Ludger Beerbaum geht in Altersteilzeit

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von Bohuslän Beitrag anzeigen
    Stimmt, Benny!
    Zudem muss man es sich aus betriebswirtschaflicher Sicht leisten können ein gutes Champoinatspferd nicht zu verkaufen, wenn ein entsprechendes Angebot kommt. Wenn mit dem Verkaufserlös eines einzigen Pferdes die Festkosten des Betriebes über mehrere Jahre abgedeckt werden und man gleichzeitig das Verletzungs- und sonstige Risiko betrachtet, dann kommt doch jeder ins Grübeln.
    Eben, und gerade für Nationenpreise braucht man Reiter, die genau DAS auch können und wollen.

    Bei LB war das dauerhaft in einem guten Gleichgewicht. Weil es eine verlässliche Sponsoren-Partnerschaft gab, er selbst auch die Wichtigkeit von Nationenpreisen gesehen und deshalb auch darauf hin "gewirtschaftet" hat.

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  • Bohuslän
    antwortet
    Stimmt, Benny!
    Zudem muss man es sich aus betriebswirtschaflicher Sicht leisten können ein gutes Champoinatspferd nicht zu verkaufen, wenn ein entsprechendes Angebot kommt. Wenn mit dem Verkaufserlös eines einzigen Pferdes die Festkosten des Betriebes über mehrere Jahre abgedeckt werden und man gleichzeitig das Verletzungs- und sonstige Risiko betrachtet, dann kommt doch jeder ins Grübeln.

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  • Benny
    antwortet
    Zitat von HansO Beitrag anzeigen
    Hallo, gehts noch? Niemand wird gezwungen, einen Turnierstall für den Spitzensport zu BAUEN - egal wie dieser finanziert worden ist bzw. ob es mutmaßliche Sponsoren gegeben hat oder nicht. So einfach ist das.
    "Den Turnierstall bauen" ist noch das günstigste, um international gut mitzureiten.
    Viel teurer sind gute (konkurenzfähige) Pferde und die Turnierkosten incl. Anreise.

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  • HansO
    antwortet
    Zitat von druenert Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Diskussion ziemlich albern. Es wird suggeriert, hier betreibe eine die große Abzocke und sammle unangemessene Reichtümer an.
    Tatsache ist aber, dass der Betrieb eines Turnierstalles für den Spitzensport viel, viel Geld kostet. Dagegen dürften die 750000€ Gewinngelder ein eher lächerlicher Betrag sein.
    Hallo, gehts noch? Niemand wird gezwungen, einen Turnierstall für den Spitzensport zu BAUEN - egal wie dieser finanziert worden ist bzw. ob es mutmaßliche Sponsoren gegeben hat oder nicht. So einfach ist das.

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von Arielle Beitrag anzeigen
    Das ist der Punkt: Die dicke Kohle im Reitsport kommt von ganz Wenigen und ist damit abhängig von deren Launen, Vermögensentwicklungen, oder "zukünftigen Aufenthaltsorten". Das Geld im Fussbald stammt zum größtenteil von den Medien (nicht von einzelnen Protagonisten) und damit von Menschenmassen, deren Interesse sich höchstens gaaaaaaanz langsam ändert.
    Stimmt, der Fußball hat eine ganz andere Basis. Aber dort gibt es zusätzlich auch eine sehr ungesunde Entwicklung mit einer großen Blase, die ungefähr genauso "sicher" ist, wie die im Reitsport.

    Dem fehlt aber diese breitere Finanzierungsbasis als Gegengewicht und er ist damit meiner Meinung nach "störanfälliger". Ich glaube nicht, dass im Reitsport ein Verband die Chance hätte, sich darauf vorzubereiten. Sie spielen ja dort wo das big money generiert wird keine wirkliche Rolle. Die GCT und auch die Turniere, die da noch finanziell mithalten können, sind nicht von Verbänden getragen.

    Und sich gegen Erschütterungen beim IOC oder "Nebenbeben", die durch die FIFA verursacht werden, zu wappnen ist auch eine schwierige Aufgabe. Ich denke, wir gehen (auch) im Sport öhm "spannenden" Zeiten entgegen.

    MWS ist eine sehr treue Sponsorin, die ihre "Schützlinge" schon seit gefühlten Ewigkeiten unterstützt. Da waren sie noch keine so große Nummer. Ganz nebenbei hat sie über LB auch weitere Protagonisten für den Nationalkader (Kutscher, Weishaupt, Eckermann für die Schweden) unterstützt. Diese Verbindung(en) müssen beiderseits von grossem Vertrauen geprägt sein. Sonst könnte das nicht so lange funktionieren.

    Den Spruch mit den "Jüngeren" kann ich zur Zeit irgendwie gut verstehen - ich habe auch bald die 5 vorne und ertappe mich auch ab und zu bei ähnlichen Gedankengängen. Deshalb habe ich ihn wohl auch weniger altruistisch aufgefasst ^^.

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  • Sallycat
    antwortet
    Bei MSW sind die von ihr gesponserten Reiter quasi Familienmitglieder. LB war-als sie bei ihm eingestiegen ist- längst nicht so gut beritten und IW hatte sich gerade vom Doktor getrennt. Auf ihrem Hof hat sie zB einen polnischen Bereiter, der bei ihr schon zu fast noch Berliner Zeiten war. Nebenbei hat sie nach der Wende auch immer noch eine Ex-DDR-Drssurreiterin gefördert.
    Bereiter bei LB und IW profitieren auch von ihr.
    Die Dame ist einfach sehr loyal. Und das finde ich richtig gut.

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  • copine001
    antwortet
    Ich war auf der Eröffnungsfeier von Riesenbeck International. Du liebe Güte, was für eine Sportstätte, alles toll, pferdegerecht und vom Feinsten. Wer dafür Verantwortung trägt - allein schon! - hat einen Fulltimejob und eine Priorität. LB selbst schien bei der Eröffnungsansprache extrem stolz auf dieses Werk zu sein und damit wohl eine neue Lebensaufgabe geschaffen. Es ändern sich die Zeiten, es ändern sich die Prioritäten und wir alle haben auch gemerkt, dass er über seinen 50. Geburtstag nicht besonders glücklich war.
    Ich hab Respekt vor LBs Lebensleistung, ich verstehe seine Entscheidung, aus der Nationalmannschaft auszuscheiden und damit anderen KaderreiterInnen den Weg zu ebnen und ich mag den Gedanken an einen Bundestrainer Ludger Beerbaum Die Trainingslokalität hat er ja nun vor der Haustür und evtl. mit Heini Engemann an der Seite halte ich das für eine Top-Besetzung für den deutschen Springsport.
    Und mal ehrlich, wer hätte nicht gerne eine Mäzenin wie MWS? Ich würd mich nicht sträuben!

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  • Bohuslän
    antwortet
    Olympia ist ein gigantischer Wirtschaftsfaktor. Nicht für die Athleten, sondern für die Sportindustrie, die enorme Zuwachsraten hat. Letzten Endes geht es überall nur um Geld. Rio ist vom olympischen Gedanken so weit entfernt wie Evian von Moet.

    Positiv an Olympia ist für mich, dass eine Randsportart durch Medallien in die Öffentlichkeit getragen wird. Es gibt reichlich spannende Wettkämpfe. Das war's aber auch. Bei genauerem Augenschein sinkt der Genussfaktor des Zuschauers. Olympia ist nicht ohne Schatten und die GCT nicht der Teufel in Person.

    LB ist ein big player in jeder Hinsicht. Ohne wirtschaftliches Denken wäre er nicht dort wo er jetzt ist. Der Reitsport könnte mehr von seiner Sorte gebrauchen.

    @ wilabi: das stößt mir auch schon länger sauer auf. MSW sponsort die, die bereits ganz oben angekommen sind. Sie kann mit ihrem Geld machen was sie will und tut das auch. Für die, die nie eine Chance bekommen ist es sehr bitter. Und wenn wir schon beim Thema sind: Warum musste Weihegold für Olympia von MSW geleast werden? Hand auf's Herz, jeder Pferdebesitzer macht einen Luftsprung wenn sein Pferd die Chance bekommt. Welche zusätzlichen Kosten entstehen dem Pferdebesitzer? Es gibt so viel, was ich nicht verstehe.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Stefanie308 Beitrag anzeigen
    Falsch, beim Fussball gibt es andere Voraussetzungen:

    Zugelassen sind nur Profis, die bis dahin noch nie an einer Fußball-WM teilgenommen hatten. Die neuerliche Regel wurde 1992 durch eine Altersbeschränkung (nicht älter als 23 Jahre) ergänzt – egal ob Amateur oder Profi. Seit 1996 dürfen immerhin drei Spieler dabei sein, die älter als 23 sind.
    Danke für die Info, von der Beschränkung wusste ich garnichts. Das macht das ganze ja noch viel absurder.
    Beim Eishockey streiten sie sich ja auch, ob die NHL Spieler dabei sein sollen.
    Zuletzt geändert von Gast; 20.08.2016, 17:46.

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  • Arielle
    antwortet
    Zitat von CoFan Beitrag anzeigen
    Absolut. Dem Reitsport gehen z.B. gerade die Milliarden des Herrn aus der Ukraine flöten.

    Ich glaube aber auch, dass es im Fussball nicht ganz krisenfest ist. Man schaue sich nur die Protagonisten an, die die Transferprämien so in die Höhe treiben.
    Das ist der Punkt: Die dicke Kohle im Reitsport kommt von ganz Wenigen und ist damit abhängig von deren Launen, Vermögensentwicklungen, oder "zukünftigen Aufenthaltsorten". Das Geld im Fussbald stammt zum größtenteil von den Medien (nicht von einzelnen Protagonisten) und damit von Menschenmassen, deren Interesse sich höchstens gaaaaaaanz langsam ändert.

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  • Arielle
    antwortet
    Zitat von KarinW Beitrag anzeigen
    Ich finde das ganz interessant das in manchen Sportarten die Championate den lukrativen Ligen hintangestellt werden. Bestes Beispiel ist wohl grade Fußball (Herren) - da schickt Deutschland bei weitem nicht die beste Mannschaft, weil die A und B Kader Kicker momentan alle mit ihren Clubs Ligaspiele bestreiteten müssen (dafür werden sie kaiserlich bezahlt). Der olympische Fußball-Bewerb hat kaum noch einen Stellenwert.
    Steuert der Reitsport auch darauf zu?

    Ich finde es zwar schön wenn Sportler auf Turnieren vernünftiges Preisgeld gewinnen können, im Gegensatz zum Fußball glaube ich aber dass diese Einkommensquelle im Reitsport absolut nicht krisenfest ist.
    Mag sehr wohl sein, dass "diese Einkommensquelle" nicht krisenfest ist, hängt sie doch von nur sehr wenigen Entscheidern ab deren Interessen sich über Nacht ändern können.

    Trotzdem, oder gerade deshalb, ist es nicht verwerflich dass die, die es können!!!, sie ausschöpfen so gut es geht. Ich verstehe wilabis post als Hinweis auf zwei Dinge: 1. An Altruismus im Sinne von "Platzmachen für Jüngere" glauben nicht alle und 2. Die traditionellen Spitzenveranstaltungen verlieren gegenwärtig an Bedeutung wenn international in völlig anderen Dimensionen Geld auch den Pferdesport regiert.

    Damit muss sich die Pferdeszene auseinander setzen. GsD ist unser Spitzenverband für solche Fragen sicherlich bestens aufgestellt!! (Für Nichtmerker: Der letzte Satz war Ironie.)

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  • CoFan
    antwortet
    Zitat von KarinW Beitrag anzeigen
    (...)
    Ich finde es zwar schön wenn Sportler auf Turnieren vernünftiges Preisgeld gewinnen können, im Gegensatz zum Fußball glaube ich aber dass diese Einkommensquelle im Reitsport absolut nicht krisenfest ist.
    Absolut. Dem Reitsport gehen z.B. gerade die Milliarden des Herrn aus der Ukraine flöten.

    Ich glaube aber auch, dass es im Fussball nicht ganz krisenfest ist. Man schaue sich nur die Protagonisten an, die die Transferprämien so in die Höhe treiben.

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  • Stefanie308
    antwortet
    Falsch, beim Fussball gibt es andere Voraussetzungen:

    Zugelassen sind nur Profis, die bis dahin noch nie an einer Fußball-WM teilgenommen hatten. Die neuerliche Regel wurde 1992 durch eine Altersbeschränkung (nicht älter als 23 Jahre) ergänzt – egal ob Amateur oder Profi. Seit 1996 dürfen immerhin drei Spieler dabei sein, die älter als 23 sind.

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  • CoFan
    antwortet
    Was ist denn dabei, einem verdienten Repräsentanten Respekt für seine Leistungen im Nationalkander zu zollen? Was ist dabei, etwas nostalgisch zu werden?

    Den Konflikt zwischen Championaten und GCT hat LB nicht erfunden. Dass er in diesem Konflikt noch einer derjenigen war, der den Championaten in seiner nüchternen Art ihren entsprechenden Stellenwert gegeben hat, sollten wir auch nicht vergessen.

    Bei dem Sieg von Nick Skelton habe ich auch gedacht, was wohl der Grund ist, dass die beiden so unterschiedliche "Wege" gehen. Am Ende ist es egal, der eine ist Nick der andere Ludger. Sie setzen wohl einfach andere Prioritäten. Nick Skelton hat ebenso sein Karriereende angekündigt, sobald Big Star in Rente geht, hört er auch auf. Dann aber komplett.

    Und was die Zukunft betrifft. Ich denke, dass auch in Serien wie der GCT bald das Ende der Fahnenstange erreicht ist, auf der anderen Seite auch sportliche Grossereignisse wie EM/WM und erst recht Olympia vor Veränderungen stehen. Viele Entwicklungen erscheinen mir "ungesund". Aktuell wissen wir ja noch nicht einmal, wo die nächsten Weltreiterspiele stattfinden werden.

    Ich persönlich finde LBs Aktivitäten mit Riesenbeck international, seine Vorstösse in Richtung Asien und generell seinen Einsatz für die Weitergabe seiner Erfahrungen sehr klug und weitsichtig. Sollte er vielleicht tatsächlich wieder jemanden aus seinem Turnierstall für den Kader beritten machen, fände ich das auch nicht übel. Auch wenn mir klar ist, dass er nichts davon aus reiner Nächstenliebe tut .

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von wilabi Beitrag anzeigen
    Welche Auswirkungen und Folgewirkung sein Verzicht auf Championate hat, wird sich zeigen. Unser nationales Championat DM ist ja schon entwertet, weil die Spitzenreiter lukrativere Termine vorziehen. Die Tendenz geht weiter - ich erinnere an Casall, bei dem klar gesagt wurde, das die GCT Vorrang vor Championaten hat. Das ist derzeit der Lauf der DInge.
    Ich finde das ganz interessant das in manchen Sportarten die Championate den lukrativen Ligen hintangestellt werden. Bestes Beispiel ist wohl grade Fußball (Herren) - da schickt Deutschland bei weitem nicht die beste Mannschaft, weil die A und B Kader Kicker momentan alle mit ihren Clubs Ligaspiele bestreiteten müssen (dafür werden sie kaiserlich bezahlt). Der olympische Fußball-Bewerb hat kaum noch einen Stellenwert.
    Steuert der Reitsport auch darauf zu?

    Ich finde es zwar schön wenn Sportler auf Turnieren vernünftiges Preisgeld gewinnen können, im Gegensatz zum Fußball glaube ich aber dass diese Einkommensquelle im Reitsport absolut nicht krisenfest ist.

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  • wilabi
    antwortet
    Zitat von druenert Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Diskussion ziemlich albern. Es wird suggeriert, hier betreibe eine die große Abzocke und sammle unangemessene Reichtümer an.
    Tatsache ist aber, dass der Betrieb eines Turnierstalles für den Spitzensport viel, viel Geld kostet. Dagegen dürften die 750000€ Gewinngelder ein eher lächerlicher Betrag sein.
    Jeder halbwegs rational denkende Beobachter sollte wissen, dass mit Pferden allenfalls so viel Geld zu verdienen ist, wie mit Lotto-Spielen. Garantiert sind nur die Verluste.
    Die meisten anderen Spitzenreiter müssen sich daher auf finanzkräftige Sponsoren stützen.
    Wenn aber einer allein aus eigener Kraft mithalten will, erfordert dies allergrößte Anstrengung und Cleverness. Umso mehr verdient es Respekt, wenn es einer allein schafft, zu überleben!
    Von Abzocke und Reichtümern war nirgends die Rede.

    Albern ist es zu behaupten, dass LB "aus eigener Kraft" mithalten kann. Schon 2015 hat Fr. Schulze Winter für sehr viel Geld den Hengst COlestus mit Blick auf Rio erworben - es folgten ein weiteres halbes dutzend - seine Olympiapferde Casallo und CHiara waren es dann. Beide von Fr. Schulze-Winter gekauft. Ich glaube kaum, das in einen anderen Springreiter mehr Geld gesteckt wurde. Ich würde mir wünschen, die Frau wird zukünftig ihre Gunst bei den jungen Teilnehmern der deutschen Meisterschaft verteilen. Da ist viel Talent und wenig finanzieller Background.

    LB wird nicht aufhören, in der Weltspitze mitzureiten. Dazu ist er noch viel zu fit, bestens beritten und hat noch viel zu viel Ehrgeiz. Wir werden ihn weiter beobachten können. Welche Auswirkungen und Folgewirkung sein Verzicht auf Championate hat, wird sich zeigen. Unser nationales Championat DM ist ja schon entwertet, weil die Spitzenreiter lukrativere Termine vorziehen. Die Tendenz geht weiter - ich erinnere an Casall, bei dem klar gesagt wurde, das die GCT Vorrang vor Championaten hat. Das ist derzeit der Lauf der DInge.

    Es gibt da andere Beispiele. Nick Skelton war bei seiner ersten Olympiamedallie schon älter als LB, auf John Whitaker, Bezee Madden uvm sei hingewiesen. Solange die beritten und fit sind/waren und in der Spitze mithalten konnten, sind die auch für ihr Land gestartet.

    Ich will damit keinesfalls seine Verdienste und seinen geschäftlichen Erfolg in Abrede stellen. Es ist sein gutes Recht, seinen Championatsverzicht zu erklären. Aber es ist nicht die Zeit für sentimentale Abgesänge und Verteilung von Heiligenscheinen.

    Wie schon oben gesagt - man muss das nüchtern sehen. Aber mit hochgezogenen Augenbrauen.

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  • silas
    antwortet
    Was bei der Benennung der geschäftlichen Aktivitäten eines LB nicht unterschlagen werden sollte, ist die Ausbildung hoffnungsvoller Nachwuchsreiter.

    Viele unserer erfolgreichen Nachwuchsreiter, die potentielle Anwärter für das Kader, bzw heute im Kader sind, haben ihre Ausbildung bei LB absolviert, oder verfeinert.
    Reiten und ausbilden kann er, wer dort mal zugeschaut hat, oder gar einen Unterricht genossen hat, kann nur profitieren.

    Er wird sich auch dieser Aufgabe weiterhin widmen, vielleicht treffen wir ihn demnächst als Bundestrainer wieder ......und ich denke, das wäre als Nachfolger von OB keine schlechte Wahl.

    An dieser Stelle:
    Danke für die bisherigen schönen Stunden, die mir als Zuschauer bereitet wurden und weiterhin viel Erfolg!

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  • Ninjask
    antwortet
    Ich war 1988 dabei als er mit Landlord Deutscher Meister wurde. Wenige Wochen später gewann er in Seoul die erste olympische Medaille auf The Freak, dem Ersatzpferd von Dirk Hafemeister. LB gelang das Kunststück, mit dem fremden Pferd eine 0,25 Fehlerrunde zu drehen, die deutsche Equipe gewann Gold.

    Eine Ära geht zu Ende und ich bin grade ein bißchen wehmütig
    Zuletzt geändert von Ninjask; 20.08.2016, 01:35.

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  • CoFan
    antwortet
    Hmm, gerade LB ist einer, der den Wert der Championate als sehr hoch für diesen Sport einstuft und das auch immer entsprechend kommuniziert hat. Mit der dementsprechenden Ernsthaftigkeit hat er diese auch immer bestritten.

    Dass er clever und geschäftstüchtig ist, ist ja kein Makel. Im Gegenteil. Er teilt sein Wissen darum ja auch, was ja auch eine der Aufgaben ist, die er sich für die Zeit "nach der Nationalmanschaft" vorgenommen hat. Dass er nicht mehr alles gleichzeitig mit dem ihm eignen Perfektionismus betreiben will, kann ich absolut nachvollziehen.

    Wenn ich die Sache ganz nüchtern betrachte, wird er mit seiner Einstellung zur Wichtigkeit dieser Championate (die sich nicht in den Gewinngeldern ausdrückt) unserem Kader ganz sicher fehlen.

    edit: LB betreibt ja inzwischen nicht mehr "nur" einen Turnierstall, sondern noch dazu eine Hengststation, Handelsstall und nicht zu vergessen "Riesenbeck international". Dass er da irgendwann mal an einer "Front" zurücksteckt ist doch verständlich.
    Zuletzt geändert von CoFan; 19.08.2016, 11:20.

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  • ganzkleinewolke
    antwortet
    Vor allem scheint manch einer, so habe ich das Gefühl, einen Bund mit dem Teufel einzugehen, weil er es tatsächlich schafft, Geld in der Branche zu verdienen. Einmal dahingestellt, dass es immer und in jeder Branche schwarze Schafe gibt, kann es nicht wirklich ein Vorwurf sein, dass einer in die Gewinnzone wirtschaftet (sollte das so ein).

    Normalweise sollte man so etwas doch positiv bewerten, wenn es in einer Branche jemand "schafft". Cleveres Geschäftsgebaren ist doch keine ansteckende Krankheit. Verstehe hier nicht die Aussagen, wieviel (und vielleicht zuviel) Gewinngelder eingefahren werden. Da sollte man doch denken, dass es dann eventuell auch möglich ist, dass die Angestellten in einer nicht gerade leichten Branche auch von Ihrem Job leben können....und ja, auch hier wieder mal alle für und wider mit eingerechnet.

    Sonst finde ich seine jahrelange Präsenz im Sport bewundernswert. Seitdem ich denken kann (und das ist seit Schockemöhle ungefähr) ist er präsent beim Turniergeschehen und der Druck wurde über die Jahre sicherlich nicht weniger. Daher: Danke für den Einsatz

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