Horse Genetics
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Zuletzt geändert von Ramzes; 24.08.2011, 18:53.
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weitere Studien zum Myostatin - locus ( Flieger ....Steher , Body-Mass-Index - Pferd )
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Zuletzt geändert von Ramzes; 29.08.2011, 17:17.
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alte DNA bietet neue Einblicke in die Höhlenmalerei.Zitat von Ramzes Beitrag anzeigenhttp://idw-online.de/pages/de/news311226
Rasanter Anstieg der Farbgene schon zu Beginn der Domestikation 3000 v. Chr. ,
Die ersten Reiter der Welt ; Botai im Gebiet von Kasachstan
Vor ca. 5.500 J. , 1000 J. früher als bisher angenommen .
Anhand von DNA - Proben eiszeitlicher Pferde kontte die Existenz von Tigerschecken nachgewiesen werden .
Die " gepunkteten Pferde " in der Höhle von Pech-Merle in Frankreich ( ca.25.000 J. alt )
stellen also wohl ein Abbild der damaligen Wirklichkeit dar.
Shiraly , die gewonnene Sektflasche geht hiermit virtuell an Dich ( s. Diskussion Farbvarianten Lipizzaner ) .
1994 wurde die berühmte Chauvet - Höhle in Frankreich entdeckt .
Kunst wurde schon vor 35.000 J. von Menschenhand erschaffen ( s. links
im Text )
Absolut sehenswert der verlinkte Film von Werner Herzog .
Die Höhle der vergessenen Träume
Zuletzt geändert von Ramzes; 19.11.2011, 12:02.
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Wildpferde überlebten Temperaturanstieg nach der Eiszeit .
Bislang ging man davon aus , daß die Wildpferde ( Equus ferus ) kurz nach der Eiszeit ausstarben .
Untersuchte Knochenreste weisen auf eine erneute Ausbreitung um 5500 v. Chr. hin , einhergehend mit der Ausbreitung des neolithischen Menschen , der neben der Jagd schon vermehrt von Ackerbau und Viehzucht lebte . Durch Rodung ( Brandrodung ) und Ringelung ( Entfernung breiter Streifen Rinde -Kambium am unteren Stamm zerstört Assimilattransport in die Wurzel , Absterben des Baumes ) wurde ein Teil der nacheiszeitlichen Urlandschaft mit zunehmender Waldentwicklung offengehalten .
Bis etwa 3600 v.Chr. waren wieder weite Teile Mitteleuropas von Wildpferden besiedelt, 1000 J. bevor die ersten Hauspferde in Mitteleuropa auftauchten .
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Genomische Selektion
Erstmals ist es in den USA gelungen drei Haplotypen ( kurze DNA-Abschnitte ) bei Rindern zu identifizieren , die sich schädlich auf die Fruchtbarkeit auswirken - niedrigere Trächtigkeitsraten , höhere Abortrate .
Entsprechend den Erbgängen konnten Anpaarungsempfehlungen und Selektionsmaßnahmen erarbeitet werden.
Es handelt sich um drei Haplotypen bei der Rasse Holstein , zurückgehend auf folgende Bullen :
HH1 - Pawnee Farm Arlinda Chief
HH2 - Willowholme Mark Anthony
HH3 - Glendel Arlinda Chief , Gray View Skyliner
Diese Haplotypen haben in den USA einen Verbreitungsgrad von 4-5 % bei der Rasse Holstein
Bei den Jerseys geht der Genabschnitt JH1 auf den Bullen Obserber Chocolate Soldier zurück mit einer
Verbreitung von 23,4 % .
Bei der Rasse Brown Swiss ist der Bulle West Lawn Stretch Improver für den Genabschnitt BH1 verantwortlich , Verbreitung 14 % .
Andere Länder und Rinder-Rassen werden nun mit entsprechenden Programmen nachziehen .
Theoretisch und praktisch möglich wäre in Zukunft eine entsprechende Selektion in der Pferdezucht .
Zuletzt geändert von Ramzes; 02.01.2012, 23:22.
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Was beim Menschen eine Ursache sein könnte , ist evtl. auch beim Pferd
und anderen Nutztieren nicht auszuschließen , vorrausgesetzt andere Ursachen kommen nicht in Frage :
Mögliche Ursachen für Fehlgeburten - Antikörper gegen Plazenta
Im Bereich der Nutztierzucht Rinder / Schafe breitet sich leider eine neue Viruserkrankung aus , die zu Aborten mit Mißbildungen führt :
Schmallenbergr-Virus - Orthobunyavirus , übertragen durch Gnitzen
Zuletzt geändert von Ramzes; 17.01.2012, 14:42.
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Research by a team of scientists suggests that a variant of the so-called speed gene found in top racehorses can be traced back to a single British mare living
Ein wissenschftl. Team um Dr. Emmeline Hill ( UCD , Dublin/IRE ) und Dr. Mim Bower
( Uni.Cambridge /GB) in Zusammenarbeit mit Fa. EQUINOME , der Schwed. Universität
für Agrarwissenschaften , dem Smurfit Institute of Genetics sowie der Russ.Akademie
der Wissenschaften untersuchten genetisches Material von hunderten von lebenden Pferden
( Vollblüter und möglichst ursprüngliche Rassen aus aller Welt ) sowie umfangreiches
DNA-Material von Skeletten sog. Elite-Pferde u.a. der berühmte Eclipse ).
Im Blickpunkt war eine spez. Variation der Gengruppe , die für die Ausprägung von
Myostatin ( s. Muskeln ) , das sogenannte "Speed - Gen" .
Die Studie bringt neue Erkenntnisse über Entstehung der Rasse des Engl. Vollblüters
während der letzten 300 Jahre und zeigt die Interaktionen zwischen Mensch und Tier
im Zuge der Domestikation seit ca. 7000 J. . Es ist anzunehmen , daß Pferderennen
rel. kurz anschließend eingeführt wurden .
Erfolg im Rennen beruht auf einer Kombination von Ausdauer und Speed .
Im 18.Jh. wurde die Rasse des Engl. Vollblutes begründet von von engl. Adeligen
durch Einkreuzung orientalischer Hengste an einheimische und importierte Stuten .
Heute sind davon drei Hengstlinien erhalten
( Darley Arabian , Godolphin Arabian , Byerley Turk ) und 74 Stutenfamilien .
2010 konnte Dr.Hill und Team der Universtät Dublin UCD die Genvariante der Myostatin - Gene
identifizieren . Die nachfolgende Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern mittels DNA - Screening
konnte nun die Herkunft zum Ende des 17.Jh. zurückverfolgen .
Die Ergebnisse lassen stark vermuten , daß diese Genvariante nur ein einziges Mal in den Pool der Vollblut-Gene gelangte durch eine sehr ursprügliche einheimische Stute , wahrscheinlich ähnlich der starken , ursprünglichen Mountain und Moorland Ponys Nordenglands und Schottlands .
Teil 2 folgt ...
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Teil 2 " Speed - Gen "
Speed und Stamina sind mit zwei verschiedenen Genvarianten assoziiert :
C:T für Speed ( C-Gen) und T:T für Stamina ( T-Gen ).
Inm 17./18.Jh. wurde oft über lange Distanzen gelaufen bis zu 4 Meilen , Eclipse z.B.hat
zwei Kopiender T:T - Variante .
Ab Mitte des 19.Jh. wurden die Rennen immer kürzer mit einer größeren Anzahl an Startern .
In diese Zeit fällt auch die Einführung der Zweijährigen - Rennen über kurze
Distanzen , also frühreife Pferde mit der entsprechenden Muskulatur und Sprinter .
So veränderte sich der Genpool aufgrund vermehrte Selektion in Richtung Sprinter ,
also dem ursprüglich seltenem C-Gen .
Die heutige Verbreitung des C-Gens ist auf Nearctic , dem Vater von Northern Dancer
zurückzuführen .
Nachdem klar wurde , daß nach dem Ursprung des C-Genes gesucht werden mußte , wurde die Suche
erweitert auf Stutenfamilien und welteit vetretene Rassen , incl. Zebras .
Dabei wurde herausgefunden , daß das heute existierende Orig.Shetland Pony die
höchste Frequenz an C-Typ - Genen besitzt .
Das Shetland Pony hat diesen ursprünglichen Gen-Typus bis heute am
besten " konserviert " ,
d.h. es steht der tatsächlichen Eintragsquelle am nächsten .
Shetlands waren ursprünglich ja auch nicht so klein zu dem Zeitpunkt als sie auf die Inseln kamen , lebten dort rel. abgeschieden , selektiert durch raue , karge Umwelt und Arbeitsleistung ..
Diese Studie zeigt wie innerhalb von 300 J. eine sehr seltene Genvariante durch Veränderung der
Auswahlkriterien Selektion Distanz durch den Menschen die Population verändert .
" Wir werden niemals die korrekte Identität dieser Stute erfahren , die dieses C-Gen in die heutige
Vollblutpopulation gebracht hat , aber wir wissen nun , daß die historischen einheimischen Rassen
das Rückgrat der Vollblutlinien bilden , was so lange historisch unterbewertet wurde ."
Research by a team of scientists suggests that a variant of the so-called speed gene found in top racehorses can be traced back to a single British mare living
Original der wissenschaftl. Arbeit publiziert in Nature
Zuletzt geändert von Ramzes; 26.01.2012, 12:04.
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Intense Focus
Gen-Analyse by EQUINOME , wird als C:C Speed-Gen-Träger beworben .
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Hier noch einmal die 2002 erschienene Arbeit von Cunningham et.al. zum Thema :
Vollblut-Familien , Untersuchung mt-DNA , ...Überprüfung der historisch belegten Familien
( family number ) , Überprüfung der Korrektheit
S.292 ...rechts unten : ...this is three times the observed PI ( Anm. spez.Haplotyp) in
Arabian horses ( 0,05 )( Bowling et.al. 2000) and higher than in all other populations examined
here except the Fulani (0,24) and the Shetland ( 0,23) though these may be biased by
unintentional sampling of relatives .
Hier bei der mt-DNa Studie wurde noch eine Probenahme zu enger Verwandter dafür begründet .
In der neuesten " Speed - Gen - Untersuchung haben auch Fulani-Pferde eine rel. hohe Frequenz
an C:C ( 0,33 )
Fulani ist im engl Sprachraum die Bezeichnung für Fulbe , einem ursprünglich nomadisierendem
Volk der Sahelzone . Sie gründeten muslimische Kalifate (Fuuta Jalon , Fuuta Toroo , Massina , Sokoto).
Auch heute noch werden Kamelrennen , Pferderennen bzw. Fantasia-ähnliche
Reiterfeste abgehalten . Das Fulbe-Rind war ursprünglich die typische Rasse
Die Pferde sind auch heute noch ein Prestigeobjekt.
Fulani " Pferdetanz " ähnlich Ägypten .
Die Fulbe selbst sind hauptsächlich westafr. aberhaben auch verwandschaftliche DNA mit ostafrik. Gruppen , Berbern und seltenst europäische Einflüße
( wahrscheinl. über den Nahen Osten )
http://de.wikipedia.org/wiki/Haplogruppe_T_(Y-DNA)
Als Ursprung dieser Rasse gilt der DONGOLA oder Dongolawi .
Man vermutete sie seien ursprünglich vom Berber abstammend ,
neuere Erkenntnisse deuten auf iberischen Ursprung , die im 13.Jh. über Ägypten nach Nubien kamen .
Rassen , die vom Dongola abstammen :
In Nordafrika werden sie als Fulani bezeichnet ,
Buhr-el-Ghazal im Tschad ,
Housa und Bornu in Nigeria ,
Bandiagara , Djerma , Mossi , Songhai , Yagha im Niger .
http://www.ansi.okstate.edu/breeds/h...erma/index.htm Djerma
Kurdufani im Sudan-Darfur
Sie werden auch als Westafrikan. Berber bezeichnet .
Im Süden Libyens existierte in der Antike bis 500n.Chr. das Reich
der Garamanten ,die u.a. für ihre Pferdezucht berühmt waren .
Sie betrieben intensiv den Transsaharahandel incl. Sklaven .
Nachfahren sollen die heutigen Tuaregs sein .
Zuletzt geändert von Ramzes; 26.01.2012, 20:16.
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Passend zum Speed - Gen , eine mt-Dna - Analyse 2010 Engl. Vollblut, Dr.Bower - Cambridge ,GB
und University of South Australia
The cosmopolitan maternal heritage of the Thoroughbred racehorse breed
shows a significant contribution from British and Irish Native Mares .
This newly published study finds that thoroughbred racehorses, which originated in Europe, descended from a number of British and Irish native breed foundation mares
Insofern schließt sich der Kreis bis zu den britannischen Stämmen keltischen Ursprunges und ihren schon damals schnellen Pferden .
Verbreitung der Kelten : Kriegsführung , Handel , Ackerbau, Viehzucht , Handwerk
Begehrtes Handelprodukt im Import war das Pferd
Der hohe Stellenwert ist auch daran abzuleiten , daß Pferde oft auf keltischen Münzen abgebildet waren
Regelmäßig im Jahreskreis der keltischen Feste wurden Pferderennen abgehalten , neben div. Reiter(Ritter-) spielen .
Mine That Bird z.B. geht auf eine sog. Hobbie Stute zurück
Piping Peg´s Dam
Das einzige was heute noch von den Hobby - Horses oder Hobynis
übrig geblieben ist , sind Gedichte z.B. John Barbour ( The Bruce 1375),
bis hin zu Shakespeare und die div. " Ooby Oss " - Festivals
Es war weniger eine Rasse , sondern ein Typ mit bestimmten Reiteigenschaften
In England wurden sie auch Palfrey genannt
in Frankreich hobini , später wurde daraus hobby in Irland
s.S.388 The Origin and Influence of the Thoroughbred Horse
" a black hobbie beat the best barb "
Ein Vorfahre dieser Irish Hobbies sind die asturcone oder asturians
Ein anderes keltisch-iberisches Pony ist das portugiesische Garrano
Noch weiter in die Domestikation zuerückgehend , kommt die Studie von S.Lippold , das ca. 73 % der heute existierenden mt-DNA Linien ( 46 ) auf mütterliche
Wildpferde zurückgehen , also älter als das Zeitfenster der Domestikation .
Wildpferde-abstammende Stuten wurden während der Domestikation immer wieder in die Zuchtpopulation eingeführt.
Wenige Hengste und viele Stuten bildeten die Basis
Zuletzt geändert von Ramzes; 30.01.2012, 16:23.
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Wissenschaftlern in BRZ ist es gelungen , foetale DNA im Blut der Mutterstute nachzuweisen und eine Geschlechtsbestimmung durchzuführen .Zuletzt geändert von Ramzes; 07.03.2012, 12:32.
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Alter Schädelknochen neu entdeckt , Os interparietale - Zwischenscheitelbein
Beim Menschen , Karnivoren ( Fleischfressern ) und Huftieren ( z.B. Pferde )
vorhanden , bei vielen anderen Säugetieren bislang nicht entdeckt .
Mit neuen bildgebenden Techniken wurden Fossilien und Embryonen von Wirbeltieren
untersucht : alle hatten das Zwischenscheitelbein , welches später im erwachsenen
Zustand unkenntlich ist .
Derselbe Schädelknochen in Fisch und Mensch ( ...Pferd )
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Leiff Anderson , Uni.Uppsala / Schweden untersuchte das Genom von 70 Pferden , die
zu den Grundgangarten noch andere Gänge beherrschten :
40 Passgänger und 30 Pferde mit anderen Gängen .
Eine einzelne , sogenannte DMRT3 - Gen - Mutation konnte entdeckt werden .
Diese Erkenntnis der Grundlagenforschung soll helfen , Bewegungsstörungen beim
Menschen besser zu erforschen .
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