Garcon
WDR die diskussion
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@ Donata: meinst du Gracioso? Den, den dann auch Nadine Capellmann übernommen hat?
@ furioso: oh, da habe ich bei uns schon GANZ andere Bilder gesehen und vor allem auch schon ganz furchtbar zugerittene PRE aus Spanien erlebt. Denen wird Pi Pa dreijährig antrainiert und dann werden die als S Pferd verkauft. Solche Pferde findet man dann hier zuhauf wieder!
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Sowas hab ich bei und Gott sei Dank noch nicht gesehen. Elegante Lusitanos mit strahlenden Reiterinnen drauf, Friesen mit schönem starken trab oder schönen Wechseln, tanzende Pres mit Kadenz. Gut, im Unterhaus mag das auch anders zugehen, aber hier waren Richtlinien der Ausbildung und das Gezeigte wenigstens mal in großem maß identisch: Hankenbiegung, Versammlung, aktive Hinterhand, Aufrichtung und Losgelassenheit. Und das war auf ner popeligen Barockschau in Mittelhessen...
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Also jetzt bringen wir die Diskussion doch mal auf den Punkt!
Die Mehrheit meint doch, dieses ständige "Aufrollen" soll verboten werden.
1. Wie definiert man das GENAU ?
2. wie KONTROLLIERT man das sicher?
in beiden Punkten sehe ich keinen Lösungsansatz, der das Problem sofort beheben würde.
Was nützt es, wenn es auf Turnieren und Abreiteplätzen zwar verboten wird und zur Disqualifikation führt?
Das hindert doch niemanden daran, dieses Training Zuhause im eigenen Stall weiter fortzusetzen.
Pferdelaien können damit auch absolut nix anfangen und deshalb interessiert es die breite Öffentlichkeit auch nicht.
Das ist was anderes als das "Barren" bei den Springpferden!
Da hat auch der letzte Hinterbänkler gecheckt, das man dem Tier Leid zufügt, wenn man ihm mit Absicht eine (Eisen-)Stange gegen die Haxen haut.
Allein diese beiden Punkte sind für mich schon ein Grund, das diese ganze Aufregung einfach nur für die Katz` ist und am Ende aber REIN GAR NICHTS bewirken wird.
Da sind mir echt meine Nerven zu schade dafür.
Reitet alle Zuhause eure Pferde korrekt nach der Ausbildungsskala und vertretet sie gegenüber euren Reitlehrern wenn sie etwas anderes verlangen sollten!
Das bringt mehr als eine Diskussion im Internet, Zeitschriften, TV!
Auf dieser Welt gibt es soviele offiziell geduldete Ungerechtigkeiten und Quälereien gegen Tiere.
Tierversuche, Schlachttransporte, Massentierhaltung, ect.
Das ist doch alles garantiert viel schädlicher (TÖTLICHER!!!
als ein "runder" Pferdehals!
Das Ausmaß dieser Diskussion in der Öffentlichkeit kommt mir wirklich langsam nur noch lächerlich vor!
Denn meiner Meinung nach gibt es in dieser Problematik keine Patentlösung!!!
Mir gefällt das auch nicht, wie Salinero auf Turnieren läuft.
Es sieht einfach nicht natürlich und losgelassen aus.
Ich weiss aber auch nicht, ob das jetzt speziell mit dem "Rollkur-Training" zusammenhängt.
Nur weil es mir und vielleicht 1000 anderen Leuten nicht zusagt, wird Fr. van Grunsven ihr Training deshalb aber garantiert nicht ändern, wenn sie damit zur erfolgreichsten Reiterin der Welt wird!
Welche der anderen Spitzenreiterinnen hat es denn geschafft, nach ihrem einztigen Spitzenpferd übergangslos sofort ein nächstes im Stall stehen zu haben?
ALLE ! - N. Uphoff, I. Werth, U. Salzgeber, usw. sind danach mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden und haben bisher kein Siegertreppchen mehr von oben gesehen!
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Gus Stein hat Recht.
Aber eine Sache hat er nicht berücksichtigt, die ev. Hoffnung macht.
Nämlich der Zuspruch in der breiten (zahlenden) Öffentlichkeit.
Ein Pferd wirkt auf fast jeden Menschen mit seiner Schönheit.
Sollte es dazu kommen, dass die Pferde wie Marionetten ausschauen und dabei, wenn auch nicht direkt gequält, dann aber lächerlich wirken, werden viele dem Turnier-Dressursport den Rücken kehren.
Das dauert, aber vielleicht sitzen, wenn es so weiter geht, in 15 Jahren nur noch die Verwandten und die Pferdepfleger der Reiter in Aachen auf der Trebüne.
Der interessierte Reiter, oder auch der faszinierte Laie hat darauf keine Lust mehr.
Dann ebbt diese Welle von ganz allein ab, aus denselben Gründen wie sie hochgespült wurde: die Allmacht des Geldes.
Gruß
horsmän
(ein letzter Träumer? Oder gibt es schon zwei? oder drei?...ich war dieses Jahr jedenfalls nicht mehr in Aachen)
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@Ginella: Ich finde diese Diskussion durchaus sinnvoll, weil jetzt endlich einmal darüber nachgedacht wird, wie Dressurpferde ausgebildet werden. Die Fragen, die jetzt gestellt werden, sind längst überfällig. Klar gibt es keine Patentlösung, aber das ist meiner Ansicht nach noch lange kein Grund, die Diskussion nicht zu führen, um Reiter, Richter und Zuschauer mal ein wenig zu sensibilisieren.
Wenn jede fruchtlose Diskussion unterbleiben sollte, können wir ja den Bundestag auch gleich dichtmachen...
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Zu 1: Ein aufgerolltes Pferd trägt die Stirn-Nasen-Linie nicht mehr eine Handbreit vor der Senkrechten. Sein Unterkiefer nähert sich dem Brustbein.Zitat von [bZitat[/b] ]Die Mehrheit meint doch, dieses ständige "Aufrollen" soll verboten werden.
1. Wie definiert man das GENAU ?
2. wie KONTROLLIERT man das sicher?
in beiden Punkten sehe ich keinen Lösungsansatz, der das Problem sofort beheben würde.
Zu 2: Das Genick des Pferdes bildet IMMER und bei ALLEN Lektionen den Höchsten Punkt, die Stirn-Nasen-Linie ist knapp VOR der Senkrechten.
Ausnahme: Der Schritt am langen Zügel, wo das Pferd mit Vorwärts-Abwärts gedehntem Hals die Hand des Reiters in der Tiefe sucht.
Dieses Phänomen sollte während der Lösephase und auch zwischendurch während der täglichen Arbeit immer mal wieder im Leichttraben und auch im Galopp abgefragt werden. Es steht für meinen vielzitierten Lieblingspunkt 2 der Ausbildungsskala: Losgelassenheit und spielt hinüber in den durchaus auch interessanten Punkt 3: Anlehnung.
LG
CopineImmer ruhig mit den jungen Pferden!
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Zitat von [bZitat[/b] ]Zitat
Die Mehrheit meint doch, dieses ständige "Aufrollen" soll verboten werden.
1. Wie definiert man das GENAU ?
2. wie KONTROLLIERT man das sicher?
in beiden Punkten sehe ich keinen Lösungsansatz, der das Problem sofort beheben würde.
Zu 1: Ein aufgerolltes Pferd trägt die Stirn-Nasen-Linie nicht mehr eine Handbreit vor der Senkrechten. Sein Unterkiefer nähert sich dem Brustbein.
Zu 2: Das Genick des Pferdes bildet IMMER und bei ALLEN Lektionen den Höchsten Punkt, die Stirn-Nasen-Linie ist knapp VOR der Senkrechten.
Ausnahme: Der Schritt am langen Zügel, wo das Pferd mit Vorwärts-Abwärts gedehntem Hals die Hand des Reiters in der Tiefe sucht.
Dieses Phänomen sollte während der Lösephase und auch zwischendurch während der täglichen Arbeit immer mal wieder im Leichttraben und auch im Galopp abgefragt werden. Es steht für meinen vielzitierten Lieblingspunkt 2 der Ausbildungsskala: Losgelassenheit und spielt hinüber in den durchaus auch interessanten Punkt 3: Anlehnung.
LG
Copine
Das mein ich nicht!
zu 1.
soll jeder Reiter, dessen Pferd in Zukunft auf dem Abreiteplatz mal (ob gewollt oder ungewollt) hinter dem Zügel geht disqualifiziert werden?
zu 2. meinte ich:
wie soll man ein eventuelles Verbot dieser Reitweise in den einzelnen heimischen Ställen kontrollieren?
Da seh ich das große Problem!
Barren ist OFFIZIELL auch verboten...........wird das etwa kontrolliert? wo kein kläger, da kein richter!!!
ich fress nenn besen, wenn deshalb niemand mehr zu diesen trainingsmethoden greift.
Oder sie lassen sich was anderes perverses einfallen.....
Wenn man es genau nimmt, sollte man z.b. gleich die Produktion von Schlaufzügeln bzw. solchen komischen "Schuhen" verbieten!
Und wer eine Kandare ect. kaufen will, darf das zukünftig nur noch mit einem Silbernen Reitabzeichen in der Tasche.
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Den verkauf von Schlaufzügeln, Kandaren und ähnliches einzuschränken, wäre ein Anfang, ja.
Aber wo willst du da anfangen?
Der Einzelhandel wird "not amused" reagieren.
Waffen kaufen/verkaufen ist offiziell auch verboten, bzw. einem bestimmten Kundenkreis vorbehalten. Und wie viele Idi's laufen in Deutschland mit ner Wumme herum?Immer ruhig mit den jungen Pferden!
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Ginella, wir liegen auf einer linie - es stört mich auch, wie plötzlich ein mißstand dermaßen einseitig in den vordergrund gerückt wird und eine AvG bei nicht wenigen eine (teilweise) unsportliche hasstirade freilegt, wo es doch gerade im pferdebereich viele weitere brennpunkte gibt.
Die diskussion über eine pferde- und tierschutzgerechte ausbildung ist absolut sinnvoll, sie sollte jedoch mit dem nötigen realitätsbezug und praktikabilität geführt werden, da helfen auch keine philosophischen Orwell'schen zukunftsszenarien - ich jedenfalls glaube an den auch in zukunft bestehenden reiz, der vom sportlichen umgang mit dem pferd ausgeht, und sehe hier keine untergangsstimmung - so einfach sollten wir unseren sport nicht verloren geben, schon ja nicht von einer handvoll spitzenreitern, die in dem überehrgeizigen streben mit der physischen und psychischen gesundheit ihres sportpartners pferd in konflikt kommen.
Den goldenen weg aus der krise kennt hier keiner, kann auch gar nicht sein, oder gibt es einen prophetisch berufenen unter uns???
Also muß probiert werden, mit welchen mitteln das weiter abdriften in puncto ausbildung verhindert werden kann, vorschläge dazu gibt es ja einige.
In die heimischen ställe kommt man nicht rein, also in meinen augen der erste schritt: reglementierung (benotung?) auch schon auf dem abreiteplatz, anders wirds nicht gehen!
Bleiben wir mal konstruktiv und nicht fatalistisch, den pferden sind wirs schuldig!
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Für mich läuft alles auf ne Spaltung des Dressursports aus.
Wie wärs mit der Teilung der Dressur in "Showreiten" und "Klassischen Reitem"?
Die Blender und Strampler können sich dann gegenseitig im Showreiten übertrumpfen, während man sich in der Klassischen Dressur wieder auf die wahren Werte besinnt.
Man wäre das schön=)
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@ horsmän
Dein Beitrag finde ich sehr gut und entspricht auch meiner Meinung;
und außerdem kommt "Kunst" ja von "Können"!
@BenandJerry
Das mit der Spaltung des Dressursports sehe ich auch so, die Blender und Strampler ab in den Zirkus, und außerdem Anky und Co. als Zirkusprinzessinnen, irgendwie hat das doch was.
Die Zirkusprinzen nicht zu vergessen.
Dann könnte man als Zuschauer wenigstens mal wieder mit Genuß ein großes Dressurturnier besuchen und das Preis/Leistungsverhältniss des Dressurturnierausflugs wäre dann auch wieder stimmen. Ich bin nicht mehr bereit einen Haufen Eintrittsgeld für diese fürchterlich und miserabel gerittenen Pferde in den schweren und weniger schweren Dressurprüfungen, noch dazu unter immer schlimmer anzusehenden Reitern, zu zahlen.
Die andere Sache überlasse ich dann gerne dem unwissenden Tölpel, für deren Anspruch wird ja dann auch noch viel mehr angeboten. Und ich denke dieses Publikum darf auch sehr viel dafür bezahlen, sonst wäre die Art der Show nicht komplett.
Also zahlen Sie verehrtes Publikum, sonst geht der Vorhang nicht auf!
LG und einen wunderschönen Tag wünscht allen "guten" Reitern
Elvis
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@ donata
Aber klar doch, schon oft. Sonst wäre ich doch nicht der große Balkenhol-Fan.
Er ist für mich sowieso DER Dressur-Ausbilder schlechthin, der Allerbeste sowieso in Piaffeschulung... Keiner bringt die Piaffen so wie er!
In welche Richtung tendierst denn Du?
LG Elvis
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Mit T. Schmidt.
Ich hatte drei Jahre lang das Glück, bei ihm reiten zu dürfen. Toller Mann, hat nie die Bodenhaftung verloren, sich mit "normalen" Pferden nach oben gekämpft (erinnert ihr euch noch an Axel?) und bildet seine Pferde wirklich grundsolide aus (auch wenn Wansuela auch nicht stehen bleibt...)
Bin auch großer Fan!
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