Hengstschau Celle 2017 Verden

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Calliope
    antwortet
    Ich finde das Off Topic Thema ja als Laie super interessant! Vielleicht könnte man das Thema in einen neuen Thread verschieben?
    Wo nun die Hannoveraner, Trakehner, Mecklenburger und davon abweichend die Holsteiner Zuchtphilosohie angesprochen wurde, wie sah es denn in Westfalen aus? Auch eher nach der holsteinischen Zuchtpraxis, sprich mit wenig Veredelung in der Vergangenheit?

    Einen Kommentar schreiben:


  • hike
    antwortet
    Mir ist es jetzt ernsthaft ein Rätsel wie man von einer Hengstschau jetzt wieder zum Thema "oh -Gloria" kommen kann...

    Mich hätten ja jetzt ein paar Eindrücke der dortigen Hengste mehr interessiert, aber spätestens bei den Springern geht es wohl wieder los...

    Zum Thema Stutenstämme - die alten Preußen müssen ja verrückt gewesen sein, sich solche Gedanken gemacht zu haben und dann noch die irre Zeitverschwendung mit diesen Stutbüchern.... Warum gibt es ein Horsetelex, dass über Stutenstämme arbeitet? Und grad die Belgier, die ja in Deutschland Tafelsilber für viel Geld gekauft haben und es dann trotzdem nicht geschafft haben, weil auch ein guter Stamm nur beschränkt Fehlanpaarungen auffangen kann.

    Ich finde es schade, dass die alten Stämme verramscht werden bzw. mit Aufgabe der alten Züchter in die Wurst gehen.

    Noch ein paar Worte zu den Oh Gloria Stuten: ich kenne ja nicht alle, aber die zwei Spartacuse sind beides feine Pferde, nix altmodische Trecker und da muss man halt schon mal gucken, welche Familien dahinter stehen, sonst wären die zwei nicht so zart ausgefallen. Und das schwerste Pferd ist die Galant de Semilly Stute...

    Gibt es jetzt noch ein paar Eindrückevzu den Hengsten in Verden?

    Einen Kommentar schreiben:


  • anthea7819
    antwortet
    carolinen
    ich weiß -ich habe ein Wünsch-Dir-Was geschrieben.
    Mal so von ganz Weit im Süden gefragt, warum kann man die Bedeckungszahlen nicht veröffentlichen?
    Im hannoveraner Jahrbuch stehen ja letztlich auch die gefallen Fohlen drinnen -klar fehlen da Bedeckungen, es gibt zumindest irgendeine Orientierung.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Fife
    antwortet
    Cordalmé

    DANKE
    ich hab mir es auch länger verkniffen drauf zu antworten. Du hast (auch ohne Abprache) meine Gedanken gefunden und durch deine Feder fliessen lassen.

    Um es Hr. Drünert noch mal zu vereinfachen:
    Wenn man mehrere Dekaden über 50 % Blut in einer Rasse homogenisiert wird es ein Halbblüter. Das haben Hannoveraner und Trakehner schon vor über hundert Jahre hinter sich gebracht.
    Mein alter Kommis hat es mal so ausgedrückt: Der Trakehner ist der deutsche Vollblüter.
    Ein Bekannter aus Frankreich bezeichnet Traki als deutsch Angloaraber.
    => folgend können beide Rassen mit 0% Blutanteil in der 9-Generationenrechnerei blütiger erscheinen als ein Holsteiner Traktor mit 60%
    mal zum Nachdenken => mach mal in 3 Generationen aus einem Afrikaner einen Milchtrinker!?


    ich empfehle als Literatur auch ein Werk des Vaters dieses älteren Herren :



    https://books.google.de/books?id=l-g...arbach&f=false
    Zuletzt geändert von Fife; 04.02.2017, 13:48.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Cordalmé
    antwortet
    Zitat von druenert

    Holl�nder und Belgier liefern den Beweis, dass der Stellenwert der Stutenst�mme bis zur soundsovielten Generation ma�los �bersch�tzt wird. Entscheidend sind Elterntiere, Gro�eltern und deren unmittelbare geschwisterliche Verwandschaft. Alles, was danach kommt, verliert rapide an Bedeutung. Ma�stab ist allein die Qualit�t und der Erfolg. Wer erfolgreich ist, braucht keine Abgrenzung!

    Hier liegt auch ein Problem von Oh-Glorias Zucht: er st�tzt sich viel zu sehr auf vermeindliche gro�e alte Namen im tiefsten Hintergrund, w�hrend vielfach in den vorderen Generationen nichts mehr gekommen ist. Er baut �berwiegend auf alte Stuten aus alten St�mmen, deren Erfolge bereits mehrere Generationen zur�ckliegen. Kaum eine Stute ist selbst erfolgreich im Sport gegangen. Trotz fortgeschrittenen Alters verf�gt kaum eine �ber nennenswerte sporterfolgreiche Nachkommen. Selbst im direkten geschwisterlichen Umfeld sieht es eher d�rftig aus.

    Auch f�hrt er zumindest teilweise genau den Fehler fort, der wesentlich zum sportlichen Niedergang des althannoverschen Blutes gef�hrt hat: viele seiner Paarungen sind viel zu blutarm und altbacken. (insbesondere 4, 5, 10, 11) Auch Zangersheide blieb vor allem aus diesem Grund lange hinter seinen M�glichkeiten. Wie Holstein es uns vorgemacht hat, h�tte statt der alten K�mpen Vollblut, Vollblut und nochmals Vollblut an solche St�mme angepaart werden m�ssen. Auch �ber Franzosen ist vielfach die gebotene Veredelung m�glich. Dies hat nichts mit "Mischmasch" und unverst�ndigem Aneinanderreihen von Namen zu tun, sonderern liefert essentielle sportliche Eigenschaften, die sonst ungen�gend vorhanden waren. Allerdings ist Veredelung kein Kinderspiel, sondern h�chste z�chterische Kunst.
    Immerhin teilweise hat er es ja bereits versucht mit Heraldik xx, Bonaparte AA, Galant de Semilly und Lord Z. Doch angesichts der Schwere dieses m�tterlichen Blutes sind diese Ans�tze noch viel zu zaghaft!

    Ein dritter Fehler ist die viel zu starke Konzentration auf Stakkato. Wieviele Olympiapferde hat Stakkato denn geliefert? Der macht (weiche) Sch�nspringer f�r Freispringwettbewerbe und das althannoversche Exotensegment aber doch nicht f�r internationalen Spitzensport! Allenfalls Stakkato Gold mit seinem guten m�tterlichen Libero H/Calypso II-Blut aus der guten Kamphorstschein Leistungszucht ist zumindest einen Versuch wert.

    Trotz aller Skepsis w�nsche ich Oh-Gloria den ersehnten Erfolg. Aber wir alle haben Lehrgeld zahlen m�ssen. Dies wird auch ihm nicht erspart bleiben.
    Ich bin diesmal nicht meinem ersten impulsiven Impuls gefolgt...Ich habe lange �berlegt, wie ich mich ausdr�cken kann ohne das es wieder eskaliert. Fakt ist aber, da� du es im Bezug auf die Hannoveraner immer wieder schaffst, wortgewand totalen Bl�dsinn von dir zu geben.

    Ich glaube ernsthaft, trotz deiner zahlreichen Jahre als Z�chter, das du nie verstehen wirst, wie Hannoveraner Genetik funktioniert. Deine inhaltliche Wiedergabe, wenn auch sehr subtil, von den typischen Vorurteilen gegen�ber dem vermeintlich alten Leistungsblut, zeigt mir dies wieder und wieder.

    Hast du die Stuten von Oh-Gloria mal live gesehen...Oder die Fohlen?
    Als ich letztes Jahr vor Ort war, h�tte ich gern die ein oder andere Typvolle Stute mitgenommen. �brigens war das "schwerste" Exemplar die Galant- Stute...Der Rest modern und optisch sehr bl�tig...Gerade die Perigueux und Spartacus waren sehr gut.
    Vielleicht solltest du mal hinfahren und das ganz in Augenschein nehmen.

    Vorher solltest du aber verstehen lernen, wo die historischen Unterschiede zwischen Hannoveraner und Holsteinern liegen und warum der Holsteiner auf immer wieder neu Zufuhr von Vollblut angewiesen ist.

    Der Ursprung des Hannoveraner, wie wir ihn heute kennen, beginnt mit der Flucht der 97 Celler Besch�ler vor Napol�on. Ein gewisser Landstallmeister Koch siedelte sie einst nach Mecklenburg um und...Achtung!!!...Ganz wichtig...sortierte bei dieser Gelegenheit 54 Hengste nach Holsteiner Vorbild und Ursprungs aus. Zitat aus den damaligen Aufzeichnungen: da sie- "von schlechter Natur, ohne jede Race und noch dazu erblichen Fehlern behaftet waren"...Zitat Ende.

    Fortan z�chtete man nach mecklenburgischen Vorbild, die fr�her wie alle anderen englisches Vollblut, arabisches Edelblut und Trakhener zur Verbesserung der Warmbl�ter einsetzten. In der Epoche danach bestand der Celler Deckhengstanteil mecklenburgischen Ursprungs zeitweise 80%. Auch August & Friedrich von Spoercken f�hrten diese Philosophie fort und verbesserten nachhaltig mit der Idee die besten Stuten zu den besten Hengsten die Hannoveraner Zucht.

    Deshalb ist es bis heute m�glich, Hannoveraner richtig angepaart, sei es �ber Linienzucht oder St�mmkreuzung ein bl�tig erscheinendes Leistungspferde zu z�chten.

    Gern h�tte ich das du mir anhand von Fine Lady deine �u�erungen erkl�rst. Laut deiner Meinung m�sste bei 3 x Don Carlos und starker Linienzucht auf Grannus und einem xx Anteil von unter 14% !!! Ein kurzbeiniger, f�r den Spitzensport v�llig untauglicher und schwerer Trecker erscheinen...Das genaue Gegenteil ist der Fall und sie nimmt regelm��ig dem Rest der Welt 1-2 Sekunden im Parcours auf h�chster Ebene ab.

    Perigueux ca. 25 % Blutanteil...Mit Perpignon x Stakkato altbacken gezogen und doch moderner als ein Alm� mit wesentlich h�heren xx Anteil.
    Bei Stakkato Gold unterschl�gst du doch gleich mal den Muttervater Werther !!!

    Aber lebe ruhig weiter mit deinen Vorurteilen und fange am besten an Holsteiner zu z�chten.





    Log into Facebook to start sharing and connecting with your friends, family, and people you know.



    Zuletzt geändert von Cordalmé; 04.02.2017, 13:43.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Arielle
    antwortet
    Zitat von Now or Never Beitrag anzeigen
    Ebenfalls OT aber zur Diskussion um genomische Selektion passend:

    Am 22.02.17 findet in Isernhagen eine PM Veranstaltung zum Thema "Genomische Selektion in der Pferdezucht" mit Dr. v. Depka Prondzinski statt.

    Hat ggf. schon jemand persönliche Erfahrung mit diesem Seminar bzw. Referenten gemacht - lohnt sich das hinfahren?
    Dr. v. Depka Prondzinski hat auf dem Liebenberger Pferdeforum 2016 einen Vortrag zu dem Thema gehalten: Mein Urteil: Unbedingt empfehlenswert weil er es versteht die Problematik auch für Laien verständlich darzustellen und die wirtschaftlichen Vorteile der genomischen Selektion sehr gut zu beschreiben. Er ist ein guter Rhetoriker der es versteht einen Vortrag mit dem nötigen Unterhaltungswert zu liefern und damit auch Skeptiker bis zum Schluß mitnimmt.

    Einen Kommentar schreiben:


  • carolinen
    antwortet
    Zitat von anthea7819 Beitrag anzeigen
    Sorry, Wilabi, mein Beitrag hat sich nun überschnitten.
    Ich gebe dir Recht.
    Ein Verband muss wissen, wozu er da ist.
    Und dass ist meiner Meinung nach:
    1. Strategische Zuchtentscheidungen zu treffen (Zuchtziel zu definieren, Zucht weiterzuentwickeln)
    2. Den Züchtern bei der Umsetzung dieser Zuchtziele zu unterstützen und zwar fachlich-neutral
    3. Bei der Vermarktung behilflich sein!

    Das heißt im Umkehrschluss: valide (! und das geht wenn man will) Daten, alles was man hat wird veröffentlicht und kann verwendet werden, alle Marktteilnehmer sind gleich im Hinblick auf Information zu behandeln, dann funktioniert das auch mit der Genotypisierung.
    Wenn wir noch nicht einmal so simple Daten wie die Bedeckungs- und Abfohldaten der jeweiligen Hengste erhalten, wird es wohl mit weiteren Infos höchst schwer werden und noch Jahre dauern ... insofern fürchte ich immer mehr das Aussterben der heutigen Züchter. Denn sie werden nicht mehr an diese Daten und Infos herankommen. Nur noch die großen, die auch mit den Internationalen Spitzenabstammungen den Spitzenmarkt bedienen wollen und können werden in der "normalen" Zucht bestehen können. Alle anderen können dann sehen, ob sie vom Ibererkuchen noch etwas abbekommen :-(
    Ich lege Wert auf ordentliche Pferde, die sich nicht die Füsse über einem Sprung brechen, die zwischen den Ohren funktionieren, nett aussehen, sich ordentlich genug bewegen, möglichst leichtrittig und gesund sind. Einfach ein Pferd, mit dem ich abends Freude haben kann. Und jetzt kann man sich über mich amüsieren: ich habe auch schon ernsthaft darüber nachgedacht, ob mein nächstes Reitpferd nicht ein gangstarker Welsh Cob direkt aus Wales werden wird ! Dennoch versuche ich solch ein Pferd wie oben zu lesen zu züchten. Sollte ich so etwas nicht mehr verkaufen können, muß ich dann wohl mit dem Züchten aufhören.
    Zuletzt geändert von carolinen; 04.02.2017, 07:04.

    Einen Kommentar schreiben:


  • carolinen
    antwortet
    Zitat von Now or Never Beitrag anzeigen
    Ebenfalls OT aber zur Diskussion um genomische Selektion passend:

    Am 22.02.17 findet in Isernhagen eine PM Veranstaltung zum Thema "Genomische Selektion in der Pferdezucht" mit Dr. v. Depka Prondzinski statt.

    Hat ggf. schon jemand persönliche Erfahrung mit diesem Seminar bzw. Referenten gemacht - lohnt sich das hinfahren?
    Da es sich wohl um eine erstmalige Veranstaltung handelt, wird es nicht einfach auf diese Frage eine Antwort zu erhalten.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Fife
    antwortet
    alle paar Jahre fahre ich mit einem ehem Kaderreiter aus der Alpenrepublik durch Deutschland auf der Suche. Immer ein paar tausend Kilometer. Eigentlich war es schon vor ein paar Jahren ernüchternd. In der Zeit wo es noch verbreitete Meinung war die Ställe wäre voll.
    Damals fanden wir im Osten eine Stute mit Kolibri/Trakehner auf der fallenden Linie. Die lief dann erfolgreich in der schweren Klasse und soll nun in die Zucht.

    Dieses Jahr wurden wir noch nicht fündig.

    Was waren die Gründe?
    - nicht akzeptables Fundament
    - zu wenig Vermögen trotz "internationaler" Abstammung
    - Ausbildungsstand nicht ausreichend
    - zu schwer für schnelles reiten.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Now or Never
    antwortet
    Ebenfalls OT aber zur Diskussion um genomische Selektion passend:

    Am 22.02.17 findet in Isernhagen eine PM Veranstaltung zum Thema "Genomische Selektion in der Pferdezucht" mit Dr. v. Depka Prondzinski statt.

    Hat ggf. schon jemand persönliche Erfahrung mit diesem Seminar bzw. Referenten gemacht - lohnt sich das hinfahren?

    Einen Kommentar schreiben:


  • druenert
    antwortet
    Zitat von Cordalmé Beitrag anzeigen
    ..Mischmasch Genetik mit aneinander reihen von Namen...Wo ist da die Abgrenzung die für eine Marke unabdingbar ist?...Diese Form der Züchterei ist doch markentechnisch gesehen schon schon von den Holländern oder Belgiern besetzt...Gerade die Belgier hatten hannoveraner Genetik als Basis...Die haben doch aber gar nicht in der Breite unsere Stämme...Hier und nur hier sehe ich den Ansatzpunkt wieder die Marke Hannoveraner Springpferd mit reinzucht zu etablieren und auch damit Erfolg zu haben...
    Holländer und Belgier liefern den Beweis, dass der Stellenwert der Stutenstämme bis zur soundsovielten Generation maßlos überschätzt wird. Entscheidend sind Elterntiere, Großeltern und deren unmittelbare geschwisterliche Verwandschaft. Alles, was danach kommt, verliert rapide an Bedeutung. Maßstab ist allein die Qualität und der Erfolg. Wer erfolgreich ist, braucht keine Abgrenzung!

    Hier liegt auch ein Problem von Oh-Glorias Zucht: er stützt sich viel zu sehr auf vermeindliche große alte Namen im tiefsten Hintergrund, während vielfach in den vorderen Generationen nichts mehr gekommen ist. Er baut überwiegend auf alte Stuten aus alten Stämmen, deren Erfolge bereits mehrere Generationen zurückliegen. Kaum eine Stute ist selbst erfolgreich im Sport gegangen. Trotz fortgeschrittenen Alters verfügt kaum eine über nennenswerte sporterfolgreiche Nachkommen. Selbst im direkten geschwisterlichen Umfeld sieht es eher dürftig aus.

    Auch führt er zumindest teilweise genau den Fehler fort, der wesentlich zum sportlichen Niedergang des althannoverschen Blutes geführt hat: viele seiner Paarungen sind viel zu blutarm und altbacken. (insbesondere 4, 5, 10, 11) Auch Zangersheide blieb vor allem aus diesem Grund lange hinter seinen Möglichkeiten. Wie Holstein es uns vorgemacht hat, hätte statt der alten Kämpen Vollblut, Vollblut und nochmals Vollblut an solche Stämme angepaart werden müssen. Auch über Franzosen ist vielfach die gebotene Veredelung möglich. Dies hat nichts mit "Mischmasch" und unverständigem Aneinanderreihen von Namen zu tun, sonderern liefert essentielle sportliche Eigenschaften, die sonst ungenügend vorhanden waren. Allerdings ist Veredelung kein Kinderspiel, sondern höchste züchterische Kunst.
    Immerhin teilweise hat er es ja bereits versucht mit Heraldik xx, Bonaparte AA, Galant de Semilly und Lord Z. Doch angesichts der Schwere dieses mütterlichen Blutes sind diese Ansätze noch viel zu zaghaft!

    Ein dritter Fehler ist die viel zu starke Konzentration auf Stakkato. Wieviele Olympiapferde hat Stakkato denn geliefert? Der macht (weiche) Schönspringer für Freispringwettbewerbe und das althannoversche Exotensegment aber doch nicht für internationalen Spitzensport! Allenfalls Stakkato Gold mit seinem guten mütterlichen Libero H/Calypso II-Blut aus der guten Kamphorstschein Leistungszucht ist zumindest einen Versuch wert.

    Trotz aller Skepsis wünsche ich Oh-Gloria den ersehnten Erfolg. Aber wir alle haben Lehrgeld zahlen müssen. Dies wird auch ihm nicht erspart bleiben.
    Zuletzt geändert von druenert; 03.02.2017, 15:56.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Cordalmé
    antwortet
    @chilii: ich werde versuchen das zukünftig zu berücksichtigen



    Log into Facebook to start sharing and connecting with your friends, family, and people you know.


    Einen Kommentar schreiben:


  • chilii
    antwortet
    @ Cordalmé - wäre es dir unter Umständen vielleicht bitte möglich deine Beiträge durch Absätze etwas zu gliedern?
    Trotz großem Bildschirm am Rechner ist es ein höchst mühsames Unterfangen deine Beiträge so zu lesen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • anthea7819
    antwortet
    HDT
    du bist mir nicht auf die Füsse gestiegen.

    Ich persönlich halte das Merkmal zwischen den Ohren für eines der wichtigsten.

    Ich bin mir sicher, dass man mit Zahlen nicht alles abbilden kann -sie können aber helfen.
    Mir fällt bzgl. nicht wirklich meßbares Merkmal in der Nutztierzucht die "Muttereigenschaften" beim Schwein ein -nicht wirklich meßbar, trotzdem funktioniert es jetzt besser darauf zu selektieren als vor der Genotypisierung.
    Ob es beim Pferd auch geht, wissen wir wahrscheinlich erst nachher.

    Bzgl. der Kosten liegen die pro Pferd wohl eher bei max. € 100,-- sobald die Datengrundlage steht und nicht bei € 1000,--.

    Einen Kommentar schreiben:


  • anthea7819
    antwortet
    Sorry, Wilabi, mein Beitrag hat sich nun überschnitten.
    Ich gebe dir Recht.
    Ein Verband muss wissen, wozu er da ist.
    Und dass ist meiner Meinung nach:
    1. Strategische Zuchtentscheidungen zu treffen (Zuchtziel zu definieren, Zucht weiterzuentwickeln)
    2. Den Züchtern bei der Umsetzung dieser Zuchtziele zu unterstützen und zwar fachlich-neutral
    3. Bei der Vermarktung behilflich sein!

    Das heißt im Umkehrschluss: valide (! und das geht wenn man will) Daten, alles was man hat wird veröffentlicht und kann verwendet werden, alle Marktteilnehmer sind gleich im Hinblick auf Information zu behandeln, dann funktioniert das auch mit der Genotypisierung.

    Einen Kommentar schreiben:


  • Cordalmé
    antwortet
    Ich möchte meinen vorherigen Text auch gern mal an einem Praxisbeispiel aufzeigen. Auch wenn ich weiß, dass es unter Umständen wieder zu einem Sturm der Entrüstung führen kann und höchstwahrscheinlich auch werden wird. Das ist für mich gelebte "Markenidentität" was unser ehemaliges Forum Mitglied Oh-Gloria macht.

    1. BONAPARTE AA an Giorgio- Graphit- Steinpilz xx... Halbschwester zu For Keeps.
    2. PERIGUEUX an Benedict AA- Werther- Graphit- Gotthard,..Stamm Perigueux
    3. STAKKATO an Lord z- Wendekreis- Domspatz- Lavendel- Agram,.. Stamm As Cold As Ice z, Dobels Frechdachs usw.
    4. PERIGUEUX an Spartacus- Goldpilz- Salut... Stamm Zavall VDL, Warland VDL
    5. STAKKATO an Gloster-Dux-Domspatz-Grey Silk xx- Senat-Agram-Agram... Stamm Stakkato Gold
    6. STAKKATO GOLD an Galant de Semilly- Ramino- Domspatz,... Stamm Status FRH, Askan..AGENDA
    7. BONAPARTE AA an Perigueux- Augustinus xx Stamm Frustra II
    8. PERIGUEUX an Spartacus- Heraldik xx.. Stamm The Natural
    9. GAVI an Heraldik xx- Sidney- Gotthard- Perser xx.. Stamm The Natural
    10. PERIGUEUX an Werther- Graphit- Dagobert- Absatz... Stute ist u.a. Schwester zu Graf Gold, Marc Armstrong..
    11. GAVI an Escudo II- Don Carlos- Frustra II. M** erfolgreich .. Mutter ist Schwester zu Drosselklang bzw Diavolo,Peter Schmitz..
    12. STAKKATO an Lord z- Wendekreis- Domspatz- Lavendel- Agram Stamm As Cold As Ice z, Dobels Frechdachs usw. Stute S ** erfolgreich..

    Jeder der seine Entwicklung verfolgt hat und ich weiß das das nicht nur seine Befürworter tun, müsste auffallen das es von Jahr zu Jahr mehr Stuten werden. Da er kein Millionär ist, setzt das vorraus das ich meine Produkte erfolgreich am Markt absetzen kann...Und genau das passiert auch...Ferner erweitert sich das Netzwerk mit Leuten, die zum Teil aus dem Spitzensport kommen...Und zwar ohne die häufig zitierten Zwischenhändler an denen man angeblich nicht mehr vorbei kommt. Auch wenn ich hier schon wieder die Stimmen höre, die mich gern in die Schublade "Handlanger" stecken würden...Ich habe im Grundsatz die selbe Meinung wie er...Man darf mir aber gerne glauben, daß wir nicht in allen Dingen übereinstimmen und auch schon hitzige Debatten geführt haben. Ich glaube an diesen Weg, den er geht und sehe ihn für mich ebenfalls als alternativlos richtig an. Und sollte aus seiner Zucht (wovon ich ganz stark ausgehe) ein oder mehrere Hengste mal zum Deckeinsatz stehen, wäre auch für mich eine sinnvolle Zuchtfortsetzung gegeben...Und damit Feuer frei




    Hannoveraner Pferdezucht Behr. 595 likes · 1 talking about this. Springpferdezucht- Stamm Brdg.119/NL161 aus unserer Zucht- Quintilius CCI4*-L & Pirate Smile WM


    Einen Kommentar schreiben:


  • Tante
    antwortet
    <OT weiter an>
    Diss zum Thema Selektion hier nach Muskelfaser Typen:

    Zusammenfassung:
    1. Die Befunde weisen auf eine enge Abhängigkeit der Muskelfasertypenkomposition des Pferdes von genetischen Faktoren hin.
    2. Bereits zwischen Pferden anderer Rassen beobachtete Unterschiede hinsichtlich morphologischer Muskelindizes lassen sich auch bei Pferden verschiedener deutscher Warmblut-Pferderassen aufzeigen.
    3. Pferde, die seit mehreren Generationen speziell für eine Nutzung im Springsport gezüchtet worden sind, besitzen einen höheren prozentualen FTO-Faseranteil. Dieser verleiht ihnen wahrscheinlich die Fähigkeit, in der Absprungphase ein enormes Maß an Kraft zu generieren. Dressurpferde haben Arbeit von vergleichsweise niedriger Intensität, aber langer Dauer zu verrichten. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die Muskelbiopsie bereits bei jungen Pferden als Selektionskriterium einzusetzen.
    4. Die Ergebnisse der „Gekörten Hengste“ weisen auf eine Selektion zugunsten der Individuen mit hohem FTO- und dementsprechend niedrigem STO-Faseranteil hin, was auf einen Zusammenhang zwischen der Muskelfasertypenzusammensetzung und der Bewegungsqualität eines Pferdes hindeutet


    Einen Kommentar schreiben:


  • HDT
    antwortet
    anthea, ich wollte Dir mit der Frage nicht auf die Füße treten. Man kann mit der Selektion bestimmt auf Exterieur, Bewegungen und Springvermögen selektieren, ob aber und das halte ich fast für das wichtigste Kriterium,auch das verhalten zwischen den Ohren selektierbar ist,das muß sich noch herausstellen.

    Einen Kommentar schreiben:


  • anthea7819
    antwortet
    Ist ein Spitzentier ein "Gutes" oder "Teures"?
    Kann ich dir leider so nicht beantworten.
    Grundsätzlich ist es so, dass jedes Zuchtprogramm ein Zuchtziel (mit mehrern Unterteilungen) hat. Das Tier, das am ehesten oder am meisten dem Zuchtziel entspricht, ist dann pauschal gesehen ein gutes.
    Das ist ja der Grund, warum wir Tiere benoten, durch Prüfungen schicken, etc.

    Wobei man hier klar nocheinmal zwischen Zuchttier, hier zählt der genetische Wert und einem Reit-/ Tunier-/ Freizeit-/ Wasauchimmer-Pferd unterscheiden muss. Bei zweiterem ist der Umweltfaktor deutlich höher.
    Ich kann ein überdurchschnittliches Pferd zuhause haben, wenn ich aber nie auf Tuniere gehe, hat es keine Ergebnisse, dass mindert aber nicht den genetischen Wert des Tieres.
    Der genetische Wert ist durch bestimmt, was das Zuchttier in die nächste Generation im Mittel weitergibt.
    Ich glaube, wir sind uns einig, dass ein gutes Tunierpferd nicht immer ein gutes Zuchtpferd sein muss.

    Ich glaube, dass es in der Pferdezucht gleich funktionieren wird mit den Vor- und Nachteilen wie bei anderen Nutztieren.
    Im Nutztierbereich wird auch auf viele verschiedene und z.T. sehr komplexe Merkmale selektiert.
    Zudem gibt's dort mittlerweile auch Marker auf Gesundheitsmerkmale - und das würde uns in der Pferdezucht auch nicht schaden.

    Ein Punkt den ich bei der genomischen Selektion auch noch interessant finde, ist dass "gemachte" Tiere schnell durch den Rost fallen.
    Ja, auch in der Nutztierzucht gab es vor der genomischen Selektion viele "gemachte" Vatertiere.

    Einen Kommentar schreiben:


  • wilabi
    antwortet
    Zitat von anthea7819 Beitrag anzeigen
    wilabi
    Genotypisierung ändert alles.
    Und züchten wird dann etwas nur mehr für Leute/ Organisationen, die richtig viel Geld haben -denn eine valide Datenbasis mit allem Drum und Dran aufzustellen kostet, das Ganze dann noch einmal aktuell zu halten noch mehr.
    Das einzelen Tier zu typisieren ist im Verhältnis nicht so teuer -allerdings ist es nur dann aussagekräftig wenn die Datenbasis stimmt.

    Die Spitzentiere werden möglichst jung genutzt und gezielt vervielfältigt (ET) auf das genau dazupassende Pendant ebenfalls genotypisiert -auch das kostet.
    Die Embryonen oder Jungtiere werden sofort wieder typisiert,... etc.
    Zuchtfortschritt läßt sich so deutlich schneller erreichen.

    Die Frage wird sein -wer kann das umsetzen und wie finanziert man das.
    Zu dem Thema hat Dr. Reents von der VIT einen Vortrag veröffentlicht, der sehr gut ist:


    Er hält Kosten von 1000$/Pferd für die genetische Entschlüsselung für möglich. Das wäre vielleicht noch gar nicht das große Problem wenn man bedenkt, welche Sicherheit man gewinnt mit entsprechenden wirtschaftlichen Vorteilen.
    ABER:
    Dazu benötigt man (siehe Vortrag) auch die Ergebnisse der konventionellen ZWS, die intensiviert werden müßte. Und da sehe ich keine Entwicklung. Der Vortrag ist aus 2015. Hat sich war getan ?

    Ich sehe da schwarz und frage mich, ob ich als Züchter das noch erleben werde.
    - die Umsetzung der linearen Beurteilung steckt in den Kinderschuhen. Jeder Verband macht seinen eigenen Stiefel.
    - Die Hengsthalter mauern heute schon ungestraft an allen Stellen: Veröffentlichung von NK-Zahlen, Gesundheitsdaten etc. Der übliche Junghengst-Bohey ist ein sicheres Geschäft, das sie beherrschen.
    - Für die Finanzierung braucht man die Einigkeit der Verbände. Das ist das allergrößte Problem. Die subventioneiren lieber weiter ihre notleidenden Vermarktungszentren.

    Eigentlich müßte man in D eine "Züchter-Gewerkschaft" gründen. Nur: Auch das dürfte kläglich scheitern, da sich gefühlte 80% nicht die Bohne für diese Themen interessieren, weil jeder auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und sich in der Szene nicht unbeliebt machen will. DIe straight organisierten Holländer werden es uns vormachen, wie es geht.

    Einen Kommentar schreiben:

Andere Threads aus dieser Foren-Kategorie:

Einklappen

Themen Statistiken Letzter Beitrag
Erstellt von Linu, 20.02.2025, 10:36
182 Antworten
10.865 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag schnuff
von schnuff
 
Erstellt von tomms, 14.01.2012, 19:47
145 Antworten
27.306 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Pferdi
von Pferdi
 
Erstellt von Calitha, 05.03.2026, 06:56
36 Antworten
2.282 Hits
3 Likes
Letzter Beitrag Calitha
von Calitha
 
Erstellt von usebina, 15.01.2019, 22:34
17 Antworten
1.462 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Titania
von Titania
 
Erstellt von Limette, 16.12.2024, 11:07
45 Antworten
3.742 Hits
0 Likes
Letzter Beitrag Nickelo
von Nickelo
 
Lädt...