Rubinstein-Tochter trotz Durchtrittigkeit in die Zucht?

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  • DressageRoyal
    • 28.05.2008
    • 171

    Rubinstein-Tochter trotz Durchtrittigkeit in die Zucht?

    Besagte Stute ist ein Bild von einem Pferd.
    Groß, lackschwarz mit einem sehr feinen, femininen Kopf. Die Stute ist bis M-Dressur ausgebildet und auch das ein oder andere Turnier erfolgreich gegangen.
    Mittlerweile ist sie 17 und geniest ihre Rente auf der Wiese. Da sie sich aufgrund ihres äußeren, aber vor allem ihrer Abstammung wegen geradezu anbietet noch ein oder mehrere Fohlen aus ihr zu ziehen gibt es doch leider ein Manko.
    Sie ist hinten sehr durchtrittig. In jungen Jahren war das wohl nicht der Fall, aber mit zunehmendem Alter wurde sie hinten immer weicher. Was natürlich auch an den Sehnen und Bändern nicht spurlos vorüber geht.

    Da ich nicht der Fachmann bzw. die Fachfrau auf diesem Gebiet bin frage ich bewusst Euch nach einer objektiven Meinung.
    Kann man dieses "Manko" mit einem passenden Hengst verbessern oder gar beseitigen? Inwieweit muss man damit rechnen dass sie es vererbt?
    Oder ist so ein Fehler doch gravierender als ich denke und man sollte es besser lassen? Soweit ich weiß, hatte sie wohl 4jährig schon mal ein Fohlen. Der Kontakt ist aber leider abgebrochen, so dass man nicht schauen kann wie sie sich dahingehend vererbt hat.


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  • schnaggels
    • 22.06.2011
    • 138

    #2
    Eine Bekannte hat das gemacht und es war für die Stute das Todesurteil.
    Das Gewicht des Fohlens und seine Versorgung hat die Stute zu stark belastet.

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    • xho
      • 23.01.2013
      • 305

      #3
      Es kommt natürlich darauf an, wie stark die Durchtrittigkeit ausgeprägt ist.
      Ist sie "nur" recht weich gefesselt, oder ist sie tatsächlich durchtrittig.

      Sollte der 2. Punkt zutreffen, würde ich persönlich die Finger davon lassen. Einmal wegen der möglichen Vererbung des Problems an das Fohlen.
      Aber auch der Stute zuliebe. Die Belastung während der letzten Trächtigkeitsmonate ist nicht ganz ohne. Da wirken schon enorme Belastungen auf den bereits geschädigten Band-/Halteapparat.
      Hinzu kommt noch, dass durch die hormonellen Umstellungen vor/während/nach der Geburt das Risiko besteht, dass der Bandapparat der Fessel komplett nachgibt und die Stute komplett "durchsackt".

      Kommentar

      • DressageRoyal
        • 28.05.2008
        • 171

        #4
        Wo hört weich gefesselt auf und wo fängt Durchtrittigkeit an?!
        Sie berührt zwar mit dem Ballen nicht den Boden. Man sieht es aber schon deutlich. Mit speziellem Beschlag und einbandagieren ist es besser. Deshalb ist sie jetzt auch in Rente und wird nicht mehr geritten. Mit dem Alter kamen hinten die Wehwechen.
        Ist ein sehr zweischneidiges Schwert. Für mich steht die Gesundheit der Stute an erster Stelle. Möchte da nichts riskieren.
        Aber wenn doch ein ja zum Fohlen, welchen Hengst? Reicht es aus einen mit nahezu perfekter Fesselung zu wählen? Oder spielen noch andere Faktoren dabei mit rein?


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        • xho
          • 23.01.2013
          • 305

          #5
          Zitat von DressageRoyal Beitrag anzeigen
          Sie berührt zwar mit dem Ballen nicht den Boden. Man sieht es aber schon deutlich.
          Das hört sich dann leider schon eher nach Durchtrittigkeit an.

          Für mich steht die Gesundheit der Stute an erster Stelle. Möchte da nichts riskieren.
          Dann gibts nur eine Antwort: Definitiv Finger weg!

          Kommentar


          • #6
            Wieweit ist eine Durchtrittigkeit vererbbar-erworben? Ich kenne eine Stute, jetzt 20 Jahre alt, die ist hinten inzwischen bärentatzig. Als sie fünf Jahre jung war, sah man wahrscheinlich nur weiche Fesseln. Sie wurde in Linie angepaart, ihr Sohn erbte das höchstwahrscheinlich. Zwölfjährig war er auch schon durchtrittig.
            Lag es an der Linien-Paarung? Der Hengst war damals auch noch sehr jung. Höchstwahrscheinlich! Da haben sich sicher negative Eigenschaften durchgesetzt.
            Die Stute ist jetzt ein Gnadenbrot-Pferd, kann nichteinmal mehr von kleinen Kindern geritten werden, ihre ganze Hinterhand, auch der Rücken bis zur Vorhand, leiden darunter. Da nützt auch keine Physiotherapie mehr.

            Kommentar


            • #7
              Zitat von xho Beitrag anzeigen
              Das hört sich dann leider schon eher nach Durchtrittigkeit an.



              Dann gibts nur eine Antwort: Definitiv Finger weg!
              Der Stute würde ich auch keine Trächtigkeit und Fohlenaufzucht zumuten. Sie ist jetzt 17, in Arbeits-Unfähigkeits-Früh-Rente.
              Sicher, bei einer Rubinstein, kann man in die Versuchung kommen.
              Aber, es wäre höchstswahrscheinlich ein Risiko für die Stute. Außerdem noch das Risiko der Erblichkeit.
              Kennst du die Mutterlinie? Andere Verwandte aus der Mutterlinie? Ohne die Mutterlinie zu kennen, ist eine Zucht sowieso irgendwie, vorsichtig ausgedrückt, ein kleines Wagnis.

              Kommentar

              • DressageRoyal
                • 28.05.2008
                • 171

                #8
                Hm Mutterlinie...
                Die Stute ist Rubinstein x Ecuador xx X Frustra II gezogen.
                Ist Horsetelex dahingehend eine Hilfe?

                Also ehrlich gesagt möchte ich nichts riskieren. Hätte sie das Problem nicht wär sie wahrscheinlich schon tragend, aber so wird es wohl leider ein Traum bleiben, was sehr sehr schade ist. Nun kann ich einige Züchter verstehen...


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                Kommentar

                • Nane
                  • 02.02.2010
                  • 2977

                  #9
                  Ich kenne einen Hengst,kam aus dem großen Sport,Dressur.War im Alter hinten sehr durchtrittig.Deckte im Natursprung einige Jahre.Kenne einige seiner Nachkommen, davon hatte es keiner geerbt ! Lg.Nane
                  SF Diarado-Ramiro Z

                  Kommentar

                  • Polanegri
                    • 29.08.2009
                    • 1640

                    #10
                    Was heißt, sie berührt mit dem Ballen nicht den Boden? Bei Durchtrittigkeit geht es doch darum, dass das Fesselgelenk sich dem Boden nähert. Ich würd´s bei der Abstammung ruhig riskieren und bei der Hengstwahl vielleicht das donnerhall-Blut ausklammern.

                    Kommentar

                    • TahitiN
                      • 21.03.2011
                      • 2400

                      #11
                      hier ist ganz schwer was zu sagen OHNE Bild oder video
                      Frage doch jemanden ,der die Stute wirklich kennt, gehe zu einem anerkannten Tierarzt (nicht dein haustierarzt) um eine reelle Meinung zu bekommmen,dann kannst du immer noch entscheiden.
                      Avatar: SPS Exclusive Lady v. Earl - The Marshall's Lady XX v. Kafu XX


                      Kommentar

                      • Charly
                        • 25.11.2004
                        • 6008

                        #12
                        wenn sie das erst im alter bekommen hat, würde ich das bzgl. vererbung nicht als ko kriterium für eine Zucht mit der stute ausschließen.
                        ABER: wenn die stute jetzt schon spezialbeschlag braucht, würde ich der stute zuliebe auf das ganze verzichten, weil
                        1) die Eisen spätestens kurz vor der geburt runtermüssen
                        2)zusätzliches gewicht durch das fohlen auf den füssen lastet
                        3) durch die hormonumstellung häufig die durchtrittigkeit schlimmer wird

                        Kommentar

                        • xho
                          • 23.01.2013
                          • 305

                          #13
                          2)zusätzliches gewicht durch das fohlen auf den füssen lastet
                          3) durch die hormonumstellung häufig die durchtrittigkeit schlimmer wird
                          Genau aus diesen Gründen habe ich weiter oben schon abgeraten. Du musst auch bedenken, dass nach der Geburt nicht alles vorbei ist. Die ersten Monate fordern eine Stute doch ziemlich.....

                          Kommentar

                          • wortis
                            • 31.01.2009
                            • 278

                            #14
                            Hallo DR,


                            können aus einem schweren und unverantwortlichen Zuchtanfänger - Fehler den wir selbst genau in dieser Frage gemacht haben nur dringendsten abraten .

                            Stute 12 jährig mit gleichem Symptomen angepaart - dreimal tragend - alle Fohlen am Ende nicht Sportpferde tauglich wegen der leider erst 3 und 4 jährig unter Belastung aufgetretenden Durchtrittigkeit - Stute musste dann in den Himmel weil Sie unter der Zuchtbelastung immer durchtrittiger und schwaecher wurde !

                            Haben bis heute ein sehr schlechtes Gewissen diesbezüglich, weil wir nur an unsere "tollen Fohlen" gedacht haben und unserer Verantwortung der Stute gegenüber nicht gerecht geworden sind .
                            Pferdezucht Dr. Wortmann

                            Hannoveraner aus der schönsten Stadt Deutschlands

                            Kommentar

                            • Gizmo
                              • 09.04.2012
                              • 160

                              #15
                              Wortis, das finde ich aber ein sehr ehrliches und selbstkritisches Statement. Respekt und Hut ab.

                              Kommentar

                              • Tambo
                                • 23.07.2003
                                • 1876

                                #16
                                Ich kenne zwei Rubinstein Enkelinnen von Ex Miteinstellern. Beide sind in der Hinterhand "verdächtig" die eine (Zuchtstute) ist ziemlich durchtrittig, die andere sehr weich gefesselt mit starken Gallen. Gezüchtet hätte ich mit keiner von beiden. Die Besitzerin der Zuchtstute hat mir erzählt, wie toll sie wär, und dann wie toll sie vorne die Beine schmeißt...

                                Dressage Royal, sorry, aber so toll die Rubinstein Nachkommen im Charakter sind, würde ich nur mit Stuten züchten wollen, die auch gesund in der Hinterhand sind.

                                Kommentar

                                • Sabine2005
                                  • 17.06.2005
                                  • 7750

                                  #17
                                  Ich kenne leider auch den Fall, das eine Stute mit dem Makel zwei Jahre hintereinander belegt wurde und zwei Fohlen gekommen sind.

                                  Abstammung der Stute kenne ich nicht, ich weiss auch nicht, wie sich die Fohlen weiterentwickelt haben.

                                  Fakt aber war, das sich die Durchtrittigkeit schon in der ersten Trächtigkeit verschlechtert hat und die Stute eigentlich schon "bewegungslos" mit dem Fohlen auf der Weide verbracht hat. Die war einfach gar nicht in der Lage, mit dem Jungspund aktiv auf der Weide zu sein.
                                  Beim 2. Fohlen war es einfach nur noch Grausam mit anzusehen, wie die über die Weide gestolpert ist...

                                  ...aber vielleicht sind das jetzt auch nur meine privaten Eindrücke und der Tierarzt hat grünes Licht gegeben ?

                                  Kommentar

                                  • seacookie
                                    • 04.10.2004
                                    • 1086

                                    #18
                                    Ich persönlich würde auf die Zucht mit dieser Stute verzichten, wie wäre es denn, wenn Du das Pferd mal in einer Klinik vorstellst oder einen Tierarzt fragen.

                                    Kommentar

                                    • DressageRoyal
                                      • 28.05.2008
                                      • 171

                                      #19
                                      Vielen Dank für Eure kritischen, aber auch ehrlichen Einschätzungen.

                                      Das Projekt "Fohlen" aus dieser Stute hat sich für mich leider endgültig erledigt. Super schade, weil es für mich mein (auch bezahlbares) Traumfohlen gewesen wäre :-(

                                      Habe nochmal Kontakt mit den Besitzern aufgenommen und auch mit deren Tochter gesprochen, die die Stute damals turniermäßig vorgestellt hat und lt. ihren Aussagen ist die Stute nüchtern ausgedrückt "hinten platt auf den Beinen".
                                      So schade es um so ein tolles Pferd ist, da muss man realistisch bleiben. Sie darf einfach kein Fohlen mehr bekommen. Das könnte ich mit mir nicht vereinbaren.

                                      Sie darf den Rest ihres Lebens, so lange sie schmerzfrei bleibt, auf der Wiese verbringen, aber sollte der nächste Schub mit irgendwas kommen, wird man sie wohl erlösen :-(


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                                      • xho
                                        • 23.01.2013
                                        • 305

                                        #20
                                        Gute Entscheidung.....
                                        Ich musste letztes Jahr leider auch eine 17 jährige Stute wegen Durchtrittigkeit "erlösen". Kein einfacher Schritt, aber das gehört halt leider auch zu unserem Hobby......

                                        Kommentar

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