Zuchtaufgabe????

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  • Britta
    antwortet
    und mich würde interessieren, wie das die Züchter vor 10 - 20 Jahren bewältigt haben. Denn damals sind Fohlen ab Stall auch für 2500 DM (!)verkauft worden, wenn sie durchschnittlich waren und sich nicht sofort Interessenten fanden. Jungpferde 2 - 3 Jährig für 4000 - 6000 DM keine Seltenheit...
    Ich hoffe, daß niemand von der Pferdezucht alleine leben muß, denn es war bisher nur in seltenen Fällen so, daß man von der Zucht reich werden konnte.
    Und ich persönlich glaube nicht, daß sich der Markt in den nächsten 2 - 3 Jahren gravierend ins Positive ändern wird. Die Inflation vertilgt die höheren Verdienste (sofern sie vorhanden waren) und so manch ein "Otto-Normal-Verbraucher" wird sich überlegen, ob er wirklich 2 - 3 Pferde braucht oder ob nicht auch 1 reicht.
    Man sollte die Probleme aus beiden Perspektiven (Züchter / Reiter) sehen, das wäre manchmal ein Vorteil
    LG

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  • BKM
    antwortet
    @agm

    Wir sind Selbstversorger u. ich würde mal so rechnen (will aber nicht klagen, denn wir müssen ja keine Pferde halten)

    Kosten für:
    Futter, Stallmiete, Schmied, Tierarzt, Versicherungen, (Wasser, Strom bei uns in der Stallmiete enthalten) Weidepacht, Instandhaltung der Zäune, Nachsaat, Düngemittel, Fahrtkosten tgl. zum Stall u. evtl. Stutenschau usw.) evtl. Reparaturen, dazu sparen wir noch monatl. eine gewisse Summe, falls mal was größeres anfällt.So sieht unsere Rechnung aus(hab´ich was vergessen?). Die eigene Arbeit rechne ich mal nicht an, da wir ja alles aus Spass am Hobby machen u. nicht davon leben müssen.

    Viele Grüsse
    BKM

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  • agm
    antwortet
    Hier werden oft Größenordnungen von 150 EUR Unterhaltskoten pro Stute im Monat veranschlagt, was ist da alles inklusive? Das würd mich jetzt mal interessieren ...

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  • Ciruna
    antwortet
    @Farbenfroh,

    die Kosten für die Stute habe ich aus Prinzip weggelassen, denn die habe ich ja auch, wenn sie nicht tragend ist

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  • Ciruna
    antwortet
    @Monti

    klar habe ich dann keine Arbeit mit dem Hengst, aber die Kosten bleiben doch und wenn ich ich für einen ungekörten 15.000-17000 bekommen würde, jo, das wäre fein

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  • monti
    antwortet
    @Ciruna
    ....wenn du ein gutes Hengstfohlen hast und es in die Hengstaufzucht gibst, bist du 2 1/2jährig mit Körvorbereitung - wenn keine größeren TA-Kosten - bei ca. 10.000 bis 12.000 €.....

    ....wenn er dann 2 1/2 jährig für 14 bis 17.000 € als nichtgekört weggeht - ist das ja auch ok....da du ihn ja direkt nach dem Absetzen weggegeben hast und keine große Arbeit damit - ich wäre damit schon zufrieden....

    ....3 und 4jährig kommen dann die Berittkosten und das Verletzungsrisiko auf Turnieren dazu.....

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  • Hobbyzüchter
    Ein Gast antwortete
    Wenn ich richtig nachrechnen würde und dann sehe was ich zeitlich von den Pferde habe, dann müßte ich mich freiwillig in die Geschlossene einweisen.

    Was man als Idealist nicht alles tut ...

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von wildhorse Beitrag anzeigen
    Wie gut, dass wir Züchter
    keine Betriebswirtschaftler sind, sonst müßten noch mehr aufhören.
    Hmmmm, wie wärs mal mit einem kleinen Perspektivwechsel?

    Ich schreibs jetzt (absichtlich) mal etwas provokant:

    Und wie gut, dass wir Endabnehmer (Pferdebesitzer) auch (meist) keine Betriebswirtschaftler sind. Denn sonst würden wir uns keine Pferde kaufen, und sie über Jahre unterhalten.

    Was glaubt ihr wie oft ich mir schon gewünscht habe, ich hätte mein Motorrad behalten und mir vor 11 Jahren kein Pferd gekauft? Da würden mir einige Situationen einfallen. Aber damit will ich Euch nicht langweilen.

    Aber trotzdem weigere ich mich konsequent (obwohl das schon viele nicht-reitende Personen von mir wissen wollten) nachzurechnen, was mich dieses Hobby bis heute gekostet hat. Und nur mal so nebenbei, Anfahrt, Unterhaltung, Hufschmied und TA werden auch für uns immer teurer!

    Wisst Ihr warum nicht nachrechne? Ich habe mich absolut freiwillig, bei klarem Verstand und ohne jegliche äussere Zwänge dazu entschieden - und es ist mir das bis heute wert.

    Ich (als Kauffrau) kann betriebswirtschaftliche Berechnungen voll und ganz verstehen. Im beruflichen Bereich kann ich mir natürlich kein Minus-Geschäft leisten, aber ein kostendeckendes oder sogar gewinnbringendes Hobby - gibts das überhaupt?

    Letztendlich muss sich jeder, der ein Hobby hat, eine grundlegende Frage stellen: Ist mir mein Hobby das wert, was es mich kostet? Je nach Antwort muss ich dann eben Konsequenzen ziehen.

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  • Hobbyzüchter
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Farbenfroh Beitrag anzeigen
    Wichtiger Punkt vergessen:

    Die Kosten der Stute währende der Trächigkeit und die Kosten des Fohlens bis zum Absetzen gehören ebenfalls dazu. Bei den Futterpreisen sind das sicher auch noch mindestens 100-150 Euro im Monat für 11+6 Monate, Schmied, Tierarzt, Wurmkur nicht zu vergessen.
    Die Kosten habe ich schon gedanklich ausgebucht!

    Zitat von wildhorse Beitrag anzeigen
    Und noch einen Kostenblock habt ihr dabei vergessen! Wenn man nämlich nach
    14-16 Fohlen (und das wäre schon ein sehr fruchtbarer Stamm) dann wieder
    eine junge Zuchtstute benötigt! Dann muss man ja erneut investieren und folg-
    lich aus den Fohlenverkäufen eine Rücklage bilden. Wie gut, dass wir Züchter
    keine Betriebswirtschaftler sind, sonst müßten noch mehr aufhören. Aber der Spaß beim züchten den läßt man sich was kosten!
    Wenn man die Stute nicht aus eigener Nachzucht nimmt ...

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  • wildhorse
    antwortet
    Allgemeine Themen rund um die Zucht

    Zitat von Nicaron Beitrag anzeigen
    was beweißt, das züchten wird rückläufig.
    Und noch einen Kostenblock habt ihr dabei vergessen! Wenn man nämlich nach
    14-16 Fohlen (und das wäre schon ein sehr fruchtbarer Stamm) dann wieder
    eine junge Zuchtstute benötigt! Dann muss man ja erneut investieren und folg-
    lich aus den Fohlenverkäufen eine Rücklage bilden. Wie gut, dass wir Züchter
    keine Betriebswirtschaftler sind, sonst müßten noch mehr aufhören. Aber der Spaß beim züchten den läßt man sich was kosten!

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  • Nicaron
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Mona/Ni Beitrag anzeigen
    Kommt immer drauf an "wo" man sucht.

    Ein Bekannter hat mir letztens erzählt, das er eine Zuchtstute sucht, da eine von seinen tragend eingegangen ist, nu sucht er eine tragende nicht zu alte Stute. Hat kaum irgendwo angefragt, aber als es hieß das er sucht, stand sein Telefon mit Angeboten nicht mehr still...
    Finde ich auch schon etwas merkwürdig, mal ein anderer Fall...
    was beweißt, das züchten wird rückläufig.

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  • Lindenhof
    antwortet
    Zitat von Farbenfroh Beitrag anzeigen
    Wichtiger Punkt vergessen:

    Die Kosten der Stute währende der Trächigkeit und die Kosten des Fohlens bis zum Absetzen gehören ebenfalls dazu. Bei den Futterpreisen sind das sicher auch noch mindestens 100-150 Euro im Monat für 11+6 Monate, Schmied, Tierarzt, Wurmkur nicht zu vergessen.
    Und die Kastrationskosten beim Wallach sowie gegebenenfalls einen vorsorglichen Röntgen-TÜV, den man machen lässt, bevor man teures Geld in Beritt investiert...

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  • Farbenfroh
    antwortet
    Wichtiger Punkt vergessen:

    Die Kosten der Stute währende der Trächigkeit und die Kosten des Fohlens bis zum Absetzen gehören ebenfalls dazu. Bei den Futterpreisen sind das sicher auch noch mindestens 100-150 Euro im Monat für 11+6 Monate, Schmied, Tierarzt, Wurmkur nicht zu vergessen.

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  • Hobbyzüchter
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Ciruna1999 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, daß das Preisleistungsverhältnis klar gesplittet ist.

    Da schreien alle.......armes Deutschland.....doch wenn ich sehe, was bei der Vermarktung so läuft,die in höheren Regionen schweben, dann wird mir echt übel.

    Kleinvieh läuft gar nicht,also so bis 10.000 Euro, aber alles was weit höher geht und bereits Erfolge im Sport hat geht gut.

    Da mache ich mir als Züchter wirklich Gedanken.Muss ich meine Nachzucht jetzt erst groß ziehen und lohnt sich das am Ende auch????

    Mache mir mal Gedanken über mein Lord of Loxley Hengstfohlen,den ich, da er das einzige Hengstfohlen ist, schon bei mir nicht aufziehen kann, geschweige denn aufziehen will.

    Decktaxe 800, Euro
    Tierarzt vom Besamen bis zum Absetzen 300-400 Euo ????
    Hengstaufzucht ca 150 Euro x 2, 5 Jahre
    5400 Euro
    Anreiten, wenn nicht selber 500 Euro, wenn man damit auskommt, das mal 3 Monate 1500 Euro

    So in der Zeit darf nichts ausgewöhnliches passieren wie Tierklinik, OP usw.
    Dann liege ich über den Daumen gepeilt bei 8100 Euro, was ich in der Zeit nur an Unkosten hatte, wenn ich jetzt nichts vergessen habe.
    Aber um diesen Hengst oder vielleicht auch irgendwann Wallach für einen guten Kurs vermarkten zu können muss ich ihn auch im Turnier vorstellen,somit wieder Unkosten.

    Da frage ich mich doch immer wieder, ob ich ihn nicht besser als Fohlen zwischen 3500 und 4500 Euro vermarkten soll oder kann, denn manchmal ist wenig einfach mehr
    Bingo @Ciruna,

    bei 8.000 bin ich beim durchrechnen auch gelandet.

    Und dann darf NICHTS passieren !!!

    Der erste Verlust ist immer der Kleinere!

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  • Ciruna
    antwortet
    Ich glaube, daß das Preisleistungsverhältnis klar gesplittet ist.

    Da schreien alle.......armes Deutschland.....doch wenn ich sehe, was bei der Vermarktung so läuft,die in höheren Regionen schweben, dann wird mir echt übel.

    Kleinvieh läuft gar nicht,also so bis 10.000 Euro, aber alles was weit höher geht und bereits Erfolge im Sport hat geht gut.

    Da mache ich mir als Züchter wirklich Gedanken.Muss ich meine Nachzucht jetzt erst groß ziehen und lohnt sich das am Ende auch????

    Mache mir mal Gedanken über mein Lord of Loxley Hengstfohlen,den ich, da er das einzige Hengstfohlen ist, schon bei mir nicht aufziehen kann, geschweige denn aufziehen will.

    Decktaxe 800, Euro
    Tierarzt vom Besamen bis zum Absetzen 300-400 Euo ????
    Hengstaufzucht ca 150 Euro x 2, 5 Jahre
    5400 Euro
    Anreiten, wenn nicht selber 500 Euro, wenn man damit auskommt, das mal 3 Monate 1500 Euro

    So in der Zeit darf nichts ausgewöhnliches passieren wie Tierklinik, OP usw.
    Dann liege ich über den Daumen gepeilt bei 8100 Euro, was ich in der Zeit nur an Unkosten hatte, wenn ich jetzt nichts vergessen habe.
    Aber um diesen Hengst oder vielleicht auch irgendwann Wallach für einen guten Kurs vermarkten zu können muss ich ihn auch im Turnier vorstellen,somit wieder Unkosten.

    Da frage ich mich doch immer wieder, ob ich ihn nicht besser als Fohlen zwischen 3500 und 4500 Euro vermarkten soll oder kann, denn manchmal ist wenig einfach mehr

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  • Nicaron
    Ein Gast antwortete
    mimo da gebe ich dir recht.
    auf diesem sektor läßt sich noch eine menge verbessern.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Ich nochmal...

    meine Freundin hat jetzt ein Pferd gefunden. 5 Jahre Dressurpferde A fertig, gesund und anständig. Drei gute GGA und ein nettes Köpfchen drauf.Dafür hat sie deutlich mehr als T€ 20 gezahlt und ungelogen über ein halbes Jahr sehr intensiv gesucht.

    Jetzt sucht die nächste Freundin! Sie sucht ungefähr das gleiche (auch im gleichen Preissegment), hatte auch schon 2 Pferde gefunden, beide durch den TÜV gefallen...wegen wirklich deutlicher Mängel. Jetzt hat sie wohl wieder eins gefunden (Stute, tolle Abstammung) und wir alle drücken die Daumen, dass es dieses mal klappt.

    Ich sage nochmal, es gibt die "normalen" Menschen, die Geld für Pferde ausgeben (und zwar nicht nur T€ 5,5...), aber die Vermarktungsschiene klappt nicht

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  • monti
    antwortet
    ich mache die Vorarbeit selber - und später kommt das Pferd (bei sehr guter Qualität) in Profiberitt.....und ich bin der Meinung, dass sich dies bei guter Qualität IMMER NOCH lohnt....

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  • Big Ben
    antwortet
    Züchten heißt für mich, geduld haben. Die kosten für die Züchter fangen an zu explodieren, wenn er sein Pferdchen in Ausbildung geben muß.
    Wir können es selber, aber Bauer x darf schon mal jeden Monat 500 € und mehr ausgeben. In den wenigsten fällen bleibt am ende was über.
    Das ist es was die meisten Züchter abschreckt mit ihren Stuten zum Hengst zufahren.

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  • missjoy
    antwortet
    @ Mimo.....Also ich kenne eher das Gegenteil...versuche seit fast 6 Monaten 3 Pferde zu vermarkten, wirklich gutes Papier und in meinen Augen auch keine astronomischen Preise, aber wirklich interessierte Käufer waren nicht dabei...
    Die Leute erwarten daß die Pferde ein gutes Papier haben, rittig sind, TÜV 1 und dann aber bitte nicht mehr als 4.000,- so funktioniert es irgendwie nicht

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