Erbkrankheiten

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  • chrisi
    • 17.08.2013
    • 359

    Erbkrankheiten

    wollte das Thema mal aufnehmen, da man unter den Reitpferden immer öfters davon hört und ließt.
    vielleicht wäre ein Austausch darüber interessant.
    meiner naiven Meinung nach - sollte man die Zucht nicht Richtung Haltbare, Leistungsbereite Reitpferde richten ?

    Pmms2, Wffs, Shivering

  • Ramzes
    • 15.03.2006
    • 14610

    #2
    Chrisi , bitte mal die Suchfunktion nutzen , diese Themen wurden schon ausgiebig diskutiert :

    WFFS ( FFS ) ...TESTEN bei Nutzung pos. Hengst

    Bei PSSM handelt es sich um eine angeborene genetisch bedingte Muskelerkrankung. Es kommt zu übermässiger Speicherung von langkettigen Zuckermolekülen (Polysacchariden) in den Muskelzellen. Dies führt zu einer Funktionsstörung der Muskelzellen. Dadurch zeigen betroffene Pferde häufig ähnliche Symptome wie bei einem Kreuzschlag. Besonders häufig von PSSM betroffene Pferderassen sind Quarter Horses, Paint Horses und verschiedene Kaltblutrassen. […]

    PSSM 1 validierter Test


    Shivering hat etwas mit neurologischen Veränderungen bestimmter Zellbereiche im Gehirn zu tun .
    Die genauen Ursachen sind z.Z. nicht bekannt .
    Man kennt Shivering schon über Jahrhunderte .
    Kleinhirn - Purkinje - Zellen , Rezeptoren , Parallelfaser- Synapsen etc.

    Typische Symptome einer neurologischen Erkrankung hängen vom betroffenen Teil des Nervensystems ab. Bei Erkrankungen des Gehirns und der Gehirnnerven zeigen Pferde häufig Verhaltens- und Bewusstseinsveränderungen, Bewegungsstörungen, Sehstörungen, Augenveränderungen, Krampfanfälle oder Festliegen. Häufige Erkrankungen sind Infektionen (z. B. Herpes-Virus, Borna-Virus, West-Nile-Virus, Zeckenenzephalitis), metabolische Erkrankungen, Kopfverletzungen, Tumore, Epilepsie oder Schlafstörungen. Bei Erkrankungen des Rückenmarks zeigen Pferde Gangstörungen und fehlende Koordination (Ataxie), Niederstürzen oder Festliegen. Häufige Ursachen sind Infektionserkrankungen, das „Wobbler Syndrom“ oder Rückenmarksverletzungen. Bei peripheren Nervenerkrankungen, oft durch Verletzungen oder Entzündungen, zeigen Pferde häufig lokalisierte Veränderungen wie Gangstörungen oder Muskelatrophie. Diagnostische Methoden beinhalten Laboruntersuchungen von Blut und Rückenmarksfl üssigkeit sowie verschiedene bildgebende Verfahren (Röntgen, CT, MRT).

    Hirn - und Nervenerkrankungen ,...ein weites Feld .

    Auch völlig erbgesunde Pferde kann man mit mangelhaften Aufzucht - und Haltungsbedingungen ruinieren !

    S.a. Thema hier Gentests

    Kommentar

    • chrisi
      • 17.08.2013
      • 359

      #3
      danke dir - leider hab ich mit der suchfunktion nichts dergleichen gefunden. kann aber auch sein das sie bei mir hängt.

      um hausgemachtes sprich aufzucht und der gleichen gehts mir nicht. da muss e jeder selber drauf schaun.

      mir fiel nur auf dass bei den körungen doch immer wieder hengste in der abstammung erscheinen wo ich meinte gehört oder gelesen zu haben das es negative vererbungen gibt, egal ob krankheiten chips oder verstellungen.
      unter den einzelnen post der hengste kamen immer wieder infos zu vererbungen, aber ich fand keinen post wo gesammelt aufgeführt wird welche hengste was mitgeben.


      die krankheiten ansich hab ich jetzt nicht gemeint, sondern eher wo was vermutet oder bestätigt ist.

      ich bin reiter und nicht züchter ( nur hobbyzüchter ) - trotzdem interessiert mich das thema zucht doch immer wieder mal sehr.
      also reiter kommt einem in den stallungen doch immer wieder so einiges unter. man bekommt so einiges mit von den reitpferden.

      Kommentar


      • anthea7819
        anthea7819 kommentierte
        Kommentar bearbeiten
        Da muss man Vorsichtig sein mit der Aussage -nur wenn man einem Elternteil "nachsagt" .... heißt das noch lange nichts.
        Zucht ist komplex und ein Pferd ist immer die Summe aller Einzelteile.
        Selbst wenn bei einem Hengst oder Stute (die vergessen wir oft einfach) etwas gehäufter auftritt -wie z.B. Koppen, dann heißt dass noch lange nicht, dass das alle Nachkommen haben.
    • Ramzes
      • 15.03.2006
      • 14610

      #4


      Chrisi , Du hast nach Erbkrankheiten und NICht nach " Spekulatius " gefragt , so wie in # 3

      Zuletzt geändert von Ramzes; 02.02.2026, 13:05.

      Kommentar

      • chrisi
        • 17.08.2013
        • 359

        #5
        danke für den link - kann ich diese post löschen ? oder löschen lassen ?

        Kommentar

        • Schimmeltier
          • 15.01.2019
          • 1103

          #6
          Es kommt auf die Erbkrankheit an; Erbkrankheiten, die in doppelter Kopie vererbt beim Fohlen tödlich wirken, haben nicht zwangsläufig eine negative Auswirkung auf Reiteigenschaften bzw. Haltbarkeit der Pferde. Weil das einfach geerbte "Schad"-gen beim Fohlen nicht an andere Eigenschaften gekoppelt ist. Bei einigen (hier im Forum nicht ausgiebig diskutierten) Erbkrankheiten ist es so, bei der CA, beim Lavender- Syndrom, bei Scid oder beim Leathel White Gen. Wenn man weiß, ob das eigene Zuchtpferd-- oder der zu verwendende Hengst-- Genträger eben dieser Erbkrankheiten ist, dann kann man ja easy die Paarung so planen, dass zumindest nicht beide Genträger sind. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

          Einfache Genträger dieser Erbkrankheiten können, wie auch Nichtträger, Top gesunde Reitpferde sein, oder auch nicht. Das hängt aber nicht von der Erbkrankheit ab, sondern von anderen Faktoren.
          Einige der großartigsten Showpferde sind CA Träger; ihr Blut wird in der Zucht stark eingesetzt. Wer nun glaubt, nach einigen Generationen Pferdezucht nur noch auf Genträger zu stoßen, der irrt, oder hat in Mathe nicht aufgepasst. Alles easy.

          Kommentar

          • anthea7819
            • 17.04.2012
            • 1304

            #7
            Bzgl. Erbkrankheiten -glaub ich muss man 3 Dinge auseinander klauben:
            1. Monocausale Erbkrankheiten wie WFFS, PSSM1, CA, SID... das sind Singelmutationen -sprich eine einziges Basenpaar ist ausgetauscht und dann ist das Tier Anlageträger. Probleme gibt es nur, wenn 2 Anlageträger verpaart werden, dann hat man ein rechnerisches 25 % Risiko, dass man ein krankes Fohlen bekommt.
            2. Shivering und andere Erkrankungen dieser Art -die genauen Ursachen kennt man nicht, man vermutet eine erbliche Komponente. Die Erblichkeit ist aus meiner Sicht sicher nicht auszuschließen, doch es muss immer ein Zusammenspiel von mehreren Genorten gegeben sein, .... plus noch "etwas" zusätzlich, was wir noch nicht wissen.
            3. Umwelt - den Umweltfaktor vergessen viele nur zu gerne.... ohne den ist Genetik auch nichts. Nicht umsonst erforscht man heute ausgiebig mit dem Faktor Epigenetik (sprich niemals die eigene Stute und Haltung und die eigenen Fohlenaufzucht und Haltung vergessen.)

            Kommentar


            • Ramzes
              Ramzes kommentierte
              Kommentar bearbeiten
              Es gibt auch monogen autosomal dominte Vererbung , bzw. (ko)dominant wie HYPP , Quarterhorses u.ä.
          • chrisi
            • 17.08.2013
            • 359

            #8
            Wffs und dergleichen finde ich persönlich nicht schlimm, da es händelbar ist. man muss nur beim paaren darauf achten. da hab ich den hype darum auch nicht ganz verstanden, viele hengste wurden nicht mehr genommen, hengststationen haben aussortiert, züchter haben ihre stuten aussortiert - fand ich persönlich nicht notwendig.

            was ich nicht in der zucht haben wollte wären eben verstellungen, shivering, sonst welche mangel am skelett usw - wo man jedenfalls weiß das es sich vererbt.
            chips sind ja auch vererbbar oder täusch ich mich da?

            Kommentar

            • Schimmeltier
              • 15.01.2019
              • 1103

              #9
              Chips sind als Befund beim Verkaufspferd schon Kacke, und auch beim Turnier- oder Reitpferd, wenn sie da Schmerzen verursachen. Andererseits laufen viele Zossen rund um den Globus einwandfrei mit Chips umher.
              Sicher kann eine gewisse Disposition für Chips vererb worden sein; allerdings spielt die Haltung und Art der Nutzung des Pferdes gerade beim Problem Chips auch eine Rolle.

              Chips sind eher keine klassische Erbkrankheit; allerdings muss ja auch niemand zwingend Zuchtpferde mit diesem "Makel" einsetzen, wenn er es nicht will. Die meisten Zuchtverbände gehen doch recht rigoros mit Erbkrankheiten um; du darfst als regulärer Züchter ja zb. Trägertiere mit bestimmten Genfehler nicht unter einander kreuzen. Ok, keiner kommt deswegen in den Knast, wenn er es trotzdem tut, aber empfehlenswert ist es nicht!!
              Weniger dramatische, zu vererbende Eigenschaften wie etwa die Veranlagung von Sommerekzem ist für manchen Züchter ein absolutes No- Go. Andere Züchter setzen Ekzemer hingegen ohne schlechtes Gewissen in der Zucht ein. Da bin ich froh, dass es erlaubt ist, diese Pferde einzusetzen.
              Salopp gesagt, die Auswahl der Zuchtpferde liegt GSD immer noch beim Züchter; jeder hat so seine Prioritäten. Selbst der hässlichste Gaul kann noch ein Topdressurpferd sein; der krummbeinigste Kamerad kann Derby- Sieger werden und bei dem, der "Häuser springen" kann, fragt auch keiner nach seinem mangelndem Gangvermögen....und wenn diese Beispielpferde nicht grad Wallache sind, so ist gewiss mit auch gezüchtet worden.
              Wenn man als Freizeitreiter dann so ein Pferd sein eigen nennt, dass eben mit Lahmheit, Hauterkrankung ect. geschlagen ist, dann fragt man sich natürlich schon, ob und wieweit die Genetik da eine Rolle spielte....die gute Nachricht ist, es gibt in jeder Pferderasse so viele! gesunde knackige Pferde, man findet das richtige Pferd.

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