FEI gegen den Dressursport

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  • Kareen
    Ein Gast antwortete
    Ja, für die Zuschauer ist es auch besser wenn keine unkontrollierten Olympiapferde durch die Gegend fliegen *prust*. Viel peinlicher geht's nicht. Wozu überhaupt Zuschauer, das Ganze dient ja eh nur noch dem Kommerz. Näher als 100 Meter wollen die Damen und Herrn Spitzensportler ja eh keinen an ihren Pferden dranhaben. Die könnten da ja auch irgendwas draufschmieren was man dann hinterher in hässlichen Pressekonferenzen erklären muss *LOL*. Also wirklich das ganze ist doch eine Farce und es verwundert überhaupt nicht, dass sich das Gegurke keiner mehr wirklich angucken will.

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  • Bina1
    antwortet
    Und dann habe ich Meines unter Kontrolle und der Nächste seines nicht, tritt mein Pferd und das war es dann?
    Tut mir leid, es gibt Risiken die kann man umgehen.

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  • CoFan
    antwortet
    Ich muss Britta da zustimmen - ich würde von einem Olympiasieger in jeder Reitsportdisziplin (würde also auch für MMB und Shutterfly gelten) erwarten, dass er mit seinem Pferd eine solche Situation gemeinsam meistern kann. Aber darum gehts ja eigentlich gar nicht. Die komplette olympische Veranstaltung ist aus meiner Sicht so und so ein kommerzielles Spektakel - und da fallen die paar teuren Sportpferde nicht auf. In anderen Disziplinen (Fussball, Basketball) sind die Beine der menschlichen Teilnehmer wertvoller als 5 Shutterfly oder Salineros.

    Eigentlich gehts ja hier um das Thema Präsidentin der FEI (warum sind das eigentlich immer "Blaublüter"???) und der Dressursport, bzw ihre Vorgehensweise innerhalb der FEI.

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  • Basti
    antwortet
    Zitat von Donnerwetter
    Eine Siegerehrung ist meiner Meinung nach kein "unnötiges Risiko", sondern eine Frage der Ehre.
    uuuaaahhhh ........... jetz geht dieses thema wieder los

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  • Kareen
    Ein Gast antwortete
    Ich glaube das derart wertvolle Tier unterliegt dabei keinem größeren Risiko als die anderen derart wertvollen Tiere der Mitbewerber? Das Risiko liegt hier wohl eher auf Seiten der Reiterin. Die Platzierung ist doch offiziell immer noch Teil der Prüfung oder nicht? Auf einen ordentlichen Anzug wird ja auch Wert gelegt. Ich find's ziemlich beschämend, wenn 'Koryphäen des Sports' nicht mehr dazu in der Lage sind, was jedem Reiterabzeichenschüler nach dem E-Springen abverlangt wird... Aber wir kommen vom Thema ab.

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  • Bina1
    antwortet
    Das jemand bei der aufgeheizten Stimmung sein Pferd nicht in der Siegerrunde galoppieren lässt, dafür hab ich uneingeschränkt Verständnis.
    Ich würde ein derart wertvollles Tier auch keinem unnötigen Risiko aussetzen.

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  • Britta
    antwortet
    Zitat von Bina1 Beitrag anzeigen
    Traurig drum, das Fachleute den Wert einer Ausbildung nicht erkennen.
    Um es spannender zu machen können wir ja den Gehorsamssprung wieder einführen, das gäbe eine Gaudi.
    Zitat von CoFan Beitrag anzeigen
    Meine Stimme dafür hast Du .....
    Zitat von Devil's Dance Beitrag anzeigen
    @ CoFan
    Im übrigen bin ich auch für Gehorsamkeitssprung....
    wie wäre es, wenn zunächst eine Ehrenrunde von allen Medaillengewinnern im Galopp möglich wäre?

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  • Devil's Dance
    Ein Gast antwortete
    @ CoFan
    'ne Segeljolle einer olympischen Bootsklasse kannst du zum Preis eines "Mode"-fohlens kaufen, und sie braucht nicht mal gedopt werden .

    Im übrigen bin ich auch für Gehorsamkeitssprung....

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von Bina1 Beitrag anzeigen
    Traurig drum, das Fachleute den Wert einer Ausbildung nicht erkennen.
    Um es spannender zu machen können wir ja den Gehorsamssprung wieder einführen, das gäbe eine Gaudi.
    Meine Stimme dafür hast Du .....

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  • Bina1
    antwortet
    Traurig drum, das Fachleute den Wert einer Ausbildung nicht erkennen.
    Um es spannender zu machen können wir ja den Gehorsamssprung wieder einführen, das gäbe eine Gaudi.

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  • CoFan
    antwortet
    @Bina Wie gesagt - damit ist sie nicht alleine. Auch der ein oder andere FN-Offizielle hat in HongKong seine Interview-Termine auf die Dressurprüfungen gelegt - mit dem sinngemässen Kommentar, da wärs eh und jeh langweilig ......

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  • Bina1
    antwortet
    Jeder der bei Olympia teilnimmt hofft auf das große Geld. Sei es nun über Werbung, Trainerverträge usw. wollen wir deshalb Olympia abschaffen? Hier herrscht eine ungesunde Meinungsmehrheit der Springreiterszene und ablenken kann man damit auch gut.
    Dressur sollte übrigens nicht spannend, sondern schön/harmonisch sein und wenn die Dame das nicht erkennen kann, dann ist sie fehl am Platze.
    Ich geh auch nocht ins Ballatt, wenn ich aktion will.

    Synchronschwimmen ist auch nicht spannungsgeladen, aber eine Kunst ist es alle mal

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von Vivalina Beitrag anzeigen
    Ich oute mich mal als unwissend: wer ist denn Herr Kempermann?
    Herr Kempermann ist ein verdienter Verantwortlicher beim CHIO Aaachen (genaue Position weiss ich jetzt nicht) - aber er hat auch schon öffentlich die Meinung geäussert, dass die Dressurprüfungen zB einfach zu lang sind, um den Zuschauer zu fesseln.

    @horsmän .... das hast Du aber zB den Segelsport vergessen - auch olympisch und wahrscheinlich noch deutlich teurer als der Reitsport ......

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  • horsm
    antwortet
    Dressur vs. Distanzreiten -
    da treibt man ja dann den Teufel mit dem Belzebub aus.

    Ich pers. bin der Meinung "Reitsport" gehört in keinen Disziplin zu den Olympischen Spielen, ganz einfach weil Reiten kein Sport sein sollte und im Wettkampf hier letztlich viel zu viel vom Geld bestimmt wird.
    Die Höhe der Kosten des "Wettkampfgerätes" steht hier in einem dermassen ungesunden Verhältnis zum olympischen Wettkampfgedanken, dass es besser ist, die Reiterei ganz aus den olymp. Spielen heraus zu nehmen. Wird wahrscheinlich nur noch von Formel-1 übertroffen.

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  • Vivalina
    antwortet
    Zitat von CoFan Beitrag anzeigen
    ...
    Der Eindruck, den diese aktuellen Entwicklungen (Präsidentin vs Dressurkomitee) nach meinem oberflächlichen Kenntnisstand auf mich macht, ist allerdings nicht der beste (diplomatisch ausgedrückt). Und dass der Herr Kempermann da jetzt in leitender Position ist, lässt mich befürchten, dass der Dressursport demnächst eher a la Apassionata betrieben werden soll. Das mag vllt leichter zu vermarkten sein, aber für den Dressursport ist das eine sehr bedenkliche Entwicklung.
    ...
    Ich oute mich mal als unwissend: wer ist denn Herr Kempermann?

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  • Oppenheim
    antwortet
    Das Problem ist eben einfach, daß es nur noch ums Geld geht und das finde ich sehr traurig...

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  • CoFan
    antwortet
    @Oppenheim Verstehen kann ich das - aber sag das mal all den Ausbildern, Berufsreitern, Turnierveranstaltern, Zuchtverbänden und Züchtern ....... (hab bestimmt noch wen oder was vergessen) Glaubst Du, die sind begeistert?

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  • Oppenheim
    antwortet
    Tja, vielleicht sollte man mal wieder zurück zu den Wurzeln kehren, ich würde gern mal wieder reiten sehen, Harmonie zwischen Reiter und Pferd, ich würde gern auch mal wieder andere gute Reiter an der Spitze sehen und nicht immer wieder die gleichen... Es geht doch heutzutage nur noch ums Geld und das nicht nur im Reitsport.

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von Donnerwetter
    1. Ich wäre vorsichtiger in der Ausdrucksweise. Derartige Pauschalisierungen sind unsachlich und unzutreffend.
    Das unterschreibe ich vollständig.

    1. Welches Geld schmutzig ist, und welches nicht. Wie will man das beurteilen? Wissen wir (nur als weitere vorurteilsbehaftete Beispiele) ob von den Sponsorengeldern in Italien alles "mafiafrei" ist? Wissen wir, ob nicht irgendein Drogenbaron in Südamerika sponsort? Die Liste könnte man beliebig fortsetzen.

    2. Die Vor- bzw Pauschalurteile über die Lebensweise der "Scheichs" und ihrer Frauen haben hier auch nichts zu suchen.

    Und was den olympischen Status betrifft, bin ich da auch etwas gelassener, da ich dem ganzen olympischen Rummel eh etwas skeptisch gegenüber stehe. Aber ich denke so und so nicht, dass - wenn überhaupt - nur einzelne Reitsportdisziplinen zur Diskussionen stehen.

    Und die Äusserungen der FEI-Präsidentin genau darüber werte ich eher als "politisch taktisches" Druckmittel um etwas anderes zu erreichen.
    Allerdings hat mir der Teilaspekt Vielseitigkeit doch wieder gut gefallen. Da ja wohl einige ewig-Gestrigen nach HongKong meinten, das wäre alles etwas zu "weichgespült" und sich eher die harten Militaryzeiten zurückwünschen. Genau in diesem Fall "gefällt" mir das "Druckmittel" Publikum und Olympia, um den Sport etwas zu entschärfen - bei der Dressur gefällt es mir allerdings nicht. Wie immer, jede Medaille hat zwei Seiten.

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  • CoFan
    antwortet
    Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich diese - sagen wir mal - Irrungen und Verwirrungen um den Dressursport nicht ganz durchschaue, dazu fehlen mir einfach die Hintergrundkenntnisse (Interessen und Machtverhältnisse der einzelnen Handelnden etc.).

    Dass der Dressursport olympisch gegen Distanzreiten ausgetauscht werden soll, sind ja auch nur Spekulationen. Und dass das eintritt halte ich auch für sehr fragwürdig, da das Distanzreiten a) nicht so verbreitet b) beim Publikum noch weniger bekannt und c) damit noch schlechter zu vermarkten ist. Der einzige Vorteil des Distanzreitens ist wohl, dass es für den Zuschauer leichter zu verstehen ist - wer als 1ter ins Ziel kommt hat eben gewonnen. Dass angestrebt wird, es zusätzlich ins Programm aufzunehmen, ist für mich eher denkbar.

    Der Eindruck, den diese aktuellen Entwicklungen (Präsidentin vs Dressurkomitee) nach meinem oberflächlichen Kenntnisstand auf mich macht, ist allerdings nicht der beste (diplomatisch ausgedrückt). Und dass der Herr Kempermann da jetzt in leitender Position ist, lässt mich befürchten, dass der Dressursport demnächst eher a la Apassionata betrieben werden soll. Das mag vllt leichter zu vermarkten sein, aber für den Dressursport ist das eine sehr bedenkliche Entwicklung.

    Und by the way, was die Dressurwettbewerbe mMn in HongKong auch langweilig gemacht hat ist zB die neue Regelung, dass pro Mannschaft nur noch 3 Starter erlaubt sind. Daran könnte die FEI ganz leicht wieder was ändern. Aber es soll ja auch führende Köpfe der FN geben, die diese Ansicht (Dressur = Langeweile) teilen.

    Aus meiner Sicht sind diese ganzen Geschichten aber nur ein weiterer Ausdruck eines Grundsatzproblems des Reitsports überhaupt. Es ist nun mal ein teurer Sport, an dem eine grosse "Industrie" hängt - vor allem in Deutschland. Und die Interessenskonflikte Geld/Sport/Pferdewohl werden uns da wohl auf immer und ewig beschäftigen.

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