Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spezialisierung in der Pferdezucht
Schandor
29.12.2009, 11:54
Ist die Spezialisierung in der Pferdezucht:strikte Trennung zwischen Spring und Dressurlinien, der richtige Weg für die Zukunft?
Wie kann die Zukunft aussehen?
Furioso-Fan
29.12.2009, 12:01
Glasklare Marktanalyse sollte die Frage beantworten.
Wer reitet ein Dt. Warmblut?
Wieviel Prozent sind davon Amateure, wieviel Profis?
Wieviel Prozent der Reiter (organisiert/unorganisiert/LKs) setzen die Pferde disziplinsspezifisch ein?
Wer kauft die Pferde?
Daran sollte sich der Zukunftsmarkt orientieren.
Von mir persönlich: ganz klare Absage an die Spezialisierung, wweil es unserer Reitlehre, die eine vielseitige, beidseitige Ausbildung fordert, nicht entspricht.
Und ein Dressurpferd, das über einen Strohhalm fällt, und ein Springpferd, was nicht mehr traben kann, ist keine Spezialisierung, sondern Perversion.
Lilly go lucky
29.12.2009, 12:46
"Strikte Trennung" wird hoffentlich nie möglich sein, weil mich als Züchter keiner hindern kann, auf eine Dressurlinie einen Springhengst zu packen (oder umgekehrt).
Die Holl. trennen ja schon die Körkandidaten: da müssen die dressurorientierten dann auch keinerlei Sprung mehr absolvieren - so findet man dann natürlich auch keine Hengste mit echter Doppelbegabung mehr heraus.
Ginella NB
29.12.2009, 13:08
warum sollte es die zukunft sein, wenn es in der vergangenheit bereits
erfolgreich anders praktiziert wurde?
wobei man bei den dressurpferden natürlich häufiger springpferde in den abstammungen findet als in guten springpferden reine dressurabstammungen....
In Oldenburg wird mittlerweile auch schon stark getrennt, die Dressurpferde müssen nur bis ca. 1m springen und sind auf den Körungen in ihren Ringen. Wobei man bedenken muss das mit den OS Verband eine starke zweite Kraft gebildet hat. Eine generelle Trennung finden ich nicht gut.(Zucht+Sport) Auf den Turnieren sollten die Kinder in den niedrigen Klassen noch in beide sparten hinein gucken bevor sich man spezialisiert.
Non Stop
01.01.2010, 15:58
[QUOTE=Furioso-Fan;609800]Glasklare Marktanalyse sollte die Frage beantworten.
Wer reitet ein Dt. Warmblut?
Wieviel Prozent sind davon Amateure, wieviel Profis?
Wieviel Prozent der Reiter (organisiert/unorganisiert/LKs) setzen die Pferde disziplinsspezifisch ein?
Wer kauft die Pferde?
Daran sollte sich der Zukunftsmarkt orientieren.
Von mir persönlich: ganz klare Absage an die Spezialisierung, wweil es unserer Reitlehre, die eine vielseitige, beidseitige Ausbildung fordert, nicht entspricht.
bei allem respekt,.....dann sähe es mit der deutschen pferdezucht zukünftig aber sehr düster aus.......das holsteiner konzept wäre nonsons,...die hollander und belgier wäre nicht da wo sie jetzt im internationalen geschäft sind,.....züchten wird zur vermehrung ,womit jegliche zuchtlehre in frage gestellt werden würde......und der liter milch käme auf 5 euro und für das schnitzel müßten wir 20 euronen hinblättern.:(:)
No Limit
01.01.2010, 16:24
die spezialisierung ist doch schon lange da in allen sparten. was nicht heissen soll das es keine doppelvererber gibt. das angro sucht doch speziel das für ihn passende dahin. ich glaube das wir sonst auch nicht soweit wären mit unserer zucht. siehe holstein
die Spezialisierung klappt meiner Meinung nach nur bei den Springpferden. Die Zucht nach dem Merkmal Springveranlagung funktioniert. (Siehe Holstein, Frankreich und zum großen Teil Holland)
Andersherum geht es wohl nicht. Die Spezialisierung auf das Merkmal Dressur hat den Verlust von Kraft, Abfußen und ganz wichtig des Motors zur Folge! Deshalb findet man immer wieder Springblut bei erfolgreichen Dressurpferde. Was aber durch die Spezialisierung immer weniger wird. Und auch dass die Hengste auf der Körung nur noch sehr nieder oder gar nicht mehr springen müssen.
Viele hocherfolgreiche Dressurpferde können richtig viel Springen. Elvis sollte auf der Verdener Auktion eigentlich im Springkader laufen, wurde aber auf Wunsch des Züchters als Dressurpferd vorgestellt, Salinero kann gut springen, was ich gehört habe, Satchmo ebenfalls. Rusty war in Russland bis M Springen erfolgreich, bevor er nach D kam. Damon Hill springt sehr sehr gut.
Anscheinend haben das ja mittlerweile einige erkannt (siehe Schreiben Station Wahler vom Klosterhof).
Ja - Spezialisierung auf Elastizität und Grundschwung.
Das ist m.M. nach alles was ein Pferd braucht, ausser Kooperationsbereitschaft und einigermaßen korrektem Fundament.
Für alles Weitere gilt:
Der Reiter macht das Pferd !
Die Frage ist eigentlich nicht richtig gestellt ...
Wenn jemand Springambitionen hat, würde der ein 'Springpferd' kaufen der welcher Dressurler im Papier hat ? Glaub' ich nicht ...
Andersrum, die hiergemachten Bemerkungen (von FruFru z.B.) sind Tatsachen ... darum geht ja auch der Zuchtleiter vom Rheinland hin und schlägt seinen Züchtern Dressurler auf Springstämmen vor ... um Dressurler zu züchten ! Und dass dies klappt, sieht man ja am erfolg der Rheinländer !
Schandor
02.01.2010, 11:45
Die Frage ist eigentlich nicht richtig gestellt ...
Wie wäre sie ,Deiner Meinung nach, richtig gestellt ?
ich schließe mich Frufru an und hab das auch schon früher geschrieben:
Spezialisierung ist bei den Springern richtig und kann auch gut durchgesetzt und gehandhabt werden....wobei Gummi und Rittigkeit beachtet werden sollten....aber da kann man sich aus der L-Linie bedienen usw....also kein Problem....und inzwischen ist der Schritt in den Springfamilien auch besser geworden....
bei den Dressurlern kann Spezialisierung auf "reine" Dressurlinien in die Hose gehen:
weil gerade die Dressurpferde für den großen Dressursport
- das Herz, das Galoppiervermögen, und das gute Hinterbein - verbunden mit "schnellem Zünden", wenn die Lektionen schneller aufeinander folgen....
- dringend brauchen....
und es gibt ja inzwischen nicht nur doppelt veranlagte Stutenfamilien - sondern auch Springlinien, die genügend Schritt und Gummi mitbringen....die 3 ! GGA's bei den Springern haben sich die letzten Jahre stark verbessert....
Wie wäre sie ,Deiner Meinung nach, richtig gestellt ?
Würden Springreiter Springpferde kaufen die keine Springabstammung haben ?
(oder ähnlich, aber in dieser Richtung ...)
Schandor
02.01.2010, 12:10
Ich würde Hirtentanz kaufen,obwohl sein Vater Axis Internatinonal erfolgreich Dressur geht. Auch Abendtanz würde ich trotz 2x Kostolany kaufen.
Ich glaube nicht das "dauerhafter" Spitzensport ohne die Spezialisierung möglich ist! Natürlich gibt es immer "Zufallsprodukte" die nicht in Ihrem Fach Spitzenleistungen erbringen.
Dennoch bin ich der Meinung das jedes Pferd eine L-Dressur und ein L-Springen gehen sollte.
Schandor
02.01.2010, 12:38
Würden Springreiter Springpferde kaufen die keine Springabstammung haben ?Ich habe immer wieder gehört :Auf dem Papier kann man nicht reiten.Hauptsache er kommt oben drüber.
Würdest Du ein Pferd das International S geht nicht kaufen weil sein Papier sagt die Vorfahren sind Dressur gegangen?
Irislucia
02.01.2010, 14:10
Beim letzten Nürnberger Burgpokal lief in der Youngster-Tour im S-Springen ein wirklich netter Lanciano-Rubinstein. Ich behaupte mal, der war bei der Anpaarung nicht als Springpferd gedacht. :D
Als Reiter wär mir das Papier auch vollkommen schnuppe, solange das Tierchen springen kann. Zum Züchten wär ich aber seeeeehr vorsichtig das auszuprobieren.
fanniemae
02.01.2010, 19:44
Würden Springreiter Springpferde kaufen die keine Springabstammung haben ?
(oder ähnlich, aber in dieser Richtung ...)
ganz sicher.
weil sportreiter fertige sportler kaufen und keine zuchttiere.
wenn ein weltmeyer x rubinstein spr.pf. L u M überzeugend gewinnt, ggf bucha finalist ist u ausserdem über dementsprechend vermögen verfügt interessiert es niemanden was für ein papier das ist, hauptsache er "funktioniert" im grossen sport. derartige pedigree-ausnahmen werden immer die regel bestätigen.
genauso funktioniert es bei den profis unter den dressurreitern, sonst hätten wir nicht immer wieder mal reine holsteiner im grossen dressursport.
um die eingangsfrage von schandor "richtig" zu formulieren sollte man spezifizieren im hinblick auf "käufer":
Ist die Spezialisierung in der Pferdezucht:strikte Trennung zwischen Spring und Dressurlinien, der richtige Weg für die Zukunft?
Wie kann die Zukunft aussehen?
Die Frage ist eigentlich nicht richtig gestellt ...
Wenn jemand Springambitionen hat, würde der ein 'Springpferd' kaufen der welcher Dressurler im Papier hat ? Glaub' ich nicht ...
Andersrum, die hiergemachten Bemerkungen (von FruFru z.B.) sind Tatsachen ... darum geht ja auch der Zuchtleiter vom Rheinland hin und schlägt seinen Züchtern Dressurler auf Springstämmen vor ... um Dressurler zu züchten ! Und dass dies klappt, sieht man ja am erfolg der Rheinländer !
was kauft der sportreiter?
das fertige pferd.
abstammung zweitrangig, weil so ein pferd zum zeitpunkt des erwerbs i.d.r. bereits älter u leistungsnachweis im hinblick auf die ein od andere spezialisierung das einzig gültige kriterium für den profi im sattel.
was kauft der züchter?
... der daran interessiert ist spezifische gene konsolidiert zu erhalten und weiter darauf aufzubauen?
die antwort ist zweigeteilt weil spring u drs"gene" sich unterschiedlich ergänzen bzw ausschliessen.
einen springhengst auf eine dressurstamm kann man sicher gelten lassen, er wird nicht viel kaputt machen vorausgesetzt es handelt sich um ein geschlossenes pferd mit drei gute GGA. beispiele dafür gibt es reichlich, ich verweise nur auf die einflüsse des calypso II in der dressurpferdezucht, manch einen landadel, ganz sicher quattro (der mittlerweile über olympische nachkommen beider disziplinen verfügt u ebenso in der hengstlinie zweigleisig verbreitet ist), u reichlich dressurbetonte einflüsse des hann E-blutes.
paradebeispiel einer "spring"orientierten stutenfamilie mit exquisiter dressurvererbung für mich immer wieder windelers lady larissa.
ein weiterer potentieller dressur"verbesserer" von exquisitem mutterstamm spirngorientierten usprungs KÖNNTE lissaro werden - basis des erfolgs ist dann immer die entsprechende stutengrundlage, die einem solchen hengst zugeführt wird. weil ein gut durchgezüchteter springhengst (rittigkeit, GGA, geschlossen) nur wenig an einer dressurorientierten stutenbasis kaputt macht aber relativ mehr chancen hat seine positiv features (rücken und abdruck a.d hinterbein stehen da für mich in allererster linien ganz vorn) positiv zu verankern u dem vorhandenen dressurstamm dadurch das nötige quentchen kick und gummi mitgeben kann.
letztendlich steht die dominanz der sandro hit linie dieser tage für nichts anderes - springgene die die dressurgegebene stutengrundlage aufpeppen. dass in diesem speziellen fall dabei der schritt über die wupper zu gehen droht steht auf einem anderen blatt, einiges mehr ggf mit ihm. man kann den hengst u seinen einfluss mögen oder verteufeln. fakt ist, er hat die dressurpferdezucht ein stück weit "revolutioniert", und das gänzlich ohne dressurgene. zum guten oder schlechten, das muss jeder für sich beantworten.
selbiges gilt für lord sinclair.
reines springpferd.
und doch offensichtlich ein dressurverbesserer.
ein anderes markantes und nicht zu leugnendes beispiel sind dieser tage unsere freunde in holland.
früher fuhr man nach holland der springpferde wegen - in erster linie deutsche u frz linien nach holländischem gusto angepaart.
heute lehrt holland die welt wie man aus eben diese springorientierten ursprüngen offensichtlich auch dressurpferde "macht".
will heissen:
ein springstamm als grundlage ist oft gut geeignet für beiderlei spezialisierung. ebenso ein springhengst auf einem dressurstamm.
umgekehrt jedoch ist das ganze lethal.
ein dressurpferd auf einen springstamm ist im hinblick auf züchterisches weiteres wirken ein no-go weil damit i.d.r. die spezialisierung des springstammes kaputt gemacht wird.
ich habe jedenfalls noch keinen dressurhengst gesehen der die springpferdezucht auch nur ein quäntchen weit beflügelt hätte.
den eingangs genannten virtuellen weltmeyer x rubinstein (und sei er noch so erfolgreich im parcours) wird kein ernsthafter springpferdezüchter je auf einen springstamm setzen und hoffen daraus weiterhin springpferde züchhten zu können.
weil das fertige pferd eben lediglich phänotypisch individuell ist - genetisch jedoch ist u bleibt es ein dressurpferd.
womit schandors eingangsfrage
"Ist die Spezialisierung in der Pferdezucht:strikte Trennung zwischen Spring und Dressurlinien, der richtige Weg für die Zukunft?
Wie kann die Zukunft aussehen?" m.e. bereits beantwortet ist:
die spezialisierung hat längst einzug gehalten in der modernen sportpferdezucht der gegenwart (leistungszucht ist nunmal der spezialisierung unterworfen), gerade in der springpferdezucht ist das eindeutig.
die dressurpferdezucht hat den selben weg der spezialisierung eingeschlagen, lediglich die erfolgsmessung dort ist schwieriger:
während ein gut gezüchtetes springpferd allein springen muss (u das meist auch kann, wenn es auch nicht immer für intl reichen mag) definiert sich ein gutes dressurpfered über eine vielzahl von merkmalen die züchterisch weit schwerer zu greifen und erhalten sind:
gummi, elastizität, bergauf, DREI gute GGA, durchschwung, etc
darüberhinaus ist der kopf und ganz besonders das, was zwischen den ohren gelagert ist, beim dressurpferd sehr viel eher ein knock out kriterium als das bei einem guten springpferd der fall ist.
interieurwerte u rittigkeit oder ein mangel der selben sind bei einem dressurpferd grundvoraussetzung oder eben lethal wenn nicht gegeben.
andersherum wird niemand bestreiten dass der ausgeprägte mangel gewisser rittigkeitswerte dem erfolgreichen siegeszug einer springpferdelinie nur selten im wege stehen (bsp seinerzeit pilot, heute cornet/clinton) - profis kaufen diese pferde frmnnoch. oder gerade deshalb. kampfgeist wird im springen anders definiert und ganz sicher auch anders gemanangt. (der grund weshalb ein nadinchen an ihrem elvis nicht immer freude hatte u es einer meisterreiterin wie isabell bedarf aus einem satchmo einen erfolgreichen GPspezialisten überhaupt erst zu machen)
ob man damit züchten muss oder will ist eine andere sache.
ein paar generationen weiter und es mag sein wir rennen diesen pferden als mutliplikator auf der mutterseite hinterher - und das nicht nur für die reine springpferdezucht.
ich hab manch einen lauries im kehdinger land aus reinen springmüttern gesehen der ein deutlich verbessertes dressurpferd abgab.
und wenn ich lese rohdiamant calypso oder weltmeyer pilot - immer her damit, wenn sie denn funktionieren. nur als potentielle springvererber wird man sie dann züchterisch nicht mehr einsetzen können. denn in jedem falle wird das einsetzen eines reinen dressurhengstes auf so einem papier der genetischen konsolidierung der springgene ein ende setzen.
eben weil die vielzahl der dressurgenetischen features dem spezialistentum des springpferdes nicht mehr gerecht werden kann.
@OBdB
kein Springreiter kauft ein Fohlen für teures Geld, wenn aus der Mutterlinie nicht genügend Stuten im großen Springsport gelaufen sind und der Hengst nicht international im Springsport läuft....
ein Springreiter kauft ein 7-jähriges Springpferd, das aktuell in der Youngsters Tour gut läuft - egal mit welcher Abstammung.....es kann auch grün mit roten Punkten sein....:lol:
@OBdB
kein Springreiter kauft ein Fohlen für teures Geld, wenn aus der Mutterlinie nicht genügend Stuten im großen Springsport gelaufen sind und der Hengst nicht international im Springsport läuft....
ein Springreiter kauft ein 7-jähriges Springpferd, das aktuell in der Youngsters Tour gut läuft - egal mit welcher Abstammung.....es kann auch grün mit roten Punkten sein....:lol:
oder so:
als Fohlen der Sparte Fohlen sind nur schlüssig auf Springen gezogene Fohlen zu verkaufen
als Fohlen der Sparte Dressur sind nur die zu verkaufen, welche auch richtig lostreten und einiges als Dressurpferd erhoffen lassen. Tun sie das, ist die Abstammung ziemlich egal
@frufru
nicht ganz.....ein Dressurfohlen muss treten können und den Takt halten und einen bekannten Vater haben (evtl. auch Junghengst mit Bucha-Sieg und mit bekanntem Vater) - vor allem für die ausländischen Käufer....
....auf Sporterfolge der Mutterseite wird bei den Dressurfohlen weniger Wert gelegt als bei den Springfohlen - das ist ja auch verständlich.....den Gang sieht man beim Fohlen - die Springveranlagung - Vermögen/Manier - nicht.....
und ich dachte immer die Spezialisierung hat schon früher begonnen. Die Trennung Reit und Fahrpferd ist ja schon lange. Jetzt sollen die noch weniger können?
und nu gibts nur noch Spring oder Dressurpferde?
Hei, ich geh gerne ins Gelände.
Für mich ist ein guter Stamm wenn der in allen Richtungen gute Pferde hervorgebracht hat.
Und Stuten die ich einstelle die sollten alles können. Ob sie das alles Turniersportlich zeigen ist ein anderes Blatt. Das muß man sich leisten können. Oder selber reiten.
Aus eine soliden vielseitigen Stute kann man alles Züchten.
@Fife
das wollen wir doch eigentlich alle - für uns selber....ein Pferd, das Dressur und Springen bis L evtl. bis M geht und das man sonntags einspannen kann und Familienausflug machen.....so ein Wallach (von Winter) steht bei uns in der Nähe....echtes Familienpferd und der hat noch nicht viel Ta gesehen....
wenn wir aber züchten und verkaufen müssen....kommen da die Käufer - entweder Spring- oder Dressur oder VS-Reiter oder Fahrer....und wollen ein Pferd mit "Potential" (möglichst bis S).....was damit dann später geritten wird.....*hüstel*....:001_unsure:
@Fife
das wollen wir doch eigentlich alle - für uns selber....ein Pferd, das Dressur und Springen bis L evtl. bis M geht und das man sonntags einspannen kann und Familienausflug machen.....so ein Wallach (von Winter) steht bei uns in der Nähe....echtes Familienpferd und der hat noch nicht viel Ta gesehen....
wenn wir aber züchten und verkaufen müssen....kommen da die Käufer - entweder Spring- oder Dressur oder VS-Reiter oder Fahrer....und wollen ein Pferd mit "Potential" (möglichst bis S).....was damit dann später geritten wird.....*hüstel*....:001_unsure:
Na ja, wenn ich so ne Stute habe/hatte, kommen die Leute zu mir und bestellen. Momentan hab ich 3 Bestellungen offen. Bei einer Stute.....
=> die Lieferzeiten sind akzeptiert.
Ich verbessere, die Bestellung für meine Paradox-Stute kann ich nicht mehr erfüllen, die ist Tot. Da bleiben noch 2 offen.
Ich habe immer wieder gehört :Auf dem Papier kann man nicht reiten.Hauptsache er kommt oben drüber.
Würdest Du ein Pferd das International S geht nicht kaufen weil sein Papier sagt die Vorfahren sind Dressur gegangen?
da ich alles aus der Warte des Züchters sehe und an Fohlenverkauf interessiert bin, nein, eine solche Stute würde ich nicht kaufen wenn asie die einzige Ausnahme in der Familie ist ... Bei einem Hengst würde ICH mir die Frage erst gar nicht stellen ...
@OBdB
eben genau darum geht es:
bin ich Fohlenverkäufer oder habe ich zusätzlich zu meiner Zucht einen Ausbildungsstall und verkaufe 4 oder 5jährig mit Sporterfolgen....
bin ich Springpferde oder Dressurpferdezüchter......
oder züchte ich aus meiner guten doppelt veranlagten Stute einen (hoffentlich) rittigen vielseitigen pflegeleichten Nachkommen für mich selber....
frau holle reloaded
03.01.2010, 20:43
den eingangs genannten virtuellen weltmeyer x rubinstein
...in frankfurt ging ein sehr realer wolkenstein II/matcho namens `westorcan` die 1.40er tour mit nur einem fehler...der sprang echt gut:cool:
richtig - und das ist nicht der Einzige von der W-Linie, der im Springen läuft.....aber als Fohlen hätte den KEIN Springreiter gekauft !....und dann noch den Matcho in der Abst.....:scared:
Genau das ist das Problem.
Es gibt kaum mehr Leute die ein Pferd "machen" können.
Darum benutzen sie Abstammung als "Krücke".
Daß z.B. "Come on" Dressurpferde machte weiß man heute. Die Nachkommen, die in unserer Region liefen, mussten alle über die Stangen, obwohl sie oft eigentlich nicht schnell genug waren.
Im Gegensatz dazu kenne ich einige Donnerhall Abkömmlinge, die sehr gut im Busch laufen.
Die Mutter und der Vater des Fohlens, das wir in Nördlingen hatten waren mehrfach S erfolgreich. War aber keine bekannte Springabstammung, also hat sich auch kein Springreiter dafür interessiert.
Ich habe den Eindruck, es herrscht manchmal eine gewisse Betriebsblindheit in dieser Beziehung, mit dem Ergebnis daß Pferde und Reiter unglücklich, weil in der falschen Disziplin, sind.
genauso ist es....je weniger die Käufer Pferde/Fohlen beurteilen können - desto mehr wird nach Abst. gekauft....für mich ist das Hirn(Leistungsbereitschaft/Stressverträglichkeit) und der Bewegungsablauf wichtig....und wenn einer bügelt und locker dabei ist - ist mir das auch egal....ich hatte mal einen sehr schönen und völlig korrekten Wallach - der ist über jedes Grasbüschel gestolpert......sowas von steif und trampelig.....:(
Genau das ist das Problem.
Es gibt kaum mehr Leute die ein Pferd "machen" können.
Darum benutzen sie Abstammung als "Krücke".
Daß z.B. "Come on" Dressurpferde machte weiß man heute. Die Nachkommen, die in unserer Region liefen, mussten alle über die Stangen, obwohl sie oft eigentlich nicht schnell genug waren.
Im Gegensatz dazu kenne ich einige Donnerhall Abkömmlinge, die sehr gut im Busch laufen.
Die Mutter und der Vater des Fohlens, das wir in Nördlingen hatten waren mehrfach S erfolgreich. War aber keine bekannte Springabstammung, also hat sich auch kein Springreiter dafür interessiert.
Ich habe den Eindruck, es herrscht manchmal eine gewisse Betriebsblindheit in dieser Beziehung, mit dem Ergebnis daß Pferde und Reiter unglücklich, weil in der falschen Disziplin, sind.
Da kann ich mich anschließen.
Um es deutlicher zu betonen:
Der Reiter muß das Pferd fragen, zu was es geeignet ist, nicht das Papier.
Und so schließt sich der Kreis zu schlechter (weil einseitiger) Grundausbildung des Pferdes wie des Reiters.
Genau das ist das Problem.
Es gibt kaum mehr Leute die ein Pferd "machen" können.
Darum benutzen sie Abstammung als "Krücke".
Daß z.B. "Come on" Dressurpferde machte weiß man heute. Die Nachkommen, die in unserer Region liefen, mussten alle über die Stangen, obwohl sie oft eigentlich nicht schnell genug waren.
Im Gegensatz dazu kenne ich einige Donnerhall Abkömmlinge, die sehr gut im Busch laufen.
Die Mutter und der Vater des Fohlens, das wir in Nördlingen hatten waren mehrfach S erfolgreich. War aber keine bekannte Springabstammung, also hat sich auch kein Springreiter dafür interessiert.
Ich habe den Eindruck, es herrscht manchmal eine gewisse Betriebsblindheit in dieser Beziehung, mit dem Ergebnis daß Pferde und Reiter unglücklich, weil in der falschen Disziplin, sind.
also come on hat man schon in seinen ersten jahrgängen vermehrt in reitpferdeprüfungen (damals noch materialpferde)gesehn.
da gingen viele dressur. so langsam waren die auch nicht, sven schlüsselburg wurde doch auch deutscher meister (springen) im jugendberreich mit ner come on stute.
genau so wie viele carolus bei uns dressur gingen oder vor 12 jahren mal eine donnerhall- tiro springen bundeschampionat lief.
im reitpferdebereich ist das sicher nicht so, bei der fohlenvermartung spielt das papier schon eine grosse rolle, hab ich aber vor allem im springpferdebereich auch verständniss für.
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