Also die zitierte Studie aus Belgien führt ja eher den Beweis, dass die Selektion auf OCD nicht zu einer Abnahme der Inzidenz geführt hat. Im Gegenteil, es gab in den letzten Jahren mehr OCD, als vor 20 Jahren.
Es darf spekuliert werden, woran das liegt.
Meine Hypothese ist, dass es die absolut fehlende Selektion auf irgendeine Art von Leistung ist, weil sich mehr oder weniger jeder Nichtperformer heute ungehemmt vervielfältigen darf, solange irgend ein Verband ihm vorher einen Körstempel verpasst und er ohne hinzufallen durch die sog. Sporttests kommt.
Und da mit den Körurteilen aus Vermarktungsgründen auch inflationär umgegangen wird, findet schlicht kaum noch nennenswerte züchterische Selektion statt. Dass die Härte da nur nachlassen kann, sollte eigentlich auch ohne umfangreiche Studiendaten auf der Hand liegen.
Dann nimmt man noch die sich ausbreitende Unfähigkeit und/oder fehlende Bereitschaft, Pferde nachhaltig auszubilden dazu und eine Prise Vorliebe für frühreife Pferde, die am besten auch noch zu jeder Zeit aussehen sollen, wie direkt aus dem "Bullenkatalog", damit sie zu jeder Zeit marktfähig sind, und schon hat man den Salat. Die niedrigsten OCD-Raten haben meiner Erfahrung nach oft die größten Bagaluttenzüchter, die sich um alle modernen Erkenntnisse und Empfehlungen mal genau gar nicht scheren und die alteingesessene Meinung vertreten, Jungpferde müssten sich eher großhungern. Das wird die Futtermittelindustrie und die Fraktion "ich gebe alles und am besten ganz viel davon" nicht gern hören, aber es ist so. Meine paar Verwahrlosten, die ich über die Jahre so rehabilitiert habe, hatten komischerweise auch alle top Röntgenbilder, obwohl definitiv als Jungpferde alles andere als optimal aufgezogen. Zu viel Gewicht auf den wachsenden Knochen und zu schnelles Wachstum sind ganz sicherlich Faktoren, die man bei der OCD-Thematik nicht außer Acht lassen darf.
Ob nun genomische oder konventionelle Selektion: Solange auf alle Möglichen Äußerlichkeiten selektiert wird, aber nicht auf Gesundheit und Resilienz, darf man sich nicht wundern, wenn es mit beidem steil bergab geht.
Es darf spekuliert werden, woran das liegt.
Meine Hypothese ist, dass es die absolut fehlende Selektion auf irgendeine Art von Leistung ist, weil sich mehr oder weniger jeder Nichtperformer heute ungehemmt vervielfältigen darf, solange irgend ein Verband ihm vorher einen Körstempel verpasst und er ohne hinzufallen durch die sog. Sporttests kommt.
Und da mit den Körurteilen aus Vermarktungsgründen auch inflationär umgegangen wird, findet schlicht kaum noch nennenswerte züchterische Selektion statt. Dass die Härte da nur nachlassen kann, sollte eigentlich auch ohne umfangreiche Studiendaten auf der Hand liegen.
Dann nimmt man noch die sich ausbreitende Unfähigkeit und/oder fehlende Bereitschaft, Pferde nachhaltig auszubilden dazu und eine Prise Vorliebe für frühreife Pferde, die am besten auch noch zu jeder Zeit aussehen sollen, wie direkt aus dem "Bullenkatalog", damit sie zu jeder Zeit marktfähig sind, und schon hat man den Salat. Die niedrigsten OCD-Raten haben meiner Erfahrung nach oft die größten Bagaluttenzüchter, die sich um alle modernen Erkenntnisse und Empfehlungen mal genau gar nicht scheren und die alteingesessene Meinung vertreten, Jungpferde müssten sich eher großhungern. Das wird die Futtermittelindustrie und die Fraktion "ich gebe alles und am besten ganz viel davon" nicht gern hören, aber es ist so. Meine paar Verwahrlosten, die ich über die Jahre so rehabilitiert habe, hatten komischerweise auch alle top Röntgenbilder, obwohl definitiv als Jungpferde alles andere als optimal aufgezogen. Zu viel Gewicht auf den wachsenden Knochen und zu schnelles Wachstum sind ganz sicherlich Faktoren, die man bei der OCD-Thematik nicht außer Acht lassen darf.
Ob nun genomische oder konventionelle Selektion: Solange auf alle Möglichen Äußerlichkeiten selektiert wird, aber nicht auf Gesundheit und Resilienz, darf man sich nicht wundern, wenn es mit beidem steil bergab geht.

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