Wie vererbt Wanderer und macht es noch Sinn sein TG zu nutzen?

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  • washisue
    • 17.08.2013
    • 106

    Wie vererbt Wanderer und macht es noch Sinn sein TG zu nutzen?

    Guten Abend zusammen,

    bei der Suche nach dem passenden Hengst zu meiner Stute bin ich auch über die TG Liste von Celle gestolpert und dabei blieb ich dann bei Wanderer TG hängen.

    Ich habe versucht über meinen Freund Mr. Google herauszufinden, wie die Qualität seines Spermas war und in TG noch ist.

    Desweiteren frage ich mich, was vererbt er gut?
    Was sind/waren seine Schwächen?
    Und was für Stuten braucht(e) er.

    Ich wäre dankbar über Meinungen.
  • Dora
    • 12.02.2008
    • 234

    #2
    Aus heutiger Sicht ein Hengst den wirklich keiner mehr braucht. Die Hengste sind in den letzten 20 Zuchtjahren sehr viel besser geworden. Besonders von der Rittigkeit her war Wanderer kein Positivvererber.

    Kommentar


    • #3
      Über ca. 4 Jahre hatte ich mit einem Wallach von Wanderbursch zutun: ein unmögliches Pferd, ein Riesenschiff, ein echter Bollerkopp, kleine Augen, riesengroßer "schöner" Schädel, absolut unsensibel,dumm und blöd, dabei total schreckhaft auf seinen eigenen Schatten. Riesengroße Bewegungen, aber total hölzern, steif, grob und ungelenkig.
      Dann auch noch gesundheitlich auf den Füßen und der Lunge sehr anfällig. Das mag alles an den Haltungsbedingungen, der Reitweise gelegen haben. Aber, was drin steckt, das steckt drin.

      Kommentar

      • Korea
        • 14.02.2009
        • 1155

        #4
        Welcher TG Hengst von CElle wäre denn - vorrausgesetzt passende Stute- einen Versuch wert?

        Kommentar

        • washisue
          • 17.08.2013
          • 106

          #5
          guten Morgen,

          vielen Dank für die Antworten.

          @Dora: ja, das mit der Rittigkeit an sich kann ich wohl bestätigen. Ich habe einen Wanderer Sohn. Er ist von der Rittigkeit her nicht so "gut" wie meine Stute, dennoch ist er ein sehr liebenswerter Kerl. Sehr fein im Umgang, grundsätzlich artig und so überhaupt nicht "büffelig". Was mich bei ihm immer begeistert hat, war sein "Verhalten" gegenüber meinem Sohn. Das war immer nach dem Motto "bloß nicht verletzten den Menschenzwerg".

          @Annemarie: da würde mich schon noch interessieren, wie der Mutterstamm war. Denn wie gesagt mein Wallach und auch alle weiteren Wanderer Nachkommen, die ich kenne sind im Umgang wirklich sehr nett. Von der Rittigkeit aber wie gesagt nicht unbedingt die Überflieger.

          Was er glaube ich immer wieder vererbt ist dieser große Ramskopf.
          Den hat mein Wallach nämlich auch.
          Allerdings ist er keineswegs hölzern oder ungelenk.
          Doch das schreckhafte kann ich schon bestätigen.
          Wurde allerdings immer besser, je mehr Vertrauen er zu mir entwickelte.

          @Korea: Das fände ich auch interessant. Welche Hengste, die heute nicht mehr so oft genutzt werden und im TG in Celle noch vorhanden sind, sollte man vielleicht wieder ins Spiel bringen?
          Zuletzt geändert von washisue; 26.09.2013, 07:09.

          Kommentar

          • Elke
            • 05.02.2008
            • 11703

            #6
            Zitat von washisue Beitrag anzeigen
            guten Morgen,

            vielen Dank für die Antworten.

            @Dora: ja, das mit der Rittigkeit an sich kann ich wohl bestätigen. Ich habe einen Wanderer Sohn. Er ist von der Rittigkeit her nicht so "gut" wie meine Stute, dennoch ist er ein sehr liebenswerter Kerl. Sehr fein im Umgang, grundsätzlich artig und so überhaupt nicht "büffelig". Was mich bei ihm immer begeistert hat, war sein "Verhalten" gegenüber meinem Sohn. Das war immer nach dem Motto "bloß nicht verletzten den Menschenzwerg".

            @Annemarie: da würde mich schon noch interessieren, wie der Mutterstamm war. Denn wie gesagt mein Wallach und auch alle weiteren Wanderer Nachkommen, die ich kenne sind im Umgang wirklich sehr nett. Von der Rittigkeit aber wie gesagt nicht unbedingt die Überflieger.

            Was er glaube ich immer wieder vererbt ist dieser große Ramskopf.
            Den hat mein Wallach nämlich auch.
            Allerdings ist er keineswegs hölzern oder ungelenk.
            Doch das schreckhafte kann ich schon bestätigen.
            Wurde allerdings immer besser, je mehr Vertrauen er zu mir entwickelte.

            @Korea: Das fände ich auch interessant. Welche Hengste, die heute nicht mehr so oft genutzt werden und im TG in Celle noch vorhanden sind, sollte man vielleicht wieder ins Spiel bringen?

            Weißt Du, es ist nicht ganz gut, sich sowas "zusammenbasteln" zu wollen.
            Du meinst, Du versuchst es und bist dann ständig am Vergleichen, ob das "Produkt" Deiner bekannten Abstammungen auch den beiden entspricht.
            Das kann zu viel Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit den Pferden gegenüber führen.
            Ich schreibe da, weil dies auch emotional ist genau wie Deine momentane "Hengstwunschentwicklung".

            Kommentar

            • washisue
              • 17.08.2013
              • 106

              #7
              Zitat von Elke Beitrag anzeigen
              Weißt Du, es ist nicht ganz gut, sich sowas "zusammenbasteln" zu wollen.
              Du meinst, Du versuchst es und bist dann ständig am Vergleichen, ob das "Produkt" Deiner bekannten Abstammungen auch den beiden entspricht.
              Das kann zu viel Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit den Pferden gegenüber führen.
              Ich schreibe da, weil dies auch emotional ist genau wie Deine momentane "Hengstwunschentwicklung".
              Weißt Du Elke, in diesem Thread möchte ich einfach mehr über Wanderer erfahren.
              Wir können das gerne in dem anderen Thread diskutieren, der extra für die Suche nach dem passenden Hengst für meine Stute sein soll.

              Doch auch dort gilt: lass mir doch bitte die Möglichkeit, mir meine eigene Meinung zu bilden.

              Kommentar

              • zuckerschnute
                PREMIUM-Mitglied
                • 21.01.2007
                • 3954

                #8
                Ich habe selbst drei Nachkommen geritten. Alle waren völlig unterschiedlich obwohl zwei davon sogar Vollgeschwister sind.

                Nr. 1: Ein Verlasspferd, Kämpfer auf dem Turnier, top Bewegungen, lektionssicher, aber glotzig und sehr unangenehm im Maul.

                Nr. 2: Ein richtiger Kumpel, normale Bewegungen, sensibel, ein Pferd das für jeden Blödsinn (spontane Galopprennen ohne Sattel...) zu haben ist. Toll im Maul, überhaupt nicht guckig, immer locker und gut drauf aber auf dem Turnier fast unreitbar weil er dort keine Ruhe hatte.

                Nr. 3: Super Bewegungen, toll zu sitzen, aber unangenehm zu reiten. Entzieht sich gerne, mag nicht arbeiten, sehr anstrengend.

                Alle drei Pferde sind sehr schwere ältere Modelle, top gesund, zwei schickere Gesichter, eins mit eher derbem Kopf. Keiner hat gute Hufe!
                Zuletzt geändert von zuckerschnute; 26.09.2013, 09:19.

                Kommentar

                • Polanegri
                  • 29.08.2009
                  • 1640

                  #9
                  Mein erstes eigenes Pferd war ein Wanderer-Wallach aus einer Inschallah x-Lugano II.
                  Das netteste Pferd, das ich je hatte, allerdings war auch seine Mutter ein Traum.
                  Ich würde Wanderer heute aber nur mit einer blütigen Stute verpaaren.
                  Wieland3.jpg

                  Kommentar

                  • washisue
                    • 17.08.2013
                    • 106

                    #10
                    Oh das klingt spannend, Zuckerschnute.
                    Schreibe mal was direkt in Deinen Kommentar.

                    Zitat von zuckerschnute Beitrag anzeigen
                    Ich habe selbst drei Nachkommen geritten. Alle waren völlig unterschiedlich obwohl zwei davon sogar Vollgeschwister sind.

                    Nr. 1: Ein Verlasspferd, Kämpfer auf dem Turnier, top Bewegungen, lektionssicher, aber glotzig und sehr unangenehm im Maul.

                    Wie definierst du unangenehm im Maul? Das würde ich bei meinem dem Punkt "nicht so rittig" zuordnen. Und sehr gute Bewegungen hat meiner auch.

                    Nr. 2: Ein richtiger Kumpel, normale Bewegungen, sensibel, ein Pferd das für jeden Blödsinn (spontane Galopprennen ohne Sattel...) zu haben ist. Toll im Maul, überhaupt nicht guckig, immer locker und gut drauf aber auf dem Turnier fast unreitbar weil er dort keine Ruhe hatte.

                    Als richtigen Kumpel würde ich meinen auch bezeichnen. Für ihn war es auch wichtig, sich "sicher" zu fühlen, also Ruhe zu erhalten. (Allerdings waren Turniere kein Problem für ihn.)

                    Nr. 3: Super Bewegungen, toll zu sitzen, aber unangenehm zu reiten. Entzieht sich gerne, mag nicht arbeiten, sehr anstrengend.

                    Alle drei Pferde sind sehr schwere ältere Modelle, top gesund, zwei schickere Gesichter, eins mit eher derbem Kopf. Keiner hat gute Hufe!
                    Inwiefern keine guten Hufe?
                    Die grundsätzliche Substanz?
                    zu flach?
                    Eng?

                    Kommentar

                    • washisue
                      • 17.08.2013
                      • 106

                      #11
                      Zitat von Polanegri Beitrag anzeigen
                      Mein erstes eigenes Pferd war ein Wanderer-Wallach aus einer Inschallah x-Lugano II.
                      Das netteste Pferd, das ich je hatte, allerdings war auch seine Mutter ein Traum.
                      Ich würde Wanderer heute aber nur mit einer blütigen Stute verpaaren.
                      [ATTACH=CONFIG]46333[/ATTACH]
                      Danke Polanegri für Deinen Beitrag.
                      Blutanschluss hat meine Stute.
                      Allerdings sieht man ihr das optisch nicht an.

                      Ich mag großrahmige Pferde, nur sollten Sie dann nicht noch flekmatisch sein, sondern schon etwas "go" haben.

                      Kommentar

                      • cps5
                        • 07.07.2009
                        • 1586

                        #12
                        Wenn du mir eine E-Mail-Adresse (gern per PM oder an weigl.dagmar(at)gmx.de) gibst, kann ich dir am Wochenende ein paar Fotos von Wanderer-Nachkommen mailen inklusive der Abstammung der jeweiligen Mutter.

                        Falls du es großrahmig haben möchtest, ist Wanderer wohl nur empfehlenswert, wenn die Stute den Rahmen mitbringt. Er selbst ist doch sehr kompakt und neigt zeitweise auch zu einer schweren Halsung mit entsprechendem Genick.

                        Auch sollte die Stute genügend Sensibilität und einen guten Charakter mitbringen. Die Vollbrüder Wanderbursch I und II von Wanderer aus einer Tochter vom Vollblüter Shogun xx, dessen Kinder sich bei stärkerer Leistungsanforderung auch schon einmal renitent zeigen konnten, waren denn trotz eines guten Exterieurs auch keine Weltverbesserer. Annemarie hat dasja oben schon plastisch beschrieben.

                        Kommentar

                        • washisue
                          • 17.08.2013
                          • 106

                          #13
                          @CPS5: schicke Dir gleich eine Email von meinem Account.

                          Kommentar

                          • Stefanie308
                            PREMIUM-Mitglied
                            • 13.10.2010
                            • 499

                            #14
                            Lisaa.jpg
                            Hier meine Uccello-Stute aus einer Wanderer-Mutter... schwer zu beschreiben, wenn man sie nicht selbst erlebt hat... ;-)
                            Absolut tolles Pferd, wenn man sie auf seiner Seite hat, für meine jetzt 13jährige Tochter (auf dem Foto) ein tolles Lehrpferd, dass jeden Fehler sofort anzeigt, aber generell kein Pferd mit Unarten. Sie ist Leitstute von Haus aus, sehr fester Charakter von Beginn an (hab sie 3jährig roh vom Züchter bekommen), im Vergleich zu anderen wenig rittig, aber trotzdem sehr leistungsbereit, zumindest was das Springen, Platz und Gelände angeht. Sehr nervenstarkes Pferd, läuft bei uns im Verein auch beim Voltigieren und macht dort super Fotschritte, absoluter Gewinn für die Gruppe. Sehr gute Galoppade, für Springpferd auch guter Trab und Schritt, allerdings noch in der Entwicklung.
                            Vom Exterieur, besonders Kopf, sehr wenig Stuten-Ausdruck..
                            Zuletzt geändert von Stefanie308; 26.09.2013, 13:05.

                            Kommentar

                            • zuckerschnute
                              PREMIUM-Mitglied
                              • 21.01.2007
                              • 3954

                              #15
                              @washisue: wenig Maultätigkeit, machte sich gerne mal frei oder eng. Einfach nicht weich in der Hand.
                              Die Hufe waren sehr weich und brüchig und neigten zu Strahlfäule. Einer stark zeheneng auf beiden Füßen.

                              Kommentar


                              • #16
                                Antwort : nein, macht keinen Sinn.
                                War schon zu seiner Zeit nicht unbedingt Zuchtfortschritt.
                                Zu schwer, zu unflexibel,
                                Braucht man sowas heute noch ?

                                Kommentar

                                • LunaFFM
                                  • 02.01.2010
                                  • 765

                                  #17
                                  Auch in Hessen gab es Nachkommen, ich kenne zwei, beide derb im Gesicht und im Umgang, unrittig und wirklich nicht zu empfehlen. Einer davon hat gebissen und getreten. Mütter weiß ich jetzt nicht mehr

                                  Kommentar


                                  • #18
                                    Wanderbursch - Wanderer - Wagner konnte man früher nicht gebrauchen und heute schon garnicht.

                                    Kommentar

                                    • macarena99
                                      • 25.02.2008
                                      • 1803

                                      #19
                                      Ich kenne 2 aus einer Wanderer Mutter beides normale Pferde im A-L Bereich springen ud Dressur.
                                      Ich kann nichts dafür sagen aber auch nichts dagegen. Beide waren gut zu reiten und Nervenstark, Hufe o.k. Ich denke das es heute bessere Hengste gibt. Und TG doch großes Risiko ist. lg



                                      Wenn ich einen Hengst als TG nutzen würde wäre das nur einer und der heißt Landgraf.

                                      Kommentar


                                      • #20
                                        Zitat von Oh-Gloria Beitrag anzeigen
                                        Wanderbursch - Wanderer - Wagner konnte man früher nicht gebrauchen und heute schon garnicht.
                                        Bei diesem oben beschriebenen Wallach, ich kannte ja wirklich nur ihn, zumindest was mir bekannt ist, hatte ich von der ersten Minute ein unangenehmes Gefühl. Teils schob ich mein Gefühl auf die vom ersten Moment an unsympatische Besitzerin, ich war bei ihr Pferdepflegerin.
                                        Durch dich und die anderen Leute hier, wird jetzt mein damaliges erstes Bauchgefühl und die nachfolgenden Beobachtungen bestätigt.
                                        Der war sicher ein imposantes Pferd, auf den ersten Blick für gewisse Leute, die Besitzerin/Reiterin brauchte sowas für ihr Ego.

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                                        Erstellt von **Holly**, 14.02.2018, 07:38
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                                        Erstellt von LexiWe, 09.12.2012, 16:40
                                        26 Antworten
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