Wurmkuren Fluch oder Segen ?

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  • Jule89
    • 26.04.2010
    • 1173

    #21
    Ich gebe außerdem zu Bedenken, dass Tierhalter, die nach guter landwirtschaftlicher Praxis handeln, alle Tiere mit EINEM Präparat entwurmen!

    In wie vielen Pensions- und Reitställen sehe ich tagein, tagaus, wie der Bestand a) zu unterschiedlichen Zeitpunkten (das eine Pferd vor dem Weidegang, das andere 2 Wochen später, usw....) b) mit unterschiedlichen Präparaten entwurmt wird, weil der TA von dem einen Einstaller Ivermectin rausgibt, und der andere TA irgendwas anderes. und das wird dann wahllos verabreicht. Das Parasiten einem Zyklus unterliegen haben viele auch noch nicht mitbekommen...

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    • Dark-Angel
      • 04.12.2008
      • 1404

      #22
      Zitat von Korney Beitrag anzeigen
      Nicht nur der finanzielle Aspekt ist für mich interessant.

      Habe ich das richtig verstanden? Selektives Entwurmen durch Einschicken von Kot, um herauszufinden, welchen genauen Wirkstoff gegen aktuellen Wurmbefall ich verabreiche? Und zusätzlich zur gleichen Zeit kurweise oder einmalig entwurmende Kräuter? Kräuter sind ja schön und gut, aber auch durch selektive Entwurmung verabreiche ich mindestens 2 Mal im Jahr die chemische Wurmkeule.
      Ohne Kontrolle würde ich keine chemische Wurmkeule verabreichen. Ein Pferd wird so oder so nie ganz wurmfrei. Vllt. hat das ja auch einen Sinn? Jeder "Schmarotzer" (Wurm)versucht doch zum Symbionten zu werden. Und als solcher, versucht er, als Partner seines Wirtskörpers (Pferd) zu fungieren, für den er lebensnotwendige Aufgaben erfüllt. Gleichzeitig steht er unter dessen Schutz und wird von ihm mit Nahrung versorgt.

      Das ist doch schon seit über 50 Mio. Jahren so, nur damals lieferte (im Gegensatz zu den heutigen, artenarmen Wiesen) die Natur all die wurmtreibenden Kräuter, um dieses Gleichgewicht, diese Balance, zwischen Schmarotzer und Wirtstier aufrecht zu erhalten.
      Zuletzt geändert von Dark-Angel; 04.09.2013, 12:59.

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      • Korney
        • 05.03.2009
        • 3512

        #23
        Zitat von max-und-moritz Beitrag anzeigen
        Die Weide mit Kalkstickstoff.
        Zu Chemie im Kreiselauf: wo willst Du anfangen und wo aufhören?
        Ich fange da an wo ich eingreifen kann und hoere dort auf wo ich keinen einfluss mehr haben kann.

        Genau aus direkt ueber mir genanntem grund. Frueher haben die pferde die passenden kraeuter gefunden, heute nicht mehr. Und deswegen ist es unsere aufgabe geworden im sinne eines verantwortungsbewussten umganges mit dem pferd.

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        • #24
          Man sollte nicht den gesamten Bestand auf einmal mit dem gleichen Mittel entwurmen.
          Neuerdings wird empfohlen nur bei Bedarf, gezielt einzelne Tiere zu entwurmen.
          Halte ich auch für sinnvoll, denn sonst werden ganze Stämme resistent und man wird der Sache überhaupt nicht mehr Herr.
          Ausserdem kann ich mir nicht vorstellen, dass 4 maliges und noch häufigeres Belasten eines Organismus mit der chemischen Keule dem Wohlbefinden des Pferdes zuträglich sein soll.

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          • Dark-Angel
            • 04.12.2008
            • 1404

            #25
            Zitat von Bolaika2 Beitrag anzeigen
            Wahrscheinlich völlig am Thema vorbei, aber : das würde erklären, warum unsere Stuten die strahllose Kamille So gerne fressen, die hier überall wächst...
            @Bolaika: Ganz und gar nicht am Thema vorbei - sondern genau DAS sollte dringend thematisiert werden Deine Pferde handeln doch instinktiv, was der Organismus braucht, wird er sich (sofern er die Möglichkeit dazu hat) holen. Doch leider ist das, aufgrund dieser Artenarmut unserer Landschaft, nahezu unmöglich.

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            • Bohuslän
              • 26.03.2009
              • 2424

              #26
              Seit wann ist es neu, dass in Wurmkuren toxische Substanzen sind ? Und auch schon sehr lange bekannt ist, dass manche Hunde Ivermectin nicht vertragen. Bisher hab ich nur von Erbrechen und Durchfall gehört, wenn eben diese Hunde Pferdeäpfel von frisch entwurmten Pferden gefressen haben.

              Wir haben seit ich denken kann Pferde und über sehr lange Jahre habe ich auch nach dem Entwurmen nie Würmer in den Äpfeln gesehen. Seit wir Jungpferde zur Aufzucht nehmen, kenne ich (fast) das ganze Spektrum an Würmern in Natura. Regelmäßiges Entwurmen gerade bei Jungpferden ist Pflicht.

              Ebenso wie es Pflicht ist, die Pferde die ersten 3 Tage nach der Entwurmung nicht auf die Koppel zu lassen, den ganzen Bestand mit einem Präparat zu entwurmen, ect. pp ..... eben das alles, was man immer schon gemacht hat - aus gutem Grund und nicht umsonst.

              Die "Wurmäpfel" als Sondermüll zu entsorgen, das finde ich übertrieben. Dann müsste man den Mist von allen mit Antibiotika und einigen anderen Medikamenten behandelten Pferden/Tieren auch getrennt entsorgen. Wo fängt man an, wo hört man auf??

              Andererseits finde ich es sehr gut, wenn mit Medikamenten nicht mehr so sorglos umgegangen wird. Wenn Pferdebesitzer, die bisher sehr sorglos und hirnfrei mit Wurmkuren hantiert haben, ein wenig nachdenken und anfangen eben jenes zu benutzen .
              http://www.reutenhof.de

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              • Korney
                • 05.03.2009
                • 3512

                #27
                Zitat von Bohuslän Beitrag anzeigen
                Seit wann ist es neu, dass in Wurmkuren toxische Substanzen sind ? Und auch schon sehr lange bekannt ist, dass manche Hunde Ivermectin nicht vertragen. Bisher hab ich nur von Erbrechen und Durchfall gehört, wenn eben diese Hunde Pferdeäpfel von frisch entwurmten Pferden gefressen haben.

                Wir haben seit ich denken kann Pferde und über sehr lange Jahre habe ich auch nach dem Entwurmen nie Würmer in den Äpfeln gesehen. Seit wir Jungpferde zur Aufzucht nehmen, kenne ich (fast) das ganze Spektrum an Würmern in Natura. Regelmäßiges Entwurmen gerade bei Jungpferden ist Pflicht.

                Ebenso wie es Pflicht ist, die Pferde die ersten 3 Tage nach der Entwurmung nicht auf die Koppel zu lassen, den ganzen Bestand mit einem Präparat zu entwurmen, ect. pp ..... eben das alles, was man immer schon gemacht hat - aus gutem Grund und nicht umsonst.

                Die "Wurmäpfel" als Sondermüll zu entsorgen, das finde ich übertrieben. Dann müsste man den Mist von allen mit Antibiotika und einigen anderen Medikamenten behandelten Pferden/Tieren auch getrennt entsorgen. Wo fängt man an, wo hört man auf??

                Andererseits finde ich es sehr gut, wenn mit Medikamenten nicht mehr so sorglos umgegangen wird. Wenn Pferdebesitzer, die bisher sehr sorglos und hirnfrei mit Wurmkuren hantiert haben, ein wenig nachdenken und anfangen eben jenes zu benutzen .
                Sehe ich genauso!!

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                • Dark-Angel
                  • 04.12.2008
                  • 1404

                  #28
                  Zitat von living doll Beitrag anzeigen
                  Ganz vorsichtig - stimmten die Behauptungen denn?
                  Ja, die Behauptungen mit dem Gendefekt stimmen, leider Hier eine ganz informative Seite dazu http://www.vetmed.uni-giessen.de/pha...dr1_defekt.php

                  siehe unter: MDR1 und Blut-Hirn-Schranke und unter dem Punkt: Kritische Arzneistoffe bei MDR1-/- und MDR1+/- Hunden stehen noch eine Menge anderer Wurmmittel, außer dem Wirkstoff Ivermectin, die wir alle hier im Forum mit 100% Sicherheit, unseren Pferden schon gegeben haben.
                  Zuletzt geändert von Dark-Angel; 04.09.2013, 13:17.

                  Kommentar

                  • Dark-Angel
                    • 04.12.2008
                    • 1404

                    #29
                    Zitat von max-und-moritz Beitrag anzeigen
                    ..Last but not least an die selektiven Kräuterentwurmer: was macht Ihr mit dem Bandwurm, geht es dem damit auch an den Kragen? ...
                    Ja, auch dem geht`s an den Kragen. Früher mit der Farnkrautwurzel, dessen (Band)Wurmtreibende Wirkung schon seit dem Mittelalter bekannt war, und heute geht`s mit Kürbiskernen, Merrettich usw. Und wie für alle Pflanzen gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Gilt übrigens für alle Wurmkuren auch ;-)

                    Ich für meinen Teil versuche mit Kräutern und Gewürzen den Würmern ein wurmfeindliches Milieu zu schaffen, damit sich alles im Gleichgewicht hält. Dazu regelmäßig die selektiven Kotproben (direkt aus dem Darm) und sollten doch mal die Würmer überhand nehmen, dann muss eben auch mal chemisch entwurmt werden, wo vor ich aber keine Angst habe, da ich ja 1. den Darm ausreichend unterstütze mit Kräutern & Co und 2. eine Resistenz gegenüber den Wurmmitteln nicht befürchten muss.
                    Zuletzt geändert von Dark-Angel; 04.09.2013, 16:46.

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                    • Bolaika2
                      • 22.03.2011
                      • 4384

                      #30
                      Zitat von Dark-Angel Beitrag anzeigen
                      @Bolaika: Ganz und gar nicht am Thema vorbei - sondern genau DAS sollte dringend thematisiert werden Deine Pferde handeln doch instinktiv, was der Organismus braucht, wird er sich (sofern er die Möglichkeit dazu hat) holen. Doch leider ist das, aufgrund dieser Artenarmut unserer Landschaft, nahezu unmöglich.
                      Buchenrinde? Steht auf Platz 2 der am liebsten gefressenen Substanzen, dicht gefolgt von Eicheln. Und ja, die werden sehr gut vertragen (und in wirklich großen Mengen gefressen).
                      Daß meine Damen über den Winter eine bevorzugte Sandleckstelle haben (trotz guter Mineralstoff-Versorgung), daran habe ich mich ja schon gewöhnt.

                      Früher hatten wir eine Weide, da haben sich die Pferde allen Ernstes ein Wasserloch gegraben (!) und dann bevorzugt das brackige Wasser daraus gesoffen, anstatt das saubere Wasser aus dem Kanal. Da waren auch immer Unmengen Vögel dran, eigentlich hätte man das Wasser mal aus Spaß untersuchen lassen sollen. Wer weiß, wofür es gut war.
                      Die Weide nutzen wir jetzt nicht mehr, die wird jetzt vom Eigentümer beackert, wenn ich nicht irre.

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                      • Ramzes
                        • 15.03.2006
                        • 14572

                        #31
                        Zitat von caspar Beitrag anzeigen
                        Möchte diesen Artikel zur Diskussion stellen.
                        Randbemerkung : ich bin auch kein Freund von zu viel Chemie und entwurme max 2 x jährlich.



                        Wer denkt beim Entwurmen schon an den Mist, der hinten rauskommt? Ständig hat man den Pferdehaltern erklärt, dass die chemischen Entwurmungsmittel für die Pferde ungefährlich seien, was ja nicht stimmt, wie viele schon erleben mussten. Die Pferdehalter haben angenommen, dass solche von Behörden zugelassene und von Tierärzten verabreichte Mittel keine Gefahren bergen könnten. Warum hätte man auch noch darüber nachdenken sollen, was sie in der Umwelt, auf den Weiden und über den Mist auch als Dünger und von dort aus auf das Grundwasser anrichten können?

                        Man hat es lange nicht getan. Es hätte schon jedem, vor allem aber den Bauern, auffallen können, dass der chemielastige Pferdemist schlecht verrottet. Nicht anders der Kuhmist. Inzwischen weiß man, dass die Giftstoffe eine Halbwertszeit bis zu 15 Jahren haben, also nur sehr schwer abbaubar sind. Chemische Entwurmungsmittel hat die Natur nicht vorgesehen. Deshalb tun sich Bakterien und Pilze damit so schwer. Sie haben nie lernen müssen, mit solchen Stoffe umzugehen – ihnen fehlen die passenden Enzyme für die Spaltung.

                        Das ist aber nur die eine Seite. Am Anfang der Kette beim Verwerten des Mists stehen viele höhere Lebewesen: Insekten, vor allem Mistkäfer und Fliegen, Tausendfüßler, Springschwänze und viele andere mehr. Von ihnen werden durch die Gifte bis zu 90% vernichtet. Das ist doch wahrlich ein großartiger Erfolg, vor allem, wenn man sich bewusst wird, dass die Mittel ausgerechnet den Würmern immer weniger anhaben können, denn die sind bereits resistent geworden oder haben auf diesem Weg zur Resistenz große Fortschritte gemacht. Immerhin ist das Ausbringen von belastetem Mist oder auch der direkte Eintrag durch die Tiere in Wasserschutzgebieten verboten. Man weiß also sehr wohl, welche Folgen daraus erwachsen.

                        Für mich ist erstaunlich, dass ausgerechnet die Bauern, denen ihr Boden doch heilig sein sollte, davon nichts bemerkt haben. Viele von ihnen sind heute keine Hüter der Natur mehr, sondern Ausbeuter, entweder schlecht informiert oder Ignoranten, die den Ast absägen, auf dem sie sitzen und die Schäden ihren Nachfolgern hinterlassen. Betroffen aber sind wir letztlich alle.
                        MDR1-Hunde in Lebensgefahr
                        Wenn inzwischen in mehreren europäischen Ländern der Einsatz dieser Mittel verboten ist oder eingeschränkt wurde, dann ist das zu begrüßen. Es ist aber sicher nicht deshalb geschehen, um Schaden von Pferden und Hunden abzuwenden, dafür scheint sich bisher niemand zu interessieren, zumindest hier in Deutschland nicht. Hunde fressen gerne Kot, vor allem den von Pferden.

                        Das liegt in ihrer Natur. So werden es schon die Wölfe gemacht haben, wenn sie ein Wildpferd erlegt hatten. Pferdekot enthält viele vorverdaute vegetarische Stoffe, ist reich an Verdauungsenzymen und enthält große Mengen Vitamine, vor allem B-Vitamine und Vit. K1. Frischer Pferdekot ist für den Hund eine gesunde Sache, wenn, ja wenn nicht…
                        Sogenannte MDR1-Hunde schweben in tödlicher Gefahr – immer
                        Wer weiß schon, wie viele Hunde elendiglich verreckt sind, weil sie Pferdekot gefressen haben, der ein Entwurmungsmittel enthielt? Es sind sog. MDR1-/- bzw. MDR1-/+ Hunde, die betroffen sind. Da kommt man von einem Spaziergang zurück und plötzlich fängt der Hund an zu taumeln, hat weit aufgerissene Pupillen und starken Speichelfluss, weiß offensichtlich nicht mehr, wo er sich befindet. Es treten Krämpfe auf und irgendwann fällt er ins Koma. Es geht ihm also richtig dreckig. Vielleicht ist das alles auch schon unterwegs passiert. Auf dem schnellsten Weg zum tierärztlichen Notdienst. Vergiftung liegt nahe. Es wird untersucht, Blut wird abgenommen. Er wird stationär aufgenommen, kommt an den Tropf. Die Behandlung ist in vielen Fällen hoffnungslos.

                        Viele Hunde mit solchen Symptomen sind schon überraschend verstorben,
                        ohne dass die Hundehalter die Wahrheit erfahren haben. Sie haben für den Tod keine Erklärung, keine Diagnose erhalten. Schicksal halt. Zwei Szenarien wurden mir immer wieder berichtet. Die Frage, ob der Hund Pferdekot gefressen hat, wurde nicht gestellt. Warum nicht?

                        Jeder Tierarzt, der chemische Entwurmungsmittel vertreibt, kennt doch diese Zusammenhänge. Könnte es daran liegen, dass vielleicht das Gewissen schläft? Ihr Tierarzt war so nett und hat Sie darüber aufgeklärt. Sie sind aufgebracht, aber dann sagt er Ihnen, dass Ihr Hund einen Gendefekt hat, also eine angeborene Macke, sonst wäre das nicht passiert. Sie hätten Ihren Hund daraufhin untersuchen lassen müssen. Betroffen gehen Sie nach Hause. Sie haben jetzt von kompetenter Seite mitgeteilt bekommen, dass Sie selbst Schuld sind am Tod oder Leiden Ihres Hundes, warum haben Sie sich nicht ausreichend informiert und die Untersuchung machen lassen?
                        Betroffene Hunderassen:
                        Als besonders empfindlich gelten Collies, Australian Shepherds, Shetland Sheepdogs, Bobtails (Old English Sheepdogs), Border Collies, Shelties, Langhaarwhippets, Windhunde, Deutsche Schäferhunde und Mischlinge dieser Rassen (Geyer 2005a; u.a.)
                        Die Justus Liebig Universität weist auf ff. hin:
                        MDR1-/- Hunde müssen der Entwurmung von Pferden mit Ivermectin- oder Moxidectin-haltigen Präparaten dringend ferngehalten werden, da es selbst bei Aufnahme sehr geringer Mengen dieser hoch dosierten Präparate zu gravierenden Vergiftungen von MDR1-/- und auch MDR1+/- Hunden kommen kann. Insbesondere neuere Präparate in Tablettenform wie Equimax Tabs®, Eraquell Tabs®, oder Vectin® können für Hunde mit MDR1-Defekt extrem gefährlich sein: Bereits die Aufnahme einer einzigen Tablette mit ~20 mg kann bei MDR1+/- Hunden leichte Vergiftungssymptome hervorrufen und ist für MDR1-/- Hunde sogar tödlich!
                        Vergiftungen durch therapeutische Applikation
                        Makrozyklische Laktone dürfen, sofern nicht explizit für den Hund zugelassen, nicht bei MDR-/- Hunden angewendet werden, da es zu lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen kann. Ein MDR1-Gentest ist daher zwingend vor dem hoch-dosierten Einsatz von Makrozyklischen Laktonen, z.B. zur Therapie der generalisierten Demodikose. Auch heterozygote MDR1+/- Hunde zeigen hierbei vermehrt Nebenwirkungen wie Mydriasis und Ataxie, welche aber beim Absetzen der Präparate auch ohne Behandlung innerhalb eines Tages reversibel sind.
                        Quelle: https://www.vetmed.uni-giessen.de/ph...r1_defekt.html
                        Nun mal einen Augenblick der Besinnung:
                        Sie gehen also mit Ihrem fröhlichen, gesunden Hund spazieren oder reiten in Begleitung Ihres Hundes aus. Und dann haben Sie wenig später einen schwerkranken Hund, der vergiftet wurde und wahrscheinlich nicht überlebt. Was vermuten Sie?

                        Da das Auslegen von Akutgiften zur Rattenbekämpfung schon lange verboten ist, kann es sich nur um einen bösartigen Hundehasser handeln, der Köder mit Gift ausgelegt hat, und Sie haben nicht gemerkt, dass Ihr Hund den gefressen hat. Es gibt solche netten Zeitgenossen. Sie kämen ja wohl kaum auf den Gedanken, dass ein Pferdeapfel genau dieselbe Wirkung haben könnte. Mit anderen Worten: Solche Pferdeäpfel entsprechen dem Auslegen von Gift, um damit Hunde zu vergiften. Man würde doch jeden, der so etwas tut, anzeigen und bestrafen.

                        Es ist ja auch gezielte Tierquälerei und verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Immerhin ist der Tierschutz inzwischen im Grundgesetz verankert.
                        Aber gemach. So läuft das nicht in unserem Land. Man hat die Argumente mit Erfolg auf den Kopf gestellt. Nicht der Vergifter, der Hersteller, Vertreiber oder Ausleger der Gifte wird verantwortlich gemacht, nein, die Hunde mit dieser speziellen genetischen Konstellation sind es selbst und letztlich deren Besitzer.

                        Nun sind ja solche Gifte in der Natur nicht vorgesehen, deshalb würde den Hunden durch diese Mutation auch kein Schaden entstehen. Wahrscheinlich gibt es sie schon seit zigtausend Jahren, aber das spielt in der Argumentation keine Rolle mehr. Nicht die Gifte werden aus dem Verkehr gezogen und die Verantwortlichen bestraft, sondern es muss ein Gentest her und ein Zuchtprogramm, damit Hunde mit der Eigenschaft MDR1- aus der Zucht genommen werden. So schafft man es nicht nur, sich reinzuwaschen und die Schuld den anderen aufzuladen, sondern auch noch das Geschäft zu erweitern. Ethisch ist das völlig unvertretbar, moralisch verwerflich. Und doch wird es genauso gemacht.
                        Es ist ein Verbrechen an den Hunden.

                        Erstaunlich, dass diese absurde Argumentation bisher stillschweigend überall, ohne sie mal kritisch zu hinter*fragen, als richtig akzeptiert wurde. Kein Widerspruch. Nur Nachgeplapper des Arguments: „Der Hund hat einen Gendefekt.“ Was war das doch für eine erfolgreiche Strategie! Und die meisten Pferde- und Hundehalter schlafen tief. Hiergegen müsste juristisch vorgegangen werden, wenn nötig, bis zur letzten Instanz.

                        Klaus-Rainer Töllner, Biologe, Waltrop
                        Es ist ja ganz " nett " , wenn der Herr Töllner diese Meinung hat ,
                        schließlich möchte er ja auch etwas verkaufen !!!
                        Tierheilpraktiker sind nun mal die natürlichen Feinde der Pharmaindustrie .
                        Ihr alle , die Ihr hier fleißig jubelt : Bitte NICHT mehr konventionell entwurmen ,
                        ...die Rechnung für die Tierkörperverwertung verursacht durch Exitus - Wurmkolik
                        incl. Rechnung für Obduktionsbericht bitte ebenfalls an Herrn Töllner schicken .

                        Natürliche Nahrungsergänzungsmittel für Hunde, Katzen, Pferde und Geflügel. Artgerechte Tierernährung ohne Zusatzstoffe.



                        Leider geht mal wieder der Zusammenhang zu den MDR 1 - Hunden völlig unter !
                        MDR 1 ist ein Gendefekt , der versch. Hunderassen betrifft .
                        Und dieser Gendefekt beeinflußt die unerwünschte Wirkung div. Medikamente !


                        Vielleicht sollte man darüber diskutieren , ob der Test auf MDR 1 bei den
                        Hundezuchtverbänden Pflicht ist und nur negativ-getestete den tierschutzrelevanten
                        Zuchtstandards entsprechen ??!
                        Zuletzt geändert von Ramzes; 04.09.2013, 18:27.

                        Kommentar

                        • Ramzes
                          • 15.03.2006
                          • 14572

                          #32
                          Ich darf also nach Meinung dieses Herrn Töllner u.a. THP´s meine Pferde nicht
                          entwurmen , weil Hundezüchter fleißig weiterhin mit MDR1 - Gendefekten züchten ?
                          Ein Test auf MDR1 wird z.T. empfohlen , ist aber keine Pflicht für Zuchttiere .
                          Pferde dürfen s.M. nach nicht entwurmt werden , weil evtl. ein Doppel_gen-
                          Defekter Fiffi an frisch entwurmten Pferdeäppeln lutscht ?

                          Da wird der angebliche Tierschutzgedanke aber doch leidlich verdreht .
                          Aber der Herr Töllner verkauft ja auch Hundefutter , hält div. Vorträge
                          auf THP - Tagungen und Fiffi-Seminaren .


                          ...und wer hier genau liest s.S. 5 oben links , wird lesen , daß es um eine ganze Tablette geht ,
                          ~ 20 mg Ivermectin . Bei MDR1 +/- Hunden Vergiftung , bei MDR1+/+ auch letal .
                          Pferdewurmmittel in Tablettenform , ...klingelt es da ?
                          Könnte der Hundehalter evtl. auch die Tabletten verwechselt haben ,
                          falls er auch noch Pferdehalter ist ?

                          Aus dem Zusammenhang gerissen , kann man das natürlich entsprechend
                          populistisch aufbereiten .
                          Wie schon darauf hingewiesen wurde , steht schon seit ewig und drei Tagen
                          ein Warnhinweis im Beipackzettel , auch zu Gewässerauflagen .

                          Demnächst kommen wir noch dahin , daß keine
                          Koppelzäune mehr gebaut werden dürfen , weil so
                          ein genetischer CEA-Blindfisch-Hund gegen den Pfosten läuft ?
                          Zuletzt geändert von Ramzes; 04.09.2013, 17:52.

                          Kommentar

                          • Korney
                            • 05.03.2009
                            • 3512

                            #33
                            Ramzes, es geht nicht nur um Hunde. Es geht um Chemie im Grundwasser/Kreislauf.

                            Kommentar

                            • max-und-moritz
                              • 04.06.2006
                              • 3433

                              #34
                              Zitat von Korney Beitrag anzeigen
                              Ramzes, es geht nicht nur um Hunde. Es geht um Chemie im Grundwasser/Kreislauf.
                              Korney, wenn die Wurmmittel so verwendet werden, wie sie verwendet werden sollen, hält sich das in Grenzen. Für den ganzen Unfug, der damit getrieben wird, kann doch das Mittel selber nichts...!

                              Wie schon geschrieben wird vielerorts kreuz und quer entwurmt. Dann hast noch die Spezialisten, die sich und anderen die Resistenzen herzüchten, weil zu wenig Paste ins Pferd kommt. Da wird 180er Pferden und Kalten die Tube für 600kg gegeben, wovon noch ein Viertel daneben geht.

                              Meiner Meinung nach ist das Übel auf fehlendes Hirn der Leute zurückzuführen - es ist halt wie beim Skalpell in der Hand eines Affen.

                              Viele Grüße, max-und-moritz

                              PS: Zu "Früher, in der freien Wildbanhn, war alles Besser": da waren Würmer sicher das kleinste Problem des Pferdes, daran sind bestimmt die wenigsten eingegangen. Bevor da Würmer den Darm kaputt gemacht haben waren die Löwen und größere Verletzungen mit Sicherheit schneller...
                              Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

                              Kommentar

                              • Ramzes
                                • 15.03.2006
                                • 14572

                                #35
                                Zitat von Korney Beitrag anzeigen
                                Ramzes, es geht nicht nur um Hunde. Es geht um Chemie im Grundwasser/Kreislauf.
                                ...wie MM schon sagt , in erster Linie geht es um das" fehlende Hirn der Leute ".
                                Vom falsch eingeschätztem Gewicht bis zum falschem Wirkstoff / falscher Zeitpunkt ,...
                                Zusätzlich zum Problem Besatzdichte / Überweidung , Weidepflege ,
                                Weideruhe , regelmäßiges und ordentliches Aus-/ Abmisten Ställe / Paddock .
                                Zum Schluß noch die Unfähigkeit , den Beipackzettel zu lesen !

                                Hier finden Sie alle Informationen rund um das Thema Tiergesundheit, sowie Gebrauchsinformationen zu unseren Produkten.


                                Die höchste Konz. nach oraler Gabe ist nach 2,5 Tagen im Kot .

                                Und hätte ich tatsächlich einen Hund/Mischling der gefährdeten Rassen ,
                                ( s. link div. Arzneiwirkstoffe ) würde ich den Test machen lassen ,
                                schon deshalb , damit der behandelnde Tierarzt im Falle eines Falles
                                entsprechend verträgliche Medikamente gezielt einsetzen kann .
                                Ansonsten hantiert er ja " im Nebel " und wenn´s schief geht, ist er eh´
                                der " Böse " .


                                Kenntnis , Disziplin , Umsetzung , Zusammenarbeit ...
                                das gilt für dieses Konzept der Selektiven Entwurmung noch viel
                                mehr als für Standard - Entwurmungs - Schema .
                                Leider sind aber manche Dinge aufgrund der besonderen " Kakophonie "
                                in den Reitställen schwierig zu vermitteln .

                                Herzlich Willkommen auf unserer Seite zur regelbasierten Zeitgemäßen (+Selektiven) Entwurmung.




                                Zuchtstuten und Fohlen : strategische Entwurmung
                                Zuletzt geändert von Ramzes; 05.09.2013, 14:12.

                                Kommentar

                                • Nixe
                                  • 21.05.2012
                                  • 381

                                  #36
                                  Zitat von Bohuslän Beitrag anzeigen
                                  Seit wann ist es neu, dass in Wurmkuren toxische Substanzen sind ? Und auch schon sehr lange bekannt ist, dass manche Hunde Ivermectin nicht vertragen. Bisher hab ich nur von Erbrechen und Durchfall gehört, wenn eben diese Hunde Pferdeäpfel von frisch entwurmten Pferden gefressen haben.

                                  Wir haben seit ich denken kann Pferde und über sehr lange Jahre habe ich auch nach dem Entwurmen nie Würmer in den Äpfeln gesehen. Seit wir Jungpferde zur Aufzucht nehmen, kenne ich (fast) das ganze Spektrum an Würmern in Natura. Regelmäßiges Entwurmen gerade bei Jungpferden ist Pflicht.

                                  Ebenso wie es Pflicht ist, die Pferde die ersten 3 Tage nach der Entwurmung nicht auf die Koppel zu lassen, den ganzen Bestand mit einem Präparat zu entwurmen, ect. pp ..... eben das alles, was man immer schon gemacht hat - aus gutem Grund und nicht umsonst.

                                  Die "Wurmäpfel" als Sondermüll zu entsorgen, das finde ich übertrieben. Dann müsste man den Mist von allen mit Antibiotika und einigen anderen Medikamenten behandelten Pferden/Tieren auch getrennt entsorgen. Wo fängt man an, wo hört man auf??

                                  Andererseits finde ich es sehr gut, wenn mit Medikamenten nicht mehr so sorglos umgegangen wird. Wenn Pferdebesitzer, die bisher sehr sorglos und hirnfrei mit Wurmkuren hantiert haben, ein wenig nachdenken und anfangen eben jenes zu benutzen .
                                  ich bin voll und ganz bei Dir

                                  Kommentar

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