Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Burglhley - Schwerer Sturz von Anna Warnecke
Sir Alfred
08.09.2008, 15:03
Schwerer Sturz von Anna Warnecke und Twinkle Bee
in Burghley
http://www3.pictures.gi.zimbio.com/Burghley+Horse+Trials+n7eqktEJvpBl.jpg
...weitere Fotos:
http://www.zimbio.com/pictures/YZ8Rb-LH6YN/Burghley+Horse+Trials/y2peK8w82_3/Anna+Warnecke
Anna Warnecke und Twinkle Bee, haben in Burghley (Cross) einen schweren Sturz erlitten, der aber nach Angaben von Bundestrainer Hans Melzer ohne ernsthafte Folgen blieb.
Trotz des schlimmen Sturzverlaufes kamen die Reiterin und das Pferd mit dem Schrecken davon. Nach Angaben von Bundestrainer Hans Melzer zog sich Anna Warnecke lediglich einige schmerzhafte Prellungen und Abschürfungen zu. Auch das Pferd sei okay und habe oberflächlich Abschürfungen. Melzer: "Es ist jedenfalls nichts Ernsthaftes."
...ab jetzt glaube ich an Schutzengel:
http://www1.pictures.gi.zimbio.com/Burghley+Horse+Trials+8f2mGSUEiNKl.jpg
Vivalina
08.09.2008, 15:31
Sie hatte wirklich Glück, dass der Boden so weich war und sie in die Erde gedrückt wurde. Das sah wirklich übel aus. Dieser "mushroom"-Sprung, an dem Anna Warnecke und andere Reiter wie z.B. Zara Philips mit ihren Pferden gestürzt sind, hat wirklich Negativwerbung für den VS-Sport gemacht.
EDIT: In Sir Alfreds Bilderquelle gibt es ja auch noch andere schlimme Sturzbilder. Eine der betroffenen Reiterinnen, Emily Gilruth, hat in einem englischen Forum schon geschrieben, dass sie ein bisschen steif und verbeult ist, aber ihr Pferd Ashdale Cruise Master nur ein paar Kratzer hat und munter über die Weide trabt und galoppiert.
Au weia, muß denn sowas sein? Bei solchen Stürzen kommen doch die Reiter in den meisten Fällen zu Tode, also mir läuft es kalt über den Rücken ist das der "Sport", wenn man dazu so noch sagen kann, wert ?solche Sprünge sollten verboten werden. Das hat mit Sport nichts mehr zu tun auch wenn von 20 Reitern 19 ok drübergehen ist der eine der es nicht schaft zuviel, man hat es ja hier auch mit einem Lebenwesen zu tun und nicht mit einem Rennauto oder Motorad bei dem man i.d.R. immer die normale, gleiche Leistung abrufen kann
Puh, da waren viele Schutzengel!!!!!
Mir ist ganz anders.
Vivalina
08.09.2008, 15:56
Die Diskussionen um diese pilzförmigen Sprünge hat zum Glück dazu geführt, dass sie nächstes Jahr in Burghley nicht mehr überritten werden. Ich verstehe allerdings nicht, warum eine so schwere Strecke wie diese nicht ob der Wetterverhältnisse abgesagt wurde. Es hat die ganze Zeit gegossen und der Boden war schwer und vollgesogen (mehrere Veranstaltungen in GB sind deswegen abgesagt worden), so dass die Pferde gegen Ende des Cross Country an den besagten Sprüngen schon sehr entkräftet waren. Dazu kommt, dass diese versetzt stehenden Sprünge selbst bei guten Wetter- und Bodenverhältnissen technisch sehr schwierig zu springen sind. Es wurden ja einige Elemente aus der Strecke genommen wegen der Bedingungen, aber ich denke, der Veranstalter hätte den Kurs weiter entschärfen sollen. Hinterher sagt sich das aber immer einfacher...
Hat hier jemand evt. Neuigkeiten über Karen Donckers und ihr Pferd, das nach einem Sturz am Wasser schwer lahmte?
RAMIROFAN57
08.09.2008, 22:13
Solche schweren Sprünge sollte man mit dem Bagger ausgraben und an
Ort und Stelle verbrennen !!!! Denn diese "unschönen" Bilder bringen doch
den gesammten Reitsport in Verruf.
Es ist nicht das Hindernis, das so schwer ist, sondern die Situation in der es sich befindet.
d.h. wie ist der Boden, (scheint viel zu weich zu sein)
steht es in einer Wendung, in welchem Zusammenhang, etc.
Die Engländer sind in der Beziehung ziemlich schmerzfrei.
Frei nach dem Motto " wer hat's erfunden ?"
Ich denke auch dass solche Bilder sehr schlecht für den Sport sind.
Und ich schliesse mich Martin Plewa vollkommen an wenn er sagt:
"Jedes Pferd auf dem Boden ist eines zu viel!"
Es ist nicht das Hindernis, das so schwer ist, sondern die Situation in der es sich befindet.
d.h. wie ist der Boden, (scheint viel zu weich zu sein)
steht es in einer Wendung, in welchem Zusammenhang, etc.
Die Engländer sind in der Beziehung ziemlich schmerzfrei.
Frei nach dem Motto " wer hat's erfunden ?"
Ich denke auch dass solche Bilder sehr schlecht für den Sport sind.
Und ich schliesse mich Martin Plewa vollkommen an wenn er sagt:
"Jedes Pferd auf dem Boden ist eines zu viel!"
Sehr gut.
Es waren doch auch die englischen Medien, die den Kurs in HongKong zu "lasch" fanden, oder?
Der Vielseitigkeitssport hat mich die letzten Wochen wirklich sehr beeindruckt und neugierig gemacht. Aber ich glaube, gerade in dieser Einstellung "nur die Harten kommen in den Garten" liegt sozusagen das Capsaicin der Vielseitigkeit. Wenn da die Hartschädel nicht mal anfangen umzudenken, ist das - düster gesprochen - der Anfang vom Ende.
perigeux
09.09.2008, 13:53
:scared::scared::scared: oh gott sieht das gruselig aus
hat die ein glück gehabt, und sogar dem pferd auch nichts passiert
oh man, reite nie schneller als dein schutzengel fliegen kann :angel:
ihrer war noch rechtzeitig zur stelle
ich find den VS-"Sport" ohnehin unverantwortlich ggü. seinem Partner Pferd.
Der Reiter ist für sich selbst verantwortlich, aber das Pferd kann es sich nicht aussuchen!
Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Nur hinterher, wenns Pferd tod ist, gibts wieder großes Gejammer.
Freunde: schaltet doch mal vorher den Grips ein !!!
Ich pers. könnte so ein vermeidbares Risikio ggü. mir und meinen Pferden jedenfalls nicht verantworten.
Ginella NB
09.09.2008, 14:42
Bin mal gespannt wie oft sowas in der VS noch passieren muss, bis da was grundlegendes geschieht.
in anderen sportarten würde man das nicht so einfach hinnehmen, das jährlich soundsoviele menschen ( und pferde ) verunglücken.
mal unabhängig davon ob diesmal was dramatisches passiert ist oder nicht - das ganze ist eh nur dem glück geschuldet.....
Veracruz9
09.09.2008, 16:07
ich find den VS-"Sport" ohnehin unverantwortlich ggü. seinem Partner Pferd.
Der Reiter ist für sich selbst verantwortlich, aber das Pferd kann es sich nicht aussuchen!
Aber das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Nur hinterher, wenns Pferd tod ist, gibts wieder großes Gejammer.
Freunde: schaltet doch mal vorher den Grips ein !!!
Ich pers. könnte so ein vermeidbares Risikio ggü. mir und meinen Pferden jedenfalls nicht verantworten.
Die schweren Stürze sind über ohne Frage - soweit müssen die verantwortlichen mal denken - aber bei der FN wird ein schwereres Reglement hinsichtlich der Stufung von LK 6 auf 5 gemacht, und L-Kandarre nur noch mit LK 4 - nur um die Prüfungen klein zu halten und die Noten unter 5 zu umgehen.
Nur um "schwierigere Kringel" reiten zu können.
Im Springsport (und auch in der VS oder sehe ich das falsch) steht einem mit LK 4 die Klasse M offen...
da wo es gilt Pferd und Reiter vor dem Größenwahn zu schützen - wo es nicht nur darum geht ob man im Galopp einen 8 Meter-Kreis reiten kann ohne am inneren Zügel zu ziehen, können muss man es auch fürs Springen, in der Dressur wird aber nur die Note schlecht - beim Springen und im Busch sind die Konsequenzen aber andere.
Da fängt es an... und geht immer weiter...
Es muss mehr darauf geachtet werden, das die Kurse fair gebaut sind, und dennoch die besseren vorne stehen - da müssen die Parcoursbauer fitter werden -
Und die Veranstalter, lieber bei schwierigem Boden die Strecke kürzen, und Sprünge rausnehmen, die zu schwer sind für die Bedingungen.
Ist die VS immer unbedingt so verantwortungslos gegenüber seinem Partner Pferd?
Auffällig ist, dass viele Pferde den "harten" Sport länger mitmachen, als Dressur oder Springen.
Ich hab es nicht genau verfolgt, aber es war auffällig, wieviele Pferde in der VS in Peking/Hongkong schon 17/18 waren.
Wann sieht man im Springen und in der Dressur auf internationalem Niveau Pferde in dem Alter?
Und ich würde mich jetzt mal aus dem Fenster lehnen, und behaupten, das in der VS wahrscheinlich % weniger Pferde an den Folgen des Sports das leben verlassen.
Was ist mit Spat und Hufrolle als Typische Dressur/Springkrankheiten
Was mir derzeit an Sehnengeschichten untergekommen ist...
(Wobei Spat hört man in den letzten Jahren nicht mehr so oft, seitdem auf die Hankenbiegung verzichtet werden kann)
Hat das VS-Pferd eine Berufskrankheit?
An sich ist es der Sport der dem Pferd am freundlichsten ist - es darf ein bissel Dressur machen, ohne Piaffen und Passagen, es darf ein wenig Springen, ohne über höchstabmessungen zu müssen, und es darf das tun, wozu ein Pferd gemacht wurde - ------- LAUFEN--------
alexandraF
09.09.2008, 16:32
Hmh,
das sehe ich aber anders:
Die VS an sich ist nicht das Problem (da guckt man mal was bei Jagden abgeht... da bekomme ich dann wirklich das Grausen bei uns gibt es eine mit 56 !!!! Sprüngen, die locker A Höhe teilweise mehr haben).
Bei kleineren Veranstaltungen sind es die untrainierten Reiter und Pferde, denen etwas passiert. Ich habe es am letzten Wochenende erlebt, dass die Regelung wer in der Dressur zu schlecht reitet, bekommt eine Wertnote unter 5,0 und darf nicht ins Gelände konsequent angewendet wurde. Finde ich gut, denn wer sein Pferd schon nicht durch eine A-Dressur mit einer ausreichenden Leistung steuern kann, muss ja dann nicht durch das Gelände reiten. Bin mir nicht sicher, ob das derzeit in der LPO "standardmäßig" so vorgesehen ist, aber bei dieser Veranstaltung stand es so in der Ausschreibung.
Weiterhin ist bei kleinen Veranstaltungen auch zu beobachten, dass immer schwerer aufgebaut wird. Am Saisonbeginn als erste VS in unserer Gegebnd habe ich dies Jahr eine E und A gesehen, da stand bei beiden Strecken das, was die LPO so an Maximalmass hergab (und das bei jedem Sprung). Über die E gingen teilweise Ponies und Kinder, die so etwas noch nie gemacht haben. Auch der Geländereiterwettbewerb dort war echt heftig.
Wenn jemand ein junges oder unerfahrenes Pferd an die VS heranführen will und nicht gerade DiBo heisst und direkt in der Heimat sämtliche Sorten von Sprüngen, die es heute so gibt stehen hat, hat er ein Problem. E reiten darf man mit Ausweis meistens nicht reiten, A will man nicht und in Geländepferdeprüfungen steht manchmal auch schon gewaltig etwas herum. Also reiten die Leute unerfahren über A und dann passiert auch was.
Da sind die LK-beauftragten bzw. die FN gefragt: in kleineren Prüfungen muss generell schon per LPO entschärft werden. In den größeren Prüfungen müssen die TDs und die Richter bei erschwerten Bedingungen wirklich Konsequenzen ergreifen und dann eine Strecke umbauen lassen oder Sprünge herausnehmen !
Bei Veranstaltungen wie denen in Burghley oder Badminton oder auch anderswo, muss einfach mehr darauf geachtet werden, dass das Umfeld stimmt. Wie oben schon beschrieben - ist das Gelände aufgrund von Dauerregen aufgeweicht, muss die Strecke auch entschärft werden. Da sind die Verantwortlichen vor Ort gefragt, so etwas einzuschätzen und zu reagieren. Wozu müssen denn die internationalen Veranstalter teure für technische Delegierte und eine größere Richterkommission zahlen, wenn sowas nicht geht ?
Anna Warnecke lebt schon seit Jahren teilweise in England (oder hat dort teilweise gelebt) und reitet seit sehr jungen Jahren VS. Sie ist sehr erfahren und kennt auch die etwas andere Art mit der Engländer so einen Cross Country angehen und ansehen.
alexandraF
09.09.2008, 16:33
oh, während ich schrieb, hast Du Veracruz fast das gleiche geposted...
Molyneux
09.09.2008, 17:15
:scared::scared::scared: oh gott sieht das gruselig aus
hat die ein glück gehabt, und sogar dem pferd auch nichts passiert
oh man, reite nie schneller als dein schutzengel fliegen kann :angel:
ihrer war noch rechtzeitig zur stelle
oder auch ein Buscher:)
also der disziplinen-typische Verschleiß ist das Eine, sichlich und m.E. fast immer auch bedingt durch falsche Ausbildung. Hier mag es in der VS noch vergleichweise harmlos und korrekt zugehen.
Aber das außerordentliche Sturz- und Verletzungsrisiko in der VS ist nicht wegzudiskutieren und betriff auch nicht nur die immer wieder angeführten schlecht vorbereiteten überforderten Paare, sondern immer wieder auch die vermeintlich gut vorbereiteten Paare.
Ein gewisses Unfallrisiko fürs Pferd hast Du auch auf der Koppel, an der Longe und in der Box. Alles kannst Du sowieso nie ausschliessen.
In der VS hast Du im Gelände einfach viel mehr schwer kalkulierbare Risikofaktoren - Du bist zB viel stärker wetterabhängig, da der Boden eben den Schwierigkeitsgrad stark beeinflusst. Umso mehr Veranwortung für die Veranstalter und Streckenverantwortlichen, darauf Rücksicht zu nehmen! Und dieser Verantwortung müssen sie eben auch nachkommen.
Deshalb aber die VS als unverantwortlichen Sport gegenüber den Pferden abzustempeln, finde ich nicht in Ordnung.
Mandy-Jane
10.09.2008, 01:15
Die Bilder jagen einem echt einen RIESEN Schrecken ein! Ich bekomme je Älter ich werde immer mehr Angst und hatte vorm Springen schon immer Respekt. Gerade wenn man Mutter ist, wird das noch schlimmer. Wenn man sich dann so erinnert was man als Kind alles gemacht hat.... oh man... ich hatte auch so manchen Schutzengel!! Mein Vater hat die Superunfallversicherung heute noch. Er sagt solange ich mich auf Pferd setze bezahlt er die... das findet mein Mann etwas merkwürdig, aber bitte
Veracruz9
10.09.2008, 10:43
Ich kenne bei mir in der direkten Umgebung 3 Pferde die sich komplett unspäktakulär das Bein gebrochen haben, der eine auf der Weide beim Wälzen, einer in der Halle beim laufen (nein, nicht aus der Box gelassen zum Ausbocken - ein Offenstallpferd, nach dem reiten, der sollte noch etwas trocknen und sich wälzen, lief los und plötzlich brach das Bein), einer in einem E-Springen, 3 Galoppsprünge vorm Sprung machte es plötzlich knack... ebener Boden.
Ist das nur eine zufällige Häufung?
@CoFan
Da ist aber schon ein Unterschied:
die normalen Lebensrisiken des Pferdes (Unfall auf Koppel oder in Box) sind nicht vermeidbar (sofern die Koppel und die Box vernünftig gestaltet sind), die erheblichen zusätzlichen Risiken bei der VS aber schon.
Einfach sein lassen - fertig.
Veracruz9
10.09.2008, 14:00
Endlich gescheit weiterarbeiten - der Busch ist - und bleibt von der Sache an sich - die Pferdefreundlichste Sportart wenn man Dressur-Springen - VS vergleicht.
Noch extremer, Reining -
soviele Pferde in dem Alter wie jetzt in Peking sieht man sonst nicht - weder in Dressur noch im Springen (da haben die Pferde dann ja keine Lust mehr wie die Reiter so schön sagen - Aussnahmen bestätigen die Regel) extrem Reining, wo die Pferde (inklusive der Wallache) mit 10 bis 12 Jahren in die Zucht gehen.
Vielleicht doch lieber wieder den Cross mit Wegstrecke, dafür aber die Sprünge entschärfen????
Molyneux
10.09.2008, 14:07
@CoFan
Einfach sein lassen - fertig.
Besser noch die *Klappe* halten und stricken, aber *Vorsicht* mit den Nadeln:scared:
"Einfach sein lassen fertig"
Ich hoffe nicht.
Für mich nach wie vor die faszinierendste Sportart die es gibt.
Leider wird es immer wieder Unfälle geben, die man so weit wie möglich ausschließen sollte. Und vielleicht hat man in den letzten Jahren die Strecken zu technisch gemacht. Das zu beurteilen muss ich Fachleuten überlassen, die davon mehr Ahnung haben.
Sicherlich muss jeder Unfall untersucht und hinterfragt werden. Und jedes tote oder verletzte Pferd oder jeder tote oder verletzte Reiter ist einer zuviel.
Zu diesem Beispiel kann ich gar nichts sagen, weil ich nichts gesehen habe.
Aber oft sind noch die Stewarts (oder wie heißen die in der VS) zu zaghaft beim anhalten oder herausnehmen von Teilnehmern.
Aber wer je den Blick einem gut ausgebildeten Vielseitigkeitspferd in der Startbox gesehen hat, der weiß diese Tiere wollen.
Da sieht man keine stupiden Blicke von viel zu fetten Dressurpferden oder verhätschelten Freizeitpferden (zähle ich selber zu).
nunja,
wer je den Blick eines Pferdes mit offenem Bruch des Röhrbeins z.B. gesehen hat, der weiß aber auch, die wollten lieber NICHT!
Die siehst Du aber leider auch in anderen Sportarten, wo die Pferde aber vorher kein artgerechtes Leben hatten.
Oppenheim
10.09.2008, 14:29
Also ich muß ehrlich sagen, ich find Vielseitigkeit toll, aber es sollte im Rahmen bleiben. Ich kann nicht verstehen, wieso man Hindernisse dort einsetzt, die wirklich lebensgefährlich für Reiter und Pferd sind, wo es doch schon so viele tödliche Unfälle gab. Das macht mich echt wütend!!! Denn ich sehe das ebenso, das Pferd kann es sich nicht aussuchen, ob es springt oder nicht, der Reiter schon!!!
nunja,
wer je den Blick eines Pferdes mit offenem Bruch des Röhrbeins z.B. gesehen hat, der weiß aber auch, die wollten lieber NICHT!
Das gilt aber für alle Unfälle, egal ob auf Koppel oder der VS-Strecke.
Es haben sich auch schon Deckhengste aufm Phantom schwere Verletzungen zugezogen, die das Ende bedeuteten. Soll man deshalb die Zucht einstellen? Es sind schon Hengste beim Verladen zur Hengstschau verunfallt, deshalb keinen Transport mehr?
Wenn ich die Unfallrisiken wie Du in unvermeidbar und vermeidbar einteile, und dann alle vermeidbaren einfach bleiben lasse - was bleibt dann noch? Pferde in der Box und auf der Koppel.
Veracruz9
10.09.2008, 14:54
Auch nicht auf die Koppel, mit Kopfschutz, mehrfach bandagierten und gepolsterten Beinen in einer Gummizelle...
Es muss ja nunmal schon alles im Rahmen bleiben, und es muss etwas vernünftig werden, und überdacht um ein extremes Verletzungsrisiko zu minimieren.
alexandraF
10.09.2008, 16:06
[...]
Es muss ja nunmal schon alles im Rahmen bleiben, und es muss etwas vernünftig werden, und überdacht um ein extremes Verletzungsrisiko zu minimieren.
Und es müssen wieder mehr kleine leichte (und leicht aufgebaute) Prüfungen angeboten werden, so dass gerade dort mehr Routine einzieht. Früher (jajaja) hätte man hier im direkten Umkreis von 15km 3 oder 4 A-VS reiten können. Heute ist es nur noch eine und die ist ziemlich schwer.
Auch erlebt: VS fing an mit langen Galoppierstrecken und sehr wenig Sprüngen. Am Schluss kamen dann eine technische Schwierigkeit nach der anderen und das Schlag auf Schlag fast wie im Parcours. Das muss auch nicht sein, das kann man anders herum aufbauen und wäre dort auch möglich gewesen, das Gelände gibt das her. Wie gesagt: Mehr Mumm der Stewarts, Richter, technischen Delegierten Reiter und Sprünge herauszunehmen und evtl. mehr Schulungen der Aufbauer hinsichtlich Pferdefreundlichkeit.
Unfälle passieren überall, nur wenn sie in einer VS passieren ist das Geschrei groß.
Im August auf einem Turnier in der Nähe: die Reiterin fällt so unglücklich im Sprung (A oder L-Springen) vor Ihr Pferd, dass ihr das Pferd inklusive Stollen in das Gesicht tritt ! Gut dass die MHH mt ihrer Zahnklinik schnell zu erreichen ist und der Hubschrauber auch gleich da war.
Stollen soll in Stirn gedrungen sein und alle Zähne raus.
Oppenheim
10.09.2008, 16:59
@Co-Fan
Aber genau das ist ja der Punkt. Alles was auf der Koppel etc. passieren kann, ist einfach Schicksal, darauf hat man keinen Einfluss. Aber auf das was da passiert, hat man sehr wohl einen Einfluss. Die Pferde tun das gewiss nicht freiwillig!!!
„Die Pferde tun das gewiss nicht freiwillig!!!“
Nein sicherlich nicht, aber dann müssen wir schleunigst alle aufhören zu reiten, oder glaubt ihr die Pferde setzen sich freiwillig auf ihren Arsch (pardon Hintern) und trippeln auf der Stelle oder tragen freiwillig irgendwelche dicken Freizeitreiter die Ihnen stundenlang nicht entlastend im Rücken sitzen durchs Gelände?
@Co-Fan
Aber genau das ist ja der Punkt. Alles was auf der Koppel etc. passieren kann, ist einfach Schicksal, darauf hat man keinen Einfluss. Aber auf das was da passiert, hat man sehr wohl einen Einfluss. Die Pferde tun das gewiss nicht freiwillig!!!
@Oppenheim Was meinst Du jetzt genau? Unfall aufm Phantom - oder aufm LKW oder an der Longe oder auf der VS-Strecke?
Sag ich doch - Pferde nur noch in der Box oder auf der Koppel - weil da isses ja Schicksal ....... wenn Du jedes Risko vermeiden willst, was vermeidbar wäre (um bei horsmäns Argumentation zu bleiben) bliebe nur noch das.
Dass man grundsätzlich versuchen MUSS, das Unfallrisiko zu vermindern - unterschreib ich sofort. Dass man aber anfängt in böse und gute Disziplinen zu unterscheiden - Nein.
1. Bin ich der festen Überzeugung, dass man vor allem und besonders in der Vielseitigkeit auf den Good Will oder den Will to please bei seinem Pferd angewiesen ist. Man kommt mit Druck und Zwang sowieso nicht sehr weit, aber in der Vielseitigkeit ist der Erfolg sicher von extrem kurzer Dauer.
2. Kann man sicher den Organisatoren einen Vorwurf machen, wenn solche Bilder entstehen. Man steckt halt nicht drin und hinterher ist man immer klüger.
3. und vor allem muss man dem jeweiligen Reiter einen Vorwurf machen, der sich und sein Pferd nicht entsprechend vorbereitet und an den Sprung gebracht hat ODER der sich überschätzt hat. Kein Mensch wird gezwungen, bei solchen Bedingungen zu starten. Man kann auch zurückziehen.
Oppenheim
10.09.2008, 18:45
Mensch nicht, aber Pferd!!!
Ich sagte ja, ich find den Vielseitigkeitssport toll, aber ich habe keinerlei Verständnis für solche Risiken. Man muß solche Stürze doch nicht herausfordern! Man kann auch anspruchsvoll bauen, ohne daß es gefährlich wird.
Das Hauptproblem sind die technisch hoch anspruchsvollen Sprünge, das die Pferde ständig aus der Linie und aus dem Tempo genommen werden müssen. Eigentlich sollte sich mit Weglassen der Wegestrecke und Rennbahn die Gefährlichkeit dieser Sportart entschärfen, aber es ist eher schlimmer geworden. Die spektakulärsten Sprünge ziehen leider die meisten Zuschauer an.
Mensch nicht, aber Pferd!!!
Ich sagte ja, ich find den Vielseitigkeitssport toll, aber ich habe keinerlei Verständnis für solche Risiken. Man muß solche Stürze doch nicht herausfordern! Man kann auch anspruchsvoll bauen, ohne daß es gefährlich wird.
Okay, das unterschreib ich!!
alexandraF
10.09.2008, 22:06
Das Hauptproblem sind die technisch hoch anspruchsvollen Sprünge, das die Pferde ständig aus der Linie und aus dem Tempo genommen werden müssen. Eigentlich sollte sich mit Weglassen der Wegestrecke und Rennbahn die Gefährlichkeit dieser Sportart entschärfen, aber es ist eher schlimmer geworden. Die spektakulärsten Sprünge ziehen leider die meisten Zuschauer an.
Ja, das stimmt. Früher bekamen die Reiter schon einen Infakt, wenn mal am Teich ein buntes Boot lag. Heute stehen plötzlich hinter einer Wegbiegung grell gemalte Fliegenpilze nebeneinanderher oder steht ein Mcdonalstisch in entsprechenden Farben irgendwo herum. Oder muss man durch einen Bach zwischen Paddelbooten reiten. Und die neue Mode ist es Natursprünge mit heller Farbe anzupinseln. Ob das noch der Idee einer VS entspricht ?
Lieber das zügige Galoppiervermögen abfragen als diese technischen Raffinessen und auch schon in A mehr Chickenways.
Wenn nur das zügige Galopiervermögen abgefragt wird, kommen aber wieder alle die Bolzer nach vorne, die ihre Pferde nie an den Hilfen hatten und auf Deubel komm raus ihre Pferde ducrhs Gelände jagden. Ich denke schon dass es einen Mittelweg geben sollte, wobei auch unbedingt die Rittigkeit bzw. die Durchlässigkeit abgefragt werden muss.
alexandraF
11.09.2008, 09:06
Wenn nur das zügige Galopiervermögen abgefragt wird, kommen aber wieder alle die Bolzer nach vorne, die ihre Pferde nie an den Hilfen hatten und auf Deubel komm raus ihre Pferde ducrhs Gelände jagden. Ich denke schon dass es einen Mittelweg geben sollte, wobei auch unbedingt die Rittigkeit bzw. die Durchlässigkeit abgefragt werden muss.
Wieso? Das wäre doch ganz einfach: wirklich mal hart bei denen, die ihr Pferd nicht an den Hilfen durch die zugehörige Dressur steuern können, eine Note unter 5 ziehen und alles unter 5 sollte einfach nicht ins Gelände dürfen.
Früher durften ja nur die besten 2/3 oder so ähnlich (die genaue Zahl weiß ich nicht mehr) nach der Dressur ins Gelände starten. Fand ich eh Schade, dass das abgeschafft wurde.
Aber ich finde trotzdem dass beides abgefragt werden sollte. (Schnelligkeit und Können)
Veracruz9
11.09.2008, 12:00
Es würde ja helfen, die technische Finesse an den Anfang zu legen - da sind Pferd und Reiter noch frisch.
Und zum Schluss hin einfach weniger technisch und mehr einfach Galoppieren.
Die 2/3 Regelung ist super.
Vivalina
11.09.2008, 12:32
Ich möchte gerne nochmal was zu Burghley sagen:
auch in Grossbritannien wird viel über die Sicherheit des VS-Sports diskutiert. Leider sind Prüfungen wie Burghley und Badminton genauso wie das Grand National in Aintree so etwas wie nationale Heiligtümer, die in die Kategorie "haben wir schon immer so gemacht und da ändern wir auch nichts dran" fallen. Leider gab es aber dieses Jahr 2 Todesfälle unter den VS-Reitern in GB durch die sogenannten "rotational falls" (Pferd bleibt mit den Vorderbeinen am Sprung hängen, Reiter fällt vorneweg über das Hinderniss, das Pferd überschlägt sich und fällt auf den Reiter), so dass die Diskussion wohl auch Auswirkungen auf die Sicherheit bei diesen grossen Prüfungen haben wird.
Veracruz9
11.09.2008, 13:05
Was ist eigentlich aus den Versuchen mit Pappmache usw. geworden?
Vivalina
11.09.2008, 16:35
Was ist eigentlich aus den Versuchen mit Pappmache usw. geworden?
Ich weiss nur von einem Versuch mit Fiberglass- und Styroporelementen, der gezeigt hat, dass die Pferde beim Einfussen in das Hinderniss eingebrochen sind und das Verletzungsrisiko noch höher wurde.
Veracruz9
11.09.2008, 18:47
So was dachte ich mir....
Oder es sollte mal jemand eine Art Sicherheitsauflage erfinden, die die Stange(was auch immer) hält, bis zu einem Gewicht, was zum Sturz führen würde.
alexandraF
11.09.2008, 19:32
ich weiss nicht, wenn ich mir das Pilzteil nun auch noch zwischen Anna, dem Pferd und dem Boden wegfliegend vorstelle...
Veracruz9
12.09.2008, 10:45
Keine Ahnung wie, ich bin nicht Mechaniker, Techniker oder sonst was, aber es muss ja eigentlich eine Möglichkeit geben die Sprünge an sich zu entschärfen.
Wir fliegen seit Jahren zum Mond, stellen den Urknall nach, da sollte doch was kommen.
na es gibt doch auch diesen komischen pedalaussehenden steigbügel, der lässt doch beim sturz dann auch plötzlich den fuß frei, oder irre ich?
ich mein da gibts doch einige möglichkeiten.
vielleicht klappende auflagen, die bei einem bestimmten gewicht dann eben wegklappen.
aber ob das wirklich soviel sicherer ist?!? :confused:
meine stute ist letztens beim freispringen irgendwie blöd abgesprungen, und hat mit der HH die erste stange vom oxer mitgenommen, aber so blöd, dass sie noch über 10m mit der stange unterm bauch weitergaloppierte, bis sie da endlich wegkam :scared: wenn sowas im busch passiert, bei schwierigem boden liegt das pferd dann auch schnell auf der nase, wobei aber das überschlagenrisiko vielleicht minimiert wäre.
na ich denke, es gibt hoffentlich genügend fachkräfte, die sowas besser überlegen können als wir, um nicht noch mehr solche bilder zu sehen.
aber irgendwie ist das doch immer im hinterkopf das VS relativ gefährlich ist.
ich schimpfe ja immer über meine ma, wenn sie wieder das rauchen anfängt und ich ihr sage, wie gefährlich dass ist.
da kam dann letzens so ein doofer spruch: ich soll ihr doch nichts von gefährlichkeit bzw. "lebensgefahr" erzählen, ich reite schliesslich :001_unsure:
da kam mir auch nur in den kopf, dass ich ja keine VS reite, es also nicht sooo gefährlich ist, wie jahrelanges rauchen.
Oppenheim
12.09.2008, 13:17
Das schlimmste an der Sache ist eigentlich noch, daß dieses Lebewesen dem Reiter voll und ganz vertraut. Ehrlich gesagt grenzt das dann für mich an eine Art Sportgerät, wenn ich solche Bilder sehe. Ich würde meinem Pferd soetwas niemals freiwillig antun. Ich denke, das bin ich meinem Pferd schuldig.
aber ein pferd sollte seinem reiter immer vertrauen.
gibt bestimmt noch viel mehr stürze, die gerade wegen mangelndem vertrauen passieren.
finde VS grundsätzlich eigentlich gar nicht verkehrt, wäre halt nur die frage, ob man es denn unbedingt auch hier bei höher,schneller,weiter belassen muss.
ich würde ein pferd auch nicht durch so einen "parcours" lenken wollen, und finde auch, dass die VS durch die änderungen nicht unbedingt viel freundlicher und unfallfreier geworden sind. dafür sind die anforderungen in der linienführung und in den merkwürdigsten hindernissen eigentlich sogar noch angestiegen.
ein pferd ist immer abhängig von seinem reiter. und ich seh mir trotzdem lieber einen VS-reiter mit seinem pferd an, als z.bsp eine anky. deren pferde "vertrauen" ihr auch, und werden malträtiert. sieht nur nicht so spektakulär aus wie ein VS-sturz, dafür wird sie dann aber auch noch mit tausenden titeln und goldmedaillen belohnt.
oder die freizeitpferde, die im herbst sinnlos über stoppelfelder gejagt werden.
nichts gegen einen fetzigen galopp im gelände, aber man sollte sich vorher auch mal anschauen, wo man da eigentlich langreiten will. da gibts auch eine sehr hohe verletzungsgefahr, und nur weil die reiter mal den kick suchen, nicht nachdenken, den freunden alles nachmachen etc...
wegen stürzen die VS als pferdeunfreundlich hinzustellen finde ich nicht richtig.
den ganzen großen sport (dressur/springen/VS/western...) würde ich als bedenklich für ein pferd einstufen.
aber die VS rauszupicken, bei den spring- und dressurreitern beim training und vorbereiten wegschauen, und dann sagen, dass ein reiter bei einer grossen VS-prüfung egoistisch handelt, dass er das vertrauen misbraucht finde ich sehr bedenklich.
Oppenheim
12.09.2008, 16:05
Es geht nicht um die VS ansich, sondern um die Art und Weise...
aber die art und weise im großen dressurzirkus ist ja mittlerweile auch nicht mehr pferdeschonend, vom springen ganz zu schweigen. wie gesagt, vielleicht stürzen die pferde dabei weniger, aber qualvoll kann jedes training sein, sturzgefahr hin oder her.
Ich will jetzt garnicht in die Diskussion über Gefährlichkeit und /oderVerantwortbarkeit der VS eingreifen,nur soviel:man hat aus Burghley gelernt,das Gelände in Blenheim/Oxfordshire-CCI 3*-wurde heute abend nach 2 Dressurtagen kurzfristig abgesagt wegen erneuter heftiger Regenfälle nachdem der Geländefahrplan schon stand .
Sir Alfred
13.09.2008, 07:11
Ich will jetzt garnicht in die Diskussion über Gefährlichkeit und /oderVerantwortbarkeit der VS eingreifen,nur soviel:man hat aus Burghley gelernt,das Gelände in Blenheim/Oxfordshire-CCI 3*-wurde heute abend nach 2 Dressurtagen kurzfristig abgesagt wegen erneuter heftiger Regenfälle nachdem der Geländefahrplan schon stand .
:)...der Weg in die richtige Richtung! Hoffentlich macht das Schule...
Wenn ich recht gelesen habe, dann sind an diesem Hindernis 5 !!! Reiter gestürzt, darunter auch Zarah Phillips, die Tochter des CD Mark Phillips.
Welch bornierte Ignoranz, solch einen Sprung nicht wenigstens nach dem 2. Sturz aus dem Kurs zu nehmen.
Das bringt unseren Sport in Misskredit, und es kommt zu solchen Einschätzungen wie man sie leider hier lesen kann.
Vivalina
15.09.2008, 11:30
Wenn ich recht gelesen habe, dann sind an diesem Hindernis 5 !!! Reiter gestürzt, darunter auch Zarah Phillips, die Tochter des CD Mark Phillips.
Welch bornierte Ignoranz, solch einen Sprung nicht wenigstens nach dem 2. Sturz aus dem Kurs zu nehmen.
Das bringt unseren Sport in Misskredit, und es kommt zu solchen Einschätzungen wie man sie leider hier lesen kann.
Es gibt ja Spötter, die behaupten, Mark Phillips hätte den Sprung für die Prüfung nächstes nur gestrichen, weil seine eigene Tochter dort gestürzt ist. ;)
Euronymous
25.09.2008, 21:22
Es geht nicht um die VS ansich, sondern um die Art und Weise...
Hm, also mein Pferdchen war jahrelang nur Dressurpferd! Trotz ziemlich großer steifheit und Unterhals hat er es bis L-platzierung geschafft! War dabei aber sehr guckig und wohl auch sehr nervig! (nicht mit mir)
Nun reiten wir seit ca. 1 Jahr VS. Und er ist ein anderes Pferd!
1. ist es nunmal leider bei vielen Reitern so, dass sie kaum raus kommen! So auch er! Nun steht er den ganzen Tag auf Koppel! Wie die meisten Pferde der Buschis (was aber natürlich auch bei "anderen" so sein kann! Nur bei ihm wars nicht so)
2. er geht sehr oft ins Gelände und ist eine Lebensversicherung geworden! So dermaßen cool im Kopf und er ist auch nie durchgegangen oder ähnliches! Mittlerweile reitet mein Vater mit eher bescheidenen Künsten ins Gelände!
3. ist das Training einfach viel viel abwechslungsreicher! Er hat nicht wie viele andere jeden Tag das gleiche! er geht vielleicht 2x die Woche Dressur, dann noch Springen, Konditionsarbeit und Gelände!
Und er ist so viel lockerer geworden!
Ausserdem passieren auch bei anderen Reitern Unfälle! Aber die werden wohl meist nicht so sehr breitgetreten!
Wollen die "Freizeitpferde" im Galopp durch ungeeignetes Gelände laufen, wo sie aufpassen müssen, dass sie sich nicht hinpacken?
Wollen die Springpferde wirklich über so hohe Sprünge?
Das ist doch alles irgendwo ähnlich und die VS hier schon fast als Tierqäulerei hinzustellen finde ich mehr als traurig!
Man muss halt an den Bedingungen arbeiten! Vielleicht sollte man auch über weitere kleine Prüfungen vorm Gelände nachdenken oder die Hochstufung nicht gleich so einfach machen! 3.x A-VS platziert reicht, um LK 4 zu bekommen! Da muss dran gearbeitet werden! Die VS ganz sein zu lassen wäre sehr traurig! Ich finde es sehr bezeichnend, dass man überall noch 17/18jährige sieht...
lg
Hm, also mein Pferdchen war jahrelang nur Dressurpferd! Trotz ziemlich großer steifheit und Unterhals hat er es bis L-platzierung geschafft! War dabei aber sehr guckig und wohl auch sehr nervig! (nicht mit mir)
Nun reiten wir seit ca. 1 Jahr VS. Und er ist ein anderes Pferd!
1. ist es nunmal leider bei vielen Reitern so, dass sie kaum raus kommen! So auch er! Nun steht er den ganzen Tag auf Koppel! Wie die meisten Pferde der Buschis (was aber natürlich auch bei "anderen" so sein kann! Nur bei ihm wars nicht so)
2. er geht sehr oft ins Gelände und ist eine Lebensversicherung geworden! So dermaßen cool im Kopf und er ist auch nie durchgegangen oder ähnliches! Mittlerweile reitet mein Vater mit eher bescheidenen Künsten ins Gelände!
3. ist das Training einfach viel viel abwechslungsreicher! Er hat nicht wie viele andere jeden Tag das gleiche! er geht vielleicht 2x die Woche Dressur, dann noch Springen, Konditionsarbeit und Gelände!
Und er ist so viel lockerer geworden!
lg
Dann ist er als "Dressurperd" einfach falsch geritten, gehalten und gearbeitet worden.
Das eine hat mit dem anderen nix zu tun.
Wenn die Dressurakteure ihre Pferde nicht auf die Wiese stellen möchten und beim Ausreiten schon zittern müssen, dann machen sie was falsch und gehören zurück in die Reitschule .
Euronymous
26.09.2008, 14:06
Das hast Du natürlich völlig Recht Hörsman! Allerdings ist es zumindest hier oben nunmal normal für die "sportpferde"! Das sieht man zu oft!
Und man hört auch immer öfter von platten Dressurpferden in jungen Jahren als von platten Buschpferden! Irgendeinen Grund muss es ja haben!
Aber gut, ich denke, jeder hat seinen Standpunkt und muss ja am Ende selber damit leben können!
Oppenheim
26.09.2008, 14:38
@ Euronymous
Hast Du eigentlich den Sinn meiner Postings verstanden und hast Du Dir eigentlich schonmal das Foto auf der ersten Seite angeschaut?
Euronymous
26.09.2008, 15:10
Naja, anscheinend nicht wirklich!
Und klar habe ich mir das Bild angeguckt, bzw. die ganze Reihe und klar schockiert mich das, aber nur weil sowas passiert kann man doch nicht vom Sportgerät reden! Die meisten Reiter tun alles damit die Pferde fit bleiben!
Und klar kann das Pferd nicht entscheiden ob es springen möchte, würde es wohl freiwillig nie tun! Aber auch alle anderen Pferde würden doch lieber auf Koppel stehen! Und auch beim normalen reiten passiert genug...
Ich habe die Übertragung im TV verfolgt und war auch mehr als erschüttert, wie viele schwere Stürze es dort gegeben hat.
Aber auf der anderen Seite, da gehen so viele 16-18 jährige Pferde mit, die da wirklich topfit durchs Gelände fegen, das wäre ohne richtiges Training und vor allem ohne den bedachten Einsatz durch den Reiter nicht möglich.
Trotzdem bin ich auch der Meinung das die Prüfungen abgesagt werden müßten, wenn die Bodenverhältnisse nicht stimmen
Dr. Snuggles
12.10.2008, 19:05
Also bei uns ist ein Pferd beim ausreiten in einen Graben gerutscht und hat zu erst noch dessen Reiter eingequetscht.
Sollte ich deswegen nicht mehr da lang reiten?Sollte ich gar nicht mehr ausreiten? Oder sollte ich gar ganz aufhören zu reiten?
Man kann darüber diskutieren, ob der Sprung schon hätte früher rausgenommen werden können oder ob man die Prüfung hätte absagen müssen, aber man kann wegen vereinzelten Stürzen nicht den ganzen Sport verteufeln.
Man sagt ja auch nicht alle Springreiter sind Schlaufi-Reiter, jeder Dressurreiter benutzt ne Rollkur um erfolgreich zu sein oder jeder Freizeitreiter reitet mit scharfen Gebiss weil er sein Pferd sonst nicht halten kann!!
Oppenheim
15.10.2008, 16:45
Mein Gott, zum x-ten Male: Niemand verteufelt hier den Vielseitigkeitssport!!!
lacridevelvet
15.10.2008, 16:56
nein, ich finde, es ist ein toller sport.
aber auch da muss ich als reiter selbst wissen, ob ich mir und meinem partner einen ritt bei solchen bedingungen zumuten will..
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