Aufruf zum Zuchtboykott !!!!!!!!!!!!

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  • Ulrike
    antwortet
    Unbestritten ist, dass die demografische Entwicklung in diesem Land eine Umstellung der Zucht zum angenehmen Freizeitpartner im Rentenalter fordert.- Provokationsmodus aus, lach!
    Auch hält sich die Begeisterung junger Mädchen für Pferde und ein Berufswunsch in dieser Richtung immer mehr in Grenzen.
    Praktikanten vom Arbeitsamt als EQJ- Maßnahme, sprich Vorbereitung für eine Lehre Pferdezucht und Haltung sind äußerst rar.Eine gute Reitausbildung bei Jugendlichen gelingt auch nicht immer so prickelnd, weil sich viele lieber die gebratenen Tauben für inzwischen kleinere Geld in den Mund fliegen lassen, als ernsthaft an sich und einem Pferd zu arbeiten und den Erfolg auch mal im Schweiße des Angesichts zu feiern.
    Trotzdem gibt es nach wie vor einen Markt, aber er ist schmaler geworden.
    Dies zu erkennen und flexibel darauf einzugehen, die Strömungen zu erkennen und sich aus persönlicher Freude am Pferd und seinen Zuchtprodukten zu erfreuen und mit der eigenen Begeisterung andere anzustecken und zu verkaufen, da müssen wir wieder hinkommen.
    Den Jammerlappenmodus stellen wir jetzt einfach mal aus und begrüßen den Aufschwung!!!!
    Für 2010 habe ich mir vorgenommen, die Kosten zu senken, dh, keineswegs am Futter zu sparen, aber ausbildungsmäßig mehr selbst zu machen und bei den Decktaxen Vorteile auszuhandeln. Bei den jetzigen Fohlenpreisen sind Decktaxen, ungesplittet von 1200,-€ und wesentlich mehr einfach nicht tragbar. Ich bin mal gespannt, wie die Hengsthalter ihren Kunden entgegenkommen werden.

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  • Astas
    antwortet
    Zitat von Uniqua Beitrag anzeigen
    hallo........


    und dann passieren diese dinge :

    ein bekannter von mir, züchtet schon lange und ansich immer für den fahrsport :-) hat seine sir donnerhall stute von status quo bedecken lassen....
    als er mir das im letzten jahr sagte, hab ich echt geschlackert :-)

    heraus gekommen ist ein wunderschönes typvolles hengstfohlen mit einem tollen schritt, was er nach einigen minuten auf dem brenntermin gleich verkauft hatte...... :-)

    ....züchten wir nicht alle , weil wir denken im nächsten jahr kommt der knaller ?????....ich auf jedenfall schon :-) ich träume immer noch von meinem ersten fohlen was später mal in waf laufen wird (.....die vom söderhof mal anzwincker :-) )...... ich arbeite hart und viel und stecke in meinen *virus* pferd schon viel rein....

    aberrrrrrrrr....es zwingt mich keiner, ich bin so doof das ich es immer und immer wieder mache :-), habe wohl bei einigen fohlen nicht die aller größten summen bekommen, aber gedeckt hat es sich immer.... und die späteren rückmeldungen der besitzer haben mir gezeigt das es richtig war ( auch wenn andere meine anpaarungen nicht verstehen können ;-) müssen sie ja auch nicht :-) )

    .....doch sollte der tg kommen, das ich meine nachzucht nicht mehr an den mann bringen kann und ich sie dann für 1000 bis 2000 euro weggeben müsse..... ich denke an dem tag ist schluss.....

    dieses ist mein sichtwinkel....... jedem das seine und mir das meine :-)

    lg
    Ich find es auch völlig ok mit "Knallerhoffnung" zu züchten, aber was ich kritisiere ist, dass zu viele bei den "Knallern" nur an spektakuläre Bewegungen denken und dabei die Bedienbarkeit vergessen. Treter können ja gerne mit in den Zuchtversuchen mit drin sein, aber mindestens ein Rittigkeitsgarant sollte bei den Vorfahren doch auch dabei sein. Und das steht dem großen Sport doch auch nicht im Weg, eher im Gegenteil. Ist doch gut, wenn die auch vom Kopf mitmachen, nicht nur von der Bewegung her.

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  • Uniqua
    antwortet
    hallo........


    und dann passieren diese dinge :

    ein bekannter von mir, züchtet schon lange und ansich immer für den fahrsport :-) hat seine sir donnerhall stute von status quo bedecken lassen....
    als er mir das im letzten jahr sagte, hab ich echt geschlackert :-)

    heraus gekommen ist ein wunderschönes typvolles hengstfohlen mit einem tollen schritt, was er nach einigen minuten auf dem brenntermin gleich verkauft hatte...... :-)

    ....züchten wir nicht alle , weil wir denken im nächsten jahr kommt der knaller ?????....ich auf jedenfall schon :-) ich träume immer noch von meinem ersten fohlen was später mal in waf laufen wird (.....die vom söderhof mal anzwincker :-) )...... ich arbeite hart und viel und stecke in meinen *virus* pferd schon viel rein....

    aberrrrrrrrr....es zwingt mich keiner, ich bin so doof das ich es immer und immer wieder mache :-), habe wohl bei einigen fohlen nicht die aller größten summen bekommen, aber gedeckt hat es sich immer.... und die späteren rückmeldungen der besitzer haben mir gezeigt das es richtig war ( auch wenn andere meine anpaarungen nicht verstehen können ;-) müssen sie ja auch nicht :-) )

    .....doch sollte der tg kommen, das ich meine nachzucht nicht mehr an den mann bringen kann und ich sie dann für 1000 bis 2000 euro weggeben müsse..... ich denke an dem tag ist schluss.....

    dieses ist mein sichtwinkel....... jedem das seine und mir das meine :-)

    lg

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  • Titania
    antwortet
    Zitat von laconya Beitrag anzeigen
    Das stimmt schon,das viele einfach wirklich nur Elite züchten wollen (verständlich...,weil das bringt dann ja auch Geld,wenns klappt) und Zitat von einem Züchter,den ich auf eine sehr provokante Anpaarung bezügl. Rittigkeit ansprach...

    "mir doch egal....ich muß es ja später nicht reiten".....
    Genau das habe ich auch schon gehört, mir völlig unverständlich.
    Andererseits habe ich natürlich auch schon ungeprüfte Hengste eingesetzt - ist natürlich Risiko... Habe in den Fällen auf das Pedigree des Hengstes und die Mutter gesetzt. Generell sollte man es aber eigentlich besser lassen.

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  • laconya
    antwortet
    Ich stimme Astas in allen Punkten zu.
    Ich auch Bin halt auch in erster Linie Reiter.....

    Und gerade die Rittigkeit hat nicht unbedingt proportional zum Vermögen zugenommen.Wer ein etwas besseres Pferd haben will,muß einfach irgendwo Kompromisse eingehen müssen oder aber eine sehr gut gefüllte Geldbörse besitzen Und wer damit dann nicht umgehen kann, hat die A...karte gezogen.

    Das stimmt schon,das viele einfach wirklich nur Elite züchten wollen (verständlich...,weil das bringt dann ja auch Geld,wenns klappt) und Zitat von einem Züchter,den ich auf eine sehr provokante Anpaarung bezügl. Rittigkeit ansprach...

    "mir doch egal....ich muß es ja später nicht reiten".....

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  • St.Pr.St
    antwortet
    Zitat von Ginella NB Beitrag anzeigen
    Mein Reeeeden .....

    Aber man kann ein Pferd meiner Meinung nach nicht nur nach seiner Abstammung beurteilen.

    Wenn man danach geht, dürfte man einen Hengst wie Don Diamond auch nicht benutzen und er dürfte sich schon gar nicht so vererben wie er es in der Breite wohl tut.

    Ich kenne viele Turnierreiter, die kennen die Abstammung ihres Pferdes überhaupt nicht.
    Ist ihnen auch wurscht, solang sie obendrauf ein gutes Gefühl haben.

    Meine Annika weiss heute noch nicht die Abstammung ihres His Highness-Sohnes. Nur den Vater - den hat sie auswendig gelernt
    Da stimme ich dir zu.....
    Ich habe heuer eine Stute tragend.
    Nächstes Jahr einen 50% Rabatt Decksprung von 650 Euro
    Den werde ich nutzen, die beiden anderen Stuten werden wie heuer 2010 nicht besamt

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  • Ginella NB
    Ein Gast antwortete
    Na seine Abstammung ist ja auch nicht gerade spartenmäßig "durchgezogen".

    da gehts hinten ja auch mit Donnerhall, Ramino, Capitol, quer Beet durch alle Disziplinen.

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  • Timo
    antwortet
    Zitat von Ginella NB Beitrag anzeigen
    Mein Reeeeden .....

    Aber man kann ein Pferd meiner Meinung nach nicht nur nach seiner Abstammung beurteilen.

    Wenn man danach geht, dürfte man einen Hengst wie Don Diamond auch nicht benutzen und er dürfte sich schon gar nicht so vererben wie er es in der Breite wohl tut.
    wie kommst du denn jetzt ausgerechnet auf Don Diamond ? Und vor allem, was meinst du da konkret ?

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  • Ginella NB
    Ein Gast antwortete
    Was ich damit sagen will: Hat man eine leistungsstarke, vererbungssichere Stute und paart diese maßvoll an, sollte man ruhig die Nachkommen aufziehen, auch wenn diese als Fohlen die Schaurichter und Schlaumeier nicht überzeugen können. Sport ist nochmal was anderes, als Zossen hinter sich her zu ziehen. Reitpferde beweisen ihre Qualität nur unter dem Sattel im Sport und nicht nach Urteil und Gusto selbsterklärter "Zuchtexperten" an der Leine - das ist nur für Dackel üblich...
    Mein Reeeeden .....

    Aber man kann ein Pferd meiner Meinung nach nicht nur nach seiner Abstammung beurteilen.

    Wenn man danach geht, dürfte man einen Hengst wie Don Diamond auch nicht benutzen und er dürfte sich schon gar nicht so vererben wie er es in der Breite wohl tut.

    Ich kenne viele Turnierreiter, die kennen die Abstammung ihres Pferdes überhaupt nicht.
    Ist ihnen auch wurscht, solang sie obendrauf ein gutes Gefühl haben.

    Meine Annika weiss heute noch nicht die Abstammung ihres His Highness-Sohnes. Nur den Vater - den hat sie auswendig gelernt
    Zuletzt geändert von Gast; 25.09.2009, 19:54.

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  • Kittyhawk
    antwortet
    @Irislucia

    Das kann gehörig in die Hose gehen.
    Züchten mit dem alleinigen Konzept #Fohlenverkauf# auch...
    Ein Top-Fohlen wird noch lange kein Spitzenpferd, aber viele Durchschnittsfohlen, die einen bewegungs- und typtechnisch nicht vom Hocker reissen, ergeben sehr gute und leistungsfähige Sportpferde. Ergo --> Ja nicht als Fohlen billig verkaufen!
    Die Rechnung "Supertyp + Superbewegung + Superabstammung = Super-Sportpferd" ist etwas für Träumer und Spekulanten, sie wird täglich in der Praxis widerlegt.

    Was ich damit sagen will: Hat man eine leistungsstarke, vererbungssichere Stute und paart diese maßvoll an, sollte man ruhig die Nachkommen aufziehen, auch wenn diese als Fohlen die Schaurichter und Schlaumeier nicht überzeugen können. Sport ist nochmal was anderes, als Zossen hinter sich her zu ziehen. Reitpferde beweisen ihre Qualität nur unter dem Sattel im Sport und nicht nach Urteil und Gusto selbsterklärter "Zuchtexperten" an der Leine - das ist nur für Dackel üblich...

    Nochwas: Wenn man die Pferdezucht (Warmblüter) betreibt, sollte man sich darüber im Klaren sein, das es um leistungsfähige Reitpferde (oder Fahrpferde) geht. Ein Fohlen ist nur ein Zwischenstadium, auf dem man verkaufstechnisch nicht auf Biegen und Brechen bauen sollte. Denn die Kunden wollen mehrheitlich reiten...;-)
    Zuletzt geändert von Kittyhawk; 25.09.2009, 16:25.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Kittyhawk Beitrag anzeigen
    Für Pferde die
    1. 5-6-jährig und entsprechend platziert sind
    2. Super Röntgen- und klinischen TÜV haben
    3. Rittig und reell geritten sind
    4. Amateurtauglich
    5. Hübsch und elastisch sind
    6. KEINERLEI Macken haben, aber wirklich nicht eine
    7. In Ihrem Potential (Dressur/Springen) weit überdurchschnittlich sind (aber KEINE Weltklassepferde)

    gibt es einen BLÜHENDEN Markt.
    Du hast Recht - aber jetzt rechne mal durch, was einen reinen Züchter ein solches Pferd bis zu diesem Punkt gekostet hat! Da wird die Gewinnmarge klein, selbst wenn es keine verletzungsbedingten Ausfälle, TÜV-Probleme, unpassende Bereiter, etc. auf dem Weg gegeben hat.
    Dieses Geld musst du als Züchter außerdem selbst investieren und gleichzeitig BETEN, dass sich das Pferd wirklich überdurchschnittlich entwickelt und gesund bleibt, weil sonst schrumpft die Gewinnmarge mit jedem Monat Profiberitt und Turnierteilnahme...
    Das kann gehörig in die Hose gehen.

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  • Furioso-Fan
    antwortet
    Danke Dumbledore, so sehe ich das auch.
    Und Frau Doktor und Frau Professor würden es höchst übel nehmen, wenn man sie als reiterliche Dauernieten behandelt, bloß weil sie alle ihre Kraft nicht ins Reiten, sondern ihre wissenschaftlichen Qualis gesteckt ahben, wie ich übrigens auch... Das erste eigene Pferd hab ich mir zur Promotion selbst geschenkt...

    Ansonsten: sine ira et studio überlegen, warum ich das nicht verkauft bekomme.

    Um auf das Ursprungsproblem von Ginella zurück zu kommen, würde ich als Außenstehende, die bislang ein Pferd von ihr auf dem Hof gehabt hat, folgendes Problem sehen:

    1. Unbeliebtes Nachzuchtgebiet ohne eigenes sportliches Profil
    2. Standortnachteil
    3. Züchterin kann nicht selbst ausbilden
    4. Anpaarungen sind wenig attraktiv, weil man den Mutterstamm nicht kennt, La Piko S sagt mir z.B. gleich null
    5. Pech in den bisherigen Anpaarungen - die Sache mit dem Überbiß - ziemlich breit getreten, was zwar ehrlich ist, aber manchmal halt auch kontraproduktiv
    Zuletzt geändert von Furioso-Fan; 25.09.2009, 15:51.

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  • manonegra
    Ein Gast antwortete
    Ich stimme Astas in allen Punkten zu.

    Der Markt für die Mittelklasse ist schon noch da, allerdings kosten die Pferde exakt das was sie vorher in DM gekostet haben. Ich kenne die Kalkulation nicht wie kostendeckend produziert werden kann aber ich weiss dass die Leute nicht das Doppelte verdienen.

    Es sind nicht nur die bösen Käufer auf Schnäppchenjagd, es ist auch die wirtschaftliche Situation und die Tatsache dass in der Pferdeszene auch oft und gern genug der Hals einfach nicht voll genug bekommen wird. Da bleibt nicht mehr viel übrig und bei den Endverbrauchern regt sich immer mehr der Unmut, weitaus mehr als man das noch vor ein paar Jahren gehört hat.

    Dazu kommt wie Astas schon anmerkte die schlechtere Qualifikation der Reiter. Es gibt viele erwachsene (Wieder)Einsteiger, die können einfach keinen dreijährigen ohne Dauerberitt reiten, zu denen zähle ich übrigens auch. Die mir bekannten Leute die ein Fohlen gekauft haben sind entweder Freizeitreiter die das aus Jux und Dollerei machen und nur zwei Familien die bessere Fohlen kaufen weil sie sie selbst ausbilden können. Bei uns kostet ein Fohlenaufzuchtplatz 2500 Euro / Jahr. Was das Fohlen also schon kostet bis es angeritten werden kann wenn es denn überhaupt ohne grössere Schäden durchs Fohlenalter kommt kann sich jeder ausrechnen. Ob es sich dann tatsächlich in einem Maß als Reitpferd eignet das die bis dahin angelaufenen Kosten rechtfertigt wenn das Fohlen dann 6000 € aufwärts gekostet hat, weiss auch keiner.

    Von daher wäre eine Orientierung auf ordentliche, leistungsbereite und vor allen Dingen bedienbare Pferde für den Amateurbereich sinnvoller als ein Boykottaufruf weil man aufgrund irgendwelcher Vermarktungsprobleme oder Standortnachteile seinen Nachwuchs nicht verkauft bekommt.

    Übrigens ist es zwar schön wenn die Pferde auf hohe Rittigkeit gezogen werden aber auch das können die meisten Amateure überhaupt nicht bedienen. Was nützt mir meine superrittige Stute die schon reagiert wenn ich mit dem Popo wackel wenn ich diesen partout nicht stillhalten kann?
    Ein Amateurpferd muss auch Fehler verzeihen können.

    Für diese Amateurpferde sehe ich nach wie vor einen guten Markt, allein hier in meinem Bekanntenkreis werden solche Pferde immer wieder gesucht.

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  • dumbledore
    antwortet
    [QUOTE=Kittyhawk;555838
    1. Wer LK5 über Jahre ist will oder kann nicht mehr als auf diesem Niveau reiten
    2. Dementsprechend kauft er auch die Pferde und 90% der Reiter wissen, dass man dafür nicht fünfstellig ausgeben muss
    QUOTE]


    Vielleicht sind meine Erfahrungen da nicht repräsentativ, weil der Stall, in dem wir stehen (bzw. standen), extrem teuer ist (500 Euro plus). Bei uns reitet trotz über 50 Boxen nur ein kleiner Bruchteil L oder höher. Die Pferde aber waren relativ teuer, meist über 10 Mille, teilweise auch sehr deutlich drüber. Besonderen Wert wird auf Rittigkeit gelegt, weil Frau Professor und Frau Doktor (übrigens eigene Titel, keine von Ehemännern) sich sehr bewusst sind, dass diese Rittigkeit einen Preis hat, und ihn auch bezahlen können und wollen, damit der Freizeitpartner auch passt.

    Woran es wirklich mangelt, sind die Ausbilder! Wer kann denn heute ein Pferd so ausbilden, dass es gut und reell nachgeritten werden kann von Amateuren???? Da liegt das Problem. Aus meiner Erfahrung heraus ist deine Behauptung falsch, aber wie gesagt, vielleicht ist dieser Stall nicht repräsentativ.

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  • dumbledore
    antwortet
    Zitat von Furioso-Fan Beitrag anzeigen
    Otto Normalreiter fällt da völlig runter, gerade in den Jungpferdeprüfungen, wo man doch vielleicht höchstens noch mal im Tal der Ahnungslosen im Osten starten braucht.
    Stimmt nicht, meine damals 15jährige Tochter hat unsere da 5-jährige Stute in Dressurpferde A hochplatziert (2. Platz) gegen Profis. Immer nur Schwarzmalen gilt nicht.

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  • Kittyhawk
    antwortet
    @Oh-Gloria

    Ich spreche gar nicht über Kracher. Ich spreche über fehlerfreie, weit überdurchschnittliche Sportpferde. Zwischen denen und den "Krachern" (für international), ist nochmal ein himmelweiter Unterschied...

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  • Astas
    antwortet
    Ich halte einen Zuchtboykott auch für etwas sinnfrei.
    Ich finde die Marktbereinigung gar nicht mal so schlecht, weil sich die Zucht in vielen Bereichen, doch weg vom Markt bewegt hat.
    Als "Konsument" und nicht-Züchter sind meine Beobachtungen so, dass erstmal zu viele Un-Stuten in der Zucht sind und mit Modehengsten gepimpt werden. Wurd hier ja schon ausführlich diskutiert.
    Was aber genauso häufig vorkommt ist dieses spekulieren (vergleichbar mit den Börsenspielchen, die uns ins Schlamassel gebracht haben) auf den nächsten Superkracher, der dann das mega-Geld bringen soll. Da wird dann nur noch auf spektakuläre Bewegung gezüchtet und die Rittigkeit bleibt außen vor. Und dann gibt es zu viele von denen, die zwar treten können, aber eben nicht genug, um zu absoluten Elite zu gehören und die sollen jetzt alle an den "normalen" Turnierreiter gebracht werden. Der "normale" Turnierreiter wird aber leider immer schlechter ausgebildet und ist mit jungen und derartigen Tretern, ohne Rittigkeit total überfordert.
    Das geht dann maximal in den Materialprüfungen mit verblendeten Richtern gut, aber dann werden die Pferde entweder körperlich oder psychisch platt geritten oder der Reiter gibt auf, weil er überfordert ist und das war's.
    Was eigentlich gezüchtet werden müsste sind Pferde mit einer normalen Größe, 3 guten, soliden Gängen, die gerne auch für ne M reichen können und die klar im Kopf, arbeitswillig, unerschrocken und rittig sind.
    Und da ist auch Nachfrage auf dem Markt.
    Sagen wir in der Preisklasse bis 30.000 €. Für die Kinder, die von ihren Turnierponies aufs Pferd umsteigen und eben was Solides brauchen, mit dem sie weiter kommen, aber nicht wegen Spleenigkeit überfordert sind. Da ist der Markt. Und da die Reiter immer schlechter werden, liegt der Markt auch nicht mehr bei den rohen oder knapp eingerittenen Pferden, sondern wenn es sich lohnen soll, müssen die schon ein Stück ausgebildet sein und diese Reiter an die Hand nehmen können.
    Die kopfklaren, unerschrockenen, gesunden Pferde findet der Freizeitgeländereiter doch gar nicht mehr bei den hannoveranern und co. Die sind zu groß, zu nervenschwach und viel zu speziell für die (auch als Ausbildungsfehler der Pferde gemeint, die von Anfang an nur die Reithalle von innen sehen und kein Gelände usw.). Folglich wird zu den Hafirabern und co. gerannt.

    Also alles zielt auf den Superkracher und vergisst, dass ein Großteil der Reiter nunmal keine Elite ist und mit den Beiprodukten dieser Züchterei gar nichts anfangen kann.

    Ich sag dabei auch gar nicht, dass man ganz auf geniale Bewegungen bei den Pferden in der Zucht verzichten soll, ich mein nur, dass viel zu oft alles andere dabei vernachlässigt wird. Die wirklichen Kracher sind nämlich die, die sich super bewegen und dabei auch vom Kopf her stark genug sind im großen Viereck bestehen zu können und zu wollen.
    Wenn man nur auf Spleenigkeit und Wahnsinn züchtet, dann bleibt einen auch nichts anderes als Doping und Kraftreiterei mehr, um die halbwahnsinnigen Viecher in so hohen Klassen reiten zu können, ohne dass sie explodieren. Aber hauptsache die Show stimmt.
    Zuletzt geändert von Astas; 25.09.2009, 14:23.

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  • Oh-Gloria
    Ein Gast antwortete
    @Kitty

    Wenn alles Kracher werden würden wäre es doch viel zu einfach...
    Linaro ( ) hatte mal was nettes gesagt mit einem "schlüssigen pedigree" das einem runter läuft wie Öl, Leistung mit dahinter(es gehört nunmal dazu in einer leistungszucht)..denke und das habe ich selbst sehr oft gesehen macht man weniger falsch als auf falsche Hoffnungen zu nbauen.

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  • Oh-Gloria
    Ein Gast antwortete
    Ich beschimpfe jene als "MÜLL" und dazu stehe ich die Anpaarungen machen wie Sandro Hit/CalypsoII/Graphit/Gotthard und sowas wurde auch noch gekört, nennt sich Sir Calypso und soll die Zucht verbessern...

    Sorry Furioso, wenn ich dich dabei tief getroffen habe tut s mir leid!!!!

    Ich habe mal ein aktuelles Beispiel genannt um solche Irrwege zu zeigen, das schlimme ist das zu solchen hengsten auch noch Züchter hin gehen...

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von basquiat Beitrag anzeigen
    Da bin ich selbstverständlich auf Deiner Seite, keine Frage!!
    Dennoch, im Grunde hat Er/Sie Recht.Meine ureigenste Meinung!
    Aus Geschriebenem ist es immer schwer, die Person dahinter zu taxieren da persönlich unbekannt.

    Bernhard

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