Hallo Aragon,
Dein Pferd läuft doch schon nach 5 mal im Schritt und Trab ohne zu bocken. Das ist doch schon mal was. Im Galopp ist die Bewegungsmechanik einfach ganz anders. Da bekommt er bei jedem Sprung den Sattel mit so einem kleinen Schwung im Rücken zu spüren. Ich habe auch gerade so ein Pferd angeritten. Genau das Gleiche wie Du es beschreibst. Ich habe die Bügel runter gemacht und sie sich im Galopp ausbocken lassen. Und das war auch wirklich wie Rodeo. Danach bin ich rauf (1 Woche nur Longieren). Unter dem Sattel hat sie es dann bisher nie gemacht. Ich habe sie jetzt knapp 4 Wochen unter dem Sattel und inzwischen macht sie das Rodeo nicht mehr. Hat aber mehrere Wochen gedauert. Ablongieren tue ich aber immer noch. Sicher ist sicher. Manche brauchen eben länger, um sich an den Sattel im Galopp zu gewöhnen. Das heißt aber nicht, daß sie unter dem Reiter auch so wild sind. Also laß Dir Zeit. Du kannst ja ruhig einen Chiropraktiker drauf gucken lassen. Der findet auch irgendwas, weil die immer was finden. Aber ich glaube nicht, daß er was hat. Er braucht einfach nur Zeit. Laß Dich nicht entmutigen!
Bocken beim anreiten- wieviel ist normal?
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Ein Gast antworteteAch soooo, das hättest Du aber dazu sagen können *lol*
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Ich baue halt lieber die Kommunikation hauptsächlich unterm Reiter auf und wohlgemerkt: ich reite Trakehner
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Ein Gast antworteteSiehst Du, das ist eben genau der Ansatz den ich so fatal finde. Bloß das Pferd keine Kraft kriegen lassen weil es die gegen mich einsetzen könnte... Ich mach's eher genau gegenteilig, erst Kraft und Kommunikation aufbauen um das Pferd in die Lage zu versetzen, dass es gleich mit einem arbeiten kann statt sich unnütz aufzulehnen. Aber wie Du schon sagst, jeder macht's so wie er's für richtig hält. Re. Richtung ändern, doch ich wechsel schon mehrmals die Hand. Ich longiere aber auch nicht permanent ausgebunden und auch nicht mit 80 um die Ecke
Alles peu à peu.
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@ Kareen
Ich scheuch die Pferde ja nicht sinnlos durch die Gegend und sie sind nicht einer permamenten einseitigen Belastung ausgesetzt oder wechselst Du ununterbrochen die Richtung.
Naja, am Ende macht das Anreiten sowieso jeder so, wie er es für richtig hält. Ich mach da nicht viel Geschmuse drum und es hat bisher bestens funktioniert. Ich denke einfach, je länger man Muschepupu mit ihnen macht umso mehr bekommen sie Kraft und versuchen ihre Grenzen auszutesten.
@Aragon5
Meine letzten Postings waren nicht direkt auf Dich bezogen.
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Hey Tina klar verstehe ich. ich glaub aber dass der Sch*** ihn eher an der Schulter drückt. Wenn überhaupt
draufsetzen würd ich mich damit nicht aber so zum rumrennen tuts der sattel schon.will nicht die anderen Sattel zerlegen.
Der übergeht dann eh in den besitz an eine Freundin, dem Quater passt er eins a und der Lütte bekommt einen ledersattel. der natürlich nur ein halbes jahr passt wie ich mal denke aber mei, da muss man durch....
LG
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Ein Gast antworteteatt. Oppenheim das Argument mit dem sich-nicht-biegen lasse ich gelten aber das gilt ja nun für das Freilaufen genauso. Ich finde schon, dass die Pferde nach etwa 4 Wochen sinniger Longenarbeit deutlich geschickter und ausbalancierter mit sich umgehen und bevor das nicht gegeben ist, finde ich es auch nicht angemessen, Reitergewicht hinzuzufügen. Es ist halt auch eine Sache, sich steif in die Mitte zu stellen und so lange Dampf zu machen bis auf einem 15-Meter-Zirkel 'Galopp kommt' und etwas anderes, sich zunächst mal ein größeres Oval Platz zu nehmen bis das Pferd gelernt hat, im Takt auf großer gebogener Linie Galopp zu gehen. Immerhin lässt sich die Richtungs- und Tempoänderung auch schon fein an der Longe vorbereiten und erspart größere Missverständnisse zwischen Pferd und Reiter. Ich finde, je mehr Zeit man sich mit der Vorbereitung nimmt, vielleicht auch mal am langen Zügel oder Schleppenarbeit macht (hat auch noch keinem Reitpferd geschadet...), desto schneller und erfreulicher geht hinterher die Arbeit unter dem Reiter voran. Die meisten meiner Pferde nehme ich nach wenigen Sessions schon mit raus und reite im Schritt und Trab im Gelände. Das zahlt sich später sehr aus weil sie von Anfang an lernen, auf mich zu achten und sich auch in Schrecksituationen erstmal auf das 'Hirn am Steuer' zu verlassen als kopflos durch die Gegend zu stürzen. Die gründliche Vorarbeit an der Longe dient für mich auch der Unfallvermeidung und auf einem Pferd, das noch nicht ausbalanciert genug ist, sich in jeder Gangart unter dem Sattel zu bewegen, hat unter dem Reiter für mich erstmal nichts verloren. Warum es schwieriger machen als es ist. Sicher man kann auch unter dem Reiter noch wochenlang an diesen Dingen arbeiten, aber wozu, wenn man mit einer Longenausbildung schon den Grundstein dafür legen kann, dass das Pferd nach wenigen Wochen unter dem Reiter soweit ist, entspannt eine kleiner Rittigkeitsaufgabe mit Handwechseln, einfachen Übergängen und Schlangenlinien zu absolvieren?
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Ich habe deshalb gefragt weil wenn Dein Pferd einen etwas kürzeren Rücken hat und der Sattel nicht optimal paßt ( was kein Mensch verlangen kann ), dann kann es sein das Dein Pferd vom Sattel immer eine in die Nierengegend gedrückt bekommt, das macht sich vor allem im Galopp bemerkbar.
Ich weiß jetzt nicht ob Du verstehst was ich meine, aber das hatten wir bei ner jungen Stute auch.
Der Sattel saß nicht richtig auf dem Rücken und in der Bewegung ohne Reiter hat er sie dann immer in die Nierenregion gedrückt und sie hat mit Bocken drauf reagiert.
Mit nem Longiergurt hat sie nichts gemacht, auch dann später beim Draufsitzen nicht, weil dann der Sattel ruhig auf dem Rücken lag.
Deshalb wollte ich wissen wie Dein Pferd mit dem Longiergurt geht, verstehst Du ?
Hoffe Du verstehst was ich meine....
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Hey Tina- jap, das hat er sogar beim Züchter schon gemacht.Vor allem den Unterschied mit dem Longiergurt und dem Wintec ohne Bügel seh ich halt net so.
Habe ihn gestern wieder mit Sattel laufen lassen, er hat zwar wieder am Anfang wieder wie ein Irrer gebockt, er quiekt dabei so empört, ihr könntet euch wegschmeissen - wie die Rodeopferde im Fernsehen, ich muss mal ein Video zur allgemeinen Belustigung machen.Vor allem die blassen Gesichter meiner Stallkollegen wenn sie im Stüberl sitzen, muss immer jemand vor der scheibe platzieren für alle Fälle, werde auch wenn ich alleine bin lieber die Ecke absperren mit Hindernissen. Er hat aber anschließend mehrere Runden auf beiden Runden im Galllopp ordentlich ohne Bocken absolviert.Hab ihn dann ausführlichst gelobt und in die Box gebracht.
Wird schon....Draufgelehnt hab ich mich gestern - ohne Sattel- auch.
Ging Problemlos.
Berichte weiter. jetzt muss ich erstmal die Hufe sanieren, dann kommt der Osteo.
LG
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Mich würde es jetzt mal interessieren ( viell. hab ichs auch überlesen ) ob Du den Vorschlag mit den Longiergurt mal probiert hast ?
Bockt Dein Pferd da auch ?
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Wie gesagt , oppenheim sehe ich auch so. Die Stimmkommandos kennt er nun schon eingermaßen. Jetzt kommts eben drauf an dass er aufhört mit der Bockerei. Sobald des weg ist, kanner ja wieder normal laufen vorher wie gesagt probier ich es jetzt einfach mal auf dem abgesperrten Viereck.
Aber das ist wirklich eine Philosophiefrage, so ähnlich wie longieren mit Ausbindern oder nicht usw.
LG
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Das halte ich für Quatsch. Ich longiere doch nicht ein Pferd an, damit es Balance an der Longe bekommt, sondern, damit es lernt, auf Stimmkommandos zu reagieren (was beim Anreiten sehr hilfreich sein kann), um ihn schonmal mit einer Anlehnung zu konfrontieren. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür brauch ich keinen Galopp. Wenn das klappt, rauf aufs Pferd und das dauert meist nicht länger als 2 Wochen. Da hat ein junges Pferd niemals ne Balance. Ein junges PFerd balanciert sich noch nicht über die seitlichen Stabilisatoren, es biegt sich nicht in die Kurve sondern legt sich in die Kurve wie ein Rennfahrer. Dabei entsteht ein hoher Druck auf die inneren Beine (Gelenke).naja,aber wenn die balance so schlecht ist,dass er aufm longierzirkel nicht galoppieren kann,ists vielleicht mit dem anreiten noch zu früh
Naja, am Ende muß das jeder selbst wissen, was er tut.Zuletzt geändert von Oppenheim; 23.03.2009, 17:38.
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Oppenheim, du hast ja recht- aber ich muss ihm ja irgendwie das Bocken abgewöhnen und normalerweise würde ich auch sagen druff und geradeaus. wenn ich ihn aber laufen lassen komme ich nicht schnell genug und nah genug ran um ihn vorwärts zu schicken bei seiner Bockerrei. wenn ich jetzt die halle halb absperre und ihn quasi ob nun an der Longe oder frei laufen lasse im gallopp komm ich besser ran. sobald er die Grundbegriffe kann (und momentan kann er schritt, Trab und halt an der Longe) geht er eh raus und wird nur noch seltenst longiert. Das ganze ist halt kontrollierter und er muss einigermaßen an der Longe laufen falls ich doch mal mit anderen in der halle sein muss.
Er muss noch soviele Kreisel laufen in seinem leben....
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Ein Gast antworteteSeh ich auch so. Man muss ja auch keinen 3.50 Zirkel anlegen sondern geht doch idealerweise dem Pferd auch unterstützend-nachgebend mit, bis es einen gleichmäßigen, großen Zirkel hinbekommt. Außerdem muss ja auch die Umkehrfrage heißen: Wie soll ein Pferd, das sich noch nichtmal selbst ausbalanciert bekommt das dann mit Reiter drauf bewältigen?
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naja,aber wenn die balance so schlecht ist,dass er aufm longierzirkel nicht galoppieren kann,ists vielleicht mit dem anreiten noch zu früh
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Also ich kenne das so, daß junge Pferde erstmal vorwärts und geradeaus geritten werden müssen, um Balance zu finden. Sie suchen ja auch noch die Anlehnung an der Bande. Außerdem belastet das Longieren enorm die Pferdebeine und junge Pferde befinden sich ja - bekanntlich - noch im Wachstum. Mein Gott wie schwer muß es einem jungen Pferd fallen, wenn es auf einmal auf einem engen Kreis galoppieren soll, es ist ja noch nicht mal gymnastiziert.
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Jap das mit dem band ist eigentlich ne super idee, merci dafür.
Haben wir vom Freispringen und ist sicher scheller zu realisieren als jedesmal unsere Sprünge rauszuzerren und die aufzubauen.Und einen Ständer kriegt man ja schnell hingestellt. Er läuft übrigens schon brav Schritt und Trab im kreis ohne allzusehr rauszulatschen aber Gallopp noch nicht und das ist ne super Lösung *freu!*
Wir haben ja sogar einen Roundpen du wirst lachen, aber leider ohne Licht
daher schwer nach der Arbeit zu benutzen. So a bisserle schritt reiten wird er schon abkönnen ohne viel longieren, aber bevor er nicht brav mit sattel in allen GGA läuft habt ihr schon recht sollte man sich zu liebe seiner eigenen Gräten nicht draufsetzen.
Muss eh warten bis meine Crash-test- Dummie Freundin Zeit hat, einer muss ja festhalten und einer muss sich erstmal drauflegen usw...
LG
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Ein Gast antworteteHast Du ein paar Sprünge die Du als Begrenzung aufbauen kannst oder kannst Du einfach ein Flatterband an den HB-Punkten spannen? Das hilft doch schon mal unheimlich wenn sie an der offenen Zirkelseite nicht rauswuschen können?
So was exclusives wie einen Roundpen oder Longierhalle habe ich auch nicht aber ich hatte auch noch keinen der es mit einem Band nicht gepeilt hätte, in der Runde zu laufen
Das Galoppieren fällt doch sehr vielen Pferden erstmal schwer, ich finde aber, dass sie enorm an Balance gewinnen, wenn sie das erstmal geschnallt haben mit dem Galoppieren an der Longe. Ich will ja auch später beim ersten Angaloppieren unter dem Sattel keinen der sich in der ersten Ecke gleich auf den Zappel legt weil er seine Beine nicht durch die Kurve sortiert kriegt. Und wenn sie Ende Dreijährig mit Anstand eine 'Schritt,Trab,Galopp-außenrum'-Leistung abliefern sollen müssen sie durch das Galoppieren einfach durch. Ich versuche, am Anfang nicht länger als 10-15 Minuten zu machen um sie nicht zu überlasten. Später wenn Muskulatur und 'Gräten' in der Entwicklung nachkommen, bekommen sie meist doch genug Kondition um 20-25 Minuten Arbeit (mit viel Schritt zwischendrin) zu verkraften. Bevor sie nicht so viel Kraft haben, würde ich mich auch nicht draufsetzen sonst hängt der Rücken ja gleich durch und dann ist nix mit Losgelassenheit, Tragkraftentwicklung usw.
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Ja sehe ich auch so. Nur ist bei einem so unausbalancierten Pferd Galloppieren an der Longe schwer und auch fraglich ob so sinnvoll. Wenn er nämlich dann losbockt dann musst du schon ne abgetrennte Halle haben oder einen Roundpen so dass du nicht durch die Halle fliegst.
Sicher man kommt viel leichter ran und ich bin deiner meinung dass man das unterbinden soll. Mal sehen .Ich probiers heute wieder, es war ja die letzten Mal schon etwas besser nach ner Runde oder so, ich hab dann auch immer so lange weiter gemacht bis er brav lief und dann eben weggestellt ;-)
LG
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