Cestuy La de L’Esques hatte ich vor ein paar Wochen vordisponiert.
AA für die Warmblutzucht!! Erfahrungen?
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Der hat sich gestern auf der Hengstschau der Trakehner auch wieder super gezeigt. Mit Reiter freihändig über höher als Ständerhöhe (die Parcourshelfer mussten die Stange halten) und im Stall einfach freundlich und gelassen. Der ist charakterlich schon wirklich außergewöhnlich und springt wie ein Flummi.Zitat von Fife Beitrag anzeigenCestuy La de L’Esques hatte ich vor ein paar Wochen vordisponiert.
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ich habe den hengst gestern bei den trakehnern erstmals life gesehen.Zitat von Fife Beitrag anzeigenCestuy La de L’Esques hatte ich vor ein paar Wochen vordisponiert.
fife, hältst du ihn für einen veredler im klassischen sinne?
hast du schon reifere nachzucht gesehen?
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ich habe bei vielen AA nicht den Eindruck, daß diese nicht veredeln.. also im Sinne von arabisieren. Was ich an diesem Hengst für sehr positiv halte, ist eine erfolgreiche, langlebige und fruchtbare Mutter. Die Vererbung ist auch nicht zu unterschätzen.Zitat von fanniemae Beitrag anzeigen
ich habe den hengst gestern bei den trakehnern erstmals life gesehen.
fife, hältst du ihn für einen veredler im klassischen sinne?
hast du schon reifere nachzucht gesehen?
Die Beschreibung seines Vollbruders erzählt mehr:
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Den Eindruck teile ich. Wenn man wie manche unter einem Veredler einen Hengst versteht, der langbeiniger, leichter "moderner" machen soll, würde ich da eher ein Fragezeichen hinter machen - ich für meinen Teil freue mich aber über das stabile Fundament und die schönen, großen Gelenke und wollte nicht verfeinern. Ich habe ihn auf eine abstammungsmäßig sehr blütige Stute eingesetzt, weil ich gerade nicht weiter "veredeln" (hier i.S.e. leichteren Pferdes) wollte, aber mit Blick auf die Abstammung der Stute gerne weiter Blut zuführen wollte ohne Abstriche bei der Springveranlagung zu machen.Zitat von Fife Beitrag anzeigen
ich habe bei vielen AA nicht den Eindruck, daß diese nicht veredeln.. also im Sinne von arabisieren. Was ich an diesem Hengst für sehr positiv halte, ist eine erfolgreiche, langlebige und fruchtbare Mutter. Die Vererbung ist auch nicht zu unterschätzen.
Die Beschreibung seines Vollbruders erzählt mehr:
https://seh-equine.com/stallions/eve...es-du-loir-aa/
Wenn man unter einem Veredler hauptsächlich ein Pferd versteht, das Reaktionsschnelligkeit und eine gute Regenerationsfähigkeit nach Belastung mitbringt, würde ich das nach meinem persönlichen Eindruck allerdings bejahen wollen, auch wenn er im Vergleich nicht ganz so trocken erscheint z.B. die englischen Vollblüter.
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also, ich bin jetzt auch nur zuchtinteressierter Laie, aber wenn ich mir das Pedigree meine polnischen Angloarabers anschaue, die Nachkommen seines Vaters, und meine Eindrücke von der Reise nach Walewice; habe ich den Eindruck, dass der Anglo-Araber alleine nicht unbedingt veredelt, sondern der Zucht immer wieder "Blut" zugeführt werden muss, um den Typ zu erhalten. Wobei ich festgestellt habe, das unsere polnischen Nachbarn viel weniger "Angst" vor "Blut" haben, als wir Deutschen.
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Es stellt sich doch allgemein die Frage, ob der Begriff Verdeler überhaupt noch zeitkonform ist. In der Nachkriegszeit war das Warmblut deutlich schwerer und Vollblut und AA im Vergleich deutlich leichter und edler. Wenn ich heute einen modernen Dressurhengst neben einen Vollbüter stelle, wird man wohl kaum den Vollblüter als edler bezeichnen...
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Veredlung ist vielleicht wirklich oft gar nicht mehr nötig, wohl aber fremde Gene, um der immer stärker werdenden Inzucht entgegen zu wirken.
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Diese Frage ist (und war schon immer) eine Definitionsfrage. Wenn ich unter "edel" schlicht ein hübsches, leichte(re)s Pferd verstehe, mag das in manchen Linien zutreffend sein. Obwohl ich zu Bedenken geben würde, dass exzessiver Fundamentverlust kein Veredelungsmerkmal ist. Große Gelenke und ein passendes Fundament sind auch beim Vollblüter aus gutem Grund wünschenswert und sind in der Warmblutzucht m.E. eher ein Selektionsproblem als ein Veredelungsproblem. Es gibt auch Vollblüter, die eher schwer vererben/verstärken, wenn man sie auf leichte Stuten einsetzt.Zitat von Goldberg78 Beitrag anzeigenEs stellt sich doch allgemein die Frage, ob der Begriff Verdeler überhaupt noch zeitkonform ist. In der Nachkriegszeit war das Warmblut deutlich schwerer und Vollblut und AA im Vergleich deutlich leichter und edler. Wenn ich heute einen modernen Dressurhengst neben einen Vollbüter stelle, wird man wohl kaum den Vollblüter als edler bezeichnen...
Klassischerweise geht es bei Veredelung ja aber nicht nur darum, die Pferde nur leichter und "schöner" zu machen, sondern auch um trocken texturierte Pferde mit den positiven Attributen des Vollblüters, also hohe Leistungsfähigkeit, schnelle Regenerationsrate nach hoher Belastung. Vollblüter bringen mehr Lungenvolumen und im Schnitt ein größeres Herz, einen höheren Muskeltonus. Das alles schlägt sich zu einem gewissen Grad im Phänotyp nieder und macht ein edles Pferd aus. Und das sind mMn Attribute, die die Warmblutzucht weiterhin benötigt. Mir sind in den letzten Jahren viele junge Dressurpferde (weniger bei den Springpferden, aber gelegentlich auch) untergekommen, die sehr weich und schwammig waren. In der Aufzucht auf der Koppel schon auffällig, die Jährlinge mit ihren aufwendigen Bewegungen geraten schnell aus der Puste und sind mit wenig Schnellkraft ausgestattet, kommen kaum hinterher wenn die Gruppe mal in Wallung gerät und ein paar hochblütigere Kandidaten dabei sind.
Aus der Vollblutzucht weiß man, dass man Langstreckenpferde nicht über Generationen nur mit Langstreckenpferden anpaaren darf, weil sonst der "Speed" verlorengeht. Das hängt u.A. mit dem Anteil der sog. "fast-twitch"-Muskulatur vs. "slow-twitch"-Muskulatur zusammen. Viele Vollblutzüchter nutzen daher auch alle paar Generationen mal einen Hengst, der eher Kurzstrecken-Speed mitbringt, um dieses Attribut nicht zu verlieren.
Letztlich handelt es sich bei der Frage, ob ich Veredelung brauche, wieder um eine Selektionsfrage. Anders, als das mal jemand behauptet hat, bekomme ich bei einer Anpaarung aus zwei Pferden mit 50% tatsächlichem Vollblutanteil nicht automatisch ein Fohlen mit 50% Vollblutanteil (obwohl das rechnerisch so aussieht), sondern der Vollblutanteil variiert teils erheblich. Wenn ich dann auf bestimmte phänotypische Merkmale selektiere, die mit einem bestimmten Genotyp einhergehen, kann der tatsächliche Vollblutanteil in der Genetik über mehrere Generationen deutlich abnehmen. Das mag in mancher Hinsicht erwünscht sein, weil man ein bestimmtes Zuchtziel hat, führt aber auch dazu, dass erwünschte Merkmale des Vollblüters abnehmen und andere, unerwünschte Merkmale der Warmblutgenetik auch nach vielen Generationen in einer Linie wieder auftauchen können, die ursprünglich mit dem Vollblutanteil verbessert werden sollten (oder die Nebeneffekte anderer, erwünschter Entwicklungen sind - zu weiches Bindegewebe, schwammiges Fundament bei sehr elastischen Dressurpferden z.B. - dazu muss der Züchter aber auch einen kritischen Blick auf die eigenen Zuchtprodukte werfen und diese Defizite erkennen können und wollen). Viele der modernen Dressurhengste wirken als Jungpferde, wenn sie viel Aufmerksamkeit erhalten, auch sehr leicht. Man darf aber nicht vergessen, dass die erst Jahre später ausgewachsen und voll entwickelt sind. Und dann wirken sie plötzlich auch gar nicht mehr so leicht und edel und vererben sich auch nicht notwendigerweise so.
Deshalb ist der Einsatz von Vollblut m.E. nicht aus der Zeit gefallen. Die Einsatzgründe sind vielleicht nicht identisch, weil die Ausgangslage eine andere ist. Aber wenn man den Vollblüter als Züchter nicht nur als Verfeinerer und Verschönerer ansieht, gibt es m.E. noch viele andere gute Gründe, Vollblut einzusetzen. "Veredelung" im Sinne eines trocken texturierten Pferdes mit hoher physischer Leistungs- und Regenerationsfähigkeit kann man da durchaus weiterhin gebrauchen.
I.Ü. stimme ich Titania zu. Genetische Vielfalt ist ein wichtiger Punkt, der sich mit dem Einsatz eines Veredlers überschneidet (bzw. überschneiden kann). In dem Zusammenhang wenig diskutiert werden positive Heterosiseffekte, die bei F1-Kreuzungsprodukten durch höhere genetische Diversität entstehen (höhere Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeit, Vitalität im Vergleich zum Durchschnitt der Elterngeneration). Viele der erfolgreichsten Hengstlinien sind durch Kreuzungsprodukte aus Warmblut und Vollblut entstanden. Das ist natürlich ein komplexes Thema. Über die Bedeutung (oder nicht) kann und will ich gar nicht viel sagen, das kommt ja auch sehr auf die konkreten Tiere an, die man einsetzt. Sollte man als Züchter m.E. aber mal drüber nachdenken.
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