Hengstkollektionen 2026

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  • MissCatania
    • 31.05.2025
    • 2

    Hengstkollektionen 2026

    Ich öffne mal ein neues Thema. Habe bzw wollte die letzten Tage schonmal etwas aktiver in den Hengstkollektionen für dieses Jahr stöbern (zB für die Vollblutstute) aber auch einfach aus Interesse. Welche Hengste sind neu oder stehen woanders. Welche Hengste werden nicht mehr angeboten oder nur noch TG. Welche Hengste sind teurer geworden. Und auch generell wie sich interessante Hengste so weiterentwickelt haben.
    Leider sind bei ganz vielen Hengststationen noch gar keine aktuellen Infos online. War das die letzten Jahre auch so? Bin etwas verwundert, weil es ja schon bald mit den Hengstvorführungen losgeht...

    Beim Klosterhof Medingen ist schon zum Monatsende Hengstvorführung und da sind auch bereits drei Neuzugänge auf der Homepage: Time Bandit und Chaccos Creed (Springen) und So Magic (Dressur). Was sagt ihr zu denen?
    So Magic hat eine interessante Abstammung, bin gespannt den auf der Präsentation live zu sehen. Ist jemand von euch dort?

    Bei welchen Stationen gibt es sonst schon aktuelle Infos/Neuzugänge? Habt ihr schon etwas geschaut für dieses Jahr? Welche Hengstvorführungen werdet ihr besuchen?
  • sarah89
    • 29.11.2013
    • 186

    #2
    Habe gerade gesehen, dass Schult aktualisiert hat. Lindenberg ist nicht mehr dabei. Weiß jemand wo der abgeblieben ist?!?

    Mir ist auch schon aufgefallen, dass viele noch gar nicht aktualisiert haben. Wundert mich wirklich. Vor allem,weil ja auch bei vielen die Decksaison schon bald losgeht....

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    • Nickelo
      Nickelo kommentierte
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      Einfach immer auf Facebook schauen. Das ist immer aktuell und für die Stationen viel einfacher zu bedienen als ihre Kataloge. V.a. Neuzugänge werden dort sofort vermerkt. Wadenspanner bspw. hat seit 1.1.26 einen Hengst mit der Abstammung Totilas-Ampere-Fidermark, namens Tokio Style
      Bei größerem Interesse lohnt es sich immer bei den Stationen einfach anzurufen.

    • MissCatania
      MissCatania kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Mag ja altmodisch sein, aber ich nutze weder Facebook noch instagram und bevorzuge übersichtliche Hengstkataloge, wo ich direkt alle Infos bekomme. In den News werden bei vielen Stationen Neuzugänge angekündigt, dann gibt es ein Bild und die Abstammung. Das reicht mir als Info nicht und ich warte dann wohl bis Internetseiten entsprechend aktualisiert wurden....
      Bei der Hengststation Schult hab ich wohl nicht so aufmerksam geschaut. Dass Lindenberg fehlt, war mir gar nicht aufgefallen. Schade, den fand ich gar nicht uninteressant...
  • hdpu
    • 19.08.2013
    • 53

    #3


    ZUCHTHOF KLATTE - Hengstkollektionen 2026

    samenbestellformular, samenbestellung, spätestens, telefonisch, webseite! , 947510), (04472, bitte, geben, uhr


    SAVE THE DATE - Hengstvorführung 2026 , Wann: 21. März 2026, 19:00 Uhr , Wo: Zuchthof Klatte - Lastrup - Klein Roscharden


    ?

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    • MissCatania
      • 31.05.2025
      • 2

      #4
      Habe gerade gesehen, das Landgestüt Redefin hat seine Hengste aktualisiert. Viele Springer, zwei Ponies, leider wenig Dressurblut... aber alle zu fairen Preisen und Decktaxensplitting

      Das Landgestüt Redefin ist untrennbar mit der mecklenburgischen Pferdezucht verbunden und Ihr Ansprechpartner, wenn es um Pferde geht.

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      • Florestan 1
        • 20.04.2013
        • 262

        #5
        Gerade gesehen das bei KANDZIORA nun auch der ,,teurste Hengst aus Verden“ nicht bei ihnen aufgestellt wird, was ja schon die letzten 14 Tage hinter vorgehaltener Hand erzählt wurde
        Weiss jemand wo der Onatopp nun aufgestellt wird ???

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        • Lauriefan
          • 24.01.2003
          • 421

          #6
          Gestern kam bei uns der erste Hengstkatalog - Klosterhof Medingen. Alle Hengste nun auch im Splitting - geht doch ;-)

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          • schnuff
            schnuff kommentierte
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            Das wurde aber auch Zeit

          • MissCatania
            MissCatania kommentierte
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            Ich hatte den gleichen Gedanken als ich den Katalog angeschaut habe. Sie waren bislang eine der wenigen Deckstationen, die das nicht angeboten haben... Schaut sich jemand von euch die Hengstvorführung am kommenden Sonntag an?
        • Chrissi1968
          • 30.12.2005
          • 835

          #7
          Die Seite von der Hengststation Völz ist auch aktuell Tolle Springhengste
          www.chrissis-pferdebilder.com

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          • MissCatania
            • 31.05.2025
            • 2

            #8
            Inzwischen ist die Seite vom Landgestüt Warendorf aktualisiert. Einpaar interessante Neuzugänge. Weiterhin viele altbewährte Hengste zu humanen Preisen, das finde ich sehr gut. Eventuell werde ich mir am Züchtersonntag Mitte März mal live ein Bild machen. Hat noch jemand vor hinzugehen?

            Bei der Hengststation Pape wurde auch aktualisiert. Die haben auch einen interessanten Neuzugang. Dynamic Dream x Benicio. Insgesamt haben sie deutlich weniger Hengste als in den vergangenen Jahren, zumindest mein Eindruck... Es soll Ende März eine Präsentation geben, das würde mich auch interessieren wenn ich es zeitlich unter kriege. Wird jemand von euch dort sein?

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            • Lauriefan
              Lauriefan kommentierte
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              Pape macht seit Jahren eine Hengstvorführung gemeinsam mit dem Landgestüt Celle in der Reithalle auf dem Dobrock. Für uns immer ein "Pflicht-Termin" !! ;-)
              Ich hab's mir schon notiert: Samstag, den 28.März 2026 um 14:00
          • sarah89
            • 29.11.2013
            • 186

            #9
            Beckmann ist aktuell.... Und Sosath, Gut Schönweide und Gestüt Neuenhof.....Kandziora auch

            Kommentar

            • Linu
              • 03.02.2009
              • 780

              #10
              Beckmann hat ja einige von Kandziora übernommen.

              Weiß denn jemand, wo Entertainer Number One hin gegangen ist?
              Avatar: Zauberblut v. Rockefeller a.d. Zauberblut v. Bandoliero xx

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              • TahitiN
                • 21.03.2011
                • 2401

                #11
                weis jemand warum die website von Celle immer noch nicht geht
                Avatar: SPS Exclusive Lady v. Earl - The Marshall's Lady XX v. Kafu XX


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                • Eddi
                  • 27.03.2019
                  • 241

                  #12
                  Habe schon vor 2 Wochen nachgefragt aber keine Antwort bekommen.

                  Kommentar


                  • TahitiN
                    TahitiN kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    danke, geht ja schon sehr lange

                  • MissCatania
                    MissCatania kommentierte
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                    Vor paar Tagen stand auf der Webseite, ab Anfang Februar würde es Infos geben. Inzwischen steht dort ab Mitte Februar... Wir müssen uns also noch etwas gedulden.
                • Lauriefan
                  • 24.01.2003
                  • 421

                  #13
                  Schockemöhle ist auch online - und - 2026 auch mit Decktaxensplitting !

                  Kommentar


                  • MissCatania
                    MissCatania kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Hab ich auch gesehen. Ich schwanke immer zwischen "das System Schockemöhle möchte man auf keinen Fall unterstützen" und viele interessante Hengste zu teilweise akzeptablen Konditionen (sicherlich auch viele die völlig überteuert sind, aber eben nicht alle)...
                • MissCatania
                  • 31.05.2025
                  • 2

                  #14
                  Etwas verspätet wollte ich nochmal meine subjektiven Eindrücke von der Hengstpräsentation auf dem Klosterhof mit euch teilen.

                  Quantensprung gefiel mir mal wieder sehr gut. Ich habe ihn diese Saison auch auf Turnier gesehen und mein Eindruck hat sich wieder bestätigt. Ein tolles Pferd, wenn die passende Reiterin draufsitzt. (Annalena Lesch macht das mit sehr viel Gefühl, der schaue ich gerne beim Reiten zu.) Er ist sehr sensibel, besonders am Maul aber immer sehr bemüht und übermotiviert. Leider einpaar Taktfehler und nennen wir es Übermotiviertigkeiten, aber er war immer bei seiner Reiterin und hat versucht sein bestes zu geben. In den Piaffen möchte er so kurz werden, dass er dann auch Mühe bekommt den Takt zu halten. Ein Pferd was wirklich alles hat für den großen Sport, ich wünsche ihm und der Reiterin, dass er trotz seines Alters (16) noch etwas Zeit hat, dieses auf Turnier zu präsentieren!

                  Zentinel (4j) wurde direkt als erstes gezeigt. Wahrscheinlich weil er so brav und unerschrocken läuft, auch wenn noch etwas Unruhe im Publikum war. Ein sehr komplettes Pferd, gefiel mir in allen Gangarten sehr gut, tolle Balance und immer geschlossen und bergauf dabei. Er hat ein tolles, elegantes Gesicht und ist sehr langbeinig, vielleicht ein ganz bisschen kurz im Rücken. Den behalte ich definitiv im Blick, nicht für dieses Jahr aber vielleicht nächstes...

                  Auf Dubawi (4j) war ich sehr gespannt. Er war wohl eine Weile verletzt und noch nicht so lange wieder im Training. Vielleicht auch deshalb hat er mich nicht vollends überzeugt oder vielleicht keine optimale Entwicklungsphase. Sehr guter Schritt und schön elastisch, aber mir fehlte etwas bergauf und er war noch nicht genug von hinten herangeschlossen. Er lies sich auch etwas mehr von der Atmosphäre beeindrucken im Vergleich zu den gleichaltrigen... Vielleicht gefällt er mir im nächsten Jahr besser.

                  Ein absoluter Publikumsliebling war Vitalamour (4j). Der Hengst präsentiert sich immer extrem bergauf, hin und wieder vielleicht etwas kurz im Hals, aber da braucht er bestimmt nur noch mehr Kraft. Von den Bewegungen sehr groß, sehr elastisch und bergauf. Ein beeindruckendes Pferd, ich bin gespannt wie er im nächsten Jahr 5j dasteht und wie es dann mit beginnender Versammlung aussieht, das muss bei so großrahmigen Bewegungen ja nicht immer so leicht sein. Auch den behalte ich definitiv im Auge.

                  Der Neuzugang So Magic (3j) wusste auch zu überzeugen. Ein tolles komplettes Pferd, tolle Bewegungen und trotz des jungen Alters schon super im Takt und in der Balance. In dem jungen Alter finde ich ansonsten immer schwer zu beurteilen, mal schauen wie der im nächsten Jahr dasteht.

                  Dann wurde noch St Emilion (7j) präsentiert. Der wird scheinbar unheimlich viel genutzt, hat inzwischen auch seinen ersten gekörten Sohn. Wurde als Fohlenmacher beschrieben. Er gefiel mir schon am Bundeschampionat sehr gut, obwohl ich zugeben muss, dass ich in jüngeren Jahren nicht so ein Fan war. Früher war er mir etwas zu strampelig von den Bewegungen, aber jetzt mit zunehmender Kraft und Versammlung ein tolles Pferd. Der bekommt sicher auch dieses Jahr wieder viele Stuten und wächst gerade in Klasse S hinein, sodass auch sportlich einiges von ihm erwartet werden kann.

                  Escaneno (7j) war anfangs auf dem Klosterhof stationiert und jetzt bei der Hengststation Schult. Auch da war ich anfangs ehrlich gesagt nicht so komplett überzeugt (obwohl ich gar nichts konkret kritisieren konnte). Er wurde von (ich glaube sie heißt) Lisa Lindner präsentiert und die Vorstellung wurde von ihrem Trainer (fragt mich nicht wer das war...) begleitet/kommentiert. Eine tolle Vorstellung, super feinfühlig geritten und ein talentiertes, motiviertes und absolut komplettes Pferd. Er war in allen Gangarten schön bergauf, immer gut von hinten herangeschlossen und wurde immer mit offenem Genick und an der Senkrechten präsentiert (was heutzutage ja absolut nicht selbstverständlich ist...). Tolles Pferd!

                  Die Hengststation Schult hat außerdem noch den 5j Vjento gezeigt. Zu meiner Schande... den kannte ich überhaupt nicht... Der war wirklich WOW. Er wurde super gefühlvoll vorgestellt, ein kräftiger Typ und von den Bewegungen super schwungvoll durch den Körper. Man konnte schon tolle Versammlungsbereitschaft erkennen und dieses durchschwingen und federn in seinem Bewegungsablauf war außergewöhnlich. Nicht der hypermoderne, kurze und langbeinige Typ sondern etwas kräftiger, gerade das gefiel mir sehr gut. Auch den werde ich im Auge behalten, der wäre sicherlich eine Sünde wert.

                  Von euch war niemand da, oder? Es gibt inzwischen die Videos der Vorstellung der einzelnen Hengste auch auf Youtube, wenn jemand schauen möchte...

                  Kommentar

                  • Titania
                    • 22.04.2006
                    • 4365

                    #15
                    Zitat von Lauriefan Beitrag anzeigen
                    Schockemöhle ist auch online - und - 2026 auch mit Decktaxensplitting !
                    Aber irgendwie scheint die Fa. Schockemöhle das System nicht richtig verstanden zu haben.
                    Halbe halbe - Besamungs- bzw. Trächtigkeitstaxe? Zwischen 400 und 2000 Euro je nach Hengst, wobei ich das bei verstorbenen Hengsten (z.B. Totilas oder hocherfolgreichen Springern), wo es nur noch begrenzt TG gibt, ja noch verstehe...
                    "Quickmarie" (Quicksilber/Pamino ShA) im Alter von 2 Jahren

                    www.gestuet-reichshof.de

                    Kommentar


                    • Lauriefan
                      Lauriefan kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Da gibt es aber Hengststationen die Splitting nochmal ganz anders verstehen. Bei Schult z.B. kostet Escaneno 800 Euro (zzgl. 7% Mwst) bei Anmeldung und 400 Euro bei Trächtigkeit

                    • MissCatania
                      MissCatania kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Das wird immer unterschiedlich interpretiert, die umgekehrte Variante empfindet man als Züchter natürlich als fairer zB grundsätzlich für jeden Hengst 300/400€ Besamungstaxe und dann je nach Hengst zwischen ab 300€ und über 1000€ als Trächtigkeitstaxe. Blöd finde ich nach wie vor die MwSt nicht auszuweisen... da wird man mit guten Konditionen geködert und dann kommt nochmal bisschen dazu... macht es auch schwer vergleichbar mit anderen Stationen.

                    • Lauriefan
                      Lauriefan kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Da bleibt uns als Züchter halt nur mit den Füßen abzustimmen, soll heißen dort decken lassen, wo uns Qualität plus Konditionen und Decktaxe gefallen. Dass das wohl doch Gewicht hat, zeigt doch das auch die großen Stationen mittlerweile Decktaxensplitting überhaupt anbieten. Die sinkenden Bedeckungszahlen machen sich halt bemerkbar....
                  • Nickelo
                    • 16.07.2024
                    • 68

                    #16
                    Und? Hat gestern jemand die Schockemöhle Hengstvorstellung verfolgt und kann berichten?
                    Leider ist bei mir der Funke auf CMH auch nach dem 10. Hengst nicht übergesprungen, so dass ich ausgeschaltet habe. Auch finde ich es eigentlich nicht in Ordnung, dass Hengste geboren 2023 schon geritten vorgestellt werden. Es ist Anfang 2026. Diese Pferde sind noch nicht einmal drei Jahre alt!
                    Zuletzt geändert von Nickelo; 07.02.2026, 09:28.

                    Kommentar


                    • Elfi
                      Elfi kommentierte
                      Kommentar bearbeiten
                      Same procedure as every year.....
                  • Nickelo
                    • 16.07.2024
                    • 68

                    #17
                    Der folgende Facebook-Beitrag hat bereits zahlreiche Kommentare ausgelöst. Ich stelle ihn deshalb ein.

                    André Hascher

                    5 Std. ·
                    Von Deutungshoheit, alternativer Realität und umdefinierten Farben

                    Die aktuelle Debatte um den Reitsport hat ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Zum einen leider, weil es sehr schade ist, dass über das Wohl der Pferde überhaupt diskutiert werden muss. Zum anderen aber auch zum Glück, denn diese Debatte wird von innen, aus der Reiterei selbst geführt, und das zeigt den herausragenden Wert, den das Tierwohl in der Branche selbst und bei den Pferdefreunden hat.
                    Die Diskussion wird von tausenden Menschen geführt, Menschen mit mehr und weniger Ahnung von der Materie, und das ist auch vollkommen in Ordnung, denn es geht nicht darum, wer es im Sattel besser kann, sondern es geht um Ethik und Mitgefühl – dazu können viele Menschen etwas sagen und das ist auch genau, was der Sport, und insbesondere auch ein Sport im Einklang mit einem tierischen Partner, braucht: Ethik und Moral.
                    Bei einem Tanz, der Dressursport nun einmal sein sollte, kann nicht der eine Partner den anderen zwingen oder unterordnen, vielmehr geht es um Vertrauen, unsichtbaren Dialog und im Ergebnis um absolute Leichtigkeit und Harmonie.
                    Über letzteres gibt es wohl nicht mal eine zweite Meinung. Leichtigkeit und Harmonie im Dressursport würden wohl sämtliche Protagonisten als Maxime unterschreiben und trotzdem sind es diese beiden Attribute - bzw. deren wiederkehrendes Fehlen - das genau das befeuert, was wir gerade erleben: eine heftige Diskussion.
                    Die letzten Tage zeigen ein neues Ausmaß und selbstredend eines vorweg: divergierende Meinungen rechtfertigen nicht, andere Beteiligte zu beleidigen oder zu diffamieren. Dieser Satz ist eben so trivial, wie selbstverständlich, so dass dies auch keiner weiteren Erläuterung bedarf.
                    Rhetorisch geschickt ziehen sich einige Größen des Sports, die - im Eifer des Gefechts und getrieben von großem Erfolgsdruck - vergessen zu fragen, ob sich der Tanzpartner auch wohlfühlt und mit ihm so umgegangen wird, dass man jederzeit die Rollen tauschen könnte, auf einen fragwürdigen Standpunkt zurück: Sie sprechen zurecht an, dass über sie in inakzeptabler verbaler Entgleisung gesprochen wird, heben dann aber ihre Opferrolle derart in den Vordergrund des jeweiligen Interviews oder Podcasts, dass ein zielführendes Gespräch über das eigentliche Gesprächsthema gar nicht mehr möglich ist.
                    Erschreckend, denn es hat schon handfeste Gründe, warum über das Tierwohl öffentlichen mit Nachdruck gesprochen wird. Argumentiert wird dann gerne in der Weise, dass man sich selbst doch auch nicht in den Umgang derer einmischen würde, die dem Horsemanship zugewandt seien und man aus diesem Grunde gerne auch mit seinen eigenen Pferden frei von Kommentaren anderer tun und lassen wolle, was eben der eigenen Sicht auf den Sport und das Training entsprechen würde.
                    Es Klingt logisch, ist es aber nicht. So gar nicht. Es geht schließlich nicht um persönlichen Geschmack, es geht um eine zeitgemäße Diskussion über das Wohl der Tiere, der Pferde, ohne die der Reitsport gar nicht bestehen kann und dies in einer Zeit nach und während einer Anzahl von Reitsportskandalen ungekannten Ausmaßes, leider.

                    Jeder der sieht, dass Pferde nicht ihrem Wohl entsprechend behandelt werden, hat das Recht und die Pflicht etwas dazu zu sagen, im Freizeitbereich, im Spitzensport, überall.
                    Der Reitsport ist ein Milliardenmarkt. Das ist und bleibt er sowieso, denn schon allein aufgrund der Anzahl, der weltweit in diesem Bereich interessierten und investierten Personen wächst das Marktpotenzial ständig.

                    Dafür sollten alle Beteiligten der einmaligen Symbiose von Mensch und Pferd dankbar sein, den Preis für diesen Erfolg sollen und dürfen aber nicht die Pferde zahlen.

                    Wünschenswert wäre eine harte, aber faire Manöverkritik und eine flächendeckende Rückkehr zu einem Bewertungs- und damit auch Trainingssystem, das Harmonie, Leichtigkeit und Einheit zwischen Reiter und Pferd wieder an Spitze stellt, weil das richtig ist, weil das nachgeahmt wird, was mit Erfolgen belohnt wird, und allzu forderst, weil genau das die ultimative Garantie für das Wohl der Pferde wäre.

                    Was dem Pferdewohl entspricht, lässt sich in der klassischen Reitlehre eindeutig nachlesen. Doch genau das geschieht bislang nicht. Zirzensische Darbietungen entgegen der zuvor skizzierten Maxime werden mitunter mit Höchstnoten belohnt und teils vor allem auch bei Hengstschauen phrenetisch bejubelt.
                    Schaltet man den Ton, also den Applaus, die euphorisch getragene Musik – kurz: das Marketing ab, so sieht man verspannte Pferde, enge Hälse, festgehaltene Muskulatur und keine schwingenden Rücken. Man sieht Pferde, die nicht takt-rein gehen, sich gegen den Schenkel des Reiters, wahlweise der Reiterin, wehren und massiv gestresst sind.
                    Schaltet man die Musik dazu, wirkt das ganze gar nicht mehr so verheerend, wie es für die Biomechanik und Psyche des Pferdes eigentlich ist. Trotzdem: Es ist offensichtlich. Hier findet keine korrekte Ausbildung statt, hier wird das Pferd nicht gefeiert, es wird benutzt.
                    In der jüngeren Vergangenheit wurden Pferd-Reiter-Kombinationen mit Höchstnoten bewertet, obwohl z.B. die Piaffe nicht einmal mehr den Mindestanforderungen genügt, die nach der klassischen Reitlehre unausweichlich diese Lektion überhaupt erst definieren. Warum? Weil einzelne Protagonisten soviel Einfluss auf den Sport bekommen haben, dass ihre Interpretation zum Sinnbild der korrekten Ausführung stilisiert wird, obwohl die Ausführung so weit von der klassischen Ausbildung entfernt ist, dass die Lektion kaum mehr erkennbar ist - Das kannten wir schon.
                    Mittlerweile wird aber versucht, eine alternative Realität zu schaffen.
                    Ziel einer Hengstvorstellung ist es von Seiten des Veranstalters immer die bestmögliche Emotion bei dem Zuschauer und potenziellen Kunden hervorzurufen und darum wird mit allen Tricks gearbeitet: Lauter Musik, effektvollem Licht – erhebender Atmosphäre. Es wird von Leichtigkeit, Harmonie und Tanz gesprochen. Marketing weg, Ton aus – das ungetrübte Auge sieht Verspannung, Stressanzeichen, keinen auch nur im Ansatz schwingenden Rücken – vielmehr Stress Abwehr und Zwang.
                    Doch der Sprecher oder Reiter erzählt während dieses Trauerspiels die Geschichte von Harmonie und Vollendung. Frei nach dem Motto : ihr seht hier etwas, was ihr in irgendeiner Weise für Euch einordnet, aber wir erklären Euch, wie ihr das einordnen sollt und erklären Euch damit die „Wahrheit“ neu.
                    Verkehrte Realität, aus blau wird grün, aus schwarz wird gelb, nichts ist, wie es scheint – doch (!) es ist genau, was es ist und jeder sieht es. Dieses Abweichen ist nicht nur schlecht für das einzelne Pferd. Es ist auch schlecht für die Zucht, weil reelle Grundgangarten gar nicht beurteilt werden können und es ist schlecht für die Zukunft des Sports. Die Außenwirkung ist fatal. Und das jüngere Publikum innerhalb der Szene bekommt es derart falsch vorgelebt, dass die klassische Reitlehre irgendwann von der nachkommenden Generation nicht nur nicht mehr verstanden, sondern nicht einmal mehr erinnert wird.

                    Das fatale ist: hier wird aktuell gerade versucht, eine Art Monopol zu schmieden, aber nicht im guten Sinn, sondern eine Marktmacht, die Dressurpferdezucht mutmaßlich vor allem noch stärker monetarisieren will. Eine Monopolstellung gefährdet kleinere Betriebe, und damit unmittelbar auch die eigentlich dringend förderungswürdige genetische Vielfalt.
                    Mindestens einer der neuen Geschäftspartner weiß auch genau, was in fachlicher Hinsicht höchst falsch läuft, dennoch – die wirtschaftlichen Aussichten erscheinen viel zu rosig, als dass man sich auf das eigene Fachwissen zurückbesinnen würde. Deshalb wird auch dem Publikum verbal etwas ganz anderes beschrieben, als unter dem Sattel tatsächlich zu sehen ist. Die Selbstreflexion steht so weit hinter dem mutmaßlich eigenen Gewinnstreben zurück, dass man scheinbar glaubt, man könne dem Publikum alles erzählen.
                    Dagegen hilft nur eines: Mut zur Wahrheit und den Protagonisten auch klar und deutlich widerspiegeln, dass das Gezeigte eben nicht in Ordnung ist und, dass dies auch genau so erkannt wird. Dies ist der einzige Weg, Menschen zum Nachdenken zu bringen und sie vielleicht irgendwann auch wieder an Bord zu bekommen für einen reellen Sport im Sinne der Pferde.
                    Den Ernst der Lage haben die alteingesessenen Profis längst erkannt. Einige sehen die Notwendigkeit der Veränderung der gesamten Branche, zumal es viele gestandene Pferdeleute gibt, die teilweise seit Generationen wertvollste Arbeit leisten und ganz vieles richtig machen.
                    Aber es gibt auch andere. Im Angesicht der massiven, in weiten Teilen berechtigten Kritik beanspruchen diejenigen, die den Geist der Zeit für etwas außerirdisches halten, seit neustem „die Deutungshoheit“.

                    Wow, wie krass ist das denn? Heißt das, dass die reine Tatsache des über Jahre hinweg im Reitsport erfolgreich seins einen automatisch zur letzten moralischen Instanz macht?
                    Ist die Debatte im Reitsport nicht erst so massiv geworden, weil man es versäumt hat, seinen geschätzten Kollegen oder mitunter auch Schülern zu sagen: „Du kannst wirklich nicht in Rollkur reiten, mit Schlaufzügeln springen oder auf blanken Schlaufzügeln herumreiten, selbst dann, wenn es nicht verboten ist, sondern schon deshalb, weil es für das Pferd massiv schädlich, moralisch unvertretbar und einfach falsch ist.“

                    Ende Teil 1




                    Kommentar

                    • Nickelo
                      • 16.07.2024
                      • 68

                      #18
                      Hier der Schlussteil

                      Wow, wie krass ist das denn? Heißt das, dass die reine Tatsache des über Jahre hinweg im Reitsport erfolgreich seins einen automatisch zur letzten moralischen Instanz macht?
                      Ist die Debatte im Reitsport nicht erst so massiv geworden, weil man es versäumt hat, seinen geschätzten Kollegen oder mitunter auch Schülern zu sagen: „Du kannst wirklich nicht in Rollkur reiten, mit Schlaufzügeln springen oder auf blanken Schlaufzügeln herumreiten, selbst dann, wenn es nicht verboten ist, sondern schon deshalb, weil es für das Pferd massiv schädlich, moralisch unvertretbar und einfach falsch ist.“


                      Der eine oder andere Deutungshoheitskönig hat sogar richtig viel Fachwissen und Expertise, das ist vollkommen unbestritten. Sind aber nicht gerade diese Trainer und Aktiven dran, mit all ihrer Kraft und ihrem Einfluss dafür zu sorgen, dass der Reitsport nicht weiter und den Auftritten derer leidet, die dem Wohl des Pferdes und des Reitsports massiv schaden?
                      Rollkur ist ausnahmslos abzulehnen, egal, ob man den Begriff Rollkur oder LDR wählt.
                      Schlaufzügel beim Springen sind ausnahmslos abzulehnen.
                      Und es ist auch abzulehnen, dass bei Hengstschauen viel zu junge Pferde über das Tempo geritten und in Lektionen (scheinbar) höchster Versammlung gezeigt werden, die sie weder mental noch körperlich leisten können.
                      Darum Augen auf: die Deutungshoheit ist kein Privatbesitz. Ethik und Moral sind ein hohes Gut, eine Grundvoraussetzung für ein nachhaltiges und faires Miteinander. Trauen Sie Ihren Augen und lassen Sie sich keine alternative Realität erzählen. Eine Ölsardine ist kein Delphin.
                      Gerade deshalb würde ich sehr gerne mit diesem Artikel etwas Gutes für die vielen Züchter tun, die sich redlich darum bemühen auf Qualität, Gesundheit und Nachhaltigkeit zu selektieren.
                      Wer hat in dieser noch jungen Zuchtsaison Hengste gesehen, die echte Grundqualität versprechen – Tragfähigkeit, Grundschwung über den Rücken?
                      Gerne kommentieren. Der Artikel darf gerne geteilt werden.

                      André Hascher gehört zur Gruppe R-Haltenswert und hat auf seiner FacebookSeite auch über die Körungsvorbereitung von So Amazing geschrieben (positiv übrigens).

                      Ein Grund, warum mich selber die beiden Hengstshowen am 6. und 7.2.26 (CMH) nicht in Bann gezogen haben, war, dass eine große Anzahl der Pferde Beinbewegungen aufgewiesen hat, die vielleicht für den Sport nötig sind, aber für die Gesundheit vermutlich von vorne herein schädlich und für ein normales Reitpferde-Leben insgesamt hinderlich. Freilich wird oft hervorgehoben, wie viele gute und sehr gute Sportpferde lange fit bleiben und ein hohes Alter erreichen, doch kommt mir das immer öfter so vor wie der Hinweis auf Deutschlands berühmtesten Kettenraucher, Ex-Kanzler Helmut Schmidt, der trotz seiner 3-4 Schachteln täglich 96 Jahre alt wurde. (Kettenrauchen senkt die allg. Lebenserwartung um bis zu 10 Jahre).
                      Dabei haben Züchter wie Verkäufer wie Tierärzte längst die Krux erkannt, wenn sie betonen, dass die modernen Pferde passendes Management bräuchten, um gesund und „glücklich“ zu sein. Und mag nun auch Isabell Werth in ihrem Podcast betonen, dass es den meisten Pferden heute besser ginge als je zuvor und sich sogar viele Menschen ein so schönes Zuhause wünschten, wie sie es ihren Pferden ermöglichen würde, so weiß ich doch, dass ich meinen Pferden ein solch ideales Rundrumpaket nicht bieten kann. Mit meiner Lebenswelt lässt sich die gezeigte und offenbar gewünschte Art von „Gangwerk“ mit der überhohen Knieaktion und übergroßen Schulterbeweglichkeit nicht vereinbaren. In meinem Umfeld gibt es weder geeignete Koppeln, noch Reithallen, und nur sehr, sehr wenige Reiter mit genügend Können.
                      Auch das wording dieser Veranstaltungen sollte bisweilen überdacht werden. So wurde das Fehlen extremer Bewegungsweite fast immer als Makel („Es wird sich schon noch entwickeln“) tituliert, statt einmal die Natürlichkeit und Handlichkeit eines kleineren Galopps hervorzuheben. Die Mehrheit der Reiter ist froh drum. Aussagen wie ‚Dieser Dreijährige könnte noch viel höher springen, aber da ist die FN dagegen, machen wir mal stattdessen breiter …‘ sollten bei aller Begeisterung über schier unbegrenztes Springvermögen und bis zu den gespitzten Ohren hochgezogenen Karpalgelenken lieber nicht fallen.- und natürlich auch nicht in die Tat umgesetzt werden.?

                      Die FN hat im Übrigen einen Jungpferdegipfel abgehalten. Was der wohl zu gerittenen Vorstellungen des Jahrgangs 2023 im Rahmen der Hengstshows denkt?

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