell folgendes feststellen: die HÄlfte der Pferde/Fohlen auf Eliteschauen oder teuersten Gewinner von Fohlenchampionaten oder Siegerfohlen bzw. teuerste Pferde auf Reitpferdeauktionen stammen ab von relativ jungen Hengsten, nämlich von genau Fidertanz!, Florestan und Konsorten, also Modehengsten, deren Nachwuchs von Fohlen- bis jetzt 3jährig auf den Auktionen vielversprechend ist. Die andere Hälfte hat meist einen De Niro, Rohdiamant, Weltmeyer oder Wolkenstein II auf der Mutterseite und einen schicken Florestan-Sohn oder Lauries-Sohn oder eben Sandro-Hit-Sohn auf der Vaterseite. Das letzte 0,01% der Fohlen und Jungpferde, die auf diesen ganzen Märkten einen Blumentopf abbekommen, stammen von unbekannteren Hengsten ab.

ich hab jetzt nur mal auf die schnelle, die siegerstuten von 08 rausgesucht.
da hat in bayern ne sir donnerhall gewonnen. ok modehengst. mutter v. florestan- romadour II auch grosse namen.
in westfalen ne damon hill. ist jetzt für mich kein modehengst, weil da rennen die züchter jetzt nicht wie die bekloppten hin. mutter von frühlingsball- milan.
das deutsche sportpferd hat als siegerin: golgwing -ferman- guido
baden württemberg: damenruhm- ricordo di leny- stan the man xx
beides eher regionale abstammungen.
genau so wie die miss mecklemburg: D' olympic- grafenstein- jerome
im rheinland war es eine rohdiamant- ehrentusch pasternak
in oldenburg eine: don schufro- sandro hit- figaro.
jetzt auch eher bewärte vererber.
zumindest bei den siegerstuten sind die modezüchter in der unterzahl!
übrigens genau so wie bei den erfolgreichsten dressurzüchtern.
bei den top dressurpferden glänzen die modeabstammungen nämlich gänzlich mit abwesenheit.

Also können die Modezüchter ja so verkehrt nicht liegen! Natürlich haben wir nicht alle die super Staatsprämienstuten zuhause rumstehen, aber selbst ein mittelmäßiger gekörter Modehengst hat modernes Blut, dass er in den Genen seiner Nachkommen auch weitergibt. Guckt doch mal die Pedigrees der gekörten Jung- und MOdehengste an, und das sind alles ordentliche Pferde, da stehen nur die großen Namen und guten Mutterlinien drin. Also kann man mit einem Junghengst doch auch nicht viel falsch machen. Alle diese Junghengste und Modehengste bringen zumindest ordentliche Pferde für den mittleren Sport hervor. Ein oder zwei von Ihnen entpuppen sich später als Stempelhengste, die das bisschen "mehr" mitgebracht haben, aber deswegen sind die anderen doch auch wichtig für den breiten Markt. Bestes Beispiel von allen Donnerhall-Söhnen stechen jetzt vielleicht 4 bis 5 ganz doll heraus, das wusste man aber noch nicht, als diese selbst noch "Modehengste" waren
ein pferd für den mittleren sport züchten ist ein bischen schwerer wie du es hier schreibst.
ich will dich nicht beleidigen, aber diese ansicht ist reichlich naiv.
ein guter vererber braucht weit mehr als ein paar wohlklingende namen und nen guten mutterstamm.

nur den modehengsten nachrennen, hat mit züchten nix zu tun, das ist vemehrung, sonst nix.
erfolgreiches züchten heisst den richtigen hengst für seine stute finden und da ist die mode mal zweitrangig.
ps. die erfolgreichen linenbegründer in der dressurpferdezucht haben meist auch keine modeabstammung!

Hobbyzüchter
22.06.2009, 21:23
....

ich hab jetzt nur mal auf die schnelle, die siegerstuten von 08 rausgesucht.
.....
genau so wie die miss mecklemburg: D' olympic- grafenstein- jerome
.....


@Benjie,

Du warst ja sicher auch da und hast es Dir angesehen.
Die Miss Mecklenburg der Herzen war eine Andere. Auf Grund der Bewertungsmaßstäbe wurde das dann auch öffentlich diskutiert.
Im Mecklenburger Pferd erschien ein offener Brief ....

Die offizielle Miss ist auf jeden Fall ein tolles Pferd, aber Sieger werden nach wie vor gemacht mit Macht ...

Bolaika
23.06.2009, 08:52
Ein Junghengst ist für mich nicht automatisch auch ein Modehengst. Viele altgediente Züchter setzen auch Junghengste auf bewährte Linien mit Erfolg ein.
Modehengst definiert sich für mich wie folgt: Das ist ein Hengst, der nach dem Gießkannenprinzip eingesetzt wird, weil er grad in/chic/ "Mode" ist bzw wie verrückt beworben wird. Da sind oft keine züchterischen Überlegungen im Vordergrund, da gehts dann nur nach Farbe,gewaltiges Strampeln und "den kann ich gut verkaufen, 99% aller Pferdeleute kennen den Hengst".
Wier oben schon beschrieben, ist das keine Zucht, sondern Vermehrung.
Freunde meiner Eltern haben das über Jahre so gehandhabt: 8-12 Stuten jährlich von max. 2 Hengsten, die grad groß im Gespräch waren, besamen lassen. Sollte zufälligerweise mal ein Guter rauskommen, wurde das Ganze noch ein Jahr wiederholt...

Und nochmal zum Thema Siegerfohlen haben später auch Qualität:
Hier in "Nord-West-Niedersachsen";) wurde vor ca 20 Jahren Askan eingesetzt. Der machte wunderschöne Fohlen, die noch schönere Stuten wurden und Stutenschauen in Serie gewonnen haben. Aber fragt nicht, wie viele ind en Sport gegangen sind. Genau so Charon...

Oh-Gloria
06.08.2009, 09:17
Ich habe es mir auchmal durchgelesen:D... Also ich finde es Ironisch geschrieben mit einem Schuß Ernsthaftigkeit darin.

Der Gedanke eines Züchters ist jener auf erfolgreichen Vererbungsstarken Stuten zu züchten und das sollte das Ziel sein. Suche ich eine Stute für einen bestimmten Zweck und möchte ein Ziel damit befolgen ist mir immer erstmal der Stamm wichtig... wo wirklich nichts rausgekommen ist, ist es aus viel unwahrscheinlicher das etwas kommt als aus erfolgreichen Stämmen. Dann schau ich mir alle (ALLE) Hengste der Vater und Mutter Seite an... wie haben sie sich vererbt, wqas haben sie hinterlassen, was evt. zerstört....gab es einen Passereffekt usw. und immer dabei fragen, passt er zu meinem Typ Stute. Der Grundgedanke ist für mich immer ein edles, langbeiniges,Typvolles Pferd,rittig mit sehr guten Grundgangarten (auch bei Springpferden!!) Manier und Vermögen...ich sage das nicht so daher, ich mache das auch so. Je genauer man ins Detail geht umso wahrscheinlicher ist der Erfolg und nicht durch eine Rosarote Brille schauen. Pflegen alt Bewehrtes, ausbauen und neue Wege gehen aber alles im Rahmen. Das ist Zucht!!!...
Graf Lehndorf schrieb da mal einen schönen Satz...
"Was vergangen kehrt nicht wieder, doch ging es leuchtend nieder , leuchtet s lange noch zurück"...
Etwas zu erschaffen ist schon schwer, etwas zu ERHALTEN noch viel schwerer!!!.
Ich für meinen Part würde nie mit zwielichtigen, schön geredeten Abstammungen züchten. Zu guter letzt wir züchten alle für DEN Markt und da ist züchten schon manchmal ein Spagatakt, Auch z.b. älteres Blut kommt es aus erfolgreichen Stämmen, erfolgreich vererbend und zur Stute passend ist IMMER GEFRAGT...der Modehengst von heute ist in zwei Jahren auf der Müllkippe da z.b. unrittig,keine Typen etc. macht... darüber sollte man sich immer im klaren sein!!!. Zucht funktioniert nicht von heute auf morgen, beginne ich zu züchten muss ich mir die Ideen der Züchter von vor 50-100Jahren zu nutze machen und diese Ideen weiter ausbauen, dies waren damals nicht umsonst erfogreiche Linien...diese immer weiter mit Gefühl - Verstand pflegen werden sich Enttäuschungen selten einstellen.