auch mal etwas ketzerisch:
wenn man "nur" auf die rein sportliche schiene achtet, und versucht hier die bestmögliche anpaarung zu erzielen - ist man als züchter dann auch bereit, beim charakter bewusst kompromisse einzugehen?
Was Spannendes gesucht die Zweite.....
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Richtig, und eben das ist der Punkt...
Viele Olympia(dressur)pferde sind wohl noch nicht mal als Dressurpferd geplant gewesen, als der Züchter die Anpaarung vorgenommen hat.
Meine Aussage sollte schon ansatzweise ketzerisch sein.
Mal das WBSFH-Ranking Dressur ansehen...
1. Salinero v. Salieri-Lungau
2. Satchmo v. Sao Paulo-Legat
4. Sunrise v. Singular Joter-Waidwerk
6. Parzival v. Jazz-Ulft
9. Elvis v. Espri-Garibaldi II
9. Salieri v. Sinclair-Lysander
11. Briar v. Magini-Krocket
Also unter den ersten 11 Pferden von 2008 des Rankings 7 Pferde wo man nicht unbedingt sagt eine typische Dressurabstammung, bzw. bei einigen wo der Hintergrund an sich war ein Springpferd zu züchten.Zuletzt geändert von Veracruz9; 07.11.2008, 13:45.
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Ich glaube die wenigsten gehen davon aus, auf Ansage ein Olympiapferd züchten zu können. Zumal die richtige Berittmachung einen nicht unerheblichen Einfluss hat.
Ich glaube die meisten Züchter sind froh ein Pferd zu züchten, welches überdurchschnittliches Potenzial hat und wo man auf Grund der richtigen inneren Einstellung davon ausgehen könnte, dass es sich auf internationalem Niveau bewähren kann.
Einige der Verdener-Auktionspferde haben ja z.B. schon den Sprung auf das internationale Parkett geschafft. Und die meisten Züchter werden sich wohl so ein überdurchschnittliches junges Talent wünschen. Sie stellen damit die Basis durch die dann, bei der richtigen Berittmachung, ein internationales Sportpferd werden kann.
Brentina war z.B. so ein Elite-Spitzenpferd, wo zusätzlich zum Talent und der ríchtigen inneren Einstellung auch die Berittmachung + Kapital gepasst hat. Der Züchter wird aber bei der Anpaarung kaum auf ein sicheres Olympiapferd gezüchtet, sondern auf ein überdurchschnittliches Talent gehofft haben.
Und mehr als eine herausragende Basis kann der Züchter auch nicht erschaffen, bei allem Anderen ist er auf glückliche Umstände angewiesen.
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Mal offtopic,Zitat von Linaro3 Beitrag anzeigenIch möchte in erster Linie einen Sportler züchten - ja! Und bei den Versuchen Spitzensportler zu züchten, fallen zwangsläufig schon mehr als genug normale ab. Da muss ich nicht noch gezielt darauf hinarbeiten - nein!
Und wenn meine Vorgänger drei Generationen mühevoll an Hinterbein, Hebel und Tragkraft gearbeitet haben, gehe ich nicht die offensichtliche Gefahr ein, das wieder in einer Generation kaputt zu machen - nochmal nein! 
wo kommen die Olympiapferde her, alle mit dem Gedanken ein Olympiapferd zu züchten?
Insbesondere bei den Dressurpferden interessant...
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Ein Gast antwortete@Monti,Zitat von monti Beitrag anzeigen@Hobbyzüchter
den Holsteiner Trab gibt es schon noch - es ist der Trab germeint mit sehr viel Schulterfreiheit aber rel. weig Raumgewin....es wurden gerne Holsteiner in Dressurlinien eingekreuzt, weil man das sehr flache Vorderbein nicht mehr wollte....
aber diesen Trab findest Du nur in den alten Linien. Von Corde und Co kommt da nichts.
Sie sind ja nun wieder gesucht, die alten Linien auf Farnese und Co.
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Zitat von Linaro3 Beitrag anzeigenIch möchte in erster Linie einen Sportler züchten - ja! Und bei den Versuchen Spitzensportler zu züchten, fallen zwangsläufig schon mehr als genug normale ab. Da muss ich nicht noch gezielt darauf hinarbeiten - nein!
Und wenn meine Vorgänger drei Generationen mühevoll an Hinterbein, Hebel und Tragkraft gearbeitet haben, gehe ich nicht die offensichtliche Gefahr ein, das wieder in einer Generation kaputt zu machen - nochmal nein! 
Zumal man dieses mangelhafte Hinterbein dann über viele weitere Generationen tapfer behält.

Ich kann mich ja auch gleich outen: Ich züchte auch nicht mit Hohenstein und Nachkommen und werde dies auch erst ändern, wenn da einer bei ist, der wirklich ein aktives Hinterbein vererbt.
Ansonsten finde ich, dass bedienbar, rittig und richtige Einstellung die unumgängliche Basis ist, ohne die brauch ich eigentlich gar nicht anfangen Sport- und/ oder Freizeitpferde zu züchten.
Ich züchte ja auch nicht mit einer Stute Dressurpferde, die über 5er Grundgangarten nicht hinaus kommt.
Was ich damit sagen will ist, dass ich keinen Hengst nutzen würde, der nur Rittigkeit vererbt. Das ist mir definitiv zu wenig. Die Rittigkeit ist für mich nur ein Teil, der erhalten bzw. positiv verstärkt werden sollte, aber keinesfalls auf Kosten der Leistungsfähigkeit.
Würde aber auch in der Regel keinen Hengst nutzen, der nur Leistungsfähigkeit vererbt und die Rittigkeit nachhaltig vernichtet.Zuletzt geändert von friedeburg; 05.11.2008, 19:18.
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Ich möchte in erster Linie einen Sportler züchten - ja! Und bei den Versuchen Spitzensportler zu züchten, fallen zwangsläufig schon mehr als genug normale ab. Da muss ich nicht noch gezielt darauf hinarbeiten - nein!Zitat von Ginella NB Beitrag anzeigenstrebst du ernsthaft gezielt an, ein olympiapferd zu züchten?
mir reicht das als züchterin voll und ganz wenn meine pferde irgendwann in den ländlichen ergebnislisten ab M in den platzierungen auftauchen.
Und wenn meine Vorgänger drei Generationen mühevoll an Hinterbein, Hebel und Tragkraft gearbeitet haben, gehe ich nicht die offensichtliche Gefahr ein, das wieder in einer Generation kaputt zu machen - nochmal nein!
Zuletzt geändert von Linaro3; 05.11.2008, 18:36.
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Ein Gast antwortetestrebst du ernsthaft gezielt an, ein olympiapferd zu züchten?
mir reicht das als züchterin voll und ganz wenn meine pferde irgendwann in den ländlichen ergebnislisten ab M in den platzierungen auftauchen.
selbst das ist bei den meisten ja schon die ausnahme...
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Tja, kommt halt immer drauf an was man will!Zitat von Ginella NB Beitrag anzeigenDas ist mir aber eindeutig lieber, als wenn das Talent für Pi/Pa da ist und der Gaul dafür nur "Pofitauglich"
Für mich ist nur nett, schwarz und bedienbar nicht das Zuchtziel was ich anstrebe!
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Ein Gast antworteteDas ist mir aber eindeutig lieber, als wenn das Talent für Pi/Pa da ist und der Gaul dafür nur "Pofitauglich"Ich kenne aber in meiner unmittelbaren Bekanntschaft eine Handvoll hocherfolgreiche Pferde von ihm mit zahlreichen Erfolgen auf ländlich, sittlichem S-Niveau, die trotz entsprechendem Beritt, den Sprung zum GP nicht schaffen, wegen kein Talent für Pi/Pa!
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Dann werf ich mal Royal Diamond ins Spiel.
Zugegeben, ich kenne nicht die grosse Masse, aber rund zwei Dutzend und von denen wussten alle zu Gefallen. Auffallend rittige, nervenstarke Pferde die wirklich amateurtauglich sind. Wie weit sie im grossen Sport mithalten können, bleibt noch abzuwarten.
RD vererbt sich besser als er selber ist.
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so hatte ich das auch gemeint. Vor ca. 15 - 20 Jahren waren die Trabbewegungen noch nicht mit so viel Knieaktion gesegnet, sondern wesentlich flacher. Das hat sich inzwischen sehr geändert, wobei der Aktion der Vorderhand im Vergleich zur Hinterhand mMn zuviel Beachtung geschenkt wird.Zitat von monti Beitrag anzeigen@Hobbyzüchter
den Holsteiner Trab gibt es schon noch - es ist der Trab germeint mit sehr viel Schulterfreiheit aber rel. weig Raumgewin....es wurden gerne Holsteiner in Dressurlinien eingekreuzt, weil man das sehr flache Vorderbein nicht mehr wollte....
LG
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Ich kenne die Gesamtzahl der Nachzucht nicht, aber in Hannover sind es 683 registrierte Nachkommen und bundesweit 569 Turnierpferde. Die ältesten müssten 12 Jahre alt sein! Er verzeichnet 23 Pferde mit Erfolgen in der schweren Klasse, das sind gute 4 % - ähem, also ein guter Wert sieht anders aus! Ein Jahr jünger ist z.B. Welt Hit der Zweite und der weist einen Wert von guten 9 % auf. Ich bin eigentlich kein Freund solcher Statistiken, aber ins Jahrbuch schaut man ja doch schon mal! Hohenstein macht sehr rittig feine Pferde für die kleine Tour! Ich kenne aber in meiner unmittelbaren Bekanntschaft eine Handvoll hocherfolgreiche Pferde von ihm mit zahlreichen Erfolgen auf ländlich, sittlichem S-Niveau, die trotz entsprechendem Beritt, den Sprung zum GP nicht schaffen, wegen kein Talent für Pi/Pa! Schöne Vorderpferde und hinten fehlt den einfach der nötige Druck auf dem Hinterbein!Zitat von Veracruz9 Beitrag anzeigenAber Hohenstein aht nicht viel gebrachT?
Wieviele S erfolgreiche Pferde sind es denn?
Ich habe leider das Jahrbuch nicht.
Er hat genug gedeckt, auch in anderen Zuchtgebieten.... aber auch irgendwo eingeschlagen... in Hannover bei 199 Zuchtstuten 68 SPS/A, also wohlgemerkt mehr als 1/3.
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@Hobbyzüchter
den Holsteiner Trab gibt es schon noch - es ist der Trab germeint mit sehr viel Schulterfreiheit aber rel. weig Raumgewin....es wurden gerne Holsteiner in Dressurlinien eingekreuzt, weil man das sehr flache Vorderbein nicht mehr wollte....
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Die Reservesieger sind ja mal nicht das Ausschlaggebende...Zitat von clara Beitrag anzeigenNeben Herzruf fallen mir spontan zwei weitere Trakehner ein, die hier gut ins Thema passen.
Handryk v. Van Deyk: macht Sportpferde mit sehr guten Bewegungen und ist traotz übersichtlicher bedeckungszahlen Vater von vielen SPS
Distelzar v. Gribaldi: Vererbungssicherster Gribaldi Sohn. Selbst als junges Pferd die Championate gelaufen und inzwischen in der Schweiz auf S-Niveau unterwegs. Stellte trotz weniger Bedeckungen aus jedem Jahrgang mind einen Hengst, darunter zwei Reservesieger in NMS
Das wesentliche ist wohl, dass viele Trakehner erstmal wie Barbiepferde daher kommen, aber sich in der Masse reiten lassen, und der kleinere Gang im Gegensatz zu den Trabmaschienen a la Weltmeyer zumindest ab M/A der Ausbildung vielleicht eher entgegenkommt...
Und ich denke man sollte nicht nur Hohenstein allein sehen, sondern die ganze Sippe, von Caprimond an, weiter mit Hohenstein, Latimer, Karolinger, Münchhausen...
Aber Hohenstein aht nicht viel gebrachT?
Wieviele S erfolgreiche Pferde sind es denn?
Ich habe leider das Jahrbuch nicht.
Er hat genug gedeckt, auch in anderen Zuchtgebieten.... aber auch irgendwo eingeschlagen... in Hannover bei 199 Zuchtstuten 68 SPS/A, also wohlgemerkt mehr als 1/3.
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Neben Herzruf fallen mir spontan zwei weitere Trakehner ein, die hier gut ins Thema passen.
Handryk v. Van Deyk: macht Sportpferde mit sehr guten Bewegungen und ist traotz übersichtlicher bedeckungszahlen Vater von vielen SPS
Distelzar v. Gribaldi: Vererbungssicherster Gribaldi Sohn. Selbst als junges Pferd die Championate gelaufen und inzwischen in der Schweiz auf S-Niveau unterwegs. Stellte trotz weniger Bedeckungen aus jedem Jahrgang mind einen Hengst, darunter zwei Reservesieger in NMS
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also...ohne Florestan hätte es keinen Fidermark gegeben ,keinen Florencio, keinen Floresco und viele mehr und folglich auch keinen Fidertanz...und nahezu jeder in Westfalen und im Rheinland hatte irgendwann mal seine Stuten mit Florestan angepaart...das da nicht alle gepasst haben, ist ja kein "Florestanphänomen"...geht ja auch nicht jeder Weltmeyer im gehobenen Sport...
Für mich ist Florestan der Hengst, der die westfälische Zucht nachhaltigst positiv beeinflusst hat und ja auch in anderen Zuchtgebieten für exzellenten
Nachwuchs gesorgt hat...und er ist bei weitem kein "Modehengst". Fast 80 gekörte Söhne und nahezu 200 StprSt , Bundeschampions und Weltmeisterpferde, Olympiateilnehmer ,sprechen eine eindeutige Sprache....
Auf die Fidertänze unter dem Sattel bin ich selber sehr gespannt...kenne den Hengst ja schon von Geburt an und habe selber sehr gute Nachzucht von ihm
Ich glaube, auch hier wird sich im Laufe der Jahre einiges im gehobenen Sport wiederfinden...da bin ich mir ganz ganz sicher!!!!!
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Zu Fürst Piccolo:
Die Nachkommen, die ich gesehen habe, habe alle einen knappen Schritt. Sollte man bei der Anpaarung drauf achten, dass Mama das ihrige dazu tut. Er gibt seinen Nachkommen genügend Größe mit; wirklich kleine FP habe ich noch nicht gesehen. Allerdings hapert es bei einigen bei der Rittigkeit - sind stramm im Rücken.
Zu Damon Hill:
Ich kenne nur zwei Nachkommen von ihm, einen Wallach und einen Hengst. Beide über 170 (man glaubt es kaum), knapper Schritt bei beiden, guter Trab, sehr guter Galopp. Einer mit einem derben Kopf, der andere eher fein aber auch keinen "Mokkatässchen"-Schnabel. (Beide nur freilaufend gesehen.)
Zu Breitling W:
In den Jungpferdeprüfungen wirklich beeindruckende Pferde. Aber wenn es etwas schwieriger wird, so meine Beobachtung, geht denen der "Sprit aus" - ohne Gerte läuft da gar nichts. Wenn der Kutscher bzw. die Kutscherin nicht wäre, bezweifele ich, dass die Nachkommen es überhaupt so weit gebracht hätten. Zudem stammen fast alle aus der Zucht von Familie Wittig. Die guten Breitling-Nachkommen haben ihr Vermögen wohl eher der Stutenfamilie zu verdanken.
Da ich gerade bei Wittig´s bin werfe ich Charatan W von Consul - Bismarck in die Runde. Allerdings sehe ich auch hier die Problematik mit dem "Sprit".
Florestan - ja, sehr guter Hengst. Macht m.E. aber auch keine Pferde für den gehobenen Dressursport (damit meine ich S und mehr), sondern eher für den Allgemeingebrauch. Ich möchte ihn auf gar keinen Fall schlecht reden! Bitte nicht falsch verstehen. Aber bei der großen Anzahl von Nachkommen sind mir zu wenige oben angekommen (jetzt werde ich bestimmt gleich gesteinigt... ). Fidermark scheint mir da der bedeutendere Vererber - insbesondere Fidertanz hat es mir besonders angetan! Aber der fällt ja leider durch das Raster, da noch keine Nachkommen unter dem Sattel sind (nächstes Frühjahr ist es dann soweit - FREUDE!).
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also ob er jetzt bei der masse an stuten die er bekommen hat wirklich so ein besonderer vererber ist. wage ich jetzt aber mal zu bezweifeln.Zitat von Ginella NB Beitrag anzeigenbei den trakehnern kommt man dann an hohenstein aber wirklich auch nicht vorbei. mag er ein "schwarzes barbiepferd" sein wie er will.
seine div. sporterfolgreichen nachkommen kann man ihm nicht absprechen.
und selbst hat er ja auch was im sport geleistet.....
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