Junghengst-Kastration - Wann?

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  • Oppenheim
    antwortet
    Ihr müsst schauen, wann der anfängt hengstig zu werden und nach den Stuten grummelt. Der eine ist früh geschlechtsreif, der andere schnallts erst später. Wir haben im Februar kastrieren müssen. Mai geboren.

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  • Balice
    antwortet
    Hallo ihr Lieben,
    Gibts inzwischen andere Meinungen/Kenntnisse bzgl. Kastrieren vom Junghengst?

    Das Fohlen meiner Freundin wurde Anfang Juni geboren, (leider) Hengst. Sie würde das Fohlen gerne bei sich Zuhause aufziehen wird aber mit Stuten schwierig... Nun ist die Frage.. Im nächsten Frühjahr bevor der Kleine die ersten Anzeichen zeigt noch kastrieren? Er wäre dann vermutlich so 9-10 Monate alt. Oder doch lieber eine Hengstweide suchen, ihn dort für ein Jahr unterbringen und dann im Winter zu 2jährig kastrieren und nach Hause holen?

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  • Oppenheim
    antwortet
    Ich habe ein Reitpony, was als Jährling gelegt wurde und hat sich ganz normal entwickelt. Ich meine gelesen zu haben, dass als Jährling der beste Zeitpunkt zum Kastrieren wäre, wenn man keine Körungsabsichten hat.

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  • Neuzüchter
    antwortet
    Krude Geschichte: Bekannte wollen einen Absetzer, ja der läuft Ende April geboren immer noch bei der Stute direkt kastrieren lassen. Sie haben schon einen riesigen Wallach der zu groß ist für seine Füße. Natürlich ist Aufzucht teurer als einfach so mitlaufen lassen, aber auch weil der so so hochbeinig war hätte ich große Bedenken dass der ungefähr ewig brauchen wird um ein richtiges Pferd zu werden.

    Mein früh gelegter Halbblüter ist übrigens auch erheblich größer als seine Mutter und sein Bruder und hat auch immer wieder Probleme mit zu kleinen Hufen. Mein Fohlen wird frühestens mit 2 1/2 gelegt und der wird auch nicht als Wallach unter Hengsten bleiben, die werden oft genug durchgereicht.

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  • Schimmeltier
    kommentierte 's Antwort
    Imzadi, Das ist kein Wissenschaftsforum hier. Es geht mehr um den Austausch von Erfahrungen und Tipps zum Thema Junghengst/ Kastration.

    Übrigens: man kann auch ganz "wissenschaftlich" auf dem Holzweg sein: Dein erwähntes Klinefelter- Syndrom beschreibt beim Mann einen angeborenen Fehler im Geschlechtschromosomensatz (statt xy leider xxy). Macht beim Mann Probleme, aber betrifft nicht das Pferd.
    Das Vergleichende beim Mann mit Klinefelter- Syndrom und Jungwallach ist lediglich, dass beide in der Regel hoffnungslos steril sind. Doch was hilft das bei der Suche zur Lösung des Junghengst- Problems?

    Da hast du dich, finde ich, ein bisschen vergaloppiert, ... mal durch die Blume gesagt .

  • Browny
    antwortet
    Im Früh-Herbst kastrieren, im Frühjahr Heim holen.... und ja, Erstlinge können deutlich kleiner bleiben. Wobei mein Jungpferd damals auch ein Spätentwickler war... der sah aus wie ein Pony zwischen den anderen 3-jährigen und hat dann 1,69 geschafft

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  • Minor
    kommentierte 's Antwort
    Meiner Erfahrung nach ist das mit dem Glauben an mehr Größe bei früherer Kastration Unsinn. Die früh kastrierten wachsen zwar möglicherweise etwas länger, werden aber in der Endgröße m. E. nicht größer, d. h. das Wachstum erstreckt sich nur über einen längeren Zeitraum.
    Wenn er ein Erstling ist, kann es durchaus sein, dass er einfach klein bleibt, egal ob früh oder spät kastriert (nur später kastriert wird er ggf. weniger schmal und schlaksig).
    Aber natürlich schadet es nicht, ihn jetzt schon legen zu lassen. Ich würde das aber nicht mit einem gleichzeitigen Stallwechsel kombinieren, sondern ggf. vorher schon umstellen, denn nach der Kastration wird er mit ziemlicher Sicherheit ohnehin erstmal abbauen.

  • Imzadi
    kommentierte 's Antwort
    Immer, wenn es um wissenschaftliche Fakten geht, kommt kein sachlicher Beitrag mehr, zumindest die blumige, positive Sprache bleibt, viele finden das ja auch ohne Inhalt ganz ansprechend, das Leben ist aktuell schon anstrengend genug...Ich bleibe sachlich, meine ignore-Liste bekommt ihren ersten Teilnehmer. Ratte fehlt mir, Ramzes hilft, auch wenn er gerne mal übers Ziel hinausschießt.

  • Lucilla
    antwortet
    VIELEN DANK! Wenn du das aus Überzeugung schreibst, gibt es mir ein bisschen Trost;-)

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  • Schimmeltier
    kommentierte 's Antwort
    Kein Grund zur Panik. Dein Kleiner wird vermutlich den Vater in der Größe nicht toppen; kleiner als die Mama wird er aber höchst wahrscheinlich auch nicht bleiben.
    Es mag dir als Trost gelten: es geht vielen Züchtern so, dass man an einem Punkt in der Entwicklung seines Fohlen denkt: "Oweia, andere Fohlen sind besser entwickelt, größer, schöner, langhalsiger, besser bemuskelt ect. Dieser Züchter- Blues verschwindet aber spätestens wieder, wenn der Youngster als fertig ausgebildetes Reitpferd strahlend schön, vor einem steht und mit tollen Gängen sowie Rittigkeit punktet.

    Dann stellt man mit Stolz fest, das man ein wirklich tolles Fohlen gezüchtet hat.....

  • Lucilla
    antwortet
    Meine Stute ist auch nicht besonders groß, aber immerhin 1,64. Das wäre auch meine mindest Wunschgröße. Vater ist Topas, 1,69. Ich wollte keinen Riesen. Aber bis jetzt hat er 1,53 (Geboren Anfang Mai). Auf der Koppel ist er bei den Kleinsten. Von den 20 Hengsten sind etwa 4 so klein wie er, einer kleiner und viele viiiiiiil größer. Ich bin da schon ein bisschen besorgt.

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  • Schimmeltier
    kommentierte 's Antwort
    Jetzt bin ich neugierig: " dringend ein paar Zentimeter rausholen..." --- wie groß oder klein ist er denn, dass du diesbezüglich Bedenken hast??
    Jungpferde können einen während ihres Wachstums schon mal aus der Fassung bringen: zu klein, zu groß, zu Kopflastig, ohne Hals...ect. ! Wahrscheinlich hattest du den Hengst sorgsam nach deinen Wunschkriterien ausgesucht; dass ein Pferd im Stockmaß so aus dem erwarteten Rahmen fällt, kommt vor, aber seltener.

    Wahrscheinlich wird der jetzt vielleicht zu kleine Hengst am Ende doch ein passables Stockmaß erreichen. Viel Futter, Streckbank oder auch frühe Kastration (wobei 2jährig bis 3jährig ja nicht früh, sondern das Standartalter dafür ist) bewirken nicht zwingend ein mehr an Wachstum, leider :
    Das wird schon!

  • Lucilla
    antwortet
    Die andern Besitzer sehe ich nie. Ich scheine die einzige zu sein, die ihr Pferd regelmäßig besucht. Möglicherweise ist es so, dass ich mir zu viele Gedanken mache. Und ja, es ist mein erster. Ich habe ihn aus meiner Stute gezogen und möchte natürlich alles richtig machen...wenn ich es schon (mehr oder weniger) in der Hand habe. Und der kastratuionszeitpunkt wäre dann die Möglichkeit ihn umzustellen. Aber ohne Alternative, da hast du recht, Schimmeltier, sollte ich nicht handeln. Aber Kastration muss sein. Ich muss dringend ein paar Zentimeter rausholen.

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  • Schimmeltier
    antwortet
    Dann ist dein (Haupt-) Problem eher die Unterbringung deines Junghengstes als der richtige Kastrationszeitpunkt?? Wie sehen denn die anderen Junghengst Besitzer das mit ihren Pferden? Wenn es dein erster Junghengst ist, dann macht man sich über vieles vielleicht zu sehr Gedanken. Wenn du keine Alternative zum bisherigen Stall hast, wäre ein überstürztes handeln nicht so gut.

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  • Schimmeltier
    kommentierte 's Antwort
    Wer davon überzeugt ist, dass der 2jährige Hengst durch die Kastration bahnbrechend mehr an Stockmaß bekommt, als er 3 jährig kastriert hätte erreichen können, den möchte ich von diesem Glauben nicht abbringen.

    Es ist übrigens ein Mythos, dass frühkastrierte Hengste nach der Kastration besonders hell wiehern......

  • Lucilla
    antwortet
    Ja und da ist das Problem. Die sind im Winter (Oktober bis Mai) auf einem kleinen Paddock mit offenem Laufstall. Aber für 20 Hengste ist das super klein. Die spielen und rangeln auf dem engen Platz und mir wird Angst und Bange. Zudem ist das befestigte Paddock aus Rasengittersteinen und das ist super rutschig. Er hat zwar schon 2 Winter überstanden aber je größer sie werden desto wilder sind sie. Ich habe irgendwie kein gutes Gefühl...aber leider auch keine Alternative (bisher)

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  • Ramzes
    kommentierte 's Antwort
    Wenn genügend Bewegung über Winter , also keine 5 Minuten Hallen Peserei , sondern kontinuierlich Winterpaddock , Winterweide mit angepasster Fütterung incl. Mineralstoffe und Sommerweide sowieso mit Bewegung und Mineralleckschale ,....wo ist da ein Problem zusätzlich ?
    Natürlich können die sich auch Chips beim Koppelaufenthalt holen oder andere Verletzungen .
    Hauptursache für Knochen , Gelenke , Sehnen ist mangelnde Bewegung , bzw. oben erwähntes Kurzzeit Jagen . Bewegung fördert auch Muskeln und weniger Fettansatz , also insgesamt das was man unter " trocken " im Gegensatz zu schwammig versteht .
    Zuletzt geändert von Ramzes; 30.06.2021, 15:37.

  • Lucilla
    antwortet
    Was mich dabei noch beschäftigt: wenn der Hengst/Wallach nach der Kastration mehr Wachstum zeigt, geht es auf Kosten der Knochen und Gelenke? Es ist ja nicht die genetisch festgelegte Größe.

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  • Imzadi
    antwortet
    Ein Mythos ist das nicht, sondern auf niedrigere Testosteronwerte nach der Kastration vor dem Schließen der Wachstumsfugen beim männlichen Jungpferd zurückzuführen, vgl. Klinefelter-Syndrom beim Menschen.

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  • Schimmeltier
    antwortet
    Auf dem Mythos vom "höheren Stockmaß" für den 2jährig gelegten Hengst würde ich nicht so viel geben. Das mag bei extrem früh gelegten "Fohlen" unter einem Jahr so sein. Ein Unterschied, ob 2jährig oder 3 jährig gelegt, wird man bei deinem Reitwallach später nicht sehen können. Er wäre ja als 3jähriger gelegt noch lange kein Althengst !!

    Wenn du mit der Haltung deines Hengstes auf dem Hof zufrieden bist, dein Hengst sich wohl fühlt und sich gut entwickelt, wäre das eine Überlegung wert, ihn doch erst später mit seinen Kumpels zeitgleich legen zu lassen. Das wäre vom Ablauf her das unkomplizierteste für alle Beteiligten. Nicht, dass du am Ende deinen Liebling zwar wunschgemäß früher kastriert lassen hast, aber durch den "Alleingang" mit neuen Problemen zu belastet wirst.

    Ich wünsche dir und deinem Kleinen viel Erfolg .

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