Wurmkuren Fluch oder Segen ?

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  • Wurmkuren Fluch oder Segen ?

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    Randbemerkung : ich bin auch kein Freund von zu viel Chemie und entwurme max 2 x jährlich.



    Wer denkt beim Entwurmen schon an den Mist, der hinten rauskommt? Ständig hat man den Pferdehaltern erklärt, dass die chemischen Entwurmungsmittel für die Pferde ungefährlich seien, was ja nicht stimmt, wie viele schon erleben mussten. Die Pferdehalter haben angenommen, dass solche von Behörden zugelassene und von Tierärzten verabreichte Mittel keine Gefahren bergen könnten. Warum hätte man auch noch darüber nachdenken sollen, was sie in der Umwelt, auf den Weiden und über den Mist auch als Dünger und von dort aus auf das Grundwasser anrichten können?

    Man hat es lange nicht getan. Es hätte schon jedem, vor allem aber den Bauern, auffallen können, dass der chemielastige Pferdemist schlecht verrottet. Nicht anders der Kuhmist. Inzwischen weiß man, dass die Giftstoffe eine Halbwertszeit bis zu 15 Jahren haben, also nur sehr schwer abbaubar sind. Chemische Entwurmungsmittel hat die Natur nicht vorgesehen. Deshalb tun sich Bakterien und Pilze damit so schwer. Sie haben nie lernen müssen, mit solchen Stoffe umzugehen – ihnen fehlen die passenden Enzyme für die Spaltung.

    Das ist aber nur die eine Seite. Am Anfang der Kette beim Verwerten des Mists stehen viele höhere Lebewesen: Insekten, vor allem Mistkäfer und Fliegen, Tausendfüßler, Springschwänze und viele andere mehr. Von ihnen werden durch die Gifte bis zu 90% vernichtet. Das ist doch wahrlich ein großartiger Erfolg, vor allem, wenn man sich bewusst wird, dass die Mittel ausgerechnet den Würmern immer weniger anhaben können, denn die sind bereits resistent geworden oder haben auf diesem Weg zur Resistenz große Fortschritte gemacht. Immerhin ist das Ausbringen von belastetem Mist oder auch der direkte Eintrag durch die Tiere in Wasserschutzgebieten verboten. Man weiß also sehr wohl, welche Folgen daraus erwachsen.

    Für mich ist erstaunlich, dass ausgerechnet die Bauern, denen ihr Boden doch heilig sein sollte, davon nichts bemerkt haben. Viele von ihnen sind heute keine Hüter der Natur mehr, sondern Ausbeuter, entweder schlecht informiert oder Ignoranten, die den Ast absägen, auf dem sie sitzen und die Schäden ihren Nachfolgern hinterlassen. Betroffen aber sind wir letztlich alle.
    MDR1-Hunde in Lebensgefahr
    Wenn inzwischen in mehreren europäischen Ländern der Einsatz dieser Mittel verboten ist oder eingeschränkt wurde, dann ist das zu begrüßen. Es ist aber sicher nicht deshalb geschehen, um Schaden von Pferden und Hunden abzuwenden, dafür scheint sich bisher niemand zu interessieren, zumindest hier in Deutschland nicht. Hunde fressen gerne Kot, vor allem den von Pferden.

    Das liegt in ihrer Natur. So werden es schon die Wölfe gemacht haben, wenn sie ein Wildpferd erlegt hatten. Pferdekot enthält viele vorverdaute vegetarische Stoffe, ist reich an Verdauungsenzymen und enthält große Mengen Vitamine, vor allem B-Vitamine und Vit. K1. Frischer Pferdekot ist für den Hund eine gesunde Sache, wenn, ja wenn nicht…
    Sogenannte MDR1-Hunde schweben in tödlicher Gefahr – immer
    Wer weiß schon, wie viele Hunde elendiglich verreckt sind, weil sie Pferdekot gefressen haben, der ein Entwurmungsmittel enthielt? Es sind sog. MDR1-/- bzw. MDR1-/+ Hunde, die betroffen sind. Da kommt man von einem Spaziergang zurück und plötzlich fängt der Hund an zu taumeln, hat weit aufgerissene Pupillen und starken Speichelfluss, weiß offensichtlich nicht mehr, wo er sich befindet. Es treten Krämpfe auf und irgendwann fällt er ins Koma. Es geht ihm also richtig dreckig. Vielleicht ist das alles auch schon unterwegs passiert. Auf dem schnellsten Weg zum tierärztlichen Notdienst. Vergiftung liegt nahe. Es wird untersucht, Blut wird abgenommen. Er wird stationär aufgenommen, kommt an den Tropf. Die Behandlung ist in vielen Fällen hoffnungslos.

    Viele Hunde mit solchen Symptomen sind schon überraschend verstorben,
    ohne dass die Hundehalter die Wahrheit erfahren haben. Sie haben für den Tod keine Erklärung, keine Diagnose erhalten. Schicksal halt. Zwei Szenarien wurden mir immer wieder berichtet. Die Frage, ob der Hund Pferdekot gefressen hat, wurde nicht gestellt. Warum nicht?

    Jeder Tierarzt, der chemische Entwurmungsmittel vertreibt, kennt doch diese Zusammenhänge. Könnte es daran liegen, dass vielleicht das Gewissen schläft? Ihr Tierarzt war so nett und hat Sie darüber aufgeklärt. Sie sind aufgebracht, aber dann sagt er Ihnen, dass Ihr Hund einen Gendefekt hat, also eine angeborene Macke, sonst wäre das nicht passiert. Sie hätten Ihren Hund daraufhin untersuchen lassen müssen. Betroffen gehen Sie nach Hause. Sie haben jetzt von kompetenter Seite mitgeteilt bekommen, dass Sie selbst Schuld sind am Tod oder Leiden Ihres Hundes, warum haben Sie sich nicht ausreichend informiert und die Untersuchung machen lassen?
    Betroffene Hunderassen:
    Als besonders empfindlich gelten Collies, Australian Shepherds, Shetland Sheepdogs, Bobtails (Old English Sheepdogs), Border Collies, Shelties, Langhaarwhippets, Windhunde, Deutsche Schäferhunde und Mischlinge dieser Rassen (Geyer 2005a; u.a.)
    Die Justus Liebig Universität weist auf ff. hin:
    MDR1-/- Hunde müssen der Entwurmung von Pferden mit Ivermectin- oder Moxidectin-haltigen Präparaten dringend ferngehalten werden, da es selbst bei Aufnahme sehr geringer Mengen dieser hoch dosierten Präparate zu gravierenden Vergiftungen von MDR1-/- und auch MDR1+/- Hunden kommen kann. Insbesondere neuere Präparate in Tablettenform wie Equimax Tabs®, Eraquell Tabs®, oder Vectin® können für Hunde mit MDR1-Defekt extrem gefährlich sein: Bereits die Aufnahme einer einzigen Tablette mit ~20 mg kann bei MDR1+/- Hunden leichte Vergiftungssymptome hervorrufen und ist für MDR1-/- Hunde sogar tödlich!
    Vergiftungen durch therapeutische Applikation
    Makrozyklische Laktone dürfen, sofern nicht explizit für den Hund zugelassen, nicht bei MDR-/- Hunden angewendet werden, da es zu lebensbedrohlichen Vergiftungen kommen kann. Ein MDR1-Gentest ist daher zwingend vor dem hoch-dosierten Einsatz von Makrozyklischen Laktonen, z.B. zur Therapie der generalisierten Demodikose. Auch heterozygote MDR1+/- Hunde zeigen hierbei vermehrt Nebenwirkungen wie Mydriasis und Ataxie, welche aber beim Absetzen der Präparate auch ohne Behandlung innerhalb eines Tages reversibel sind.
    Quelle: https://www.vetmed.uni-giessen.de/ph...r1_defekt.html
    Nun mal einen Augenblick der Besinnung:
    Sie gehen also mit Ihrem fröhlichen, gesunden Hund spazieren oder reiten in Begleitung Ihres Hundes aus. Und dann haben Sie wenig später einen schwerkranken Hund, der vergiftet wurde und wahrscheinlich nicht überlebt. Was vermuten Sie?

    Da das Auslegen von Akutgiften zur Rattenbekämpfung schon lange verboten ist, kann es sich nur um einen bösartigen Hundehasser handeln, der Köder mit Gift ausgelegt hat, und Sie haben nicht gemerkt, dass Ihr Hund den gefressen hat. Es gibt solche netten Zeitgenossen. Sie kämen ja wohl kaum auf den Gedanken, dass ein Pferdeapfel genau dieselbe Wirkung haben könnte. Mit anderen Worten: Solche Pferdeäpfel entsprechen dem Auslegen von Gift, um damit Hunde zu vergiften. Man würde doch jeden, der so etwas tut, anzeigen und bestrafen.

    Es ist ja auch gezielte Tierquälerei und verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Immerhin ist der Tierschutz inzwischen im Grundgesetz verankert.
    Aber gemach. So läuft das nicht in unserem Land. Man hat die Argumente mit Erfolg auf den Kopf gestellt. Nicht der Vergifter, der Hersteller, Vertreiber oder Ausleger der Gifte wird verantwortlich gemacht, nein, die Hunde mit dieser speziellen genetischen Konstellation sind es selbst und letztlich deren Besitzer.

    Nun sind ja solche Gifte in der Natur nicht vorgesehen, deshalb würde den Hunden durch diese Mutation auch kein Schaden entstehen. Wahrscheinlich gibt es sie schon seit zigtausend Jahren, aber das spielt in der Argumentation keine Rolle mehr. Nicht die Gifte werden aus dem Verkehr gezogen und die Verantwortlichen bestraft, sondern es muss ein Gentest her und ein Zuchtprogramm, damit Hunde mit der Eigenschaft MDR1- aus der Zucht genommen werden. So schafft man es nicht nur, sich reinzuwaschen und die Schuld den anderen aufzuladen, sondern auch noch das Geschäft zu erweitern. Ethisch ist das völlig unvertretbar, moralisch verwerflich. Und doch wird es genauso gemacht.
    Es ist ein Verbrechen an den Hunden.

    Erstaunlich, dass diese absurde Argumentation bisher stillschweigend überall, ohne sie mal kritisch zu hinter*fragen, als richtig akzeptiert wurde. Kein Widerspruch. Nur Nachgeplapper des Arguments: „Der Hund hat einen Gendefekt.“ Was war das doch für eine erfolgreiche Strategie! Und die meisten Pferde- und Hundehalter schlafen tief. Hiergegen müsste juristisch vorgegangen werden, wenn nötig, bis zur letzten Instanz.

    Klaus-Rainer Töllner, Biologe, Waltrop
  • Korney
    • 05.03.2009
    • 3512

    #2
    Der Artikel passt wie die Faust aufs Auge. Ich habe mir in letzter Zeit nämlich Gedanken darüber gemacht, wie man auf die chemische Wurmkeule verzichten kann. Dass davon im weitesten Sinne Hunde in Mitleidenschaft gezogen werden, hatte ich im Geringsten vermutet.

    "Schön und gut", die Sachlage einfach umgekehrt auszustellen und zu erfinden, die Hunde hätten einen Gendefekt. Schlimm ist allerdings, dass man mal wieder nicht ganzheitlich vorgeht. Was ist denn nun mit folgendem Satz?
    " Insekten, vor allem Mistkäfer und Fliegen, Tausendfüßler, Springschwänze und viele andere mehr. Von ihnen werden durch die Gifte bis zu 90% vernichtet."

    Wer entscheidet denn, welches Tier wertvoller ist? Der Hund, nur weil er dämlich genug ist, um sich domestizieren zu lassen und mit seinem Herrchen bzw. seinem Peiniger auf dem Sofa schläft?

    Welche Arten von biologischen Entwurmungsmöglichkeiten gibt es denn?
    Gehören effektive Mikroorganismen dazu?

    Kommentar

    • daylight1984
      • 30.12.2009
      • 1324

      #3
      Zitat von Korney Beitrag anzeigen
      Welche Arten von biologischen Entwurmungsmöglichkeiten gibt es denn?
      Gehören effektive Mikroorganismen dazu?
      Meines Wissens leider nicht und ich arbeite viel mit EM's. Aber ich bilde mir ein das sich der Wurmdruck etwas vermindert hat. Bei uns arbeiten wir ja mit der Selektiven Entwurmung, sprich erst Kotuntersuchung und dann nach Bedarf Wurmmittel. Seit wir EM's benutzen, könnte man glauben es ist weniger geworden.
      sigpic www.gestuet-unter-den-birken.com

      Kommentar

      • streeone
        • 26.03.2010
        • 1307

        #4
        Ich meine, es gab mal einen Artikel in den Dressurstudien, dass man bei gemeinsamer Haltung von Rindern und Pferden auf großen Flächen zu Wurmfreiheit kommt... Jetzt haben natürlich die wenigsten so eine Möglichkeit aber man sollte mal in diese Richtung forschen, finde ich.
        Gash du Mont St. Pierre (Galapagos x Hutson)
        26.04.1990 - 07.02.2010

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        • Dark-Angel
          • 04.12.2008
          • 1404

          #5
          @Caspar: Diesen Artikel kenne ich nur zu gut und erzähle das immer den Leuten, die meinen, immer noch mindestens 4x im Jahr zu entwurmen - ob`s sinnvoll ist, oder nicht. Ich betreibe ja seit gut einem Jahr selektive Entwurmung, füttere wurmtreibende Kräuter und bin nach wie vor beeindruckt davon. Positiver Nebeneffekt: Schont meinen Geldbeutel in vielerlei Hinsicht

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          • Bolaika2
            • 22.03.2011
            • 4384

            #6
            Wir entwurmen nur 2 Mal im Jahr und betreiben Wechselbeweidung mit Rindern. Ich kann mich nicht erinnern, nach Entwurmung überhaupt schon mal nen Wurm gefunden zu haben. Und bis auf unsere alte Pachtstute sah bisher bei uns auch kein Pferd "verwurmt" aus...

            Kommentar

            • Korney
              • 05.03.2009
              • 3512

              #7
              Zitat von Dark-Angel Beitrag anzeigen
              @Caspar: Diesen Artikel kenne ich nur zu gut und erzähle das immer den Leuten, die meinen, immer noch mindestens 4x im Jahr zu entwurmen - ob`s sinnvoll ist, oder nicht. Ich betreibe ja seit gut einem Jahr selektive Entwurmung, füttere wurmtreibende Kräuter und bin nach wie vor beeindruckt davon. Positiver Nebeneffekt: Schont meinen Geldbeutel in vielerlei Hinsicht
              Nicht nur der finanzielle Aspekt ist für mich interessant.

              Habe ich das richtig verstanden? Selektives Entwurmen durch Einschicken von Kot, um herauszufinden, welchen genauen Wirkstoff gegen aktuellen Wurmbefall ich verabreiche?
              Und zusätzlich zur gleichen Zeit kurweise oder einmalig entwurmende Kräuter?

              Kräuter sind ja schön und gut, aber auch durch selektive Entwurmung verabreiche ich mindestens 2 Mal im Jahr die chemische Wurmkeule.

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              • Nixe
                • 21.05.2012
                • 381

                #8
                Wie, was. Ich darf hier laut sagen, dass auch unser Stall nur 2 x im Jahr entwurmt ? Ich habe es mir schon vor Jahren abgewöhnt Diskussionen über Wurmkuren zu führen. Bei 2 x im Jahr wurde man als Tierquäler und Pferdeschänder hingestellt. Oder es kamen Sprüche wie : Wenn man sich nicht mal die Wurmkur leisten kann, warum hat die dann Pferde !!! Bei jungen Pferden achten wir vermehr darauf, dass sich keine Wurmbäuche bilden und Fohlen werden ordnungsgemäß entwurmt. Ich habe erst einmal Würmer im Kot gefunden und sie Stute stand bei uns nur zur Besamung. Schön, dass man sich wieder trauen darf

                Kommentar

                • Korney
                  • 05.03.2009
                  • 3512

                  #9
                  Warum sollte man sich nicht trauen können, über das Verabreichen von Wurmkuren zu sprechen?
                  Ich hatte im Stall schon heftige Diskussionen wegen der Fütterung von Hafer, Gerste oder Müsli.. who cares? Die ewig Gestrigen und diese hier:
                  " Insekten, vor allem Mistkäfer und Fliegen, Tausendfüßler, Springschwänze und viele andere mehr. Von ihnen werden durch die Gifte bis zu 90% vernichtet."
                  sry, so witzig ist das garnicht. Aber es passte trotzdem grade ganz gut!!

                  Kommentar

                  • Nektarina
                    • 19.12.2010
                    • 436

                    #10
                    Also, zu diesem Thema kann ich ganz aktuell meine persönliche Studie beitragen.

                    Entwurmen ohne Chemie - ja es funktioniert. Es ist definitv kostenintensiver (und umständlicher als eine Paste zu geben) aber mir ist es allemal Wert.

                    Bei meiner Stute wurden Ende Mai 3860EpG Strongyliden gefunden. Bei einer anderen Stute im Stall zur gleichen Zeit 1800EpG.

                    Zugegeben - ich bin erstmal in Panik ausgebrochen Wollte natürlich chemisch entwurmen.

                    Aber dann dachte ich mir, wer weiß wie lange sie die Würmer schon hat (mal ehrlich, wer hat den Kot tatsächlich schon untersuchen lassen?) und habe das Projekt "Entwurmen mit Kräutern" gestartet. Wir haben die Stuten mit den Wurmkräutern von Pernaturam "entwurmt". Uns waren die Kräuter jedoch zu teuer, wir haben die Komponenten einzeln gekauft und nach Auge gemischt. Es besteht aus: Beifusskraut, Hagebuttenkerne, Meerrettich, Kokosraspeln, Walnussblätter und strahlenloser Kamille. Die strahlenlose Kamille konnten wir einzeln nicht beziehen und haben sie dann weg gelassen.

                    Die Pferde bekamen jeweils früh und morgens ca. 150g (= mehr als die Angabe von Pernaturam) von den Kräutern zusammen mit dem Futter und haben diese anstandslos gefressen. Das ganze 1 Woche lang, danach 1 Woche Pause. Insgesamt haben wir 3 Blöcke gegeben.
                    Zusätzlich bekommen sie täglich einen Schuss EMa übers Futter (wohl 20-30ml).

                    Ja was soll ich sagen. Ich finde wir hatten Erfolg. Die Kotprobe 3 Monate später ergab bei beiden Stuten eine deutliche Reduzierung der Strongyliden (3860 alt auf neu 1300 sowie 1800 auf neu 700). Wir starten nun nochmals mit den Kräutern, geben aber dann in der Woche Pause noch zusätzlich Mucosa comp von Heel (für die Schleimhäute) sowie Juglandis derma clean.

                    Ich gehe stark davon aus, dass wir die Würmer bis Herbst in den Griff bekommen.
                    Zuletzt geändert von Nektarina; 03.09.2013, 15:03.

                    Kommentar

                    • steffie1910
                      • 30.06.2011
                      • 2714

                      #11
                      Ich werde sogar versuchen meinen Headshaker gar nicht zu entwurmen bzw... komplett ohne chemie ausschließlich mit Kräutern!
                      Steinigt mich aber bevor das wieder richtig ausbricht...
                      Da Wurmkuren auch als "MIT"- Auslöser fürs Headshaken gelten.

                      Der Jährling und die Stute werden weiterhin zwei mal Jährlich entwurmt!

                      Kommentar

                      • Bolaika2
                        • 22.03.2011
                        • 4384

                        #12
                        Wahrscheinlich völlig am Thema vorbei, aber : das würde erklären, warum unsere Stuten die strahllose Kamille So gerne fressen, die hier überall wächst...

                        Kommentar

                        • living doll
                          • 30.05.2005
                          • 2180

                          #13
                          Ganz vorsichtig - stimmten die Behauptungen denn?
                          Sterben die Hunde mit dem Gendefekt, wenn sie einen Pferdeapfel eines zuvor entwurmten Pferdes gefressen haben?
                          Meines Wissens geht es dabei doch um Ivermectin.
                          In der Packungsbeilage steht, dass die Hunde es nicht bekommen dürfen, aber ist es auch noch gefährlich, wenn es einmal durchs Pferd gegangen ist?
                          Und reicht die Menge, die in einem Apfel ist, aus für eine Vergiftung?

                          Und reagieren Insekten, die keine Würmer im Körper eines Tieres sind, auch auf Wurmpräparate?
                          Mir ist das noch nie aufgefallen.
                          "Wenn Dein Herz leicht ist, ist es auch Deine Hand. Wenn Dein Herz leicht ist, treibt es dich vorwärts. Die Schwermütigen, Schwerbeherzten treibt nichts vorwärts.
                          Vorwärts aber ist alles." R. Binding

                          Kommentar

                          • Jule89
                            • 26.04.2010
                            • 1173

                            #14
                            Vorneweg: Ich finde den Artikel gut! Und ich bin auch der Meinung, nur zu entwurmen, wenns wirklich notwendig ist. Wir entwurmen auch 2x pro Jahr. Wir können übrigens eine Mischbeweidung Pferd/Rind realisieren, aber wir haben da noch keine Untersuchungen angestellt, wie sich das auswirkt. Wäre mal interessant...

                            Jetzt frage ich mich aber, wie unser Collie das 14 Jahre überlebt hat, dass wir u.a. mit Ivermectin entwurmen?

                            Kommentar

                            • Nixe
                              • 21.05.2012
                              • 381

                              #15
                              Korney: Natürlich kann man darüber sprechen, aber ich habe seit mehr als 30 Jahre Pferde und habe mich immer gewehrt zuviel von der Chemie in meine Pferde zu pumpen. Von vielen Seiten bin ich dann so derbe angegriffen worden, dass ich meinen Mund gehalten habe. es gab Interessenten in meinem Stall, die 5 x im Jahr entwurmen wollten. Wenn nach dem Gespräch keine Einsicht kam, bekamen die auch keine Box. Nur weil die Industrie es herstellt, heißt es doch nicht, das es auch so sein muß. Wir haben immer mal wieder Kotproben untersuchen lassen und lagen immer im grünen Bereich.

                              Kommentar

                              • Korney
                                • 05.03.2009
                                • 3512

                                #16
                                Zitat von Nixe Beitrag anzeigen
                                Nur weil die Industrie es herstellt, heißt es doch nicht, das es auch so sein muß.
                                bzw. nur weil die Pharmaindustrie etwas anbietet, heißt es noch lange nicht, dass dieses Produkt 1. das Non-plus-Ultra ist und 2. auch sinnvoll ist. Geld regiert leider auch hier die Welt.

                                bin da ganz bei dir!

                                Kommentar

                                • max-und-moritz
                                  • 04.06.2006
                                  • 3433

                                  #17
                                  Für mich gilt auch bei der Entwumung: so viel wie nötig, und so wenig wie möglich - ich mach es 3 x im Jahr. Weniger halte ich bei einem Einstellbetrieb für nicht zu verantworten, ich zieh mir den Schuh mit verwurmten / kranken Pferden nicht an.

                                  Den Artikel finde ich schon leicht übertrieben, es stellt sich dar, als würden reihenweise Hunde an Pferdekot sterben.

                                  Und erst die armen Fliegen...! Um die ist es natürlich besonders schade...

                                  Wie groß ist wohl die Möglichkeit, daß ein Hund ausgerechnet Wurmkur-Pferdeäpfel erwischt? Nicht mal ich als großer Freund des Worst Cause sehe hier die ganz große Gefahr.

                                  Offenbar bin auch ich ein blinder Bauer, mir ist noch nicht aufgefallen, daß die WK´s im Mist meinen Boden kaputt machen. Aber wahrscheinlich ist eh Hopfen und Malz verloren, weil ich statt Stroh Späne einstreue und der tötet den Boden ja direkt!

                                  Hey, Leute, Ihr hättet mal die Menge an Heu, die meine ausschließlich mit dem schlechten Mist gedüngte und durch Späne sauer gewordene Wiese heuer gebracht hat, sehen sollen...!

                                  Läßt der gewöhnliche Pferdebesitzer, dessen Pferd an Kolik stirbt, dieses untersuchen? Bei wie vielen ist wohl eine Verwurmung schuld?

                                  Last but not least an die selektiven Kräuterentwurmer: was macht Ihr mit dem Bandwurm, geht es dem damit auch an den Kragen?

                                  Meine Meinung: Schaden - Nutzen gegenüberstellen und wissen, daß wir sehr wahrscheinlich einen Tod sterben müssen.

                                  Viele Grüße, max-und-moritz
                                  Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

                                  Kommentar

                                  • Neuzüchter
                                    • 09.04.2003
                                    • 2149

                                    #18
                                    Weinmann sich bitte mal vor Augen führt wir groß der Pferdedarm ist und wie groß eine Kotprobe dann sollte man dahinter kommen das ein Exposition Probe bedeutet positiv eine negative nur gerade dieses Gramm negativ.

                                    Ich hab gerade Jungpferde schon an Wurmbefall sterben sehen - nicht schön. Weidehygiene spielt da sicher auch Ei ne besondere Rolle aber ohne Wurmkur geht es b Ei unserer Intensivhaltung nicht.

                                    Und

                                    Wer lesen kann ist klar im Vorteil. In jedem Beipackzettel steht das u ne welche Präparate nicht gegeben werden sollen wenn die Pferde an Flussläufen stehen und oder dorthin der Mist verbracht werden soll u.ä.m.

                                    Resistenzen? Wie entsorgt ihr den Alte Medikamente? Hausmüll und das ist inzwischen sogar legal auch für Antibiotika.

                                    Es gibt riesige Macken in der Tierhaltung in Deutschland gar keine Frage aber nun wieder PETA mäßig die Landwirte als Sündenbock hinzustellen ist lächerlich.
                                    Auch Freizeitpferde sin Profis!

                                    Kommentar

                                    • Korney
                                      • 05.03.2009
                                      • 3512

                                      #19
                                      Zitat von max-und-moritz Beitrag anzeigen



                                      Wie groß ist wohl die Möglichkeit, daß ein Hund ausgerechnet Wurmkur-Pferdeäpfel erwischt? Nicht mal ich als großer Freund des Worst Cause sehe hier die ganz große Gefahr.

                                      Offenbar bin auch ich ein blinder Bauer, mir ist noch nicht aufgefallen, daß die WK´s im Mist meinen Boden kaputt machen. Aber wahrscheinlich ist eh Hopfen und Malz verloren, weil ich statt Stroh Späne einstreue und der tötet den Boden ja direkt!




                                      Vielleicht ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering, wenn der Pferdeapfel nicht grade am Haupthundespazierweg liegt. Aber davon abgesehen schwemmt der Regen das Zeug ins Grundwasser.
                                      Und dann haste das Zeug im Kreislauf!! Letztenendes wäre es dann wohl leichter gewesen, es hätte nur Hunde befallen. Aber das ist nicht das Problem bei der Angelegenheit, sondern die Chemie im Kreislauf!

                                      Vorsicht ich habe mich wiederholt, weil wichtig!

                                      Entwurmst du deine Wiesen?

                                      Kommentar

                                      • max-und-moritz
                                        • 04.06.2006
                                        • 3433

                                        #20
                                        Zitat von Korney Beitrag anzeigen
                                        Entwurmst du deine Wiesen?
                                        Die Wiesen, auf die der Mist kommt, nicht. Die Weide mit Kalkstickstoff.

                                        Zu Chemie im Kreiselauf: wo willst Du anfangen und wo aufhören?
                                        Wer neue Wege scheut, muß alte Übel dulden.

                                        Kommentar

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