Sandro Hit wirklich soo "schlecht" ? Was vererbt er denn positiv? Noch aktuell?

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  • Lisaslachen
    • 12.05.2015
    • 13

    Sandro Hit wirklich soo "schlecht" ? Was vererbt er denn positiv? Noch aktuell?

    Ich weiß es gibt bereits viele Threads über SH, und viele davon habe ich gelesen. Allerdings finde ich nicht mehr viel aktuelles. Oft wird gesagt, er vererbt unrittig, etwas schwierige Pferde. Ausserdem soll er einen schlechten Schritt und eine nicht so gute HH vererben. Hab ich was vergessen?
    Soviel wird über die "S-Sippe" geschimpft, aber mal ganz ehrlich und objektiv würde ich gerne mal hören was er positives (ausser ein schönes Gesicht) vererbt. Bzw. Welche Stuten er braucht bei denen er sich positiv wirkend vererben kann?
    Ich überlege ihn für meine Holsteiner Stute zu nehmen. Sie hat selbst enorme Bewegung, ist aus einem doppelt veranlagten Stamm und Staatsprämie. Was ich bei ihr verbessern will und da bin ich bei meiner Suche durchaus mehrfach auf Sandro Hit gestoßen, ist etwas langbeiniger, nicht größer. Stute selbst ist 172. Ausserdem eine etwas kürzere Mittelhand. Die Stute hat einen sehr guten Schritt. Auch viel Antritt und Schub aus der Hinterhand, wobei sie nach hinten raus tritt und ich das durchaus etwas verringern möchte. Sie hat einen schwungvollen sehr raumgreifenden Trab, aber nicht viel Knieaktion, da wünsche ich mir deutlich mehr.
    Da sie und ihre NK einen super Charakter haben könnte ich mir die Anpassung mit SH sehr gut vorstellen, bin aber immer mehr verunsichert worden, weil er so schlecht geredet wird.
    Auf der anderen Seite sieht man viele tolle NK, in erster und zweiter Generation mit SH die auch GP gehen, kann er dann so schlecht sein oder braucht er nur die richtige Anpaarung?
    Zuletzt geändert von Lisaslachen; 07.04.2018, 19:41.
  • satania
    • 11.05.2010
    • 6293

    #2
    Es gibt doch Unmengen von SH-Nachkommen. Wenn der wirklich so schlecht ist, wieso rennen dann so viele Stutenbesitzer dahin? Ich hab von Zucht keine Ahnung, ist nur so ein Gedanke.

    Kommentar

    • lernzirkel159
      • 15.03.2010
      • 124

      #3
      Hallo! Wir haben zur Zeit 2 direkte Sandro Hit Stuten hier in der Zucht, haben vor einigen Jahren außerdem ein Stutfohlen aufgezogen und in Basisprüfungen in den Turniersport gebracht.
      Ich kann von allen 3 Stuten sagen, dass sie intelligente, sehr sensible Pferde sind. Das ist im positiven wie im negativen Sinne zu sehen. Sie lernen schnell, verzeihen aber dafür nicht so schnell mal einen Fehler wie vielleicht ein Pferd einer anderen Linie. Keine unserer Stuten ist auch nur im Geringsten bösartig. Eine- eigentlich selbstverständliche- artgerechte Haltung schützt unsere SHs vor schädlichen Hobbies. Generell sind diese 3 aber eher leichter aus der Ruhe zu bringen. Das behindert m. E. oft selbst dann einen guten Schritt, wenn er von Natur aus möglich wäre. 2 unserer Suten haben die Tendenz, im Trab beim Zulegen hinten breiter zu fußen, und diese Gabe habe ich bei vielen SH Nachkommen im Laufe der Jahre gesehen. Nicht alle SH Nachkommen hatten eine tragkräftige, stabile Hinterhand. Meine SH Stuten haben sehr kleine Hufe, die breiter sein könnten bei einem feinen Fundament.
      Dafür hat SH aber zumindest den Nachkommen, die ich gesehen habe, und auch unseren Stuten durchschlagend eine wunderbar leichtfüßige Bewegung mit viel Schwung und ausreichend Knieaktion mitgegeben. Diese positiven Eigenschaften vererben unsere SH Stuten auch sicher weiter. Ich persönlich überlege, SH dieses Jahr wieder an eine unserer De Niro Stuten anzupaaren und bin da bestimmt nicht die einzige.
      LG

      Kommentar

      • hufschlag
        • 30.07.2012
        • 4147

        #4
        Lernzirkel hat es auf den Punkt gebracht.

        lange hieß es, SH kann keine GP Pferde und wirklich, viele blieben in inter stecken, Pi/Pa ging nicht - mM nach ihrem Typ geschuldet, sie sind sensibler und verzeihen ist nicht ihre Stärke- wenn da bei der Handarbeit Fehler gemacht wurden, war da meist nichts mehr zu retten.
        mit DS kam die Wende- SH kann doch Olympia.
        auch hier würde ich sagen, kann er, aber es gibt nicht so viele Reiter, die das können.
        Insgesamt würde ich sagen
        schwächen:

        schwache Nerven
        kurzer Rücken, der sich schnell fest macht
        sehr empfindliches Maul
        daraus resultiert der kaputte Schritt- jung hab ich noch keinen mit schlechtem Schritt gesehen- eher überdurchschnittlich

        Stärken
        schön
        bewegungsstark
        freundliches Wesen
        hart/ gesund

        ebenfalls überdurchschnittlich oft: Pferde, Top gesund, tolle Bewegung zum "herrichten/korrigieren" aus dieser Linie
        von unten Top Charakter, eher scheu, skeptisch und unentspannt
        ich habe noch nie einen SH getroffen, der schlägt, beisst oder Menschen attackiert

        sollte man sich nur anschaffen wenn man einen ausbalancierten Sitz, ruhige, feine, vom Sitz völlig unabhängige Hand und ruhigen, ausgleichenden Charakter hat.
        ( da es auch nur sehr wenige Profis mit diesen Eigenschaften gibt, wird es immer schwierig sein, Hilfe zu finden wenn man selbst nicht weiter kommt)

        Kommentar


        • justjess
          justjess kommentierte
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          Diesem Beitrag kann ich zu 100 % zustimmen.
      • Lilie_1991
        • 30.04.2015
        • 211

        #5
        Kenne auch 2, sehr groß, schön und sehr langbeinig, in Haltung mit sehr viel Auslauf super unerschrocken und Nerven wie Drahtseile - solange man nicht zu viel fordert. Trab und Galopp super, aus recht durchschnittlicher Mutter. Wenn man "mehr" will, und die "an" macht, gerne mal unkooperativ mit Neigung zum Steigen.

        Kurze Mittelhand, aber die Beinchen sind extrem dünn mit sehr kleinen Hufen. Im Umgang von kleinen Kindern zu händeln. Nicht ganz geschickt, wenn es um Stangen geht.. oder generell darum, zB im Gelände die Beine zu sortieren. Ist mehr so der Typ "reiner Dressurler".

        Kommentar

        • wilabi
          • 21.05.2008
          • 2319

          #6
          Zitat von Lisaslachen Beitrag anzeigen
          Auf der anderen Seite sieht man viele tolle NK, in erster und zweiter Generation mit SH die auch GP gehen, kann er dann so schlecht sein oder braucht er nur die richtige Anpaarung?
          Sind es im Verhältnis zur Anzahl der Nachkommen wirklich viele gute Pferde ? Die ganze Sippe (also incl. Söhne) hat bis 2015 etwa 17.500 Nachkommen gebracht. Über diejenigen, die in der Versenkung verschwinden redet ja niemand.
          Die Quote seiner eigenen erfolgreichen Nk liegt bei 35%, die der mit LGS >1000€ unter 7%, Das ist im Vergleich schwach. Fidertanz z.B. hatte als Dressurpferdevererber 50% bzw. 12%.

          Er ist sicher ein Stempelhengst, die Vorteile/Nachteile im Exterieur wurden genannt und die wurden durchschlagend vererbt. Wo er deutlich gestreut hat, war das Interieur und Rittigkeit - der größte Teil negativ. Das setzt sich bei seinen Söhnen fort.
          Ich sehe viele Parallelen zur Entwicklung der Weltmeyer-Linie. Auch das war ein Hengst der Exterieurr stempelte und Rittigkeit/Interieur war ein Lotteriespiel. Die Reitersleute wollten sie dann irgendwann nicht mehr und so tendiert die Nutzung der Hengstlinie inzwischen gegen 0.
          In 5 Jahren wird es bei der SH-Linie ähnlich sein. Die Anzahl der registrierten Nk halbiert sich von Jahr zu Jahr und zählte 2015 nur noch etwa 350 Nachkommen für die ganze Linie. Davon hatten Scuderia und Spörcken den größten Anteil - der "Drops dürfte inzwischen auch gelutscht" sein. Namhafte, gut genutze Junghengste fallen mir nicht mehr ein.

          Ich würde die Finger davon lassen - Lotto spielen sollte man auf anderen Ebenen. Auch eigene Erfahrung
          Zuletzt geändert von wilabi; 09.04.2018, 21:53.

          Kommentar

          • hufschlag
            • 30.07.2012
            • 4147

            #7
            @wilabi: wir sehen das ganz änlich- nur in einem Punkt sehe ich einen deutlichen Unterschied zu W- die haben einem wirklich nach dem Leben getrachtet- einer hat mich mal einfach so umgetreten- wurde an der hand aus der Reithalle geführt und ich stand da an der bande zum zuschauen- wups- weg war ich- sowas hab ich bei SHs nie erlebt- eigentlich, wenn man ganz ehrlich ist- so unrittig sind die nicht, nur sehr sensibel- die Masse reitet einfach zu schwach für diese linie...
            Stedinger ist ja weg, aber ich sehe auch immer wieder sehr gute SD (mit dem bekannten manko hohes Sprunggelenk) sehr erfolgreich, die Profis mögen die... bin mir nicht sicher, ob es der S Linie ergeht wie der W Linie.
            Was sie gemeinsam haben- auf der mutterseite ist das Blut gefragt

            Kommentar

            • fanniemae
              • 19.05.2007
              • 3204

              #8
              ich finde es nicht angemessen SH mit weltmeyer zu vergleichen.
              die hengste sind völlig unterschiedlich in allen belangen und haben zu unterschiedlichen zeiten gedeckt und damit auch eine gänzlich andere klientel bedient.
              zeitgeist ist das stichwort.

              von weltmeyer wurden durchaus reitpferde verlangt und entsprechend wurde er angepaart.
              rot und derb und kurzbeinig und unschön hat man dafür in kauf genommen.
              die messlatte ist eine völlig andere als alles, was 20 jahre später die welt des SH und seiner söhne bewegt.
              hier geht es in erster linie um inflationäre fohlenvermehrung und nicht um leistungspferde.
              einen solchen fohlenmarkt hat es zu zeiten des weltmeyer nicht gegeben.

              SH muss man am heutigen reitpferdemarkt messen und da drängt sich ein einziger vergleich auf:
              jazz.

              SH ist der jazz der deutschen.
              mit allen vor und nachteilen und vermutlich vergleichbar hoher nutzungsdichte hüben wie drüben.
              beide hengste zeichnen sich aus durch vergleichbare stärken und schwächen:

              nachteile:
              die hohe hacke/sprgel und damit einhergehend hinten raus
              das ausgeprägte vorderbein / knieaktion und das wiederum einhergehend mit "vorne raus/hinten raus"
              die ausgeprägte korrelation von schrittverlust und hohem knie/vorderbeinaktion
              vermutlich damit einhergehend eine gewisse angefasste "nerv" konstellation ("sensibel")
              rittigkeitsprobleme ab versammlung wenn die harte arbeit gefordert wird (stichwort: beizäumung, setzen)
              da mag jazz deutlich im vorteil sein, der hat leistung bis ganz obenhin vorzuweisen, das blieb SH aus guten gründen stets erspart

              vorteile:
              fohlenmacher
              reinerbig schwarz
              schnelles geld für den züchter
              veredlung i.s.v. typvererbung und feiner machen
              aufpeppen einer oftmals althergebrachten stutengrundlage
              knieaktion und langes bein fürs auge / modernisieren des pferdetyps im sinne des zeitgeistes

              vor dem hintergrund des zeitgeistes und der abkehr von der leistungspferdezucht muss man all das anerkennen.
              der hengst hat seine zeit gehabt und seinen zweck erfüllt.
              als muttervater ist er nach wie vor begehrt - wohl dem, der eine schrittsicher vererbende stute hat.

              bleibt die frage nach der leistungsvererbung.
              der hengst hat über 4.000 registrierte nachkommen und daraus ca 30 prozent sporterfolgreiche kinder (ungefiltert, also alles das, was die FN als insgesamt sporterfoglreich für jeden nachvollziehbar im jahrbuch ausweist) - das ist ähnlich durchschnittlich / tendenz schwach, wie viele andere hengste auch.
              s-quote m.e. um 5%, auch das liegt im schnitt.
              spitzensportquoten habe ich nicht aufgedröselt, da dürften die geister sich wohl scheiden.
              aus über 4000 registrierten NK sollten mehr als ein dutzend ganz oben (im medienhochglanz) angekommen sein.
              mir fallen spontan nur zwei ein.
              und ich denke immer wieder gern an den silberaster-hype zurück...
              :-)

              "dramatischer" nimmt sich das ganze dann bei sir donnerhall aus.
              der hat noch weit mehr gedeckt als SH (stand dezember habe ich 6.700 registrierte NK im kopf) und vererbt die selben schwächen durchschlagend:
              hohe hacke, schrittverlust und nicht notwendigerweise das mentale rüstzeug für ganz oben. von den gefeierten (auktions)spitzen sind wenig bis gar keine oben angekommen (schickeria, silbermond, sir weihegold, sir schiwago etc)
              sporterfolgreiche NK lt FN ungefiltert 1100 entspricht grob überschlagen einer quote von deutlich unter 20% (basis ca 6400 NK im sportreifen alter 2013 und älter)
              s-quote inland gleichauf mit dem vater um 5%, international dürfte es deutlich weniger sein.
              aber der hengst ist noch jung und steht voll im generationsintervall, mag sein da rücken noch welche nach.

              having said that:
              ich habe mit sir donnerhall mein mit weitem abstand erfolgreichstes pferd gezogen (gekört, 8jrg seriensiege in st.georg > 70 prozent).
              ich habe den hengst dennoch nicht wieder genutzt.
              mein zuchtziel sind komplette pferde mit d r e i GGA und ich bevorzuge 3 x 8 statt 2 x 9 + 1 x 6.
              wenn darüberhinaus zwei namenhafte ausbilder sinngemäss das gleiche zu dem pferd äussern "ein sirD, den man reiten kann", dann ist das sicher schmeichelhaft, impliziert aber auch einiges andere.

              soweit die vergleichbaren zahlen und fakten.
              gemessen an der schieren masse ist an sportlich belastbarer klasse wenig gekommen.
              begehrenswerte spuren in der vererbung haben sie dennoch hinterlassen.
              da muss man dann am individuellen pferd beurteilen, ob die schadensbegrenzung in einem sinnvollen verhältnis steht zu moderner typvererbung.

              Zitat von wilabi Beitrag anzeigen
              .... In 5 Jahren wird es bei der SH-Linie ähnlich sein. Die Anzahl der registrierten Nk halbiert sich von Jahr zu Jahr und zählte 2015 nur noch etwa 350 Nachkommen für die ganze Linie. Davon hatten Scuderia und Spörcken den größten Anteil - der "Drops dürfte inzwischen auch gelutscht" sein. Namhafte, gut genutze Junghengste fallen mir nicht mehr ein.

              Ich würde die Finger davon lassen - Lotto spielen sollte man auf anderen Ebenen. Auch eigene Erfahrung
              der fairnesshalber muss man sagen, dass das bei jeder hengstlinie früher oder später so weit kommt.
              sie sterben aus.
              und das gitl selbst für die leistungsstarken.
              s. initiatve G-blut in hannover.



              www.muensterland-pferde.de

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              • mikenne
                mikenne kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                @ fannimae
                Das stimmt. Leider auch die R-Linie.
            • Lisaslachen
              • 12.05.2015
              • 13

              #9
              Vielen Dank für eure ausführlichen Kommentare!
              Da wir von den Springern kommen und uns noch nicht so lange mit der Zucht eines Dressurpferdes und somit den Dressurvererbern beschäftigen, bin ich sehr dankbar für erfahrungsreiche und fundierte Berichte. Eure Berichte und das was ich bisher gehört habe, hat nun auch mein Bauchgefühl bestätigt das SH nicht die richtige Wahl ist.
              Leider finde ich es jedoch zunehmend schwierig einen geeigneten Hengst zu finden. Tatsächlich schwieriger als bei den Springern. Es kommen eben doch mehr Kriterien zusammen, die passen müssen um ein Pferd zu züchten, das GP Potential hat und das nicht NUR geritten von den Top Profis.
              Sobald ich gefallen an einem Hengst gefunden habe verpufft dieser wie eine Seifenblase wieder sobald ich mich näher mit ihm beschäftige. Ich schätze den unumstrittenen Vererber gibt es nicht!? Oder doch?
              Vielleicht habt ihr noch die ein oder andere Idee?

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              • Lilie_1991
                Lilie_1991 kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Ich bin absoluter Vitalis-Fan, kein Fohlenmacher, aber Reitpferdemacher. Auch unter Amateuren absolut rittig und kopfklar, einfach zu bedienen und arbeitswillig, kenne bisher echt keinen, der mir da nicht gefällt.

              • hufschlag
                hufschlag kommentierte
                Kommentar bearbeiten
                Die Pferderevue ist das offizielle Organ des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) und Österreichs größtes Fachmagazin für Pferdesport und -zucht.

                Wenn das mit dem GP Pferd so einfach wäre
                Wenn du ein Pferd für den großen Sport möchtest ist Interieur/Rittigkeit das wichtigste.
                Dressurpferde werden nicht geboren, sie werden gemacht, die Arbeitseinstellung ist das wichtigste.
                Dass die in jungen Jahren oft keine verkaufsschlager sind, ist die Kehrseite der Medaille.
                Ich würde erst mal den Wunsch nach Veredelung streichen- welches Pferd von IW ist denn edel?? Meist kurzbeinig mit großem Kopf.
                Interieur, grundschwung, drunter ist gefragt. Und der Wille, den lange zu halten und auszubilden.
                Vivaldi/ Vitalis ist schon mal keine schlechte Idee
                TG von de niro??
                Totillas
                Zack
                ...
            • Titania
              • 22.04.2006
              • 4361

              #10
              Zitat von fanniemae Beitrag anzeigen
              "dramatischer" nimmt sich das ganze dann bei sir donnerhall aus.
              der hat noch weit mehr gedeckt als SH (stand dezember habe ich 6.700 registrierte NK im kopf) und vererbt die selben schwächen durchschlagend:
              hohe hacke, schrittverlust und nicht notwendigerweise das mentale rüstzeug für ganz oben.
              Dann schau mal auf die Quote der gekörten Hengste mit Sir Donnerhall-Müttern, können da deine Favoriten mithalten?
              Auf meine Sir Donnerhall-Stute lasse ich nichts kommen, tolle Nachkommen mit den unterschiedlichsten Hengsten, u.a. Don Frederic, Follow Me und aktuell Revolution.
              "Quickmarie" (Quicksilber/Pamino ShA) im Alter von 2 Jahren

              www.gestuet-reichshof.de

              Kommentar

              • ReitponyOWL
                • 17.02.2012
                • 417

                #11
                Zitat von Titania Beitrag anzeigen
                Dann schau mal auf die Quote der gekörten Hengste mit Sir Donnerhall-Müttern, können da deine Favoriten mithalten?
                Was hat denn das Prädikat "gekört" mit der Eignung als späteres Dressurpferd zu tun? Und ich meine jetzt nicht einen Sieger in Reitpferdeprüfung sondern wirklichen Dressurprüfungen...

                Kommentar

                • fanniemae
                  • 19.05.2007
                  • 3204

                  #12
                  das war auch mein gedanke.
                  mein sirD w a r gekört, dennoch habe ich die anpaarung nicht wiederholt.
                  welche relevanz sollte dann die körquote von muttervätern haben??

                  ich denke was titania meint:
                  diskussionen wie diese dürfen nicht dazu veranlassen, die entscheidungsfindung zu verallgemeinern.
                  es kommt immer auf das individuelle pferd an.
                  und auf die individuellen beweggründe des züchters. bsp fohlenmarkt. oder solche, die 2x9 + 1x6 für wertvoller halten als 3x8.
                  www.muensterland-pferde.de

                  Kommentar

                  • wilabi
                    • 21.05.2008
                    • 2319

                    #13
                    @fannimae: Ich will hier nicht SH und WM direkt vergleichen, es gibt aber Parallelen in der Entwicklung der Nutzung und ihrer Gründe. Die Beiden sind auch nicht 20 Jahre auseinander, sondern nur 8. Auch sind sicher immer mal Hengstlinien untergegangen. Aber über Generationen von Pferden. Die Weltmeyer-linie hatte ihren Peak etwa 2001/2002 mit etwa 2500/Nk p.a. , Sandro Hit und Söhne hatte seine Peak 2009 mit etwa 2400 Nachkommen. Die Nutzung beider Hengstlinien reduzierte sich innerhalb von 8 bzw. 6 Jahren um 85% auf 2-300, bei WM jetzt gegen 0.

                    Beide Linien brachten Zusammen im Schwerpunktzeitraum zwischen 1991 bis 2015 etwa 32000 lebende Fohlen. Von Weltmeyer ist nichts geblieben. Von Sandro Hit wird wohl auch nicht viel bleiben.
                    Die deutsche Pferdezucht hat sich -überspitzt ausgedrückt- zu großen Teilen mit der Produktion von Leistungsbremsen beschäftigt. Unbeschadet ist die Tatsache, das Einzelstücke durchaus Leistungspferde waren. Es wäre ja ganz schlimm, wenn es bei der Anzahl nix Positives zu erwähnen gäbe.

                    Jetzt ist das "Schwarmwissen" um die Probleme Allgemeinwissen geworden und der Markt will sie einfach nicht mehr.

                    Das hat ja seine Gründe.
                    Zuletzt geändert von wilabi; 11.04.2018, 17:18.

                    Kommentar

                    • darya
                      • 20.02.2005
                      • 3217

                      #14
                      @fanniemar
                      Was ist denn mit der Vollschwester zu dem SD? Zählt die nicht als Wiederholung?
                      Oder die Sarkozy Anpaarung? Ist doch auch SH.


                      Gesendet von meinem ALE-L21 mit Tapatalk

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                      • fanniemae
                        • 19.05.2007
                        • 3204

                        #15
                        Zitat von darya Beitrag anzeigen
                        @fanniemar
                        Was ist denn mit der Vollschwester zu dem SD? Zählt die nicht als Wiederholung?
                        die vollschwester gründete sich auf mein urteil der fohlenbeurteilung des erstlings und die fohlenbeurteilung war überdurchschnittlich gut. da lag eine erneute anpaarung nahe. wie die sich später entwickelt hat kann ich nicht beurteilen weil sie als fohlen ins ausland verkauft wurde und ich sie seither nicht mehr gesehen habe.
                        heute beurteile ich den hengst anhand seiner zahlreichen gereiften nachkommen unter dem sattel und das ist eine sehr viel weitreichendere beruteilung, die damals nicht möglich war.

                        sarkozy kam drei jahre später, damals wurde die kombination von SH an weltmeyer unter züchtern als überaus vielversprechend diskutiert, weil beide hengste sich in ihren stärken komplementieren sollten. elastik, dynamik, der weltmeyer sollte dem SH die hohe hacke nehmen und SH den weltmeyer im sinne von reck und profil aufhübschen. sarkozy verkörperte diese komplementierung vorzüglich und hatte darüberhinaus einen sehr guten schritt auch unterm sattel. er wurde allerdings kurz darauf aus dem verkehr gezogen und läuft seither als wallach. das wird seine gründe gehabt haben. das fohlen war ein selbstläufer, hat sich später als rittig und forderbar erwiesen, die hätte ich sehr gern später mal zur zucht zurück.

                        weitere fünf jahre später habe ich das blut dann unter berücksichtigung von eigenleistung und rittigkeit nochmal mit sarotti versucht, da stehen reifetest und sattelbeweis noch aus. da liegen allerdings bereits zwei generationen dazwischen und direkte vergleiche sind kaum möglich weil die genetik arg verwässert ist.
                        www.muensterland-pferde.de

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                        • RRR
                          • 11.08.2017
                          • 8

                          #16
                          Hallo zusammen, mich würde interessieren was ihr für Erfahrungen mit SH Nachkommen in zweiter und dritter Generation gemacht habt (insbesondere aus Stutenstämmen).
                          Verwässern sich die "negativen" Eigenschaften?
                          Danke vorab und viele Grüße

                          Kommentar


                          • carolinen
                            carolinen kommentierte
                            Kommentar bearbeiten
                            Oben hat es jemand auf den Punkt gebracht. Sie sind sensibel. Ich züchte auch mit einer SH Stute. Deren Nachzucht läuft gut unter Amateuren, ehrgeizigen Junioren aber auch auf der Jungpferde WM.
                            Ich habe bei der Anpparung immer versucht, wie bei jeder Anpaarung meiner Stuten, Dinge zu verbessern. Meine SH hat Schritt, ist sensible, also gucken wir nach Hengsten, die das kompensieren. Wie bei jeder Anpaarung. Ich
                            möchte diese Stute nicht missen. Aber ich kenne auch die dahinterliegenden 4 Generationen und deren Nachzucht. Damit ist es wohl einfacher zu wissen was man vor sich hat.
                        • hopplahop
                          • 20.01.2016
                          • 1058

                          #17
                          Nöh, diese negativen Eigenschaften bleiben für die Ewigkeit, und da ist das völlig egal, ob Sandro Hit in der 2., 3. oder 50. Generation vorkommt - einmal Sandro Hit drinne, und der Stamm ist versaut für immer und ewig.

                          Kommentar

                          • RRR
                            • 11.08.2017
                            • 8

                            #18
                            Ich stelle mir allerdings die Frage, wie es sein kann, dass so umstrittene Hengste wie Sandro Hit und zB auch Jazz (die wenn man den Meinungen hier traut ein Auslaufmodell darstellen) in den letzten Jahren (also ja ziemlich aktuell) zB im WBFSH Ranking der Dressurvererber immer ganz oben mitspielen.
                            Hat dafür jemand eine Erklärung? Oder kann es sein, dass ein Sandro Hit seinem Ruf einfach nicht gerecht wird?

                            Kommentar

                            • one
                              • 25.07.2011
                              • 700

                              #19
                              Zitat von RRR Beitrag anzeigen
                              Ich stelle mir allerdings die Frage, wie es sein kann, dass so umstrittene Hengste wie Sandro Hit und zB auch Jazz (die wenn man den Meinungen hier traut ein Auslaufmodell darstellen) in den letzten Jahren (also ja ziemlich aktuell) zB im WBFSH Ranking der Dressurvererber immer ganz oben mitspielen.
                              Hat dafür jemand eine Erklärung? Oder kann es sein, dass ein Sandro Hit seinem Ruf einfach nicht gerecht wird?
                              Einerseits ganz klassische Statistik. Je mehr Nachkommen in die Welt gesetzt werden, desto Höher ist auch die Wahrscheinlichkeit im Ranking weiter oben platziert zu sein. Es handelt sich ja bei beiden um echte Vieldecker. Andererseits glaube ich dass beide Pferde dies ja auch nicht umsonst sind, sie haben ihre Vorzüge insbesondere im Trab. Defizite werden auch erst in einer Dekade wirklich klar erkennbar und dann sucht man sich eben neue Alternativen. Sie schön zu reden bringt ja auch niemandem etwas, daher ist die Kritik wichtig.

                              Kommentar

                              • fanniemae
                                • 19.05.2007
                                • 3204

                                #20
                                Zitat von RRR Beitrag anzeigen
                                Ich stelle mir allerdings die Frage, wie es sein kann, dass so umstrittene Hengste wie Sandro Hit und zB auch Jazz (die wenn man den Meinungen hier traut ein Auslaufmodell darstellen) in den letzten Jahren (also ja ziemlich aktuell) zB im WBFSH Ranking der Dressurvererber immer ganz oben mitspielen.
                                Hat dafür jemand eine Erklärung? Oder kann es sein, dass ein Sandro Hit seinem Ruf einfach nicht gerecht wird?
                                registrierte nachkommen sandro hit 4.087, die meisten davon bis 2009, also allesamt im GPfähigen alter.
                                wenn nur ein prozent davon GP läuft, sollten das 40 GPpferde sein.
                                ich kenne die individuellen zahlen der weltrangliste nicht, aber wenn zehn stück davon auch in der weltrangliste auftauchen, macht das 0,25 prozent, also jeder vierhundertse.

                                jazz:

                                eurodressage hat in der vergangenheit immer mal wieder die zahlen der viedecker in den niederlanden genannt.
                                hier mal ein paar auszüge aus der vergangenheit (vollständig habe ich sie nicht):

                                2007
                                The KWPN also announced the breeding statistics for 2007. The most used KWPN licensed stallion in 2007 is Jazz with 304 breedings in 2007. ... Vivaldi (Krack C x Jazz) is third with 237 breedings.
                                ...
                                2009
                                ....The fourth highest ranked KWPN dressage stallion was the leader of the 2007 breeding ranking, Jazz (by Cocktail). In 2009 the liver chestnut Keur stallion covered 214 mares, whereas Trakehner Elite and Keur stallion Gribaldi (by Kostolany) covered 175 mares.

                                der hengst dürfte ebenso (mehrere?) tausend nachkommen haben, da macht es sinn, dass er auch in den weltranglisten auftaucht.
                                in welcher relation das zu den erfolgsquoten des SH steht, entzieht sich meiner kenntnis.


                                www.muensterland-pferde.de

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