Die Dressurpferdekollektion der diesjährigen PSI-Auktion ist veröffentlicht.
Interessant: Zum Verkauf stehen die Bundeschampionesse der vierjährigen Stuten und Wallache, Saniola, & der Schockemöhle-Deckhengst For Romance II! Letzterer ist für mich die größere Überraschung.
Die Springpferdekollektion folgt in absehbarer Zeit.

Das ist das Wesen der PSI und gehört zur Marketingstrategie und als solche sollte man sie auch begreifen. Das Vermarktungsgeschick und hervorragende Netzwerk der beiden Macher ist sicherlich über jeden Zweifel erhaben, man darf es aber eben auch nicht unterschätzen. Es ist sicherlich kein Zufall, dass die PSI häufig oft den letzten großen Auftritt dieser Pferde markiert obwohl sie zuvor stets schon hervorragend im Sport eingeführt sind und zum vermeintlichen Spitzenfeld der bundesweiten Zucht zählen. Schade finde ich, dass die mutmaßliche Wertschöpfung (wer welche Gutscheine eingelöst hat bleibt ja seit jeher im Verborgenen) weder beim Züchter noch bei denen landet, die die Pferde ausbilden sondern sich in der Händen der Organisation. Der Profit gehörte mehr in die Breite um die Zucht weiter am Leben zu erhalten. "Unten" geben mehr und mehr Züchter die Zucht auf weil sie sich nicht nur nicht mehr rechnet sondern durch die veränderten Strukturen und Belastungen mittlerweile unerschwinglich geworden ist. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass sämtliche Verbandsauktionen mittlerweile Mühe haben, die Nachfrage nach Pferden sehr guter und "besserer" Qualität zu befriedigen weil die Breite einfach nicht mehr da ist. Und die Breite ist neben dem funktionierenden Ausbildungssystem immer das gewesen was die Zucht in unserem Land führend gemacht hat. Beides bricht seit vielen Jahren mehr und mehr weg. Das ist nicht gut und darüber kann ein Hochglanz-Ereignis wie die PSI leider auch nicht hinwegtäuschen.
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