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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Beim Kauf betrogen



subbyhoney
28.08.2009, 11:19
:scared::scared: Ich könnte mal ein bißchen Rat und Aufmunterung gebrauchen, vielleicht hat ja hier jemand schon mal was ähnliches erlebt und kann mir davon erzählen.

Ich habe mir ein Pferd von Privat gekauft, gesund in sehr gutem Zustand, 5 Jahre alt und ganz toller Charakter. Vor dem Kauf bemerkte ich eine kleine helle Stelle ca. 6.00 Uhr am Auge und fragte danach. Man erklärte mir, daß es sich um eine oberflächliche Hornhautverletzung gehandelt habe, die aber ausgeheilt ist und das Pferd in keinster Weise beeinträchtigt. Ich forderte daraufhin ein Gutachten über das Auge, welches mir auch beim Kauf ausgehändigt wurde. Laut Gutachten (eines Kleintierarztes) besteht keine Beeinträchtigung der Funktionalität des Auges. Nachdem ich mit Freudentränen in den Augen mein Pferd abholte und bezahlte, erhielt ich die Papiere und war ganz stolz. Alles schien perfekt gelaufen. Nach wenigen Tagen bemerkte ich diverse Ungereimtheiten, sie lief mich beim Führen um, rammelte gegen die Stalltür und ließ sich auf der linken Hand doch sehr deutlich schwer biegen. Ich wollte sofort einen Tierarzt zu Rate ziehen und der stellte eine schon lange bestehende Periodische Augenentzündung fest mit deutlicher Beeinträchtigung des linken Auges. Ich war fix und fertig. Meine Stute ist praktisch auf einem Auge schon fast blind. Nachdem die Diagnose stand, machten wir diverse Tests und es ist tatsächlich, so daß sie auf dem linken Auge gar nichts sehen kann. Ich habe den Verkäufer angerufen, aber er verweigert die Rücknahme des Tieres. Strafanzeige bei Polizei läuft wegen Betruges, Anwalt ist eingeschaltet und hat schon Schreiben mit Fristsetzung hingeschickt. Nichts passiert. Ich bin so hilflos. Kümmer mich weiter um die Dicke, reite sie, pflege sie und sie wächst mir jeden Tag mehr ans Herz. Hiiiiiilfe was soll ich nur tun.
Wie groß ist die Gefahr, daß das andere Auge auch noch erkrankt?
Wie lange dauert es bis in dieser Sache eine Klärung (entweder Wandlung oder Minderung) herbeigeführt wird. :cursing::cursing:
Würde mich wirklich über etwas Feedback freuen.

doreen
28.08.2009, 11:30
Jenachdem was du mit ihr machen möchtest und Vertrauen aufbaust, wird es kein Problem geben! Der Wallach meiner Freundin ist auf einem Auge blind, aber er vertraut jedem aus dem Stall und man kann jeden Mist mit ihm machen. Oder das Pferd von T.F. Müller, Highway, ist komplett blind, aber sie läuft erfolgreich im Junge Reiter Lager, oder Junioren. Also, wenn du sie magst und dir die Herausforderung nicht zu hoch ist, würde ich sie behalten! Du musst eben viel mit Stimme arbeiten und sie nicht "entäuschen"!

subbyhoney
28.08.2009, 11:35
Naja ich bin schon ein wenig älter (34), hätte die Möglichkeit sie noch weiter auszubilden oder auch ausbilden zu lassen. Das soll alles nicht das Thema sein. Ich habe ein wenig Angst, daß das andere Auge auch noch erkrankt und das die Augenentzündungen immer wieder auftreten. Erstmal soll das ja auch sehr schmerzhaft sein für das Tier und die Tierarztkosten, die dann auf mich zurollen sind ja auch nicht zu unterschätzen. Ich weiß da ist guter Rat teuer. Sicherlich muß ich letztendlich selbst entscheiden, was mein Herz sagt. Ich würde mich freuen mal ein Feedback bezüglich der rechtlichen Schritten und der Wiederkehrenden Entzündung zu erhalten. Hat da jemand Erfahrung mit? Wie oft kommen denn die sogenannten period. AE. Treten die auch weiterhin auf, wenn das Auge schon so gut wie blind ist?

Chagall
28.08.2009, 11:36
Der TA, der die AKU durchgefürht hat, sollte hierzu mal befragt und zur Verantwortung gezogen werden!

Periodische Augenentzündung kann man operieren! Hatte mal ne Westfahlenstute, und die haben wir operieren lassen!
Damals in der Uniklinik in München!


Und mach nicht solche Witze wegen des Alters! :scared: :scared:

subbyhoney
28.08.2009, 11:45
Und mach nicht solche Witze wegen des Alters! :scared: :scared: :lol: Sorry, aber bei uns gehöre ich mit meinen 34 Jahren schon immer etwas zu den Älteren im Stall. Irgendwie laufen da immer nur kleine, megaschlanke dünne Mädchen um mich rum :lach:

oldenburger dressurpferde
28.08.2009, 11:55
na ja,um eine klage kommst du nicht umhin.
lass dich anwaltlich beraten,das ist schon ein mangel,der nicht so ohne weiteres ist.
willst du sie behalten,dann musst du eine kaufpresiminderung einklagen.
aber ich denke,wenn du den verkäufer anzeigst,wird dir das nicht so viel bringen,da wär ich vorsichtig.
vielleicht wusste er nichts davon und hat sich auch nur auf aussage des tierarztes verlassen.im schlimmsten falle müsste du dann ebenfalls mit einer anzeige rechnen wegen falscher verdächtigungen oder ähnlichem.:(

lass dich anwaltlich am besten beraten

doreen
28.08.2009, 12:04
Naja. aufgrund dessen, dass dieser Kleintierarzt was falsches festgestellt hat, müsste man sich vielleicht an ihn wenden. Warum wurde dort kein Fachtierarzt für Pferde ran gelassen?

subbyhoney
28.08.2009, 12:04
Naja mittlerweile weiß ich, daß der Verkäufer das Pferd mehrfach mit dem Auge bei dem Tierarzt vorgestellt hat. Der Tierarzt wußte überhaupt nichts davon, daß er das Pferd verkaufen will - so die Aussage des Tierarztes. Eine Anzeige hilft mir insoweit weiter, da dieser WEg etwas schneller geht und wenn ich strafrechtlich ein Urteil habe, dann geht es auch zivilrechtlich angeblich etwas schneller. Außerdem erhoffe ich mir noch eine etwas schnellere Reaktion des Verkäufers, da er ja bis jetzt überhaupt nicht auf meine Anrufe etc. reagiert. :angry:

oldenburger dressurpferde
28.08.2009, 12:07
das musst du aber beweisen.der tierartzt hat eigentlich schweigepflicht!!!

subbyhoney
28.08.2009, 12:16
das musst du aber beweisen.der tierartzt hat eigentlich schweigepflicht!!!

Tja dann hat er eben gerade gegen diese Schweigepflicht verstoßen, denn er hat mir am Telefon gerade all das erzählt und will am Montag auch nochmal mit dem Verkäufer sprechen und ihm den Ernst seiner Lage mitteilen. Werde gleich noch eine Gesprächsnotiz von dem Telefonat mit Datum und Uhrzeit machen. :scared:

Oppenheim
28.08.2009, 12:22
Ja sicher, aber hier liegt ja eindeutig ein Betrug vor, aufgrund einer falschen Diagnose.

subbyhoney
28.08.2009, 12:27
Ja sicher, aber hier liegt ja eindeutig ein Betrug vor, aufgrund einer falschen Diagnose.

Ja die Frage ist nur wer kann den Tierarzt haftbar machen??? Ich als Käufer oder er als damaliger Eigentümer. Soll er doch das Pferd zurücknehmen und dann den Tierarzt verklagten, wäre mir auch recht. Ich weiß nicht ob ich gegen den Tierarzt vorgehen kann. Bescheinigt hat er ja nur eine korrekte Hornhaut und die korrekten Konjunktiven (Bindehaut), was ich aber jetzt erst nach Recherche herausgefunden habe, man ist ja schließlich kein Arzt.

Betrug liegt für mich auf jeden Fall vor, da der Käufer mir das Pferd verkauft hat, obwohl er wußte das mit dem Auge definitiv was nicht in Ordnung war, denn sonst hätte er es ja nicht öfter dem Tierarzt vorgestellt. Gewußt haben muß der Verkäufer ja was, wenn nicht dann kann er doch immernoch den Tierarzt haftbar machen oder sehe ich da was falsch????

subbyhoney
28.08.2009, 12:34
Naja. aufgrund dessen, dass dieser Kleintierarzt was falsches festgestellt hat, müsste man sich vielleicht an ihn wenden. Warum wurde dort kein Fachtierarzt für Pferde ran gelassen?

Ich glaube der Verkäufer hatte schlichtweg gar keine Ahnung vom Pferdeverkauf etc. Er ist Privatmann, der lediglich für seine Tochter ab und an mal ein Pferd vom Händler kauft.

Oder er ist so abgebrüht, was ihm dann aber nur mehr schaden wird als alles andere.

Wenn ich nur eine Minderung geltend mache, dann bekomme ich auf jeden Fall nicht alle entstandenen Kosten zurück.

oldenburger dressurpferde
28.08.2009, 13:07
ich glaube nicht,das der tierarzt dir zu liebe seine schweigepflicht bricht.
auch,wenn es jetzt so aussieht,lass dich nicht irre führen.sein ruf und seine arbeit stehen dabei auf dem spiel.
wenn er jetzt sowas von sich gibt,wird er spätestens vor gericht alles bestreiten.

:confused::confused:was steht denn im kaufvertrag mit der mängelhaftng?:confused::confused:(ganz wichtig!!!)

anwälte erzählen ihrem konto zuliebe doch immer das,was der kunde gerade hören will.sorry,aber da sind noch ein paar mehr dinge zu beachten.

scann doch den kaufvertrag mal ein und mach diene daten usw unkennbar.

subbyhoney
28.08.2009, 13:26
ich glaube nicht,das der tierarzt dir zu liebe seine schweigepflicht bricht.
auch,wenn es jetzt so aussieht,lass dich nicht irre führen.sein ruf und seine arbeit stehen dabei auf dem spiel.
wenn er jetzt sowas von sich gibt,wird er spätestens vor gericht alles bestreiten.

:confused::confused:was steht denn im kaufvertrag mit der mängelhaftng?:confused::confused:(ganz wichtig!!!)

anwälte erzählen ihrem konto zuliebe doch immer das,was der kunde gerade hören will.sorry,aber da sind noch ein paar mehr dinge zu beachten.

scann doch den kaufvertrag mal ein und mach diene daten usw unkennbar.

Gar nichts steht dort zum Thema Mängelhaftung. Es steht nur, das das Pferd (mit allen Daten, Lebensnummer usw.) Probegeritten wurde und für gut empfunden wurde und dann stehen da noch die ganzen Daten von Käufer und Verkäufer. Der Hit ist ja, daß er den Vertrag nicht mal unterzeichnet hat, somit gilt auch dieser wahrscheinlich nicht einmal. Also galt nur die Übergabe der Eigentumsurkunde ohne weitere Absprachen. Meine Freundin/Reitlehrerin war auch als Zeugin anwesend.

oldenburger dressurpferde
28.08.2009, 13:31
hm,dann dürfte die 2 jahresregel gelten.gut für dich dann!!!

subbyhoney
28.08.2009, 13:35
hm,dann dürfte die 2 jahresregel gelten.gut für dich dann!!!

Ja die gilt wohl in meinem Fall. Aber wie gesagt, das Geld habe ich noch lange nicht in Aussicht, auch wenn ich weiß, daß der Verkäufer Grund und Boden hat ....

Und das schlimmste ist für mich tatenlos herumzusitzen und mein Herz weiter an das Tier zu verlieren. Ich kann sie ja jetzt auch nicht einfach im Stall/Weide stehen lassen und nicht mehr hinfahren, obwohl der Pensionsstall sie wirklich sehr gut versorgt. So viel Verantwortungsgefühl habe ich auch, daß ich sie weiterhin bewege und reite.

Ich möchte nur zu gerne wissen, wie lange sich diese Angelegenheit im schlimmsten Falle hinziehen kann. Dann kann ich nämlich für mich eine Entscheidung treffen ob Minderung oder Wandlung (Rückgängigmachung). Wenn sie nämlich noch 1/2 Jahr hier bei mir ist, will ich sie doch bestimmt egal ob blind oder nicht gar nicht mehr hergeben. Keiner kann mir so recht sagen, wie lange sich so etwas hinzieht ... :001_unsure:

oldenburger dressurpferde
28.08.2009, 13:43
na ja,nen halbes jahr kann das schon dauern.wenn dann noch weitergeklagt wird nach der 1. instanz,mal angenommen,du gewinnst,dann entsprechedn länger.

vorsicht,wenn du sie reitest und er dir das nachweisen kann,hast du das pferd genutzt und er kann die eine nutzungsgebühr in rechnung stellen,die dann verrechnet wird.

subbyhoney
28.08.2009, 14:04
na ja,nen halbes jahr kann das schon dauern.wenn dann noch weitergeklagt wird nach der 1. instanz,mal angenommen,du gewinnst,dann entsprechedn länger.

vorsicht,wenn du sie reitest und er dir das nachweisen kann,hast du das pferd genutzt und er kann die eine nutzungsgebühr in rechnung stellen,die dann verrechnet wird.

Na vielen Dank für diesen Tip :blush2:. Auf die Idee bin ich ja noch gar nicht gekommen. Dann werde ich mich wohl aufs Longieren beschränken und auf die tägliche Körperpflege. Ist vielleicht auch besser so, dann laufe ich wenigstens nicht Gefahr daß noch was passiert oder so. Sie ist ja doch etwas unsicher beim Reiten. :balloon:

Dankeschön:wub:

oldenburger dressurpferde
28.08.2009, 14:09
ja,wenn er denn wirklich so ein schlechter mensch ist,wird er nichts unversucht lassen.

Cafet
28.08.2009, 14:24
Betrug liegt für mich auf jeden Fall vor, da der Käufer mir das Pferd verkauft hat, obwohl er wußte das mit dem Auge definitiv was nicht in Ordnung war, denn sonst hätte er es ja nicht öfter dem Tierarzt vorgestellt. Gewußt haben muß der Verkäufer ja was, wenn nicht dann kann er doch immernoch den Tierarzt haftbar machen oder sehe ich da was falsch????

Hat der Tierarzt denn bestätigt, dass er eine PA diagnostiziert hat? Kann er das überhaupt? Oder nur, dass das Tier mehrmals behandelt wurde, aber nicht weswegen?
Vielleicht wußte der Verkäufer wirklich nichts davon, weil der Tierarzt nicht in der Lage war die PA zu erkennen (das passiert sogar Großtierärzten).

Ist das Gutachten überhaupt aussagekräftig, wenn es von einem Kleintierarzt stammt? Und war das der Tierarzt, dem das Pferd mit dem Auge mehrmals vorgestellt wurde? Wieso ruft man einen Kleintierarzt bei einem Pferd?



Der Hit ist ja, daß er den Vertrag nicht mal unterzeichnet hat, somit gilt auch dieser wahrscheinlich nicht einmal. Also galt nur die Übergabe der Eigentumsurkunde ohne weitere Absprachen. Meine Freundin/Reitlehrerin war auch als Zeugin anwesend.

Veträge kommen nicht nur schriftlich zustande, sondern auch mündlich oder durch schlüssiges Handeln (durch Austausch von Geld, Pferd und Eigentumsurkunde wird also wohl schon ein Vertrag zustande gekommen sein).

subbyhoney
28.08.2009, 14:35
Veträge kommen nicht nur schriftlich zustande, sondern auch mündlich oder durch schlüssiges Handeln (durch Austausch von Geld, Pferd und Eigentumsurkunde wird also wohl schon ein Vertrag zustande gekommen sein).

Ja keine Frage der Vertrag ist zustande gekommen, aber es wurde keine Gewähr von Seiten des Verkäufers ausgeschlossen, was ja wiederum gut für mich ist. Der Tierarzt der das Gutachten zum Verkauf gemacht hat ist ein Kleintierarzt gewesen. Warum der Verkäufer diesen als seinen Haustierarzt ausgewählt hat weiß ich nicht, habe mich auch gewundert, aber leider nicht an seiner Kompetenz gezweifelt. :wub::wub:

Die PE wurde durch meinen Fachtierarzt für Pferde festgestellt. Auch wenn der Käufer das mit der PE nicht wußte, muß er ja das Pferd wohl zurücknehmen. Ich kann ja nichts für seine Unwissenheit. Ich kann beweisen, daß diese Erkrankung schon vor dem Kauf bestand und ich habe das innerhalb einiger weniger Tage sofort bemerkt. Dann kann er doch eigentlich nicht behaupten er hat das Pferd seit 6 Monaten und hat nicht gemerkt, daß es mittlerweile blind ist. Auch verläuft so eine PE ja oftmals (nicht immer ich weiß) mit starken Schmerzen und mit Ausfluss. Der scheint ja da gewesen zu sein, sonst hätte er ja wohl nicht den Tierarzt konsultiert.
Das ist aber auch nur für die strafrechtliche Seite relevant. Für die zivilrechtliche Seite ist ja wichtig, daß ich beweisen kann, daß dieser "Mangel" schon vor Kaufabschluss bestand und das tat er.

subbyhoney
28.08.2009, 14:36
Achso die PE habe ich sogar erkannt, wo mein Tierarzt da reingeleuchtet hat und ich bin absoluter Laie. Man hätte nur mal die Lampe zur Hand nehmen müssen.

Oppenheim
28.08.2009, 15:15
Ich denk, wenn das vor Gericht kommt, dann wird hier noch ein unabhängiger Gutachter hinzugezogen.

subbyhoney
28.08.2009, 20:15
Ich denk, wenn das vor Gericht kommt, dann wird hier noch ein unabhängiger Gutachter hinzugezogen.

Ja damit rechne ich auch, aber man gut ich habe gleich so schnell reagiert, sonst hätte ich ja wirklich Probleme gehabt zu beweisen, daß die Krankheit vor dem Kauf bereits bestand. :D

Sassy =)
28.08.2009, 20:44
Ich hatte auch mal eine Ponystute, mein erstes Pony. Ich bekam sie im Winter geschenkt, im Frühjahr sollte sie angeritten werden, bei ihr bemerkten wir ein ständiges Tränen der Augen etc. Es wurde von unserem Tierarzt gehandeln. Das zog sich knapp einen Monat hin. Es gab Besserungen und Verschlechterungen. Hin und her, Hick und Hack. So zogen wir für uns den Entschluss eine zweite, renomierte, Meinung einzuholen, es dauerte keine halbe Stunde und der Befund lautete "Periodische Augenentzündung". Man stellte uns vor die Wahl, Op in München oder das Auge so lassen und warten bis es rausfällt und das Pony noch für ewig Schmerzen hat. Natürlich haben wir sie in München opieren lassen. Einen Tag nach der Op löste sich allerdings die Netzhaut. Sie war nun auf dem rechtem Auge vollkommen blind. Ich hatte dieses Pony bis vor drei Monaten, sie lief mit mir siegreich Vielseitigkeit, Springen und Dressur.

Wir hatten nie Probleme damit, klar ist sie mal gegen die Tür gerannt oder hat mich beim führen nicht gesehen, aber daran hat es nicht gelegen... Sie war das größte für mich und wie jedes andere Pferd zu reiten.

Auf dem anderen Auge ist die PA nie aufgetaucht, und dass mit der ersten PA ist nun schon 5 Jahre her, wir hoffen es bleibt auch so "toi toi toi"

;)

Chagall
28.08.2009, 20:45
Wurde denn eine richtige Ankaufsuntersuchung gemacht?
Steht im Vertrag, dass der Verkäufer die Haftung oder Gewährleistung ausschließt?? Das muß auch bei Privat deutlich drinstehen!
Und unterschrieben sein!

Sassy =)
28.08.2009, 20:49
hier mal ein Bild :)
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Sassy =)
28.08.2009, 20:50
hier sieht man, dass das rechte (im Bild links ;)) das operierte ist.

Im übrigen, wenn man ne Woche eher den Befund gehabt hätte, hätte das Auge wahrscheinlich doch mit Sehvermögen gerettet werden können...

Donnalouisa
28.08.2009, 22:00
Abgesehen davon, daß ich natürlich auch versuchen würde, so ein Pferd zurückzugeben:
Man kann bei PA eine Vitrektomie durchführen-dabei wird die Glaskörperflüssigkeit ausgetauscht und dadurch die Erreger aus dem erkrankten Auge entfernt.Damit kann man einer Erkrankung des gesunden Auges vorbeugen und weitere Schübe vermeiden, wenn es früh genug durchgeführt wird. Ein erblindetes Auge wird man zwar nicht mehr retten, aber ich denke, daß die meisten Pferde mit EINEM sehtüchtigen Auge kein großes Problem haben. Alles Gute!

subbyhoney
29.08.2009, 11:47
hier sieht man, dass das rechte (im Bild links ;)) das operierte ist.

Im übrigen, wenn man ne Woche eher den Befund gehabt hätte, hätte das Auge wahrscheinlich doch mit Sehvermögen gerettet werden können...

Leider nein, die Entzündung scheint erstmal ausgeheilt/stillstehend. Bei mir hat sie gar keine Entzündung durchlaufen. Das ganze muß auch laut Fachtierarzt schon vor längerer Zeit abgelaufen sein. Sie ist auf dem Auge schon blind.

subbyhoney
29.08.2009, 11:49
Wurde denn eine richtige Ankaufsuntersuchung gemacht?
Steht im Vertrag, dass der Verkäufer die Haftung oder Gewährleistung ausschließt?? Das muß auch bei Privat deutlich drinstehen!
Und unterschrieben sein!

Nein es wurde keine richtige AKU gemacht. Und nein das stimmt nicht ganz. Es ist so daß ausdrücklich drinstehen muß, daß der Verkäufer die Haftung nicht übernimmt - ähnlich wie bei Ebay, da muß man es als Privatverkäufer jetzt auch immer drunterschreiben. Schreibt man nichts in den Vertrag rein, dann muß man auch dafür haften und einen Umtausch ermöglichen!!!!

Sassy =)
29.08.2009, 12:06
Hat die Stute denn in dem Auge noch Schmerzen und wie sieht das Auge denn jetzt aus?

subbyhoney
29.08.2009, 12:11
Hat die Stute denn in dem Auge noch Schmerzen und wie sieht das Auge denn jetzt aus?

Auf den ersten Blick ist gar nicht viel zu sehen, sonst hätte ich es ja schon beim Kauf bemerkt. Es hat sich auf jeden Fall noch keine Haut abgelöst oder ähnliches und es ist auch nicht milchig. Der Fachtierarzt hat für mich reingeleuchtet und die Pupille war nicht rund sonder wie ein Stern mit gaanz vielen Zacken und die Pupille zeigte überhaupt keine Reaktion mehr auf Licht , normalerweise zieht sie sich ja zusammen, sobald Licht einfällt. Diese Zacken sind durch Verklebungen einer oder mehrerer Entzündungen entstanden. Momentan ist das Pferd nicht auffällig,zeigt keine Schmerzen oder ähnliches, sie blinzelt nicht und ist völlig unauffällig.

subbyhoney
29.08.2009, 12:15
Hier mal ein Foto von ihr:

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Sassy =)
29.08.2009, 12:38
Stimmt, nichts auffälliges ;). Würde man bei ihr jetzt noch irgendwelche Eingriffe machen (müssen)? Oder kann sie weiter so geritten werden und ist halt "nur" blind. Würde da noch ne Op auf dich zukommen, oder ist die Sache "gegessen"?

subbyhoney
29.08.2009, 13:35
Naja da gehen die Meinungen auseinander. Der eine sagt, da es sich ja um eine periodische Augenentzündung handelt, kann es immer wieder auftreten, so daß das Auge sogar entfernt werden müßte. Es kann sogar noch das andere Auge erkranken. Keiner kann mir sagen, was auf mich zukommen würde. Mittlerweile ist es ja scheinbar erwiesen, daß diese Erkrankung durch Mäusekot und ähnliches übertragen wird und nur bei wenigen Tieren ausbricht. Es soll ein Irrglaube sein, daß die PE durch Zugluft ausgelöst wird. Sie ist erst 5 Jahre alt und wurde dadurch scheinbar auch noch nicht richtig ausgebildet. An der Galopparbeit habe ich jetzt erstmal ein bißchen mit ihr gearbeitet und wozu die Zügel und die Beine da sind wußte sie auch noch nicht so recht. Wenn ich sie behalten würde, dann müßte ich sie erstmal noch ein bißchen in Beritt geben zur Ausbildung. Das wäre ja alles nicht das Thema und war ja auch so geplant. Wenn das andere Auge aber auch noch erkrankt, dann habe ich aber echt ein Problem. Meine Kinder sollten später auch mal auf ihr reiten können und der Tierarzt sieht da aber eine zu große Gefahr. Es kann sich dann halt nicht jeder auf sie raufsetzen. Sie wird dann wohl nur ihrem Besitzer vertrauen, was man sich auch erstmal richtig erarbeiten muß. Ich weiß, daß auch viele halbblinde Pferde im Sport unterwegs sind, aber ich weiß nicht ob ich mir das alles zutraue, so ein Profi bin ich dann ja doch noch nicht. :wub:

Sassy =)
29.08.2009, 14:28
Bei ner Freundin von mir hatte das Pferd auch ne PA, wurde allerdings früh erkannt und ist bis jetzt wieder vollständig fit, das Auge. Sie ist auch nicht erblindet oder in ihrer Sehfähigkeit eingeschränkt.
Bei meinem Pony damals waren wir auch keine Profis. Du solltest sie nicht anders behandeln als ein anderes Pferd, drauf achten ist klar.
Meine war damals noch nicht angritten, war dann 1 Monat zum anreiten, den Rest habe ich mit Hilfe meiner Mutti und Tante gut hinbekommen. Wir sind natürlich regelmäßig zum Training gefahren, dort waren es zwar Profis, das Training ist aber da auch nicht anders abgelaufen, als bei einem "normal" sehenden Pferd. Wir hatten nämlich immer zwei Ponys mit :)

Wie gesagt, ich hatte nie Probleme mit dem zweiten Auge, da waren auch nie in irgendeiner Hinsicht Andeutungen da. Zwei andere Pferden mit einseitiger Blindheit durch die PA haben auch mit dem zweiten Auge keinerlei Probleme... Ich kann aber auch nur das sagen, was ich erlebt habe und bin leider auch kein Mediziner ;)

Ich denke aber, wenn du der Meinung bist, das Pferd ist es dir wert, dann steck die Kosten und Arbeit rein, aber nur wenn du es willst und es sich lohnt. Die Entscheidung kann dir dann keiner abnehmen

Chagall
29.08.2009, 15:48
Wurde denn eine richtige Ankaufsuntersuchung gemacht?
Steht im Vertrag, dass der Verkäufer die Haftung oder Gewährleistung ausschließt?? Das muß auch bei Privat deutlich drinstehen!
Und unterschrieben sein!





Nein es wurde keine richtige AKU gemacht. Und nein das stimmt nicht ganz. Es ist so daß ausdrücklich drinstehen muß, daß der Verkäufer die Haftung nicht übernimmt - ähnlich wie bei Ebay, da muß man es als Privatverkäufer jetzt auch immer drunterschreiben. Schreibt man nichts in den Vertrag rein, dann muß man auch dafür haften und einen Umtausch ermöglichen!!!!
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Hatte ich das nicht genauso geschrieben??
Oder mich unklar ausgedrückt??

Auf jeden Fall musst du zum Anwalt und auf die Verkäufer entsprechend zugehen! Da sie die Haftung nicht ausgeschlossen haben!!!!

Nice
21.07.2010, 15:58
Was ist denn aus der Stute geworden?

cosma2008
12.08.2010, 10:19
Ist denn jetzt Periodische Augenentzündung diagnostiziert worden? Wenn ja: Gewährsmangel! Natürlich kann da den Kauf "rückabwickeln", ob der ehemalige Verkäufer das nun will oder nicht. Nimm Dir auf jeden Fall einen Anwalt.

Wirklich schade um das Tierchen, aber ich denke mal, dass wenn Du von diesem Mangel vorher gewusst hättest, sie dann auch nicht gekauft hättest?!

LG
cosma2008

cosma2008
12.08.2010, 10:22
...ups habe gerade gesehen, dass das Thema schon ein wenig älter ist: Also: Wie ist die ganze Sache ausgegangen?

Tati2210
12.08.2010, 12:43
Wenn Sie zum Anwalt ist wird die Sache wohl da liegen,unzählige Schreiben hin und her und es dauert und dauert....

Ascarda
12.08.2010, 12:57
scheinbar hatte das Pferd beim Ausprobieren aber noch keine Probleme mit dem Auge, oder? Das finde ich komisch, wenn du sagst, dass sie so große Probleme hat (wegdrängeln, nicht stellen lassen, usw.) Ist es denn so plötzlich schlimm geworden oder kann es sein, dass sie beim Probieren eventuell unter medikamenten stand? Ich weiß jetzt nicht, inwiefern man das so sagen kann. !? Hast du bei der AKU eine Blutprobe nehmen lassen?

Redlight
21.08.2010, 20:40
Hallo! In meinen Augen ist das Betrug. Egal ob von privat oder vom Züchter: das Pferd muss zurückgenommen werden. Selbst wenn du einen Vertrag mit unterschrieben hättest der eine Rücknahme ausschliesst, so wäre dieser Vertrag nie zustanden gekommen wenn du gewusst hättest, dass das Pferd derart krank ist. Da dein TA festgestellt hat, das die Augenentzündung chronisch ist und das schon seit ängerem, handelt es sich um Vorsatz oder arglistige Täuschung. Ich würde mir das nicht gefallen lassen! Wir selbst hatten eine Stute, die eine periodische Augenentzündung hatte. Nachdem sie die Trübung auf dem einen Auge hatte und dort rasch blind wurde, bekam sie nach ca. 4 Monaten über Nacht eine Fingernagel grosse Trübung auf dem anderen Auge. Da sie allerdings noch Spat und Arthrose hatte und nicht mehr lahmfrei auf Koppel laufen konnte, mussten wir sie einschläfern.
Selbst wenn deine Stute Glück hat und nur den Sehschaden auf dem einen Auge hat: DU wirst die Kosten haben, DU wirst dich immer kümmern müssen und nie 100% das Pferd haben was du dir gewünscht hast, und viel viel Geld reinstecken.