Aggressive Reitweise...??
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Ein Gast antworteteEs sind doch Kinder, keine Pferdehalter im eigentlichen Sinn.
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Ich finde die beschriebenen Zustände ebenso untragbar wie der Rest hier, aber das ist glaube ich auch nicht der richtige Weg... Weil sonst unterhalten wir uns im nächsten Thread wieder über unerzogene Pferde, fehlende Konsequenz und vielerlei Schwierigkeiten. Und daß man seinem Roß vielleicht doch nicht alles rausgehen lassen soll...Zitat von Souris Beitrag anzeigen...Wie Geschwister und beste Freunde müsst ihr mit euren Ponys sein, sage ich... ...Du musst jetzt für das dich liebende Pony sorgen, so das es ihm gut geht!... Spaß haben, rumalbern, Mist bauen und kuscheln.
Pferde sind NICHT wie Geschwister und gute Freunde, die müssen sich irgendwo schon "was sagen lassen" vom Menschen.
Wie wäre es mit irgendwas dazwischen?Zuletzt geändert von max-und-moritz; 25.05.2009, 20:09.
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@die Ratte
der Gertenhieb auf die Hände hat nicht wehgetan - nur etwas gezogen.....und bis heute erinnere ich mich daran und versuche weich am Maul dranzubleiben....in der Arbeit mit den Pferden nennt man das negative Verstärkung....
....man hat uns Lehrlingen damals sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass das Pferd Vorrang hat - eben weil es erstens als Tier uns ausgeliefert ist - und zweitens sehr wertvoll....das Pferd hatte im Zweifelsfall immer recht und immer Vorrang.......etwas von dieser Denkweise ist vielleicht noch bei den VS-Reitern vorhanden....
und in letzter Zeit war es so, dass ich gesagt bekam:
wann hast du das letzte Mal Turnier geritten....also - dann hast du auch keine Ahnung und bist keine gute Reiterin....wenn heute jemand eine kleine Prüfung gewinnt und plaziert ist, hält er sich oft schon für den Nabel der Welt.... komischerweise werden ich aber gerade von solchen Leuten - die mir das mehr oder weniger durch die Blume zu verstehen gegeben haben - einige Zeit später händeringend um Rat gefragt...
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oh man ich kenn das nur zu gute....
zwar nicht so krass, aber unsere pferde werden ständig angeschriehen, im maul gerissen usw.
ich ziehe meine konsequenzen daraus....wenn die kinder es im guten normalen ton nicht verstehen....schrei ich sie solange an bis sie es verstehen....dann wird auch schonmal geheult.....ich weiß hört sich hart an....aber die wissen einfach nicht wieviel arbeit, geld und mühe in so einem pferd steckt....
mal will L- und M- springen reiten, kann aber teilweise nicht weil das pferd so hart im maul ist vom ständigem umhergereiße und völlig ohne schenkel reiten....
dass man immer wieder korrigieren muss
hab sie auch schon freihändig reiten lassen damit sie ihre schenkel benutzen....dann wundern sie sich wenn das nicht klappt.....
bohhhh ich könnt ausrasten.... viele wissen einfach nicht was das alles für arbeit ist!!!!
p.s. nach der reitstunde wissen sie aber wies gemeint ist!!!
ich wurde früher übrigens mit peitschenhieben aufen rücken erzogen, denn nicht das pferd ist schuld, sondern der reiter.... es hat mir nicht geschadet
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Es ist schwierig solche Kinder ohne Unterstützung der Eltern auf den "richtigen" Weg zu bringen.
Erwachsene Menschen leben Kindern dies vor - die machen es nach!
Also als ich als Kind im Unterricht war und da war es glaub ich nicht so extrem wie heute und jemand hat dem Pferd ohne Grund einen auf den Zahn gegeben, dann hieß es absitzen und zu Fuß mitlaufen.
Dass war effektiv. Heutzutage würde man von Eltern wahrscheinlich angezeigt werden als Reitlehrer.
Schade eigentlich dass viele Kinder von heute nicht die Liebe und vorallem auch nicht den Respekt vor Pferden haben!
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Ein Gast antworteteWie wärs mit einer Stunde Theorie
Ponys kuscheln, Bodenarbeit...
Dann im Unterricht Gerten wegnehmen und ganz tüchtig Loben wenn die Kinder "nett" zu den Pferden sind. Wenn es gut läuft sollten die Kinder die Pferde loben und du sagst einfach "schau wie er sich freut, sonst hat er das nicht gemacht, das liegt bestimmt daran das du so lieb zu ihm warst heute".
Wenn die Kinder die Pferde schlagen, ...omg wie sich das anhört... dann sagst du grell STOP!! und verdeutlichst ihnen an Metaphern und bildlichen Beispielen WIE weh es dem armen Pony das dem Kind so gerne alles recht machen würde tut. Kinder machen so etwas nicht aus Boshaftigkeit, sondern einfach aus Naivität... als Kind ist der beste Weg zum Erfolg nunmal Gewallt. Man muss ihnen erst zeigen das die Pferde tolle Partner mit Gefühlen, Erinneungsvermögen und Einfühlsamkeit sind. Wie Geschwister und beste Freunde müsst ihr mit euren Ponys sein, sage ich. Dein Pony ist nicht so schlau wie du, also musst du denken... ach so ein Dummerchen, der versteht es nicht sofort, Geduld.
Die Kinder müssen auch erst den Tierverstand bekommen. Wenn Kinder mit Pferden und generell Tieren aufwachsen ist es meist kein Problem.
Man muss also bevor man unterichtet erst mal den Kids zeigen, das sie da Verantwortung für ein denkendes Lebewesen nehmen. Für Kinder heisst es... Du musst jetzt für das dich liebende Pony sorgen, so das es ihm gut geht!... Spaß haben, rumalbern, Mist bauen und kuscheln.
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Ein Gast antworteteDann sind sie eben noch nicht weit genug. Ganz einfach. Nur weil ich vielleicht mit 6 Jahren körperlich in der Lage gewesen wäre, eine Pistole zu bedienen, durfte ich noch lange nicht sowas auch nur in die Hand nehmen.Zitat von Fine2000 Beitrag anzeigennur "persönlich" nicht.
Wer ein Werkzeug nicht gescheit und überlegt einsetzen kann, darf es halt (noch) nicht benutzen, damit er und seine Umwelt vor Schaden bewahrt werden.
Ehrlich, an der Stelle wäre ich eisenhart.
monti, ist schon klar. Und einen RL der mich schlägt, würde ich (und hätte auch meine Mutter) nicht dulden. Aber wir sind doch hier wieder bei der berühmten Diskussion um Konsequenz und Grenzziehung. Es gibt Dinge, die gehen einfach nicht. Punkt. Schluß. Fehler machen, klar, tut jeder. Aber mit Brutalität den eigenen Willen durchsetzen wollen ist indiskutabel. Und wenn nicht irgendwann mal jemand (in diesem Fall der RL zusammen mit den Eltern) das klar macht und zwar - genau wie beim Pferd - immer und mit allergrößter Konsequenz, dann passiert auch nix, dann machen die Gören weiter wie gehabt.Zuletzt geändert von Gast; 25.05.2009, 14:30.
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@Ratte
wenn du heute Kinder und Erwachsene so anpackst wie wir früher angepackt wurden - hauen die ab wie die geölten Blitze....
....ich mußte mit Pferd an der Hand die restliche Stunde mitlaufen (hab Widerworte gegeben)....das Pferd ging absolut vor und das wurde einem auch deutlich klargemacht....als ich nach der 3. Ermahnung immer noch zu hart in der Hand war, bekam ich mit der Gerte einen Schlag auf die Hände - das hab ich nie vergessen.....
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Die Kinder sind reiterlich weit genug, um Gerte und Sporen zu tragen - nur "persönlich" nicht. Wenn ich ihnen alle wegnehme, dann kann ich auch gleich den Unterricht sein lassen - ne alternative Tante wollen die bestimmt nicht zum Unterricht haben.
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Ein Gast antworteteUnd wie wär's damit? Wer mit der Gerte haut, bekommt sie abgenommen. Wer mit den Sporen sticht, bekommt sie abgenommen. Wer an den Zügeln reißt, bekommt ein Halfter mit Stricken. Mit absoluter Konsequenz. Oder Du machst eh erst mal nur Reitstunden ohne Gerte, ohne Sporen und gebißlos. Das alles, nachdem Du ihnen mal den Film vorgeführt hast. Wer sich die Sporen (das Gebiß, die Gerte...) dann irgendwann verdient hat, darf sie auch wieder tragen.
Müßtest Du natürlich mit den Eltern vorher abstimmen, damit die das auch mittragen und die Kids dann nicht zum nächsten RL schicken.
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Das Problem ist, daß Du mit Lebensweisheiten wie "Was Du nicht, willst, was man Dir tu', das füg auch keinem andern zu!" und "Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz" in unserer mitleidlosen Ellbogengesellschaft heute nur noch bestenfalls hämisches Lachen kassierst.
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Ich könnte auch jedes Mal ausrasten und eine mittelschwere Krise kriegen - aber ich möchte die Kinder ja auch bei der Stange halten und motivieren, dass sie gut mitmachen.
Ist ja fast ein bisschen wie beim Pferd - oder? Das falsche Verhalten will ich ja nicht durch Strafe korrigieren, die Mädels sollen ja lernen, wie es richtig geht.
Ich will auch nicht rumschnauzen, aber irgendwie scheint nichts anzukommen von meiner Unterstützung - im Gegenteil, denke ich manchmal. Je energischer ich gegen die Gewalt plädiere, umso aggressiver hauen, stechen, treten und zerren sie und umso schlecht läuft das Pony. Dann wird geschimpft und gemeckert, tja, und dann ist auch irgendwo das Ende erreicht, wie soll ich dann noch unterrichten?
So macht mir Reitunterricht geben auch keinen Spaß.
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Ein Gast antworteteJa, weiß ich ja... Aber trotzdem wäre ich spontan vermutlich SO erbost gewesen, daß mir das alles egal gewesen wär. Aber vermutlich wäre ein Kind heutzutage sowieso nicht mehr gerannt, sondern hätte mir einen Vogel gezeigt und wär' einfach gegangen.
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Ratte, das konntest Du früher machen, und mit unserer Generation machen. machst Du das heute, kommt das Plag nie wieder oder Du hast die entsetzten Eltern am Telefon oder sie kommen nie wieder, aber es werden Horrorstories über Dich in der Szene verbreitet.
The Times are a changing...
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Ein Gast antworteteIrgendwer hatte doch letztens einen link zu einem Dressurreiter-Video eingestellt, der "nackich" (also das Pferd, nicht der Reiter...
) geritten ist. Ansonsten gibt es sowas auch auf youtube zur Genüge
Hier zum Beispiel
Oder völlig ohne irgendwas hier (ist gemischt freie Arbeit am Boden und Reiten ohne alles)
Könnte den Kids vielleicht auch noch mal verdeutlichen, was man alles mit Pferden machen kann, wenn sie gerne mit einem arbeiten...
Wobei meine spontane Reaktion auf sowas vermutlich gewesen wäre: Kind bei X absitzen und 3 Runden im Höchsttempo ganze Bahn gehen lassen. Ohne Pferd, versteht sich. Und dann zwei Stricke ans Halfter, Sporen weg, Gerte weg und erst mal reiten üben.
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Das hört sich ja echt schlimm an
Wo ich bislang war, da habe ich sowas nur bei 2 Reitern (also wo ich öfter bin/war) gesehen.
Ich habe zum Glück dieses Problem nicht.
Eher andersrum ... da veräppelt das Pferd das Kind und das Kind geht den Pakt "tu ich dir nix, tust du mir nix" ein.
Da wird das Pferd auf dem Zirkel in die andere Richtung ausbüxen gelassen, Halten geht nur 1 Sekunde bis das Pferd zappelt (dann wird es losgehen gelassen, da sich das Kind auf dem zappelnden Pferd unwohl fühlt) und solche Geschichten. Oder das Pferd drückt heftigst nach innen, will abkürzen und das Kind drauf will dem armen Pferd nicht weh tun und "streichelt" das Pferd mit dem inneren Bein, anstatt sich mal bemerkbar zu machen.
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Ein Gast antworteteDer Erziehungsauftrag kann hier meiner Meinung nach auch nicht allein beim RL liegen, sondern auch oder vor allem bei den Eltern. Deswegen hatte ich diese (auch wenn die in meinen Fällen ebenfalls nichts mit Reiten zu tun hatten) auch da miteinbezogen. Hier geht´s ja nicht um´s Reiten an sich, sondern speziell um das Erlernen von Selbstkontrolle und dem Respekt vor dem Lebewesen. Einige der Eltern wussten gar nicht, wie ihr Kind mit dem Pony umgeht. Kein Wunder, wenn man das Kind aus dem Auto am Stall ablädt und dann zur eigenen Tennisstunde fährt
Meine Aufgabe als RL ist nicht, dass ich Charakterdefizite kitten muss. Da müssen dann die Eltern zuhaus dran arbeiten. Aber mal unabhängig davon, dass ich natürlich die Verantwortung zum Schutz der Tiere im Kinder-Unterricht trage, denke ich auch, dass man als RL einen "pädagogischen Auftrag" hat.
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Gib den Kindern mal ein Gebiss in den Mund, und lass andere Reiter spielen...
Trotzdem muss man sich davon verabscheiden, irgendwas groß ändern zu können. Das einzig nachhaltige ist der Erfolg, und solange mit Druck, prügel und Ehrgeiz mehr erreicht werden kann im Turniersport, und nicht mit Gefühl, Geduld und Demut, solange wird sich auch leider nichts ändern.
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Bei meinen Kindern sind es nicht die Eltern!
Die kommen beide aus Nichtreiter-Familien und nur eine Mutter ist gelegentlich dabei und findet das Geprügel aber auch schrecklich.
Es sind definitiv die Kinder, denen es so vorgelebt wird.
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Ich find die Video-Idee auch super!
Vielleicht kann man das Ganze noch toppen, zusätzlich ein Video von Kindern drehen, die ohne prügeln und Sporen um Welten besser reiten...!
Uns wurde früher gesagt, daß nur der ein guter Reiter ist, der auf möglichst viel Krücken (Sporen, Gerte, Hilfszügel) verzichten kann.
Uiii, waren wir motiviert
Viele Grüße, max-und-moritz
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